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Wer ist Schuld am fehlenden Sex?

5. November um 18:30

Hi zusammen
Ich bin neu hier und würde gern Eure Meinung zu meinem Problem hören.
Prinzipiell hört es sich an wie jedes 0815 Thema in jedem Forum.
Ich befinde mich in einer glücklichen Beziehung mit einer Frau die ich liebe, und wir stehen beide sozial und finanziell auf festem Boden. Nach 3 Jahren Fernbeziehung sind wir zusammengezogen und seit über 6 Monaten gestalten wir unseren Alltag erfolgreich zusammen.
Wir lachen viel zusammen, machen viel zusammen, geben uns auch genügend Freiraum und wollen zusammen die Zukunft verbringen.
Für mich steht über der Zukunft aber immer öfter auch ein Fragezeichen, DENN: wir haben kaum bis keinen Sex. 
ABER: nicht so nach dem Motto "Die Luft ist raus",
sondern eher so "da war noch nie welche drin",

Ich bin nicht soo sehr erfahren mit Sex, und sie noch weniger mit Männern.
Sie war als wir zusammengekommen sind noch Jungfrau. beim rumspielen miteinander war sie immer sehr erregt und auch extrem feucht-nass. Bis es dann wirklich mal um mehr ging. 
Sie hatte irgendwie Angst vor penetration, und hat sich eine fürchterliche Angst davor, dass ich nicht in sie hineinpassen würde. Dadurch ist sie sich natürlich so viel Druck aufgebaut (auch durch meine erwartungen), dass es erst recht nichtmehr ging. 
Erst eine Absprache mit dem Arzt konnte sie zumindest halbwegs davon überzeugen, dass sie eine ganz normale Frau mit einer ganz nmormalen Scheide ist.
Seitdem hatten wir mehrere Anläufe die ungefähr zu 75% in Frust und Enttäuschung auf beiden Seiten hinausliefen (also kein Sex) ... und die anderen 25% war für sie 50/50 angenehm/unangenehm.
Irgendwie hab ich das Gefühl sie hat überhaupt keine richtige lust auf Sex. bzw trägt überhaupt keine "Geilheit" in sich. In den Situationen in denen sich eine Situation anbahnen könnte, liegt sie einfach nur da und will von mir geküsst werden bis sie Lust bekommt.
Also ich hab natürlich kein Problem sie zu küssen, aber ich hab das gefühl sie bringt überhaupt nichts in die Situation mit hinein. Sie macht auch keinerlei rythmischen Bewegungen onder sonst irgendwas, was für mich darauf schliesen liese, das sie über Libido verfügt. Das frustriert mich dann natürlich sehr, und sorgt dafür, dass ich dann keine Lust mehr habe. Sie hat auch wenig Bedürfnisse, dass ich es ihr mit der Hand mache, hingegen sie meist auf der Stelle parrat ist, wenn ich mal Lust habe (also handmade) Mir ist schon klar dass das leben kein Porno ist, und Sex aus mehr besteht, als nur rein-raus, aber da muss doch irgendwo ein bischen Leidenschaft sein... Sie verliert für mich immer mehr an sexueller Atraktivität ... was mich dann auch zu meinem eigentlichen Problem bringt, warum ich diese Zeilen schreibe.
Ich lebe meine Sexualität fast ausschliesslich alleine für mich. Es ist als währe ich Singel in dieser Hinsicht. und genau so gehe ich auch durch den Alltag. Jede... und ich meine JEDE atraktive Frau, die mir über den Weg läuft, weckt meine Bedürfnisse nach Sex. Und dann stelle ich mir vor wie diese Frauen sicherlich ein erfülltes Sexleben haben, und wie gerne ich ein teil davon wäre. Dann ist der nächste Gedankengang natürlich, dass ich selöber eine sehr atraktive Frau habe... aber ich mit ihr quasi kein Sexleben habe. Ich liebe meine Frau, aber das stösst mich mit jedem vergangenen Tag in ein grösseres Tief (mal mehr mal weniger).
Wir haben schon über Therapie (gemeinschaftliche Paartherapie/Sexualtherapie gesprochen und uns vorgenommen, uns Hilfe zu suchen.... und wenn alles fein ist, kann ich auch Licht am Ende des Tunnels sehen, doch in schlechten Momenten (zb. nach einem Streit) stellt es für mich alles in Frage.

und in meinem Kopf immerwieder die Frage:
-stell ich zuviele Anforderungen? mach ich zu viel Druck? bin ich manipulatief und fordere etwas, was sie garnicht will und baue somit zuviel Druck auf
oder:
-habe ich einfach eine Freundin ohne Libido und einer Sexblockade?

