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War die sexuelle Emanzipation rein einseitig? Gedanken eines 25-jährigen Jungmannes

Letzte Nachricht: 27. Januar 2012 um 11:01
K
karly_12380766
25.01.12 um 15:53

Hallo,

nach längerem stillem Mitlesen habe ich mich hier registriert, um einige Beobachtungen zur Diskussion zu stellen, die sich aus meiner bisherigen Lebenserfahrung ergeben haben. Zur Einleitung erst einmal einige Informationen zu mir:
Ich bin 25 Jahre alt, gelte als gebildet, eloquent, höflich, rücksichtsvoll und gutaussehend - und habe in meinem gesamten Leben außerhalb des Bordells noch nie einen anderen Menschen berühren können und war auch noch nie auch nur entfernt in der Nähe einer Situation, in der sich so etwas hätte ergeben können. Keine Umarmung, kein Kuss, geschweige denn ein explizit sexuelles Erlebnis, kurzum: Ich befinde mich auf dem durchschnittlichen sexuellen Erfahrungsstand eines 13-Jährigen. Seit dem Erwachen meines Sexualtriebes bzw. des Triebes nach körperlicher Nähe und Intimität, also seit gut 13 Jahren, lebe ich permanent in einem Zustand der Frustration, Zurückweisung, Isolation, Scham, des Neides und der Verzweiflung, und nach menschlichem Ermessen ist nicht davon auszugehen, dass sich an diesem Zustand jemals etwas ändern wird - und selbst wenn, dürfte der Umstand, dass meine gesamte Jugend an mir vorübergestrichen ist, ohne dass es darin einen einzigen Moment der Lebenslust, der Erotik, der Liebe und der Geborgenheit und Intimität gegeben hätte, kurz: dass ich alle Bürden des Erwachsenwerdens ohne eine einzige der Freuden des Erwachsenwerdens erlebt habe, wohl dauerhaft irreparable psychische Schäden hinterlassen. Wie Houellebecq es so schön formulierte: Ich werde wohl niemals über die Jugendlieben hinwegkommen, die ich niemals hatte.

Dabei ist es durchaus nicht der sexuelle Akt selbst, der mir so besonders fehlt - meine Libido ist nicht übermäßig stark, und ich glaube, dass es mir nicht viel ausmachen würde, mein gesamtes Leben ohne Sex zu verbringen, solange es darin Intimität, Nähe und Erotik in einem weitergefassten Sinne gäbe. Was mich psychisch langsam, aber sicher zerrüttet, sind zwei Dinge: Erstens das demonstrative Ausgestoßenwerden aus der menschlichen Gesellschaft, das sich in restloser sexueller Zurückweisung stärker manifestiert als in irgendeinem anderen Vorgang - ich bezweifle, dass ein Mörder oder Terrorist jemals so deutlich das Gefühl haben kann, ein Outlaw zu sein als ein Mensch, der - wie ich - jedesmal, wenn er den Drang nach der Berührung eines anderen Körpers nicht mehr aushält, im Bordell 50-100 Euro Schadensersatz für die Zumutung bezahlen muss, von so etwas berührt zu werden. Zweitens ist die Sehnsucht nach emotionaler Wertschätzung, nach Körperkontakt, nach Intimität, kurz nach Liebe so stark, dass man, wenn diese Sehnsucht dauerhaft enttäuscht wird und es auch keinerlei realistische Aussicht auf spätere Verwirklichung gibt, irgendwann Entzugssymptome entwickelt, die denen eines Drogenentzuges wohl kaum nachstehen, bis hin zu psychosomatischen Schäden: Manchmal ist die unbefriedigte und unbefriedigbare Sehnsucht danach, einen anderen Menschen in den Arm zu nehmen, jemandem seine Zuneigung auszudrücken, jemanden zu küssen so stark, dass ich Anfälle von Schüttelfrost, Nervenzuckungen, Schlaflosigkeit, Fieber und Weinkrämpfen bekomme. Ich habe meinen Wilhelm Reich gut genug gelesen, um zu wissen, dass erzwungener Verzicht auf Sexualität und Erotik die wohl stärkste psychisch und charakterlich deformierende und zerstörende Kraft sind, der ein Mensch emotional ausgesetzt sein kann - nur: Diese Erkenntnis ist nicht sonderlich wertvoll, wenn es keine Möglichkeit gibt, dem abzuhelfen.

Das einzige mir offenstehende Mittel einer wenigstens kurzfristigen Linderung stellt die Prostitution dar - an dieser Stelle ein paar Bemerkungen zu diesem kontroversen Thema. In der öffentlichen Diskussion über das Verbot von Prostitution in immer mehr europäischen Staaten von Schweden bis - jüngst - Frankreich gewinnt man leicht den Eindruck, die Prostitution existiere, weil die sie in Anspruch nehmenden Männer diese Form von Sexualität besonders schätzten. Sehr prägnant drückte dies in Frankreich angesichts der dortigen Debatte um die Kriminalisierung von Prostitution die Sozialisting Danielle Bousquet aus: "Es geht darum, den Bürgern eine Beziehung zwischen Männern und Frauen beizubringen, die auf Gleichheit und Respekt beruht". Aus Perspektive der Prostitutionsgegner besteht der Konflikt also darin, dass Bordellkunden den Bordellbesuch einer liebe- und respektvollen Sexualbeziehung vorziehen. Aha. Nun, natürlich kann ich nicht für die Gesamtheit aller Bordellbesucher sprechen, aber ich gehe doch davon aus, dass ein erheblicher, wenn nicht der größte Teil von ihnen so wie ich ins Bordell geht, weil sie ausschließlich die Wahl zwischen überhaupt keiner Sexualität und Sexualität in einer nicht besonders schönen Form haben. Und in der Tat - die Welt der Prostitution ist wirklich nicht schön, sie stößt mich zutiefst ab, und jedesmal, wenn ich wieder dort war, überkommt mich ein Gefühl des Ekels. Aber irgendwann, nach Jahren und Jahren des Misserfolgs, der Zurückweisung und der Frustration ist man bereit, einiges zu schlucken, um, sei es auf eine noch so unangenehme Art, wenigstens einmal für eine halbe Stunde das Gefühl zu haben, ein Mensch zu sein und keine Monstrosität. Trotz allen Widerwillens und trotz des ungemein demütigenden Eingeständnisses, nun also offiziell zu den 1-2% der am unattraktivsten und abstoßendsten empfundenen Männer zu gehören, die etwas, was für jeden sonst eine Selbstverständlichkeit darstellt, nur gegen Bezahlung bekommen können - es war bei den ersten malen ein phantastisches Gefühl, zu sehen, dass eine Frau an meinem nackten Körper offensichtlich nichts Lächerliches oder Abstoßendes sieht, dass es sie nicht ekelt, von mir berührt zu werden, dass sie offensichtlich nichts Albernes daran sieht, dass ich ein sexuelles Wesen bin.
Der Bordellbesuch ist eine von mir alle 1-2 Monate vollzogene therapeutische Notmaßnahme, nicht gerade schön, aber psychisch überlebensnotwendig. Dabei spielt der Geschlechtsverkehr selbst eine völlig sekundäre Rolle, ich bezahle oft genug die ganze Zeit, um nur einmal eine halbe Stunde die Wärme eines anderen Körpers zu spüren, die wundervolle Beschaffenheit weiblicher Haut zu fühlen und zu sehen, dass man nicht darüber lacht, dass ich erotische Bedürfnisse habe. Sollte sich das Verbot von Prostitution europaweit durchsetzen, bleibt mir wohl keine Option mehr außer dem Strick. Die nächsten 50 Jahre ohne eine einzige Körperberührung zu verbringen und mit Haft bedroht zu werden, weil ich leider nicht asexuell bin, wäre mehr, als ich verkraften könnte.

