Forum / Sex & Verhütung

Sex gefällt mir mehr als ihm?

4. Januar um 0:34 Letzte Antwort: 4. Januar um 1:45

Hallo liebes Forum, 
ich bin neu hier und stelle zum ersten Mal eine Frage in diese Richtung, es ist mir etwas unangenehm...

Erstmal vorab, ich bin seit sechs Jahren mit meinem Freund in einer Beziehung und jetzt 21. Die ersten ca. drei Jahre war ich echt zufrieden mit unserem Sexleben, ich kam eigentlich immer, manchmal sogar mehrmals. Dann begann ich, ein Antidepressivum zu nehmen, von dem ich schon wusste, dass es mir auf die Libido schlagen würde, da ich vorher schon verschiedene SSRI ausprobiert hatte. Es half einigermaßen, jedoch nervte mich nach zwei Jahren der Libidoverlust so sehr, dass ich es abgesetzt habe, weil ich darüber auch nicht richtig offen mit meinem Freund reden konnte. Ich hab es ihm zwar gesagt und zu erklären versucht, aber er hat irgendwie nicht verstanden, dass er daran nichts ändern kann, dachte, er müsse sich dann mehr Mühe geben und so. Jedenfalls kam die Libido auch nach Umstellung auf ein anderes Medikament nicht zurück, was ziemlich deprimierend war und mich ratlos machte. Vor einigen Monaten wechselte ich dann ein paar mal zwischen Pillen zur Verhütung hin und her, weil ein Frauenarzt meinte, es könne daran liegen, am Ende stieg ich dann aber doch wieder auf die Pille vom Anfang um, trotzdem hatte ich mitunter wieder mehr das Gefühl, beim Sex irgendetwas zu spüren.

Jetz haben mein Freund und ich vor kurzem zweimal was Neues ausprobiert, das mich extrem angemacht hat. Gekommen bin ich zwar nicht, war aber extrem nah dran. Es war für meine Verhältnisse relativ schmutzig, aber zugegebenermaßen bin ich auch bisher mehr ein Mauerblümchen gewesen. 
Ich muss die ganze Zeit daran denken, inzwischen schon seit Tagen und jedes mal bin ich allein von der Erinnerung total erregt. Ich dachte erstmal, ist doch eigentlich voll cool, und hab ihm einmal am Tag danach eine Nachricht geschrieben, was genau ich so toll daran fand und warum, da war seine Antwort schon sehr einsilbig in die Richtung "Jap, ich fand es auch schön", und ich dachte, okay, vielleicht ist er noch müde und will sich ausruhen oder so. Heute hab ich ihm dann nochmal kürzer geschrieben, dass ich immer noch ständig daran denken muss, worauf er halt erstmal was ganz anderes geschrieben hat und dann auch sehr knapp sowas antwortete wie "Ist doch schön".


Inzwischen schäme ich mich voll, weil mir meine Libido gerade wie ein menschenfressender Grizzly oder irgendein Riesenkalmar vorkommt, vor allem nach dem langen Winterschlaf.
Aber es ist auch noch mehr für mich, ich wusste vorher selbst nicht, dass ich auf sowas stehe und ich fühle mich dadurch sehr schutzlos und in gewissem Sinne meinem Freund ausgeliefert. Natürlich würde er nichts schlimmes mit der Information machen, mir reicht, dass er mich verurteilen könnte. Und irgendwie verunsichert mich auch, dass er offenbar die Fähigkeit hat, mich völlig den Verstand verlieren zu lassen und mich so meinen Trieben hinzugeben, obwohl ich eigentlich sehr verkopft bis verklemmt bin, und dass das auch noch Tage danach anhält.
Ich möchte das unheimlich gern nochmal machen, stelle mir auch die ganze Zeit vor, ihm zu sagen, was wir noch besser und anders machen könnten und sowas trau ich mich in der Regel sehr selten, habe aber auch Bedenken, dass er es vielleicht nicht so toll fand wie ich, sich aber genötigt gefühlt hat weiterzumachen, weil meine Reaktion so begeistert ausfiel. Auch waren wir beide Male nicht ganz nüchtern und ich hab Angst, dass es nüchtern dann gar nicht so toll wird, zumal ich mich generell echt fallenlassen muss, um Sex genießen zu können und umso mehr, um mich auf Experimente einzulassen. Trotzdem wäre ich wahrscheinlich enttäuscht, wenn es nächstes mal wieder "normal" wird, wobei das auch immer schön ist, aber keine Ahnung. Was, wenn es ihm irgendwie zu anstrengend für den Alltag ist oder er sich von meiner plötzlichen Lust bedrängt fühlt? Ich will ihn ja auf keinen Fall drängen, vermutlich würde ich es kommentarlos hinnehmen, wenn wir das jetzt gar nicht mehr machen, hätte aber Angst, dass meine Libido dann wieder schlafen geht, eigentlich würde ich gerne nutzen, endlich wieder so ganz richtig bei der Sache zu sein. 
Es fällt mir sehr schwer, mir dieses Bedürfnis und diese Lust einzugestehen und ich denke insgesamt viel darüber nach, was das über mich aussagt und ob es was über mich aussagt und dass ich albern bin, das so verrucht zu finden, weil es sicher keine so seltene und spektakuläre Praktik ist, nur für mich eben neu.

Habt ihr irgendwelche Ratschläge oder Tipps dazu? 