5. November um 19:04

Eine Paartherapie ist wirklich das Beste, so könnt ihr viel über euch erfahren und einen Weg finden....

M.E. ist dein Wunsch nach Erotik normal. 

Viel Glück!

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5. November um 19:26

Du tust mir echt leid. Du hast dir eine Frau aufgesackt, die dich wahrscheinlich nur als Versorger und vielleicht auch noch als Alibi-Partner missbraucht. Derartig unterschiedliche Libidi sind nicht kompatibel und werden es nie sein. Das besagt alle meine Lebenserfahrung und Menschenkenntnis. Meine Empfehlung: nimm die Beine in die Hand, such dir eine Andere. Vertu´ deine Lebenszeit nicht mit einer asexuellen Frau. Mach reinen Tisch, wohnungstechnisch und finanziell usw. 

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5. November um 19:44
Beste Antwort

1. Es ist nicht immer eine Schuldfrage, davon solltest du wegkommen. In diesem Fall ist es offenbar eher eine Ursachenfrage.

2. Ein Wunsch ist erstmal einfach ein Wunsch und in deinem Fall ist es auch kein unrealistischer Wunsch, da es nur der Wunsch nach einem normalen Sexleben ist.

3. Die wichtigste Frage beantwortet dein Text nicht. Wie sieht sie denn das Ganze? Sieht sie ein Problem im Status quo? Hätte Sie gerne ein normales Sexleben, auch wenn ihr momentan die körperliche Lust fehlt? Meine F+ überlegt z.B. grade die Pille für eine Weile abzusetzen, da sie einerseits gerne mehr Sex hätte wenn wir uns sehen, ihr aber andererseits momentan die körperliche Lust fehlt selbst die Initiative zu ergreifen. Das physische Lustlevel und der Wunsch nach mehr Sex müssen also nicht zwangsläufig übereinstimmen, wie ist das bei ihr? Hat sie vielleicht auch Ideen, woran das liegen könnte?

4. Druck kann schon ein zusätzliches Hindernis sein. Schließlich soll sie ja eigentlich ihre Lust entdecken, nicht eine Pflicht erfüllen. Andererseits müssen Unzufriedenheiten angesprochen werden und manchmal erfordert sexuelle Erfüllung auch Arbeit.

5. Befriedigt sie sich selbst? Wahrscheinlich eher nicht, dabei ist es sehr wichtig den eigenen Körper kennenzulernen. Ich habe gestern erst einen Artikel gelesen, in dem es darum ging. Die Sexualtherapeutin hat gesagt, dass es für manche ihrer Patienten tatsächlich erstmal darum geht, unter der Dusche den Intimbereich per Hand statt Schwamm zu waschen und sich dort etwas länger einzuseifen. Der Körper muss lernen, Berührungen als sexuell stimulierend wahrzunehmen und entsprechende Nervenverbindungen aufbauen. Das heißt, zum Teil kommt erst die Berührung und dann irgendwann die sexuelle Lust durch diese statt wie allgemein angenommen nur andersrum. Möglicherweise helfen euch auch entsprechende Spiele, mit denen man langsam und allgemein die Lust und den eigenen sowie fremden Körper kennenlernt.

Eine Paar- und Sexualtherapie wäre natürlich eine sehr gute Möglichkeit. Die muss sie dann aber wirklich wollen und zumindest irgendwie auch ein Problem in der Sache sehen, sonst sind die Erfolgsaussichten deutlich geringer

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5. November um 20:15
Beste Antwort

Danke für eure Antworten.

Wie meine Freundin das sieht, hab ich tatsächlich etwas aussen vor gelassen. Sie wünscht sich natürlich auch guten hemmungslosen Sex. Sie ist auch völlig bereit für eine Therapie und hat auch seit Monaten schon die Pille abgesetzt. Ich habe sie darin auch bestärkt.
Wenn ich frage woran es liegt sagt Sie, ihre Lust kommt halt nicht so schnell. Ich solle Sie mehr küssen. Aber bin kein grosser Küsser, und nach 5 Minuten nur nebeneinanderliegen und Knutschen verlier ich die Lust. mir ist das dann zu langweilig. Wenn ich die Initiative ergreife geht ihr dann alles zu schnell.
Die Beziehung aufgeben, ohne zumindest eine Therapeutische Meinung zu hören kommt für mich übrigens nicht in Frage! 