Eben das - dass es anderen offensichtlich unmöglich ist, mich als sexuelles Wesen wahrzunehmen - scheint der Kern des Problems zu sein: Meiner bisherigen Lebenserfahrung nach kann ich von Frauen nicht als erotisches Wesen wahrgenommen werden, weil ich die Forderungen der Emanzipation an einen Mann in zu starkem Maße erfülle:

-Ich kann nicht "flirten", einerseits wegen extremer Introversion und kommunikativer Unbeholfenheit, andererseits, weil ich den ganzen Vorgang des "Flirtens" mit seiner sexistischen Konzeption, seiner Verlogenheit, seiner Unaufrichtigkeit und Schleimigkeit verabscheue und dabei das Gefühl hätte, sowohl mich als auch meinen Flirtpartner zu erniedrigen.

-Ich kann kein sexuelles Interesse signalisieren, wenn ich nicht sicher bin, dass es erwünscht wäre - also nie. Auch das teilweise wegen meiner kommunikativen Unfähigkeit und Steife, zum anderen, weil ich es nicht über mich bringen würde, jemanden in eine Situation zu bringen, die als aufdringlich oder belästigend empfunden werden könnte.

-Ich beschäftige mich intensiv mit Gendertheorie und neige dabei besonders Judith Butler zu, indem ich Geschlechter nicht als Naturgegebenheiten, sondern als soziale Konstrukte betrachte und so etwas wie männliche oder weibliche Identität lächerlich finde. So etwas wie eine "männliche Identität" habe ich nicht und strebe ich nicht an, im Gegenteil finde ich so ziemlich alles abstoßend, was üblicherweise als "maskulin" klassifiziert wird und würde es bei weitem vorgezogen haben, als physische Frau geboren worden zu sein, ohne dass ich mich allerdings als transsexuell bezeichnen könnte (Denn Transsexualität ist ja selbst die krasseste überhaupt denkbare Verinnerlichung sexistischer Stereotype, indem sie annimmt, dass bestimmte Charaktereigenschaften mit einem bestimmten biologischen Geschlecht verbunden sein sollten und bspw. ein physischer Mann mit betont "femininen" Eigenschaften sich "im falschen Körper" befinde).

-Aus der Dekonstruktion sexistischer Stereotype und Rollenmodelle folgt, dass ich die monogame Ideologie und die darauf basierende monogame Paarbeziehung als sexistisch, menschenverachtend und ethisch abstoßend, als das ärgste denkbare Gegenteil von Liebe, Achtung und Respekt betrachte.

-Die gesamte typische Porno-Ästhetik ekelt mich an. Ich finde Jeans und Schlabberpullover hundertmal erotischer als Dessous und High-Heels, kleine Brüste hundertmal erotischer als Silikonballons, ein Gesicht ohne Make-Up hundertmal erotischer als ein geschminktes und kaum etwas deerotisierender als den sterilen, haarfreien Kinderkörper, der vom Mainstream-Sexualgeschmack propagiert wird.

Alles in allem zeige ich also ziemlich genau die Einstellungen und Verhaltensweisen, die nach emanzipatorischer Logik von einem biologischen "Mann" zu erwarten sind (Obwohl ich, siehe oben, Geschlechter als Konstrukte betrachte, werde ich im Verlauf des Textes fortfahren, weiterhin von "Männern" und "Frauen" zu sprechen, da ihre Konstruktion noch so wirksam ist, dass sie nahezu wie Naturgegebenheiten wirken) - humorigerweise scheinen aber exakt diese Eigenschaften dazu zu führen, dass es für mich keinerlei Möglichkeiten gibt, mein Bedürfnis nach Sexualität und Erotik anders zu befriedigen als ausgerechnet im patriarchalischen Bollwerk Bordell, denn offensichtlich kann nahezu keine Frau einen biologischen Mann, der es geschafft hat, seine Identität als "Mann" tatsächlich zu überwinden, in erotischem Sinne wahrnehmen. Ich wiederhole es: In 25 Jahren war ich bisher in exakt 0 Situationen, in denen mir auch nicht der leiseste Hauch erotischen Interesses entgegengebracht worden wäre. Umgekehrt handelt es sich bei ausnahmslos allen mir bekannten biologischen Männern mit einem erfüllten Sexualleben um solche, die sich ziemlich exakt so verhalten wie ein stumpfsinniger, vollkommen unreflektierter Macho der Vor-68er-Ära: Laut, dominant, aggressiv, arrogant, aufdringlich. Und das keineswegs in irgendeinem Großraumdisco-Milieu, sondern durchweg unter linken bis linksradikalen Akademikern aus geisteswissenschaftlichen Studiengängen. Der sexuell erfolgreichste Mann, den ich in linksradikal-studentischem Milieu kenne, betet zwar antisexistische Parolen auf theoretischer Ebene nach, fasste seine private Lebensmaxime allerdings in dem schönen Satz zusammen: "Mit Männern diskutiere ich, mit Frauen ficke ich." Auf jedem linken Kongress, nach jeder studentischen Diskussionsrunde ist dasselbe faszinierende Schauspiel zu beobachten: Die anwesenden Frauen hören zustimmend den theoretischen Beiträgen zu Antisexismus und Geschlechterdekonstruktion zu und landen am Abend mit den virilsten, dominantesten, kraftstrotzendsten Alphamännchen der Runde im Bett.

