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Was, wenn nach Jahren die Lust nachläßt?

1. Juni 2006 um 10:07

Hallo zusammen,

gibt es hier Frauen in langjährigen Beziehungen, bei denen es in der Beziehung so ein Lustgefälle gibt? So, daß der Mann ständig will und sie kaum noch bis gar nicht mehr?

Wie geht man als Frau mit sowas um?

Wäre dankbar für ernstgemeinte Ratschläge.

1. Juni 2006 um 10:36

Der Sex...
...ist wirklich unser einziges Problem. Sonst haben wir eine prima Ehe. Ihn wegen sowas in die Wüste schicken ist irgendwie doof...

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1. Juni 2006 um 11:24

Wüste ist keine Lösung
Liebe Claudia3603,

bei mir ist das Problem umgekehrt. Ich hätte mehr Lust, mein Mann leider hat ein extremes Lustgefälle.
Ich habe mich im Forum schlau gemacht, meine Fragen gestellt und für mich den Ratschlag gefunden.
In einer Beziehung takten beide Partner nicht immer gleich. Ich gebe meinem Mann mehr Zeit, Lust zu finden. Ja, nach so vielen Jahren kommt halt der Schlendrian rein.
Bei uns hatte Sex einfach keinen Platz im Alltag. Und keiner von uns beiden hats wirklich gestört oder wahrgenommen. Es ist auch nicht einfach die Lust wieder hervorzukramen, wie ichs grad versuche. Zuviel ist nix und zuwenig, dann sind wir wieder im alten Fahrwasser.
Warum magst Du kaumoder gar nicht mehr?
Hast Du dafür schon eine Antwort?
L.G.
Hibiskuss

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1. Juni 2006 um 11:57

Es tut so gut...
...verstanden zu werden, danke, Hibiskus.

Warum ich keine / kaum mehr Lust habe, weiß ich nicht. Ich habe jüngst gelesen, daß nach 6 Jahren 80% der Frauen keine Lust mehr auf ihren eigenen Partner haben, aber nur 40% der Männer. Ich denke, da bin ich nicht unnatürlich oder gestört, sondern teile das Schicksal der meisten Frauen in langen Beziehungen.

Es würde mir auch nicht viel ausmachen, wenig Sex zu haben. Das zermürbt mich nur, weil mein Mann halt so oft Lust hat. Ich habe seit Jahren immer wieder versucht, mit ihm zu schlafen, hatte aber in der großen Mehrzahl nichts davon. Und jetzt soll ich noch mehr versuchen, soll noch mehr Lust bekommen. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Es ist immer wieder Thema und ich bin immer mehr unter Druck, und sehe meine Ehe daran zerbrechen, wenn ich nicht mehr Lust bekomme. Dabei ist es doch sowieso schon selbstwidersprüchlich zu sagen: "nun kriege doch mal endlich mehr Lust!"

Ich liebe meinen Mann sehr und finde ihn auch wirklich anziehend, ich empfinde nur eben nichts Sexuelles mehr. Und es macht mich von Tag zu Tag mehr mürbe, dieser "Pflicht" gegenüber zu stehen, die es mich immer mehr sträubt zu erfüllen... Ich komme mir vor wie ein Dauerversager, wie ein Mann, wenn er ständig "keinen hoch kriegt". Dabei ist das doch eigentlich normal, daß die Lust so nachläßt.

Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll...

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1. Juni 2006 um 12:47
In Antwort auf claudia3603

Es tut so gut...
...verstanden zu werden, danke, Hibiskus.

Warum ich keine / kaum mehr Lust habe, weiß ich nicht. Ich habe jüngst gelesen, daß nach 6 Jahren 80% der Frauen keine Lust mehr auf ihren eigenen Partner haben, aber nur 40% der Männer. Ich denke, da bin ich nicht unnatürlich oder gestört, sondern teile das Schicksal der meisten Frauen in langen Beziehungen.

Es würde mir auch nicht viel ausmachen, wenig Sex zu haben. Das zermürbt mich nur, weil mein Mann halt so oft Lust hat. Ich habe seit Jahren immer wieder versucht, mit ihm zu schlafen, hatte aber in der großen Mehrzahl nichts davon. Und jetzt soll ich noch mehr versuchen, soll noch mehr Lust bekommen. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Es ist immer wieder Thema und ich bin immer mehr unter Druck, und sehe meine Ehe daran zerbrechen, wenn ich nicht mehr Lust bekomme. Dabei ist es doch sowieso schon selbstwidersprüchlich zu sagen: "nun kriege doch mal endlich mehr Lust!"

