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So langsam verzweifelt wegen der Verhütung

17. März um 23:55

Ich hoffe, dass ich hier jetzt im richtigen Forum gelandet bin, das ist das erste Mal, dass ich hier auf dieser Seite etwas poste.
 
Ich habe mich jetzt doch mal hier angemeldet, da ich langsam etwas am verzweifeln bin und würde ich mir gerne alles einfach mal von der Seele schreiben.
 
Ich weis gar nicht, wo ich anfangen soll. Im Großen und Ganzen geht es um Verhütung. Da ich keine Kinder haben möchte, bin ich (eigentlich schon mein Leben lang) auf der Suche nach einer, ja, quasi lebenslangen Verhütungsmethode und weis so langsam nicht mehr weiter. 
 
Das Thema hat bei mir mit 16 angefangen, als ich von meiner FA die Pille bekommen habe, damals für meine schlechte Haut. Direkt mit dem ersten Präparat das ich damals bekommen habe, hatte ich nie merkliche Probleme, zumindest keine die ich zu dem Zeitpunkt gemerkt hatte. Daher habe ich sie auch freudig weiter genommen, bis ich dann mit 19/20 meinen ersten Freund hatte und mit diesem dann auch sexuell aktiv wurde. Als wir uns getrennt haben, dachte ich mir, jetzt wo ich ja eh wieder singel bin, kann ich ja auch mal die Pille absetzen. Mich hatte es eh schon lange interessiert, wie es so ohne ist und ob sich in den 4 ½ Jahren nicht doch irgendwelche Nebenwirkungen entwickelt haben, bei denen ich nie gemerkt hatte, dass sie von der Pille kommen.
 
Gesagt getan habe ich sie abgesetzt und siehe da: weniger Kopfschmerzen und bessere Stimmung. Der größte Unterschied war jedoch, dass ich soo viel entspannter war, weil ich nicht mehr jede freie Minute daran denken musste, ob ich auch ja nicht vergessen habe die Pille zu nehmen. Dass mich das so sehr belastet hat, habe ich wirklich erst gemerkt, als ich sie abgesetzt hatte. Ich bin damals teilweise mitten in der Nacht hochgeschreckt, aus Panik, ich könnte die Pille vergessen haben zu nehmen, was bei mir nie vorgekommen ist, dennoch war die ständige Panik da. Auch, ob der Schutz vielleicht doch durch irgendwelche Medikamente, Durchfall, Erbrechen oder oder oder beeinträchtigt worden sein könnte. Damals dachte ich, das wäre normal so, andere Mädels nehmen ja auch die Pille und müssen sich mit sowas rumschlagen, schließlich haben die ja auch nie gemeckert. Mittlerweile finde ich, dass das so absolut nicht sein sollte und möchte eigentlich auch nicht wieder zur Pille zurück.
 
„Dummerweise“ hat mein Single Dasein nicht allzu lange gehalten und kurze Zeit nach der Trennung von meinem Ex lernte ich (recht ungeplant) meinen jetzigen Freund kennen. Da ich ja die Pille abgesetzt hatte, verhüteten wir die ersten 6 Monate ausschließlich mit Kondom. Da ich Kondomen sowieso nicht so 100%ig vertraue (ein klitzekleines Loch reicht schon und das ganze Ding hat seinen kompletten Zweck verfehlt, wie kann man so einem Ding trauen?? ), war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich meine Tokophobie, sprich meine panische Angst vor Schwangerschaft, mal wieder meldet, da sie das sowieso in regelmäßigen Abständen tut. Also habe ich eines abends meinem Freund unter Tränen und Schluchzen von meinen Ängsten und Sorgen bezüglich Verhütung und schwanger werden erzählt. Er war sehr einfühlsam und verständnisvoll und gab mir Geld für die Kupferspirale dazu, welche ich mir zu dem Zeitpunkt schon länger setzen lassen wollte, aber nicht ausreichend Geld für hatte. 
 
Wenige Wochen später habe ich mir diese dann auch einsetzen lassen. Das Einsätzen war das schmerzhafteste was ich bisher erlebt habe, ich dachte wirklich, ich falle in Ohnmacht vor Schmerzen. Als sie dann beim ersten Mal auch nicht richtig lag, dachte ich, ich sterbe. Als ich da so lag, dachte ich mir, wenn diese Spirale irgendwann wieder rauskommt, werde ich mir nie wieder so eine setzen lassen.
Naja, da dachte ich allerdings auch noch, dass das jetzt DAS Verhütungsmittel für mich ist und die mindestens 3, wenn nicht sogar die vollen 5 Jahre drinbleiben wird und nach so langer Zeit hat man die Schmerzen bestimmt eh wieder vergessen.

Am selben Tag hatte ich dann starke Blutungen (was ja durchaus normal sein kann) und Schmerzen wie bei einer sehr starken Regelblutung. Mit einer Wärmflasche auf der Couch ging das auf jeden Fall klar. Am nächsten Tag war es dann schon deutlich besser und meine Menstruation dauerte insgesamt genauso lang wie sonst auch.

