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Sexuelle Abneigung gegen Partner - wieder hinkriegen?

19. Juli 2016 um 15:41

Hallo zusammen,

ich (w, 26) bin seit fast 6 Jahren mit meinem Freund (26) zusammen. Er ist ein toller Mensch, lieb, zuverlässig, rücksichtsvoll und wir passen auch super zusammen (gleicher Humor; ähnliche Einstellungen etc.).

Nach ca. 1,5 Jahren unserer Beziehung ging es (quasi schleichend) los, dass ich weniger sexuelle Lust auf ihn hatte. Wir hatten trotzdem Sex und WENN wir Sex hatten, war ich dann auch erregt und es hatte Spaß gemacht. Trotzdem nahm die Unlust zu und ich hatte beim Vorspiel immer mehr Probleme, erregt zu werden. Ich kam richtig schwerfällig in die Gänge und musste mich regelrecht zum Sex antreiben. (An dieser Stelle muss ich anmerken, dass ich KEIN körperliches Erregungsproblem habe. Ich befriedige mich auch selbst damals wie heute. Und eine generelle Lust auf Sex ist da.)

Natürlich hab ich mich dann selbst unter Druck gesetzt (es MUSS ja gehen, ging doch sonst auch immer). Um ehrlich zu sein, hat mich mein Freund da auch etwas unter Druck gesetzt, war z.B. beleidigt, wenn ich keine Lust hatte und nicht so richtig wollte. Gerade, wenn er abends Sex wollte und ich aber nicht wollte (weil ich wusste, dass ich eeeeewig nicht feucht werde), war er am nächsten Tag bockig und die Stimmung angekratzt. So ging das ganz langsam los und irgendwie haben sowohl er als auch ich gedacht, dass sich diese ganze Sache (meine Unlust) irgendwann wieder gibt quasi von allein (schön blöd).

Das Ganze wurde über die Jahre immer schlimmer. Irgendwann war ich dann einfach nur noch resigniert/sauer auf mich selbst/genervt. Dann kam es natürlich an den Punkt, an dem der Sex mit meinem Freund auch gar keinen Spaß mehr gemacht hat und sowieso immer seltener wurde. Wir haben viel und immer wieder darüber geredet und mein Freund hat dann auch selbst gesagt, dass sein Verhalten zu Beginn (dass er bockig und beleidigt reagiert hat, wenn ich keinen Sex wollte) nicht in Ordnung war.

Er hat mich auch gefragt, was ich beim Sex schön finde oder gern mal machen möchte, aber da war ich schon an dem Punkt, wo ich auch keine Lust auf Experimente hatte. Witzigerweise muss man sagen, dass ich generell ein offener Mensch bin und auch beim Sex gern neue Dinge ausprobiere. Aber in Bezug auf meinen Freund ist das totale Gegenteil der Fall. Da könnte man echt meinen, ich wäre verklemmt und keineswegs experimentierfreudig.

Mittlerweile ist es so, dass ich mich ihm gar nicht erotisch hingeben WILL. Diese Leidenschaft, die man beim Sex hat und die Hingabe und die Geilheit, in der man sich zeigt irgendwie will ich das in Zusammenhang mit meinem Freund nicht. Es gibt jetzt auch keine schlimmen sexuellen Erfahrungen, die ich beispielsweise in meiner Kindheit erlebt habe. Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit. Und mit meinen Eltern bzw. mit meiner Familie komme ich auch gut klar. Auch die Familienverhältnisse von meinem Freund sind sehr stabil. Da gibt es keine schlimmen Ereignisse, die man irgendwie mit sich herumträgt.

Aus meiner Sicht haben wir quasi 4 Jahre lang ein Problem falsch angepackt. Wir haben gedacht, es gibt sich von allein wieder, was eigentlich total bescheuert ist, aber mit Anfang 20 hatten wir da auch nicht so die Erfahrung, wie man damit umgeht. Wir hatten zwar beide zuvor Beziehungen gehabt, aber keine sehr langfristigen.
Mittlerweile ist es fast wie Bruder und Schwester zwischen meinem Freund und mir Wir verstehen uns total gut, aber das Sexuelle Da ist eine totale Abneigung auf meiner Seite entstanden.

