Forum / Sex & Verhütung

Schlecht fühlen nach dem Sex?

Letzte Nachricht: 22. März 2007 um 12:57
12.03.07 um 20:37

Hallo ihr Lieben.

Ich habe einen neuen Freund seit nun drei Monaten.
Er ist süße 30 Jahre jung und mein Problem ist, dass er nicht mit mir schlafen möchte.
Zu den Umständen wär vielleicht noch zu sagen, dass wir eine
Fernbeziehung führen, uns also nicht so oft sehen.
Und dass ich eine Weile gebraucht habe, um ihm zu sagen,
dass wir fest zusammen sind, da ich mir ein wenig unsicher war.
Also, fest steht: Er möchte nicht mit schlafen.
Ich habe dann natürlich immer weiter gebohrt und dann hat er mir gesagt,
dass er nicht mit mir schlafen möchte, weil er sich nach dem Sex immer
"irgendwie schlecht fühlt". Und dass er aus dem Grund nicht mit mir
schlafen möchte, da er mich viel zu gerne dafür hat und nicht möchte,
dass er sich danach schlecht fühlt.

Jetzt kommt das aber:
"Trockenen Sex" also mit Klamotten an und aneinander reiben, machen wir.
Auch befriedigen wir uns gegenseitig mit den Händen und dem Mund.
Das ist ok für ihn und er fühlt sich nicht "schlecht".
Aber mir reicht das leider nicht. Ich möchte so gerne mit ihm schlafen.

Warum um alles in der Welt fühlt er sich schlecht nach dem Sex?
Ich verstehe die Welt nicht mehr.
So etwas von einem Mann?

Das ist doch nicht normal, dass er sich schlecht fühlt nach dem Sex?!
Der hat doch ein Problem mit seiner Sexualität?
Was ist nicht normal an ihm?
Hilfe, ich mache mir sehr viele Sorgen, denn ich habe ihn echt gern!

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12.03.07 um 21:16

Hab ihn verdammt gerne
Du meinst, er hat ne andere?
Das hat mein Bruder auch gesagt *lacht*
Aber wieso sollte er dann nicht mit mir schlafen, aber den anderen Kram machen?
Macht das Sinn? Ich glaube nicht.

Was körperliches ist das nicht.
Er hat nicht einfach nur "schlecht fühleen" gesagt, sondern schon zu verstehen gegeben, dass es ne Kopfsache ist. Keine Ahnung, vllt. fühlt er sich schuldig, denkt, er hätte was Verbotenes getan, eher so in die Richtung... ich weiß ja leider net, was in seinem Kopf vorgeht... leider.

Ich hab ihn sehr sehr gerne, ich für meinen Teil kann nach drei Monaten nicht von "Liebe" sprechen

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12.03.07 um 21:49

Das Problem ist,...
dass ich ihn schon soviel ausgefragt habe, dass er das Thema nicht mehr hören kann.
Außerdem setzt ihn das ja auch wieder unter Druck.

Verklemmt Erziehung?
Ich weiß es nicht, aber ich glaube eher weniger.
Seine Mutter ist zwar pensionierte Lehrerin, aber doch eher offen, was Sexualität angeht, wie ich finde.

Bevor ich seine Eltern kennenlernte, hatte ich große Befürchtungen, ich könnte ihren Ansprüchen nicht genügen, da in seiner Familie alle sehr gebildet sind, und ich nur eine Ausbildung zur Bürokauffrau mache.
Da hab ich mal mit seiner Mutter telefoniert, noch bevor ich sie kennenlernte, und sie wusste von meinen Befürchtungen und sie sagte mir, dass er ihr gesagt hat, dass ich die erste Frau in seinem Leben wäre, die Kopf und Herz berührt hätte.
Da war ich sehr gerührt, sowas von seiner Mutter zu hören, ich meine, die sagt sowas ja nicht einfach nur so.
Und dann auch noch in einem Telefonat mit einer mir fremden Frau. Also ich meine, ich kannte ise da ja noch nicht einmal.

Geschlechtskrankheiten kann ich eigentlich auch ausschließen. Ich weiß von ihm, da wir schon 3 mal miteinander geschlafen haben und ich zur Zeit keine Pille nehme, dass er vorher noch nie Sex mit Kondom hatte, also kanns daran ja auch nicht liegen.

