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Nuvaring und Haarausfall!

17. Juli 2017 um 14:15

Hallo liebe Frauen,

Ich bin 30 Jahre alt und seit November 2015 leide ich an Haarausfall (während der Anwendung von Nuvaring/ Januar 2010 bis Februar 2016 -> etwa 5 Jahre). Auf Grund klinischen Befundes einer verminderten Haardichte wurde bei mir eine androgenetische Alopezie (AGA = ein permanenter Haarverlust!) diagnostiziert. Die AGA ist in meinem Fall weder genetisch bedingt, noch auf pseudohormonelle Probleme (z.B. Eisenmangel) oder auf eine endokrinologischen Störung zurückzuführen (z.B. PCO, polyzystisches Ovarialsyndrom).

Leider kann eine AGA durch androgenisierende hormonelle Kontrazeption ausgelöst werden (gemäss der Studie von Räber und Viragh, 2016), dabei kann es mehrere Monate oder Jahre dauern bis ein ausdünnendes Haar überhaupt erst bemerkt wird. In der Patienteninformation und dem Compendium.ch wird zwar das Wort Haarausfall erwähnt, nicht aber - und das ist entscheidend - die AGA (nicht heilbar). Diffuser Haarausfall kann reversibel sein aber die AGA nimmt über die Zeit zu. Es ist zudem wissenschaftlich erwiesen, dass die AGA zu einer schwerwiegenden psychischen Belastung für die Frau werden kann.
 
Mir wurde erst von der Dermatologin erklärt (leider zu spät für mich!), dass die vom 19-Nortestosteron stammenden Gestagene wie Levogestrel, Etonogestrel (NUVARING), Desogestrel, Gestoden oder Norgestimat eine mehr oder minder ausgeprägte androgene Wirkung haben. Solche Gestagene führen zu einer Erhöhung der sogenannten androgenen Aktivität im Körper der Frauen. Dabei können unterschiedliche Nebenwirkungen wie in meinem Fall AGA auftreten. Dazu nach Prof. Dr. Petra Thürmann (Direktorin des Philipp-Klee-Instituts für Klinische Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal) bergen neuere Antibabypillen (3. und 4. Generation) im Vergleich zu ihren Vorgängern häufig ein grösseres Thromboserisiko.
 
Leider kann keine Frau vor der Anwendung solcher Antikonzeptiva wissen, ob sie auf diese Komponente sensibel ist und wie der Körper reagieren wird. Die Gestagene die eine androgene Wirkung entfalten können sehr oft zu Haarausfall führen. Hat eine Frau eine erbliche Veranlagung der Haarwurzel-Überempfindlichkeit gegenüber männlichen Hormonen (Androgenen), ist der Haarausfall umso ausgeprägter. Hyperandrogenämie kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden und ist nicht selten die Folge unterschiedlicher Erkrankungen (wie PCO). Ein möglicher Grund für den Überschuss an männlichen Hormonen können aber auch hormonelle Verhütungsmitteln sein.
 
Uns Frauen ist leider nicht bewusst was wir für Gestagene anwenden . Von welcher Pillen-Generation es sich handelt und welche Nebenwirkungen (je nach Präparat) erscheinen können. Meine Aufgabe wäre es gewesen, mich vor der Anwendung des Nuvarings besser zu informieren. Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass es leider kaum Informationen gibt, welche über die androgene Aktivität der Pille und deren mögliche Folgen genügend aufklären.    
 
Links:

https://compendium.ch/mpro/mnr/22709/html/de#7450

http://www.americanhairloss.org/women_hair_loss/oral_contraceptives.asp

https://de.wikipedia.org/wiki/Progestine
 

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10. August 2017 um 16:47
In Antwort auf christineaga

Hallo liebe Frauen,

Ich bin 30 Jahre alt und seit November 2015 leide ich an Haarausfall (während der Anwendung von Nuvaring/ Januar 2010 bis Februar 2016 -> etwa 5 Jahre). Auf Grund klinischen Befundes einer verminderten Haardichte wurde bei mir eine androgenetische Alopezie (AGA = ein permanenter Haarverlust!) diagnostiziert. Die AGA ist in meinem Fall weder genetisch bedingt, noch auf pseudohormonelle Probleme (z.B. Eisenmangel) oder auf eine endokrinologischen Störung zurückzuführen (z.B. PCO, polyzystisches Ovarialsyndrom).

