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Orgasmusstörung

1. September 2016 um 10:19

Hallo Zusammen,

seit einer längeren Zeit kämpfe ich mit einem Bekannten Sexuellem Problem - Wer hätte es gedacht, das zu frühe kommen.

Ich versuche nun mal meine Situation weitestgehend zusammenzufassen:

Ich war bis vor kurzem mit einer Frau über 5 Jahre zusammen (Ich bin jetzt 27, sie ist 26).
Die Beziehung lief die erste Zeit recht gut, auch sexuell war es auch ziemlich gut.
Irgendwann fangen auch die Probleme in einer Beziehung an, es gab einige Kleinigkeiten die mich immer wieder gestört haben. Das was mich allerdings am meisten immer genervt hat war, das bei jedem vorhaben, dass sie hatte, nur mehr gelabert wurde als das irgendwas produktives dabei rauskam. Anfangs habe ich da noch viel unterstützt, dies wurde aber immer weniger. Entsprechend sank mein ansehen an Ihr. Ich wurde teilweise unverschämt, beleidigte Sie, habe sie als ein Nichtsnutz angesehen und tatsächlich auch dann so bezeichnet.
Wir haben beide an Gewicht zugenommen, sie hat dadurch auch massiv an Attraktivität bei mir veloren. Ihr Selbstbewusstsein wurde immer weniger, was mich auch immer mehr genervt hat.
(Bis zu diesem Punkt ist mir bewusst, wo meine Fehler lagen - Ich werde hier keine Schuld von mir weisen, da ich mich selbst massiv daneben benommen habe)
Nungut, jetzt zu meinem eigendlichen Problem, vielleicht sogar die Sorge:
Irgendwann habe ich die gute Dame dann auch immer mehr als mittel zum zweck gesehen, wenn ich erregt war, habe ich sex gefordert, war nach kürzester Zeit fertig, sie kam null auf ihre kosten (leidenschaft hat schon längere zeit abgenommen). Versprochen habe ich immer noch ein zweites mal zu machen, aber das ging dann meistens auch nicht, weil sie mich einfach nciht mehr angezogen hat (Sie ist sehr attraktiv muss man dazu sagen)
Die Motivation war einfach weg. Teilweise habe ich mich sogar lieber selbst befriedigt. Ich habe mir diverse Pornos angesehen, auch obszöne sachen, die mich zumindest kurzzeitig erregt haben. Das durchhaltevermögen war entsprechend auch wiederum sehr kurz, da das nur mittel zum zweck war.
Die Mixtur aus wenig Durchhaltevermögen und kaum sexuelle Anziehung haben sich die letzten 2 Jahre gehalten. Zusätzlich kam natürlich noch hinzu: Sie hatte die Pille abgesetzt, wir hatten dann nur noch Sex mit Kondomen (2,5 Jahre!). Das war zusätzlich noch mal eine nicht sehr angenehme Sache. Entsprechend habe ich dann noch weniger lust gehabt.

Das Sexleben sah dann das letzte Jahr in der Beziehung folgendermaßen aus:
Lust auf Sex - Kein Vorspiel - kurz rein und hauptsache abspritzen - kein Interesse mehr
Meine Errektion war auch nicht mehr die beste, das wahr mehr so eine halbherzige Errektion (auch bein onanieren). Wenn er mal richtig stand, dann auch nur für einen recht kurzen Moment (als es mal länger ging). Interessanterweise habe ich oft meinen Altagsstress im Kopf gehabt, oder irgendwas an Ihr gesehen was mich stört, an das nächste Frühstück gedacht.... Ich konnte mich absolut nicht mehr fallen lassen und die situation genießen.
Ich wurde immer frustrierter, hab mir immer obzönere Pornos angesehen um zu sehen ob mich da etwas noch mehr erregt - teilweise habe ich dies was ich sah auch eingefordert. Sofern wir das eine oder andere mal ausprobiert haben, hat mir das wiederum nicht so wirklich die erfüllung gegeben (mal ganz davon abgesehen davon, dass sie das mehr aus liebe und verlustangst als aus überzeugung gemacht hat)
Irgendwann kam ich an den Punkt an, an dem ich dachte, ich wäre vielleicht Schwul und habe mir Schwulen und Transenpornos angesehen, dazu auch etwas Spielzeug ausprobiert.
Ich zog mich immer weiter zurück, war immer frustrierter und fühlte mich immer minderwertiger.
Beruflicher und Privater Stress haben natürlich auch nochmal eine massive Rolle gespielt.
Das Gefühl im Leben etwas zu verpassen, Sex mit vielen anderen Frauen zu haben usw. war auch schon sehr lange präsent.
Die Streitereien wurden von den "normalen" Machtkämpfen in der Beziehung zu eine wirklich unangenehme Situation, es wurde nicht wirklich schlimmer, allerdings wollte ich mich damit auch nicht mehr auseinander setzten.
Die Spitze des Eisbergs war, als ich dann eine offene Beziehung vorgeschlagen habe, das wir Erfahrung sammeln müssen, vielleicht hilft das unsere Beziehung.
Natürlich war der Gedanke nicht weit genug gedacht, es war lediglich eine Egoistische Reaktion darauf, dass ich die Probleme lange Zeit ignoriert und verdrängt habe.

