Forum / Sex & Verhütung

Spärlich bekleidet im Freibad

Letzte Nachricht: 28. Juni um 9:32
N
nel
23.06.22 um 21:12
In Antwort auf jana23072002

> Zum einen ist eine Ungleichbehandlung laut Gesetz nicht zulässig

Welches Gesetz?

Falls du Grundgesetz Artikel 3 meinst:

|  (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Im Freibad bist du nicht vor dem Gesetz sondern im Freibad.

|  (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Gleichberechtigung bedeutet nicht automatisch Gleichbehandlung.
Ungleichbehandlung bedeutet nicht automatisch, dass keine Gleichberechtigung vorliegt.

| (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Ungleichbehandlung bedeutett nicht automatisch Bevorzugung oder Benachteiligung.

Trotzig mit dem Fuß aufstampfen und stolz drauf zu sein, den Bademeister, dem du mal eben das Geschlecht "männlich" aufdrückst, sonst hättest du "Bademeister/in (M/W/D)" geschrieben, wird dich, wenn du es mit seriösen Jurist/inn/en zu tun bekommst, nicht weiterbringen.

1. Aha, dann ist das Freibad also ein rechtsfreier Raum?

2. Ja, denn in manchen Dingen können Männer und Frauen schlicht und ergreifend nicht gleich sein. Deshalb werden die wenigsten Frauen auf der Baustelle arbeiten zugelassen, deshalb haben Männer weniger Mitspracherecht, wenn es um Schwangerschaftsabbrüche geht. Das sind Ungleichheiten, die man schlicht nicht gleich machen kann. Aber den Sinn dahinter, dass eine Frau mit nacktem Oberkörper anders behandelt werden sollte als ein Mann, erkenne ich nicht. Die anderen Dinge kann man mit Naturgesetzen halbwegs erklären, aber DIESE Unterschiede, die hier angesprochen werden, sind menschengemacht, und da ist ein "Joa wir sind halt verschieden, kann man nicht vergleichen" unzureichend. 

1 -Gefällt mir

Mehr lesen

J
jana23072002
23.06.22 um 21:26
In Antwort auf maegan_22693287

Naja ich hatte bereits ausgeführt, dass die Rechtslage dahingehend ausgelegt werden könnte, künftig sämtlichen Einlass suchenden in Bälde nicht mehr das Tragen von Oberbekleidung zuzumuten ist.
Da ich rechtlich gut beraten bin und mich eine Klage maximal die Vorauszahlung der Gerichtsgebühren kostet, gehe ich dahingehend auch forsch ran und drohe mit Klageerhebung.
Ganz offensichtlich versprechen sich die Betreiber in den seltensten Fällen Erfolg und ich als Einzelfall bin ihnen natürlich lieber als generell sämtlichen Einlass suchenden, textilfreien (Oberkörper) Eintritt zu gewähren.

> und ich als Einzelfall bin ihnen natürlich lieber als generell sämtlichen Einlass suchenden, textilfreien (Oberkörper) Eintritt zu gewähren.

Warum eigentlich so verdammt intolerant, das erzwingen zu wollen anstatt wohin zu gehen, wo es keinen stört?

2 -Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 21:29
In Antwort auf chicodelsol

Mit deinem Gelaber strafst du dich selber Lügen...

Phrasen dreschen...

Gefällt mir

M
maegan_22693287
23.06.22 um 21:36
In Antwort auf jana23072002

> Ich werde hier keine Auszüge veröffentlichen

Aber auf die käme es an wenn du dich darauf berufen willst.
Du lieferst also nicht worauf du dich berufst.

Was genau im AGG bezieht sich auf Hausordnungen von Schwimmbädern?

ZB §19 zieht wohl nicht wenn es um Oberweitenbedeckung geht. Außerdem gibts §20, Absatz 1 Nr. 1.

Deine Taktiken sind mir zu unseriös.

Ach Jana, du machst es einem schwer. Dann liefere ich halt:
§19 AGG greift hier keinefalls, da er sich primär mit Schuldverhältnissen und Rechtsgeschäften beschäftigt.
Sehr wohl könnte §3 AGG Absatz 1 fortlaufend zum tragen kommen ....

1 -Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 21:40
In Antwort auf nel

1. Aha, dann ist das Freibad also ein rechtsfreier Raum?

2. Ja, denn in manchen Dingen können Männer und Frauen schlicht und ergreifend nicht gleich sein. Deshalb werden die wenigsten Frauen auf der Baustelle arbeiten zugelassen, deshalb haben Männer weniger Mitspracherecht, wenn es um Schwangerschaftsabbrüche geht. Das sind Ungleichheiten, die man schlicht nicht gleich machen kann. Aber den Sinn dahinter, dass eine Frau mit nacktem Oberkörper anders behandelt werden sollte als ein Mann, erkenne ich nicht. Die anderen Dinge kann man mit Naturgesetzen halbwegs erklären, aber DIESE Unterschiede, die hier angesprochen werden, sind menschengemacht, und da ist ein "Joa wir sind halt verschieden, kann man nicht vergleichen" unzureichend. 

Wieso sollte das ein rechtsfreier Raum sein? Dort ist weder Gesetzgebung noch Rechtsprechung tätig. im Freibad gelten Gesetze, aber man ist dort im Freibad und nicht "vor dem Gesetz". 

Alle Rechtssysteme auf dem Planeten Erde sind menschengemacht. Unterscheiden ist ein Aspekt menschlichen Denkens. Naturgesetze sind Erkenntnisse, die durch menschliche Wahrnehmung und menschliche Bewusstseinsprozesse zustandekommen und auf menschliches Denken zugeschnitten sind.

Wenn ein Mann mit nacktem Oberkörper nicht anders behandelt werden soll als eine Frau mit nacktem Oberkörper, dann wäre es doch denkbar, zu fordern, dass Männer im Freibad Bikinioberteile tragen müssen, so wie Frauen auch. Warum geht das Gleichheitsgefasel nicht in diese Richtung?

1 -Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 21:40
In Antwort auf jana23072002

> und ich als Einzelfall bin ihnen natürlich lieber als generell sämtlichen Einlass suchenden, textilfreien (Oberkörper) Eintritt zu gewähren.

Warum eigentlich so verdammt intolerant, das erzwingen zu wollen anstatt wohin zu gehen, wo es keinen stört?

