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Pille trotz Thrombophilie

1. Mai 2014 um 12:04

Hallo an alle Thrombophilie/Thrombose-Betroffenen,

bei mir wurde vor kurzem ein Thrombophilie-Leiden in Form einer APC-Resistenz mit heterozygoter Faktor-V-Leiden-Mutation diagnostiziert - kurz - Thrombophilie.

Das heißt nun, dass ich die Pille, die ich 8 Jahre lang ohne auch nur den kleinsten Hauch einer Unverträglichkeit gemerkt zu haben, absetzen muss, da dadurch das Risiko, eine Thrombose zu bekommen, noch höher ist.

Bin inzwischen ziemlich gut informiert über alle alternativen Verhütungsmethoden, die ich stattdessen wählen könnte und denke, dass ich mich notfalls mit der Gynefix ganz gut anfreunden könnte. Allerdings habe ich sehr, sehr häufig die bequeme Methode des Langzeitzyklus in Anspruch genommen, um nicht jeden Monat meine Periode zu bekommen. Das scheint nun keine Option mehr.

Hier meine Frage: Wäre es medizinisch betrachtet untragbar, weiterhin die Pille zu nehmen, auch wenn das Risiko dadurch höher wird? Gibt es vielleicht jemanden, die allen Anweisungen des Arztes zum Trotz die Pille (nicht nur rein gestagenhaltige Pillen) weitergenommen hat? Wenn ja, wie sind hier die Erfahrungen? Seid ihr deshalb sofort an einer Thrombose erkrankt?

Vielen Dank für die Antworten
TravelAddict

2. Mai 2014 um 8:29

Dass
jemand SOFORT an einer Thrombose erkrankt, ist eher unwahrscheinlich. Das Risiko ist halt einfach erhöht.

Eine Bekannte von mir, hat nach 7 Jahren Einnahme - auch aufgrund einer Gerinnungsstörung - eine Thrombose bekommen und darf seitdem keine Pille mehr nehmen.

Das kann also jahrelang gut gehen, aber wenn man Pech hat, erwischts einen dann irgendwann. Und man darf halt nicht vergessen, dass eine Thrombose lebensgefährliche Folgen haben kann.

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2. Mai 2014 um 17:23

Vielen Dank für die Antworten
War heute beim Frauenarzt und habe mich ausführlich beraten lassen und sie meinte, dass in meinem Fall kein sofortiges Absetzen nötig sei, ich das aber so schnell wie möglich in Erwägung ziehen sollte, deshalb werde ich das jetzt auch tun.

Sie wollte mir heute die Hormonspirale ans Herz legen, aber damit kann ich mich nach langer Recherche einfach nicht so anfreuden, weswegen es auf die Kupferkette Gynefix hinauslaufen wird - also wenn da jemand Erfahrungen hat - immer her damit!

Bin auch immer wieder am Überlegen, ob nicht doch die Cerazette etwas für mich wäre, aber ich muss gestehen, dass mir wirklich vor den möglichen Nebenwirkungen graut, die - vergleicht man es mit anderen Pillen - häufiger aufzutreten scheinen. Ich möchte weder zunehmen, noch schlechtere Haut bekommen, noch möchte ich, dass sich mein Körper mit Schmierblutungen erstmal monatelang darauf einstellen muss, dass er dann vermutlich keine Tage mehr bekommt. Die Nebenwirkungen wiegen den Vorteil der nicht mehr vorhandenen Regelblutung nicht auf.

Wie gefährlich eine Thrombose ist, weiß ich. Nur muss man manchmal auch den Wahrscheinlichkeitsgrad mit dem Nutzengrad vergleichen, daher grundsätzlich erstmal die Frage. Ein erhöhtes Thromboserisiko besteht bei der Pilleneinnahme ja auch bei völlig gesunden Frauen und trotzdem verhüten über 50% mit der Pille.



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2. Mai 2014 um 18:16
In Antwort auf irini_12928721

Vielen Dank für die Antworten
War heute beim Frauenarzt und habe mich ausführlich beraten lassen und sie meinte, dass in meinem Fall kein sofortiges Absetzen nötig sei, ich das aber so schnell wie möglich in Erwägung ziehen sollte, deshalb werde ich das jetzt auch tun.

Sie wollte mir heute die Hormonspirale ans Herz legen, aber damit kann ich mich nach langer Recherche einfach nicht so anfreuden, weswegen es auf die Kupferkette Gynefix hinauslaufen wird - also wenn da jemand Erfahrungen hat - immer her damit!

Bin auch immer wieder am Überlegen, ob nicht doch die Cerazette etwas für mich wäre, aber ich muss gestehen, dass mir wirklich vor den möglichen Nebenwirkungen graut, die - vergleicht man es mit anderen Pillen - häufiger aufzutreten scheinen. Ich möchte weder zunehmen, noch schlechtere Haut bekommen, noch möchte ich, dass sich mein Körper mit Schmierblutungen erstmal monatelang darauf einstellen muss, dass er dann vermutlich keine Tage mehr bekommt. Die Nebenwirkungen wiegen den Vorteil der nicht mehr vorhandenen Regelblutung nicht auf.

Wie gefährlich eine Thrombose ist, weiß ich. Nur muss man manchmal auch den Wahrscheinlichkeitsgrad mit dem Nutzengrad vergleichen, daher grundsätzlich erstmal die Frage. Ein erhöhtes Thromboserisiko besteht bei der Pilleneinnahme ja auch bei völlig gesunden Frauen und trotzdem verhüten über 50% mit der Pille.



Allerdings
ist die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose bei einer gesunden, nicht vorbelasteten Pillenanwenderin viel geringer, als bei einem Risikopatienten. Sonst würden auch nicht über 50% damit verhüten.

Die Entscheidung liegt letztendlich natürlich immer bei einem selbst.

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