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PCOS und pille

27. Oktober 2011 um 19:41

hallo mal wieder

meine pille (belara) hatte ich ja nun abgesetzt, u.a. wegen zuletzt immer wiederkehrender pilzinfektionen.

ist jetzt etwas mehr als drei monate her und am zyklus tat sich gar nichts. mein FA hat dann mal blut abgenommen, dabei ist rausgekommen, dass mein testosteron zu hoch ist, östrogen ist normal. außerdem hashimoto, aber nur leicht.

laut FA und endokrinologin soll das nun also ein PCO-syndrom sein (zysten hab ich nicht), antiandrogene pille ist angeraten.

problem: eigentlich möcht ich ja keine mehr nehmen...gab gerade nen brustkrebsfall in der familie, da bin ich dahingehend noch ein wenig sensibler. und eben die pilzinfektionen (eine hatte ich allerdings auch nach absetzen der pille nochmal).

frage(n) nun: wie sieht es mit dem einfluss von östrogen/gestagen auf pilzinfektionen aus? kann man da irgendwas in der menge drehen, dass diese zumindest unwahrscheinlicher werden?
oder ist das ganze ohnehin nur pferdescheumacherei, weil das absetzen dann doch noch nicht sooo lange her ist, sollte ich also noch etwas warten?

ps: ne untersuchung auf androgenitales syndrom steht noch an, weil ich untergewichtig bin, dementsprechend ja nicht ganz typisch für PCOS. ansonsten würden die symptome aber ganz gut hinkommen (akne und seborrhoe)

27. Oktober 2011 um 20:13

Metformin
hatte ich vorgeschlagen, frau endokrinologin meinte, das hätte weniger nen einfluss auf die akne, sei eher was bei kinderwunsch. das wären so ihre erfahrungen.

im moment werd ich da von meinen ärzten irgendwie vor vollendete tatsachen gestellt. einziges mittel: pille. bisschen doof -.-

die haut hab ich auch einigermaßen im griff, heißt nur immer, dass sei für späteren kinderwunsch nicht so prickelnd (wobei ich mir recht sicher bin, keine kinder zu wollen).

wollte aber auch erstmal abwarten, was jetzt durch das L-thyroxin passiert...ob überhaupt was passiert. hab eigentlich null symptome.

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27. Oktober 2011 um 21:49

Ich
versuch mal, mich noch ne weile durchzusetzen, auf n paar monate mehr kommt es dann ja auch nicht an.

ist die bekannte beim selben arzt geblieben oder hat sie sich einen anderen gesucht?

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27. Oktober 2011 um 22:54

Hatte
vergessen zu erwähnen, dass mein LH in relation zum FSH auch zu hoch ist...wär halt auch n wert, der drauf hinweisen würde.

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2. November 2011 um 1:29


Ein Hormonstatus ist auch schon nach 3 Monaten aussagekräftig. Ich weiß nicht, warum die 6 Monate so hartnäckig durch die Foren geistern.

Ein erhöhter Testosteron- bzw Androgenwert kann keine Pillenachwirkung sein, da OH die Androgene binden und senken. Eine Hyperandrogenämie kann pillenbedingt nur unerkannt bleiben, da die Androgene als zu niedrig gemessen werden und im weiteren Verlauf dann ansteigen.

Viele vergessen, dass auch Metformin ein Medikament mit Risiken und Nebenwirkungen ist. Was bei der Pille die Thrombose, ist bei Metformin die Laktatazidose. Alkoholgenuss sollte man deshalb meiden, da diese Übersäuerung in 50% aller Fälle zum Tode führt, eine Thrombose hingegen nur in 2%.
Zumal es keine Erfolgsgarantie gibt, selbst wenn man eine Insulinresistenz hat.


@Apple
PCOS und Insulinresistenz müssen nicht zwingend zu Übergewicht führen
Ich leide an beiden und bin trotzdem Normalgewichtig.
PCOS ist eine Ausschlussdiagnose, dazu werden oGTT und ACTH-Test benögt.

