Forum / Sex & Verhütung

Vergewaltigung oder nicht?

11. Januar um 10:12 Letzte Antwort: 15:10

Hallo! Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke

Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. 

Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. 

Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut.

Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. 

An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine. 
 

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11. Januar um 13:01

Schwierige Frage. Es ist auf jeden Fall sehr hart an der Grenze zur Vergewaltigung, weil du es ja nicht wolltest. Die Frage ist natürlich, inwiefern das für ihn zu erkennen war. Und dann schreibst du ja auch, dass ein kleiner Teil es von dir wollte. Von daher ist es wohl eher keine Vergewaltigung. Hättest du "nein" gesagt, wäre es anders gewesen. Vermutlich genügt es auch, wenn für ihn erkennbar war, dass du es nicht möchtest. Aber da fragt sich, ob es für ihn erkennbar war oder nicht. Am Ende steht Aussage gegen Aussage. Echt schwierig. Da ihr mehrmals Sex hattet und du laut eigener Aussage nie nein gesagt hast, spricht das eher gegen eine Vergewaltigung.

Ich würde es dabei belassen. Aber das musst du selber entscheiden

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11. Januar um 14:01

Für mich ist das schon kein einvernehmlicher Sex und damit schon eine Vergewaltigung. Allerdings scheint er ein Blender zu sein, das heißt, selbst wenn du ihn meldest

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11. Januar um 14:06
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Für mich ist das schon kein einvernehmlicher Sex und damit schon eine Vergewaltigung. Allerdings scheint er ein Blender zu sein, das heißt, selbst wenn du ihn meldest

Wird er es wahrscheinlich so drehen, dass du am Ende die Schuld hast. Das muss man aushalten kkönnen.Auf jeden Fall solltest du dich von dieser toxischen Clique fernhalten (elitärer Club... Ich bitte dich... Da schart ein verwöhnter, verzogener Bube Bewunderer um sich und sobald jemand nicht spurt wie erwartet, wird er entweder verstoßen, psychisch unter Druck gesetzt,oder gewaltsam gefügig gemacht - so ein ähnlicher Typ geht grad durch die Weltpresse), ihm nicht weiter hinterherlaufen und dir auch professionelle Hilfe holen.
Ich frag mich auch, was für eine Anerkennun du meinst. Du glaubst doch kaum, dass ihm der Sex irgendwas beeeutet hat? Das war eine reine Machtdemonstration und du wars weder die erste noch die einzige.  Ich würd mich auch entsprechend testen lassen.

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11. Januar um 14:10
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Hallo! Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke

Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. 

Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. 

Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut.

Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. 

An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine. 
 

Trenne dich von ihm, vermeide jeden weiteren Kontakt. Eine Anzeige wird dir nichts bringen, da du keine Beweise hast.

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11. Januar um 15:03

Er hat dich gezeigt das er Machtbesessenes A Loch ist. 
Und das gegen deinen Willen - Somit Vergewaltigung 
Leider eher schlecht oder überhaupt nicht zu Beweisen.  

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11. Januar um 15:37

Nötigendes Verhalten seinerseits, mit einiger Gewaltanwendung. In den meisten Gerichten würdest du mit einer Anklage wg. Vergewaltigung durchkommen.
Absolut nicht in Ordnung, was er gemacht hat.

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11. Januar um 15:59

Also der Mann ist ein Arsch und ich würde Ihn als gefährlich Bezeichnen.

Zweifellos ein Verführer(das ihm leute einfach so folgen) und Manipulator. Der Punkt, dass er Leute schlecht behandelt undSie so durch Anziehung und Entfernung bindet ist da ja klassisch, aber funktioniert meist halt auch bei bestimmten Charakteren. Wenn man selbst unsicher ist, dann erscheint es toll von jemand approved zu werden der "objektiv gut und toll ist"; weil es das eigene Selbst (was man als eher schlecht empfindet ) aufwertet.

Er hat dich defintiv emotional missbraucht, manipuliert und mit dir gespielt und dich für sein eBedürfnisse missbraucht. Damit meine ich eher nicht seine sexuellen sondern seine Machtbedürfnisse.


Als wichtigstes und erstes empfehle ich dir zur Polizei zu gehen. Egal wie, ob es klappt oder nicht mit Anzeige Verurteilung oder nicht. versuche es, tue es für die Frauen nach dir und damit der Arsch merkt das er nicht machen kann was er will.