Nun sind wir zu einer Paartherapeutin gegangen, weil wir uns nach fast 6 Jahren immer noch sehr gut verstehen und gerade im zwischenmenschlichen Bereich nichts auszusetzen haben. Da sagt man sich ja schon: Es ist zu schade, um es wegzuwerfen. Bei der Therapie haben wir zunächst die Dinge abgeklappert, wie die Familienverhältnisse sind usw (die Therapeutin muss einen ja auch erstmal ein klein wenig kennen lernen bzw sich ein Bild von einem machen).

Trotzdem würde es mich interessieren: War schon mal jemand von euch in so einer Situation? Also das man eine richtige Abneigung entwickelt hat? Und kann man diese Abneigung wieder überwinden? Sicherlich ist professionelle Hilfe hierbei wichtig, aber schafft man es? Ist es sinnvoll? Und, wenn ihr sowas auch schon mal erlebt habt, wie lief das bei euch ab?

Es ist auch schwer zu beschreiben, wie sich die Abneigung für mich anfühlt. Stellt euch jemanden vor, (meinetwegen auch optisch; auch wenn das jetzt vielleicht oberflächlich ist, aber es geht nur um die Beschreibung des Gefühls) den ihr total furchtbar findet; der euch zu dick oder zu dünn ist; der vielleicht unangenehm riecht und der (aus eurer Sicht) überhaupt nicht hübsch ist. Vielleicht kennt ihr auch jemanden in eurem Umfeld, den ihr absolut nicht anziehend findet. Und jetzt stellt euch vor, dass ihr mit diesem Menschen Sex haben sollt und ihr sollt dabei Lust und Geilheit empfinden. So in etwa fühlt sich das für mich an da stellt sich eine total Abneigung ein.
Es ging hierbei NUR um die Beschreibung des GEFÜHLS. Mein Freund ist ein attraktiver Mann und eigentlich genau mein Typ; dennoch stellt sich auf der sexuellen Ebene dieses Gefühl ein.

Kennt ihr sowas? Wie seid ihr damit umgegangen?

19. Juli 2016 um 18:15

Hey du!
Mir kommen sehr viele Dinge aus deinem Text bekannt vor.
Mit meinem Ex war ich sogar noch etwas länger zusammen als du jetzt mit deinem Freund, wir sind auch beide Mitte 20.

Bei uns waren es die ersten sexuellen Erfahrungen, die wir beide gemacht hatten, trotzdem waren wir am Anfang total scharf aufeinander, hatten viel und oft Sex. Irgendwann schlich sich dieses Gefühl, was du beschreibst, aber auch bei mir ein, ich habe es lange ignoriert.
Mein Ex war bzw. ist auch ein toller und attraktiver Mann, überaus tolerant, verständnisvoll, wir konnten immer über alles reden. Auch über unsere Wünsche und Bedürfnisse im Bett. Wir haben auch, um unsere Grenzen auszutesten, sehr viel ausprobiert.

Ich war aber tatsächlich irgendwann froh, wenn er es gar nicht mehr versucht hat. Ich wollte keinen Sex mehr, trotz der Abwechslung war es für mich eingefahren.
Letztlich weiß ich erst seit der Trennung von ihm (aus anderen Gründen, wir waren dann doch nur noch Freunde als ein Liebespaar), was mir wirklich gefehlt hat bzw. was wohl mein Problem war. Er war immerhin mein 1. Mann, eben auch im Bett. Und als ich nach Jahren wieder Single war, hatte ich das Bedürfnis, mich auszutesten. Das kann ja nicht alles gewesen sein, dachte ich mir. Jetzt habe ich noch die eine oder andere Erfahrung gemacht mit einem anderen Mann und habe wieder richtig Lust auf Sex.

Ich denke, bei mir war der Knackpunkt, dass der Sex mit meinem Ex irgendwann trotz vieler Experimente einfach vorhersehbar war. Man war perfekt aufeinander eingespielt, wusste genau, was wann passieren würde etc. Jetzt im Nachhinein finde ich das furchtbar, auch der Gedanke allein, weil es mir unfair erscheint. Aber so ist wohl das Leben. Man entwickelt sich schließlich weiter und manchmal auseinander, und wenn es "nur" auf sexueller Ebene ist, die man ja aber auch nicht unterschätzen sollte.

