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Vielleicht der Klassiker. Lange Beziehung vs. Leidenschaft. Ich weiß es nicht

4. September 2018 um 17:06 Letzte Antwort: 12. September 2018 um 1:37

Moin. Ich bin neu hier und schreibe, weil ich grad mein Limit der Leidensfähigkeit erreicht habe und nicht weiter weiß. Vielleicht kann mir ja irgendjemand eine Inspiration geben, der mit dem Thema awas anfangen kann.....

Wie soll ich sagen.
Ich versuche mich kurz zu fassen. Schlagwortartig.
25-jährige Beziehung, 2 Kinder großgezogen, Haus, Firma, Freundeskreis, das volle Programm, Verflochtenheit bis ins Mark. Viele Krisen bewältigt, zusammengerauft, ein Paar, mit (fast) allem was dazu gehört.
 
Unser Sex war anfangs unbeschwert, wobei ich der Aktive war, jener, der auch mal was ausprobieren wollte. Es machte Spaß und war toll. Erst nach einiger Zeit, wenigen Jahren,  (ich war jung ) spürte ich, dass sie „mitgemacht“ hat, dass ihre eigenen Bedürfnisse / Gelüste eine andere Intensität haben als die Meinen, dass sie „es“ nicht braucht, keine eigenen Phantasien oder Bedürfnisse hat. So langsam spürte ich, dass ich auch gern mal verwöhnt werden würde, verführt werden, genommen werden, Massagen bei Kerzenschein, etc.

So nach und nach traten ihrerseits gewisse Animositäten zutage. Vielleicht hatte sie sich ja anfangs verstellt, sich hingegeben, was mit zunehmender Sicherheit in der Beziehung durch zunehmende Verflechtungen nicht mehr notwendig schien.
 
Bevor ich jetzt gesteinigt werde !!! Ich weiß es selber. Das hört sich richtig böse und zynisch an ! Nachlassende Lust am Partner kann vielfältige Ursachen haben, am Partner selber, am „WIR“, in der Beziehung und / oder den Umständen liegen, (Kinder / Stress etc.) Ich bin mir dessen bewusst. Was ich eben (so zynisch) beschrieb kommt durchaus vor, als unbewusster Prozess.
 
All meine Versuche darüber zu reden schlugen fehl, weil sie nicht über Sexualität reden kann und will. Ich versuchte an sie ranzukommen, über meine Liebe zu ihr und Bedürfnisse zu sprechen, denn ich liebe und begehre sie. Nach über 25 Jahren schaue ich sie an und denke „WOW“.  Ich stieß gegen eine Wand. Viele Jahre redete ich mir ein, dass Sex ja nun mal nicht alles sei. Es gibt Wichtigeres. (Dachte ich).
 
Nach und nach hatte sie keine Lust mehr auf irgendwas, was über gelegentliches, lautloses Kopulieren hinaus ging. Erst war plötzlich mein Sperma eklig, dann wurde die 69 zum NoGo, dann wollte sie nicht mehr geleckt werden, weil sie das nicht mag, dann wurde Fellatio ebenfalls auf den Index gesetzt. Das war so ein Prozess über die Jahre und ich wurde damit immer unglücklicher.
 
Nun ist mir etwas passiert, was vielen Männern meines Alters um die 50 passiert. Ich habe, jetzt, wo die Kinder groß sind und ich mich auch verändert habe, mehr zu mir gefunden und damit auch endlich mal den Arsch in der Hose gehabt zu mir und meinen Bedürfnissen zu stehen. Seit ca. 2-3 Jahren suche ich intensiv das Gespräch. Wirkliches Reden. Butter bei die Fische. Liebevolle Gespräche, in denen beide sich offenbaren und echt sind. Denn nur in absoluter Offenheit, wenn man weiß, mit WEM man da zusammen lebt, kann eine Beziehung funktionieren.  (Ich höre mich grad an wie ein Beziehungs-Nerd. Sorry. Das hat aber mehr Tiefe als man annehmen mag und ich bin spät aufgewacht. Zugegeben). Wir haben im Laufe dieser Gespräche, die natürlich nicht immer einfach und konfliktfrei waren, vieles angesprochen, was bis dato aus Gründen der Konfliktvermeidung verschwiegen wurde. Wir haben festgestellt, dass wir ein Konstrukt aufgebaut haben, welches dem Funktionieren diente und das liebevolle Miteinander vernachlässigt hat. Wir haben uns neu kennengelernt, unsere Unterschiedlichkeit formuliert und angenommen. Wir haben mehr seelische Nähe und Akzeptanz denn je und leben miteinander harmonischer denn je.
 
ABER. Jetzt kommt`s.
 
Meine Frau hat durch unsere vielen Gespräche (in denen es natürlich nicht nur um meine Bedürfnisse ging!) realisiert, dass ich mehr Bedürfnisse habe als sie, dass meine Libido ausgeprägter ist als die ihre. Was früher seltener vorkam passiert nun häufiger, von ihr aus. Sie verwöhnt mich in der Form, dass ich ab und zu mal einen zärtlichen Handjob bekomme und wir auch häufiger miteinander schlafen als früher. Ich sehe, das sie sich um mich bemüht. Ich sehe, dass sie mich liebt, Ich sehe, dass sie meinen Bedürfnissen Rechnung tragen will, dass sie es wirklich versucht und genau deshalb schäme ich mich in Grund und Boden für das, was ich jetzt sage. Meine Frau ist liebevoll und versucht auf mich einzugehen. Und trotzdem ist und bleibt es ein „Verrichtung“, eine „Orgasmusproduktion“, welche meinen Körper aber nicht meine Seele befriedigt. Es hat nichts mit Leidenschaft und / oder Erotik zu tun, sondern fühlt sich an wie eine Abarbeitung / Ableitung / Beseitigung hormoneller Bedürfnisse. Sie versteht das Thema eben so. Ihr reicht ein handgemachter Höhepunkt alle 2-4 Wochen als Sexualität vollkommen. Genau genommen (meine Wahrnehmung) haben wir keine gemeinsame Sexualität. Dabei explodiere ich vor Leidenschaft (für sie) und dabei geht es mir nicht ums F….., sondern um`s Spüren. Den Anderen spüren, gemeinsam spüren.
 
Ja, ich weiß. Eine Partnerschaft ohne gemeinsame und erfüllende Sexualität kann nicht funktionieren. Das ist die eine Seite der Medaille. Aber…. Ich bin echt verunsichert, weil ich ständig davon lese, dass es in langen Partnerschaften nicht selten ist und vielleicht sogar…. Normal??? Mich macht das irre. Ich wache morgens damit auf und gehe abends damit schlafen, dass mir diese Form der Körperlichkeit fehlt. Das Gemeinsame erleben.
 
Was war jetzt überhaupt meine Frage ?????????????????
Egal. Vielleicht fällt ja jemandem was dazu ein……….
 
LG
 

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4. September 2018 um 18:58
In Antwort auf einmann

Moin. Ich bin neu hier und schreibe, weil ich grad mein Limit der Leidensfähigkeit erreicht habe und nicht weiter weiß. Vielleicht kann mir ja irgendjemand eine Inspiration geben, der mit dem Thema awas anfangen kann.....

Wie soll ich sagen.
Ich versuche mich kurz zu fassen. Schlagwortartig.
25-jährige Beziehung, 2 Kinder großgezogen, Haus, Firma, Freundeskreis, das volle Programm, Verflochtenheit bis ins Mark. Viele Krisen bewältigt, zusammengerauft, ein Paar, mit (fast) allem was dazu gehört.
 
Unser Sex war anfangs unbeschwert, wobei ich der Aktive war, jener, der auch mal was ausprobieren wollte. Es machte Spaß und war toll. Erst nach einiger Zeit, wenigen Jahren,  (ich war jung ) spürte ich, dass sie „mitgemacht“ hat, dass ihre eigenen Bedürfnisse / Gelüste eine andere Intensität haben als die Meinen, dass sie „es“ nicht braucht, keine eigenen Phantasien oder Bedürfnisse hat. So langsam spürte ich, dass ich auch gern mal verwöhnt werden würde, verführt werden, genommen werden, Massagen bei Kerzenschein, etc.