 Alles was jetzt folgt hat nicht damit zu tun ob es moralisch (was ich in jedem Fall denke) eine Vergewaltigung war, aber eben im jurisitischen Sinne. In jedem fall würde dir sehr tiefgehende Diskussionen(über die Nacht und Situation) bevorstehen:

Ja er ist ein Manipulator, ja er hat dich unter Druck gesetzt. Aber dieses unter Druck setzen lief über einen längeren Zeitraum und du hattest jederzeit die Chance dich zu entfernen (du warst ja bereits halb von der Gruppe weg). Es bestand also keine grundsätzliche Gefährdungssituation, der von dir beschriebene emotionale Druck ist natürlich da, aber er entspricht nunmal keiner ausgeführten gefährung.
Im wesentlichen wird es auf die konkrete nacht ankommen und dort wahrscheinlich auf details. Klar wäre alles einfacher wenn du Nein gesagt hättest, aber auch so Faktoren, das du dich nicht bewegt hast und er dich ausgezogen hat sind da sehr wichtig. (Weil damit die einvernehmlichkeit ja nicht klar vorliegt). Es steht da Aussage gegen Aussage und wird/ würde auf diskussionen hinauslaufen darum was genau du und er getan hat. Das kann sehr unangenehm werden.

Tu es trotzdem alleine schon für dich. Als Statement das er ein Arsch ist und dich vergewaltigt hat, für dich. Damit du dich nicht fragst was es war und ob du alles getan hast.

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11. Januar um 16:03

Natürlich ist das nicht in Ordnung, wie er es gemacht hat. Aber ich fürchte kein Gericht wird ihn dafür schuldig sprechen. Vor allem weil du danach auch noch ein paar mal mit ihm intim warst. Es gibt eben nicht nur schwarz und weiß. Das tut mir leid für dich

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11. Januar um 18:26
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Also der Mann ist ein Arsch und ich würde Ihn als gefährlich Bezeichnen.

Zweifellos ein Verführer(das ihm leute einfach so folgen) und Manipulator. Der Punkt, dass er Leute schlecht behandelt undSie so durch Anziehung und Entfernung bindet ist da ja klassisch, aber funktioniert meist halt auch bei bestimmten Charakteren. Wenn man selbst unsicher ist, dann erscheint es toll von jemand approved zu werden der "objektiv gut und toll ist"; weil es das eigene Selbst (was man als eher schlecht empfindet ) aufwertet.

Er hat dich defintiv emotional missbraucht, manipuliert und mit dir gespielt und dich für sein eBedürfnisse missbraucht. Damit meine ich eher nicht seine sexuellen sondern seine Machtbedürfnisse.


Als wichtigstes und erstes empfehle ich dir zur Polizei zu gehen. Egal wie, ob es klappt oder nicht mit Anzeige Verurteilung oder nicht. versuche es, tue es für die Frauen nach dir und damit der Arsch merkt das er nicht machen kann was er will.

 Alles was jetzt folgt hat nicht damit zu tun ob es moralisch (was ich in jedem Fall denke) eine Vergewaltigung war, aber eben im jurisitischen Sinne. In jedem fall würde dir sehr tiefgehende Diskussionen(über die Nacht und Situation) bevorstehen:

Ja er ist ein Manipulator, ja er hat dich unter Druck gesetzt. Aber dieses unter Druck setzen lief über einen längeren Zeitraum und du hattest jederzeit die Chance dich zu entfernen (du warst ja bereits halb von der Gruppe weg). Es bestand also keine grundsätzliche Gefährdungssituation, der von dir beschriebene emotionale Druck ist natürlich da, aber er entspricht nunmal keiner ausgeführten gefährung.
Im wesentlichen wird es auf die konkrete nacht ankommen und dort wahrscheinlich auf details. Klar wäre alles einfacher wenn du Nein gesagt hättest, aber auch so Faktoren, das du dich nicht bewegt hast und er dich ausgezogen hat sind da sehr wichtig. (Weil damit die einvernehmlichkeit ja nicht klar vorliegt). Es steht da Aussage gegen Aussage und wird/ würde auf diskussionen hinauslaufen darum was genau du und er getan hat. Das kann sehr unangenehm werden.

Tu es trotzdem alleine schon für dich. Als Statement das er ein Arsch ist und dich vergewaltigt hat, für dich. Damit du dich nicht fragst was es war und ob du alles getan hast.