Der erste Monat nach dem setzen war soweit auch komplett komplikationslos, doch dann fing das ganze an. Ich bin eigentlich die ganze Zeit am dauerbluten. Die Blutungen halten teilweise bis zu 18 Tage am Stück und ich bin ja schon froh, wenn ich mal ne Woche pro Monat keine Blutungen habe. Natürlich war ich deshalb dann auch beim FA. Mehrfach sogar.
Zuerst hieß es, ich solle erst mal warten, das gibt sich bestimmt noch. Als es nach 3 Monaten immer noch nicht besser wurde, verschrieb mir mein FA ein Präparat, welches die Blutungen erst mal stoppen sollte. Das sollte ich nehmen, bis die Blutungen vollständig aufhören (nach seiner Angabe sollte das nach spätestens 3-4 Tagen der Fall sein), es dann wieder aufhören zu nehmen und wenn sie wieder anfange, die Tabletten wieder nehmen und schauen, ob die Blutungen sich so einpendeln lassen.
Leider haben die Tabletten bei mir gar nichts gebracht. Nachdem ich sie 3 Wochen lang genommen habe und die Blutungen davon nicht einmal weniger geworden sind, geschweige denn, dass sie aufhörten, habe ich den Versuch aufgegeben. Ich bin immer noch quasi am dauerbluten und bin jetzt nach 6 Monaten so weit, dass ich sie mir eigentlich gerne wieder ziehen lassen will. Hier kommt jetzt aber mein Problem. 

Was soll ich danach weiter machen? Generell Hormone möchte ich eigentlich nur äußerst ungerne wieder nehmen, da in meiner Familie sowieso Brust- und Eierstockkrebs verbreitet ist und ich dem nicht so ganz traue, dass die Hormone in den Pillen, Hormonspiralen, etc. WIRKLICH keine Auswirkungen darauf haben. Zudem stelle ich es mir auch nicht sonderlich gesund vor, seinen Körper dauerhaft mit künstlichen Hormonen vollzupumpen und von erhöhtem Thromboserisiko und dem ganzen fange ich gar nicht erst an.
Hormone fallen also weg.

Was bleibt da noch? Diaphragmen währen eine hormonfreie Alternative. Hierüber habe ich sowohl im Netz, als auch von Freundinnen bereits viel Verzweiflung mitbekommen, weil es erst auf den eigenen Körper angepasst werden muss und es generell wohl so ein kleiner Fall für sich sein soll. Zudem stelle ich es mir jetzt nicht sonderlich romantisch vor, jedes Mal vorher das beim Diaphragma benötigte Verhütungsgel (Spermiostatikum) verwenden zu müssen. Da finde ich Kondome dann doch deutlich einfacher und auch schneller.

Dann gibt es da noch die symptothermale Methode. Diese habe ich persönlich nie ausprobiert, da aber mein Körper sowieso zu wenige Hormone produziert, was nicht weiter schlimm ist, ich dadurch jedoch eine sehr unregelmäßige und auch eher seltene Menstruation habe. Dadurch glaube ich nicht, dass ich hierbei wirklich brauchbare Ergebnisse bekommen würde. Zudem hat diese Methode meines Erachtens keinen so guten Ruf was ihre Zuverlässigkeit angeht. Daher kommt das für mich auch eher weniger in Frage.

Dann das Femidom. Hier sehe ich persönlich nicht, wieso man es verwenden sollte, da normale Kondome für den Mann mal wieder deutlich einfacher und schneller zu verwenden sind. 

Die letzte Alternative die es dann noch gäbe (und die für mich wie Weihnachten, Geburtstag und Ostern zugleich wäre), wäre die Sterilisation. Leider ist es hier in Deutschland ja nahezu ein Ding der Unmöglichkeit eine solche zu bekommen, gerade bei einem so jungen Alter wie bei mir mit 22 Jahren. Seitdem ich mir über dieses Thema Gedanken mache, weiß ich, dass ich später definitiv keine Kinder haben möchte, von Ärzten wird man damit aber leider ja nicht einmal ernst genommen.

Daher bleiben eigentlich nur Kondome übrig, wenn man auf Hormone verzichten möchte und da habe ich in den 6 Monaten ja gemerkt, dass nur mit Kondomen zu verhüten nicht gerade beruhigend für meine Tokophobie ist, was mich dann aus Verzweiflung auf solche Ideen bringt, wie einfach abstinent zu bleiben. Gerade in einer langjährigen und festen Beziehung sollte das ja aber nicht Sinn der Sache sein.

Daher frage ich hier jetzt mal nach Rat was ihr mir in meiner Situation raten würdet. Die Kupferspirale hätte ich eigentlich schon gerne raus, das das mit den nicht enden wollenden Blutungen langfristig ja auch nicht gesund sein kann. 

Falls ihr bis hier hergekommen seid, bedanke ich mich, dass ihr euch die Zeit genommen habt meinen (doch recht lang gewordenen :lol Text zu lesen und hoffe, dass ihr vielleicht irgendeinen Rat oder Tipps für mich habt.
 

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