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Sex nur mit Frauen, die ich als Sexobjekt sehe

Letzte Nachricht: 4. September 2015 um 14:49
04.09.15 um 4:41

Hey com, wurde auf euch aufmerksam, als ich etwas gegoogelt habe.

Mein Problem ist, dass ich den Sex mit realen Frauen nicht mehr genießen kann, außer sie ist mir komplett scheißegal (und ich darf mit ihr machen was ich will). Ich war bis ich 18 wurde Jungfrau und wahrscheinlich wurde ich deswegen durch zahlreiche Pornos geprägt. So hatte ich mit Anfang 18 eine Beziehung, aber ich bekam irgendwann einfach keinen mehr hoch, weil ich kein Bock hatte. Dann habe ich die Beziehung beendet und lovoo (Dating-App) installiert und ein Mädel zu mir eingeladen. Ich habe gedanklich umgeschaltet auf "einfach ... beschweren kann sie sich dann woanders", weil sie mir egal war und tada-ich hatte mehrmals geilen Sex mit ihr (für sie scheinbar auch).

Neben meinen Lovoo-Bekanntschaften war ich auch ein paar Mal bei Prostituierten, alles geil und prima. Sobald ich dann eine Frau "normal" in meinem Bekanntenkreis kennenlerne, weiß ich gleich, dass jede emotionale Bindung (also auch normale Treffen mit Freunden zum Shisha rauchen oder so) zu ihr dazu führt, dass ich keinen Sex mit ihr haben will. So auch mit meiner 2. und letzten Freundin, mit der ich vor ein paar Wochen Schluss gemacht habe. Wir haben natürlich gekuschelt, uns oft geküsst, waren uns nahe-aber gerade das, verbunden mit der emotionalen Komponente führt bei mir dazu, dass ich sie nicht als Sexobjekt sehen kann und folglich der Sex sich für mich nicht "richtig" anfühlt.. ich brauche dieses unterbewusste Machtgefühl, sie als reines Sexobjekt zu sehen, um richtig rauszukommen und das auszuleben.

Kann ich mein Problem überhaupt in den Griff bekommen? Kann man tief sitzende Dopamin-Belohnungsschemata (Pornos sowie 1-2 Jahre unregelmäßig Affären, die mich erfüllten) im Gehirn überhaupt verändern, sodass ich irgendwann anders ticke? Danke fürs Lesen, hoffe ihr könnt mir irgendwelche Denkanstöße geben =)

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04.09.15 um 14:49

Antwort
Hey, danke für die schnelle Antwort.

Du schreibst:

<<Ich gehe davon aus, dass du diese Frau nicht wirklich geliebt hattest. Fetischisten bleiben in der Regel bei ihrer Liebe<<

Das kommt drauf an, wie du Liebe definierst. Was ist Liebe oder Verliebtheit überhaupt evolutionär gesehen? Ich denke, dass ich sie geliebt habe. In dem Sinne, dass ich gerne Zeit mit ihr verbracht habe, ich bei ihr auch diese Euphorie hatte und sie mich auch wirklich interessiert hat.

Ich denke, dass ich diese Liebe, zumindest wie ich sie erfahren habe, vorerst nicht mit Sexualität in Verbindung bringen kann. Aus dem Grund, dass mein Gehirn Sexualität mit ganz anderen Sachen assoziiert (Handlungen in Pornos..), statt mit der Vorstellung von Sex, die ein Großteil der Gesellschaft hat.

Ich werde für's Erste die Pornos ganz aus meinem Alltag streichen und sehen wie ich darauf reagiere. Ich denke, mit der Zeit werde ich als testosterongeladener 20 Jähriger so ziemlich jede Frau attraktiv finden können, ohne dass ich erst gedanklich oder unterbewusst umschalten muss.

Ich werde keine (Sexual-)Therapie beginnen, habe mit Psychologen schlechte Erfahrungen gemacht. Meiner hatte damals noch größere Probleme als ich selbst. Jedenfalls glaube ich nicht, irgendein tief sitzendes Problem zu haben. Wenn, dann nur, weil mir jemand eins eingeredet hat und ich es geglaubt habe. Solange ich noch keinen Anlass dazu sehe, ist das also vorerst keine Option.

Den Tipp mit dem Auslassen der Pornos werde ich befolgen. Danke und LG

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