Danke für die ausführliche Nachricht. Ich möchte ungern zur Polizei, weil ich von einigen Freundinnen und Bekannten mitbekommen habe, wie da mit einem umgegangen wird. Vor allem in diesen Grauzonen. Eigentlich will ich damit auch nicht zur Unileitung, aber die Freunde die davon wissen, haben alle einstimmig dafür plädiert dass ich es tue. Ich denk nicht, dass ich mir einen Gefallen tun würde, wenn das publik wird, ich mich rechtfertigen muss und Leuten ausgesetzt bin, sind deren Rechtsempfinden im 17. Jahrhundert angesiedelt ist ("sich erst vögeln lassen und dann Vergwaltigunh schreien" wie auch einige nette Forumsmitglieder in privaten Nachrichten geschrieben haben). Andererseits tue ich mir auch schwer damit, dass er seit Jahr und Tag so durchs Leben geht, Leute zerstört und immer davonkommt. 

Dass ich zu ihm aufschaue stimmt. Ihn bewundere vielleicht auch. Genie und Wahnsinn liegen aber leider sehr nah beieinander. Trotzdem ist er kein durchweg schlechter Mensch, zB liebt er Tiere über alles. Kann man sich gar nicht vorstellen wenn man sieht wie er mit Menschen umgeht 😅

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11. Januar um 18:30
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Wird er es wahrscheinlich so drehen, dass du am Ende die Schuld hast. Das muss man aushalten kkönnen.Auf jeden Fall solltest du dich von dieser toxischen Clique fernhalten (elitärer Club... Ich bitte dich... Da schart ein verwöhnter, verzogener Bube Bewunderer um sich und sobald jemand nicht spurt wie erwartet, wird er entweder verstoßen, psychisch unter Druck gesetzt,oder gewaltsam gefügig gemacht - so ein ähnlicher Typ geht grad durch die Weltpresse), ihm nicht weiter hinterherlaufen und dir auch professionelle Hilfe holen.
Ich frag mich auch, was für eine Anerkennun du meinst. Du glaubst doch kaum, dass ihm der Sex irgendwas beeeutet hat? Das war eine reine Machtdemonstration und du wars weder die erste noch die einzige.  Ich würd mich auch entsprechend testen lassen.

Sowohl Anerkennung als auch elitär hatte ich aus genau diesem Grund in Anführungszeichen gesetzt. Elitär insofern, dass er die Leute aussucht, nicht die Leute ihn, nicht im Sinne von einer geistigen Elite. Natürlich habe ich keine echte Anerkennung bekommen, Respekt schon gleich gar nicht. Aber ich erinner mich, wie mir in diesem Moment lieber war, dass er mir weh tut als dass er mich weiter ignoriert. Schon verrückt. Würde mir das eine Freundin erzählen, würde ich sie an der Hand zum nächsten Psychologen schleppen und gleichzeitig denken, dass mir sowas ja nie passieren könnte, ich würde mich ja nie so manipulieren lassen. Aber offensichtlich reicht es, an den Falschen zu geraten.

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11. Januar um 19:52

Hallo
Ich habe mir das alles durchgelesen und wie einen Film in meine  Kopf abspielen lassen.
Wenn ich das beurteilen dürfte:
Ich denke der Mann ist ein Narzist oder hat sehr viele narzistische Züge.

Er weiß wie er sich beliebt machen kann, ist klug und erfolgreich.
Er ist außerdem lustig und charmant, alles gute Eigenschaften Menschen um den Finger zu wickeln.

Da ich leider so eine ähnliche Erfahrung mit so einem ähnlichen Typen machen musste und dafür auch sehr lange in psychologischer Behandlubg war, kann ich nur eins sagen: VERGEWALTIGUNG.

Ganz klar, rede dir bitte nicht ein ob du daran Schuld sein könntest, glaub mich dass habe ich sehr lange gemacht und das hat mich viel Zeit und Freude gekostet.

Solche Menschen kannst du mit Seelensaugern vergleichen: Sie ernähren sich von deinem Leid, sie wollen ihr Ego aufputschen, sie genieße das.

An deiner Stelle würde ich mich sofort in psychologische Betreuung begeben und erzählen.
Ein Psychologe kann durchaus sehr nützlich sein wenn du eine Anzeige erstatten willst (das solltest du unbedingt auch anderen Frauen zuliebe)

Ich weiß ganz genau dass das sehr schwer ist und dass du eigentlich große Angst vor ihm hast.

Scheiß auf die Clique ganz ehrlich die wird dich nicht retten, ich würde ihn anzeigen, du kannst danach wegziehen.

Wichtig ist jetzt mutig zu sein, gib dein bestes kämpfe für dich!

Ich wünsche dir das Beste!