Ich hingegen werde in den meisten Fällen generell als asexuell wahrgenommen, manchmal als verkappter Homosexueller (Wobei es natürlich grotesk ist, dass irgendjemand auf den Gedanken kommen kann, dass ich, sofern ich homosexuell wäre, irgendein Problem damit hätte), und wenn ich es tatsächlich, nach Zögern, Schweiß und Panikattacken, einmal schaffe, in noch so subtiler Form so etwas wie erotisches Interesse zu signalisieren, löst das durchweg tiefe Belustigung oder ebenso tiefes Befremden aus. Der Gedanke, mich als Sexualpartner in Erwägung zu ziehen, kommt allen Frauen, die ich bisher kennengelernt habe, ungefähr so grotesk vor wie der Gedanke, ihre Großmutter als Sexualpartner in Erwägung zu ziehen. Schließlich kommt es meistens aber erst gar nicht so weit, weil ich einerseits aufgrund meiner Gehemmtheit, andererseits aber auch, weil ich schlicht zu großen Respekt vor anderen habe, sie in eine sie eventuell belästigende und als unangenehm empfundene Situation zu bringen, den "ersten Schritt" nicht tun kann - und siehe da: An der Tatsache, dass zu praktisch 100% erwartet wird, dass "der Mann" aktiv zu sein, Initiative zu zeigen und den ersten Schritt zu machen habe, hat sich offensichtlich seit Kaiser Wilhelms Zeiten nicht das Geringste verändert. Emanzipation und Geschlechterdekonstruktion scheinen wie eine Wolke in einer rein theoretischen Parallelwelt vorübergezogen zu sein, ohne auf das reale Verhalten und die realen Erwartungshalten der Menschen auch nur den geringsten Einfluss ausgeübt zu haben.

Das Fazit nach 25 Jahren lautet unleugbar, dass ein Mensch, der das Unglück hatte, als sehr introvertiert und schüchterner heterosexueller "Mann" geboren zu werden, von Geburt an verdammt ist - verdammt zu einem Leben in Einsamkeit, Frustration, Demütigung und Zurückweisung, zu einem Leben ohne Liebe, ohne Erotik, ohne irgendetwas, das es lebenswert machen könnte. Unbeholfen und schüchtern zu sein sind offensichtlich Verbrechen, die zu einem effizienteren und vollständigeren Ausschluss aus der menschlichen Gemeinschaft führen, als es irgendein Gewaltverbrechen könnte. Die Auflösung der Geschlechterrollen erweist sich als leere Überschrift und hohle Phrase, der kein realer Inhalt entspricht: Wer der gesellschaftlich konstruierten Erwartungshaltung an seine "Männlichkeit" nicht entspricht, ist heute ebenso verloren und ausgesiebt wie vor 100 Jahren.

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K
karly_12380766
25.01.12 um 16:17

@petasucks
"also ich finde du brauchst dringend hilfe...in form von therapie. es liegt sicher nicht daran dass du dich nicht wie ein "mann" verhältst, das tut mein freund auch nicht. bei dir is was ganz anderes seeeehr verkehrt"

Das alles mag ja sein, und unzweifelhaft bin ich alles andere als ein psychisch stabiler Mensch (Was ich allerdings auch nicht unbedingt erstrebenswert finde - ich kann nicht sehr viel mit der menschenverachtenden kapitalistischen Logik anfangen, den kraftstrotzenden, "gesunden", vitalen und ungebrochenen Menschen als Ideal zu betrachten. Alle Menschen, denen ich bisher begegnet bin, die ich charakterlich und/oder intellektuell in irgendeiner Weise interessant und sympathisch fand, waren psychisch in irgendeiner Weise angeschlagen. Ich habe mich bisher übrigens auch ausnahmslos in Frauen verliebt, die man nicht als gesund und vital bezeichnen könnte). Aber das ist ja gar nicht mein eigentliches Thema, sondern: Weshalb führen diese Eigenschaften auch 50 Jahre nach dem theoretischen Sieg der Geschlechterdekonstruktion zu Einsamkeit, Isolation und erzwungener Asexualität eines biologischen Mannes, nicht aber bei einer biologischen Frau?

Zur Veranschaulichung: Die letzte Frau, in die ich mich verliebte, war zweimal in der Psychiatrie, hatte ein Alkoholproblem und war manisch depressiv. Das hinderte sie nicht daran, bisher rund ein Dutzend Beziehungen und mehrere Dutzend ONS zu haben, wohingegen psychische Auffälligkeiten für einen biologischen Mann i.d.R. lebenslange unfreiwillige Asexualität bedeuten. Meine Frage ist: Weshalb hat die theoretische Akzeptanz der Geschlechterdekonstruktion zumindest unter links orientierten gebildeten Menschen sich offensichtlich nicht im Mindesten auf das reale Verhalten und die realen Erwartungshaltungen ausgewirkt? Wieso wird nach wie vor von einem biologischen Mann psychische Stabilität erwartet, um als Sexualpartner in Erwägung gezogen zu werden, von einer biologischen Frau hingegen nicht?

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C
can_12657413
25.01.12 um 16:51

Du bist....
.... schon ein schwerer Fall.