Ich liebe meinen Mann sehr und finde ihn auch wirklich anziehend, ich empfinde nur eben nichts Sexuelles mehr. Und es macht mich von Tag zu Tag mehr mürbe, dieser "Pflicht" gegenüber zu stehen, die es mich immer mehr sträubt zu erfüllen... Ich komme mir vor wie ein Dauerversager, wie ein Mann, wenn er ständig "keinen hoch kriegt". Dabei ist das doch eigentlich normal, daß die Lust so nachläßt.

Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll...

Der Druck
kann viel kaputt machen. Ich habe es gesehen, als ich meinen Mann unbewußt unter Druck gesetzt habe. Er hat mich ganz verzweifelt gefragt, und dann.. soll ich Viagra kaufen, oder wie soll ichs machen, wenn ich im Moment einfach nicht kann.
Das Problem ist, wir Frauen können einfach mal hinhalten, das geht. Männer dagegen, wenn nix steht, ist der Frust gross. (Auch wenn es zig. andere Möglichkeiten gibt uns zu verwöhnen).

Auch ich habe Sex schon als Pflichtübung gesehen und mir gedacht.. na, ist er bald fertig.

Gerade weil eure Ehe gut ist und gerade weil Du Deinen Mann liebst, soll es bitte nicht am Sex scheitern.
Versuche nicht nach dem Motto.. nun kriege dochmal endlich mehr Lust.. zu handeln.

Habt ihr Kinder? Erstickst Du in Arbeit? Wie "bedrängt" Dich Dein Mann? Kannst Du mit ihm darüber reden? Hast Du schon versucht mit ihm darüber zu reden ?
l.g.
Hibiskuss





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1. Juni 2006 um 13:16
In Antwort auf hibiskuss

Der Druck
kann viel kaputt machen. Ich habe es gesehen, als ich meinen Mann unbewußt unter Druck gesetzt habe. Er hat mich ganz verzweifelt gefragt, und dann.. soll ich Viagra kaufen, oder wie soll ichs machen, wenn ich im Moment einfach nicht kann.
Das Problem ist, wir Frauen können einfach mal hinhalten, das geht. Männer dagegen, wenn nix steht, ist der Frust gross. (Auch wenn es zig. andere Möglichkeiten gibt uns zu verwöhnen).

Auch ich habe Sex schon als Pflichtübung gesehen und mir gedacht.. na, ist er bald fertig.

Gerade weil eure Ehe gut ist und gerade weil Du Deinen Mann liebst, soll es bitte nicht am Sex scheitern.
Versuche nicht nach dem Motto.. nun kriege dochmal endlich mehr Lust.. zu handeln.

Habt ihr Kinder? Erstickst Du in Arbeit? Wie "bedrängt" Dich Dein Mann? Kannst Du mit ihm darüber reden? Hast Du schon versucht mit ihm darüber zu reden ?
l.g.
Hibiskuss





Ich antworte...
... dir lieber per PM, ja?

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1. Juni 2006 um 13:25
In Antwort auf claudia3603

Ich antworte...
... dir lieber per PM, ja?

Ok !
Ist nur schade, dass man im PM nicht viel schreiben kann. (Zeichenbegrenzung, oder so...keine Ahnung warum)
l.g.
Hibiskuss

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1. Juni 2006 um 14:08
In Antwort auf claudia3603

Es tut so gut...
...verstanden zu werden, danke, Hibiskus.

Warum ich keine / kaum mehr Lust habe, weiß ich nicht. Ich habe jüngst gelesen, daß nach 6 Jahren 80% der Frauen keine Lust mehr auf ihren eigenen Partner haben, aber nur 40% der Männer. Ich denke, da bin ich nicht unnatürlich oder gestört, sondern teile das Schicksal der meisten Frauen in langen Beziehungen.