Ich weiß nicht, ob dir das hilft. Ich wünsche euch natürlich, dass ihr das hinbekommt, aber mir macht die Tatsache, dass es dir schon jahrelang so geht, da etwas Sorgen. Aber es ist gut, dass ihr der Sache gemeinsam auf den Grund geht.

Alles Gute für euch

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20. Juli 2016 um 4:02
In Antwort auf althea_11940564

Hey du!
Mir kommen sehr viele Dinge aus deinem Text bekannt vor.
Mit meinem Ex war ich sogar noch etwas länger zusammen als du jetzt mit deinem Freund, wir sind auch beide Mitte 20.

Bei uns waren es die ersten sexuellen Erfahrungen, die wir beide gemacht hatten, trotzdem waren wir am Anfang total scharf aufeinander, hatten viel und oft Sex. Irgendwann schlich sich dieses Gefühl, was du beschreibst, aber auch bei mir ein, ich habe es lange ignoriert.
Mein Ex war bzw. ist auch ein toller und attraktiver Mann, überaus tolerant, verständnisvoll, wir konnten immer über alles reden. Auch über unsere Wünsche und Bedürfnisse im Bett. Wir haben auch, um unsere Grenzen auszutesten, sehr viel ausprobiert.

Ich war aber tatsächlich irgendwann froh, wenn er es gar nicht mehr versucht hat. Ich wollte keinen Sex mehr, trotz der Abwechslung war es für mich eingefahren.
Letztlich weiß ich erst seit der Trennung von ihm (aus anderen Gründen, wir waren dann doch nur noch Freunde als ein Liebespaar), was mir wirklich gefehlt hat bzw. was wohl mein Problem war. Er war immerhin mein 1. Mann, eben auch im Bett. Und als ich nach Jahren wieder Single war, hatte ich das Bedürfnis, mich auszutesten. Das kann ja nicht alles gewesen sein, dachte ich mir. Jetzt habe ich noch die eine oder andere Erfahrung gemacht mit einem anderen Mann und habe wieder richtig Lust auf Sex.

Ich denke, bei mir war der Knackpunkt, dass der Sex mit meinem Ex irgendwann trotz vieler Experimente einfach vorhersehbar war. Man war perfekt aufeinander eingespielt, wusste genau, was wann passieren würde etc. Jetzt im Nachhinein finde ich das furchtbar, auch der Gedanke allein, weil es mir unfair erscheint. Aber so ist wohl das Leben. Man entwickelt sich schließlich weiter und manchmal auseinander, und wenn es "nur" auf sexueller Ebene ist, die man ja aber auch nicht unterschätzen sollte.

Ich weiß nicht, ob dir das hilft. Ich wünsche euch natürlich, dass ihr das hinbekommt, aber mir macht die Tatsache, dass es dir schon jahrelang so geht, da etwas Sorgen. Aber es ist gut, dass ihr der Sache gemeinsam auf den Grund geht.

Alles Gute für euch

...
und was wäre die lösung bei dir?
wenn du jetzt weisst dass du mit anderen männern nicht so lange schlafen kannst,dich nach einer zeit langweilst?
offene beziehung?
oder nach 5 jahren immer beziehung wegen sex beenden?