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11. Januar um 20:04
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Sowohl Anerkennung als auch elitär hatte ich aus genau diesem Grund in Anführungszeichen gesetzt. Elitär insofern, dass er die Leute aussucht, nicht die Leute ihn, nicht im Sinne von einer geistigen Elite. Natürlich habe ich keine echte Anerkennung bekommen, Respekt schon gleich gar nicht. Aber ich erinner mich, wie mir in diesem Moment lieber war, dass er mir weh tut als dass er mich weiter ignoriert. Schon verrückt. Würde mir das eine Freundin erzählen, würde ich sie an der Hand zum nächsten Psychologen schleppen und gleichzeitig denken, dass mir sowas ja nie passieren könnte, ich würde mich ja nie so manipulieren lassen. Aber offensichtlich reicht es, an den Falschen zu geraten.

So etwas kann JEDEM passieren. Auch selbstbewusste Frauen sind schon in derartige Fallen gelaufen. 
Er wusste genau was er tut. Solche Menschen sind berechnend und nicht naiv! Er wusste, dass er dich unter Druck gesetzt hat, dass du ihn abgewiesen hast konnte er nicht ertragen, deshalb hat er dich durch ignorieren dazu gebracht dich schlecht zu fühlen (Jemanden zu ignorieren ist die Höchststrafe). Babys sterben, wenn man sie ignoriert und es ist nur natürlich, dass du unbedingt diesen Zustand beenden wolltest. Alles (auch Schmerz und Gewalt) ist eben besser als überhaupt nicht wahrgenommen zu werden. Ich bin mir sicher, dass dieser Mann das weiß und so schon oft zu seinem Ziel gekommen ist. Hab keine Angst ihn anzuzeigen, er hat es verdient und dass du mehrmals mit ihm geschlafen hast, lässt sich mit dem Begriff des "gaslighting" erklären. 

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11. Januar um 20:08
In Antwort auf

Hallo! Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke

Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. 

Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. 

Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut.

Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. 

An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine. 
 

Er hat dich mehrfach vergewaltigt, persönliche Daten und Fotos von dir gestohlen, manipuliert, intrigiert und dich indoktriniert, aber du denkst immer noch, dass du das verdient hast und er hätte das Recht dazu? Sorry, aber bitte? Für mich klingt das eher nach einer Sekte als nach einer philosophisch-intellektuellen Gruppe intelligenter junger Menschen. Ihr fallt alle auf so einen Rattenfänger rein und haltet euch dabei noch für die geilsten, dabei seid ihr einfach nur dumme Mitläufer.
Ich kann dir nur raten, dich da schnellstens rauszuziehen, notfalls die Uni zu wechseln, auf jeden Fall weit weg davon. Sowas kann auf Dauer Menschen zerstören. Ob du ihn anzeigst oder nicht, bleibt dir überlassen. Ich würde es tun, allein schon, weil er an dein Handy ging und es mehrfach wiederholt hat. Solchen Typen muss man Kontra geben und ihnen das Handwerk legen, ansonsten geht das jahrzehntelang so weiter. Sollte das wieder geschehen, geh danach sofort in eine Klinik und lass dich untersuchen und die Spuren entnehmen. Dann kann dir auch keiner unterstellen, du hättest es erfudnen.

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11. Januar um 20:12
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Danke für die ausführliche Nachricht. Ich möchte ungern zur Polizei, weil ich von einigen Freundinnen und Bekannten mitbekommen habe, wie da mit einem umgegangen wird. Vor allem in diesen Grauzonen. Eigentlich will ich damit auch nicht zur Unileitung, aber die Freunde die davon wissen, haben alle einstimmig dafür plädiert dass ich es tue. Ich denk nicht, dass ich mir einen Gefallen tun würde, wenn das publik wird, ich mich rechtfertigen muss und Leuten ausgesetzt bin, sind deren Rechtsempfinden im 17. Jahrhundert angesiedelt ist ("sich erst vögeln lassen und dann Vergwaltigunh schreien" wie auch einige nette Forumsmitglieder in privaten Nachrichten geschrieben haben). Andererseits tue ich mir auch schwer damit, dass er seit Jahr und Tag so durchs Leben geht, Leute zerstört und immer davonkommt. 

Dass ich zu ihm aufschaue stimmt. Ihn bewundere vielleicht auch. Genie und Wahnsinn liegen aber leider sehr nah beieinander. Trotzdem ist er kein durchweg schlechter Mensch, zB liebt er Tiere über alles. Kann man sich gar nicht vorstellen wenn man sieht wie er mit Menschen umgeht 😅

Ein Genie, also wirklich *hust* und wer weiß, was der so bisher mit Tieren angestellt hat... Suche dir bitte bitte andere Menschen, zu denen du aufschauen kannst. Aber bitte nicht zu einem Typen, für den Manipulation, Narzissmus und Gaslightning an de Tagesordnung stehen. Der ist eine komplette Farce. Intelligenz ist nicht alles und oft auch nur Fassade.