So nach und nach traten ihrerseits gewisse Animositäten zutage. Vielleicht hatte sie sich ja anfangs verstellt, sich hingegeben, was mit zunehmender Sicherheit in der Beziehung durch zunehmende Verflechtungen nicht mehr notwendig schien.
 
Bevor ich jetzt gesteinigt werde !!! Ich weiß es selber. Das hört sich richtig böse und zynisch an ! Nachlassende Lust am Partner kann vielfältige Ursachen haben, am Partner selber, am „WIR“, in der Beziehung und / oder den Umständen liegen, (Kinder / Stress etc.) Ich bin mir dessen bewusst. Was ich eben (so zynisch) beschrieb kommt durchaus vor, als unbewusster Prozess.
 
All meine Versuche darüber zu reden schlugen fehl, weil sie nicht über Sexualität reden kann und will. Ich versuchte an sie ranzukommen, über meine Liebe zu ihr und Bedürfnisse zu sprechen, denn ich liebe und begehre sie. Nach über 25 Jahren schaue ich sie an und denke „WOW“.  Ich stieß gegen eine Wand. Viele Jahre redete ich mir ein, dass Sex ja nun mal nicht alles sei. Es gibt Wichtigeres. (Dachte ich).
 
Nach und nach hatte sie keine Lust mehr auf irgendwas, was über gelegentliches, lautloses Kopulieren hinaus ging. Erst war plötzlich mein Sperma eklig, dann wurde die 69 zum NoGo, dann wollte sie nicht mehr geleckt werden, weil sie das nicht mag, dann wurde Fellatio ebenfalls auf den Index gesetzt. Das war so ein Prozess über die Jahre und ich wurde damit immer unglücklicher.
 
Nun ist mir etwas passiert, was vielen Männern meines Alters um die 50 passiert. Ich habe, jetzt, wo die Kinder groß sind und ich mich auch verändert habe, mehr zu mir gefunden und damit auch endlich mal den Arsch in der Hose gehabt zu mir und meinen Bedürfnissen zu stehen. Seit ca. 2-3 Jahren suche ich intensiv das Gespräch. Wirkliches Reden. Butter bei die Fische. Liebevolle Gespräche, in denen beide sich offenbaren und echt sind. Denn nur in absoluter Offenheit, wenn man weiß, mit WEM man da zusammen lebt, kann eine Beziehung funktionieren.  (Ich höre mich grad an wie ein Beziehungs-Nerd. Sorry. Das hat aber mehr Tiefe als man annehmen mag und ich bin spät aufgewacht. Zugegeben). Wir haben im Laufe dieser Gespräche, die natürlich nicht immer einfach und konfliktfrei waren, vieles angesprochen, was bis dato aus Gründen der Konfliktvermeidung verschwiegen wurde. Wir haben festgestellt, dass wir ein Konstrukt aufgebaut haben, welches dem Funktionieren diente und das liebevolle Miteinander vernachlässigt hat. Wir haben uns neu kennengelernt, unsere Unterschiedlichkeit formuliert und angenommen. Wir haben mehr seelische Nähe und Akzeptanz denn je und leben miteinander harmonischer denn je.
 
ABER. Jetzt kommt`s.
 
Meine Frau hat durch unsere vielen Gespräche (in denen es natürlich nicht nur um meine Bedürfnisse ging!) realisiert, dass ich mehr Bedürfnisse habe als sie, dass meine Libido ausgeprägter ist als die ihre. Was früher seltener vorkam passiert nun häufiger, von ihr aus. Sie verwöhnt mich in der Form, dass ich ab und zu mal einen zärtlichen Handjob bekomme und wir auch häufiger miteinander schlafen als früher. Ich sehe, das sie sich um mich bemüht. Ich sehe, dass sie mich liebt, Ich sehe, dass sie meinen Bedürfnissen Rechnung tragen will, dass sie es wirklich versucht und genau deshalb schäme ich mich in Grund und Boden für das, was ich jetzt sage. Meine Frau ist liebevoll und versucht auf mich einzugehen. Und trotzdem ist und bleibt es ein „Verrichtung“, eine „Orgasmusproduktion“, welche meinen Körper aber nicht meine Seele befriedigt. Es hat nichts mit Leidenschaft und / oder Erotik zu tun, sondern fühlt sich an wie eine Abarbeitung / Ableitung / Beseitigung hormoneller Bedürfnisse. Sie versteht das Thema eben so. Ihr reicht ein handgemachter Höhepunkt alle 2-4 Wochen als Sexualität vollkommen. Genau genommen (meine Wahrnehmung) haben wir keine gemeinsame Sexualität. Dabei explodiere ich vor Leidenschaft (für sie) und dabei geht es mir nicht ums F….., sondern um`s Spüren. Den Anderen spüren, gemeinsam spüren.
 
Ja, ich weiß. Eine Partnerschaft ohne gemeinsame und erfüllende Sexualität kann nicht funktionieren. Das ist die eine Seite der Medaille. Aber…. Ich bin echt verunsichert, weil ich ständig davon lese, dass es in langen Partnerschaften nicht selten ist und vielleicht sogar…. Normal??? Mich macht das irre. Ich wache morgens damit auf und gehe abends damit schlafen, dass mir diese Form der Körperlichkeit fehlt. Das Gemeinsame erleben.
 
Was war jetzt überhaupt meine Frage ?????????????????
Egal. Vielleicht fällt ja jemandem was dazu ein……….
 
LG
 

Uff uff  das Thema Sexualität besteht derart festgeknüppelt in deinen Gedankengängen das für mich der Eindruck entsteht, ein gemeinsames WIR ist derzeit nicht möglich. Versteh mich nicht falsch, du machst auf mich einen sehr reflektierten Eindruck aber der Fokus steht bei dir im ICH. Der Fokus deiner Frau liegt ebenfalls auf ICH. Ihr redet viel, was gut ist und schön zu lesen. Bei der Aufdröselung der ICH, DU und WIR Anteile rate ich dir zu einer Eheberatung. Eine Basis meine ich beim Lesen herauszuinterpretieren. Eine harte Nuss, an der sicher viele zu knacken haben. 

Frauen spüren intensiv, wenn sie das Gefühl haben angenommen und verstanden zu sein. Dazu zählt leider das große Ganze. Daher ist eine kleine Lockerheit deinerseit viel effektiver als im selbsterzeugten Leidensdruck zu verweilen. 
Raus aus dem Kopf.

LG Sis

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4. September 2018 um 20:14

Hallo Sis und Supersonic.
Vielen lieben Dank für Eure Antworten. Ich habe bereits vor längerer Zeit eine Paartherapie vorgeschlagen, zu der meine Frau auch einwilligte. Unter einer Bedingung: "Nicht über Sex reden". "Es" ist für sie kein Thema.

Der springende Punkt liegt vielleicht eher in der Unterschiedlichkeit, dass Begehren und Begehrlichkeit einfach nicht Teil ihres Selbst ist. Das kann man nicht herbeireden oder erzeugen. Es hat wohl weniger mit unserer Kommunikation oder unserem Beziehungskonstrukt zu tun, dass sie keine über einen gelegentlichen Höhepunkt hinausgehenden, weitergehenden Bedürfnisse von sich aus hat, was sich ja bereits nach den ersten Jahren der Beziehung abzeichnete.

Eigentlich...... ach... ich weiß auch nicht...
Eigentlich ist der Drops gelutscht. Wir haben bezüglich unserer Sexualität keine gemeinsame Schnittmenge und die kann man - wie eben beschrieben - wohl auch nicht "erzeugen". Ich habe bereits alle mir bekannten Möglichkeiten vorgeschlagen, wie wir unsere Intimität intensivieren können. Tantra gehörte dazu. Ausprobieren. Testen. Spielen. Lachen. Egal was passiert, einfach testen. Nichts davon findet Gehör. Ein Buch über Sexualität in der Beziehung, welches ich mir gekauft habe, wurde spöttisch und abfällig als "Du mit deinem komischen Sexbuch" verhöhnt.