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20. Juli 2016 um 9:51

Ja, war ich...
" War schon mal jemand von euch in so einer Situation? Also das man eine richtige Abneigung entwickelt hat?"
Ja, das war bei mir in 3 von 4 Beziehungen nach einer gewissen Zeit der Fall. Das hatte immer (!) seelische Gründe, niemals körperliche, es lag immer an etwas, dass mein Partner gemacht hat. Ich bin mir also 100% sicher, dass es auch bei dir nicht daran liegt, dass er körperlich unattraktiv ist (ich schätze Mal, sonst wärst du gar nicht mit ihm zusammen gekommen).
Also wenn ich das einfach mal so von außen einschätzen darf: Du wirst eine Phase gehabt haben, wo du eben einfach mal eine Zeit lang keinen Bock auf Sex gehabt hast- warum auch immer, sowas kommt vor - dann hast du dich zuerst selbst dazu gedrängt, dadurch hast du dann immer weniger Lust (auf ihn) gehabt. Und dann hat auch noch ER angefangen, dir emotional wegen deinen "Schwierigkeiten" Stress zu machen und dich dafür abzulehnen. Die weibliche Sexualität ist ziemlich kompliziert und empfindlich, und so ein Verhalten geht einfach gar nicht. Während der Zeit, in der du dich selbst und er dich gedrängt hat, dürfte sich das Problem dann manifestiert haben und ist chronisch geworden. Sowas merkt sich die weibliche Psyche (oder nenn es Seele, egal) für immer. Ablehnung stößt auf Gegenablehnung.

"Und kann man diese Abneigung wieder überwinden?"
Ich hab es wie gesagt 3 Mal erlebt (ich könnte sogar bei allen drei Männern die Gründe aufzählen, warum es dann so war, bevor jetzt jemand sagt es wird bei drei Männern schon an mir liegen^^) und kein einziges Mal geschafft. Wenn diese Abneigung einmal so tief verwurzelt ist, und man sich selbst schon drängen muss, um Sex zu haben, dann ist das mMn ein Kreis, der gar nicht mehr durchbrochen werden kann.
Übrigens rate ich dir davon ab, dich einfach zum Sex zu überwinden, um wieder "rein zu kommen" - das hab ich nämlich gemacht, und es hat bei mir zu 8 Jahren chronischen Schmerzen beim Sex geführt, weil mein Körper mir immer sehr genau rückmeldet, wenn ich was verdränge oder falsch mache (ich Sturkopf wollte das aber nicht einsehen).

Mein Tipp ist: Trennung. Ihr seid beide noch jung, eine Beziehung wie zwischen Bruder und Schwester sollte wirklich nicht in eurem Interesse sein. Auch wenn es "ansonsten" zwischen euch gut passt, das ist kein Grund dafür, euer Leben lang diese Beziehung aufrecht zu erhalten. Zu wahrer Liebe gehört mehr als "aber es passt doch so gut".

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20. Juli 2016 um 10:03
In Antwort auf matrjoshkaa

...
und was wäre die lösung bei dir?
wenn du jetzt weisst dass du mit anderen männern nicht so lange schlafen kannst,dich nach einer zeit langweilst?
offene beziehung?
oder nach 5 jahren immer beziehung wegen sex beenden?

Nein,
natürlich nicht.
Die wenigsten Paare, die in ihrer Jugend zusammengekommen sind, bleiben ihr Leben lang zusammen und glücklich. Und bei mir war es eben die erste Beziehung/Liebe.

Ich habe mich ja nicht getrennt, weil der Sex nicht mehr erfüllend für mich war. Das war nur ein einziger Punkt. Entscheidender waren da für mich andere Dinge.

Ich weiß ja gar nicht, wie es jetzt mit einem neuen Partner in einer Beziehung wäre Vllt ganz anders und es würde niemals langweilig werden, wer weiß das schon.

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20. Juli 2016 um 10:12
In Antwort auf specialedition

Ja, war ich...
" War schon mal jemand von euch in so einer Situation? Also das man eine richtige Abneigung entwickelt hat?"
Ja, das war bei mir in 3 von 4 Beziehungen nach einer gewissen Zeit der Fall. Das hatte immer (!) seelische Gründe, niemals körperliche, es lag immer an etwas, dass mein Partner gemacht hat. Ich bin mir also 100% sicher, dass es auch bei dir nicht daran liegt, dass er körperlich unattraktiv ist (ich schätze Mal, sonst wärst du gar nicht mit ihm zusammen gekommen).
Also wenn ich das einfach mal so von außen einschätzen darf: Du wirst eine Phase gehabt haben, wo du eben einfach mal eine Zeit lang keinen Bock auf Sex gehabt hast- warum auch immer, sowas kommt vor - dann hast du dich zuerst selbst dazu gedrängt, dadurch hast du dann immer weniger Lust (auf ihn) gehabt. Und dann hat auch noch ER angefangen, dir emotional wegen deinen "Schwierigkeiten" Stress zu machen und dich dafür abzulehnen. Die weibliche Sexualität ist ziemlich kompliziert und empfindlich, und so ein Verhalten geht einfach gar nicht. Während der Zeit, in der du dich selbst und er dich gedrängt hat, dürfte sich das Problem dann manifestiert haben und ist chronisch geworden. Sowas merkt sich die weibliche Psyche (oder nenn es Seele, egal) für immer. Ablehnung stößt auf Gegenablehnung.

