Forum / Sex & Verhütung

Sexsucht, Nymphomanie, Satyriasis

Letzte Nachricht: 8. Januar 2014 um 19:02
08.01.14 um 2:56

Sei es nun der Zufall oder eine Art Bestimmung, ich kann es nicht genau sagen. Der Grund ist im Eigentlichen auch gar nicht weiter wichtig, denn vielmehr ist es der Effekt, welcher am Ende dabei heraus kam, dass ich hier schreibe.

Ich sah mir heute aus Langeweile den Film "Don Jon" an, da er mich von der Kurzbeschreibung her interessierte. Es war sehr spannend für mich, da ich mich selbst im Hauptinterpreten widerspiegeln sah.
Schon im Währenden des Filmes begann es in meinem Kopf zu arbeiten. Gedanken schweiften immer wieder vom eigentlichen Geschehen des Filmes ab und kreisten um mich und mein Leben bzw. meine Sexualität.

Am Ende des Filmes ging es weiter in meinem Kopf und schließlich und endlich landete ich bei einem Film, welchen ich schon lange ansehen wollte, jedoch nie dazu kam: "Tagebuch einer Nymphomanin".
Was ich in diesem Film sah konnte ich zwar nur bedingt auf mich projezieren, wenngleich es trotzdem Paralellen zu mir gab. So fühle ich mich selbst nicht ganz in der Sitaution unbefriedigt zu sein, als viel mehr in dieser, eine Frau nicht nach meinen Vorstellungen im Bezug auf Häufigkeit und den zeitlichen Faktor verwöhnen zu können.

Zwar gibt es für mich keine ärztlichen Befunde, doch weiß ich, dass ich Sexsucht habe oder wie ich es, des Namens wegen, bevorzuge zu sagen, Satyriasis.

Es ist einerseits das ständige Verlangen nach Sexualität, der Drang nach diesem unglaublichen und unbeschreibbaren Gefühl, welches vermag mich grenzenlos zu beflügeln, doch kann es auch eine totale Narkose für mich sein, vorallem, wenn es besonders gut war. Dann möchte ich einfach nur schlafen und den Moment ausklingen lassen, doch in vollem Bewusstsein darüber, dass ich nach einem Schläfchen wieder Lust habe.
An manchen Tagen ist es so intensiv, dass ich nicht denken kann. Es treibt mich an und ich bin wie besessen davon. Dann brauche ich es, um jeden Preis und habe schon mal Spaß am ein oder anderen ungewöhnlichen Ort.
Auch wenn sie schwer sind, so schätze ich auch diese Tage, in denen ich kein Maß finde. Ich kann nicht aufhören damit und muss es immer und immer wieder tun, egal ob es weh tut oder nicht, egal ob ich eine Verletzung habe.

Ein Leser wird sich jetzt sicherlich fragen, ob ich nicht darunter leide. Nein. Ich habe äußerst viel Spaß damit und finde, dass ich problemlos damit leben kann nunja manchmal komme ich wegen meiner Lust etwas zu spät zur Arbeit oder einem Termin, aber ansonsten gibt es dort kein Problem.
Im Gegenteil, ich könnte mir ein Leben ohne Sex überhaupt nicht vorstellen. Es erfüllt mich, es ist meine Leidenschaft, meine Passion, mein Glück obgleich ich auch andere Dinge habe, in denen ich aufgehe. Doch nichts ist wirklich vergleichbar damit.

Andererseits es ist einfach traumhaft für mich eine Frau zu verwöhnen. Ich liebe es einer Frau Lust zu bereiten, zu fühlen wie ihr Körper bebt. In ihrem Gesicht und ihren Augen zu erkennen, dass sie gerade dabei ist völlig und vollkommen den Verstand zu verlieren. Unbeschreiblich ist es, zu hören, dass sie nicht ein noch aus weiß, dass sie am Liebsten vergehen möchte und sich nicht sicher ist, ob ich ihr gutes tue oder sie gerade in einen Abgrund stoße, aus welchem sie nicht mehr hervorkommen kann.
Ein Hochgenuss, ja wirklich, zu erleben wie sie sich selbst unter nicht errotischen Berührungen räkelt, ihr Körper mitschwingt und fließt, als sei sie Wasser in meinen Händen.
Die Krönung alldessen ist aber unbestritten, wenn sich all ihre Emotion, ihr Verlangen und ihre Hingabe in einer unbeschreiblichen Explossion entlädt.

Beim Gedanken daran, dass es mir oftmals so scheint, als wäre ich süchtiger nach den Orgasmen einer Frau, als nach den Meinigen, nach der Melodie, welche der Körper einer Frau spielt, just in diesem Moment, muss ich schmunzeln.
Meist spielt es noch nicht mal eine Rolle, ob ich selbst körperlich in höchte Höhen gelange und auch nicht, ob eine direkte Penetration erfolgt.
Zwar beherrsche ich kein Instrument, doch ich behaupte, dass es sich für mich so anfühlt, wenn ich einer Frau Freude bereite, als würde ich ein Instrument spielen. Als sei ich ein Pianist, ein Geiger oder ein Künstler am Chello und würde in einer jeden Note aufgehen, alsob ich nur dazu geboren wurde.