Metformin hat bei mir leider gar nicht funktioniert. Ich habe es monatelang genommen und mich sehr stark mit den Nebenwirkungen gequält. Jeden Tag hatte ich trotz korrektem Einschleichen und der korrekten Dosierung Durchfall, Blähungen und einen aufgeblähten Bauch. Man darf auch nicht mehr als ein Glas Wein, Sekt oder ein Fläschchen Bier zu einer Mahlzeit trinken, da sonst die gefahr einer Übersäuerung überproportional ansteigt. Das Risiko ist jedoch immer gegeben, ohne Alkohol aber selten.

Es ist fast wie das Gegenstück zu Nikotin/Thrombose/Pille, nur eben sehr viel ...tödlicher.

Ich leide an einem vollständigen Amenorrhoe. Gar keine Blutungen, kein ES, nichts. Auch nach Monaten und der idealen SD-Einstellung konnte man mir leider nicht helfen. Ich war sehr froh, als ich Metformin dann endlich absetzen könnte, weil mich die NW teilweise sogar mehr fertig gemacht haben, als die der Pille.

Nicht falsch verstehen, ich mag Metformin niemandem madig machen, aber es wird bei PCOS immer so gerne idealisiert, dass ich davon Bauschmerzen bekomme.
Denn diese Idealisierungen haben mir solche Hoffnungen gemacht und mich dann auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht. Mein PCOS hat mich eine zeit lang richtig depressiv gemacht. Deshalb immer rational bleiben. Es kann auch sein, dass du gar keine zufriedenstellende Therapie findest.

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2. November 2011 um 1:55
In Antwort auf jodie_12107470


Ein Hormonstatus ist auch schon nach 3 Monaten aussagekräftig. Ich weiß nicht, warum die 6 Monate so hartnäckig durch die Foren geistern.

Ein erhöhter Testosteron- bzw Androgenwert kann keine Pillenachwirkung sein, da OH die Androgene binden und senken. Eine Hyperandrogenämie kann pillenbedingt nur unerkannt bleiben, da die Androgene als zu niedrig gemessen werden und im weiteren Verlauf dann ansteigen.

Viele vergessen, dass auch Metformin ein Medikament mit Risiken und Nebenwirkungen ist. Was bei der Pille die Thrombose, ist bei Metformin die Laktatazidose. Alkoholgenuss sollte man deshalb meiden, da diese Übersäuerung in 50% aller Fälle zum Tode führt, eine Thrombose hingegen nur in 2%.
Zumal es keine Erfolgsgarantie gibt, selbst wenn man eine Insulinresistenz hat.


@Apple
PCOS und Insulinresistenz müssen nicht zwingend zu Übergewicht führen
Ich leide an beiden und bin trotzdem Normalgewichtig.
PCOS ist eine Ausschlussdiagnose, dazu werden oGTT und ACTH-Test benögt.

Metformin hat bei mir leider gar nicht funktioniert. Ich habe es monatelang genommen und mich sehr stark mit den Nebenwirkungen gequält. Jeden Tag hatte ich trotz korrektem Einschleichen und der korrekten Dosierung Durchfall, Blähungen und einen aufgeblähten Bauch. Man darf auch nicht mehr als ein Glas Wein, Sekt oder ein Fläschchen Bier zu einer Mahlzeit trinken, da sonst die gefahr einer Übersäuerung überproportional ansteigt. Das Risiko ist jedoch immer gegeben, ohne Alkohol aber selten.

Es ist fast wie das Gegenstück zu Nikotin/Thrombose/Pille, nur eben sehr viel ...tödlicher.

Ich leide an einem vollständigen Amenorrhoe. Gar keine Blutungen, kein ES, nichts. Auch nach Monaten und der idealen SD-Einstellung konnte man mir leider nicht helfen. Ich war sehr froh, als ich Metformin dann endlich absetzen könnte, weil mich die NW teilweise sogar mehr fertig gemacht haben, als die der Pille.

Nicht falsch verstehen, ich mag Metformin niemandem madig machen, aber es wird bei PCOS immer so gerne idealisiert, dass ich davon Bauschmerzen bekomme.
Denn diese Idealisierungen haben mir solche Hoffnungen gemacht und mich dann auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht. Mein PCOS hat mich eine zeit lang richtig depressiv gemacht. Deshalb immer rational bleiben. Es kann auch sein, dass du gar keine zufriedenstellende Therapie findest.