Ich weiß auch nicht, warum ich nicht aufgeben will. Fühle mich irgendwie dazwischen. Zu schwach um weiterzumachen und zu stark um aufzugeben.

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4. September 2018 um 20:50
In Antwort auf einmann

Hallo Sis und Supersonic.
Vielen lieben Dank für Eure Antworten. Ich habe bereits vor längerer Zeit eine Paartherapie vorgeschlagen, zu der meine Frau auch einwilligte. Unter einer Bedingung: "Nicht über Sex reden". "Es" ist für sie kein Thema.

Der springende Punkt liegt vielleicht eher in der Unterschiedlichkeit, dass Begehren und Begehrlichkeit einfach nicht Teil ihres Selbst ist. Das kann man nicht herbeireden oder erzeugen. Es hat wohl weniger mit unserer Kommunikation oder unserem Beziehungskonstrukt zu tun, dass sie keine über einen gelegentlichen Höhepunkt hinausgehenden, weitergehenden Bedürfnisse von sich aus hat, was sich ja bereits nach den ersten Jahren der Beziehung abzeichnete.

Eigentlich...... ach... ich weiß auch nicht...
Eigentlich ist der Drops gelutscht. Wir haben bezüglich unserer Sexualität keine gemeinsame Schnittmenge und die kann man - wie eben beschrieben - wohl auch nicht "erzeugen". Ich habe bereits alle mir bekannten Möglichkeiten vorgeschlagen, wie wir unsere Intimität intensivieren können. Tantra gehörte dazu. Ausprobieren. Testen. Spielen. Lachen. Egal was passiert, einfach testen. Nichts davon findet Gehör. Ein Buch über Sexualität in der Beziehung, welches ich mir gekauft habe, wurde spöttisch und abfällig als "Du mit deinem komischen Sexbuch" verhöhnt.

Ich weiß auch nicht, warum ich nicht aufgeben will. Fühle mich irgendwie dazwischen. Zu schwach um weiterzumachen und zu stark um aufzugeben.

Das ist ein Ansatz. Dann ohne über Sex zu reden. Ich würde mich auch nicht zu einer Eheberatung überreden lassen, in der von vorne herein klar ist SEX ist das ausschließliche Thema oder der ausschlaggebende Grund.  Diese Botschaft signalisiert ihr, du hast ein Problem mit SEX.  Mit Hilfe der Paartherapie hättest du eine andere Person auf deiner Seite. Denkt sie möglicherweise. Und überhaupt bekommt das Ganze dann eine Schuldzuweisung.

Der springende Punkt ist, du kannst das Thema SEX nicht aus euren Beziehungsgesprächen ausklammern. 
In einer guten Beratung zielt das Gespräch sowieso auf genau dieses Thema ab. 

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4. September 2018 um 21:21

Wenn Ihr ein gemeinsames Leben aufgebaut habt, Euch emotional nahesteht, Euch liebt, unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse auf einem kleinen gemeinsamen Nenner lebt und sie Dir darüber hinaus sexuelle Befriedigung verschafft...dann hast Du mehr als die allermeisten Männer das jemals hätten! Du solltest Dich glücklich schätzen!

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5. September 2018 um 3:41
In Antwort auf einmann

Moin. Ich bin neu hier und schreibe, weil ich grad mein Limit der Leidensfähigkeit erreicht habe und nicht weiter weiß. Vielleicht kann mir ja irgendjemand eine Inspiration geben, der mit dem Thema awas anfangen kann.....

Wie soll ich sagen.
Ich versuche mich kurz zu fassen. Schlagwortartig.
25-jährige Beziehung, 2 Kinder großgezogen, Haus, Firma, Freundeskreis, das volle Programm, Verflochtenheit bis ins Mark. Viele Krisen bewältigt, zusammengerauft, ein Paar, mit (fast) allem was dazu gehört.
 
Unser Sex war anfangs unbeschwert, wobei ich der Aktive war, jener, der auch mal was ausprobieren wollte. Es machte Spaß und war toll. Erst nach einiger Zeit, wenigen Jahren,  (ich war jung ) spürte ich, dass sie „mitgemacht“ hat, dass ihre eigenen Bedürfnisse / Gelüste eine andere Intensität haben als die Meinen, dass sie „es“ nicht braucht, keine eigenen Phantasien oder Bedürfnisse hat. So langsam spürte ich, dass ich auch gern mal verwöhnt werden würde, verführt werden, genommen werden, Massagen bei Kerzenschein, etc.

So nach und nach traten ihrerseits gewisse Animositäten zutage. Vielleicht hatte sie sich ja anfangs verstellt, sich hingegeben, was mit zunehmender Sicherheit in der Beziehung durch zunehmende Verflechtungen nicht mehr notwendig schien.
 
Bevor ich jetzt gesteinigt werde !!! Ich weiß es selber. Das hört sich richtig böse und zynisch an ! Nachlassende Lust am Partner kann vielfältige Ursachen haben, am Partner selber, am „WIR“, in der Beziehung und / oder den Umständen liegen, (Kinder / Stress etc.) Ich bin mir dessen bewusst. Was ich eben (so zynisch) beschrieb kommt durchaus vor, als unbewusster Prozess.
 
All meine Versuche darüber zu reden schlugen fehl, weil sie nicht über Sexualität reden kann und will. Ich versuchte an sie ranzukommen, über meine Liebe zu ihr und Bedürfnisse zu sprechen, denn ich liebe und begehre sie. Nach über 25 Jahren schaue ich sie an und denke „WOW“.  Ich stieß gegen eine Wand. Viele Jahre redete ich mir ein, dass Sex ja nun mal nicht alles sei. Es gibt Wichtigeres. (Dachte ich).
 
Nach und nach hatte sie keine Lust mehr auf irgendwas, was über gelegentliches, lautloses Kopulieren hinaus ging. Erst war plötzlich mein Sperma eklig, dann wurde die 69 zum NoGo, dann wollte sie nicht mehr geleckt werden, weil sie das nicht mag, dann wurde Fellatio ebenfalls auf den Index gesetzt. Das war so ein Prozess über die Jahre und ich wurde damit immer unglücklicher.
 
Nun ist mir etwas passiert, was vielen Männern meines Alters um die 50 passiert. Ich habe, jetzt, wo die Kinder groß sind und ich mich auch verändert habe, mehr zu mir gefunden und damit auch endlich mal den Arsch in der Hose gehabt zu mir und meinen Bedürfnissen zu stehen. Seit ca. 2-3 Jahren suche ich intensiv das Gespräch. Wirkliches Reden. Butter bei die Fische. Liebevolle Gespräche, in denen beide sich offenbaren und echt sind. Denn nur in absoluter Offenheit, wenn man weiß, mit WEM man da zusammen lebt, kann eine Beziehung funktionieren.  (Ich höre mich grad an wie ein Beziehungs-Nerd. Sorry. Das hat aber mehr Tiefe als man annehmen mag und ich bin spät aufgewacht. Zugegeben). Wir haben im Laufe dieser Gespräche, die natürlich nicht immer einfach und konfliktfrei waren, vieles angesprochen, was bis dato aus Gründen der Konfliktvermeidung verschwiegen wurde. Wir haben festgestellt, dass wir ein Konstrukt aufgebaut haben, welches dem Funktionieren diente und das liebevolle Miteinander vernachlässigt hat. Wir haben uns neu kennengelernt, unsere Unterschiedlichkeit formuliert und angenommen. Wir haben mehr seelische Nähe und Akzeptanz denn je und leben miteinander harmonischer denn je.
 
ABER. Jetzt kommt`s.
 