Er hat mir eigentlich auch so ziemlich alles von seinen bisherigen Beziehungen erzählt.

Er sagt es war bei ihm immer so gewesen, außer bei seiner ersten Freundin,
wo die beiden sich ein halbes Jahr Zeit ließen, bis sie miteinander schliefen.
Aber das ist schon 12 Jahre her!

Er hat vor mir nur mit vier Frauen geschlafen.
Die erste eben, bei der es nicht so war, aber die Beziehung hielt danach auch nicht mehr lange, dann hatte er ne längere Beziehung, bei der er in der ersten Nacht mit dem Mädchen schlief, aber da war es dann eben schon so, dass er sich "schlecht" fühlte, dann noch so eine Beziehung, dann hatte er mal eine Sex-Liaison mit so ner SM-Braut, die er relativ schnell wieder beendete, da er ihren Fetisch nicht teilen konnte und dann hatte er noch ne längere Beziehung ganz ohne Sex, was aber mehr an ihrem Glauben lag, da sie eine Muslima war.

Ich frage mich, was sich schlimmes rausstellen kann, nachdem Mann mit einer Frau geschlafen hat? *kopfkratz*
Gibts sowas? An was denkst du da?

Ich weiß es ja nicht, vielleicht hat er mir ja nicht alles erzählt.

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12.03.07 um 22:05
In Antwort auf

Hab ihn verdammt gerne
Du meinst, er hat ne andere?
Das hat mein Bruder auch gesagt *lacht*
Aber wieso sollte er dann nicht mit mir schlafen, aber den anderen Kram machen?
Macht das Sinn? Ich glaube nicht.

Was körperliches ist das nicht.
Er hat nicht einfach nur "schlecht fühleen" gesagt, sondern schon zu verstehen gegeben, dass es ne Kopfsache ist. Keine Ahnung, vllt. fühlt er sich schuldig, denkt, er hätte was Verbotenes getan, eher so in die Richtung... ich weiß ja leider net, was in seinem Kopf vorgeht... leider.

Ich hab ihn sehr sehr gerne, ich für meinen Teil kann nach drei Monaten nicht von "Liebe" sprechen

Re
Hallo,

ich denke auch,dass es eine Kopfsache ist. Vielleicht Versagensängste. Wie sieht denn seine bisherige Sexualität aus? Ich denke, dass es sich legen wird. Du magst ihn und er dich auch. Ich denke, dass er noch Zeit braucht. Finde es toll, wenn ein Mann nicht so schnell gleich voll dabei ist. Ausserdem lernt ihr so eure Körper kennen und geniessen. Irgendwann überwindet er seine Angst und lässt sich gehen.
Ich denke nicht, dass er dich betrügt. Ach was....das ist Unfug. Sonst würde er sich ja bei dir nicht so zieren. Er hat Ängste und die werden sich legen.
Alles Gute.

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12.03.07 um 23:31

Vielleicht, ist nur ne Idee
Vielleicht fühlt er sich nach dem richtigen Sex schlecht, weil er dann das Gefühl hat, dich benutzt zu haben. Und weil er "viel zu gerne hat", will er dich nicht benutzen und also nicht mit dir schlafen.

Die Idee kam mir einfach so, keine Ahnung, ob das nicht vielleicht zu weit hergeholt ist.

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13.03.07 um 18:51

Wir haben
schon dreimal miteinander geschlafen.
Er fühlte sich schlecht danach.
Als das war, wusste ich das noch nicht.
Hab das erst im nachhinein erfahren.
Als ich merkte, dass die Initiative immer nur von mir ausging, dachte ich mir, machste halt mal nix, ma gucken was passiert.
Nix is passiert; könnte ja sein, dass er halt eben nur nicht so initiativ ist (dem ist aber nicht so), da hab ich dann halt eben nachgebohrt und rausgefunden, dass er es gar nicht will.
Er sagt, er möchte nicht mit einer Frau aus "purer Geilheit" schlafen.