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4. Januar um 0:46
Beste Antwort

Ich denke, dass du die Lust sn für dich geilem Sex (wieder)entdeckt hast, dafür musst du dich keineswegs schämen. Genieße es! Männer können manchmal (zunächst) nicht do sehr gut damit umgehn, wenn ein bisher eher stiller Vulkan plötzlich Feuer spuckt und nicht mehr zu erlöschen scheint. Sprich' mit ihm offen über deine Eindrücke und Befürchtungen und deine zurückgewonnene Libido wird euer beider Sexuallkeben vermutlich nachhaltig bereichern und dich erfüllen. 

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4. Januar um 1:42
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Hallo liebes Forum, 
ich bin neu hier und stelle zum ersten Mal eine Frage in diese Richtung, es ist mir etwas unangenehm...

Erstmal vorab, ich bin seit sechs Jahren mit meinem Freund in einer Beziehung und jetzt 21. Die ersten ca. drei Jahre war ich echt zufrieden mit unserem Sexleben, ich kam eigentlich immer, manchmal sogar mehrmals. Dann begann ich, ein Antidepressivum zu nehmen, von dem ich schon wusste, dass es mir auf die Libido schlagen würde, da ich vorher schon verschiedene SSRI ausprobiert hatte. Es half einigermaßen, jedoch nervte mich nach zwei Jahren der Libidoverlust so sehr, dass ich es abgesetzt habe, weil ich darüber auch nicht richtig offen mit meinem Freund reden konnte. Ich hab es ihm zwar gesagt und zu erklären versucht, aber er hat irgendwie nicht verstanden, dass er daran nichts ändern kann, dachte, er müsse sich dann mehr Mühe geben und so. Jedenfalls kam die Libido auch nach Umstellung auf ein anderes Medikament nicht zurück, was ziemlich deprimierend war und mich ratlos machte. Vor einigen Monaten wechselte ich dann ein paar mal zwischen Pillen zur Verhütung hin und her, weil ein Frauenarzt meinte, es könne daran liegen, am Ende stieg ich dann aber doch wieder auf die Pille vom Anfang um, trotzdem hatte ich mitunter wieder mehr das Gefühl, beim Sex irgendetwas zu spüren.

Jetz haben mein Freund und ich vor kurzem zweimal was Neues ausprobiert, das mich extrem angemacht hat. Gekommen bin ich zwar nicht, war aber extrem nah dran. Es war für meine Verhältnisse relativ schmutzig, aber zugegebenermaßen bin ich auch bisher mehr ein Mauerblümchen gewesen. 
Ich muss die ganze Zeit daran denken, inzwischen schon seit Tagen und jedes mal bin ich allein von der Erinnerung total erregt. Ich dachte erstmal, ist doch eigentlich voll cool, und hab ihm einmal am Tag danach eine Nachricht geschrieben, was genau ich so toll daran fand und warum, da war seine Antwort schon sehr einsilbig in die Richtung "Jap, ich fand es auch schön", und ich dachte, okay, vielleicht ist er noch müde und will sich ausruhen oder so. Heute hab ich ihm dann nochmal kürzer geschrieben, dass ich immer noch ständig daran denken muss, worauf er halt erstmal was ganz anderes geschrieben hat und dann auch sehr knapp sowas antwortete wie "Ist doch schön".


Inzwischen schäme ich mich voll, weil mir meine Libido gerade wie ein menschenfressender Grizzly oder irgendein Riesenkalmar vorkommt, vor allem nach dem langen Winterschlaf.
Aber es ist auch noch mehr für mich, ich wusste vorher selbst nicht, dass ich auf sowas stehe und ich fühle mich dadurch sehr schutzlos und in gewissem Sinne meinem Freund ausgeliefert. Natürlich würde er nichts schlimmes mit der Information machen, mir reicht, dass er mich verurteilen könnte. Und irgendwie verunsichert mich auch, dass er offenbar die Fähigkeit hat, mich völlig den Verstand verlieren zu lassen und mich so meinen Trieben hinzugeben, obwohl ich eigentlich sehr verkopft bis verklemmt bin, und dass das auch noch Tage danach anhält.
Ich möchte das unheimlich gern nochmal machen, stelle mir auch die ganze Zeit vor, ihm zu sagen, was wir noch besser und anders machen könnten und sowas trau ich mich in der Regel sehr selten, habe aber auch Bedenken, dass er es vielleicht nicht so toll fand wie ich, sich aber genötigt gefühlt hat weiterzumachen, weil meine Reaktion so begeistert ausfiel. Auch waren wir beide Male nicht ganz nüchtern und ich hab Angst, dass es nüchtern dann gar nicht so toll wird, zumal ich mich generell echt fallenlassen muss, um Sex genießen zu können und umso mehr, um mich auf Experimente einzulassen. Trotzdem wäre ich wahrscheinlich enttäuscht, wenn es nächstes mal wieder "normal" wird, wobei das auch immer schön ist, aber keine Ahnung. Was, wenn es ihm irgendwie zu anstrengend für den Alltag ist oder er sich von meiner plötzlichen Lust bedrängt fühlt? Ich will ihn ja auf keinen Fall drängen, vermutlich würde ich es kommentarlos hinnehmen, wenn wir das jetzt gar nicht mehr machen, hätte aber Angst, dass meine Libido dann wieder schlafen geht, eigentlich würde ich gerne nutzen, endlich wieder so ganz richtig bei der Sache zu sein. 
Es fällt mir sehr schwer, mir dieses Bedürfnis und diese Lust einzugestehen und ich denke insgesamt viel darüber nach, was das über mich aussagt und ob es was über mich aussagt und dass ich albern bin, das so verrucht zu finden, weil es sicher keine so seltene und spektakuläre Praktik ist, nur für mich eben neu.

Habt ihr irgendwelche Ratschläge oder Tipps dazu? 

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4. Januar um 1:45
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