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6. November um 9:02
In Antwort auf ronnn

Hi zusammen
Ich bin neu hier und würde gern Eure Meinung zu meinem Problem hören.
Prinzipiell hört es sich an wie jedes 0815 Thema in jedem Forum.
Ich befinde mich in einer glücklichen Beziehung mit einer Frau die ich liebe, und wir stehen beide sozial und finanziell auf festem Boden. Nach 3 Jahren Fernbeziehung sind wir zusammengezogen und seit über 6 Monaten gestalten wir unseren Alltag erfolgreich zusammen.
Wir lachen viel zusammen, machen viel zusammen, geben uns auch genügend Freiraum und wollen zusammen die Zukunft verbringen.
Für mich steht über der Zukunft aber immer öfter auch ein Fragezeichen, DENN: wir haben kaum bis keinen Sex. 
ABER: nicht so nach dem Motto "Die Luft ist raus",
sondern eher so "da war noch nie welche drin",

Ich bin nicht soo sehr erfahren mit Sex, und sie noch weniger mit Männern.
Sie war als wir zusammengekommen sind noch Jungfrau. beim rumspielen miteinander war sie immer sehr erregt und auch extrem feucht-nass. Bis es dann wirklich mal um mehr ging. 
Sie hatte irgendwie Angst vor penetration, und hat sich eine fürchterliche Angst davor, dass ich nicht in sie hineinpassen würde. Dadurch ist sie sich natürlich so viel Druck aufgebaut (auch durch meine erwartungen), dass es erst recht nichtmehr ging. 
Erst eine Absprache mit dem Arzt konnte sie zumindest halbwegs davon überzeugen, dass sie eine ganz normale Frau mit einer ganz nmormalen Scheide ist.
Seitdem hatten wir mehrere Anläufe die ungefähr zu 75% in Frust und Enttäuschung auf beiden Seiten hinausliefen (also kein Sex) ... und die anderen 25% war für sie 50/50 angenehm/unangenehm.
Irgendwie hab ich das Gefühl sie hat überhaupt keine richtige lust auf Sex. bzw trägt überhaupt keine "Geilheit" in sich. In den Situationen in denen sich eine Situation anbahnen könnte, liegt sie einfach nur da und will von mir geküsst werden bis sie Lust bekommt.
Also ich hab natürlich kein Problem sie zu küssen, aber ich hab das gefühl sie bringt überhaupt nichts in die Situation mit hinein. Sie macht auch keinerlei rythmischen Bewegungen onder sonst irgendwas, was für mich darauf schliesen liese, das sie über Libido verfügt. Das frustriert mich dann natürlich sehr, und sorgt dafür, dass ich dann keine Lust mehr habe. Sie hat auch wenig Bedürfnisse, dass ich es ihr mit der Hand mache, hingegen sie meist auf der Stelle parrat ist, wenn ich mal Lust habe (also handmade) Mir ist schon klar dass das leben kein Porno ist, und Sex aus mehr besteht, als nur rein-raus, aber da muss doch irgendwo ein bischen Leidenschaft sein... Sie verliert für mich immer mehr an sexueller Atraktivität ... was mich dann auch zu meinem eigentlichen Problem bringt, warum ich diese Zeilen schreibe.
Ich lebe meine Sexualität fast ausschliesslich alleine für mich. Es ist als währe ich Singel in dieser Hinsicht. und genau so gehe ich auch durch den Alltag. Jede... und ich meine JEDE atraktive Frau, die mir über den Weg läuft, weckt meine Bedürfnisse nach Sex. Und dann stelle ich mir vor wie diese Frauen sicherlich ein erfülltes Sexleben haben, und wie gerne ich ein teil davon wäre. Dann ist der nächste Gedankengang natürlich, dass ich selöber eine sehr atraktive Frau habe... aber ich mit ihr quasi kein Sexleben habe. Ich liebe meine Frau, aber das stösst mich mit jedem vergangenen Tag in ein grösseres Tief (mal mehr mal weniger).
Wir haben schon über Therapie (gemeinschaftliche Paartherapie/Sexualtherapie gesprochen und uns vorgenommen, uns Hilfe zu suchen.... und wenn alles fein ist, kann ich auch Licht am Ende des Tunnels sehen, doch in schlechten Momenten (zb. nach einem Streit) stellt es für mich alles in Frage.

und in meinem Kopf immerwieder die Frage:
-stell ich zuviele Anforderungen? mach ich zu viel Druck? bin ich manipulatief und fordere etwas, was sie garnicht will und baue somit zuviel Druck auf
oder:
-habe ich einfach eine Freundin ohne Libido und einer Sexblockade?