Meine Frau hat durch unsere vielen Gespräche (in denen es natürlich nicht nur um meine Bedürfnisse ging!) realisiert, dass ich mehr Bedürfnisse habe als sie, dass meine Libido ausgeprägter ist als die ihre. Was früher seltener vorkam passiert nun häufiger, von ihr aus. Sie verwöhnt mich in der Form, dass ich ab und zu mal einen zärtlichen Handjob bekomme und wir auch häufiger miteinander schlafen als früher. Ich sehe, das sie sich um mich bemüht. Ich sehe, dass sie mich liebt, Ich sehe, dass sie meinen Bedürfnissen Rechnung tragen will, dass sie es wirklich versucht und genau deshalb schäme ich mich in Grund und Boden für das, was ich jetzt sage. Meine Frau ist liebevoll und versucht auf mich einzugehen. Und trotzdem ist und bleibt es ein „Verrichtung“, eine „Orgasmusproduktion“, welche meinen Körper aber nicht meine Seele befriedigt. Es hat nichts mit Leidenschaft und / oder Erotik zu tun, sondern fühlt sich an wie eine Abarbeitung / Ableitung / Beseitigung hormoneller Bedürfnisse. Sie versteht das Thema eben so. Ihr reicht ein handgemachter Höhepunkt alle 2-4 Wochen als Sexualität vollkommen. Genau genommen (meine Wahrnehmung) haben wir keine gemeinsame Sexualität. Dabei explodiere ich vor Leidenschaft (für sie) und dabei geht es mir nicht ums F….., sondern um`s Spüren. Den Anderen spüren, gemeinsam spüren.
 
Ja, ich weiß. Eine Partnerschaft ohne gemeinsame und erfüllende Sexualität kann nicht funktionieren. Das ist die eine Seite der Medaille. Aber…. Ich bin echt verunsichert, weil ich ständig davon lese, dass es in langen Partnerschaften nicht selten ist und vielleicht sogar…. Normal??? Mich macht das irre. Ich wache morgens damit auf und gehe abends damit schlafen, dass mir diese Form der Körperlichkeit fehlt. Das Gemeinsame erleben.
 
Was war jetzt überhaupt meine Frage ?????????????????
Egal. Vielleicht fällt ja jemandem was dazu ein……….
 
LG
 

Ich kann den TE gut verstehn,  kann "sein" Problem sehr gut verstehen. 
Auch wenn die meisten, wenn nicht alle, Kommentare hier in die gleiche Richtung gehen. ......dass der TE sich damit abfinden soll, dass er zu sehr intensiv den Sex thematisiert, dass er zu egoistisch ist, usw. ......Ich habe auch eine Frau mit der Einstellung wie die Frau des TE. Wir reden oft über das Thema und leider muss ich feststellen, dass sie sich rausredet, mir immer wieder antwortet,  dass sie ja Lust hat,  nur soooo oft Gründe vorhanden sind, die dazu führen,  dass es doch nicht zu zärtlichkeiten kommt.
Ehrlicher wäre es, wenn die Frauen sich dazu bekennen würden, dass sie diese Begehrlichkeiten nicht haben, anstatt dem Mann etwas vorzuspielen.

Auch wenn jetzt auf mich ein Sturm der Entrüstung einbricht. ......Irgendwann stellt man als Mann fest,  dass man in der Hinsicht nur "hingehalten " wird. .......meine Frau und ich sind das perfekte Team was die Organisation unseres Familienlebens angeht, dass sie mich liebt,  glaub ich auch bzw ich bin mir sicher dass es so ist, dennoch bin ich der Meinung dass es auchverdammt wichtig ist, dass das körperlich, zwischenmenschliche stimmt, und wenn hier die beiden Partner solch unterschiedliche Grundeinstellungen haben,  dann wird es schwierig. ......
noch eins,  dass mich mit dem TE verbindet. ........bin auch zu schwach zum Weitermachen und zu stark zum Beenden. ......Im Frühjahr war das anders, doch da packte meine Frau etwas aus, was mich wieder hoffen ließ. .....wie sich jetzt zeigt,  war das ein Strohfeuer. ......Wahrscheinlich um mich zu halten. ....

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5. September 2018 um 4:14

So wie die meisten deiner Beiträge. ....einfach sachlich, treffend und ehrlich! !!!!

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5. September 2018 um 7:01
In Antwort auf rancher25

Ich kann den TE gut verstehn,  kann "sein" Problem sehr gut verstehen. 
Auch wenn die meisten, wenn nicht alle, Kommentare hier in die gleiche Richtung gehen. ......dass der TE sich damit abfinden soll, dass er zu sehr intensiv den Sex thematisiert, dass er zu egoistisch ist, usw. ......Ich habe auch eine Frau mit der Einstellung wie die Frau des TE. Wir reden oft über das Thema und leider muss ich feststellen, dass sie sich rausredet, mir immer wieder antwortet,  dass sie ja Lust hat,  nur soooo oft Gründe vorhanden sind, die dazu führen,  dass es doch nicht zu zärtlichkeiten kommt.
Ehrlicher wäre es, wenn die Frauen sich dazu bekennen würden, dass sie diese Begehrlichkeiten nicht haben, anstatt dem Mann etwas vorzuspielen.

Auch wenn jetzt auf mich ein Sturm der Entrüstung einbricht. ......Irgendwann stellt man als Mann fest,  dass man in der Hinsicht nur "hingehalten " wird. .......meine Frau und ich sind das perfekte Team was die Organisation unseres Familienlebens angeht, dass sie mich liebt,  glaub ich auch bzw ich bin mir sicher dass es so ist, dennoch bin ich der Meinung dass es auchverdammt wichtig ist, dass das körperlich, zwischenmenschliche stimmt, und wenn hier die beiden Partner solch unterschiedliche Grundeinstellungen haben,  dann wird es schwierig. ......
noch eins,  dass mich mit dem TE verbindet. ........bin auch zu schwach zum Weitermachen und zu stark zum Beenden. ......Im Frühjahr war das anders, doch da packte meine Frau etwas aus, was mich wieder hoffen ließ. .....wie sich jetzt zeigt,  war das ein Strohfeuer. ......Wahrscheinlich um mich zu halten. ....

So früh am Morgen möchte man gerne eine Tüte Mitleid hinterlassen. 
Männer, Frauen und ihrer Art die selben Dinge aus anderen Perspektiven zu betrachten wird niemals überein stimmen. Mars und Venus prallen aufeinander. Eigentlich total unkompatibel und nur körperlich zusammenpassend.

Zu schwach zum Weitermachen und zu stark zum Beenden?
Wie herrlich  

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5. September 2018 um 7:02
In Antwort auf einmann

Moin. Ich bin neu hier und schreibe, weil ich grad mein Limit der Leidensfähigkeit erreicht habe und nicht weiter weiß. Vielleicht kann mir ja irgendjemand eine Inspiration geben, der mit dem Thema awas anfangen kann.....

Wie soll ich sagen.
Ich versuche mich kurz zu fassen. Schlagwortartig.
25-jährige Beziehung, 2 Kinder großgezogen, Haus, Firma, Freundeskreis, das volle Programm, Verflochtenheit bis ins Mark. Viele Krisen bewältigt, zusammengerauft, ein Paar, mit (fast) allem was dazu gehört.
 
Unser Sex war anfangs unbeschwert, wobei ich der Aktive war, jener, der auch mal was ausprobieren wollte. Es machte Spaß und war toll. Erst nach einiger Zeit, wenigen Jahren,  (ich war jung ) spürte ich, dass sie „mitgemacht“ hat, dass ihre eigenen Bedürfnisse / Gelüste eine andere Intensität haben als die Meinen, dass sie „es“ nicht braucht, keine eigenen Phantasien oder Bedürfnisse hat. So langsam spürte ich, dass ich auch gern mal verwöhnt werden würde, verführt werden, genommen werden, Massagen bei Kerzenschein, etc.

