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Verhütung und wie sie die Beziehung belastet.

8. Oktober 2009 um 17:39

Hallo!

Eines gleich vorweg, ja, ich bin ein Mann der hier in die Diskussion um Pillenverträglichkeit, Kondome und andere Verhütungsmethoden passt. Und ich hoffe auf ein paar gute Antworten damit ich vielleicht etwas besser verstehe, worin mein Fehler liegt.

Ich bin verheiratet seit etwa einem Monat.
Meine Frau lebt in Russland und nimmt die Pille, eine Pille namens Yarina. Die Nebenwirkungen eben dieser Pille sind jedoch frappierend. Von Schmerzen im Unterleib, Brust etc treten vorallem Gemütschwankungen auf.
Leider gibt es in Russland scheinbar keine Alternative und auch keine hilfreiche Beratung.
Da ich nun noch hier in D sitze, dache ich mir, ich gehe eben für sie zu einem Frauenarzt hier und finde heraus, welche Alternativen ich ihr vielleicht mitbringen könnte.

Jetzt ist es aber (natürlich) meine Schuld, dass meine Frau die Pille nehmen muss. Bzw. für die Nebenwirkungen macht sie mich verwantwortlich.
Sie stellte eine Gleichung auf: Sex mit mit bedeutet die Pille - Die Pille bedeutet Schmerz - Schmerz verbindet sich mit mir - Ich bin der Böse.

Wir benutzen seit jeher Kondome, seit einem geplatzten Kondom, was natürlich auch meine Schuld war, nimmt sie eben die Pille.

Auf meine Nachfrage, warum sie sich denn so feindlich verhält (und ich meine WIRKLICH feindlich) erklärt sie mir, ich wolle sie ja nur mit einer anderen Pille "füttern" anstatt auch zu schauen, was es für Alternativen für mich gibt. Anstatt alles auf sie zu schieben.

Okay! ich versuche ja alles zu verstehen und bin gerne bereit meine Position zu übderdenken, ob ich vielleicht einen Fehler mache.
Nur... Wir haben vor einiger Zeit im Internet geguckt, was es für den Mann gibt. Ausser Sterilisation und einigen Tests mit einer Pille für den Mann, die jedoch nie Marktreife erreicht haben, gibt es dort jedoch nichts.

Ich habe keine Intention sie dazu zu zwingen die Pille zu nehmen. Das habe ich ihr auch gesagt. Ich will nicht, dass sie unter der Einnahme zu leiden hat, darum will ich nach Alternativen fragen.
Ich bin mir im klaren darüber, dass Verhütung beide Partner gleichermaßen betrifft aber es letztlich sie ist, die schwanger werden könnte. Gerecht finde ich die Verhütungssituation auch nicht.
Und nein, ich mag keine Kondome. Habe ich ihr gesagt, sie stimmte mir zu^^ Natürlich benutze ich sie jedoch, ohne irgendein Risiko eingehen zu wollen.

Was ist jedoch hier mein Fehler? Bin ich irgendwie egoistisch und merke es nicht?

8. Oktober 2009 um 18:18

Soweit so gut..
Also ich danke Euch schon einmal für die Mühe.

Was das Kondom angeht, dazu möchte ich etwas sagen^^ Das Kondom an sich war ok, aber die Beanspruchung war zu stark. Es war eine andere Marke als wir sonst benutzten. Sonst hatten wir mit dem Kondom nie ein Problem, ausser dem fehlenden Kontakt. Die Entscheidung die Pille zu versuchen, trafen wir damals beide, da sie nicht noch einmal die Pille danach nehmen möchte und auch den Thrill mit dem Schwangerschaftstest nicht wirklich braucht.

Die symptothermale Methode klingt interessant, wenn auch etwas kompliziert. Und den Zervixschleim zu beobachten, klingt abenteuerlich!
Ich selber bin für alles offen, wenn es aber natürlich darum geht was sie mit ihrem Körper machen will, dann muss es da einen Konsens geben.

Internet hat sie, nutzt es meistens um mir von den zahlreichen Nebenwirkungen von Yarina zu erzählen. Wenn ich dann von Alternativen anfange, endet es wie bereits erwähnt.
Morgen habe ich denTermin beim Frauenarzt, dessen Praxismitarbeiterinnen schon am Telefon verzweifelten (Wir können sie gar nicht abrechen bei der Krankenkasse... sie.. sie sind ein Mann!) Ich hoffe ich bekomme hilfreiche Antworten.. vorallem aber hoffe ich, sie wird die Vorschläge auch überdenken. Denn ihre Argumentation, wenn die Pille sie belastet, macht es mehr Sinn mich loszuwerden, als die Pille, haben sich sehr ein mein Gedächtnis eingebrannt...

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8. Oktober 2009 um 18:21
In Antwort auf dieminderheit

Soweit so gut..
Also ich danke Euch schon einmal für die Mühe.

Was das Kondom angeht, dazu möchte ich etwas sagen^^ Das Kondom an sich war ok, aber die Beanspruchung war zu stark. Es war eine andere Marke als wir sonst benutzten. Sonst hatten wir mit dem Kondom nie ein Problem, ausser dem fehlenden Kontakt. Die Entscheidung die Pille zu versuchen, trafen wir damals beide, da sie nicht noch einmal die Pille danach nehmen möchte und auch den Thrill mit dem Schwangerschaftstest nicht wirklich braucht.

