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Warum hat man es mit einigen Vorlieben so schrecklich schwer?

27. August 2016 um 6:48

Wer auf normalen Sex steht, der hats vermutlich etwas leichter im Leben, so zumindest mein Eindruck. Denn man ist kein Freak oder Spinner, man passt in die gesellschaftlichen Normen. Aber warum ist alles was anders ist, so schrecklich verpöhnt?
Ich lebe mit meiner Vorliebe seit ich denken kann, also schon über 30 Jahre und mittlerweile nervt es mich.Jemanden zu finden der ernsthaft damit umgehen würde, ist fast unmöglich. Wie viele teile ich einen Fußfetisch, bzw. ich mag lieber Socken. Für mich gibt es nichts schöneres als für einen jungen Mann oder eine junge Frau den Fußschemel spielen zu dürfen. Es ist ein unglaubliches Gefühl wenn ich vor jemandem auf dem Boden liege, die Person zieht ihre Schuhe aus und zum vorscheinen kommen weiße, getragene Socken, die diese Person mit einem sadistischen Grinsen in mein Gesicht stellt. Ich weiss dass es demütigend und ein bisschen entwürdigend ist, aber das Gefühl, sich der anderen Person in gewisser Weise zu unter werfen gehört auch irgendwie dazu. Besonders intensiv ist es natürlich wenn die Socken auch nocht verschwitzt oder ein bisschen schmutzig sind oder aber wenn die andere Person sich auf mich drauf stellt, auf meine Brust z.b. und ich das aushalten muss.
Im Grunde ist da absolut nichts perverses dran, nicht abstoßendes, trotzdem ist man irgendwie der Freak, der komische.Im Grunde ist ja nicht mal was intimes. Ok es ist nicht alltäglich, das gebe ich zu, aber ist das gleich ein Grund es so nieder zu machen?
Warum sind solche Vorlieben (oder auch andere) so wenig akzeptiert in unserer Gesellschaft?

28. August 2016 um 13:02


es ist traurig, wenn man sein leben auf die sexuellen vorlieben reduziert, und sich dann über "DIE gesellschaft" beschwert. aber selbst dann könnte man, am genannten beispiel, auch in schuhgeschäft, bei der pediküre oder orthopädie arbeiten, oder einem BarfussPark, usw. Doch das alles erfordert eben Eigeninitiative und nicht ....

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28. August 2016 um 18:45

Das ist immer auch eine Sache...
.... des Umgangs- also wie DU darüber redest du wie du es dann interpretierst wie dein Umfeld auf dich reagiert.
Ich hab nen Freund, der hat einen ziemlichen ... Fetisch- der hat überhaupt kein Problem damit, steht auch dazu und erzählt das auch, wenn er gefragt wird. Und ganz ehrlich: In den Kreisen, in denen ich unterwegs bin, wird er weder niedergemacht noch nicht akzeptiert. Ich hab mit ihm sogar geschlafen und es war absolut toll.
Ich hab auch eine Affäre, die total auf Füße steht- ich brauche das zwar nicht unbedingt, finde es aber toll, das ihn das so erregt- auch er wird also weder fertiggemacht noch sieht ihn irgendwer als Abschaum an.

Was ich damit sagen will: Wenn du diese "Opfer"-Rolle schon ausstrahlst, ist es auch klar, dass die Leute ablehnend reagieren. Wenn du aber sagst: "Ich weiß, ich tue damit niemandem weh und stehe dazu" werden die Leute auch ganz anders reagieren.

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28. August 2016 um 18:49
In Antwort auf specialedition

Das ist immer auch eine Sache...
.... des Umgangs- also wie DU darüber redest du wie du es dann interpretierst wie dein Umfeld auf dich reagiert.
Ich hab nen Freund, der hat einen ziemlichen ... Fetisch- der hat überhaupt kein Problem damit, steht auch dazu und erzählt das auch, wenn er gefragt wird. Und ganz ehrlich: In den Kreisen, in denen ich unterwegs bin, wird er weder niedergemacht noch nicht akzeptiert. Ich hab mit ihm sogar geschlafen und es war absolut toll.
Ich hab auch eine Affäre, die total auf Füße steht- ich brauche das zwar nicht unbedingt, finde es aber toll, das ihn das so erregt- auch er wird also weder fertiggemacht noch sieht ihn irgendwer als Abschaum an.

Was ich damit sagen will: Wenn du diese "Opfer"-Rolle schon ausstrahlst, ist es auch klar, dass die Leute ablehnend reagieren. Wenn du aber sagst: "Ich weiß, ich tue damit niemandem weh und stehe dazu" werden die Leute auch ganz anders reagieren.

Oh mann...
...diese Zensierung hier geht mir echt auf die Nerven. Das was durch "..." ersetzt wurde beschreibt einen Fetisch, der was mit Pipi zu tun hat.

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28. August 2016 um 20:15
In Antwort auf specialedition

Das ist immer auch eine Sache...
.... des Umgangs- also wie DU darüber redest du wie du es dann interpretierst wie dein Umfeld auf dich reagiert.
Ich hab nen Freund, der hat einen ziemlichen ... Fetisch- der hat überhaupt kein Problem damit, steht auch dazu und erzählt das auch, wenn er gefragt wird. Und ganz ehrlich: In den Kreisen, in denen ich unterwegs bin, wird er weder niedergemacht noch nicht akzeptiert. Ich hab mit ihm sogar geschlafen und es war absolut toll.
Ich hab auch eine Affäre, die total auf Füße steht- ich brauche das zwar nicht unbedingt, finde es aber toll, das ihn das so erregt- auch er wird also weder fertiggemacht noch sieht ihn irgendwer als Abschaum an.