So nach und nach traten ihrerseits gewisse Animositäten zutage. Vielleicht hatte sie sich ja anfangs verstellt, sich hingegeben, was mit zunehmender Sicherheit in der Beziehung durch zunehmende Verflechtungen nicht mehr notwendig schien.
 
Bevor ich jetzt gesteinigt werde !!! Ich weiß es selber. Das hört sich richtig böse und zynisch an ! Nachlassende Lust am Partner kann vielfältige Ursachen haben, am Partner selber, am „WIR“, in der Beziehung und / oder den Umständen liegen, (Kinder / Stress etc.) Ich bin mir dessen bewusst. Was ich eben (so zynisch) beschrieb kommt durchaus vor, als unbewusster Prozess.
 
All meine Versuche darüber zu reden schlugen fehl, weil sie nicht über Sexualität reden kann und will. Ich versuchte an sie ranzukommen, über meine Liebe zu ihr und Bedürfnisse zu sprechen, denn ich liebe und begehre sie. Nach über 25 Jahren schaue ich sie an und denke „WOW“.  Ich stieß gegen eine Wand. Viele Jahre redete ich mir ein, dass Sex ja nun mal nicht alles sei. Es gibt Wichtigeres. (Dachte ich).
 
Nach und nach hatte sie keine Lust mehr auf irgendwas, was über gelegentliches, lautloses Kopulieren hinaus ging. Erst war plötzlich mein Sperma eklig, dann wurde die 69 zum NoGo, dann wollte sie nicht mehr geleckt werden, weil sie das nicht mag, dann wurde Fellatio ebenfalls auf den Index gesetzt. Das war so ein Prozess über die Jahre und ich wurde damit immer unglücklicher.
 
Nun ist mir etwas passiert, was vielen Männern meines Alters um die 50 passiert. Ich habe, jetzt, wo die Kinder groß sind und ich mich auch verändert habe, mehr zu mir gefunden und damit auch endlich mal den Arsch in der Hose gehabt zu mir und meinen Bedürfnissen zu stehen. Seit ca. 2-3 Jahren suche ich intensiv das Gespräch. Wirkliches Reden. Butter bei die Fische. Liebevolle Gespräche, in denen beide sich offenbaren und echt sind. Denn nur in absoluter Offenheit, wenn man weiß, mit WEM man da zusammen lebt, kann eine Beziehung funktionieren.  (Ich höre mich grad an wie ein Beziehungs-Nerd. Sorry. Das hat aber mehr Tiefe als man annehmen mag und ich bin spät aufgewacht. Zugegeben). Wir haben im Laufe dieser Gespräche, die natürlich nicht immer einfach und konfliktfrei waren, vieles angesprochen, was bis dato aus Gründen der Konfliktvermeidung verschwiegen wurde. Wir haben festgestellt, dass wir ein Konstrukt aufgebaut haben, welches dem Funktionieren diente und das liebevolle Miteinander vernachlässigt hat. Wir haben uns neu kennengelernt, unsere Unterschiedlichkeit formuliert und angenommen. Wir haben mehr seelische Nähe und Akzeptanz denn je und leben miteinander harmonischer denn je.
 
ABER. Jetzt kommt`s.
 
Meine Frau hat durch unsere vielen Gespräche (in denen es natürlich nicht nur um meine Bedürfnisse ging!) realisiert, dass ich mehr Bedürfnisse habe als sie, dass meine Libido ausgeprägter ist als die ihre. Was früher seltener vorkam passiert nun häufiger, von ihr aus. Sie verwöhnt mich in der Form, dass ich ab und zu mal einen zärtlichen Handjob bekomme und wir auch häufiger miteinander schlafen als früher. Ich sehe, das sie sich um mich bemüht. Ich sehe, dass sie mich liebt, Ich sehe, dass sie meinen Bedürfnissen Rechnung tragen will, dass sie es wirklich versucht und genau deshalb schäme ich mich in Grund und Boden für das, was ich jetzt sage. Meine Frau ist liebevoll und versucht auf mich einzugehen. Und trotzdem ist und bleibt es ein „Verrichtung“, eine „Orgasmusproduktion“, welche meinen Körper aber nicht meine Seele befriedigt. Es hat nichts mit Leidenschaft und / oder Erotik zu tun, sondern fühlt sich an wie eine Abarbeitung / Ableitung / Beseitigung hormoneller Bedürfnisse. Sie versteht das Thema eben so. Ihr reicht ein handgemachter Höhepunkt alle 2-4 Wochen als Sexualität vollkommen. Genau genommen (meine Wahrnehmung) haben wir keine gemeinsame Sexualität. Dabei explodiere ich vor Leidenschaft (für sie) und dabei geht es mir nicht ums F….., sondern um`s Spüren. Den Anderen spüren, gemeinsam spüren.
 
Ja, ich weiß. Eine Partnerschaft ohne gemeinsame und erfüllende Sexualität kann nicht funktionieren. Das ist die eine Seite der Medaille. Aber…. Ich bin echt verunsichert, weil ich ständig davon lese, dass es in langen Partnerschaften nicht selten ist und vielleicht sogar…. Normal??? Mich macht das irre. Ich wache morgens damit auf und gehe abends damit schlafen, dass mir diese Form der Körperlichkeit fehlt. Das Gemeinsame erleben.
 
Was war jetzt überhaupt meine Frage ?????????????????
Egal. Vielleicht fällt ja jemandem was dazu ein……….
 
LG
 

nun was ist normal
was im schnitt am häufigsten vorkommt.
davon würd ich mich schon mal ganz schnell verabschieden.

meine beziehung dauert noch nicht ganz so lange wie deine aber immerhin auch schon bald 19 jahre.
gut wir haben keine kinder - aber meine königin arbeitet auch ganztags und ich war selbstständig. ausgefülltes berufsleben.

ich bin der mensch der immer auf biegen und brechen versucht zu trennen. berufliches - privates / jedem seine eigenständigkeit - kein beziehungsbrei wo alles gemischt wird.
daraus entstand freiraum für etwas gemeinsames. auch im bereich sexualität entstand nach sehr kurzer zeit sexuelle harmonie die bis heute unverändert anhält.

klar man hat auch mal diese pornonummern im kopf - bin ein mann.
aber ich hab mich dann selbst gefragt - was ist wichtig - sex bei dem ich harmoniere oder sachen die ich ausprobieren will - ich aber weiss (ich kenn sie ja nicht seit gestern) das sie im moment vermutlich keine lust drauf hat.
(und glaub mir - von blümchensex sind wir gut entfernt.)

ich glaube nicht das über sex reden immer eine gute wahl ist. das kann den der nicht gerne darüber spricht mächtig unter druck setzen. was soll er denn gross sagen - irgend was wird ja ERWARTET.

bei dir wäre glaube ich ein sexueller RESET nötig.
(da schwirren schon zu viele geister rum).
so gut es geht alte vorstellungen abschieben und versuchen einen neuen blickwinkel zu bekommen.
das kannst du ihr auch sagen ohne eine antwort zu erwarten. in einem freundlichen liebevollen ton und ihr sagen sie kann in aller ruhe darüber nachdenken und muss dazu nichts sagen.
keine erwartungen mehr - alles auf sich zukommen lassen. neuland entdecken
(auch wenn es dem alten ähnelt).

wenn ein medizinisches problem auszuschliessen ist wird glaube ich irgend etwas passieren - wer weiss vielleicht wirst du ja überascht.

ach ja eines noch - was ich für sehr wichtig halte - wir versuchen beide immer noch für den parter attraktiv zu bleiben.
die optik wird auch nach jahren bei uns so gut es geht nicht leiden.

wolf
 

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5. September 2018 um 12:56

Was Sa.ndra da schreibt ist doch fake, oder ?
Ich schmeiß mich weg

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5. September 2018 um 14:16

Was für ein hilfreicher Tipp! Frau soll sich mit Hormonen vollpumpen lassen und dann kommt die Lust von ganz allein. Das ist Humbug!

