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Pillenunverträglichkeit und keiner hilft!!!

26. Oktober 2007 um 14:21 Letzte Antwort: 26. Oktober 2007 um 16:08

Ich möchte meine Erfahrungen mit der Pille und Ärzten weitergeben...

Ich nahm bis zur Planung der Schwangerschaft drei Jahre die Petibelle, ich hatte keine Probleme, nach der Schwangerschaft, fing ich mit der Petibelle wieder an und die Lust am Sex verging mir immer mehr, meine FÄ verschrieb mir die Biviol(angeblich Lustpille) acht Monate später:
Herzrasen, Rhythmusstörungen
Zittern ohne zu frieren
Angstzustände
innere Unruhe
Nervosität
Nach dem beim Internisten abgeklärt worden ist, dass es keine Organische Ursache ist, fand ich im Internet heraus, dass es sich um eine Pillenunverträglichkeit handeln könnte. Ich bin zur FÄ, erklärte ich meine Beschwerden, und sie meinte, dass wir die Pille für drei Monate absetzen und dann weiterschauen. In diesen 3 Monaten ging es mir elend... ich bin in eine schwere Depression gefallen... meine FÄ meinte nur, das es nicht von der Pille sein kann und überwies mich zum Psychologen(das beunruhigte mich noch mehr!!!),ich bekam erst eine Woche später den Termin, derweil bekam ich von meine FÄ Johanniskraut(welches alles verschlimmerte, es kam soweit, dass sie nur noch den Weg in die Psychiatrie sah, wobei ich ihr das ausreden konnte) Heftig aber war!!! ich bin 2x zur Psychologin hin...(allerdings merkte ich ganz schnell nach dem man mir Antidepressiva geben wollte) das ist nix für meine Probleme! Ich hatte das Glück das mein Mann, ich und mein Kleiner dann mit meinen Eltern Urlaub machten und sieh einer an die Zeit heilt die Wunden... meine Depressionen verschwanden nach und nach. Dann waren die 3 Monate rum(die Pille ist meiner Meinung nach einer der einfachsten Verhütungen)und weil es mir wieder gut ging, lies ich mir von der FÄ die Pille Aida aufschätzen. Sie versicherte mir, dass mit meinen Depr. nicht von der Pille kam und ich ruhig wieder die nehmen könnte. Nach drei Tage langer Einnahme fing es wieder an: Herzrasen, innere Unruhe, Nervosität. Ich setzte wieder ab, teilte dies der FÄ mit, diese meinte dann, dass ich die Pille wohl nicht vertrage. Nun sind 10 Wochen vorbei mit Höhen und Tiefen. Ich musste feststellen, dass ich ca. zw. dem 8. und 15. Zyklustag extreme Stimmungsschwankungen habe(von Aggression bis Heulkrämpfe und Ängste (ich hatte so was vor den Unverträglichkeiten noch nie!!!)ich habe in der Zeit mit Wesensveränderungen zu kämpfen... es gab sogar eine Zeit wo ich gedacht habe ich wäre schizophren(Einbildung: ich hatte keine Halluzinationen und auch keine Wahnvorstellen, aber durch die Angst weil ich nicht verstanden habe was für ein Streich mir meine Psyche spielt durch das Ungleichgewicht der Hormone)
Ich musste diese Woche wieder zur FÄ ich erklärte ihr erneut meine Situation... Daraufhin wollte sie mir wieder eine neue Pille verschreiben da es PMS-Symptome seien, ich lehnte ab und bat um eine Hormonbestimmung, dies verweigerte sie unter dem Aspekt das die Krankenkassen dies nicht mehr übernehmen. Sie sieht für mich nur die eine Möglichkeit, indem sie mich mit meinen Depression( so hat sie sich ausgedrückt, wobei ich keine Depression mehr habe) zum Psychologen/Neurologen überweist (nun bin ich Krankenschwester und auch nicht dumm auf diesem Gebiet), ich fragte wie die mir Ihrer Meinung nach helfen sollen, wenn ich doch ein Problem mit den Hormonen hab(die sich auf die Psyche auswirken) sie meinte mit Gesprächstherapien sei dies zu beheben. Da sie mir vor dem Urlaub schon den anderen Psychologen empfohlen hat und sie wirklich überzeugt von diesem war, erinnerte ich sie daran, dass mir dies schon einmal nicht weitergeholfen hatte. Ihre Antwort: Der war eh nicht der richtige!!! Hallo?!?! Warum sollte ich damals hin, damit sie mich endlich los hat???
Ich bin mir sicher, dass ich kein Psychologen brauche!!! Meine Meinung über die FÄ, die ich sehr geschätzt habe, ging den Bach herunter... wenn man tatsächlich Hilfe braucht und nicht nur zur Vorsorge antanzt...bekommt man sie nicht!!! Schade
Auf diesem Wege möchte ich denjenigen Mut machen die genauso Hoffnungslos sind wie ich war!!! Wenn ihr euch sicher seid, dass es die Pille ist, lasst euch nichts einreden!!! Mit Geduld geht es von Monat zu Monat besser!!! Ich nehme mittlerweile Mönchspfeffer, die zur Hormonregulierung beiträgt und ich weiß es wird wieder alles gut. Mir geht es noch nicht Perfekt... aber es wird wirklich besser!!!
Ich hoffe, diese Zeilen helfen denjenigen die mit gleichen Problemen kämpfen...und lasst euch ja nicht unterkriegen!!!

Lg agimaus

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26. Oktober 2007 um 16:08

Was
du beschreibst kenne ich so ähnlich. Ich wollte vom Anfang meines Sexlebens an (mit 19,da hat man dann ja eigentlich auch schon mehr Verhütungsmöglichkeiten als ne 13,14jährige)keine Hormone nehmen,aufgrund familiärer Dispositionen (Embolien,Krampfadern,Depressionsneigung) und mir gings in etwa wie dir!
Die Gyn haben mir Hormone schöngeredet (von Familienanamnese war nie die Rede und wenn ich was erzählte von meinen erblichen Dispositionen,wurde das geflissentlich ignoriert)und haben mit allen Mitteln und Lügen (ist ja alles soooo verträglich und niedrig dosiert und bla)versucht mir Hormone in den Körper zu quatschen. Ich hatte mich allerdings vorher schon im Internet mit Studien etc. schlau gemacht und wusste,dass Hormone für mich nichts sind-abgesehen davon,dass ich auch keine nehmen wollte! Aber alles war egal! Also ich glaub echt,die denken nur an ihr Geld und nicht an die Gesundheit des Patienten,schließlich kriegen sie schön Geschenke und sonstiges von den Pharmavertretern..Wahrscheinlich war deine Gyn auch scharf auf die Stunden im Flugsimulator,die man bekommt,wenn man in nem gewissen Zeitrahmen 50 Patientinnen die AIDA verschreibt (stand so im Sternblog über die Pharmaindustrie).
Ich hab schließlich und endlich,nach langem kämpfen anfänglich ne Kupferspirale bekommen und schließlich und endlich (was wiederum die Geldgeilheit beweißt!)mit 20 und kinderlos eine Sterilisation bekommen.

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