Doch auch das hat eine Kehrseite. Ich kenne nur eine einzige Frau, bei welcher es so ist wie von mir beschrieben. Man sagt dem weiblichen Geschlecht so viel Sinnlichkeit und Emotion nach, doch leider habe ich allzuoft das Gefühl ein totes Tier, ein Stück Holz oder zumindest eine viel zu ruhige und unemphatische Frau in meinem Bett liegen zu haben. Sie haben Spaß, daran besteht nicht der geringste Zweifel, doch ich habe bei keiner Frau, mit einer Ausnahme, das Gefühl, dass sie darin aufgeht, so wie ich es tue. Ich misse die Leidenschaft und Hingabe, grenzenlose Energie und Freude dabei, auszutesten, zu geben und zu nehmen, neues zu probieren und über den eigenen Schatten zu springen.

Eine einzige Erklärung habe ich dafür und diese ist, dass ich weiß, dass sie selbst Nymphomainin ist.
Die meisten anderen Frauen haben ein ganz normales Bedrüftnis nach Sexualität. Ihnen genügt es völlig ein oder zwei Mal am Tag Sex zu haben und oft fühle ich mich, gerade in einer Beziehung oder wenn es darum geht eine neue zu schließen, als überfordere ich sie.
Erst kürzlich wurde mir gesagt, sie fühle sich wie ein Stück Fleisch, wenn sie so oft Sex hätte und dass es dabei unmöglich noch um Lust und Leidenschaft gehen könnte. Einst meinte eine andere, ich wäre lediglich wegen des Sexes mit ihr zusammen oder ich höre Dinge wie "Du kommst doch nur zu mir, um mit mir zu schlafen".

Es ist schade und es verletzt so etwas zu hören, doch verdenken kann ich es ihnen auch nicht. Ich weiß, dass ich etwas anders bin, als andere Männer und dass es überfordert oder gar ängstigt wie ich bin.

Lange ist es nun her, dass ich eine Frau an meiner Seite hatte.
Um zu bekommen was ich möchte und zu geben was ich will, benötige ich einfach mehr als nur eine Frau. Doch der Hauptgrund ist eher, dass ich bisher noch keine geeignete Partnerin gefunden habe, denn abgesehen der Sexualität habe ich auch gewisse Ansprüche.

Wahrscheinlich denkt sich nun der ein oder andere Mensch, welcher meinen Post liest, ich würde mich für den Größten oder Besten halten. Vielleicht auch, dass ich auf diesem Wege eine Frau suche.
Doch dem muss ich in allen Punkten widersprechen.
Mir ist bewusst was ich kann und wer ich bin, doch ist mir ebenso bewusst, dass all das die eine Frau zur höchsten Extase führen kann und eine andere nicht im Geringsten kitzelt. Ich bin hier sehr realistisch und zweifle lieber an mir, als mit großen Tönen zu spucken.

Wie bereits erwähnt, bin ich durch diesen Thread auch nicht auf der Suche nach einer Parternin, das tue ich anderweitig, draußen im echten Leben oder auf anderen Plattformen.

Meine Intension hinter diesem Schreiben ist, dass mich die Meinung anderer interessiert. Ich möchte wissen was ihr über dieses Thema denkt und ich will darüber reden.

Mir kommt es so vor, als gäb es für mich nicht viele Optionen:

1. Ich lebe weiter wie die vergangenen Jahre, ohne feste, monogame Bindung. Eine polyamore Beziehung kommt für mich nicht in Frage, denn einer meiner Ansprüche ist Treue.

2. Ich schränke mich stark in meiner Sexualität ein. Das wiederum wäre für mich gleichbedeutend einer Verkümmerung, als könnte man eine Sprache, doch man dürfte sie nicht sprechen.

3. Eine Beziehung mit einer Nymphe. Hier gelange ich jedoch unweigerlich zu der weiter oben erwähnten Frau. Sie war fantastisch, was das Bett betraf. Doch eine innere Bindung, Emotionen oder letztlich Liebe zu einem Mann, konnte sie nicht eingehen. Treue war für sie auch nur bedingt möglich, weshalb ich letztlich lieber auf sie verzichte.

Ich wäre ein Tor, würde ich an dieser Stelle nicht auch von Möglichkeit Nummer 4 sprechen: Einer Therapie.
Aber warum sollte ich das tun?
Ich liebe meine Lust, sie tut mir gut und ich habe viel Spaß mit ihr. Warum das Laufen einstellen und Rollstuhl fahren, wenn man gesunde Beine hat?

Schreibt mir eure Meinungen, eure erfahrungen und Ansichten.
Ich freue mich auf eine gute und gehaltvolle Diskussion.

Trolle sind nicht erwünscht. Wenn ihr falmen wollt oder einfach nur sinnfreies Zeug von euch geben möchtet, dann geht bitte auf Facebook oder 4Chan.


Danke für die Aufmerksamkeit
~spannender

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08.01.14 um 19:02

Danke für deine Antwort alterfritze01
Ich freue mich von dir und deinen Ansichten zum Thema zu hören.
Beim Lesen deines Beitrages merke ich, dass einige Informationen nicht ganz vermittelt wurden.

Ein standhaftes und gesichertes Leben ist mir sehr wichtig, noch wichtiger als alle fleischlichen Gelüste überhaupt und ich arbeite jeden Tag daran dieses Leben zu halten und weiter auszubauen.

Nicht jeder Tag kann einfach nur für Sex genutzt werden, das ist unabstreitbar und dies anzunehmen wäre fatal. Im Grunde stelle ich mir die Frage, ob es wirklich so wenige Frauen gibt, die ebenfalls Spaß am Sex haben.

Das es für mich eine Hauptsache geworden ist, dem stimme ich zu. Es gehört für mich zu einer guten Beziehung dazu guten Sex zu haben und ihn häufig zu haben.
Doch das Leben soll keine einzige Orgie sein. Aber was ist so schlimm daran jeden Tag oder jeden Zweiten Sex zu haben?

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