Aber kann es sein, dass du nicht unter die Leute gehst?
Einfach eine wildfremde Frau anbaggern ist nicht jedem
gegeben............ aber im Freundeskreis ergibt sich
doch immer was. Oder eine hübsche Kollegin, die dich
mit der Zeit kennen schätzen und lieben lernt?

Ich bin ja auch kein grosser Flirtkünstler (sagt meine
Freundin) und ich bin mir dessen auch bewusst.
Aber aufgeben hat noch keinem Mann geholfen und drauf
warten, dass dich mal Eine anbaggert, hat wenig Aussicht
auf Erfolg.

Es schadet auch nicht, sich ein wenig hübsch zu machen.
Frisur, Klamotten, Schuhe ..... einfach ein gepflegtes
Äusseres. Das nächste Problem ist dann....... je
verzweifelter du bist, desto weniger mögen dich die Frauen
...... und sie riechen das.......... ALLE!!!
Ein selbstbewusstes Auftreten ist nun mal das, was Frau
von einem Mann erwartet!

Gut, du lehnst Normen und Konsum ab...... dann wirds
aber schwierig. Ich kenn da Eine, die tickt auch anders
und zieht sich "komisch" an und ihr Bruder is noch
schlimmer.......... hats Studium abgebrochen (Freundin
ging ins Kloster .... kein Witz) und hockt seit Jahren nur
noch vorm PC. Ist blass, Kleidung ist ihm völlig egal
wie die aussieht, die Brille könnt der Opa auch tragen.....
ja bei dem wundert mich auch nichts mehr

Ich weiss, es nützt dir nichts, dass du nicht der Einzige
bist........... aber DU musst schon auch was tun, wenn
dir was dran liegt!!!

Gruss Tom

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L
lia_12359580
25.01.12 um 21:31

Hm..
"Das hinderte sie nicht daran, bisher rund ein Dutzend Beziehungen und mehrere Dutzend ONS zu haben, wohingegen psychische Auffälligkeiten für einen biologischen Mann i.d.R. lebenslange unfreiwillige Asexualität bedeuten"

Das mag für dich zutreffen, aber ich kenne genug Männer, die psychisch alles andere als auf der Höhe sind, wirklich schwere psychische Probleme haben und TROTZDEM Sex hatten.

Also, alles, was du machst, ist eigentlich, dich in eine Ecke zu setzen, rumzuheulen, dass du, weil du ja anders bist, keine rumkriegst, und dann Däumchen zu drehen. Mehr nicht.
Wieso das bei Frauen klappt? Weil den ach so potenten und tierischen Männern häufig genug egal ist, wie das Weibchen denn so drauf ist, solang man sie vögeln kann. Frauen haben vielleicht höhere Ansprüche oder sind nicht so triebgesteuert. Maybe. Das hat also nichts mit Emanzipation zu tun, sondern unterschiedlichem Verhalten. Mein Freund ist übrigens auch nicht grad der Flirtweltmeister oder der charmanteste Kerl seit Richard Gere, aber trotzdem hat er ne Freundin - und Sex Er saß halt nicht nur in seiner Ecke und hat sich in Selbstmitleid gebadet, sondern hat Leute angesprochen.

Und wenn du Sex willst - wieso fragst du nicht danach? Wieso umgehst du nicht die ganzen Flirtmechanismen und suchst nach einer reinen Sexbeziehung? Dann musst du nicht mehr in den ekligen Puff, sondern kannst kostenlos deine Triebe ausleben. Es gibt genug willige Weibchen, die sich auf sowas einlassen - vor allem, wenn du ein wenig sympathisch rüberkommst.

Also, nicht Däumchen drehen, sondern etwas tun. Nicht über die Ungerechtigkeit der Welt auslassen, sondern etwas tun. Du kannst mit deinem Sermon vielleicht einen Philosophieprofessor beeindrucken, aber nen williges Weibchen will nicht erst ewig in die tiefsten menschlichen Abgründe einsinken, bevors ans Vögeln geht. Das solltest du vielleicht mal bedenken

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R
roko_11889717
25.01.12 um 21:56

Au
Mal eine Frage an euch ?

Wie lernt man neue Leute kennen, ich bin immer nur mit den gleichen Leuten unterwegs, an Frauen bin ich bisher auch noch nicht "rangekommen" weil ich mich nicht recht so traue jemanden einfach anzusprechen, hab da bischen Hemmungen.

So, nun meine Frage, was kann man machen um neue Leute /Frauen kennenzulernen, also ja fortgehen ist klar, aber Wohin ?

Vom nur vorm PC sitzen hab ich nähmlich auch schon die Schnauze voll !

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G
gisa_12877550
26.01.12 um 1:55

Mach dir nicht so viele Gedanken
Das was du da anprangerst hört sich sehr interessant an...sicherlich diskussionswürdig, die Frage ist nur: Inwiefern hilft dir das weiter? Willst du wirklich eine Antwort auf deine Fragen oder willst du, dass sich was an deiner Lage ändert?

Das Verhältnis von Mann und Frau war im Laufe der Geschichte sicherlich schon so einigen gesellschaftlichen Änderungen unerworfen, aber war Attraktivität und Sex angeht, laufen die meisten Dinge doch meist eher "animalisch" ab. Keiner sagt, dass diese Dinge politisch korrekt verlaufen, das tun sie keinesfalls!
Aber was hilft es, die Frauenwelt oder die Gesellschaft dafür anzuprangern? Jede noch so emanzipierte und selbstbewusste Karrierefrau braucht ab und zu mal eine starke Schulter zum Anlehnen oder jemanden der es ihr besorgt, und im Bett wird sie sich keine Gedanken um Gleichstellungspolitik oder Sonstiges machen.
Das was du schreibst, lässt darauf schließen, dass du trotz allem Frauen mit sehr großem Respekt betrachtest (was angesichts solcher Erfahrungen bemerkenswert ist). Die Berührungsängste die du hast, sind doch völlig normal. Diese "lebendig fühlen" was du spüren willst ist verbunden mit der Angst vor Zurückweisung. Nicht vor Kapitulation, sondern vor einer Abfuhr. Auch wenn viele Männer es verstecken können, ich glaube so gut wie alle spüren sie. Und die gilt es zu überwinden. Sicherlich ist es als Frau leichter, mit Schüchternheit umzugehen, dennoch solltest du es versuchen. Denn in dem Moment, wo sich andere Männer fragen, wie sie lockerer werden, wie sie sich trauen können, eine Frau anzusprechen, dies teilweise erst betrunken tun können, fängst du an, den Fehler im System zu suchen.