"Und kann man diese Abneigung wieder überwinden?"
Ich hab es wie gesagt 3 Mal erlebt (ich könnte sogar bei allen drei Männern die Gründe aufzählen, warum es dann so war, bevor jetzt jemand sagt es wird bei drei Männern schon an mir liegen^^) und kein einziges Mal geschafft. Wenn diese Abneigung einmal so tief verwurzelt ist, und man sich selbst schon drängen muss, um Sex zu haben, dann ist das mMn ein Kreis, der gar nicht mehr durchbrochen werden kann.
Übrigens rate ich dir davon ab, dich einfach zum Sex zu überwinden, um wieder "rein zu kommen" - das hab ich nämlich gemacht, und es hat bei mir zu 8 Jahren chronischen Schmerzen beim Sex geführt, weil mein Körper mir immer sehr genau rückmeldet, wenn ich was verdränge oder falsch mache (ich Sturkopf wollte das aber nicht einsehen).

Mein Tipp ist: Trennung. Ihr seid beide noch jung, eine Beziehung wie zwischen Bruder und Schwester sollte wirklich nicht in eurem Interesse sein. Auch wenn es "ansonsten" zwischen euch gut passt, das ist kein Grund dafür, euer Leben lang diese Beziehung aufrecht zu erhalten. Zu wahrer Liebe gehört mehr als "aber es passt doch so gut".

...
das liegt aber auch an dir,weil du auf bestimmte reaktionen von partner mit der ablehnung reagierst.

andere frauen in deinem fall würden vllt nicht mit der ablehnung reagieren,weil für sie eventuell es für den sex nicht wichtig ist..

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20. Juli 2016 um 10:29
In Antwort auf matrjoshkaa

...
das liegt aber auch an dir,weil du auf bestimmte reaktionen von partner mit der ablehnung reagierst.

andere frauen in deinem fall würden vllt nicht mit der ablehnung reagieren,weil für sie eventuell es für den sex nicht wichtig ist..

....
Ja, glaubst du? Ich frage mich wirklich, wie du zu dieser Annahme kommst, da du keine Ahnung hast, was meine Erfahrungen sind.
Und weiters frage ich mich außerdem, was dein Kommentar generell für einen Sinn macht. Ich wurde nach meiner Erfahrung gefragt, diese habe ich geteilt- wenn es der Threadstellerin eventuell gleich geht wie mir, habe ich ihr damit geholfen, auch wenn es anderen Frauen anders gehen würde, wie du betonst.

Ich verstehe also nicht, was du mit deinem Kommentar bezwecken willst.

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20. Juli 2016 um 12:32
In Antwort auf specialedition

....
Ja, glaubst du? Ich frage mich wirklich, wie du zu dieser Annahme kommst, da du keine Ahnung hast, was meine Erfahrungen sind.
Und weiters frage ich mich außerdem, was dein Kommentar generell für einen Sinn macht. Ich wurde nach meiner Erfahrung gefragt, diese habe ich geteilt- wenn es der Threadstellerin eventuell gleich geht wie mir, habe ich ihr damit geholfen, auch wenn es anderen Frauen anders gehen würde, wie du betonst.

Ich verstehe also nicht, was du mit deinem Kommentar bezwecken willst.