Leider kann eine AGA durch androgenisierende hormonelle Kontrazeption ausgelöst werden (gemäss der Studie von Räber und Viragh, 2016), dabei kann es mehrere Monate oder Jahre dauern bis ein ausdünnendes Haar überhaupt erst bemerkt wird. In der Patienteninformation und dem Compendium.ch wird zwar das Wort Haarausfall erwähnt, nicht aber - und das ist entscheidend - die AGA (nicht heilbar). Diffuser Haarausfall kann reversibel sein aber die AGA nimmt über die Zeit zu. Es ist zudem wissenschaftlich erwiesen, dass die AGA zu einer schwerwiegenden psychischen Belastung für die Frau werden kann.
 
Mir wurde erst von der Dermatologin erklärt (leider zu spät für mich!), dass die vom 19-Nortestosteron stammenden Gestagene wie Levogestrel, Etonogestrel (NUVARING), Desogestrel, Gestoden oder Norgestimat eine mehr oder minder ausgeprägte androgene Wirkung haben. Solche Gestagene führen zu einer Erhöhung der sogenannten androgenen Aktivität im Körper der Frauen. Dabei können unterschiedliche Nebenwirkungen wie in meinem Fall AGA auftreten. Dazu nach Prof. Dr. Petra Thürmann (Direktorin des Philipp-Klee-Instituts für Klinische Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal) bergen neuere Antibabypillen (3. und 4. Generation) im Vergleich zu ihren Vorgängern häufig ein grösseres Thromboserisiko.
 
Leider kann keine Frau vor der Anwendung solcher Antikonzeptiva wissen, ob sie auf diese Komponente sensibel ist und wie der Körper reagieren wird. Die Gestagene die eine androgene Wirkung entfalten können sehr oft zu Haarausfall führen. Hat eine Frau eine erbliche Veranlagung der Haarwurzel-Überempfindlichkeit gegenüber männlichen Hormonen (Androgenen), ist der Haarausfall umso ausgeprägter. Hyperandrogenämie kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden und ist nicht selten die Folge unterschiedlicher Erkrankungen (wie PCO). Ein möglicher Grund für den Überschuss an männlichen Hormonen können aber auch hormonelle Verhütungsmitteln sein.
 
Uns Frauen ist leider nicht bewusst was wir für Gestagene anwenden . Von welcher Pillen-Generation es sich handelt und welche Nebenwirkungen (je nach Präparat) erscheinen können. Meine Aufgabe wäre es gewesen, mich vor der Anwendung des Nuvarings besser zu informieren. Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass es leider kaum Informationen gibt, welche über die androgene Aktivität der Pille und deren mögliche Folgen genügend aufklären.    
 
Links:

https://compendium.ch/mpro/mnr/22709/html/de#7450

http://www.americanhairloss.org/women_hair_loss/oral_contraceptives.asp

https://de.wikipedia.org/wiki/Progestine
 

Great stuff!
Ich als Friseurin, kann ich sagen, dass der Trend in den letzten Jahren sehr traurig
Ich überprüfte diese Ressourcen würden mehr http://allesrezeptfreikaufen.com hinzufügen, weil meine Kunden immer wieder über ihn erwähnt haben.
Was ist Ihre allgemeine Meinung über die kurze Haarschnitte für Frauen?