Weil es ums Prinzip geht. Sexismus muss nicht toleriert werden und damit einhergehend auch nicht die Anspielung, dass der Körper einer Frau etwas Beleidigendes und von grundauf Sexuelles ist verglichen mit dem Körper des Mannes. Das ist kein naturgegebener Mann-Frau-Unterschied, das ist ein von der Pornoindustrie und jahrelanger Übersexualisierung der Frau gemachter Unterschied. Damit ist dieses "Verbieten" der weiblichen Brustwarzen ein Symptom eines größeren Problems, noch dazu ein weiterer Weg, den Körper einer Frau mit Scham zu behaften und Kontrolle über ihn auszuüben. Wenn die Regeln auf einmal sagen würden, männliche Brustwarzen würden in der Öffentlichkeit nicht mehr toleriert werden, dafür aber weibliche, würdest du den Männern doch auch beipflichten, dass das lächerlich ist anstatt ihnen zu sagen, sie sollen sich halt was anderes suchen. 

Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 21:43

Kommt drauf an, wenns Kinder im Freibad hat, finde ich knappe Bikinis problematisch. Wobei ich nur Microbikinis als knapp bezeichne.

Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 21:44
In Antwort auf jana23072002

Wieso sollte das ein rechtsfreier Raum sein? Dort ist weder Gesetzgebung noch Rechtsprechung tätig. im Freibad gelten Gesetze, aber man ist dort im Freibad und nicht "vor dem Gesetz". 

Alle Rechtssysteme auf dem Planeten Erde sind menschengemacht. Unterscheiden ist ein Aspekt menschlichen Denkens. Naturgesetze sind Erkenntnisse, die durch menschliche Wahrnehmung und menschliche Bewusstseinsprozesse zustandekommen und auf menschliches Denken zugeschnitten sind.

Wenn ein Mann mit nacktem Oberkörper nicht anders behandelt werden soll als eine Frau mit nacktem Oberkörper, dann wäre es doch denkbar, zu fordern, dass Männer im Freibad Bikinioberteile tragen müssen, so wie Frauen auch. Warum geht das Gleichheitsgefasel nicht in diese Richtung?

1. Eben, im Freibad gelten Gesetze, und das Gesetz sagt, dass Männer und Frauen gleich zu behandeln sind.

2. Ich hätte rein gar kein Problem damit, wenn Männer sich auch bedecken müssen. Meinetwegen darf das "Gleichheitsgefasel" in die Richtung gehen, meiner Überzeugung nach sind Brustwarzen aber nichts schlimmes und ich sehe keinen Sinn darin, die Verbote auszuweiten anstatt sie zu lockern. Noch nie hatte jemand Probleme mit männlichen Brustwarzen, also macht es weitaus mehr Sinn, Leuten klar zu machen, dass weibliche Brustwarzen völlig harmlos sind, anstatt den Leuten einzureden, dass männliche Brustwarzen plötzlich doch ein Problem sind. Gleichbehandlung heißt nicht, mehr Probleme für andere zu schaffen. 

Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 21:45
In Antwort auf maegan_22693287

Ach Jana, du machst es einem schwer. Dann liefere ich halt:
§19 AGG greift hier keinefalls, da er sich primär mit Schuldverhältnissen und Rechtsgeschäften beschäftigt.
Sehr wohl könnte §3 AGG Absatz 1 fortlaufend zum tragen kommen ....

AGG §3, Abs 1 ist, wie die Paragraphenüberschrift sagt, lediglich eine Begriffsbestimmung, und keine Vorschrift. 

§19 AGG könnte noch am ehesten greifen, da beim Schwimmbadbesuch ein Schuldverhältnis zustandekommt, wenn auch kein Dauerschuldverhältnis, da Eintrittsgeld geschuldet wird, und Leistung des Badbetreibers geschuldet wird.

1 -Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 21:46
In Antwort auf ricardo

Kommt drauf an, wenns Kinder im Freibad hat, finde ich knappe Bikinis problematisch. Wobei ich nur Microbikinis als knapp bezeichne.

Sind knappe Badehosen dann auch problematisch? 

1 -Gefällt mir

M
maegan_22693287
23.06.22 um 21:47
In Antwort auf jana23072002

> Ich werde hier keine Auszüge veröffentlichen

Aber auf die käme es an wenn du dich darauf berufen willst.
Du lieferst also nicht worauf du dich berufst.

Was genau im AGG bezieht sich auf Hausordnungen von Schwimmbädern?

ZB §19 zieht wohl nicht wenn es um Oberweitenbedeckung geht. Außerdem gibts §20, Absatz 1 Nr. 1.

Deine Taktiken sind mir zu unseriös.

Ach Jana, wollte die Thematik nicht so ausbreiten, aber nun gut:

§19 AGG regelt primär die Anwendung des Agg bei Schuld und - Rechtsgeschäften, ist somit hier nicht anhängig.
Allerdings kommt §3 AGG, Absatz 1 ff hier zum Tragen!  

Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 21:47
In Antwort auf nel

Weil es ums Prinzip geht. Sexismus muss nicht toleriert werden und damit einhergehend auch nicht die Anspielung, dass der Körper einer Frau etwas Beleidigendes und von grundauf Sexuelles ist verglichen mit dem Körper des Mannes. Das ist kein naturgegebener Mann-Frau-Unterschied, das ist ein von der Pornoindustrie und jahrelanger Übersexualisierung der Frau gemachter Unterschied. Damit ist dieses "Verbieten" der weiblichen Brustwarzen ein Symptom eines größeren Problems, noch dazu ein weiterer Weg, den Körper einer Frau mit Scham zu behaften und Kontrolle über ihn auszuüben. Wenn die Regeln auf einmal sagen würden, männliche Brustwarzen würden in der Öffentlichkeit nicht mehr toleriert werden, dafür aber weibliche, würdest du den Männern doch auch beipflichten, dass das lächerlich ist anstatt ihnen zu sagen, sie sollen sich halt was anderes suchen. 

Mein Körper ist von Grund auf auch etwas Sexuelles, und Männerkörper sind das auch.

Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 21:47
In Antwort auf nel

Sind knappe Badehosen dann auch problematisch? 

Ja wenns Männer Strings sind, wo auf der Seite der Säckel herausschaut schon

Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 21:48
In Antwort auf nel

1. Eben, im Freibad gelten Gesetze, und das Gesetz sagt, dass Männer und Frauen gleich zu behandeln sind.

2. Ich hätte rein gar kein Problem damit, wenn Männer sich auch bedecken müssen. Meinetwegen darf das "Gleichheitsgefasel" in die Richtung gehen, meiner Überzeugung nach sind Brustwarzen aber nichts schlimmes und ich sehe keinen Sinn darin, die Verbote auszuweiten anstatt sie zu lockern. Noch nie hatte jemand Probleme mit männlichen Brustwarzen, also macht es weitaus mehr Sinn, Leuten klar zu machen, dass weibliche Brustwarzen völlig harmlos sind, anstatt den Leuten einzureden, dass männliche Brustwarzen plötzlich doch ein Problem sind. Gleichbehandlung heißt nicht, mehr Probleme für andere zu schaffen. 