Jeder
ist doch anders.
Und wenn man selbst so gut für sich reflektieren kann, was Sache ist, finde ich persönlich das sehr hilfreich. Nicht nur für mich, auch für andere, obwohl ich jetzt natürlich auch nicht weiß, ob es der TE hilft. Aber jeder macht ja Erfahrungen und die wollte sie hören

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20. Juli 2016 um 12:43
In Antwort auf specialedition

Ja, war ich...
" War schon mal jemand von euch in so einer Situation? Also das man eine richtige Abneigung entwickelt hat?"
Ja, das war bei mir in 3 von 4 Beziehungen nach einer gewissen Zeit der Fall. Das hatte immer (!) seelische Gründe, niemals körperliche, es lag immer an etwas, dass mein Partner gemacht hat. Ich bin mir also 100% sicher, dass es auch bei dir nicht daran liegt, dass er körperlich unattraktiv ist (ich schätze Mal, sonst wärst du gar nicht mit ihm zusammen gekommen).
Also wenn ich das einfach mal so von außen einschätzen darf: Du wirst eine Phase gehabt haben, wo du eben einfach mal eine Zeit lang keinen Bock auf Sex gehabt hast- warum auch immer, sowas kommt vor - dann hast du dich zuerst selbst dazu gedrängt, dadurch hast du dann immer weniger Lust (auf ihn) gehabt. Und dann hat auch noch ER angefangen, dir emotional wegen deinen "Schwierigkeiten" Stress zu machen und dich dafür abzulehnen. Die weibliche Sexualität ist ziemlich kompliziert und empfindlich, und so ein Verhalten geht einfach gar nicht. Während der Zeit, in der du dich selbst und er dich gedrängt hat, dürfte sich das Problem dann manifestiert haben und ist chronisch geworden. Sowas merkt sich die weibliche Psyche (oder nenn es Seele, egal) für immer. Ablehnung stößt auf Gegenablehnung.

"Und kann man diese Abneigung wieder überwinden?"
Ich hab es wie gesagt 3 Mal erlebt (ich könnte sogar bei allen drei Männern die Gründe aufzählen, warum es dann so war, bevor jetzt jemand sagt es wird bei drei Männern schon an mir liegen^^) und kein einziges Mal geschafft. Wenn diese Abneigung einmal so tief verwurzelt ist, und man sich selbst schon drängen muss, um Sex zu haben, dann ist das mMn ein Kreis, der gar nicht mehr durchbrochen werden kann.
Übrigens rate ich dir davon ab, dich einfach zum Sex zu überwinden, um wieder "rein zu kommen" - das hab ich nämlich gemacht, und es hat bei mir zu 8 Jahren chronischen Schmerzen beim Sex geführt, weil mein Körper mir immer sehr genau rückmeldet, wenn ich was verdränge oder falsch mache (ich Sturkopf wollte das aber nicht einsehen).

Mein Tipp ist: Trennung. Ihr seid beide noch jung, eine Beziehung wie zwischen Bruder und Schwester sollte wirklich nicht in eurem Interesse sein. Auch wenn es "ansonsten" zwischen euch gut passt, das ist kein Grund dafür, euer Leben lang diese Beziehung aufrecht zu erhalten. Zu wahrer Liebe gehört mehr als "aber es passt doch so gut".

Danke...
... für deine Antwort. Ich finde es wirklich sehr interessant, die Erfahrungen von anderen zu hören.
Natürlich ist jeder Mensch anders und es gibt auch kein Allheilmittel bzw. Pauschalrezept, das ist mir klar.

Ich finde es interessant, dass es dir schon 3 Mal so ergangen ist. Sicherlich kommt man dann beim 3. Mal an den Punkt, wo man weiß: "Okay, mein Körper möchte mir hiermit etwas sagen." und dann reagiert man anders als z.B. beim ersten Mal.

Mich würde dennoch interessieren: Als bei dir das erste (oder auch das zweite) Mal diese Abneigung auftrat, hast du doch bestimmt erstmal versucht, etwas dagegen zu tun? Hast du "mehr" gemacht, als dich "nur" selbst zum Sex zu überwinden? Also z.B. professionelle Hilfe geholt oder andere/neue Techniken/Methoden etc. angewandt? Ich bin lediglich neugierig. In dem, was ich schreibe, liegt keine Wertung.

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20. Juli 2016 um 13:20
In Antwort auf tu_12135672

Danke...
... für deine Antwort. Ich finde es wirklich sehr interessant, die Erfahrungen von anderen zu hören.
Natürlich ist jeder Mensch anders und es gibt auch kein Allheilmittel bzw. Pauschalrezept, das ist mir klar.