Ganz ehrlich haben die beiden, wenn man das Ganze aufmerksam liest, sexuell wohl noch nie 100% harmoniert. 

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5. September 2018 um 15:49

Frust ist verständlich aber ich würde ihn richtig adressieren. 
LG Sis

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5. September 2018 um 17:09

Hallo Sa.ndra.

Es gibt hier einen Thread, der da heißt: "Macht Intelligenz sexy?"
Das mal vorausgesetzt gibt es, wie ich hier grad lese, bei einigen Frauen bezüglich Ihrer Anziehungskraft noch Luft nach oben.

LG.

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5. September 2018 um 17:11
In Antwort auf einmann

Hallo Sa.ndra.

Es gibt hier einen Thread, der da heißt: "Macht Intelligenz sexy?"
Das mal vorausgesetzt gibt es, wie ich hier grad lese, bei einigen Frauen bezüglich Ihrer Anziehungskraft noch Luft nach oben.

LG.

Der Konter war grandios! 
Ich befürchte nur, der kommt nicht an

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5. September 2018 um 17:20
In Antwort auf grace01281

Der Konter war grandios! 
Ich befürchte nur, der kommt nicht an

Nö. Noch nicht.
Aber... die Hoffnung stirbt zuletzt. Nach der Pubertät verändert sich Vieles.

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5. September 2018 um 17:36

Ich wollte nicht abschweifen. Sorry. ich danke Euch allen für Eure Beiträge und auch (teilweise) Euer Verständnis. Es ist beileibe nicht so, dass ich verkopft bin oder theoretisiere. Ich bin ein liebevoller Ehemann, der sich immer um die Erfüllung der Bedürfnisse seiner Partnerin bemüht hat. So natürlich auch in intimer Hinsicht.

Ist es nicht normal, dass man sich um seinen Partner bemüht, sich nach seinen Bedürfnissen und Vorlieben erkundigt, ihn glücklich machen will ? Ich gebe mal ein Beispiel: Jahrelang habe ich meine Frau mit endlosen Ölmassagen verwöhnt. Wohlfühlmassagen. Von der Rückenentspannung bis Body-to-Body. Sie fand das immer sehr schön. Gelegentlich habe ich mal geäußert, dass ich sowas auch ganz gern mal erleben würde, mich hinzugeben, mich verwöhnen zu lassen, gestreichelt zu werden. (Ja, Sandra, ich bin ne Vollmuschi. Ein Mann der Zärtlichkeit will. Ich habe mich geoutet). Es kommt nichts zurück. irgendwann, nach jahren, und nachfragen...... ein paar Tropfen Öl auf den Rücken, schrubbelschrubbel, Glotze an.

Findet Ihr (manche von Euch) wirklich, ich erwarte zu viel von einer intimen Partnerschaft, sich gegenseitig Zärtlichkeit zu geben ? Ist es verkopft oder verkorkst, das anzusprechen, dass ich da im Miteinander ein Defizit bezüglich meiner Bedürfnisse verspüre ? Der Witz daran ist Folgender. Es geht um "Geben". Um "Geben wollen" Das kann man weder erbitten noch herbeireden.

Ähnlich verhält es sich beim Thema Sexualität generell. Und es kommt natürlich ein verhängnisvoller Mechanismus hinzu und der ist wirklich nicht zu unterschätzen. Hat einer mehr Bedürfnisse als der Andere, dann wird jener zum Bedürftigen. (das ist nicht verkopft sondern hinlänglich bekannt) Derjenige mit weniger Bedürfnissen hat kein Problem, sein gegenüber jedoch durchaus. Somit wird der Bedürftige zum Schwächeren. Die "Machtverhältnisse" verschieben sich und das ehemalige Alphatier wird weniger begehrenswert.

Das ist einer von vielen möglichen Mechanismen in einer langen Partnerschaft. Wissenschaftlich erklärbar. Aber wisst Ihr was ? Mich interessiert das einen Scheiß ! Ich will von Machtverhältnissen und Spielchen nichts wissen, sondern eine Partnerschaft in Liebe und Vertrauen, inkl. Wollen und Begerehen, Spiele ohne Grenzen,  Gemainsamkeit auf Augenhöhe.

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5. September 2018 um 17:52

Dieses Empfinden, dass du mehr gibst und auf Hinweise hin vielleicht auch eine "Gegenleistung" erhälst, war aber nie anders, les ich raus. Es sind einfach unterschiedliche Bedürfnisse schon von Grund auf vorhanden, die du nicht mehr ändern wirst. 

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5. September 2018 um 18:52
In Antwort auf einmann

Ich wollte nicht abschweifen. Sorry. ich danke Euch allen für Eure Beiträge und auch (teilweise) Euer Verständnis. Es ist beileibe nicht so, dass ich verkopft bin oder theoretisiere. Ich bin ein liebevoller Ehemann, der sich immer um die Erfüllung der Bedürfnisse seiner Partnerin bemüht hat. So natürlich auch in intimer Hinsicht.

Ist es nicht normal, dass man sich um seinen Partner bemüht, sich nach seinen Bedürfnissen und Vorlieben erkundigt, ihn glücklich machen will ? Ich gebe mal ein Beispiel: Jahrelang habe ich meine Frau mit endlosen Ölmassagen verwöhnt. Wohlfühlmassagen. Von der Rückenentspannung bis Body-to-Body. Sie fand das immer sehr schön. Gelegentlich habe ich mal geäußert, dass ich sowas auch ganz gern mal erleben würde, mich hinzugeben, mich verwöhnen zu lassen, gestreichelt zu werden. (Ja, Sandra, ich bin ne Vollmuschi. Ein Mann der Zärtlichkeit will. Ich habe mich geoutet). Es kommt nichts zurück. irgendwann, nach jahren, und nachfragen...... ein paar Tropfen Öl auf den Rücken, schrubbelschrubbel, Glotze an.

Findet Ihr (manche von Euch) wirklich, ich erwarte zu viel von einer intimen Partnerschaft, sich gegenseitig Zärtlichkeit zu geben ? Ist es verkopft oder verkorkst, das anzusprechen, dass ich da im Miteinander ein Defizit bezüglich meiner Bedürfnisse verspüre ? Der Witz daran ist Folgender. Es geht um "Geben". Um "Geben wollen" Das kann man weder erbitten noch herbeireden.

Ähnlich verhält es sich beim Thema Sexualität generell. Und es kommt natürlich ein verhängnisvoller Mechanismus hinzu und der ist wirklich nicht zu unterschätzen. Hat einer mehr Bedürfnisse als der Andere, dann wird jener zum Bedürftigen. (das ist nicht verkopft sondern hinlänglich bekannt) Derjenige mit weniger Bedürfnissen hat kein Problem, sein gegenüber jedoch durchaus. Somit wird der Bedürftige zum Schwächeren. Die "Machtverhältnisse" verschieben sich und das ehemalige Alphatier wird weniger begehrenswert.

Das ist einer von vielen möglichen Mechanismen in einer langen Partnerschaft. Wissenschaftlich erklärbar. Aber wisst Ihr was ? Mich interessiert das einen Scheiß ! Ich will von Machtverhältnissen und Spielchen nichts wissen, sondern eine Partnerschaft in Liebe und Vertrauen, inkl. Wollen und Begerehen, Spiele ohne Grenzen,  Gemainsamkeit auf Augenhöhe.

Du brauchst dich nicht kleiner machen als du bist. Ein Wunsch bleibt ein Wunsch. Punkt. Sie konnte diese in der Vergangenheit nicht erfüllen. Punkt. Auch in dieser Hinsicht unterliegst du deinen eigenen Gedanken, Bedürfnisse äußern oder mitteilen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern vielmehr das Gegenteil. Es gibt Frauen, die den Spieß umdrehen und ihrerseits Macht ausüben durch Liebesentzug oder Versagung der Sexualität. M.E. sind die Ursachen aber nicht vorrangig in der Sexualität zu finden, sondern in einem vormals bestehenden Ungleichgewicht auf der Beziehungsebene. 