Geh einfach davon aus, dass jeder Mann verdammt nervös ist, wenn er eine Frau anspricht. Dass so gut wie jeder Mann schonmal eine Abfuhr bekommen hat, oder sehr sehr viele. Was das angeht, solltest du deine Frustrationstoleranz etwas erhöhen, auch wenn das hart ist.
Und was du über das sexuelle Interesse signalisieren sagst, dass du eine Frau damit in eine unangenehme Lage bringst, vergiss das mal lieber. Viele Männer neigen (vor allem unter Alkoholeinfluss) dazu, ihr sexuelles Interesse allzu vulgär zum Ausdruck zu bringen. Die Gefahr besteht, meiner Einschätzung nach, bei dir nicht. Klar ist eine Abfuhr unangenehm aber ich kann dir versichern, dass keine Frau, die nach ihrer Nummer gefragt wird, dies als Beleidigung empfindet. Im Gegenteil, denn du signalisierst Interesse, du machst ihr also ein Kompliment, das schmeichelt ihr, auch wenn sie kein Interesse zeigen sollte.
Versuch einfach mal, mit einer Frau zu flirten. Schau ihr einfach ein paar Sekunden in die Augen. Tut niemandem weh und macht unter Umständen Herzklopfen
Du solltest nicht vergessen, dass zum Leben auch Angst und Gefahr dazugehört. Wie schön Liebe sein kann, so schlimm ist Liebeskummer, wenn du lebendig sein willst, musst du deine Angst bezwingen.

Viel Glück dabei

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C
can_12657413
26.01.12 um 11:28

Hallo ES.....
...wir (meine Freundin und ich) haben uns jetzt mal
gemeinsam deinen Aufsatz durchgelesen!

Dein Problem ist aus unserer Sicht:
1. Du lehnst die Geschlechterrollen ab, Frau und Mann
sind bei dir nur ein Konstrukt! Was bist du dann? Ein ES???
2. Du redest so hochgestochen....... eine Frau will aber
niemals korrigiert, dominiert und niederdiskutiert werden.
Eine intelligente Frau, die emanzipiert ist, merkt von selber,
dass du kein Idiot bist.
3. Fall nicht mit der Tür ins Haus..... Frauen sind in der Regel
nicht alle Prostituierte. Beachte die Reihenfolge......
Kennenlernen-Freundschaft-Liebe-Sex !!!
4. Du widersprichst dich andauernd. Du beneidest das
Alphamännchen, welches das Alphaweibchen abschleppt
und sofort ins Bett kriegt.
Du redest von kuscheln und körperlicher Nähe, sogar von
Liebe und deine Libido ist nicht so gross.........und ausserdem
sind die Geschlechterrollen sowieso Quatsch.........
aber die/es Frau soll dich gleich erotisch und sexuell
interessant finden!!!!! Ohne dass sie dich näher kennt!!!!

Das Hauptproblem ist deine abgehobene Einstellung, die ich
nicht mal als LINKS sondern als abgehobenes rein theoretisches
Konstrukt sehe! Es gibt nun mal rein biologisch gesehen
Mann und Frau............ da gibts nichts wegzudiskutieren....
wir sind nicht ES !!!
Auch eine sehr emanzipierte und selbstbewusste Frau, bleibt
eine Frau und will auch als Frau geliebt werden !!!
Emanzipation hin oder her ...... Mann hat einen Penis
und Frau hat Vagina.

Gruß

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K
karly_12380766
26.01.12 um 14:51

Re
"Und das ganze Pseudo-Emanzen-Gequatsche zieht höchstens auf ner Studentenparty, aber nicht im richtigen Leben, wo das Gesetz des Dschungels regiert."

Naja, ich betrachte die menschliche Gesellschaft eben nicht als Dschungel und habe auch nicht vor, mich zu verhalten, als ob ich ein Neandertaler im Dschungel wäre.

"Geh raus, schieß die Mädels ab, und selbst wenn du mal danebenschießt, scheiß doch drauf. Die ein oder andere bleibt schon liegen."

Ich glaube, ich bleibe lieber mein gesamtes Leben unfreiwillig asexuell, als eine solche Einstellung gegenüber Frauen zu entwickeln...

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K
karly_12380766
26.01.12 um 14:56

Re
"Und auch da liegt das Problem..ein guter Flirt ist nicht das offene
Signalisieren von sexuellem Interesse, sondern (wenn gut gemacht) das elegante Aussondieren der Möglichkeiten, Schritt für Schritt, mit der Option auf beiden Seiten "Stopp" sagen zu können.Ein intelligentes Spiel mit dem Feuer unter Erwachsenen. Mit Stil und Verstand betrieben, manchmal spannender als das reine "Erfolgserlebnis" ,dass da wirklich was daraus entsteht."

Möglich, aber das kann ich eben nicht. Es ist keine Frage des Wollens, sondern eine des Könnens. Einen fremden Menschen spontan in ein Gespräch zu verwickeln, ist für mich ebenso unmöglich wie zu fliegen oder unter Wasser zu atmen. Selbst, wenn mein Gehirn meinem Mund den Befehl dazu erteilen würde, würde er die Ausführung verweigern. Psychisch Blockaden sind oft nicht weniger unüberwindbar als physische Schranken.

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karly_12380766
26.01.12 um 15:02
In Antwort auf can_12657413

Hallo ES.....
...wir (meine Freundin und ich) haben uns jetzt mal
gemeinsam deinen Aufsatz durchgelesen!