Welches Gesetz(tm) besagt, dass Frauen und männer beim Freibadbesuch gleich zu behandeln sind?

Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 21:50
In Antwort auf maegan_22693287

Ach Jana, wollte die Thematik nicht so ausbreiten, aber nun gut:

§19 AGG regelt primär die Anwendung des Agg bei Schuld und - Rechtsgeschäften, ist somit hier nicht anhängig.
Allerdings kommt §3 AGG, Absatz 1 ff hier zum Tragen!  

§3 AGG, Absatz 1 ff  ist eine Begriffsbestimmung. Bei welcher Rechtsvorschrift, die bezogen auf Freibadbesuche einschlägig wäre, kommt diese Begriffsbestimmung zum Tragen?

Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 21:50
In Antwort auf jana23072002

Welches Gesetz(tm) besagt, dass Frauen und männer beim Freibadbesuch gleich zu behandeln sind?

Das Gesetz sagt, dass Männer und Frauen gleich zu behandeln sind. Punkt. Ich glaube, die Menschen müssten intelligent genug sein, um zu verstehen, was damit gemeint ist, ohne dass man jeden einzelnen Punkt der Gleichbehandlung erwähnen muss. 

1 -Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 21:51
In Antwort auf maegan_22693287

Ach Jana, wollte die Thematik nicht so ausbreiten, aber nun gut:

§19 AGG regelt primär die Anwendung des Agg bei Schuld und - Rechtsgeschäften, ist somit hier nicht anhängig.
Allerdings kommt §3 AGG, Absatz 1 ff hier zum Tragen!  

Seit wann ist ein Freibadbesuch kein Rechtsgeschäft?

Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 21:52
In Antwort auf ricardo

Ja wenns Männer Strings sind, wo auf der Seite der Säckel herausschaut schon

Wenn man die Geschlechtsorgane sieht ist das bei Frau und Mann nicht in Ordnung. Ich rede hier von ganz normalen Speedos, die Penis, Hoden und Po bedecken, sonst nichts. Die sind in jedem Freibad erlaubt obwohl sie noch mehr preisgeben als die knappen Bikinis. 

Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 21:53
In Antwort auf nel

Das Gesetz sagt, dass Männer und Frauen gleich zu behandeln sind. Punkt. Ich glaube, die Menschen müssten intelligent genug sein, um zu verstehen, was damit gemeint ist, ohne dass man jeden einzelnen Punkt der Gleichbehandlung erwähnen muss. 

Punkt und Fußaufstampfen reicht nicht. Bitte Sorgfalt!
Welche Rechtsvorschrift sagt, dass Frauen und Männer beim Freibadbesuch gleich behandelt werden müssen?

Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 21:57
In Antwort auf jana23072002

Mein Körper ist von Grund auf auch etwas Sexuelles, und Männerkörper sind das auch.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich dir da nicht zustimme: wenn Männerkörper und Frauenkörper von grundauf sexuell sind, und Männerkörper in deinen Augen genauso sexuell sind wie Frauenkörper, kann ich deine Gleichgültigkeitshaltung noch weniger nachvollziehen. In deinen Augen ist es also in Ordnung, wenn Männer ihre "Sexualität" frei ausleben dürfen, wo sie möchten, Frauen aber nicht

Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 21:57
In Antwort auf nel

Wenn man die Geschlechtsorgane sieht ist das bei Frau und Mann nicht in Ordnung. Ich rede hier von ganz normalen Speedos, die Penis, Hoden und Po bedecken, sonst nichts. Die sind in jedem Freibad erlaubt obwohl sie noch mehr preisgeben als die knappen Bikinis. 

> Wenn man die Geschlechtsorgane sieht ist das bei Frau und Mann nicht in Ordnung.

Warum ist das nicht in Ordnung? Wo doch alle gleich zu behandeln sind sollte doch alles in Ordnung sein.
Und wieso überhaupt Einteilung in Mann und Frau? 
Und wie können es überhaupt Geschlechtsorgane sein wenn Geschlechterrollen abgeschafft werden sollen?

1 -Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 21:59
In Antwort auf jana23072002

Punkt und Fußaufstampfen reicht nicht. Bitte Sorgfalt!
Welche Rechtsvorschrift sagt, dass Frauen und Männer beim Freibadbesuch gleich behandelt werden müssen?

Jana ist voll eine Advocado

Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 22:02
In Antwort auf jana23072002

Punkt und Fußaufstampfen reicht nicht. Bitte Sorgfalt!
Welche Rechtsvorschrift sagt, dass Frauen und Männer beim Freibadbesuch gleich behandelt werden müssen?

Keine. Muss sie auch nicht, da Gleichberechtigung in allen Bereichen des Lebens gelten muss, ob es nun im Gesetzbuch steht oder nicht, ansonsten bräuchten wir über Sexismus gar nicht weiter diskutieren. Vielleicht kann man ja auch selber sein Hirn einschalten und sich überlegen, ob das wirklich eine Frage des Gesetzes ist oder eine Frage der Moral. Ich brauche zumindest kein Gesetzbuch, das mir sagt, wann etwas ungerecht ist und wann nicht 🤷‍♀️

Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 22:03
In Antwort auf ricardo

Jana ist voll eine Advocado

Wenns nach mir ginge dürfte alle Frauen mit Microbikins rumrennen, einfach nicht vor Kindern. Die könnten mir ja noch die Frauen wegschnappen so niedlich wie manche sind hmhm ups

Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 22:04
In Antwort auf jana23072002

> Wenn man die Geschlechtsorgane sieht ist das bei Frau und Mann nicht in Ordnung.

Warum ist das nicht in Ordnung? Wo doch alle gleich zu behandeln sind sollte doch alles in Ordnung sein.
Und wieso überhaupt Einteilung in Mann und Frau? 
Und wie können es überhaupt Geschlechtsorgane sein wenn Geschlechterrollen abgeschafft werden sollen?

Jetzt verhältst du dich langsam wirklich wie ein Kleinkind, das sich absichtlich dumm stellt. In diesem Beispiel werden beide gleich behandelt und die Einteilung Mann und Frau ist nicht das Thema. 

Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 22:04
In Antwort auf ricardo

Wenns nach mir ginge dürfte alle Frauen mit Microbikins rumrennen, einfach nicht vor Kindern. Die könnten mir ja noch die Frauen wegschnappen so niedlich wie manche sind hmhm ups

Ausser die Saharas die dürfen nur Burkas tragen

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

N
nel
23.06.22 um 22:04
In Antwort auf ricardo

Wenns nach mir ginge dürfte alle Frauen mit Microbikins rumrennen, einfach nicht vor Kindern. Die könnten mir ja noch die Frauen wegschnappen so niedlich wie manche sind hmhm ups

Also zurück zu meiner Frage, dann dürfen Männer also auch nicht in knappen Badehosen, die die Genitalien aber verdecken, vor Kindern rumlaufen?

Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 22:06
In Antwort auf nel

Also zurück zu meiner Frage, dann dürfen Männer also auch nicht in knappen Badehosen, die die Genitalien aber verdecken, vor Kindern rumlaufen?

Nein, ich will keine Männer anschauen.

Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 22:08
In Antwort auf ricardo

Nein, ich will keine Männer anschauen.

Gut, das ist schon alles, was ich wissen wollte

Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 22:09
In Antwort auf nel

Gut, das ist schon alles, was ich wissen wollte

Schön das ich dir helfen konnte.

Gefällt mir

M
maegan_22693287
23.06.22 um 22:10
In Antwort auf jana23072002

§3 AGG, Absatz 1 ff  ist eine Begriffsbestimmung. Bei welcher Rechtsvorschrift, die bezogen auf Freibadbesuche einschlägig wäre, kommt diese Begriffsbestimmung zum Tragen?

Das wäre eine Frage für die Juristen. Ich habe nicht behauptet umfänglich mit dieser Materie vertraut zu sein, sondern mir lediglich den Zugang zu entsprechenden Informationen verschaffen zu können.
Im Zweifelsfall hätte ich natürlich Rechtsbeistand, bislang mußte ich keine diesbezügliche Hilfe annehmen, sondern konnte durch reine Kommunikation mit den jeweiligen Betreibern/Geschäftsleitung Einvernehmen herstellen.
 

1 -Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 22:11
In Antwort auf maegan_22693287

Das wäre eine Frage für die Juristen. Ich habe nicht behauptet umfänglich mit dieser Materie vertraut zu sein, sondern mir lediglich den Zugang zu entsprechenden Informationen verschaffen zu können.
Im Zweifelsfall hätte ich natürlich Rechtsbeistand, bislang mußte ich keine diesbezügliche Hilfe annehmen, sondern konnte durch reine Kommunikation mit den jeweiligen Betreibern/Geschäftsleitung Einvernehmen herstellen.
 

Jana ist Advocado

Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 22:13

Ich glaube der "TE" meint mit spärlich bekleidet, das man ärmlich angezogen ist. Spärlich kommt ja von Sparen.

Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 22:31
In Antwort auf nel

Jetzt verhältst du dich langsam wirklich wie ein Kleinkind, das sich absichtlich dumm stellt. In diesem Beispiel werden beide gleich behandelt und die Einteilung Mann und Frau ist nicht das Thema. 

Die Einteilung in Geschlechterschubladen ist sehr wohl Thema, weil es um Gleichbehandlung der Schubladeninhalte geht. Für Gleichbehandlung von Schubladeninhalten muss in Schubladen eingeteilt sein, denn wenn es die Einbteilungs-Schubladennicht gäbe, könnte nichts als deren Inhalt geschweige denn gleich zu behandelnder Inhalt gesehen werden.

Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 22:33
In Antwort auf jana23072002

Die Einteilung in Geschlechterschubladen ist sehr wohl Thema, weil es um Gleichbehandlung der Schubladeninhalte geht. Für Gleichbehandlung von Schubladeninhalten muss in Schubladen eingeteilt sein, denn wenn es die Einbteilungs-Schubladennicht gäbe, könnte nichts als deren Inhalt geschweige denn gleich zu behandelnder Inhalt gesehen werden.

Du erinnerst mich an Alice

1 -Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 22:39
In Antwort auf jana23072002

Die Einteilung in Geschlechterschubladen ist sehr wohl Thema, weil es um Gleichbehandlung der Schubladeninhalte geht. Für Gleichbehandlung von Schubladeninhalten muss in Schubladen eingeteilt sein, denn wenn es die Einbteilungs-Schubladennicht gäbe, könnte nichts als deren Inhalt geschweige denn gleich zu behandelnder Inhalt gesehen werden.

Kann ein ernstes Thema sein, wenn man es ernst behandelt, aber wenn du das Ganze durch Übertreibungen ins Lächerliche ziehst, wie du es vorher getan hast, nehme ich das als Argument nicht ernst, und diskutiere auf dem Niveau auch nicht weiter. 

Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 22:45
In Antwort auf nel

Kann ein ernstes Thema sein, wenn man es ernst behandelt, aber wenn du das Ganze durch Übertreibungen ins Lächerliche ziehst, wie du es vorher getan hast, nehme ich das als Argument nicht ernst, und diskutiere auf dem Niveau auch nicht weiter. 

Das Leben nicht so ernst zu nehmen, ist eher ein Zeichen von hoher Intelligenz als von Niveaulosigkeit. Das sollte alle ein bisschen augheitern und Freude hervobringen, da wir doch in einer so düsteren Welt leben. Aber ich bin mir sicher das Jana sehr ernst sein kann, wenn sie nett fragt, statt sie zu beschimpfen.

Gefällt mir

R
ricardo
23.06.22 um 22:49
In Antwort auf nel

Kann ein ernstes Thema sein, wenn man es ernst behandelt, aber wenn du das Ganze durch Übertreibungen ins Lächerliche ziehst, wie du es vorher getan hast, nehme ich das als Argument nicht ernst, und diskutiere auf dem Niveau auch nicht weiter. 

Das Leben nicht so ernst zu nehmen, ist eher ein Zeichen von hoher Intelligenz als von Niveaulosigkeit. Das sollte dazu dienen alle ein bisschen aufzuheitern und Freude hervor zu bringen, da wir doch in einer so düsteren Welt leben. Aber ich bin mir sicher das Jana sehr ernst sein kann, wenn sie denn nett gefragt wird, statt sie zu beschimpfen.

Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 22:50
In Antwort auf ricardo

Das Leben nicht so ernst zu nehmen, ist eher ein Zeichen von hoher Intelligenz als von Niveaulosigkeit. Das sollte alle ein bisschen augheitern und Freude hervobringen, da wir doch in einer so düsteren Welt leben. Aber ich bin mir sicher das Jana sehr ernst sein kann, wenn sie nett fragt, statt sie zu beschimpfen.

1. Wo habe ich sie beschimpft?

2. Das Leben nicht so ernst nehmen und sich über jemanden lustig zu machen sind zwei verschiedene Paar Schuhe

3. Man muss nicht alles lustig finden, vor allem Diskriminierung nicht. 

Gefällt mir

M
maegan_22693287
23.06.22 um 22:54
In Antwort auf jana23072002

> und ich als Einzelfall bin ihnen natürlich lieber als generell sämtlichen Einlass suchenden, textilfreien (Oberkörper) Eintritt zu gewähren.

Warum eigentlich so verdammt intolerant, das erzwingen zu wollen anstatt wohin zu gehen, wo es keinen stört?

Wieso intolerant? Diesen Vorwurf möchte ich energisch zurückweisen. Ich toleriere so einiges, störe mich nicht an unförmigen Gestalten, fiesen Badeanzügen nebst Träger*innen oder zu engen Bikinis, schreienden Kindern, bösen Blicken weiblicher Gäste, lüsternen der Männer, lassen die Menschen leben und verurteile nicht.

Warum sollte ich mich verstecken, nur um veralteten Moralvorstellungen ewig Gestriger zu entsprechen?

Im Kern will ich genau Gegenteiliges erreichen und in der breiten Masse gegen die Sexualisierung des weiblichen Geschlechts werben. Erst wenn der Anblick von unbekleideten Brüsten an der Tagesordnung ist, ungeachtet lokaler Gegebenheiten, dürfte sich die Ungleichbehandlung von Mann und Frau, zumindest diesbezüglich, erledigt haben.



 

2 -Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 23:07
In Antwort auf nel

Mal ganz abgesehen davon, dass ich dir da nicht zustimme: wenn Männerkörper und Frauenkörper von grundauf sexuell sind, und Männerkörper in deinen Augen genauso sexuell sind wie Frauenkörper, kann ich deine Gleichgültigkeitshaltung noch weniger nachvollziehen. In deinen Augen ist es also in Ordnung, wenn Männer ihre "Sexualität" frei ausleben dürfen, wo sie möchten, Frauen aber nicht

Dass Körper (allerspätestens nach der Pubertät) von grundauf auch (nicht nur, aber auch!) sexuell sind, heisst nicht, dass es beim Freibadbesuch um freies Ausleben von Sexualität geht. Wer denkt sowas? Bedecken von Brüsten dient unter anderen dazu, das Aufkommen des Wunsches nach freiem Ausleben einzudämmen. Mir ist das im übrigen insofern wurscht als ich von mir behaupten kann, meine Sexualität insgesamt bei weitem freier ausleben zu können als die meisten Männer das heutzutage können. Ich brauche dazu nicht das Textil-Freibad, in dessen Zweckbestimmung "freies Ausleben von Sexualität" nicht enthalten ist.

Das alles ist nicht der Punkt. Der Punkt sind die Rechte der Bad-Betreiber. Es kann nicht angehen, dass Leute, weil sie oben ohne baden wollen, dazu unter anderem die Hausrechte der Bad-Betreiber verletzen. Wenn sie Änderungen herbeiführen möchten, dann auf rechtmäßige Weise, zB, indem sie solche Bäder aufsuchen, in denen die Hausordnung das Oben-Ohne-Baden bereits hergibt. Wenn der Profit der anderen Badbetreiber dadurch schwindet, werden sie sich schon von alleine überlegen, ob sie nachziehen und ihre Hausordnung auch ändern. Aber dann ist es ihre Entscheidung und nicht von Leuten, denen es nicht zusteht, aufgenötigt.
Und wenn der Profit sich nicht ändert, weil den meisten Frauen eine Oben-Ohne-Badeerlaubnis egal ist, weil sie sie sowieso nicht nutzen würden, ist doch alles gut.

Im übrigen sind mir viele Leute in unserem Land viel zu optimitisch, was den Glauben an Rechte angeht, die sie zu haben meinen. Wenn sie sich richtig informieren und dann dafür einsetzen würden, diese Rechte (und die damit einhergehenden Pflichten/Verantwortungen) per Gesetz wirklich zu bekommen, gäbe es auf vielen Rechtsgebieten viel weniger Gelackmeierte. Die Leute glauben oft naiv-optimistisch beim Kritisieren einer Faktenlage an eine heile Welt im Rechtssystem. Zum Beispiel die oft anzutreffende Sichtweise, Artikel 2 GG garantiere Entfaltungsfreiheit. Realistischer finde ich die Sichtweise, dass Artikel 2 GG den Gedanken an Entfaltungsfreiheit aufgreift, um Voraussetungen für legitime Einschränkungen selbiger und legtime Eingriffe in selbige zu schaffen. Eine Lesart von etwas anderere Konnotation. Das deutsche Rechtssystem ist eine sehr zweischneidige Angelegenheit. Viele übersehen das gerne wenn sie damit für ihre Sache punkten wollen. Wenn man unter Berufung auf das Rechtssystem punkten will, dann muss man sehr griffelspitzig und vorsichtig sein, sonst hat man schnell einen Bumerang im Gesicht. Unser Rechtssystem mag eigentlich nicht vom einfachen Bürger benutzt werden und ist da sehr struppig wenn man nicht aufpasst.

Meinetwegen könnte man in ganz Deutschland in allen Bereichen der öffentlichen Hand das Nacktherumlaufen erlauben. Würde ich dann wahrscheinlich oft machen. Aber jemanden, der das bei sich nicht möchte, dazu zwingen, das in seinem Bereich, zB seinem Haus, zB seinem Schwimmbad, zu dulden, ist nicht in Ordnung.

1 -Gefällt mir

J
jana23072002
23.06.22 um 23:19
In Antwort auf maegan_22693287

Wieso intolerant? Diesen Vorwurf möchte ich energisch zurückweisen. Ich toleriere so einiges, störe mich nicht an unförmigen Gestalten, fiesen Badeanzügen nebst Träger*innen oder zu engen Bikinis, schreienden Kindern, bösen Blicken weiblicher Gäste, lüsternen der Männer, lassen die Menschen leben und verurteile nicht.

Warum sollte ich mich verstecken, nur um veralteten Moralvorstellungen ewig Gestriger zu entsprechen?