Du bist ärgerlich und enttäuscht. Dich interessiert das einen Scheiß. Das wird deutlich, nur bringt dich diese Haltung nicht dorthin, wohin du willst. 

 

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6. September 2018 um 8:51

"Deine Frau interessiert sich nicht oder kaum für Sex mit dir. Enttäuschend für dich, verständlicherweise. Du versuchst das zu ändern, ohne Erfolg. So was passiert. "

Der Unterschied ist aber, dass man Kaffeekannen auch allein sammeln kann.

Ich gehe so ziemlich jede Wette, dass die Frau aber nicht zulassen würde, dass der TE sich das Begehren oder den Sex dann eben bei anderen Frauen holen darf.

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6. September 2018 um 9:02
In Antwort auf rancher25

Ich kann den TE gut verstehn,  kann "sein" Problem sehr gut verstehen. 
Auch wenn die meisten, wenn nicht alle, Kommentare hier in die gleiche Richtung gehen. ......dass der TE sich damit abfinden soll, dass er zu sehr intensiv den Sex thematisiert, dass er zu egoistisch ist, usw. ......Ich habe auch eine Frau mit der Einstellung wie die Frau des TE. Wir reden oft über das Thema und leider muss ich feststellen, dass sie sich rausredet, mir immer wieder antwortet,  dass sie ja Lust hat,  nur soooo oft Gründe vorhanden sind, die dazu führen,  dass es doch nicht zu zärtlichkeiten kommt.
Ehrlicher wäre es, wenn die Frauen sich dazu bekennen würden, dass sie diese Begehrlichkeiten nicht haben, anstatt dem Mann etwas vorzuspielen.

Auch wenn jetzt auf mich ein Sturm der Entrüstung einbricht. ......Irgendwann stellt man als Mann fest,  dass man in der Hinsicht nur "hingehalten " wird. .......meine Frau und ich sind das perfekte Team was die Organisation unseres Familienlebens angeht, dass sie mich liebt,  glaub ich auch bzw ich bin mir sicher dass es so ist, dennoch bin ich der Meinung dass es auchverdammt wichtig ist, dass das körperlich, zwischenmenschliche stimmt, und wenn hier die beiden Partner solch unterschiedliche Grundeinstellungen haben,  dann wird es schwierig. ......
noch eins,  dass mich mit dem TE verbindet. ........bin auch zu schwach zum Weitermachen und zu stark zum Beenden. ......Im Frühjahr war das anders, doch da packte meine Frau etwas aus, was mich wieder hoffen ließ. .....wie sich jetzt zeigt,  war das ein Strohfeuer. ......Wahrscheinlich um mich zu halten. ....

Nein, entrüstet bin ich nicht, im Gegenteil kommt mir Deine Schilderung sehr bekannt vor.
Das ist in vielen Langzeitbeziehungen so.

Und irgendwann gibt man dann nach dem 987. Korb auf, irgendwas in Richtung Erotik zu bewegen, weil man keine Lust auf den 988. Korb hat.

Auch, weil man irgendwann zu der ÜBERZEUGUNG gelangt, dass man nicht begehrt wird, obwohl anderweitige Lippenbekenntnisse gemacht werden.
Und weil man dann lieber auf den Sex mit dem Partner verzichtet, weil man Sex mit jemandem möchte, der ebenfalls will und nicht nur aus Gefälligkeit mitmacht.

Die Frage ist dann, ob man wirklich auf Dauer damit klarkommt oder ob man nicht doch irgendwann an dem Punkt ist, an dem man anderweitig schwach wird.

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6. September 2018 um 21:04

Hallo Leute.
ich finde das echt klasse, dass sich so viele Leute Gedanken über meinen Thread machen

Ich kann jetzt gar nicht komplett auf gestellte und sich stellende Frage eingehen. Daher erstmal noch ne Ergänzung und dann ein paar Zeilen, die vielleicht einige Fragen beantworten.

Eine solch lange Beziehung ist ein Kosmos für sich. Nimmt man noch 2 Individuen dazu ergibt sich ein Universum, welches man nicht mit ein paar Zeilen beschreiben kann. Klar soweit.

Eines finde ich genauso lustig wie nachvollziehbar. Dass nämlich, wenn ich vom Geben und vom Nehmen spreche, es für Außenstehende wie eine Verhandlung ausschaut und Erwartungen impliziert. Ich gebe für mein Leben gern. Einen Kuss, eine Umarmung, Bestätigung, Liebe, Zärtlichkeit, Nähe, Unterstützung und Halt. Und mich als Komplettpaket. Nicht, um etwas zu erreichen oder zu bekommen, sondern von ganzem Herzen. Weil es so ist und ich so bin. Ich finde es selbstverständlich, meiner Frau Blumen mitzubringen, ihr zu sagen, dass ich sie liebe und begehre, menschlich wie körperlich, mich zu interessieren wie es ihr geht und für sie da zu sein, ihr Freiräume zu geben und zu verschaffen und mich nach ihren Bedürfnissen zu erkundigen. 

Und ja, ich habe auch Bedürfnisse. Niemand kann von seinem Partner erwarten, dass er ihn glücklich macht und Erwartungen sind dazu da enttäuscht zu werden. Auch klar. Vor 3 oder 4 Jahren zog ich die Reißleine und wollte mich trennen, hatte mir schon eine Wohnung gesucht und meine Entscheidung verkündet. Der Grund ?  Ich war nur noch ein Möbelstück, der Ernährer, der Erlediger, der Macher. Redete ich von Zuneigung und dem Bedürfnis nach ihr, erhielt ich als persönliche Zuwendung in Form eines Lobs für gute Jobs, die ich reingeholt habe (Selbstständig). Ich habe es nicht mehr ertragen in einer WG zu leben, in der ich eine Funktion erfülle.

Es gab viele Gespräche und ich habe mich umstimmen lassen. Seitdem gab es sehr viele Gespräche (Wir hängen uns nicht am Sex auf. Ich auch nicht !) und wir haben eine neue Form der Offenheit und Nähe gefunden, überwunden, Themen zu verschweigen um Konflikte zu vermeiden. Es hat sich wirklich etwas verändert, wir haben uns verändert. Auch ich musste mich überprüfen, einiges einstecken und mich ändern. (Es gehören immer 2 dazu). Es ist ein Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist. Vor einiger Zeit stellte ich, als es sich anfühlte wie früher, die Masterfrage. "Bist Du mit mir zusammen weil Du mich liebst oder weil Du mich brauchst". Ich erhielt keine Antwort.

Egal. Ich will (noch) nicht aufgeben, denn sie bedeutet mir zu viel und es ist ja wirklich etwas in Bewegung gekommen. NOCH gebe ich die Hoffnung nicht auf. es fehlt aber nicht mehr viel.

Es gab einige Kommentare, die mir schmerzlich die realität vor Augen führen. das ist auch gut so. EIGENTLICH passt es nicht und hat es nie. Wir sind halt unterschiedlich. Wir sind anders. Dazu Folgendes und das ist mir sehr wichtig. Meine Frau ist ein ganz toller Mensch. Ich rede nicht von recht oder unrecht haben, nicht von Schuld oder Unschuld, nicht von richtig oder falsch. Ich werfe meiner Frau NICHTS vor ! ich kann ihr doch nicht vorwerfen dass sie ist wie sie ist. Das bin ich ja auch. Und ich mache ihr auch in Gesprächen keine Vorwürfe. Beileibe nicht. Ich kann nur von mir reden. Was ich denke und fühle.

Eigentlich tut meine Frau mir sogar richtig leid. Echt jetzt. Sie spürt meine Unzufriedenheit doch auch wenn ich nichts sage. Sie bemüht sich um mich, so wie sie es versteht. Sie kann und kennt es nicht anders. Leidenschaft, Erotik, sexuelle Bedürfnisse, spielerisches Ausprobieren, körperliche Intimität und Selbstverständlichkeit gehören halt einfach nicht zu ihrer Welt. rede ich davon, was ich schön finde, was sich schön anfühlt, dann ist das als wolle man einem Blinden eine Farbe erklären. Es sind verschiedene (seelische) Sprachen.