Dein Problem ist aus unserer Sicht:
1. Du lehnst die Geschlechterrollen ab, Frau und Mann
sind bei dir nur ein Konstrukt! Was bist du dann? Ein ES???
2. Du redest so hochgestochen....... eine Frau will aber
niemals korrigiert, dominiert und niederdiskutiert werden.
Eine intelligente Frau, die emanzipiert ist, merkt von selber,
dass du kein Idiot bist.
3. Fall nicht mit der Tür ins Haus..... Frauen sind in der Regel
nicht alle Prostituierte. Beachte die Reihenfolge......
Kennenlernen-Freundschaft-Liebe-Sex !!!
4. Du widersprichst dich andauernd. Du beneidest das
Alphamännchen, welches das Alphaweibchen abschleppt
und sofort ins Bett kriegt.
Du redest von kuscheln und körperlicher Nähe, sogar von
Liebe und deine Libido ist nicht so gross.........und ausserdem
sind die Geschlechterrollen sowieso Quatsch.........
aber die/es Frau soll dich gleich erotisch und sexuell
interessant finden!!!!! Ohne dass sie dich näher kennt!!!!

Das Hauptproblem ist deine abgehobene Einstellung, die ich
nicht mal als LINKS sondern als abgehobenes rein theoretisches
Konstrukt sehe! Es gibt nun mal rein biologisch gesehen
Mann und Frau............ da gibts nichts wegzudiskutieren....
wir sind nicht ES !!!
Auch eine sehr emanzipierte und selbstbewusste Frau, bleibt
eine Frau und will auch als Frau geliebt werden !!!
Emanzipation hin oder her ...... Mann hat einen Penis
und Frau hat Vagina.

Gruß

Re
"1. Du lehnst die Geschlechterrollen ab, Frau und Mann
sind bei dir nur ein Konstrukt! Was bist du dann? Ein ES???"

Ein Mensch? Dessen Identität nicht darauf beruht, dass er zufälligerweise eine Eichel statt einer Klitoris hat?

"2. Du redest so hochgestochen....... eine Frau will aber
niemals korrigiert, dominiert und niederdiskutiert werden.
Eine intelligente Frau, die emanzipiert ist, merkt von selber,
dass du kein Idiot bist."

Das ist meine natürliche Ausdrucksweise, ich kann nicht anders sprechen, ohne gekünstelt eine andere Sprachweise zu schauspielern.

"3. Fall nicht mit der Tür ins Haus..... Frauen sind in der Regel
nicht alle Prostituierte. Beachte die Reihenfolge......
Kennenlernen-Freundschaft-Liebe-Sex !!!"

Ich glaube, ich bin so ziemlich der letzte Mensch, dem Du raten musst, nicht zu aufdringlich zu sein. Ich habe es in meinem ganzen Leben aus Rücksicht und Schüchternheit noch nicht einmal geschafft, einer Frau auch nur nichterotische Sympathie zu signalisieren.

"4. Du widersprichst dich andauernd. Du beneidest das
Alphamännchen, welches das Alphaweibchen abschleppt
und sofort ins Bett kriegt.
Du redest von kuscheln und körperlicher Nähe, sogar von
Liebe und deine Libido ist nicht so gross.........und ausserdem
sind die Geschlechterrollen sowieso Quatsch.........
aber die/es Frau soll dich gleich erotisch und sexuell
interessant finden!!!!! Ohne dass sie dich näher kennt!!!!"

Ich habe keine Ahnung, wie Du das aus meinem Beitrag herauslesen kannst. Wie kommst Du darauf, dass ich sofortiges sexuelles Interesse erwarte? Habe ich das in meinem Beitrag auch nur angedeutet? Ich wiederhole noch einmal, dass mich Sexualität selbst überhaupt nicht so brennend interessiert und dass ich vollkommen glücklich wäre, wenn meine starke Sympathie zu einer Frau erwidert würde, ohne dass das zu irgendeiner Sexualität führen würde.

"Mann hat einen Penis
und Frau hat Vagina."

Und ich habe braune Augen, andere haben blaue Augen, Aber was soll man daraus ableiten?

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K
karly_12380766
26.01.12 um 15:07
In Antwort auf gisa_12877550

Mach dir nicht so viele Gedanken
Das was du da anprangerst hört sich sehr interessant an...sicherlich diskussionswürdig, die Frage ist nur: Inwiefern hilft dir das weiter? Willst du wirklich eine Antwort auf deine Fragen oder willst du, dass sich was an deiner Lage ändert?

Das Verhältnis von Mann und Frau war im Laufe der Geschichte sicherlich schon so einigen gesellschaftlichen Änderungen unerworfen, aber war Attraktivität und Sex angeht, laufen die meisten Dinge doch meist eher "animalisch" ab. Keiner sagt, dass diese Dinge politisch korrekt verlaufen, das tun sie keinesfalls!
Aber was hilft es, die Frauenwelt oder die Gesellschaft dafür anzuprangern? Jede noch so emanzipierte und selbstbewusste Karrierefrau braucht ab und zu mal eine starke Schulter zum Anlehnen oder jemanden der es ihr besorgt, und im Bett wird sie sich keine Gedanken um Gleichstellungspolitik oder Sonstiges machen.
Das was du schreibst, lässt darauf schließen, dass du trotz allem Frauen mit sehr großem Respekt betrachtest (was angesichts solcher Erfahrungen bemerkenswert ist). Die Berührungsängste die du hast, sind doch völlig normal. Diese "lebendig fühlen" was du spüren willst ist verbunden mit der Angst vor Zurückweisung. Nicht vor Kapitulation, sondern vor einer Abfuhr. Auch wenn viele Männer es verstecken können, ich glaube so gut wie alle spüren sie. Und die gilt es zu überwinden. Sicherlich ist es als Frau leichter, mit Schüchternheit umzugehen, dennoch solltest du es versuchen. Denn in dem Moment, wo sich andere Männer fragen, wie sie lockerer werden, wie sie sich trauen können, eine Frau anzusprechen, dies teilweise erst betrunken tun können, fängst du an, den Fehler im System zu suchen.