Was ich damit sagen will: Wenn du diese "Opfer"-Rolle schon ausstrahlst, ist es auch klar, dass die Leute ablehnend reagieren. Wenn du aber sagst: "Ich weiß, ich tue damit niemandem weh und stehe dazu" werden die Leute auch ganz anders reagieren.

Danke
Danke für Deine Worte, das lässt einen ein bisschen hoffen.
Ich gehe eigentlich auch recht offen damit um, und wenn jemand fragt stehe ich auch dazu, nur leider waren die Antworten darauf meist ablehnend.
Na mal schauen, vlt wirds ja noch was

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31. August 2016 um 23:23

Tolerante Gesellschaft ?
Da muss ich aber laut auflachen. Bezeichnete man noch vor ein paar Jahrzehnten, die Homosexualität als krankhafte sexuelle Neigung, tut man dies heutzutage mit den Fetischisten.

Beide Fälle ähneln sich auch in anderer Hinsicht. Homosexuelle wurde entweder eine ärztliche Behandlung empfohlen, oder man verfrachtete sie zwangsweise in Psychiatrien.

Genauso verfährt man heutzutage mit Fetischisten. Dies ist aber kein Merkmal einer sexuell aufgeklärten Gesellschaft.

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31. August 2016 um 23:40

Intolerante Gesellschaft
Noch ein Wort zu dir Alex. Hätten sich die Homosexuellen damals der Gesellschaft angepasst (also auf ihre sexuell Neigung verzichtet), wäre die selbige kaum toleranter geworden.

Nur der Kampf um die vollkommene Gleichberechtigung der Homosexualität, hat dazu geführt, dass diese sexuelle Neigung nun nicht mehr als abartig angesehen wird,

Deshalb kann man jeglichem Fetischisten eigentlich nur den Ratschlag geben, seinen Fetisch auszuleben. Es muss aber auch darum gekämpft werden, dass diese sexuellen Neigungen (wie bei der Homosexualität schon geschehen) von der intoleranten Gesellschaft nicht mehr als Krankheiten wahrgenommen werden.

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2. September 2016 um 12:02

Normen einer Gesellschaft
Ich muss Alex absolut zustimmen. Es gibt nun einmal so etwas wie Normen in einer Gesellschaft, die sich in Laufe der Zeit herausbilden aber auch wieder verschwinden können.

Diese Normen können von Kultur zu Kultur oder Jahrzehnt zu Jahrzenht ganz unterschiedlich sein. In Südostasien ist der Hund auf der Speisekarte gern gesehen, hier dagegen ist das ein klares (und seit 2010 strafbewehrtes) Tabu. Im grün-alternativen Milieu der späten 60er Jahre war Pädophilie ein zumindest toleriertes Phänomen, inzwischen stellt es eines der strengsten Tabus unserer Gesellschaft dar.

Wer nun aus Lustempfinden oder aus reinem Interesse eine Lebensweise (hier im Forum sprechen wir über sexuelle Spielart) bevorzugt, die mit einem Tabu belegt ist oder die von der gesellschaftlichen Norm abweicht, muss sich im Klaren sein, dass sein Lustempfinden in der Regel als abnorm (im Sinne des Wortes außerhalb der Norm) empfunden wird.

Ergo gibt es 4 Alternativen:
1. Ich kämpfe darum, dass mein Fetisch gesellschaftlich akzeptiert wird (hier fällt mir eine Foristin auf, die vehement für Polyamorie kämpft) und gehe progressiv mit meinem Fetisch um
2. Ich versuche meinen Fetisch mittels Therapie in gesellschaftlich akzeptierte Bahnen zu lenken.
3. Ich verheimliche meinen Fetisch und lebe ihn nur im geheimen aus.
4. Ich unterdrücke oder verneine meinen Fetisch. Das erzeugt in der Regel starken Leidensdruck.

Ich persönlich würde plädieren, mit der obigen Priorität voranzugehen, also mit 1. Priorität kämpfen und aufklären. Wenn das aufgrund der eigenen Persönlichkeit oder der Abnormität des Fetisches nicht geht, würde ich zur Therapie gehen, um den Leidensdruck zu vermindern.

Das reine Lamentieren über die Intoleranz der Gesellschaft ist dagegen sinnlos und erzeugt nur zunehmende Frustation, da es immer erfolglos sein wird.

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2. September 2016 um 15:17

Wie schon gesagt
Es wird nur toleriert werden wen es gelebt wird. Ich denke da an lange Haare bei Männern. Das war auch lange verpönt und mitlerweile gehört es zu Alltag.
Für mich wäre es noch mal wichtig das auch Heels bei Männern und auch das tragen von Latex von der Gesellschaft als normal akzeptiert wird.
Das mit dem FFußfetisch kann ich mir in dem Falle nicht vorstellen da es im gegesatz zu latex, Heels und lange Haare nicht im Alltag geschehen kann. Aber wenn du jemand findest der von dir auf der Straße sich zu Verfügung stellt und das bei dir macht wäre es für mich ok.
Beim tragen meiner genannten Sachen ist ja nicht wirklich eine Handlung dabei. Man trägt es einfach.
LG Knolle

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2. September 2016 um 15:35
In Antwort auf specialedition

Oh mann...
...diese Zensierung hier geht mir echt auf die Nerven. Das was durch "..." ersetzt wurde beschreibt einen Fetisch, der was mit Pipi zu tun hat.