Es würde mir auch nicht viel ausmachen, wenig Sex zu haben. Das zermürbt mich nur, weil mein Mann halt so oft Lust hat. Ich habe seit Jahren immer wieder versucht, mit ihm zu schlafen, hatte aber in der großen Mehrzahl nichts davon. Und jetzt soll ich noch mehr versuchen, soll noch mehr Lust bekommen. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Es ist immer wieder Thema und ich bin immer mehr unter Druck, und sehe meine Ehe daran zerbrechen, wenn ich nicht mehr Lust bekomme. Dabei ist es doch sowieso schon selbstwidersprüchlich zu sagen: "nun kriege doch mal endlich mehr Lust!"

Ich liebe meinen Mann sehr und finde ihn auch wirklich anziehend, ich empfinde nur eben nichts Sexuelles mehr. Und es macht mich von Tag zu Tag mehr mürbe, dieser "Pflicht" gegenüber zu stehen, die es mich immer mehr sträubt zu erfüllen... Ich komme mir vor wie ein Dauerversager, wie ein Mann, wenn er ständig "keinen hoch kriegt". Dabei ist das doch eigentlich normal, daß die Lust so nachläßt.

Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll...

Hallo
ich habe zwar wie Hibiskuss das umgekehrte Problem, aber es bedeutet ja die gleiche Situation. Der, der mehr Lust hat, setzt den anderen enorm unter Druck. Ich befinde mich gerade genau darin. Mir ist schon klar, dass ich meinen Mann mit meinen Ansprüchen überfordere. Aber eine Ehe ohne Sex verliert irgendwie ihre Gültigkeit, finde ich. Wobei es bei uns etwas anders liegt, es ist mehr das wie als das ob.
Hast du mal überlegt, woran es liegt,dass deine sexuellen Gefühle so verschüttet sind. Bei mir war es eindeutig der berufliche Stress. Sex konnte höchstens am Wochenende stattfinden, ansonsten konnte ich nicht abschalten.Und dieser Sex war mehr ein Ritual mit ganz wenigen Ausnahmen. Aber Sehnsucht hatte ich immer. Aber bei mir kam diese Lust wie ein Vulkanausbruch wieder, ich musste sie nicht mühsam wieder hervorkehren, wie es Hibiskuss beschreibt. Sie war unterschwellig auch immer da, das ist mir aber heute erst klar.
Tja, und zu viel ist eben auch nicht toll. Da hat Hibiskuss ganz recht.

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1. Juni 2006 um 15:08
In Antwort auf tangazo

Hallo
ich habe zwar wie Hibiskuss das umgekehrte Problem, aber es bedeutet ja die gleiche Situation. Der, der mehr Lust hat, setzt den anderen enorm unter Druck. Ich befinde mich gerade genau darin. Mir ist schon klar, dass ich meinen Mann mit meinen Ansprüchen überfordere. Aber eine Ehe ohne Sex verliert irgendwie ihre Gültigkeit, finde ich. Wobei es bei uns etwas anders liegt, es ist mehr das wie als das ob.
Hast du mal überlegt, woran es liegt,dass deine sexuellen Gefühle so verschüttet sind. Bei mir war es eindeutig der berufliche Stress. Sex konnte höchstens am Wochenende stattfinden, ansonsten konnte ich nicht abschalten.Und dieser Sex war mehr ein Ritual mit ganz wenigen Ausnahmen. Aber Sehnsucht hatte ich immer. Aber bei mir kam diese Lust wie ein Vulkanausbruch wieder, ich musste sie nicht mühsam wieder hervorkehren, wie es Hibiskuss beschreibt. Sie war unterschwellig auch immer da, das ist mir aber heute erst klar.
Tja, und zu viel ist eben auch nicht toll. Da hat Hibiskuss ganz recht.

Hi Tangazo,
Streß habe ich keinen, ich bin momentan auch noch schwanger, aber das hat auch nicht viel geändert. Es war ihm vor der Schwangerschaft zu wenig und nachher wird es wohl auch nicht anders sein, es sei denn, ein Wunder geschieht...
Du schreibst, "eine Ehe ohne Sex verliert ihre Gültigkeit", dabei ist es bei 80% der Frauen so, daß sie nach 6 Jahren keine Lust mehr auf ihren Partner haben (siehe Wikipedia unter "Sexmuffel). Was soll man denn machen, wenn einfach die Lust verschwindet, was offenbar ja ganz normal ist? Soll ich meine Ehe darüber definieren, ob wir Sex haben oder nicht... ? Und wenn alles prima klappt, nur der Sex nicht, können wir uns scheiden lassen...? Das wäre irgendwie verquer, oder?