Nun, natürlich nutzte Sie das auch aus, verliebte sich in den Typen und trennte sich von mir -> Logisch, das hätte man voraussehen können (Zumindest ich nicht in dieser Situation).

Aktuell ist es nun so, dass ich sobald ich mich selbst befriedige, in teilweise weniger als 30 Sekunden schon Ejakuliere, das passiert ebenfalls auch wenn ich nach einer Stunde erneut Onaniere. Das ist wohl der Tiefpunkt meiner Sexuellen laufbahn. Entsprechend leidet mein Ego massiv darunter, und ich weiß nicht wirklich weiter.

Hat sich dieses Problem zu einer dauerhaften Störung entwickelt? Werde ich nun für immer unter solchen Problemen leiden?
Kann dies auch Körperliche Ursachen haben?
Was kann helfen?

Das nagt schon massiv an meinem Selbstbewusstsein, entsprechend leide ich auch körperlich darunter.
Eventuell kann man sich hier mal etwas darüber austauschen, es gibt sicher viele Dinge, die ich übersehe.

Vielen Dank schonmal für die Aufmerksamkeit

Gruß

1. September 2016 um 11:24

Hi
Also, das Ende der sexuellen Laufbahn, mit 27? Du bist ein Jahr jünger als ich. Hau dir selbst mal auf den Hinterkopf um Dich etwas wach zu rütteln.

Dein Problem ist glaube ich weniger sexueller Natur. In der Art, wie du deine Beziehung beschrieben hast, wird deutlich, dass Du mit dir selbst kaum im Reinen bist.
Z.B. hast du Dich über Dinge aufgeregt, die dir an ihr nicht gefallen. Hast sie beleidigt. Wer andere runter macht, erniedrigt, vielleicht auch im sexuellen Sinne erniedrigt, der hat ja irgendwo das Bedürfnis, als ganz großer Stecher da zu stehen. Also in dem steckt das Gefühl, selbst klein und machtlos zu sein.
Denn es gibt verschiedene Arten Probleme und Konflikte zu lösen. Wenn sie viel quatscht und nix bei rum kommt, kann man natürlich weinen und sagen: "die ist voll blöd" oder man plant etwas und reißt sie einfach mal mit. Sagt: So Schatz, jetzt gehts los.

Dann neigst Du sehr dazu, äußere Faktoren verantwortlich zu machen. Deine Umwelt wirkt auf dich, also kannst Du ja gar nicht anders.
Das benutzen von Kondomen stört mich. Stress auf der Arbeit, privat. ... usw. Wenn man Gründe sucht, findet man auch welche. Der Sex wäre ohne Kondome wahrscheinlich nicht wesentlich besser gewesen.

Du solltest davon weg kommen, dir immer irgendwelche Gründe zu suchen, warum du jetzt so schlecht drauf bist. Und den Fokus darauf richten, wo will ich hin und was kann ich tun, um meine Probleme zu lösen oder zu bewältigen. Denn Jammern, ist zwecklos. Jammern löst keine Probleme. Jammern führt dazu, dass die Negativ-Spirale immer weiter abwärts geht. Man dreht sich im Kreis und hat das Gefühl, dass alles scheiße ist.

Setz Dich vorerst einmal mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinander, ... und arbeite an Dir, Deiner Einstellung und Deinen Zielen,
Dass du beim Onanieren früh abspritzt, ist glaube ich dein geringstes Problem.

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1. September 2016 um 12:56
In Antwort auf jonas1989

Hi
Also, das Ende der sexuellen Laufbahn, mit 27? Du bist ein Jahr jünger als ich. Hau dir selbst mal auf den Hinterkopf um Dich etwas wach zu rütteln.

Dein Problem ist glaube ich weniger sexueller Natur. In der Art, wie du deine Beziehung beschrieben hast, wird deutlich, dass Du mit dir selbst kaum im Reinen bist.
Z.B. hast du Dich über Dinge aufgeregt, die dir an ihr nicht gefallen. Hast sie beleidigt. Wer andere runter macht, erniedrigt, vielleicht auch im sexuellen Sinne erniedrigt, der hat ja irgendwo das Bedürfnis, als ganz großer Stecher da zu stehen. Also in dem steckt das Gefühl, selbst klein und machtlos zu sein.
Denn es gibt verschiedene Arten Probleme und Konflikte zu lösen. Wenn sie viel quatscht und nix bei rum kommt, kann man natürlich weinen und sagen: "die ist voll blöd" oder man plant etwas und reißt sie einfach mal mit. Sagt: So Schatz, jetzt gehts los.