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11. Januar um 20:55
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Ein Genie, also wirklich *hust* und wer weiß, was der so bisher mit Tieren angestellt hat... Suche dir bitte bitte andere Menschen, zu denen du aufschauen kannst. Aber bitte nicht zu einem Typen, für den Manipulation, Narzissmus und Gaslightning an de Tagesordnung stehen. Der ist eine komplette Farce. Intelligenz ist nicht alles und oft auch nur Fassade.

Das mit dem "Genie" hat nichts mit Verblendung zu tun, da sprechen die Fakten für sich, aber das ist ja nicht das Thema. Und natürlich weiß ich nicht, was er sonst so alles tut, ich kann nur die Situationen bewerten, in denen ich dabei war. Mir ist auch bewusst, dass er ein Narzisst ist (wenn ich seine Klinikakte hätte, würde ich diesen Begriff mit Sicherheit finden), dass er mir nicht gut tut bzw mir nur schadet, dass man solchen Menschen keine Bühne geben darf und ihnen auf gar gar keinen Fall Bestätigung geben darf, aber sobald er dann im selben Raum ist, bin ich wie ferngesteuert. Kennst du diesen alten Disney Dornröschen Film? Da läuft sie ja irgendwann in Trance den Turm hoch und sticht sich selbst an der Spindel. Ein bisschen so fühlt sich das an. 

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11. Januar um 21:04
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Er hat dich mehrfach vergewaltigt, persönliche Daten und Fotos von dir gestohlen, manipuliert, intrigiert und dich indoktriniert, aber du denkst immer noch, dass du das verdient hast und er hätte das Recht dazu? Sorry, aber bitte? Für mich klingt das eher nach einer Sekte als nach einer philosophisch-intellektuellen Gruppe intelligenter junger Menschen. Ihr fallt alle auf so einen Rattenfänger rein und haltet euch dabei noch für die geilsten, dabei seid ihr einfach nur dumme Mitläufer.
Ich kann dir nur raten, dich da schnellstens rauszuziehen, notfalls die Uni zu wechseln, auf jeden Fall weit weg davon. Sowas kann auf Dauer Menschen zerstören. Ob du ihn anzeigst oder nicht, bleibt dir überlassen. Ich würde es tun, allein schon, weil er an dein Handy ging und es mehrfach wiederholt hat. Solchen Typen muss man Kontra geben und ihnen das Handwerk legen, ansonsten geht das jahrzehntelang so weiter. Sollte das wieder geschehen, geh danach sofort in eine Klinik und lass dich untersuchen und die Spuren entnehmen. Dann kann dir auch keiner unterstellen, du hättest es erfudnen.

Danke für deine Antwort. Ich bin sowieso sehr bald fertig mit dem Studium und dann werde ich sogar das Land verlassen (nicht wegen ihm, aber ein angenehmer Nebeneffekt ist es allemal). Das mit der Sekte ist gar nicht mal so falsch, ich hab mir das auch öfter gedacht. Und dann kann ich noch froh sein, dass es nur so weit gegangen ist, da ist ja unendlich Spielraum nach oben. Ich habe auch lange überlegt wonach er seine "Anhänger" (das ist jetzt übertrieben, also wir haben alle unser eigenes Leben ) auswählt und das ist einzig und alleine für seine Bedürfnisbefriedigung, egal in welcher Hinsicht. Und ja, wir waren alle naiv, zu glauben, wir wären nicht naiv. 

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11. Januar um 21:13
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Das mit dem "Genie" hat nichts mit Verblendung zu tun, da sprechen die Fakten für sich, aber das ist ja nicht das Thema. Und natürlich weiß ich nicht, was er sonst so alles tut, ich kann nur die Situationen bewerten, in denen ich dabei war. Mir ist auch bewusst, dass er ein Narzisst ist (wenn ich seine Klinikakte hätte, würde ich diesen Begriff mit Sicherheit finden), dass er mir nicht gut tut bzw mir nur schadet, dass man solchen Menschen keine Bühne geben darf und ihnen auf gar gar keinen Fall Bestätigung geben darf, aber sobald er dann im selben Raum ist, bin ich wie ferngesteuert. Kennst du diesen alten Disney Dornröschen Film? Da läuft sie ja irgendwann in Trance den Turm hoch und sticht sich selbst an der Spindel. Ein bisschen so fühlt sich das an. 