@specialedition
Glaub mir, außerhalb Deines polyamoren Kreises würden beide Deiner Bekannten sehr sehr schräg angeschaut werden. In der realen Welt da draußen (Beruf, Sport, Hobby, et) oder womöglich außerhalb der Großstadt bist du scehr schnell als abartig stigmatisiert.

Traurig, denn die meisten Fetische schmerzen nur den Fetischisten. Und ich glaube, die wenigsten sind wirklich glücklich mit ihrer Paraphilie. Aber das bedingt die Paraphilie ja.

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2. September 2016 um 16:42

Erstmal vielen lieben Dank an alle...
....für die vielen Antworten und ich freue mich sehr über die vielen netten Antworten und auch private Nachrichten mit Eurer Ansicht dazu.

@6rama9
Warum Fußfetisch nicht so gesellschaftsfähig ist, verstehe ich eigentlich nicht so sehr, denn angeblich soll es einer verbreitetsten Fetisch sein, zählt man alles zusammen was so dazu gehört.
Aber ich stehe nach wie vor dazu, früher wussten auch viele meiner Kumpels davon einfach weil dann in Favouriten vom Browser schonmal verdächtige Lesezeichen waren oder ich vvergessen habe den Verlauf zu löschen bevor Besuch anstand.
Und auch wenn einige Mal nachgefragt wurde so konnte doch niemand verstehen, dass das sooooo aufreizend sein kann.
Aber man sieht auch an der Resonanz bei Kontaktanzeigen dass man es hier echt schwer hat. Ich sage es mal ganz platt und primitiv: es ist leichter jemanden für Sex zu finden als dafür. Ich hatte es auch schon einige Mal versucht jemanden zu finden, aber der Erfolg war mehr als dünn. Egal ob bei Männern oder bei Frauen, ich bin da sehr flexibel solange die Fußbekleidung stimmt Es scheint doch extrem abstoßend zu wirken, wenn man gerne an den Socken schnuppern würde oder wenn man es mag dass andere über einen (vorsichtig) rüber laufen.
Ich konnte es mir auch leider nicht verkneifen einen Arbeitskollegen den ich ganz nett finde zu fragen, vorallem weil soooo schrecklich perfekte Füße hat, aber auch er war dagegen und meinte: das ist ja extrem persönlich. Natürlich das ist sein gutes Recht dagegen zu sein, ich mache ihm keinen Vowurf, bitte nicht falsch nicht verstehen, aber so sind die Reaktion meistens.
Und ja bei Kontaktanzeigen sieht das ähnlich aus. Entweder greift man ganz tief in die Tasche oder guckt in Röhre. Wie man ja an meinem Profilbild sieht habe ich einen Hund und als er noch jung war und wie viel unterwegs gewesen sind kannte ich auch viele Leute. Ich habe damals mal all meinen Mut zusammen genommen und eine Bekannte, die ich von der Hundewiese her kannte, darauf angesprochen ob das mal machen würde. Die Antwort war: Ieeh....ne das is ja voll komisch. Sex wäre kein Problem aber das neeeee. Ihr könnt Euch garnicht vorstellen wie sparsam ich damals geguckt hab. (ich habe übrigens abgelehnt, bevor jemand fragt )

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3. September 2016 um 11:56
In Antwort auf murmeltier402

Wie schon gesagt
Es wird nur toleriert werden wen es gelebt wird. Ich denke da an lange Haare bei Männern. Das war auch lange verpönt und mitlerweile gehört es zu Alltag.
Für mich wäre es noch mal wichtig das auch Heels bei Männern und auch das tragen von Latex von der Gesellschaft als normal akzeptiert wird.
Das mit dem FFußfetisch kann ich mir in dem Falle nicht vorstellen da es im gegesatz zu latex, Heels und lange Haare nicht im Alltag geschehen kann. Aber wenn du jemand findest der von dir auf der Straße sich zu Verfügung stellt und das bei dir macht wäre es für mich ok.
Beim tragen meiner genannten Sachen ist ja nicht wirklich eine Handlung dabei. Man trägt es einfach.
LG Knolle

Fussfetisch
Hallo Murmeltier,

Stimme dir natürlich in allem zu. Und natürlich kann man den Fussfetisch nur mit seiner Partnerin ausleben (sofern einem eine zur Verfügung steht). Auf jeden Fall, wäre es traurig (auch dies gibt es oft genug), wenn man trotz des Zusammenlebens mit einer Partnerin, wegen seines Fussfetisches, sich einer Prostituierten zuwenden müsste, weil nur diese dazu gewillt ist, diese sexuelle Neigung zu befriedigen.

Gruss

Glovelover2

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3. September 2016 um 12:13
In Antwort auf 6rama9

Normen einer Gesellschaft
Ich muss Alex absolut zustimmen. Es gibt nun einmal so etwas wie Normen in einer Gesellschaft, die sich in Laufe der Zeit herausbilden aber auch wieder verschwinden können.