Grüße,
Claudia

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1. Juni 2006 um 15:33

Link von Fozzibear
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,4--18714,00.html

Ich weiß nicht, was für ein Typ Mann Dein Mann ist.
Manchmal hilft es, wenn man liest, dass etwas eben wissenschaftlich erforscht wurde, es anderen auch so geht etc.
l.g.
Hibiskuss

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1. Juni 2006 um 15:37
In Antwort auf hibiskuss

Link von Fozzibear
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,4--18714,00.html

Ich weiß nicht, was für ein Typ Mann Dein Mann ist.
Manchmal hilft es, wenn man liest, dass etwas eben wissenschaftlich erforscht wurde, es anderen auch so geht etc.
l.g.
Hibiskuss

Link streikt...
...dabei wäre das wirklich klasse... mein Mann ist Wissenschaftler und eigentlich Daten und Fakten immer gut zugänglich...wie komme ich an die Daten ran...?

Danke und lg,
Claudia

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1. Juni 2006 um 15:39
In Antwort auf claudia3603

Link streikt...
...dabei wäre das wirklich klasse... mein Mann ist Wissenschaftler und eigentlich Daten und Fakten immer gut zugänglich...wie komme ich an die Daten ran...?

Danke und lg,
Claudia

Gib mal nur
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch
ein, dann nach unten scrollen, es kommt dann der Bericht mit der Überschrift ..
Zitat:....
Gen- Mutation dosiert Begierde

Erregbarkeit, Begierde und sexuelle Funktion werden von einem einzelnen Gen beeinflusst. Im Test stellte sich heraus: Wer eine bestimmte Gen-Variante in sich trägt, ist stärker erregbar. Daraus folgern die Forscher: Auch wenig Lust zu haben ist ganz normal....
l.g.
Hibiskuss

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1. Juni 2006 um 16:00
In Antwort auf claudia3603

Hi Tangazo,
Streß habe ich keinen, ich bin momentan auch noch schwanger, aber das hat auch nicht viel geändert. Es war ihm vor der Schwangerschaft zu wenig und nachher wird es wohl auch nicht anders sein, es sei denn, ein Wunder geschieht...
Du schreibst, "eine Ehe ohne Sex verliert ihre Gültigkeit", dabei ist es bei 80% der Frauen so, daß sie nach 6 Jahren keine Lust mehr auf ihren Partner haben (siehe Wikipedia unter "Sexmuffel). Was soll man denn machen, wenn einfach die Lust verschwindet, was offenbar ja ganz normal ist? Soll ich meine Ehe darüber definieren, ob wir Sex haben oder nicht... ? Und wenn alles prima klappt, nur der Sex nicht, können wir uns scheiden lassen...? Das wäre irgendwie verquer, oder?

Grüße,
Claudia

Liebe Claudia
dass du schwanger bist, macht die Sache sicher nicht leichter. Im Gegenteil, während und nachher haben Frauen ja nun wahrlich anderes im Sinn als Sex. Ich weiß nicht, ob man der Wikipedia Statistik da so unbedingt folgen muss. Ich glaube eher, dass es neben Flauten auch wieder Lustphasen gibt. Ja und ich meine ganz bestimmt, dass eine Beziehung sich über den Sex definiert. Ich möchte da einen Sexualtherapeuten zitieren, dessen Aussagen zum Sex bei Paaren ich unglaublich faszinierend finde:

Dabei haben wir es nicht mit einem Luxusproblem zu tun, mit dem die Paare zur Not auch
ohne große Schwierigkeiten weiterleben können. Im Gegenteil: Meist hängt der Fortbestand
der Beziehung davon ab, ob die Partner verlorene erotische Präsenz wieder aktivieren können. Bei der Therapie sexueller Lustlosigkeit befindet man sich also nicht an der Peripherie, sondern im Zentrum der Paarbeziehung. Wenn die Partner keine Perspektive entwickeln können, hat die erotische Stagnation ernste Konsequenzen. Die drei bedrohlichen Alternativen sind Trennung, Außenbeziehung, innere Kündigung.