Im Kern will ich genau Gegenteiliges erreichen und in der breiten Masse gegen die Sexualisierung des weiblichen Geschlechts werben. Erst wenn der Anblick von unbekleideten Brüsten an der Tagesordnung ist, ungeachtet lokaler Gegebenheiten, dürfte sich die Ungleichbehandlung von Mann und Frau, zumindest diesbezüglich, erledigt haben.



 

Der Punkt ist, wie man für Rechte eintritt. Wenn du gegenüber dem Bademeister darauf beharrst, gegen die rechtmäßig erlassene und gültige Hausordnung zu verstossen, verlässt du den Rahmen der Rechtmäßigkeit. Und begest einen Vertragsbruch, weil du beim Vertragsabschluss durch Eintrittzahlen die Verpflichtung eingehst, beim Aufenthalt die Hausordnung einzuhalten und dieser Verpflichtung nicht nachkommst.

Wenn jede/r geltendes Recht mit Füssen tritt, weil sie/er etwas ändern will was ihr/ihm nicht passt, nimmt die Anarchie noch üblere Ausmaße an als ohnehin schon. (Ich bin nicht spiessig, ich sehe aber, wie Berlin immer weiter herunterkommt weil viele glauben, machen zu können, wonach ihnen aus was für Gründen auch immer gerade ist, weil der Zweck die Mittel heilige.)

Stattdessen könntest du dich dafür einsetzen, dass der Betreiber, ohne genötigt zu sein, durch gute Argumente überzeugt, von sich aus entscheidet, die Hausordnung diesbezüglich zu ändern. Das darf er. Das ist nicht neu.  Das durfte er schon was weiss ich wie lang.

Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 23:24
In Antwort auf jana23072002

Dass Körper (allerspätestens nach der Pubertät) von grundauf auch (nicht nur, aber auch!) sexuell sind, heisst nicht, dass es beim Freibadbesuch um freies Ausleben von Sexualität geht. Wer denkt sowas? Bedecken von Brüsten dient unter anderen dazu, das Aufkommen des Wunsches nach freiem Ausleben einzudämmen. Mir ist das im übrigen insofern wurscht als ich von mir behaupten kann, meine Sexualität insgesamt bei weitem freier ausleben zu können als die meisten Männer das heutzutage können. Ich brauche dazu nicht das Textil-Freibad, in dessen Zweckbestimmung "freies Ausleben von Sexualität" nicht enthalten ist.

Das alles ist nicht der Punkt. Der Punkt sind die Rechte der Bad-Betreiber. Es kann nicht angehen, dass Leute, weil sie oben ohne baden wollen, dazu unter anderem die Hausrechte der Bad-Betreiber verletzen. Wenn sie Änderungen herbeiführen möchten, dann auf rechtmäßige Weise, zB, indem sie solche Bäder aufsuchen, in denen die Hausordnung das Oben-Ohne-Baden bereits hergibt. Wenn der Profit der anderen Badbetreiber dadurch schwindet, werden sie sich schon von alleine überlegen, ob sie nachziehen und ihre Hausordnung auch ändern. Aber dann ist es ihre Entscheidung und nicht von Leuten, denen es nicht zusteht, aufgenötigt.
Und wenn der Profit sich nicht ändert, weil den meisten Frauen eine Oben-Ohne-Badeerlaubnis egal ist, weil sie sie sowieso nicht nutzen würden, ist doch alles gut.

Im übrigen sind mir viele Leute in unserem Land viel zu optimitisch, was den Glauben an Rechte angeht, die sie zu haben meinen. Wenn sie sich richtig informieren und dann dafür einsetzen würden, diese Rechte (und die damit einhergehenden Pflichten/Verantwortungen) per Gesetz wirklich zu bekommen, gäbe es auf vielen Rechtsgebieten viel weniger Gelackmeierte. Die Leute glauben oft naiv-optimistisch beim Kritisieren einer Faktenlage an eine heile Welt im Rechtssystem. Zum Beispiel die oft anzutreffende Sichtweise, Artikel 2 GG garantiere Entfaltungsfreiheit. Realistischer finde ich die Sichtweise, dass Artikel 2 GG den Gedanken an Entfaltungsfreiheit aufgreift, um Voraussetungen für legitime Einschränkungen selbiger und legtime Eingriffe in selbige zu schaffen. Eine Lesart von etwas anderere Konnotation. Das deutsche Rechtssystem ist eine sehr zweischneidige Angelegenheit. Viele übersehen das gerne wenn sie damit für ihre Sache punkten wollen. Wenn man unter Berufung auf das Rechtssystem punkten will, dann muss man sehr griffelspitzig und vorsichtig sein, sonst hat man schnell einen Bumerang im Gesicht. Unser Rechtssystem mag eigentlich nicht vom einfachen Bürger benutzt werden und ist da sehr struppig wenn man nicht aufpasst.

Meinetwegen könnte man in ganz Deutschland in allen Bereichen der öffentlichen Hand das Nacktherumlaufen erlauben. Würde ich dann wahrscheinlich oft machen. Aber jemanden, der das bei sich nicht möchte, dazu zwingen, das in seinem Bereich, zB seinem Haus, zB seinem Schwimmbad, zu dulden, ist nicht in Ordnung.

1. Ja was denn, ist der Körper nun was Sexuelles oder nicht? Das kam von dir, nicht von mir. Hier geht es darum, dass Männer deiner Meinung nach freizügig ihren ach so sexuellen Körper zeigen dürfen, Frauen aber nicht. 

2. Hausrecht hin oder her, es ist und bleibt Sexismus. Genauso wie es homophob ist, wenn Konditoreien für Schwule keine Hochzeitstorte machen wollen, obwohl das ihr "Hausrecht" ist. Mit dem Hausrecht kann man vieles rechtfertigen, das heißt nicht, dass es in irgendeiner Weise gerecht ist. Wenn das Hausrecht meint, Leute diskriminieren zu müssen, ist das prinzipiell nicht okay, ungeachtet dessen, ob Frauen das jetzt nutzen würden oder nicht. Was zählt ist, das fleiche Recht dazu zu haben. Die Übersexualisierung des weiblichen Körpers, die dazu führt, dass Frauen sich verstecken müssen, ist auch außerhalb des Freibads ein Problem, sonst würde kein Hahn, oder in dem Fall, Bademeister danach krähen. 

3. "Jemanden dazu zu zwingen, der das nicht möchte, ist nicht in Ordnung" stimmt- in dem Fall muss derjenige aber konsequent bleiben und diese Regeln nicht nur auf die weiblichen Badegäste beschränken. 