Diese Normen können von Kultur zu Kultur oder Jahrzehnt zu Jahrzenht ganz unterschiedlich sein. In Südostasien ist der Hund auf der Speisekarte gern gesehen, hier dagegen ist das ein klares (und seit 2010 strafbewehrtes) Tabu. Im grün-alternativen Milieu der späten 60er Jahre war Pädophilie ein zumindest toleriertes Phänomen, inzwischen stellt es eines der strengsten Tabus unserer Gesellschaft dar.

Wer nun aus Lustempfinden oder aus reinem Interesse eine Lebensweise (hier im Forum sprechen wir über sexuelle Spielart) bevorzugt, die mit einem Tabu belegt ist oder die von der gesellschaftlichen Norm abweicht, muss sich im Klaren sein, dass sein Lustempfinden in der Regel als abnorm (im Sinne des Wortes außerhalb der Norm) empfunden wird.

Ergo gibt es 4 Alternativen:
1. Ich kämpfe darum, dass mein Fetisch gesellschaftlich akzeptiert wird (hier fällt mir eine Foristin auf, die vehement für Polyamorie kämpft) und gehe progressiv mit meinem Fetisch um
2. Ich versuche meinen Fetisch mittels Therapie in gesellschaftlich akzeptierte Bahnen zu lenken.
3. Ich verheimliche meinen Fetisch und lebe ihn nur im geheimen aus.
4. Ich unterdrücke oder verneine meinen Fetisch. Das erzeugt in der Regel starken Leidensdruck.

Ich persönlich würde plädieren, mit der obigen Priorität voranzugehen, also mit 1. Priorität kämpfen und aufklären. Wenn das aufgrund der eigenen Persönlichkeit oder der Abnormität des Fetisches nicht geht, würde ich zur Therapie gehen, um den Leidensdruck zu vermindern.

Das reine Lamentieren über die Intoleranz der Gesellschaft ist dagegen sinnlos und erzeugt nur zunehmende Frustation, da es immer erfolglos sein wird.

Normen der Gesellschaft
Den Normen der Gesellschaft, entsprach lange Zeit, nur die Heterosexualität. Jegliche andere Spielarten, ob ich nun von der Homosexualität oder von der Transsexualität rede, wurden als abnormes krankhaftes Sexualverhalten abgestempelt.

Ohne die Aufklärungsarbeit, die dieser in meiner Hinsicht abnormalen Sicht auf die verschiedensten sexuellen Neigung widersprochen hat, hätte sich bis heute nichts geändert.

Deshalb plädiere ich natürlich wie du Rama, dafür darüber aufzuklären, dass Leute, die ihrem Fetisch (ob nun Leder oder Latex) auch mal spazieren gehen wollen, nicht gleich irgendwelche krankhaften Triebtäter darstellen. Mag jetzt etwas übertrieben sein. Aber wenn ihr wüsstet was für Blicke ich auf mich ziehe, wenn ich mich alleine mit meinen Lederklamotten, in der Stadt zeige dann würdet ihr anders drüber denken.

Aber dies ist mir inzwischen egal, da sich für mich nur ein Leidensdruck einstellte, wenn ich meinen Fetisch aufgab, und mich der Gesellschaft mal wieder angepasst hatte.

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3. September 2016 um 16:16
In Antwort auf annluanne


es ist traurig, wenn man sein leben auf die sexuellen vorlieben reduziert, und sich dann über "DIE gesellschaft" beschwert. aber selbst dann könnte man, am genannten beispiel, auch in schuhgeschäft, bei der pediküre oder orthopädie arbeiten, oder einem BarfussPark, usw. Doch das alles erfordert eben Eigeninitiative und nicht ....

Sexuelle Vorlieben
Hallo annluanne,

keiner reduziert sich hier auf sexuelle Vorlieben. Aber wir reden hier eben nicht über meine Bücherbibliothek, sondern eben schon über gewisse Fetische. Im übrigen bist du ziemlich vorschnell in deinem Urteil.

Woher willst du wissen, dass ich u. andere Fetischisten nicht schon längst die Eigeninitiative ergriffen haben ? - Und dennoch brauche ich mit meinen Lederklamotten (im Moment reduziert sich dies natürlich auf eine relativ kurze Lederhose) nur auf die Straße zu gehen, um mein Urteil über die Gesellschaft bestätigt zu bekommen.

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3. September 2016 um 16:36
In Antwort auf 6rama9

@specialedition
Glaub mir, außerhalb Deines polyamoren Kreises würden beide Deiner Bekannten sehr sehr schräg angeschaut werden. In der realen Welt da draußen (Beruf, Sport, Hobby, et) oder womöglich außerhalb der Großstadt bist du scehr schnell als abartig stigmatisiert.

Traurig, denn die meisten Fetische schmerzen nur den Fetischisten. Und ich glaube, die wenigsten sind wirklich glücklich mit ihrer Paraphilie. Aber das bedingt die Paraphilie ja.

Warum kein Fetisch den Betroffenen schadet!
6rama9: "Traurig, denn die meisten Fetische schmerzen nur den Fetischisten. Und ich glaube, die wenigsten sind wirklich glücklich mit ihrer Paraphilie. Aber das bedingt die Paraphilie ja."