Mag sein dass seine Leistungen gut sind, aber wenn es menschlich hapert, ist das doch unwichtig. Der Wert eines Menschen bemisst sich nicht nur an seinen Leistungen und dafür hast du hier das Paradebeispiel präsentiert. Weißt du, ich habe auch mal studiert, war auf einer guten privaten Uni, hab promoviert und kenne durch alle akademischen Schichten natürlich auch solche Typen... Aber die haben mich nie gereizt. Für mich wars nie wichtig, dass ich unbedingt dazugehöre, sondern mein Ding durchziehe und das hab ich dann auch.
Finde es aber interessant, wie du ihn immer wieder und immer wieder verteidigt, statt dir zu überlegen, wie du aus der Sache einigermaßen rauskommt, ohne vollends gebrochen zu werden. 

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11. Januar um 21:17
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Danke für deine Antwort. Ich bin sowieso sehr bald fertig mit dem Studium und dann werde ich sogar das Land verlassen (nicht wegen ihm, aber ein angenehmer Nebeneffekt ist es allemal). Das mit der Sekte ist gar nicht mal so falsch, ich hab mir das auch öfter gedacht. Und dann kann ich noch froh sein, dass es nur so weit gegangen ist, da ist ja unendlich Spielraum nach oben. Ich habe auch lange überlegt wonach er seine "Anhänger" (das ist jetzt übertrieben, also wir haben alle unser eigenes Leben ) auswählt und das ist einzig und alleine für seine Bedürfnisbefriedigung, egal in welcher Hinsicht. Und ja, wir waren alle naiv, zu glauben, wir wären nicht naiv. 

Allein deswegen würde ich ihn melden, wenn er weiterhin dort aktiv ist. Solche Typen kann man quasi nur durch die Obrigkeit in die Schranken weisen 😁

 

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11. Januar um 22:52
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Hallo! Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke

Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. 

Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. 

Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut.

Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. 

An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine. 
 

Leider hast Du keine Beweise, dass Du nicht mit ihm verkehren wolltest.
Du hast kein "Nein" gesagt!
Du hast Deine Freunde in der WG nicht um Hilfe gebeten!
Du hast öfter mit ihm verkehrt, ohne ihn abzweisen!
Und Du schreibst, dass Du es ja auch ein klein wenig wolltest!

In Deiner Situation bringt es Dir gar nichts, wenn Du ihn bei der Polizei oder der Unileitung anzeigst.

Wenn es für Dich ganz dumm laufen sollte, stehst Du nachher als diejenige da, die ihn verführt hat und er letztendlich Deinen Reizen und Verführungen nicht widerstehen konnte.....

Versuch das Erlebte zu verarbeiten.... und behalte Deine Würde!

So gerne wie ich Dir etwas anderes geschrieben hätte - aber so wie er Dich und alle anderen manipuliert hat, wird er seinen Anwalt und die Unileitung manipulieren!
Und alles so verdrehen, dass nicht Du das Opfer bist sondern er!

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11. Januar um 23:26
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Hallo! Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke

Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. 

Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. 

Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut.

Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. 

An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine. 
 

Natürlich war das Vergewaltigung. Du wolltest keinen Sex und er hat ihn sich einfach genommen. Jedenfalls beim ersten Mal. 

Eigentlich solltest du ihn anzeigen. Leider ist es aber so, dass du danach noch mehrmals freiwillig mit ihm geschlafen hast und es aus diesem Grund sehr schwer sein wird, zu beweisen oder auch nur glaubhaft zu machen, dass es das erste Mal eine Vergewaltigung war. Auch deshalb, weil du hinterher nicht beim Arzt warst. Er wird behaupten, dass es harter, aber einvernehmlicher Sex war.

Du solltest dir aber trotzdem rasch Hilfe suchen. Gibt es an deiner Uni eine psychologische Studierendenberatung? Wenn ja, geh dort hin, erzähle das dort und hol dir Hilfe. Du musst sofort jeden Kontakt zu diesem Mann einstellen. Du musst ihm klar und deutlich sagen, dass du nie wieder mit ihm Kontakt haben möchtest. Sollte er dich dann immer noch belästigen, dann hast du nämlich etwas, wofür du ihn anzeigen kannst. Aber dafür musst du konsequent sein und am besten vor Zeugen sagen, dass er dich in Ruhe lassen soll. Wenn nötig, wechsle die Uni. 

Alles Gute!