Ich finde es interessant, dass es dir schon 3 Mal so ergangen ist. Sicherlich kommt man dann beim 3. Mal an den Punkt, wo man weiß: "Okay, mein Körper möchte mir hiermit etwas sagen." und dann reagiert man anders als z.B. beim ersten Mal.

Mich würde dennoch interessieren: Als bei dir das erste (oder auch das zweite) Mal diese Abneigung auftrat, hast du doch bestimmt erstmal versucht, etwas dagegen zu tun? Hast du "mehr" gemacht, als dich "nur" selbst zum Sex zu überwinden? Also z.B. professionelle Hilfe geholt oder andere/neue Techniken/Methoden etc. angewandt? Ich bin lediglich neugierig. In dem, was ich schreibe, liegt keine Wertung.

Liebe TS,
Deine Antwort ist wirklich sehr angenehm zu lesen- besonders dass du sagst, du wertest nicht, tut bei einem so heiklen Thema gut- von daher antworte ich auch sehr gerne ausführlich:

Ja, das Problem war, die ersten beiden Male, als es mir so erging, hab ich wirklich die komplette "Schuld" auf mich genommen und geglaubt, ICH hätte ein Problem mit meiner Sexualität- deshalb bin ich nicht früher drauf gekommen, dass es schon auch an meinen Partnern lag (ich hatte nämlich 1-2 blöde Erfahrungen in der Kindheit und Jugend, auf die ich mein Verhalten zuerst fälschlicherweise geschoben hatte). Ich fand es erst heraus, als durch meinen jetzigen Partner (wir haben übrigens eine offene Beziehung) plötzlich all diese Probleme wie weggewischt waren (Unlust, Trockenheit, Schmerzen, Verkrampfungen, Verkopftheit- alles weg).

Ich wäre also gar nicht drauf gekommen, das es NICHT NUR an mir liegt, wenn mein jetziger Partner nicht gewesen wäre.

Zu deiner expliziten Frage:

Nein, ehrlich gesagt habe ich eigentlich nicht wirklich versucht, etwas dagegen zu tun, weil ich selbst und auch meine Partner mir eingeredet haben, dass das halt mein Problem ist und fertig.
Ich hab schon meinen Frauenarzt gefragt, der mir empfohlen hat, die Pille abzusetzen- hat auch kurzfristig geholfen (sehr kurzfristig..). Außerdem habe ich Bücher gelesen- aber das Problem war bei mir so festgefahren, dass ich für die eigentliche Thematik wie blind war. Ich habe viel mit Freundinnen darüber gesprochen, aber niemandem ging es wie mir. Ich habe mit 2 Psychologen ein paar wenige Gespräche darüber geführt und viiiel in Foren gelesen und nach ähnlichen Fällen gesucht. Ich kam immer wieder auf diesselbe Antwort: Der Partner stimmt nicht. Das wollte ich mir aber nicht eingestehen, deshalb haben wir es immer einfach so weiterversucht. Eine Paartherapie habe ich nie gemacht.

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20. Juli 2016 um 13:24
In Antwort auf specialedition

Liebe TS,
Deine Antwort ist wirklich sehr angenehm zu lesen- besonders dass du sagst, du wertest nicht, tut bei einem so heiklen Thema gut- von daher antworte ich auch sehr gerne ausführlich:

Ja, das Problem war, die ersten beiden Male, als es mir so erging, hab ich wirklich die komplette "Schuld" auf mich genommen und geglaubt, ICH hätte ein Problem mit meiner Sexualität- deshalb bin ich nicht früher drauf gekommen, dass es schon auch an meinen Partnern lag (ich hatte nämlich 1-2 blöde Erfahrungen in der Kindheit und Jugend, auf die ich mein Verhalten zuerst fälschlicherweise geschoben hatte). Ich fand es erst heraus, als durch meinen jetzigen Partner (wir haben übrigens eine offene Beziehung) plötzlich all diese Probleme wie weggewischt waren (Unlust, Trockenheit, Schmerzen, Verkrampfungen, Verkopftheit- alles weg).