Mein Handschuhfetischismus, schadet keinem und am aller wenigsten mir selbst. - Bereitet mir dieser Fetisch doch sexuelles Vergnügen, und vor allem eine gewisse Befriedigung, die ich bei der Aufgabe meines Fetisches natürlich nicht mehr hätte.

Warum sollte ich ihn also aufgeben ?

Genauso geht es den meisten anderen Fetischisten. Mit ihrem Fetisch selbst, erleben sie die aller höchste Befriedigung die sich denken lässt. Nur die Reaktion der "Normalos" empfinden sie als stören. Vielen ist dies eben nicht egal (mir selbst schon). Es ist dieser Druck mit dem viele nicht klar kommen.

Manche geben diesem Druck dann schon mit der Aufgabe ihres Fetisches nach. Ein erfülltes Sexualleben haben sie danach aber noch lange nicht. Wäre genauso, wie wenn ein Homosexueller, wegen dem Druck der Gesellschaft (mit dem er nicht klar kommt) wieder heterosexuell wird, und gar eine Frau heiratet. Ob er danach glücklicher ist, ist wiederum eine andere Frage.

Und es gibt sie wohl noch die Gegenden, wo Homosexuelle eine Scheinehe führen, und nur sehr verdeckt (so dass es kaum einer mitbekommt) ihrem wirklichen Sexualverhalten nachgehen.

Was spricht also nun eigentlich dagegen seinem Fetisch nachzugehen, und dieses sexuelle Bedürfnis zu befriedigen? - Warum sollen die Betroffenen auf ihre sexuellen Bedürfnisse Verzicht leisten? Nur um gewissen "Normalos" einen Gefallen zu tun, mit denen man ansonsten eh keinen Kontakt pflegt? - Und dafür sollen sie auch noch ein unbefriedigendes Sexualleben ihrerseits in Kauf nehmen? - Warum eigentlich ?

"Normalos" in Anführungsstrichen deshalb, weil es eben ein relativer Maßstab ist, was nun bei einer Gesellschaft als "normal" durchgeht, und was eben nicht.

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3. September 2016 um 17:16

AW.: Fetischismus
Hallo Alex,

Alex": Aber wie sieht der Kampf zur freien Entfaltung aus, wenn der Partner oder die Partnerin diese sexuelle Spielart nicht umsetzen kann oder will ?"

Kommt ganz darauf an, was für einen Fetisch man hat! - Für die Auslebung meines Handschuhfetisches brauche ich nicht unbedingt, eine Partnerin. Dann ziehe ich mir eben meine eleganten ungefütterten Damenlederhandschuhe an, und los gehts. Wenn du verstehst was ich meine. - Andere wiederum verspüren dasselbe Vergnügen wenn sie bei sich zu Hause, ihre High Heels, oder Overknee-Stiefel anziehen.

Manchen (die selbstbewusst genug sind), genügt es eben nicht mehr, sich die erworbenen Artikel nur zu Hause anzuziehen, sie wollen auch zeigen was sie haben. Zumal der Fetisch mit der Zeit schon bei manche als Ersatz für die z.B. fehlende Partnerin fungiert.

Und auch wenn ich schon wie ein Wesen von einem anderen Stern begutäugelt worden bin, nur weil ich (jederzeit wenn es das Wetter erlaubt) eben nicht nur behandschuht, sondern auch mit feinen Lederjeans, Ledermantel und den dazugehörigen Cowboy-Boots durch die Stadt stolziere, werde ich nichts davon aufgeben.

Sehe auch nicht ein warum. Kann sich doch angeblich jeder so kleiden wie er gerne mag. Stimmt anscheinend doch nicht so ganz. - Zugegeben, stelle ich die gesellschaftliche "Toleranz" natürlich auch manchmal bis auf die Spitze zur Probe, wenn ich meine Lederleggins anziehe.

Aber solange es mir Spass macht, und keinem anderen schadet, sollte sich wohlweislich keiner dran stören.

Natürlich gibt es andere Fetische (wie den bereits genannten Fussfetisch) bei dem es schon ganz praktisch wäre, eine Partnerin zu haben, die diese sexuelle Vorliebe mit einem teilt, oder ihn eben zumindest toleriert, und auf die Wünsche ihres Partners eingeht.

Bei den Ehegemeinschaften, wo dies nicht der Fall ist, ist der Betroffene denn oft dazu genötigt, die Dienste einer Prostituierten in Anspruch zu nehmen, um seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Dies ist eigentlich traurig. Denn nach meinem Dafürhalten, würde die Prostitution überflüssig werden, die sexuellen Bedürfnisse eines jeden in den Ehegemeinschaften bzw. eheähnlichen Gemeinschaften erfüllt würden. Denn die meisten Freier sind bekanntlich Ehemänner. Aber dies ist ein ganz anderes Thema.

Um nochmal auf den Fussfetisch zurückzukommen: Die meisten die ihn haben, erregt schon der Anblick von schönen Frauenfüssen. Ich selbst habe diesen Fetisch zwar nicht, aber ich wüsste jetzt keinen Grund, warum man diesen eigentlich harmlosen Fetisch nicht mit seiner Partnerin ausleben sollte.