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11. Januar um 23:30
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Sowohl Anerkennung als auch elitär hatte ich aus genau diesem Grund in Anführungszeichen gesetzt. Elitär insofern, dass er die Leute aussucht, nicht die Leute ihn, nicht im Sinne von einer geistigen Elite. Natürlich habe ich keine echte Anerkennung bekommen, Respekt schon gleich gar nicht. Aber ich erinner mich, wie mir in diesem Moment lieber war, dass er mir weh tut als dass er mich weiter ignoriert. Schon verrückt. Würde mir das eine Freundin erzählen, würde ich sie an der Hand zum nächsten Psychologen schleppen und gleichzeitig denken, dass mir sowas ja nie passieren könnte, ich würde mich ja nie so manipulieren lassen. Aber offensichtlich reicht es, an den Falschen zu geraten.

Ja, es reicht tatsächlich, an den Falschen zu geraten. Und gerade deshalb finde ich es bemerkenswert, dass du erkannt hast, wie er dich manipuliert.

Geh zum Psychologen, das ist eine sehr gute Idee. Und brich jeden Kontakt mit ihm ab. 

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12. Januar um 9:33
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Hallo! Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke

Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. 

Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. 

Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut.

Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. 

An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine. 
 

Ich bin entsetzt wie man sich so verhalten kann, damit meine ich Euch beide.
Es wird sich wohl nicht mehr beweißen lassen das es gegen Deinen Willen passierte, im Zweifelfall steht Aussage gegen Aussage.

Mir ist nicht klar wie Du es soweit hast kommen lassen, was ist das nur für Clique in die Du Dich freiwillig begeben hast, wie wir da mit Menschen umgegagen?

Du solltest alles was in diese Richtung geht, die Clique und den Menschen R, zu 100% meiden und schauen das Du etwas Selbstachtung gewinnst.

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12. Januar um 10:18
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Hallo! Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke

Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. 

Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. 

Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut.

Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. 

An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine. 
 

Hallo,

faktisch lehnt dieser betreffende "R" sich selbst ab. Ihm ist es nur möglich seinen tief erschütterten Selbstwert dadurch zu kompensieren, sich selbst zu erhöhen und andere als schwach, unkompetent und unwertig darzustellen. Ein typischer Narzisst, der gelernt hat alles und jeden zu manipulieren. 

Möglicherweise wird deine Vergewaltigung im Falle eines Verfahrens zweitrangig angesehen. Im vordergrund steht psychische Gewalt, Missbrauch und Manipulation. Glücklicherweise befindet sich unser Rechtssystem in dieser Hinsicht endlich auf dem Vormarsch. Für eine qualifizierte Universität und  Unileitung ist es sicherlich interessant zu wissen, über welche Qualitäten ihre Dozenten verfügen. Ein renommiertes Institut kann sich kein schlechtes Image  leisten. Man denke nur einmal an die me too Debatte. 

Für dich ist wichtig zu erkennen, dass er ein Unrecht begangen hat. Deine Zweifel sind von ihm gewollt, dass ist es, was er tut. Wenn du dir etwas wünscht oder willst, bedeutet dies nicht, ein anderer darf mit diesem Wissen alles tun. 
Eine Beratungsstelle für Frauen, die wie du psychischem Missbrauch ausgesetzt waren kann dir helfen. Ihnen sind die Taktiken und Manipulationen solcher Menschen bekannt und wissen, wie sie vorgehen müssen. 

Ein Narzisst wird sein Verhalten nicht ablegen, weil er nicht kann. Dieser Umstand wird ihm über kurz oder lang das Gnick brechen. Ich gehe davon aus, dass es mehrere Studentinnen gibt, bei denen er seine Show abzieht. Die braucht ihr nur finden und habt genug Beweise für eine Anklage. 

LG Sis

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12. Januar um 10:30

Auf jeden Fall melden bei der Unileitung. Anzeige bei der Polizei musst du für dich entscheiden, ich denke für dein Gewissen wäre das sehr hilfreich. Wahrscheinlich gibt es auch mehrere solche Fälle. Aber ganz ehrlich, einem Nötiger und Vergewaltiger muss man was entgegen setzen, egal wie schwer es ist, ansonsten macht der ewig so weiter und es werden weitere Frauen missbraucht. Das will niemand.

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13. Januar um 18:34
In Antwort auf

Hallo! Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke

Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. 

Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. 

Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut.

Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. 

An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine. 
 

Ich finde schon,dass es fast eine Vergewaltigung war.
Es gibt halt solche Männer,die ihre Macht,oder die Situation einfach ausnutzen.