Geh einfach davon aus, dass jeder Mann verdammt nervös ist, wenn er eine Frau anspricht. Dass so gut wie jeder Mann schonmal eine Abfuhr bekommen hat, oder sehr sehr viele. Was das angeht, solltest du deine Frustrationstoleranz etwas erhöhen, auch wenn das hart ist.
Und was du über das sexuelle Interesse signalisieren sagst, dass du eine Frau damit in eine unangenehme Lage bringst, vergiss das mal lieber. Viele Männer neigen (vor allem unter Alkoholeinfluss) dazu, ihr sexuelles Interesse allzu vulgär zum Ausdruck zu bringen. Die Gefahr besteht, meiner Einschätzung nach, bei dir nicht. Klar ist eine Abfuhr unangenehm aber ich kann dir versichern, dass keine Frau, die nach ihrer Nummer gefragt wird, dies als Beleidigung empfindet. Im Gegenteil, denn du signalisierst Interesse, du machst ihr also ein Kompliment, das schmeichelt ihr, auch wenn sie kein Interesse zeigen sollte.
Versuch einfach mal, mit einer Frau zu flirten. Schau ihr einfach ein paar Sekunden in die Augen. Tut niemandem weh und macht unter Umständen Herzklopfen
Du solltest nicht vergessen, dass zum Leben auch Angst und Gefahr dazugehört. Wie schön Liebe sein kann, so schlimm ist Liebeskummer, wenn du lebendig sein willst, musst du deine Angst bezwingen.

Viel Glück dabei

Re
"Das Verhältnis von Mann und Frau war im Laufe der Geschichte sicherlich schon so einigen gesellschaftlichen Änderungen unerworfen, aber war Attraktivität und Sex angeht, laufen die meisten Dinge doch meist eher "animalisch" ab. Keiner sagt, dass diese Dinge politisch korrekt verlaufen, das tun sie keinesfalls!"

Natürlich nicht - aber aus dem Umstand, dass das Handeln der meisten Menschen von dummen und inhumanen Stereotypen geprägt ist, leite ich nicht ab, dass ich versuchen sollte, diese Stereotype ebenfalls zu verinnerlichen.

"Aber was hilft es, die Frauenwelt oder die Gesellschaft dafür anzuprangern?"

Ich kann die "Frauenwelt" kaum anprangern, weil ich nicht glaube, dass es "Frauen" außerhalb eines sozial definierten Modells überhaupt gibt.

"Die Berührungsängste die du hast, sind doch völlig normal. Diese "lebendig fühlen" was du spüren willst ist verbunden mit der Angst vor Zurückweisung. Nicht vor Kapitulation, sondern vor einer Abfuhr. Auch wenn viele Männer es verstecken können, ich glaube so gut wie alle spüren sie. Und die gilt es zu überwinden."

Wenn die Überwindung dieser Angst mit annähernder Sicherheit zu enormen Schmerzen führen wird, halte ich es nicht für wünschenswer, sie zu überwinden. Zumal auch das keine Frage des Wollens, sondern des Könnens ist - und ich kann es nicht, ganz egal, ob ich es wünsche oder nicht.

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S
sigi_12499402
26.01.12 um 19:57

Hallo du

Mein Eindruck ist der eines unheimlich intelligenten Menschen aber was dir schlicht fehlt ist eine gesunde Portion Menschlichkeit emotionale Intelligenz. Alles was uns als Menschen ausmacht lehnst du ab und verachtest du zutiefst: ohne nachzudenken zu Handeln, aus dem Bauch heraus zu entscheiden, Fehler zu machen, sich Fehler einzugestehen und daraus zu lernen, über sich und andere zu lachen. Sich selbst anzunehmen, sowohl geistig als auch KÖRPERLICH.

Aus jeder Zeile von dir ersieht man einen Menschen, der SICH nicht mag und der die ganze menschliche Spezies eigentlich nicht mag. Und genau DAS spaltet dich von der Gesellschaft ab und lässt dich allerhöchstens Kontakt zu Leuten finden, die eine ähnliche Wahrnehmung der Welt haben oder eben käuflichen Kontakt. Denn die Antennen der ach so verachtenswerten und triebgesteuerten normalen Menschen nehmen genau auf, dass du dich selbst verachtest und dass du SIE verachtest. WIE also um alles in der Welt sollte jemand dich als sexuell anziehend empfinden? DU selbst betrachtest dich doch selbst als sexuell abstoßend, ja wahrscheinlich betrachtest du Sexualität an sich für abstoßend und primitiv. Und hasst und verachtest dich dafür, dass du dich trotzdem danach sehnst, obwohl doch dein Verstand so überlegen ist. Denn Sexualität ist NICHT intellektuell, sie ist animalisch, sie entspringt unserem tierischen Ich, sie ist nicht fair, sie ist nicht political correct und man kann sie nicht aus Büchern lernen.

Du hast Recht, du wirst sehr wahrscheinlich nie Sex haben oder Zugang zur Gesellschaft, solange du so bleibst. Solange du ebendiese Gesellschaft komplett ablehnst und verachtest, wirst du nie ein Teil von ihr werden, solange du dich selbst als häßlich und abstoßend empfindest, wirst du nie jemand anderen davon überzeugen (in deiner Ausstrahlung), dass du anziehend bist und Sex mit die SPASS machen könnte. Denn dass du überhaupt jemals Spass hast, auch dass kann man sich bei deinen Zeilen kaum vorstellen.
Versteh mich nicht falsch, ich will dich nicht runtermachen. Ich versuche dir nur einen Spiegel vorzuhalten, wie du auf andere wirkst. Es wird seine Gründe haben, wieso du so bist wie du bist. Aber wenn du jemals Kontakt zu anderen Menschen, Frauen inklusive, haben willst und zwar nicht nur per Internet sondern mit Körperkontakt, musst du an deiner Psyche sehr viel arbeiten. Ich glaube auch nicht, dass es ohne Therapie möglich ist. Du musst lernen zu lieben: dich und andere. Du musst lernen Fehler zu akzeptieren und du musst lernen zu achten anstelle zu verachten. Achte Menschen, auch wenn sie nicht gebildet sind, auch wenn sie sich nicht logisch verhalten, lache mit ihnen nicht über sie. All das ist nur mit Liebe im Herzen möglich, Liebe zum Leben und zu dieser Welt. Auch und gerade WEIL sie eben nicht logisch und perfekt ist.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute. Denn so wie du jetzt lebst, wünsche ich es keinem leben zu müssen. Ohne Liebe. Für irgendwen oder irgendetwas. Das ist kalt und dunkel.