Gruss
Glovelover2

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3. September 2016 um 18:36
In Antwort auf glovelover2

Warum kein Fetisch den Betroffenen schadet!
6rama9: "Traurig, denn die meisten Fetische schmerzen nur den Fetischisten. Und ich glaube, die wenigsten sind wirklich glücklich mit ihrer Paraphilie. Aber das bedingt die Paraphilie ja."

Mein Handschuhfetischismus, schadet keinem und am aller wenigsten mir selbst. - Bereitet mir dieser Fetisch doch sexuelles Vergnügen, und vor allem eine gewisse Befriedigung, die ich bei der Aufgabe meines Fetisches natürlich nicht mehr hätte.

Warum sollte ich ihn also aufgeben ?

Genauso geht es den meisten anderen Fetischisten. Mit ihrem Fetisch selbst, erleben sie die aller höchste Befriedigung die sich denken lässt. Nur die Reaktion der "Normalos" empfinden sie als stören. Vielen ist dies eben nicht egal (mir selbst schon). Es ist dieser Druck mit dem viele nicht klar kommen.

Manche geben diesem Druck dann schon mit der Aufgabe ihres Fetisches nach. Ein erfülltes Sexualleben haben sie danach aber noch lange nicht. Wäre genauso, wie wenn ein Homosexueller, wegen dem Druck der Gesellschaft (mit dem er nicht klar kommt) wieder heterosexuell wird, und gar eine Frau heiratet. Ob er danach glücklicher ist, ist wiederum eine andere Frage.

Und es gibt sie wohl noch die Gegenden, wo Homosexuelle eine Scheinehe führen, und nur sehr verdeckt (so dass es kaum einer mitbekommt) ihrem wirklichen Sexualverhalten nachgehen.

Was spricht also nun eigentlich dagegen seinem Fetisch nachzugehen, und dieses sexuelle Bedürfnis zu befriedigen? - Warum sollen die Betroffenen auf ihre sexuellen Bedürfnisse Verzicht leisten? Nur um gewissen "Normalos" einen Gefallen zu tun, mit denen man ansonsten eh keinen Kontakt pflegt? - Und dafür sollen sie auch noch ein unbefriedigendes Sexualleben ihrerseits in Kauf nehmen? - Warum eigentlich ?

"Normalos" in Anführungsstrichen deshalb, weil es eben ein relativer Maßstab ist, was nun bei einer Gesellschaft als "normal" durchgeht, und was eben nicht.

Warum den Fetisch aufgeben?
Ich denke es gibt gute potentielle Gründe einen Fetisch aufzugeben. Bei einem Handschuhfetisch sehe ich jetzt auf den ersten Blick keinen Grund, aber reden wir doch von handfesteren Dingen (zB einem ausgeprägten Pipi-Fetisch).

Ein "normales" Familienleben wird nur in den seltensten Fällen möglich sein. Es wird fast unmöglich sein, eine Partnerin zu finden, die den Fetisch teilt. Selbst wenn man sie findet, wäre das wie wenn ein Normalo in ein beliebiges Haus gehen würde um dort die erstbeste Frau zu ehelichen (also keine Partnerwahl vornimmt). Denn ein gemeinsamer Fetisch heißt noch längst nicht, dass man eine Beziehung führen kann und will. Die Partnerschaft würde nicht auf Liebe, Vertrauen usw beruhen, sondern nur auf dem Fetisch.

Ein "normales" Berufsleben und eine freie Berufswahl kann je nach Fetisch scher oder unmöglich werden.

Ein Leben im "normalen" Freundeskreis kann schwierig werden, wenn der Fetisch progressiv nach außen getragen wird oder wenn man ihn ständig verheimlichen muss.

Im Endeffekt stellt sich dann die Frage: nehme ich alle diese Nachteile für meine totale Befriedigung in Kauf oder versuche ich durch einen Therapie, meine Lust vom Fetisch weg auf andere Dinge zu erweitern.

Ganz persönlich finde ich, dass Fetischisten ein sehr eingeschränktes Sexualleben haben. Ihnen steht nicht die gesamte Palette der Lust zur Verfügung. Daher verbietet sich meiner Meinung nach auch der Vergleich mit der Homosexualität. Dort geht es um die Fixierung auf das Geschlecht, nicht um die Fixierung auf einen abstrakten Gegenstand (z.B. Handschuh). Durch Homosexualität wird nicht eingeschränkt. Potenitiell stehen immer noch 50% der Weltbevölkerung als Partner zur Verfügung.

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3. September 2016 um 18:54
In Antwort auf 6rama9

Warum den Fetisch aufgeben?
Ich denke es gibt gute potentielle Gründe einen Fetisch aufzugeben. Bei einem Handschuhfetisch sehe ich jetzt auf den ersten Blick keinen Grund, aber reden wir doch von handfesteren Dingen (zB einem ausgeprägten Pipi-Fetisch).

Ein "normales" Familienleben wird nur in den seltensten Fällen möglich sein. Es wird fast unmöglich sein, eine Partnerin zu finden, die den Fetisch teilt. Selbst wenn man sie findet, wäre das wie wenn ein Normalo in ein beliebiges Haus gehen würde um dort die erstbeste Frau zu ehelichen (also keine Partnerwahl vornimmt). Denn ein gemeinsamer Fetisch heißt noch längst nicht, dass man eine Beziehung führen kann und will. Die Partnerschaft würde nicht auf Liebe, Vertrauen usw beruhen, sondern nur auf dem Fetisch.