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13.03.07 um 19:06

Er hat die
Beziehung mit seiner ersten Freundin damal, kurz nachdem sie Sex hatten, beendet.
Das kanns also auch nicht sein.

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22.03.07 um 11:43

Hallo anixely!
Mir kommt es so vor als könnte ich etwas Licht in die Sache bringen. Ich bin ein Mann mitte 20 und kenne ein ganz ähnliches Gefühl.

Ich bin tatsächlich sehr "verklemmt" aufgewachsen, habe mich allerdings zum größtenteil rauswinden können ich denke auch nicht, dass das ein echter grund für das "gefühl" ist.

bei mir lags (glaube ich) vor allem in dem gefühl, dass männer "schlecht und pervers" sind und halt "ekelhafte notgeile hässliche vergewaltiger". dieser eindruck entstand bei mir in durch die medien (nachrichten, kinofilme, etc) und die art wie frauen über männer manchmal reden. ich fühlte mich als teil des "bösen" geschlechts das immer nur an "schnellen sex" denkt, bindungen scheut und niemals an liebe und zärtlichkeit denkt.

ich wollte nie "penisgesteuert" sein, da ich ich mich sonst als weniger wert empfand und unter der kontrolle anderer. wenn ich sex hatte kam manchmal das gefühl auf, ich wäre ein perverser, der die frau vergewaltigt.

mmh... das ist schwer zu erklären, aber bei der kleinsten unmutsbekundung der frau war für mich alle lust weggeblasen und mir war richtig schlecht. manchmal wurde ich nach dem sex auch wütend auf mich selbst, was auch nicht unbemerkt blieb.

heute ist das gefühl zwar nicht ganz weggeblasen, aber mir ist es gelungen, da einigermaßen rauszukommen. ich musste erst lernen, dass auch frauen wirklich sex haben wollen und es kein "böses" geschlecht gibt. ich hab das nur noch sehr sehr selten.

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22.03.07 um 12:57
In Antwort auf

Hallo anixely!
Mir kommt es so vor als könnte ich etwas Licht in die Sache bringen. Ich bin ein Mann mitte 20 und kenne ein ganz ähnliches Gefühl.

Ich bin tatsächlich sehr "verklemmt" aufgewachsen, habe mich allerdings zum größtenteil rauswinden können ich denke auch nicht, dass das ein echter grund für das "gefühl" ist.

bei mir lags (glaube ich) vor allem in dem gefühl, dass männer "schlecht und pervers" sind und halt "ekelhafte notgeile hässliche vergewaltiger". dieser eindruck entstand bei mir in durch die medien (nachrichten, kinofilme, etc) und die art wie frauen über männer manchmal reden. ich fühlte mich als teil des "bösen" geschlechts das immer nur an "schnellen sex" denkt, bindungen scheut und niemals an liebe und zärtlichkeit denkt.

ich wollte nie "penisgesteuert" sein, da ich ich mich sonst als weniger wert empfand und unter der kontrolle anderer. wenn ich sex hatte kam manchmal das gefühl auf, ich wäre ein perverser, der die frau vergewaltigt.

mmh... das ist schwer zu erklären, aber bei der kleinsten unmutsbekundung der frau war für mich alle lust weggeblasen und mir war richtig schlecht. manchmal wurde ich nach dem sex auch wütend auf mich selbst, was auch nicht unbemerkt blieb.

heute ist das gefühl zwar nicht ganz weggeblasen, aber mir ist es gelungen, da einigermaßen rauszukommen. ich musste erst lernen, dass auch frauen wirklich sex haben wollen und es kein "böses" geschlecht gibt. ich hab das nur noch sehr sehr selten.

Hallo Marc!
Das ist ja echt interessant! Hätte nicht gedacht, dass Männer auch so denken können! Damit meine ich aber nicht, dass alle Männer nur an Sex denken, sondern nur die besondere Denkweise. Aber ich kann das verstehen, denn ich als Frau hatte lange das Gefühl beim Sex nur benutzt zu werden. Und das obwohl ich auch wusste, dass der Mann so überhaupt nicht dachte. Einfach nur auf Grund der althergebrachten Vorstellungen, dass die Frau in der Opferrolle ist. So kanns dann nämlich auch sein.

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