Ich wäre also gar nicht drauf gekommen, das es NICHT NUR an mir liegt, wenn mein jetziger Partner nicht gewesen wäre.

Zu deiner expliziten Frage:

Nein, ehrlich gesagt habe ich eigentlich nicht wirklich versucht, etwas dagegen zu tun, weil ich selbst und auch meine Partner mir eingeredet haben, dass das halt mein Problem ist und fertig.
Ich hab schon meinen Frauenarzt gefragt, der mir empfohlen hat, die Pille abzusetzen- hat auch kurzfristig geholfen (sehr kurzfristig..). Außerdem habe ich Bücher gelesen- aber das Problem war bei mir so festgefahren, dass ich für die eigentliche Thematik wie blind war. Ich habe viel mit Freundinnen darüber gesprochen, aber niemandem ging es wie mir. Ich habe mit 2 Psychologen ein paar wenige Gespräche darüber geführt und viiiel in Foren gelesen und nach ähnlichen Fällen gesucht. Ich kam immer wieder auf diesselbe Antwort: Der Partner stimmt nicht. Das wollte ich mir aber nicht eingestehen, deshalb haben wir es immer einfach so weiterversucht. Eine Paartherapie habe ich nie gemacht.

Ach so, ja..
..und Techniken und Methoden: Da hatte ich ALLES durch. Gleitgel, verschiedene Stellungen, längeres Vorspiel, entspannende Musik während dem Vorspiel, Nur Sex an Stressfreien Tagen, Pornos während dem Sex anzuschauen, Sexspielzeuge, länger Mal kein Sex um die Lust anzufachen, Verzicht auf Masturbation... hat alles nichts gebracht.

Übrigens: Bist du eigentlich (sehr) scharf auf andere Männer? Beim Ausgehen zum Beispiel? Oder auf männliche Freunde? Wenn ja, ist das ein sehr starkes Zeichen dafür, dass dir mit deinem Partner etwas fehlt, auch wenn du ihn liebst und die Beziehung unbedingt retten willst. Dieses "Fehlen" mit dem Partner gemeinsam zu finden ist sehr schwer, weil man oft selbst nicht weiß, was das genau ist und es dann wirklich sozusagen suchen muss.

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20. Juli 2016 um 22:25
In Antwort auf specialedition

....
Ja, glaubst du? Ich frage mich wirklich, wie du zu dieser Annahme kommst, da du keine Ahnung hast, was meine Erfahrungen sind.
Und weiters frage ich mich außerdem, was dein Kommentar generell für einen Sinn macht. Ich wurde nach meiner Erfahrung gefragt, diese habe ich geteilt- wenn es der Threadstellerin eventuell gleich geht wie mir, habe ich ihr damit geholfen, auch wenn es anderen Frauen anders gehen würde, wie du betonst.

Ich verstehe also nicht, was du mit deinem Kommentar bezwecken willst.

...
nichts,es ist ein forum
hier darf man seine meinung schreiben oder nicht?

ich finde es halt nicht richtig wenn die person meint es liegt nicht an ihr ,ihr begegnen immer ständig die falschen partner bzw. immer/oft tauchen die gleichen probleme auf.

meine meinung,mehr nicht

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22. Juli 2016 um 11:19

Interessantes Thema
Ich glaube über die Jahre sinkt die Lust bei den Frauen allgemein. Habe ich auf jeden Fall mal irgendwo gelesen.

Seit bald 2,5 Jahren bin ich nun mit meinem Freund zusammen und wir haben fast täglich Sex. Es ist speziell, mit ihm habe ich auch mal gerne Sex, wenn ich nicht so erregt bin. Ich geniesse es einfach, ihn so nah bei mir zu spüren. Ich hoffe natürlich sehr, dass dies auch immer so bleibt.

Als ich deinen Bericht und die Kommentare gelesen habe, wurde mir bewusst, dass ich darauf achten muss und mich zu nichts drängen lassen sollte, falls ich mal nicht mehr soviel mit ihm schlafen möchte.

Ich hoffe für dich ihr kriegt es wieder hin.

Alles Gute wünsche ich dir.

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