Dann neigst Du sehr dazu, äußere Faktoren verantwortlich zu machen. Deine Umwelt wirkt auf dich, also kannst Du ja gar nicht anders.
Das benutzen von Kondomen stört mich. Stress auf der Arbeit, privat. ... usw. Wenn man Gründe sucht, findet man auch welche. Der Sex wäre ohne Kondome wahrscheinlich nicht wesentlich besser gewesen.

Du solltest davon weg kommen, dir immer irgendwelche Gründe zu suchen, warum du jetzt so schlecht drauf bist. Und den Fokus darauf richten, wo will ich hin und was kann ich tun, um meine Probleme zu lösen oder zu bewältigen. Denn Jammern, ist zwecklos. Jammern löst keine Probleme. Jammern führt dazu, dass die Negativ-Spirale immer weiter abwärts geht. Man dreht sich im Kreis und hat das Gefühl, dass alles scheiße ist.

Setz Dich vorerst einmal mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinander, ... und arbeite an Dir, Deiner Einstellung und Deinen Zielen,
Dass du beim Onanieren früh abspritzt, ist glaube ich dein geringstes Problem.

Hi
Ich glaube die letzte Nachricht wurde nicht abgeschickt, also schreibe ich nochmal:

Ich meinte nicht das Ende, sondern der Tiefpunkt. Ich hoffe natürlich, dass das nicht das Ende ist

Du hast vollkommen recht, genau da liegt ein Riesen Problem bei mir. Dein Vorschlag ist zwar gut, aber letztenendes hat sowas halt auch nichts gebracht. Es gab noch wesentlich mehrere Dinge die auch einfach nicht gingen, aber das ist ja erst mal irrelevant. Ich wollte mir diese Probleme nicht eingestehen, hatte Angst vor der Wahrheit, auch angst mich zu trennen, obwohl ich das schon lange hätte tuen müssen. Ich habe mich in der Beziehung selbst verraten und verarscht, das führte wohl unter anderem dazu, dass eines zum anderen kam. Und die ganzen Dinge die ich beschrieben habe, waren zumindest für den Zeitraum der Beziehung die vermeintliche Ursache, obwohl sie nur das Resultat des ganzen waren. Also doppelt verarscht. Die Ursache liegt wo ganz anders und daran Arbeite ich wieder verstärkt.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass sich in mir ein sexuelles Problem manifestiert hat, und nicht weiß wie ich damit umgehen soll. Ich würde gerne einen Weg finden, wieder mein Selbstwertgefühl zu steigern, dazu gehört natürlich die Manneskraft. Das ist shcon eine sehr belastende sache für mich, und ich sehe momentan nicht allzuviel licht am ende des Tunnels, da ich auch keine wirklichen Fortschritte mache ...

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1. September 2016 um 13:02
In Antwort auf zsuzsi_12646267

Hi
Ich glaube die letzte Nachricht wurde nicht abgeschickt, also schreibe ich nochmal:

Ich meinte nicht das Ende, sondern der Tiefpunkt. Ich hoffe natürlich, dass das nicht das Ende ist

Du hast vollkommen recht, genau da liegt ein Riesen Problem bei mir. Dein Vorschlag ist zwar gut, aber letztenendes hat sowas halt auch nichts gebracht. Es gab noch wesentlich mehrere Dinge die auch einfach nicht gingen, aber das ist ja erst mal irrelevant. Ich wollte mir diese Probleme nicht eingestehen, hatte Angst vor der Wahrheit, auch angst mich zu trennen, obwohl ich das schon lange hätte tuen müssen. Ich habe mich in der Beziehung selbst verraten und verarscht, das führte wohl unter anderem dazu, dass eines zum anderen kam. Und die ganzen Dinge die ich beschrieben habe, waren zumindest für den Zeitraum der Beziehung die vermeintliche Ursache, obwohl sie nur das Resultat des ganzen waren. Also doppelt verarscht. Die Ursache liegt wo ganz anders und daran Arbeite ich wieder verstärkt.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass sich in mir ein sexuelles Problem manifestiert hat, und nicht weiß wie ich damit umgehen soll. Ich würde gerne einen Weg finden, wieder mein Selbstwertgefühl zu steigern, dazu gehört natürlich die Manneskraft. Das ist shcon eine sehr belastende sache für mich, und ich sehe momentan nicht allzuviel licht am ende des Tunnels, da ich auch keine wirklichen Fortschritte mache ...

Nachtrag
Also ich meine Fortschritte in Sexueller hinsicht. Seit der Trennung habe ich anderweitig einiges erreichen können

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2. September 2016 um 19:01

Rate zur Therapie
Ich denke Du solltest einen Sexualtherapeuten aufsuchen. Dein Problem liegt im Kopf, nicht in der Potenz. Das geht sehr klar hervor.

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