Ja
diese nebenwirkungen erwähnte sie auch. das mit dem alkohol würd mir auch nicht so passen, dafür trink ich zu gern mal einen oder zwei mit freunden. klar, wenn`s hart auf hart kommt kann man das abstellen, aber wenns nicht unbedingt sein muss...

wenn pille, dann wär die mir wichtigste wirkung sowieso die auf die haut, andere probleme hab ich so nicht. die ist aber jetzt auf einmal von alleine sehr viel besser geworden als hätt ich die pille nie abgesetzt. ich hoffe, das hält an...

donnerstag soll bei mir noch das androgenitale syndrom ausgeschlossen werden. denk eher nicht, dass es das ist, aber wo ich schon mal zeit hab, lass ich das gleich mit machen

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2. November 2011 um 12:34

...
Mir ist das Buch bekannt,in der Medizin gibts aber zu allem und jedem diverse und umstrittene Theorien. Die Ärzte, die mich bisher behandelt haben -ich war bei diversen Gynäkologen und Endokrinologen, sogar im Endokrinologikum- empfanden 3 Monate als angemessenen Wartezeit.
Wenn man sich mal einließt, findet man sogar spannen von 3 Wochen bis zu 9 Monaten

Ich persönlich bin natürlich nicht der Maßstab aller Dinge, hatte aber schon diverse Hormonstati.
Ob nun zwischen dem 3.-5 ZT, unmittelbar danach oder an 120. ZT, 5 Wochen, 4 Monaten und 10 Monaten nach dem Absetzen brauchte mir alle absolut identische Ergebnisse.

Das Problem ist ja nicht, dass man fälschlicherweise eine Hyperanrogenämie diagnostizieren, sondern diese übersehen könnte, da der Zeitabstand zu gering sein könnte, um pathologische Werte anzeigen zu können.

War eine Hyperandrogenämie erkennbar, liegen dazu weitere Symptome in Form von Amenorrhoe, Akne und Seborrhoe vor, ist eine ovarielle oder adrene Dysfunktion sehr wahrscheinlich. Da es sich bei PCOS und late onset AGS jedoch um Auschlissdiagnosen handelt, bedarfen diese zusätzlich oGTT und ACTH-Test.

Neuste Studien zeigen übrigens, dass eine Ernährungsumstellung in Form von Logi, Glyx oder Schlank im Schlaf kombiniert mit 150 Minuten Sport pro Woche effektiver wirkt als die Gabe von Antidiabetika.

@Apple
Genau deshalb war Metformin für mich unterem anderen auch sehr problematisch.
Vollkommen auf einen kleinen Schwips mag ich auch nicht verzichten^^

Wird denn auch ein oGTT gemacht, um festzustellen, ob eine Insulinresistenz vorliegt?
Darauf würde ich unbedingt bestehen. Die geündere und bessere Alternative zu Metformin wäre eine Ernährumgsumstellung und Sport, auch, wenn du eher Untergewichtig oder Normalgewichtig bist

Alternativ gibts auch noch Präperate wie Finasterid, Flutamid und Spironolacton.
Finasterid und Flutamid sind in Deutschland nicht für die Therapie von Frauen zugelassen, da diese bei einer Schwangerschaft die Frucht schädigen können. Man muss bei Anwendung eine sichere Kontrazeption vorweisen könne, viele Ärzte bestehen deshalb unbedingt auf hormonelle Verhütung.

Wenn Metformin/Ernährungsumstellung+ Sport nicht helfen und man die Pille nicht verträgt, ist man doch ziemlich angeschmiert.
Die anderen Mittel könnte ich mir gar nicht erst leisten, da diese nicht von der Krankenkasse übernommen werden, zumal diese auch nich pillenähnliche Nebenwirkungen haben.

Ich persönlich hab mich jetzt wieder für die Einnahme der Pille entschieden, auch, wenn ich diese nicht vertrage.
Sozusagen als kleineres Übel. Akne kam bei mir übrigens erst immer ab dem 6.-10. Monat pp.