Ein "normales" Berufsleben und eine freie Berufswahl kann je nach Fetisch scher oder unmöglich werden.

Ein Leben im "normalen" Freundeskreis kann schwierig werden, wenn der Fetisch progressiv nach außen getragen wird oder wenn man ihn ständig verheimlichen muss.

Im Endeffekt stellt sich dann die Frage: nehme ich alle diese Nachteile für meine totale Befriedigung in Kauf oder versuche ich durch einen Therapie, meine Lust vom Fetisch weg auf andere Dinge zu erweitern.

Ganz persönlich finde ich, dass Fetischisten ein sehr eingeschränktes Sexualleben haben. Ihnen steht nicht die gesamte Palette der Lust zur Verfügung. Daher verbietet sich meiner Meinung nach auch der Vergleich mit der Homosexualität. Dort geht es um die Fixierung auf das Geschlecht, nicht um die Fixierung auf einen abstrakten Gegenstand (z.B. Handschuh). Durch Homosexualität wird nicht eingeschränkt. Potenitiell stehen immer noch 50% der Weltbevölkerung als Partner zur Verfügung.

Therapie
Damit sagst Du im Grunde dass "andere" ehr wie eine Art Krankheit zu sehen sind, die man wegtherapieren kann. Das ist doch blödsinn. Das ist so wie Meinung von früher Homosexualität ist eine Krankheit, was ja auch nicht stimmt.
Ich denke nicht man das einen Fetisch einfach so therapieren oder "heilen" kann, denn es ist ja ein natürliches Bedürfniss etwas an einer Person oder einen speziellen Gegenstand erregend zu finden. Dein Beispiel mit dem Pipifetisch ist jetzt schon etwas sehr extrem, davon war ja ursprünglich nicht die Rede. Ich kann es nur für meine Vorliebe beurteilen und ich möchte eigentlich nicht, dass sie jemand wegtherapiert. Sie gehört zu mir wie alles andere auch.Egal ob Soft-Fußfetisch oder Trampling oder sonst was, es ist ein Teil von mir und meinen Bedürfnissen, was man auch prima mit einer Partnerin teilen könnte. Letzlich würde es in einer Beziehung doch auch dazu gehören, den Bedürfnissen des anderen gerecht zu werden oder? Warum soll sich einer komplett für den anderen aufgeben. Das sollte nicht das Ziel einer Beziehung sein. Wie gesagt von Extremen mal abgesehen, wo ich es durchaus verstehen könnte wenn da jemand ein akutes Problem mit hat.

Aber ich muss zugeben, ständig als "anders" betrachtet zu werden ist schon depremierent auf Dauer. Nur weil man nicht standartsex so abfährt wie viele andere ist man doch nicht gleich krank oder ein Freak.
Und wer sagt denn, dass bei jedem die Familiengründung im Vordergrund steht? Nicht jeder möchte unbedingt eine Familie gründen, ein Haus bauen und sonntags morgens Rama auf die frisch gebackenen Bröttchen schmieren, während der Golden Retriever mit den Kindern im Garten tollt.
Was ist denn so schwer daran andere einfach mal zu akzpetieren wie sie sind?

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3. September 2016 um 19:06
In Antwort auf 6rama9

Warum den Fetisch aufgeben?
Ich denke es gibt gute potentielle Gründe einen Fetisch aufzugeben. Bei einem Handschuhfetisch sehe ich jetzt auf den ersten Blick keinen Grund, aber reden wir doch von handfesteren Dingen (zB einem ausgeprägten Pipi-Fetisch).

Ein "normales" Familienleben wird nur in den seltensten Fällen möglich sein. Es wird fast unmöglich sein, eine Partnerin zu finden, die den Fetisch teilt. Selbst wenn man sie findet, wäre das wie wenn ein Normalo in ein beliebiges Haus gehen würde um dort die erstbeste Frau zu ehelichen (also keine Partnerwahl vornimmt). Denn ein gemeinsamer Fetisch heißt noch längst nicht, dass man eine Beziehung führen kann und will. Die Partnerschaft würde nicht auf Liebe, Vertrauen usw beruhen, sondern nur auf dem Fetisch.

Ein "normales" Berufsleben und eine freie Berufswahl kann je nach Fetisch scher oder unmöglich werden.

Ein Leben im "normalen" Freundeskreis kann schwierig werden, wenn der Fetisch progressiv nach außen getragen wird oder wenn man ihn ständig verheimlichen muss.

Im Endeffekt stellt sich dann die Frage: nehme ich alle diese Nachteile für meine totale Befriedigung in Kauf oder versuche ich durch einen Therapie, meine Lust vom Fetisch weg auf andere Dinge zu erweitern.

Ganz persönlich finde ich, dass Fetischisten ein sehr eingeschränktes Sexualleben haben. Ihnen steht nicht die gesamte Palette der Lust zur Verfügung. Daher verbietet sich meiner Meinung nach auch der Vergleich mit der Homosexualität. Dort geht es um die Fixierung auf das Geschlecht, nicht um die Fixierung auf einen abstrakten Gegenstand (z.B. Handschuh). Durch Homosexualität wird nicht eingeschränkt. Potenitiell stehen immer noch 50% der Weltbevölkerung als Partner zur Verfügung.