Der partnerschaftliche Verkehr ist, zweitens, für die Akteure ein Interaktionsfeld ihrer
Selbstverwirklichung als Mann/Frau. Im Sex zeigt ein Mann sein sexuelles Profil, zeigt also,
dass und wie er Mann ist, wie er seine Leidenschaft, seine Körperlichkeit kommuniziert und
sich auf eine Partnerin einstellt (entsprechendes gilt umgekehrt für die Frau). Auch hier haben wir es nicht einfach mit Triebbefriedigung zu tun, sondern ebenfalls mit Kommunikation. Auf diesem Feld lauert ein anderer Aspekt des Leidensdrucks: Ich kann mich als der Mann, der ich bin (bzw. als die Frau, die ich bin), nicht verwirklichen.


Falls du damit was anfangen kannst, kann ich dir gern weitere Infos zukommen lassen.
Das Hauptproblem ist in der Therapie übrigens die weibliche Lustlosigkeit.

Ciao Tangazo

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1. Juni 2006 um 16:12
In Antwort auf hibiskuss

Gib mal nur
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch
ein, dann nach unten scrollen, es kommt dann der Bericht mit der Überschrift ..
Zitat:....
Gen- Mutation dosiert Begierde

Erregbarkeit, Begierde und sexuelle Funktion werden von einem einzelnen Gen beeinflusst. Im Test stellte sich heraus: Wer eine bestimmte Gen-Variante in sich trägt, ist stärker erregbar. Daraus folgern die Forscher: Auch wenig Lust zu haben ist ganz normal....
l.g.
Hibiskuss

Super...
..danke!!

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1. Juni 2006 um 16:17
In Antwort auf tangazo

Liebe Claudia
dass du schwanger bist, macht die Sache sicher nicht leichter. Im Gegenteil, während und nachher haben Frauen ja nun wahrlich anderes im Sinn als Sex. Ich weiß nicht, ob man der Wikipedia Statistik da so unbedingt folgen muss. Ich glaube eher, dass es neben Flauten auch wieder Lustphasen gibt. Ja und ich meine ganz bestimmt, dass eine Beziehung sich über den Sex definiert. Ich möchte da einen Sexualtherapeuten zitieren, dessen Aussagen zum Sex bei Paaren ich unglaublich faszinierend finde:

Dabei haben wir es nicht mit einem Luxusproblem zu tun, mit dem die Paare zur Not auch
ohne große Schwierigkeiten weiterleben können. Im Gegenteil: Meist hängt der Fortbestand
der Beziehung davon ab, ob die Partner verlorene erotische Präsenz wieder aktivieren können. Bei der Therapie sexueller Lustlosigkeit befindet man sich also nicht an der Peripherie, sondern im Zentrum der Paarbeziehung. Wenn die Partner keine Perspektive entwickeln können, hat die erotische Stagnation ernste Konsequenzen. Die drei bedrohlichen Alternativen sind Trennung, Außenbeziehung, innere Kündigung.

Der partnerschaftliche Verkehr ist, zweitens, für die Akteure ein Interaktionsfeld ihrer
Selbstverwirklichung als Mann/Frau. Im Sex zeigt ein Mann sein sexuelles Profil, zeigt also,
dass und wie er Mann ist, wie er seine Leidenschaft, seine Körperlichkeit kommuniziert und
sich auf eine Partnerin einstellt (entsprechendes gilt umgekehrt für die Frau). Auch hier haben wir es nicht einfach mit Triebbefriedigung zu tun, sondern ebenfalls mit Kommunikation. Auf diesem Feld lauert ein anderer Aspekt des Leidensdrucks: Ich kann mich als der Mann, der ich bin (bzw. als die Frau, die ich bin), nicht verwirklichen.


Falls du damit was anfangen kannst, kann ich dir gern weitere Infos zukommen lassen.
Das Hauptproblem ist in der Therapie übrigens die weibliche Lustlosigkeit.

Ciao Tangazo

Ich denke mal...
...hier gibt es widerstreitende Tendenzen: zum einen eben das, was Du zitiert hast, andererseits aber eben ein ganz natürliches Lustgefälle, gerade in der langjährigen Partnerschaft.

Die Gefahr der Trennung, besteht meiner Meinung nach vor allem dort, wo die Partnerschaft sonst nicht funktioniert bzw wo einer der Partner sehr viel auf sexuelle Erfüllung focussiert ist. Dort fällt es schwerer, Defizite in diesem Bereich auszuhalten.

