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Verliere ich meinen Freund irgendwann an einen Mann?

1. Dezember 2007 um 0:39

Hallo,
ich habe seit ein paar Monaten einen Freund und er sagt, dass er mich über alles liebt, dass er noch nie jemanden so geliebt hat wie mich, ist eifersüchtig, weil er weiß, dass ich vor unserer Beziehung was mit Anderen hatte. Er mag es nicht, wenn ich Fotos ins Internet stelle, die geringfügig freizügig sind. Er schenkt mir Kleinigkeiten, fährt für mich durch halb Deutschland.
... und heute hat er mir erzählt, dass er auch Männer manchmal interessant findet. Dabei blieb es nicht, da fände ich auch okay, denn ich habe auch bereits Frauen geküsst etc... Aber dann erzählte er mir, dass für ihn Männer und Frauen gleich sind, also gefühlstechnisch und auch was die sexuelle Anziehungskraft betrifft. Dass er auch mit schwulen Männer geschrieben hat, bevor wir uns kennenlernten und dass er sich aber nie getraut habe, da mehr zu machen. Aber auch, dass er schon mal mehr für einen Mann empfand. Solang es sich nur darum drehen würde, dass er auch Männer einfach erregend etc... finden würde, wäre alles okay, aber so habe ich die unheimlich große Angst ihn irgendwann an einen Mann zu verlieren, weil ich ihm nicht alles bieten kann, was er will und braucht. Er meinte, dass ich ihm reiche. Dass er sexuell mit allem zufrieden und glücklich ist, was wir haben und dass er so etwas wie mit mir noch nie im Bett erlebt hat. Dass er niemals was mit einem Mann haben würde, weil er mich nicht verletzten will und das für ihn das Gleiche wäre, als würde er mich mit einer Frau betrügen. Dass er aber, wenn er mich nicht kennengelernt hätte wohl vieles ausprobiert hätte. Und da frage ich mich, ob er nicht vielleicht einfach nur eine Seite von ihm unterdrückt und ihn das irgendwann fertig machen wird, weil diese Neugier einfach in ihm steckt. Er hat mir gesagt, dass das nicht so sei. Er weiß, dass er diese Seite hat, dass sie existiert, aber das ist ihm egal, weil er in mir alles hat, was er braucht und will. Ich sei sein Glück. Er will mich später heiraten und Kinder mit mir, sein Leben mit mir verbringen und mit mir alt werden, mit mir in Urlaub fahren etc... Ich habe aber so große Angst, dass er irgendwann entdeckt, dass er doch schwul ist und sich das selber nur nie eingestehen wollte. Ich kenne zwei Männer, die mit Frauen in einer Ehe oder eheähnlichen Gemeinschaft zusammenlebten und dann feststellten, dass sie schwul sind. Er sagt, er hat mir das nur erzählt, weil ich ihm so viel bedeute, weil er mich so sehr liebt. Aber ich habe Angst, dass er das getan hat, weil ich für ihn vielleicht so etwas bin wie eine beste Freundin und nicht wie seine Freundin. Er meint ich sei beides für ihn (und er ist auch für mich beides: mein Freund wie auch mein bester Freund). Auch ich finde Frauen anziehend und erotisch und habe mir sicherlich schonmal etwas mit einer vorgestellt, aber ich würde mich selbst nie als bi bezeichnen so wie er es tut. Weil ich nicht denke jemals Gefühle für eine Frau haben zu können und er hatte bereits welche für einen Mann. Ich habe ihn gefragt, ob er zum jetzigen Zeitpunkt nur ein gewissen Interesse an Männern hat oder wirklich das Interesse hat, etwas mit ihnen zu tun und er meinte er fände sie nur interessant. Aber ich hab so ungalublich dolle Angst.
Werde ich ihn irgendwann verlieren?

1. Dezember 2007 um 1:00

Ergänzung
Ach ja und als ich auf seine Liebeserklärungen nicht mit einem "Ich dich auch" reagierte wie sonst, sondern mit einem "Ich liebe dich", was meine Angst ausdrücken sollte, dass er mich nicht liebt, sondern mich vielleicht nur als Alibi benutzt, da meinte er, zwar nicht mit vollem Ernst, doch aber eindringlich, dass er sich dann umbringen wolle. Dass das Leben für ihn ohne mich keinen Sinn habe. Dass er mich braucht und dass er ohne mich nicht kann.
Er ist auch eifersüchtig auf andere Männer, die mich anmachen und auch auf die zwei Frauen, die ich geküsst habe. Ich sei alles für ihn. Ich bin die Einzige, der er bisher davon erzählt hat. Das weiß niemand. Das spricht für mich eher für die Beste-Freundinnen-Theorie.
Wenn ich anfing mir alles ein wenig zu erklären versuchen, da meinte er, ich rede mir alles nur schön. Ich habe nämlich gesagt, dass er doch nicht sagen könnte, dass er bi ist, wenn er es nie ausprobiert hat, dass erdann diese Gefühle und Anziehung und erregung haben könne, aber bis er es ausprobiert hat niemals davon sprechen könnte bi zu sein, denn vielleicht würde er feststellen, dass ihm das doch nicht so gefalle, er hätte aber seine Neugier befriedigt. Aber er meinte, dass das alles nicht so sei. Dass er das alles ja nicht erst seit Kurzem so denke, sondern schon lange Zeit... seit er noch recht jung war (Mal als Anmerkung; wir sind 19 bzw 20)... und dass das ein zeichen dafür sei, dass er doch definitiv bi sei. Dass er stolz darauf ist und dass ihn das einzigartig mache... Aber dass er mich niemals verletzten wolle und so jemanden wie mich noch nie kennengelernt hat...
Ich habe so große Angst... er hat sich in dem oben genannten Moment nicht von mir akzeptiert gefühlt, aber ein wenig Verständnis könnte er doch auch für mich aufbringen. Stattdessen fragt er nur, ob ich wirklich so wenig Selbstbewusstsein hätte in dieser Hinsicht, dass ich Angst habe ihn an jemanden anderen zu verlieren.
Mache ich mir umsonst Gedanken und er hat eigentlich Recht?

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