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2:07

Das tut mir leid, was dir passiert ist. Den Begriff Gas Lighting solltest du mal bei Wikipedia nachschlagen, passt wirklich gut.

 Ich persönlich empfinde es absolut als Vergewaltigung.
Aber durch sein gaslighting hat er es geschafft dir ein anderes Gefühl zu vermitteln.
Es ist bestimmt gut, wenn du zu einem Therapeuten gehst, er kann dich auch beim Umgang mit dieser Situation beraten.
Eine Anzeige fände ich super, kann mir aber vorstellen dass es ein paar Hürden gibt, also der wiederholte Sex. Aber auch da kann dir ein versierter Therapeut vielleicht sagen worauf es ankommt, vielleicht kann man es als Nötigung ansehen oder so, da er als Dozent auch über dir steht.
Womit wir bei Uni wären:
Da wäre es besonders gut es zu melden, damit er eben seine Stellung nicht öfter ausnutzt und die Leitung es schnellstmöglich weiß.

Toll wäre es natürlich wenn du beides machst. Immer mit dem Gedanken an weitere potentielle Opfer. Seit #metoo hat sich ja auch etwas getan. Und du hast zwar nicht nein gesagt, aber nach deiner Schilderung warst du ja auch geschockt. Außerdem hat er gemerkt dass du nicht willst und hat dich übergangen.

 Ich wünsche dir ganz viel Kraft alles durchzustehen und wünsche dir Erfolg bei dem weiteren Verlauf.

PS:
Hör nicht unqualifizierte, beleidigende Kommentare!

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4:33
In Antwort auf

Hallo! Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke

Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. 

Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. 

Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut.

Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. 

An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine. 
 

oh mädchen es tut mir wirklich leid das zu lesen. Zu deiner Frage, für mich ist das eindeutig eine Vergewaltigung.
Jetzt ganz wichtig. DU HAST NICHTS PROVOZIERT; AUF JEMANDEN ZU STEHEN ERLAUBT GAR NICHTS; DU BIST NICHT SCHULD; ER IST SCHULD; HÖR AUF IHN IN EINE OPFERROLLE ZU STECKEN;. Ich weiss genau wie du dich fühlst. Hab eine ähnliche scheisse durch. Hatte mir lange die Schuld gegeben. Auch so getan als wäre nichts. Wirklich nein! Tu das bitte einfach nicht. Ich kann dir nicht sagen mach eine Anzeige, ich hatte den Mut selbst nicht. Aber wenn du kannst halte ich das für sehr Sinnvoll. Was ich jedenfalls tun würde, verbiete ihm den Kontakt mit dir.

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15:10

Ich denke mal, es ist höchstens für deine eigene Erkenntnis wichtig ob wir das für eine Vergewaltigung halten (meiner Meinung nach zumindest mehr als grenzwertiges Verhalten von ihm). Rechtlich gibt es da höchstens eine Chance, wenn sich genügend andere Frauen finden die ihn ebenfalls anzeigen (siehe Me Too).
Aber du willst ihn ja überhaupt nicht anzeigen, sonst würdest nicht hier fragen. Du bist einem extrem manipulativen Menschen begegnet, der eine tiefe Befriedigung daraus bezieht andere zu dominieren. Sexuell interessierst du ihn überhaupt nicht, sondern nur als Opfer seiner Machtfantasien. Die du ja auch perfekt befriedigst, egal wie weh dir das tut. Wir haben alle gerade einen ähnlichen Menschen erlebt, Donald Trump, dessen Machtbesessenheit viele , die ihm vertraut und ihn unterstützt haben, in den Abgrund gestossen und in den Knastgebracht hat. Und die ihn trotzdem noch unterstützen und glorifizieren, einen Mann völlig ohne Empathie, der nur sein eigenes Ego anerkennt und Menschen umschmeichelt, solange sie ihm nutzen, und sie dann fallen lässt. Es ist oft schwer sich solchen Menschen zu entziehen, aber ich kann nur dringend raten dich aus diesem Kreis zurückzuziehen. Gerade weil dir, sehr offensichtlich, das Selbstbewusstsein fehlt dich gegen diesen Menschen durchzusetzen, wird die Sache kein gutes Ende nehmen. Es sei denn, du möchtest dich weiterhin, nach seinem Gusto, behandeln und erniedrigen lassen. Insofern ist die hier geäusserte Charakterisierung dieser, angeblich elitären, Gruppe in der du dich bewegst, mit  "Sekte" ziemlich zutreffend beschrieben.

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