Einerseits ist es völlig normal, daß man innerhalb der Partnerschaft gern Sex haben möchte, andererseits aber auch, daß das mit den Jahren nachläßt. Diese widerstreitenden Tendenzen machen dann dort den Frust, wo es nicht gleichmäßig nachläßt... Genau dort finde ich mich momentan bzw seit Jahren wieder.

Ich denke trotzdem nicht, daß man seine Ehe über Sex definieren sollte.

Grüße,
Claudia

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1. Juni 2006 um 16:29
In Antwort auf claudia3603

Ich denke mal...
...hier gibt es widerstreitende Tendenzen: zum einen eben das, was Du zitiert hast, andererseits aber eben ein ganz natürliches Lustgefälle, gerade in der langjährigen Partnerschaft.

Die Gefahr der Trennung, besteht meiner Meinung nach vor allem dort, wo die Partnerschaft sonst nicht funktioniert bzw wo einer der Partner sehr viel auf sexuelle Erfüllung focussiert ist. Dort fällt es schwerer, Defizite in diesem Bereich auszuhalten.

Einerseits ist es völlig normal, daß man innerhalb der Partnerschaft gern Sex haben möchte, andererseits aber auch, daß das mit den Jahren nachläßt. Diese widerstreitenden Tendenzen machen dann dort den Frust, wo es nicht gleichmäßig nachläßt... Genau dort finde ich mich momentan bzw seit Jahren wieder.

Ich denke trotzdem nicht, daß man seine Ehe über Sex definieren sollte.

Grüße,
Claudia

Ich denke auch
dass das jetzt im Moment nicht die Frage ist.
Was mich aber wundert ist, dass dich das Thema so beschäftigt, wo du doch schwanger bist. Da stehen doch die Schwangerschaft und das Kind im Mittelpunkt.
Wenn dich trotzdem diese Fragen in Bezug auf Sex so beschäftigen, dann überdecken sie doch eigentlich das, was jetzt mehr Bedeutung haben sollte. Das zeigt doch, wie wichtig der Umgang mit Sex in einer beziehung ist und das Aushandeln des wie und wie oft.

Ist es denn euer erstes Kind?
Ich mussleider los. Bis dann
Tangazo

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1. Juni 2006 um 16:32
In Antwort auf tangazo

Ich denke auch
dass das jetzt im Moment nicht die Frage ist.
Was mich aber wundert ist, dass dich das Thema so beschäftigt, wo du doch schwanger bist. Da stehen doch die Schwangerschaft und das Kind im Mittelpunkt.
Wenn dich trotzdem diese Fragen in Bezug auf Sex so beschäftigen, dann überdecken sie doch eigentlich das, was jetzt mehr Bedeutung haben sollte. Das zeigt doch, wie wichtig der Umgang mit Sex in einer beziehung ist und das Aushandeln des wie und wie oft.

Ist es denn euer erstes Kind?
Ich mussleider los. Bis dann
Tangazo

Überdecken...
...kann ich selber die Frage schon - nur mein Mann eben nicht. Er hatte seit der Zeugung vor 3 Monaten eben keinen Sex mehr. Und ein Artikel im Spiegel über sowas wie Viagra für die Frau brachte das Thema wieder hervor, alle Halbjahre wieder...

Es wird unser 3. Kind - ein Nachzügler und Wunschkind, wir führen wie gesagt sonst eine wirklich wunderschöne Beziehung...

LG,
Claudia

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1. Juni 2006 um 19:25

Hallo liebe claudia!
das problem kenn ich von einer früheren beziehung. ich hatte überhaupt keine lust mehr auf sex mit ihm, dachte sogar, dass ich frigide bin. aber dann hatten wir ein echt tolles gespräch, worin wir beide unsere probleme/wünsche offengelegt haben.
daraufhin haben wir einfach viel neues ausprobiert, auch sachen, die sich einer von uns zuerst gar nicht vorstellen konnte. und allein durch das "experimentieren" ist die lust wieder gekommen.
hatten echt ein schönes sex-leben und vor allem hatte keiner von uns hemmungen darüber zu reden.
vielleicht funktioniert das ja auch bei dir? ihr müsst es nur langsam angehen und nicht meinen, dass die lust von einem tag auf den anderen wieder kommt.

alles liebe
sphinx

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