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C
can_12657413
27.01.12 um 11:01
In Antwort auf karly_12380766

Re
"1. Du lehnst die Geschlechterrollen ab, Frau und Mann
sind bei dir nur ein Konstrukt! Was bist du dann? Ein ES???"

Ein Mensch? Dessen Identität nicht darauf beruht, dass er zufälligerweise eine Eichel statt einer Klitoris hat?

"2. Du redest so hochgestochen....... eine Frau will aber
niemals korrigiert, dominiert und niederdiskutiert werden.
Eine intelligente Frau, die emanzipiert ist, merkt von selber,
dass du kein Idiot bist."

Das ist meine natürliche Ausdrucksweise, ich kann nicht anders sprechen, ohne gekünstelt eine andere Sprachweise zu schauspielern.

"3. Fall nicht mit der Tür ins Haus..... Frauen sind in der Regel
nicht alle Prostituierte. Beachte die Reihenfolge......
Kennenlernen-Freundschaft-Liebe-Sex !!!"

Ich glaube, ich bin so ziemlich der letzte Mensch, dem Du raten musst, nicht zu aufdringlich zu sein. Ich habe es in meinem ganzen Leben aus Rücksicht und Schüchternheit noch nicht einmal geschafft, einer Frau auch nur nichterotische Sympathie zu signalisieren.

"4. Du widersprichst dich andauernd. Du beneidest das
Alphamännchen, welches das Alphaweibchen abschleppt
und sofort ins Bett kriegt.
Du redest von kuscheln und körperlicher Nähe, sogar von
Liebe und deine Libido ist nicht so gross.........und ausserdem
sind die Geschlechterrollen sowieso Quatsch.........
aber die/es Frau soll dich gleich erotisch und sexuell
interessant finden!!!!! Ohne dass sie dich näher kennt!!!!"

Ich habe keine Ahnung, wie Du das aus meinem Beitrag herauslesen kannst. Wie kommst Du darauf, dass ich sofortiges sexuelles Interesse erwarte? Habe ich das in meinem Beitrag auch nur angedeutet? Ich wiederhole noch einmal, dass mich Sexualität selbst überhaupt nicht so brennend interessiert und dass ich vollkommen glücklich wäre, wenn meine starke Sympathie zu einer Frau erwidert würde, ohne dass das zu irgendeiner Sexualität führen würde.

"Mann hat einen Penis
und Frau hat Vagina."

Und ich habe braune Augen, andere haben blaue Augen, Aber was soll man daraus ableiten?

Hi Iannaon,
scheinbar reden wir ein wenig aneinander vorbei

zu 1.
Du bist ein Mensch! Ja natürlich, wir sind alle Menschen.
Aber du bist auch ein Mann und sehnst dich nach einer
Frau ..... auch das ist deine Identität! Bzw. genau das ist
ja dein Problem

zu 2.
Damit meinte meine Freundin, dass eine Frau es nie gern
hat, wenn du sie korrigierst oder niederdiskutierst. Du darfst
ruhig abgehoben sein...... du wirst die "passende Frau" ganz
sicher finden..... aber du wirst viele Versuche brauchen.
Aber ENTSCHEIDEND ist, dass du auf sie eingehst, ihr
zuhörst und ihre Meinung und Ansichten akzeptierst
(auch wenns schwerfällt).

zu 3.
Du sprichst ja immer wieder davon, dass Frau dich nicht
sexuell anziehend findet. Aus Rücksicht nicht zu flirten
ist gar nicht erwünscht............. ich z.B. kann am besten
mit Frauen flirten, die für mich überhaupt nicht als Partnerin
in Frage kommen
Aber welche Frau hats nicht gern, wenn sie Komplimente
bekommt? "Du schaust heute aber wieder gut aus" ...
"Wenn ich dich seh, geht die Sonne auf" .... "Hey wie
gehts, hast Lust aufn Kaffe?" ....... Das ist weder erniedrigend
für die Frau, noch für dich!!!!

zu 4.
Nun gut, vielleicht haben wir dich da falsch verstanden.
Wir wollen dir da nicht zu nahe treten!!!

Suche erst mal nur reine Freundschaften, bleib locker
und lass die Dinge einfach laufen bzw. sich entwickeln.
Irgendwann trifftst du dann auf eine Person bzw. einen
Menschen, der dich mag, so wie du bist....... das muss
auch nicht "Liebe auf den ersten Blick" sein.

Ich kannte meine Geliebte schon 9 Jahre als Kollegin
und Freundin ..... wir waren beide "scheinbar" glücklich
verheiratet, haben über alles geredet, nur nicht über
die "Probleme zu Hause".
Dann haben wir uns im selben Jahr von unseren Partnern
getrennt........... sie hatte die "Schnauze gründlich voll
von Männern" und wollte nur Freundschaft. Ich dagegen
hab sie schon immer "bewundert" je mehr Stress ich
zu Hause hatte, desto schöner wars in der Arbeit

Also hab ich gebaggert und mit ihr geflirtet, hab mit
ihr schöne Abende verbracht...... und nach 6 Monaten
is sie schwach geworden, hat sich in mich verliebt.....
und jetzt sind wir seit 11 Jahren zusammen!

Natürlich wollt ich nie nur der gute Freund, der Kumpel,
der Kollege sein...... und ich hab mich gefragt, soll
ich, soll ich nicht? Ich bin 10 Jahre älter, wir sind Kollegen,
wir sind Freunde............. ich will das nicht zerstören
durch Aufdringlichkeit.......... aber ich könnte es mir nie
im Leben verzeien, wenn ich es nicht versucht hätte!!!
Also hab ichs ihr klar gesagt..... "wenns dir zuviel wird,
da sags!" ..... sie hat nur geschwiegen...... weil sie selbst
noch nicht wusste, wie es weitergehen würde!!!!

Gruss Tom

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