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Wie kann ich Sex genießen lernen?

20. September um 21:15

Hallo allerseits

Mein Partner (25) und ich (35, kein Vertipper) leben nach 2 Jahren Fernbeziehung nun seit 4 Monaten zusammen unter einem Dach. Er ist toll, das Zusammenleben klappt super, wir lieben uns sehr. Nur stört es ihn, dass ich kaum Lust auf Sex habe und ihn oft auch abweise. Das irritiert mich selber auch. Ich finde ihn sehr attraktiv und er ist alles andere als ein Egoist im Bett.

Nur genau das kann ich nicht annehmen. Ich bin es einfach nicht gewöhnt, dass sich ein Mann um meine sexuelle Lust kümmert. Vor unserer Beziehung hatte ich eine etwas "wilde" Phase. Ich hatte schlimme Depressionen, und habe mir in halbwegs guten Phasen mein Selbstwertgefühl dadurch geholt, dass ich mit allen möglichen Männern geschlafen habe. Ich bin nicht sonderlich stolz darauf, aber so ist es nunmal. Ich habe mich danach oft gehasst, zumal ich meistens auch Dinge getan oder zugelassen habe, die ich eigentlich nicht wollte, aber wozu ich gedrängt wurde. Die meisten der Typen haben sich danach entweder nie wieder gemeldet, oder mir sonst klar gemacht, dass sie sich nur für meinen Körper interessieren. Im Nachhinein ist mir klar, dass ich Sex als Währung für ein kleines bisschen Aufmerksamkeit genutzt habe. Ich war sehr einsam.

Und nun habe ich den liebsten Mann der Welt und habe keine Lust auf Sex. Wenn wir dann doch Sex haben und er gekommen ist, dann kann ich es nicht zulassen, dass er mir noch dabei hilft, auch zu kommen. Es ist mir einfach unendlich peinlich. Er geht dann oft etwas enttäuscht bereits ins Bad, während ich es mir manchmal verschämt in Dunklen unter der Bettdecke noch selber "zuende" mache. Selbstbefriedigung klappt nämlich meistens, ich hatte lange genug Zeit, es über die Jahre zu perfektionieren.

Aber zu zweit im Bett bin ich wie eine verschüchterte Jungfrau. Ich möchte nicht, dass er mich leckt (obwohl er das gerne macht), meinen Schambereich anfässt etc. Er macht sich natürlich Sorgen, insbesondere, weil er weiss, dass ich mich anderen lange einfach so hergegeben habe, und er mich jetzt so schwer "überzeugen" kann. Dazu muss man sagen, dass die anderen Kerle sich null um meine Lust geschert haben (also kann man das eigentlich auch nicht vergleichen). Und jetzt tut es plötzlich einer, und es ist mir so peinlich und unangenehm, dass ich es sofort unterbinde.

Ich weiss nicht, wie ich da wieder rauskomme. Ich halte mich eigentlich überhaupt nicht für verklemmt, sondern für feministisch und aufgeklärt. Ich liebe meinen Mann und möchte auch den Sex mit ihm geniessen. Aber ich empfinde es tatsächlich eher als eine Pflicht, nicht als etwas, was ich von mir aus möchte. Ich bin ratlos, möchte ihn nicht enttäuschen (obwohl er mich nicht drängt) und auch selber endlich (wieder?) schönen Sex haben. Habt ihr vielleicht Ideen, wie wir das hinkriegen?

Viele Grüße,
Kariali

20. September um 21:48

Du musst das hinkriegen , nicht "wir".  Im Prinzip kannst Du froh sein, dass er so ne Geduld hat. Doch lange macht ein normaler Mann so ein Theater nicht mit. Mit Frauen, die Sex als Pflicht empfinden, wird man(n) auf Dauer eh nicht glücklich.

Sorry, klingt hat, aber ich würde eher heute als morgen das Weite suchen. 

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20. September um 21:53
In Antwort auf asis

Du musst das hinkriegen , nicht "wir".  Im Prinzip kannst Du froh sein, dass er so ne Geduld hat. Doch lange macht ein normaler Mann so ein Theater nicht mit. Mit Frauen, die Sex als Pflicht empfinden, wird man(n) auf Dauer eh nicht glücklich.

Sorry, klingt hat, aber ich würde eher heute als morgen das Weite suchen. 

Das ist mir vollkommen klar. Ich habe sehr großes Glück. Mit ein Grund, warum ich es unbedingt hinkriegen will, das zu richten.

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