Die symptothermale Methode klingt interessant, wenn auch etwas kompliziert. Und den Zervixschleim zu beobachten, klingt abenteuerlich!
Ich selber bin für alles offen, wenn es aber natürlich darum geht was sie mit ihrem Körper machen will, dann muss es da einen Konsens geben.

Internet hat sie, nutzt es meistens um mir von den zahlreichen Nebenwirkungen von Yarina zu erzählen. Wenn ich dann von Alternativen anfange, endet es wie bereits erwähnt.
Morgen habe ich denTermin beim Frauenarzt, dessen Praxismitarbeiterinnen schon am Telefon verzweifelten (Wir können sie gar nicht abrechen bei der Krankenkasse... sie.. sie sind ein Mann!) Ich hoffe ich bekomme hilfreiche Antworten.. vorallem aber hoffe ich, sie wird die Vorschläge auch überdenken. Denn ihre Argumentation, wenn die Pille sie belastet, macht es mehr Sinn mich loszuwerden, als die Pille, haben sich sehr ein mein Gedächtnis eingebrannt...

Keinen Edit button hier?!
*abrechnen bei der Kk

* in mein Gedächtnis..

hasse Tippfehler^^

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9. Oktober 2009 um 15:00

Der Arztbesuch
Heute war ich also beim Frauenarzt, der, oh Wunder, mir zu einem anderen Gelbkörperhormon geraten hat. Levonogestrel, mit der Information, mit diesem bewährten Hormon würde es nicht zu solchen typischen Nebenwirkungen kommen.
Was ist davon zu halten?

Mir fiel gerade noch ein nach einer Spirale zu fragen, diese, so der Arzt, ist jedoch bei Frauen die noch kein Kind geboren haben nicht zu empfehlen, zu klein, könnte Schmerzen verursachen etc.

Nach der natürlichen Verhütungsmethode habe ich leider nicht gefragt, fiel mir in dem Moment nicht ein.

Jedenfalls sagte er, es sei empfehlenswert auf eine Pille mit Levonogestrel umzusteigen, am besten so schnell wie möglich.

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9. Oktober 2009 um 17:49

Update Teil II (Unübersichtliche Forumstruktur!)
Heute war ich also beim Frauenarzt, der, oh Wunder, mir zu einem anderen Gelbkörperhormon geraten hat. Levonogestrel, mit der Information, mit diesem bewährten Hormon würde es nicht zu solchen typischen Nebenwirkungen kommen.
Was ist davon zu halten?

Mir fiel gerade noch ein nach einer Spirale zu fragen, diese, so der Arzt, ist jedoch bei Frauen die noch kein Kind geboren haben nicht zu empfehlen, zu klein, könnte Schmerzen verursachen etc.

Nach der natürlichen Verhütungsmethode habe ich leider nicht gefragt, fiel mir in dem Moment nicht ein.

Jedenfalls sagte er, es sei empfehlenswert auf eine Pille mit Levonogestrel umzusteigen, am besten so schnell wie möglich.

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9. Oktober 2009 um 18:15

^^
Sie kommt mit Argumenationen die mir nicht wirlich schlüssig sind. Das sie nicht begreift warum sie sich gegen Sperma schützen soll, das gar nicht zu ihr gehört und unter dem sie quasi zu leiden hat.
Aber letztlich ist klar, mit diesen Nebenwirkungen geht es so nicht weiter.

Natürlich gebe ich eure Vorschläge gerne an sie weiter. Die Frage nach der Verfügbarkeit ist in Russland aber immer eine Frage. Nicht zu sagen das Russland alles so rückständig wäre. Das nicht, aber woher man dort Gynefix und Goldlily bekommen könnte, weiß ich nicht. Und die ärztliche Beratung, wie gesagt, muss man sehen, aber bisher kam da keine Hilfe.
"Benutzt Kondome" war die Aussage von ihrer Gynäkologin. Genau diese Verfahrensweise hat doch aber und kann jederzeit wieder dazu führen, dass sie eine "Pille danach" nehmen muss, die um ein vielfaches höher konzentiert ist, als die "normale" Pille. Also einen "Rat" von einer "Ärztin" ist wirklich unverantwortlich.

Wie gesagt, ich gebe gerne alles weiter und bespreche alles. Würde auch selber eine Pille nehmen oder Injektionen, wenn es so etwas gäbe.

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9. Oktober 2009 um 18:31

Sowieso
Wir benutzen sowieso immer ein Kondom. So eine Hormonbombe kann ich ihr nicht nochmal zumuten.
Vielleicht kommt sie bald nach Deutschland, ja, wenn wir es solange aushalten...

Enthaltsamkeit, da widerstrebt in mir jedoch einiges, geht ihr auch so, gerade wenn man sich einen Monat nicht gesehen hat.

Mittlerweile gewinne ich mehr und mehr den Eindruck, dass die Pille alles andere als erfolgreich ist. Bisher hatte ich immer nur von Frauen gehört die mit der Pille keine Probleme haben.
Mag ja auch sein, ist aber wohl eher die Ausnahme.
Dennoch wird weiterhin an dem Hormonhaushalt der Frauen "herumgedoktort" mit schwerwiegenden Konsequenzen für Gesundheit und Beziehung. (Scheiss Kapitalismus?!)
Finde ich sehr schlimm und ich bin froh mich hier zu informieren, hat meine Meinung schon sehr verändert jetzt.

PS: Diese Forumstruktur ist furchtbar hier und mal abgesehen davon, dass die Hälfte vom Beitrag mal eben verschwindet, hakt das ganze fürchterlich! (Forenbetreiber erhöre mich!)

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