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21. Februar 2018 um 17:27
In Antwort auf christineaga

Hallo liebe Frauen,

Ich bin 30 Jahre alt und seit November 2015 leide ich an Haarausfall (während der Anwendung von Nuvaring/ Januar 2010 bis Februar 2016 -> etwa 5 Jahre). Auf Grund klinischen Befundes einer verminderten Haardichte wurde bei mir eine androgenetische Alopezie (AGA = ein permanenter Haarverlust!) diagnostiziert. Die AGA ist in meinem Fall weder genetisch bedingt, noch auf pseudohormonelle Probleme (z.B. Eisenmangel) oder auf eine endokrinologischen Störung zurückzuführen (z.B. PCO, polyzystisches Ovarialsyndrom).

Leider kann eine AGA durch androgenisierende hormonelle Kontrazeption ausgelöst werden (gemäss der Studie von Räber und Viragh, 2016), dabei kann es mehrere Monate oder Jahre dauern bis ein ausdünnendes Haar überhaupt erst bemerkt wird. In der Patienteninformation und dem Compendium.ch wird zwar das Wort Haarausfall erwähnt, nicht aber - und das ist entscheidend - die AGA (nicht heilbar). Diffuser Haarausfall kann reversibel sein aber die AGA nimmt über die Zeit zu. Es ist zudem wissenschaftlich erwiesen, dass die AGA zu einer schwerwiegenden psychischen Belastung für die Frau werden kann.
 
Mir wurde erst von der Dermatologin erklärt (leider zu spät für mich!), dass die vom 19-Nortestosteron stammenden Gestagene wie Levogestrel, Etonogestrel (NUVARING), Desogestrel, Gestoden oder Norgestimat eine mehr oder minder ausgeprägte androgene Wirkung haben. Solche Gestagene führen zu einer Erhöhung der sogenannten androgenen Aktivität im Körper der Frauen. Dabei können unterschiedliche Nebenwirkungen wie in meinem Fall AGA auftreten. Dazu nach Prof. Dr. Petra Thürmann (Direktorin des Philipp-Klee-Instituts für Klinische Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal) bergen neuere Antibabypillen (3. und 4. Generation) im Vergleich zu ihren Vorgängern häufig ein grösseres Thromboserisiko.
 
Leider kann keine Frau vor der Anwendung solcher Antikonzeptiva wissen, ob sie auf diese Komponente sensibel ist und wie der Körper reagieren wird. Die Gestagene die eine androgene Wirkung entfalten können sehr oft zu Haarausfall führen. Hat eine Frau eine erbliche Veranlagung der Haarwurzel-Überempfindlichkeit gegenüber männlichen Hormonen (Androgenen), ist der Haarausfall umso ausgeprägter. Hyperandrogenämie kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden und ist nicht selten die Folge unterschiedlicher Erkrankungen (wie PCO). Ein möglicher Grund für den Überschuss an männlichen Hormonen können aber auch hormonelle Verhütungsmitteln sein.
 
Uns Frauen ist leider nicht bewusst was wir für Gestagene anwenden . Von welcher Pillen-Generation es sich handelt und welche Nebenwirkungen (je nach Präparat) erscheinen können. Meine Aufgabe wäre es gewesen, mich vor der Anwendung des Nuvarings besser zu informieren. Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass es leider kaum Informationen gibt, welche über die androgene Aktivität der Pille und deren mögliche Folgen genügend aufklären.    
 
Links:

https://compendium.ch/mpro/mnr/22709/html/de#7450

http://www.americanhairloss.org/women_hair_loss/oral_contraceptives.asp

https://de.wikipedia.org/wiki/Progestine
 

Ich bin Mitte zwanzig und habe seit einigen Jahren Haarausfall, und ich habe mich gefragt, ob Finastride sicher ist (http://gera-nova.de/). Ich bin besorgt über die möglichen Nebenwirkungen, weil ich nicht mein Leben ruinieren will, aber auch mehr Haare verlieren ist sehr beunruhigend für mich und ich denke ständig darüber nach. Wenn mir jemand Tipps geben könnte, wäre das großartig.

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