Erstmal muss ich sagen finde ich es unglaublich beeindruckend das du so geduldig mit der Situation umgehst und es erst mit einer Therapie versuchen möchtest. Ich selbst hatte ein ganzes Jahr lang mit meiner fehlenden Libido zu kämpfen, was meinen Freund natürlich auch sehr unglücklich gemacht hat und an sich selbst und seinen Fähigkeiten im Bett zweifeln ließ.. in meinem Fall war es aber die Pille die mir die Libido genommen hat und nach ein paar Monaten ohne die Pille war sie endlich wieder da.. wichtig ist das du sie nicht unter Druck setzt sondern das sie wirklich daran arbeiten will. Was ich beobachtet habe bei mir selber ist, dass dadurch das ich den Sex nicht geniessen konnte ich schon so eine Anti-Haltung aufgebaut habe. Sobald er versuchte mich zu berühren dachte ich mir "Fass mich bloß nicht an", ich fand unsere Beziehung gut so wie sie war ich wollte einfach nur nicht mit ihm schlafen. Als ich dann merkte daß unsere Beziehung kurz davor war zu zerbrechen, war ich selber gewillt was an der Situation zu ändern und hatte ohne darüber nachzudenken ob es mir Grade passt oder nicht öfter sex mit ihm, was mir persönlich dann doch zeigte dass Sex etwas tolles ist und es die Zeit ist in der beide gemeinsam einfach nur geniessen und abschalten. Das Problem ist häufig dass erstens Mal Sex plötzlich zu einem Thema wird zu denen sich negative Gefühle ausbreiten und zweitens vergessen wird das es etwas tolles ist einfach weil man es nicht häufig genug auslebt. Ich hoffe das sich das bei euch einpendelt..

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6. November um 10:48
In Antwort auf ronnn

Danke für eure Antworten.

Wie meine Freundin das sieht, hab ich tatsächlich etwas aussen vor gelassen. Sie wünscht sich natürlich auch guten hemmungslosen Sex. Sie ist auch völlig bereit für eine Therapie und hat auch seit Monaten schon die Pille abgesetzt. Ich habe sie darin auch bestärkt.
Wenn ich frage woran es liegt sagt Sie, ihre Lust kommt halt nicht so schnell. Ich solle Sie mehr küssen. Aber bin kein grosser Küsser, und nach 5 Minuten nur nebeneinanderliegen und Knutschen verlier ich die Lust. mir ist das dann zu langweilig. Wenn ich die Initiative ergreife geht ihr dann alles zu schnell.
Die Beziehung aufgeben, ohne zumindest eine Therapeutische Meinung zu hören kommt für mich übrigens nicht in Frage! 

Du weißt aber schon, dass eine Therapie mehrere Jahre dauern kann? Lass dir diese Lebenszeit nicht sauer werden. Falls du Pech hast wirst du therapiert, nicht etwa deine Freundin. Du wirst mehr und mehr Emotionen und Energie und Lebenszeit in deine Freundin investieren und das bei einem sehr ungewissen Ausgang des Ganzen. Ich drück dir die Daumen, dass die Chose in deinem Sinne ausgeht. 

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6. November um 12:03
In Antwort auf ronnn

Danke für eure Antworten.

Wie meine Freundin das sieht, hab ich tatsächlich etwas aussen vor gelassen. Sie wünscht sich natürlich auch guten hemmungslosen Sex. Sie ist auch völlig bereit für eine Therapie und hat auch seit Monaten schon die Pille abgesetzt. Ich habe sie darin auch bestärkt.
Wenn ich frage woran es liegt sagt Sie, ihre Lust kommt halt nicht so schnell. Ich solle Sie mehr küssen. Aber bin kein grosser Küsser, und nach 5 Minuten nur nebeneinanderliegen und Knutschen verlier ich die Lust. mir ist das dann zu langweilig. Wenn ich die Initiative ergreife geht ihr dann alles zu schnell.
Die Beziehung aufgeben, ohne zumindest eine Therapeutische Meinung zu hören kommt für mich übrigens nicht in Frage! 

Hallo,

zunächst einmal finde ich eine Schuldfrage völlig unangebracht und wenig zielführend, da sie a) einem von euch beiden Fehler suggeriert bzw. nicht richtig zu sein b) negative u. schlechte Gefühle auslöst 
Du möchtest aber das Gegenteil von schlechten u. negativen Gefühlen erreichen!
Küssen bedeutet pure Emotionalität. Man kann nicht innig küssen ohne dabei emotionale Reaktionen zu erzeugen. Daher liegt meine Vermutung eindeutig darin begründet, dass deine Freundin sich von dir mehr Emotionalität wünscht. Hat auch was mit spüren und fühlen zu tun.

LG Sis 

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