Gefällt mir

N
nel
23.06.22 um 23:25
In Antwort auf jana23072002

Der Punkt ist, wie man für Rechte eintritt. Wenn du gegenüber dem Bademeister darauf beharrst, gegen die rechtmäßig erlassene und gültige Hausordnung zu verstossen, verlässt du den Rahmen der Rechtmäßigkeit. Und begest einen Vertragsbruch, weil du beim Vertragsabschluss durch Eintrittzahlen die Verpflichtung eingehst, beim Aufenthalt die Hausordnung einzuhalten und dieser Verpflichtung nicht nachkommst.

Wenn jede/r geltendes Recht mit Füssen tritt, weil sie/er etwas ändern will was ihr/ihm nicht passt, nimmt die Anarchie noch üblere Ausmaße an als ohnehin schon. (Ich bin nicht spiessig, ich sehe aber, wie Berlin immer weiter herunterkommt weil viele glauben, machen zu können, wonach ihnen aus was für Gründen auch immer gerade ist, weil der Zweck die Mittel heilige.)

Stattdessen könntest du dich dafür einsetzen, dass der Betreiber, ohne genötigt zu sein, durch gute Argumente überzeugt, von sich aus entscheidet, die Hausordnung diesbezüglich zu ändern. Das darf er. Das ist nicht neu.  Das durfte er schon was weiss ich wie lang.

Stimmt, Sexisten gegenüber muss man immer schön höflich und verständnisvoll bleiben

Gefällt mir

M
maegan_22693287
23.06.22 um 23:33

Es ist schon erstaunlich, dass hier unbedeckte Brustwarzen von Frauen mit direkter Auslebung von Sexualität in Einklang gebracht werden. Das dürfte in dieser Form eher eine eigenwillige Interpretation vereinzelter User sein, bin mir jedoch sicher, dass dies weder die Auffassung der Gesetzgeber darstellt, noch entsprechend literarisch hinterlegt ist, wenn dann in Form von Fabeln.

Gefällt mir

R
ricardo
24.06.22 um 0:20
In Antwort auf nel

1. Ja was denn, ist der Körper nun was Sexuelles oder nicht? Das kam von dir, nicht von mir. Hier geht es darum, dass Männer deiner Meinung nach freizügig ihren ach so sexuellen Körper zeigen dürfen, Frauen aber nicht. 

2. Hausrecht hin oder her, es ist und bleibt Sexismus. Genauso wie es homophob ist, wenn Konditoreien für Schwule keine Hochzeitstorte machen wollen, obwohl das ihr "Hausrecht" ist. Mit dem Hausrecht kann man vieles rechtfertigen, das heißt nicht, dass es in irgendeiner Weise gerecht ist. Wenn das Hausrecht meint, Leute diskriminieren zu müssen, ist das prinzipiell nicht okay, ungeachtet dessen, ob Frauen das jetzt nutzen würden oder nicht. Was zählt ist, das fleiche Recht dazu zu haben. Die Übersexualisierung des weiblichen Körpers, die dazu führt, dass Frauen sich verstecken müssen, ist auch außerhalb des Freibads ein Problem, sonst würde kein Hahn, oder in dem Fall, Bademeister danach krähen. 

3. "Jemanden dazu zu zwingen, der das nicht möchte, ist nicht in Ordnung" stimmt- in dem Fall muss derjenige aber konsequent bleiben und diese Regeln nicht nur auf die weiblichen Badegäste beschränken. 

Gibt es aber nicht noch Sexismus in der Satire? Ist dieser Sexismus auch falsch?

Gefällt mir

J
jana23072002
24.06.22 um 1:03
In Antwort auf nel

1. Ja was denn, ist der Körper nun was Sexuelles oder nicht? Das kam von dir, nicht von mir. Hier geht es darum, dass Männer deiner Meinung nach freizügig ihren ach so sexuellen Körper zeigen dürfen, Frauen aber nicht. 

2. Hausrecht hin oder her, es ist und bleibt Sexismus. Genauso wie es homophob ist, wenn Konditoreien für Schwule keine Hochzeitstorte machen wollen, obwohl das ihr "Hausrecht" ist. Mit dem Hausrecht kann man vieles rechtfertigen, das heißt nicht, dass es in irgendeiner Weise gerecht ist. Wenn das Hausrecht meint, Leute diskriminieren zu müssen, ist das prinzipiell nicht okay, ungeachtet dessen, ob Frauen das jetzt nutzen würden oder nicht. Was zählt ist, das fleiche Recht dazu zu haben. Die Übersexualisierung des weiblichen Körpers, die dazu führt, dass Frauen sich verstecken müssen, ist auch außerhalb des Freibads ein Problem, sonst würde kein Hahn, oder in dem Fall, Bademeister danach krähen. 

3. "Jemanden dazu zu zwingen, der das nicht möchte, ist nicht in Ordnung" stimmt- in dem Fall muss derjenige aber konsequent bleiben und diese Regeln nicht nur auf die weiblichen Badegäste beschränken. 

ad 1:

Wieso sollte das Zeigen des Oberkörpers ein freies Ausleben von Sexualität sein?

ad 2:

Seit wann verpflichtet das Gesetz den Bürger zu Gerechtigkeit? Das ist eine naiv-optimistische Vorstellung, aber in sehr vielen Bereichen ist der Bürger nicht im geringsten zu Gerechtigkeit verpflichtet - eine solche Verpflichtung wäre gruselig, weil dann das Hauen und Stechen wegen unterschiedlicher Vorstellungen von Gerechtigkeit noch viel übler wäre als ohnehin schon.

Mag sein, dass Übersexualisierung des weiblichen Körpers als Problem wahrgenommen wird, aber inwiefern rechtfertigt das Brüche geltenden Rechts anstatt Änderungen von Rechtslagen mit legalen Mitteln anzustreben?

Dir gefällt die Einstellung des Bademeisters nicht, der nicht gegen geltendes Recht verstösst, was man aber vielleicht irrtümich annehmen könnte? Es ist dir unbenommen, Einstellungen ändern zu wollen - im Rahmen der Rechtmäßigkeit. Du kannst dich also mit solchen Leuten ins Benehmen setzen wenn du dir das antun willst. Du kannst dir aber auch einen Bademeister suchen, dessen Einstellung dir besser gefällt. Inwiefern rechtfertigt der Umstand, dass dir die Einstellung des Bademeisters nicht gefällt, die Verletzung der bestehenden Rechte des Betreibers des Bades?