Ich lese hier Kommentare, die gerechtfertigt sind. Dass ich froh sein sollte zu haben was ich habe und es annehmen. Das würde ich anderen auch raten. Aber.....wenn einen diese Sehnsucht quält, nachall dem was ich eben nannte, man morgens mit diesen Gedanken aufwacht und abends damit schlafen geht, dann belastet das halt.  

Ich mache mit Sicherheit nicht alles richtig und bin auch nur ein Mensch, mit all seinen Fails. Ich würde mir so sehr wünschen, diese Bedürfnisse loszuwerden. Habe sogar schon mal gegoogelt, ob es Medis gibt, welche die Libido killen, damit ich Ruhe finde.

Es gibt kein Rezept für meine Situation. Trennung oder abfinden. Pest oder Cholera.

Eines noch: Den Troll hier finde ich richtig klasse. Es MUSS solche Menschen geben. Die machen das Leben bunt und ich lache für mein Leben gern



 

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6. September 2018 um 21:32

Hi. Ich sehe, wo Du den Widerspruch siehst. Das kläre ich gern auf. Irgendjemand sagte übrigens (War das Lunaviolett?) dass meine Massagen und Zärtlichkeiten vielleicht gar nicht "angekommen" sind. Unterschiedliches Empfinden... interessanter gedanke.

Ich schweife ab ! Zu Deiner Frage:

Ja es hat sich etwas verändert und sie geht mehr auf mich ein, was ich aber als unterschiedliche Wahrnehmung (wegen unterschiedlichem Verständnis) empfinde. Darf ich Klartext reden ??? OK. Sind ja alle volljährig hier (bis auf den Troll).

Ab und zu, häufiger als früher, holt meine Frau mir einen runter, geht auf mich zu und befriedigt mich. Körperlich. Es ist aus Ihrer Perspektive liebevolle Zuwendung und Sex, aus meiner Perspektive.... ich mag das gar nicht sagen. Seit einiger Zeit .... vermeide ich das sogar. (Jetzt werde ich hier wahrscheinlich gesteingt.....) Es fühlt sich erniedrigend an. Krass gesagt wie eine Entsaftung um des Friedens Willen.
Ich merke, dass sie sich bemüht. Sie versteht es halt so. Rede ich davon, dass mir Zärtlichkeit und körperliche Nähe fehlen, dann versteht sie es so, dass es um die "Produktion" eines Höhepunktes geht. Ich werfe ihr nichts vor. Um Himmels Willen. Ich sehe nur, dass wir diesbezüglich andere Sprachen sprechen.


 

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6. September 2018 um 22:58

 Danke

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8. September 2018 um 8:49

Keine Ahnung. Ich hab nix gesehen.
Wie schade 

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11. September 2018 um 7:51

Ja stimmt. War keine böse Absicht. Ich wusste nicht, wohin mit dem Thema.

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11. September 2018 um 7:53

Ach Luna.
Du hast ja recht. Ich habe das mehrfach (über die Jahre) artikuliert und es hat sich in dieser Richtung auch etwas getan. Ein kleines bisschen. Wir sind uns diesbezüglich näher gekommen.

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11. September 2018 um 8:10

Ich war nicht ihr erster. Sie hatte vor mir, in jungen Jahren, 2 oder 3 Beziehungen. das war eher 08/15, wie ich das verstanden habe. Als wir zusammen kamen war sie 22 und grad zu Hause ausgezogen. Ich war 3 Jahre älter und hatte, mit 17 zu Hause raus, bereits ein bewegtes Leben hinter mir.

Es ist so wahnsinnig schwierig zu beschreiben. ich versuche es mal anders. Wenn ich hier so einige Threads lese, dann geht mir ne Lampe auf. Z.B. der Thread "Wohin habt ihr zuletzt ejakuliert (oder so ähnlich) oder "Welche Stellung mögt ihr" (oder so...). Dann lese ich in den Beiträgen immer von "Wir mögen....." , "Wir genießen...", "Uns gefällt...". Da ist immer die Rede von "Wir" und "Uns". Dieses "Wir" und "Uns" haben wir nicht, wei sie keine eigenen Bedürfnisse hat. Es ist nicht so, dass der Höhepunkt mir nichts bedeutet, doch er ist das Finale oder sollte es sein. Ich will mich nicht an einem Körper befriedigen, an Haut, 2 Brüsten und einer Vagina, sondern gemeinsam "erleben" und nicht irgendwas machen um einen Höhepunkt um des Höhepunktes Willen zu erreichen. (Das heißt natürich nicht, dass ein animalischer Quickie nichts für mich wäre .

Ich möchte ihre Bedürfnisse befriedigen, (die leider nicht vorhanden zu sein scheinen) und selber auch begehrt werden. Es nagt für mich als Mann durchaus auch am Ego, nicht begehrt zu werden. Ich fühle mich nicht begehrenswert, weil da auch keine "Lust auf mich" vorhanden ist. (Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin noch gut im Saft und bekomme diverse Avancen)

Wir leben bezüglich unserer Libido und unserer Erlebniswelt in unterschiedlichen Galaxien. Alle meine Versuche, etwas auszuprobieren, scheitern an Desinteresse. Spielzeug jeglicher Art ist ein NoGo, Kamasutra, Lingham und Tantra zu exotisch (oder zu intim?). Bitte versteht es nicht so, als würde ich sie dauernd mit sowas vollballern oder bedrängen. Ich rede von gelegentlichen Inspirationen und Vortasten über Jahre hinweg.....

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11. September 2018 um 8:58

Venus und Mars in Extremform, ja. Deine Erfahrungen kann ich bestens nachvollziehen.

Wenn ich hier die Reaktionen der Frauen sehe, so wird mir immer klarer: manche Frauen haben einfach Interesse an Sex - und andere nicht. Natürlich kann und muss man sich immer ein bisschen an den Wünschen des Partners anpassen, aber wenn eben kein Grundbedürfnis vorhanden ist wird es einfach schwierig.

Insofern ist es schon sehr positiv, dass deine Frau sich wenigstens bemüht. Das hierdurch Deine Wünsche nicht wirklich erfüllt werden können ist genauso plausibel.

Ich glaube nicht, dass irgendein ein Eheberater oder Arzt etwas ausrichten kann und wird. Das sind wahrscheinlich Veranlagungen, Erfahrungen in der Kindheit oder wo auch immer diese unterschiedlichen Vorstellungen von Sexualität herkommen. Genauso wie Homosexualität und viele andere Wege der Sexualität. Das ist von Deiner Frau nicht böse gemeint, sie kann es einfach nicht. 

Wie ist das zu lösen? Ich sehe das als schwierig an, letztendlich musst du zum einen werten, wie wichtig dir das Gesamtpaket Deiner Beziehung ist. Ansonsten bleibt dir kaum anderes übrig, als entweder zu verzichten bzw mit dem beschränkten "Angebot" zu leben, oder mit oder ohne Wissen deiner Frau deine Bedürfnisse an anderer Stelle zu erfüllen.

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12. September 2018 um 1:37

Huhu,

habe gerade 20 Minuten getippt und leider ist alles weg

Daherr in Kurzform:

Lieber TE, aus meiner Sicht, da ich fast das Gleiche durchgemacht habe und dich 100% verstehe,  wird es so nichts:

Sie will nicht mehr und du willst es aber.
Sie hat andere Bedürfnisse.

So sind wir Menschen.

Ich habe meine Frau alles geschildert. Ähnlich wie du.

Ich habe nun jemanden gefunden, der alle meine Berdürfnisse "erfüllt"
Meine Frau will ncihts wissen, ist aber einverstanden:

Unsere Beziehung ist besser denn je....

Dir alles Gute

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