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Wenig Sex weil zu kontrolliert

7. Oktober um 19:50 Letzte Antwort: 8. Oktober um 12:09

Mein Mann und ich haben den Wunsch, häufiger bzw. regelmäßiger miteinander zu schlafen. Was uns Probleme bereitet, ist, dass er, wenn es um Sex geht, ziemlich kontrolliert ist. Er beschreibt es so, dass er nur schwer loslassen und sich somit nur selten darauf einlassen kann. Er hat das Gefühl, dass er bevor er bereit für Sex ist, erst einmal alles andere „erledigt haben“ muss, selbst abends, wenn für den Tag gar nichts mehr ansteht. Oder dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist. Diese Verschlossenheit spüre ich dann natürlich auch, wodurches für mich schwer ist, etwas zu initiieren. Für mich fühlt es sich so an, als gäbe es nur kleine Zeitfenster, in denen er dafür offen ist.

Wenn wir dann darüber sprechen, merkt er, dass sich dieses abweisende Verhalten gar nicht mit seinen wirklichen Bedürfnissen deckt. Er möchte mehr Sex und auch spontaner sein können. Er sagt auch, dass es nicht an mir oder am Sex an sich liegt. Aber sein Kopf bestimmt noch viel mit und macht wohl auch einiges im Autopilot. Er hat erzählt, dass er auch wenn ihm tagsüber zwischendurch mal sexuelle Gedanken kommen, er sie meistens beiseite schiebt. All das passiert nicht bewusst, sondern einfach so, wie er es wohl schon immer gemacht hat. Er ist außerdem eine Person, die sich gut anpassen kann. Das führt dazu, dass er sich schnell daran gewöhnt, nur wenig Sex zu haben und gar nicht so proaktiv wird oder Leidensdruck hat. Sex ist einfach "Aus den Augen, aus dem Sinn".

Ich vermute, dass er von Haus aus keine sehr positive Beziehung zu Sex hat. Ich denke, vor mir hat er über das Thema auch mit niemandem so offen kommuniziert. Ich bemühe mich immer um offene, vertrauensvolle Gespräche, beschreibe, was ich mag und ich gerne ausprobieren würde, frage bei ihm nach und stelle sicher, dass er sich nicht unter Druck gesetzt fühlt. Er sagt, solche Gespräche helfen, das Thema Sex überhaupt auf seinen Radar zu holen, sodass wir jetzt im Alltag regelmäßiger über alles mögliche Sexuelle quatschen.

Vielleicht kennt ihr so etwas ähnliches ja und habt Ideen, was uns außerdem helfen könnte?


 

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7. Oktober um 19:58

Du bist sehr einfühlsam! Das ist gut. Spricht viel darüber. du kannst ihm tagsüber auch mal eine reizvolle sms schicken und ihm so quasi heiß auf den Abend machen.
Ansonsten soll er sich weniger vornehmen.

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8. Oktober um 12:09
In Antwort auf jennas

Mein Mann und ich haben den Wunsch, häufiger bzw. regelmäßiger miteinander zu schlafen. Was uns Probleme bereitet, ist, dass er, wenn es um Sex geht, ziemlich kontrolliert ist. Er beschreibt es so, dass er nur schwer loslassen und sich somit nur selten darauf einlassen kann. Er hat das Gefühl, dass er bevor er bereit für Sex ist, erst einmal alles andere „erledigt haben“ muss, selbst abends, wenn für den Tag gar nichts mehr ansteht. Oder dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist. Diese Verschlossenheit spüre ich dann natürlich auch, wodurches für mich schwer ist, etwas zu initiieren. Für mich fühlt es sich so an, als gäbe es nur kleine Zeitfenster, in denen er dafür offen ist.

Wenn wir dann darüber sprechen, merkt er, dass sich dieses abweisende Verhalten gar nicht mit seinen wirklichen Bedürfnissen deckt. Er möchte mehr Sex und auch spontaner sein können. Er sagt auch, dass es nicht an mir oder am Sex an sich liegt. Aber sein Kopf bestimmt noch viel mit und macht wohl auch einiges im Autopilot. Er hat erzählt, dass er auch wenn ihm tagsüber zwischendurch mal sexuelle Gedanken kommen, er sie meistens beiseite schiebt. All das passiert nicht bewusst, sondern einfach so, wie er es wohl schon immer gemacht hat. Er ist außerdem eine Person, die sich gut anpassen kann. Das führt dazu, dass er sich schnell daran gewöhnt, nur wenig Sex zu haben und gar nicht so proaktiv wird oder Leidensdruck hat. Sex ist einfach "Aus den Augen, aus dem Sinn".

Ich vermute, dass er von Haus aus keine sehr positive Beziehung zu Sex hat. Ich denke, vor mir hat er über das Thema auch mit niemandem so offen kommuniziert. Ich bemühe mich immer um offene, vertrauensvolle Gespräche, beschreibe, was ich mag und ich gerne ausprobieren würde, frage bei ihm nach und stelle sicher, dass er sich nicht unter Druck gesetzt fühlt. Er sagt, solche Gespräche helfen, das Thema Sex überhaupt auf seinen Radar zu holen, sodass wir jetzt im Alltag regelmäßiger über alles mögliche Sexuelle quatschen.

Vielleicht kennt ihr so etwas ähnliches ja und habt Ideen, was uns außerdem helfen könnte?


 

In gänze kenne ich das nicht. Aber ein paar Aspekte kommen mir schon bekannt vor.

Das der Kopf einen freieren Umgang mit Sex einschränkt.
Das nicht loslassen können wodurch sich auch gar keine erotische Leidenschaft entwickeln kann.
Das sich anpassen und sich schnell daran gewöhnen, nur wenig Sex zu haben und gar nicht aktiv werden oder Leidensdruck haben.

In diesen Punkten kann ich mich, wenn auch aus andren Gründen, wiederfinden.
Nur einen zündenden Tipp kann ich dir leider nicht geben.

Aber ihr seid ja schon auf dem Weg. Er will bzw. weiß er muss in deinem Sinne was ändern. Ihr habt regelmäßige Gespräche die ihm, wie er ja sagt, helfen. Das ist doch schon mal was.
Ich denke ihr müsst das einfach so beibehalten. Und wenn es stockt bzw. keine Weiterentwicklung mehr zu erkennen ist, dann müsst ihr neu uberlegen.

Ich bin zwar kein Freund von diesem Rat, da er hier ja fast in jedem Thread viel zu schnell und leichtfertig bei dem kleinsten Anlass gegeben wird, aber dann vielleicht doch mal eine Therapie in erwägung ziehen. Ob sowas etwas bringt, weiß ich auch nicht. Aber wäre zumindest eine Idee.

Mehr wüsste ich jetzt auch nicht, außer weiterhin verständnissvoll zu bleiben, keinen Druck zu machen und einfach so weitermachen.

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