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2. November 2011 um 15:26
In Antwort auf jodie_12107470

...
Mir ist das Buch bekannt,in der Medizin gibts aber zu allem und jedem diverse und umstrittene Theorien. Die Ärzte, die mich bisher behandelt haben -ich war bei diversen Gynäkologen und Endokrinologen, sogar im Endokrinologikum- empfanden 3 Monate als angemessenen Wartezeit.
Wenn man sich mal einließt, findet man sogar spannen von 3 Wochen bis zu 9 Monaten

Ich persönlich bin natürlich nicht der Maßstab aller Dinge, hatte aber schon diverse Hormonstati.
Ob nun zwischen dem 3.-5 ZT, unmittelbar danach oder an 120. ZT, 5 Wochen, 4 Monaten und 10 Monaten nach dem Absetzen brauchte mir alle absolut identische Ergebnisse.

Das Problem ist ja nicht, dass man fälschlicherweise eine Hyperanrogenämie diagnostizieren, sondern diese übersehen könnte, da der Zeitabstand zu gering sein könnte, um pathologische Werte anzeigen zu können.

War eine Hyperandrogenämie erkennbar, liegen dazu weitere Symptome in Form von Amenorrhoe, Akne und Seborrhoe vor, ist eine ovarielle oder adrene Dysfunktion sehr wahrscheinlich. Da es sich bei PCOS und late onset AGS jedoch um Auschlissdiagnosen handelt, bedarfen diese zusätzlich oGTT und ACTH-Test.

Neuste Studien zeigen übrigens, dass eine Ernährungsumstellung in Form von Logi, Glyx oder Schlank im Schlaf kombiniert mit 150 Minuten Sport pro Woche effektiver wirkt als die Gabe von Antidiabetika.

@Apple
Genau deshalb war Metformin für mich unterem anderen auch sehr problematisch.
Vollkommen auf einen kleinen Schwips mag ich auch nicht verzichten^^

Wird denn auch ein oGTT gemacht, um festzustellen, ob eine Insulinresistenz vorliegt?
Darauf würde ich unbedingt bestehen. Die geündere und bessere Alternative zu Metformin wäre eine Ernährumgsumstellung und Sport, auch, wenn du eher Untergewichtig oder Normalgewichtig bist

Alternativ gibts auch noch Präperate wie Finasterid, Flutamid und Spironolacton.
Finasterid und Flutamid sind in Deutschland nicht für die Therapie von Frauen zugelassen, da diese bei einer Schwangerschaft die Frucht schädigen können. Man muss bei Anwendung eine sichere Kontrazeption vorweisen könne, viele Ärzte bestehen deshalb unbedingt auf hormonelle Verhütung.

Wenn Metformin/Ernährungsumstellung+ Sport nicht helfen und man die Pille nicht verträgt, ist man doch ziemlich angeschmiert.
Die anderen Mittel könnte ich mir gar nicht erst leisten, da diese nicht von der Krankenkasse übernommen werden, zumal diese auch nich pillenähnliche Nebenwirkungen haben.

Ich persönlich hab mich jetzt wieder für die Einnahme der Pille entschieden, auch, wenn ich diese nicht vertrage.
Sozusagen als kleineres Übel. Akne kam bei mir übrigens erst immer ab dem 6.-10. Monat pp.

Ich
werd mal nach dem oGTT fragen. sie hatte beim durchgucken der werte auch zumindest nach ner blutzuckermessung gesucht, die wurde aber nicht gemacht.

bin eigentlich sogar untergewichtig, mach aber trotzdem sport. hab dadurch bisher nicht weiter abgenommen, deshalb hab ich mir das nicht nehmen lassen.



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2. November 2011 um 19:53
In Antwort auf rocmo_12134128

Ich
werd mal nach dem oGTT fragen. sie hatte beim durchgucken der werte auch zumindest nach ner blutzuckermessung gesucht, die wurde aber nicht gemacht.

bin eigentlich sogar untergewichtig, mach aber trotzdem sport. hab dadurch bisher nicht weiter abgenommen, deshalb hab ich mir das nicht nehmen lassen.



....
Bei einem oGTT geht es primär um den Insulinspiegel, da sie anfangs unabhänig vom Blutzucker besteht.

Schlagen Insulin und Blutzucker aus, ist der Diabertes wohl auch nicht mehr weit.

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2. November 2011 um 20:16
In Antwort auf jodie_12107470

....
Bei einem oGTT geht es primär um den Insulinspiegel, da sie anfangs unabhänig vom Blutzucker besteht.

Schlagen Insulin und Blutzucker aus, ist der Diabertes wohl auch nicht mehr weit.


prima aussichten.

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