Der Konditor, der die Torte nicht backen mag,  könnte im Gegensatz zum Badbetreiber übrigens gegen AGG §19 Absatz 1 verstossen und du kannst nach §21 verlangen, dass er die Hochzeitstorte liefert sofern das nicht zB gegen Gebote seiner Religion verstösst. Strafrechtliche Konsequenzen, die ihn beeindrucken müssten, sind wohl eher Fehlanzeige. Und was machst du wenn er dich verarcht und am Tag der Hochzeit erklärt, seine Zuckergussmaschine sei durch höhere Gewalt kaputtgegangen, drum könne er beim besten Willen nicht liefern?

Beim Bademeister/Badbetreiber wäre bei den derzeiti üblichen Gepflogenheiten nicht von einem Verstoss gegen AGG §19 Abs 1 auszugehen - noch sind wir nicht so weit, dass das Baden oben ohne bei Frauen im Freibad ein Massengeschäft wäre - geschweige denn eins, welches typischerweise ohne Ansehen der Person zu vergleichbaren Bedingungen in einer Vielzahl von Fällen zustande kommen würde. Unter anderem deswegen, weil dieses Geschäft (Eintrittsgeld - Baden-Oben-Ohne) bei Frauen eher selten zustandekommen dürfte, weil die Mehrheit der schwimmbadbesuchenden Frauen gar nicht oben ohne baden will, und weil Schwimmbadbesuch ein Geschäft ist, bei dem Ansehen der Person ganz klar eine Rolle spielt - zB geschlechtergetrennte Umkleiden/Duschen, zB Bereiche für Versehrte, die von Unversehrten nicht genutzt/blockiert werden dürfen...

Wenn man die Rechte jedes Stinkstiefels, dessen ungerechte Einstellung einem nicht passt, verletzen dürfte, ginge es lustig zu auf der Welt und Überbevölkerung wäre das letzte worüber wir uns Sorgen machen müssten.

ad 3:

Wieso sollte der das müssen? Wenn er andere Vorstellungen von Gerechtigkeit hat als du und seine Regelung seiner Meinung nach gut begründen kann? Nach welchem Maßstab sollten deine Vorstellungen von Gerechtigkeit besser sein als seine und wieso sollte in seinem Haus, wo er entscheiden darf, dieser Maßstab relevant sein? Er ist derjenige, der entscheiden darf, wer sich bei ihm wie entfalten darf. 

Wie ist das eigentlich wenn jemand ein Schwimmbad betreiben möchte, welches nur von Personen besucht werden darf, die sowohl biologisch männlich sind als auch sich als Männer identifizieren? Bei dem dürften Frauen auch nicht oben ohne baden. 

1 -Gefällt mir

J
jana23072002
24.06.22 um 1:05
In Antwort auf nel

Stimmt, Sexisten gegenüber muss man immer schön höflich und verständnisvoll bleiben

Das wäre gegenüber allen Menschen nett. Wusstest du das nicht?
Aber müssen tust du das gegenüber niemandem - es reicht, den Rahmen der Rechtmäßigkeit nicht zu sprengen.

1 -Gefällt mir

L
lina_85
24.06.22 um 9:18

Das Wort Toleranz ist in diesem Thread irgendwie fehl am Platz. 

Das dieses Forum hier bezüglich Nacktheit und Sexualität anders tickt habe ich inzwischen gemerkt. 
Nur frage ich mich warum man automatisch ein Spießer ist oder im Mittealter lebt wenn man keine Strings mag oder die Brüste nicht gerne herzeigt? 

Jeder sollte so leben wie er möchte aber warum muss man seinen Lebensstil oder seine Meinung anderen Leuten aufdrängen?
Es wäre ja umgekehrt auch nicht fair wenn ich mir einen FKK Strand aussuche, mich im Badeanzug dort hinlege und auf mein Recht behaare. 
Ich komme übrigens aus einem Land wo Frauen noch gar nichts zu sagen haben. Die würden sich über die Meldung das blanke Brüste ein Schritt zur Gleichberechtigung sind kaputt lachen. 
Bis sowas Thema wird wären andere Dinge wichtiger. 
 

5 -Gefällt mir

D
dickunddoof
24.06.22 um 9:55

@ Jana



18 Punkte!

Durchweg tolle Argumentation.

Leider ist es vielfach so, dass Menschen falsche Vorstellungen von Recht/von Gesetzen haben.
Sieht man hier deutlich: da hat man mal irgendwas davon gehört, dass Diskriminierung verboten ist, das Bad diskriminiert (in den Augen einiger), also muss man sich nicht an die Regeln des Bades halten, und darf sich benehmen wie man will.

Dass nicht jeder Einzelne mit seiner persönlichen Rechtsauffassung diese Beurteilung trifft, sondern dafür in einem Rechtsstaat Gerichte zuständig sind, wird ignoriert.
Vielleicht liegt gar keine Diskriminierung vor, vielleicht gibt es sachliche Gründe - sonstige Badegäste, Kinder, Menschen mit anderem kulturellen Background, die sich gestört fühlen könnten; vielleicht bestehen räumliche, zeitliche Regelungen, um den Wünschen und Vorstellungen aller Badegäste gerecht zu werden und man selbst hat dies nicht mitbekommen...

Der "Witz" an dieser Haltung - man muss sich nicht an Regeln/Gesetze halten - besteht darin, dass das selbstverständlich nur für einen selbst gilt.
Halten sich andere nicht an Gesetze wird ganz schnell, spätestens wenn man selbst dabei mal benachteiligt ist oder gar (schwer) geschädigt wird, nach dem Rechtsstaat gerufen, und erwartet, dass der dem bösen Gegenüber Einhalt gebietet


Btw
mit Par 19 AGG, der dann aber von Par 20 AGG wieder "kassiert" wird, dürftest du richtig liegen

Bäder sind in der Regel privatrechtliche Einrichtungen, so dass Zivilrecht Anwendung findet.
Selbst wenn Bäder mit kommunaler Beteiligung betrieben werden, nehmen sie im allgemeinen trotzdem keine hoheitlichen Aufgaben wahr, so dass sich die Zuordnung zum Rechtsgebiet nicht ändert
allerdings sind "Ungleichbehandlungen" wegen eines sachlichen Grundes immer möglich, und als solcher dürften hier die Wert- und Moral-Vorstellungen anderer Badegäste genügen.

Gefällt mir

Diskussionen dieses Nutzers