Warum die Aufgabe des Fetisches die Betroffenen nicht glücklich macht!
Du solltest nicht gleich davon ausgehen, dass alle Fetischisten Singles sind, und vergeblich seit Jahren eine Partnerin suchen. Dies ist nicht der Fall. Schließlich gibt es eine Fetisch-Szene, und die Männer sind da nicht unter sich. Auch Frauen sind da mit an Bord, oft genug mit ihrem männlichen Anhang.

Natürlich kann so ein P-Fetisch, eine schon bestehende Beziehung auch belasten u. zerstören. Dies will ich nicht in Frage stellen.

Dennoch führen Fetischisten nur dann ein eingeschränktes Sexualleben, wenn sie nur weil es der vorgeschriebenen Norm nicht entspricht, ihren Fetisch glatt sausen lassen.

Der Vergleich mit der Homosexualität bietet sich schon an, wenn man davon ausgeht, was in dieser Gesellschaft noch vor Jahrzehnten, als krankhaftes u. abnormes Sexualverhalten galt. - Letzteres galt noch vor Jahren für die Homosexualität.

Aber auch deswegen, dass (wenn wir schon über Singles reden) weil der Fetisch selbst, ob nun dies der Handschuh oder der Overknee-Stiefel, mit der Zeit bei manchen schon als Ersatz für den Sexualpartner dient.

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3. September 2016 um 19:20
In Antwort auf bjoern33essen

Therapie
Damit sagst Du im Grunde dass "andere" ehr wie eine Art Krankheit zu sehen sind, die man wegtherapieren kann. Das ist doch blödsinn. Das ist so wie Meinung von früher Homosexualität ist eine Krankheit, was ja auch nicht stimmt.
Ich denke nicht man das einen Fetisch einfach so therapieren oder "heilen" kann, denn es ist ja ein natürliches Bedürfniss etwas an einer Person oder einen speziellen Gegenstand erregend zu finden. Dein Beispiel mit dem Pipifetisch ist jetzt schon etwas sehr extrem, davon war ja ursprünglich nicht die Rede. Ich kann es nur für meine Vorliebe beurteilen und ich möchte eigentlich nicht, dass sie jemand wegtherapiert. Sie gehört zu mir wie alles andere auch.Egal ob Soft-Fußfetisch oder Trampling oder sonst was, es ist ein Teil von mir und meinen Bedürfnissen, was man auch prima mit einer Partnerin teilen könnte. Letzlich würde es in einer Beziehung doch auch dazu gehören, den Bedürfnissen des anderen gerecht zu werden oder? Warum soll sich einer komplett für den anderen aufgeben. Das sollte nicht das Ziel einer Beziehung sein. Wie gesagt von Extremen mal abgesehen, wo ich es durchaus verstehen könnte wenn da jemand ein akutes Problem mit hat.

Aber ich muss zugeben, ständig als "anders" betrachtet zu werden ist schon depremierent auf Dauer. Nur weil man nicht standartsex so abfährt wie viele andere ist man doch nicht gleich krank oder ein Freak.
Und wer sagt denn, dass bei jedem die Familiengründung im Vordergrund steht? Nicht jeder möchte unbedingt eine Familie gründen, ein Haus bauen und sonntags morgens Rama auf die frisch gebackenen Bröttchen schmieren, während der Golden Retriever mit den Kindern im Garten tollt.
Was ist denn so schwer daran andere einfach mal zu akzpetieren wie sie sind?

Andere akzeptieren...
...sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Wie auch Toleranz und Weltoffenheit usw. Allein es ist so, wie Adenauer einmal gesagt hat: "Nehmen Sie die Menschen wie sie sind, es gibt keine anderen". Die Mehrheit ist nicht tolerant und weltoffen. Also gilt es sich zur eigenen seelischen Hygiene mit den anderen zu arrangieren.

Ob jetzt ein Fetisch eine behandlungsbedürftige Paraphilie darstellt, hängt vom Leidensdruck, aber auch der Sozialprognose des Betroffenen ab. Dir mag die Familiengründung nicht wichtig sein, anderen Fetischisten aber schon. Du magst nicht unter den schrägen Blicken leiden, andere aber schon. Und es ist tatsächlich so, dass Paraphilien therapiert werden können. Manchen wird es wie eine Befreiung vorkommen, denn es gibt natürlich auch Fetische oder Neigungen, die ein hohes Maß an Selbstzerstörung (oder der Anderer) beinhalten. SM in extremer Form erlaubt kein normales Leben. Und auch wenn SM weitestgehend schon eine tolerierte sexuelle Spielart ist, erinnere ich doch gern an das eine der beiden alternativen Enden der "Geschichte der O", die im "genehmigten Freitod" der Hauptfigur endet. Egal nach welchen Maßstäben, therapeutische Hilfe für beide Beteiligten wäre dringend und weit früher nötig gewesen. Ich kann auch nicht gutheißen, wenn sich extreme cuckolds entmannen lassen, um ihre ultimative Unterwerfung und Befriedigung zu demonstrieren.

Es ist wie bei Giften: es kommt immer auf die Dosis an. In geringen Maßen können sie positive oder heilende Eigenschaften haben. Aber es besteht immer die Gefahr, dass schleichend eine Grenze überschritten wird, die nicht mehr reversibel ist.

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