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Noch typischer Frau

11. Oktober 2007 um 9:36

Ich war männlich, verwegen, ich war frei und hatte lange Haare.

Meine Frau lernte mich kennen, nicht umgekehrt.
Sie stellte mir förmlich nach.
Egal wo ich hinkam, sie war schon da.
Es ist nun zwölf Jahre her.

Damals war ich eingefleischter Motorradfahrer, trug nur schwarze Sweatshirts, ausgefranste Jeans und Bikerstiefel, und ich trug lange Haare.
Selbstverständlich hatte ich auch ein Outfit für besondere Anlässe.
Dann trug ich ein schwarzes Sweatshirt, ausgefranste Jeans und weiße Turnschuhe.
Hausarbeit war ein Übel, dem ich wann immer es möglich war aus dem Weg ging.
Aber ich mochte mich und mein Leben.

So also lernte sie mich kennen.
"Du bist mein Traummann. Du bist so männlich, so verwegen und so frei."
Mit der Freiheit war es alsbald vorbei, da wir beschlossen zu heiraten.
Warum auch nicht, ich war männlich verwegen, fast frei und ich hatte lange Haare.
Allerdings nur bis zur Hochzeit.
Kurz vorher hörte ich sie sagen: "Du könntest wenigstens zum Frisör gehen, schließlich kommen meine Eltern zur Trauung."
Stunden, - nein Tage später und endlose Tränen weiter gab ich nach und ließ mir eine modische Kurzhaarfrisur verpassen, denn schließlich liebte ich sie, und was soll`s, ich war männlich, verwegen, fast frei und es zog auf meinem Kopf.
Und ich war soooo lieb.

"Schatz ich liebe Dich so wie Du bist" hauchte sie.
Das Leben war in Ordnung, obwohl es auf dem Kopf etwas kühl war.

Es folgten Wochen friedlichen Zusammenseins bis meine Frau eines Tages mit einer großen Tüte unterm Arm vor mir stand.
Sie holte ein Hemd, einen Pullunder ( Bei dem Wort läuft es mir schon eiskalt den Rücken runter) und eine neue Hose hervor und sagte: "Probier das bitte mal an."
Tage, Wochen, nein Monate und endlose Papiertaschentücher weiter gab ich nach, und trug Hemden, Pullunder (Ärrrgh) und Stoffhosen.
Es folgten schwarze Schuhe Sakkos, Krawatten und Designermäntel.
Aber ich war männlich, verwegen, todchic und es zog auf meinem Kopf.

Dann folgte der größte Kampf.
Der Kampf ums Motorrad.
Allerdings dauerte er nicht sehr lange, denn im schwarzen Anzug der ständig kneift und zwickt lässt es sich nicht sehr gut kämpfen.
Außerdem drückten die Lackschuhe was mich auch mürbe machte.
Aber was soll`s, ich war männlich, spießig, fast frei, ich fuhr einen Kombi, und es zog auf meinem Kopf.

Mit den Jahren folgten viele Kämpfe, die ich allesamt in einem Meer von Tränen verlor.
Ich spülte, bügelte, kaufte ein, lernte Deutsche Schlager auswendig, trank lieblichen Rotwein und ging Sonntags spazieren.
Was soll`s dachte ich, ich war ein Weichei, gefangen, fühlte mich scheiße und es zog auf dem Kopf.

Eines schönen Tages stand meine Frau mit gepackten Koffern vor mir und sagte: " Ich verlasse dich."
Völlig erstaunt fragte ich sie nach dem Grund.
"Ich liebe Dich nicht mehr, denn Du hast Dich so verändert. Du bist nicht mehr der Mann den ich mal kennengelernt habe."

Vor kurzem traf ich sie wieder.
Ihr "Neuer" ist ein langhaariger Biker mit zerrissenen Jeans und Tätowierungen der mich mitleidig ansah.

Ich glaube ich werde ihm eine Mütze schenken.

11. Oktober 2007 um 9:42


unglaublich - aber wahr---das Leben und die Frauen und Männer darin sind halt verrückt

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11. Oktober 2007 um 9:45

...
Was für eine Belustigung, mir kommen gerade auch die Tränen. Vor lachen!

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11. Oktober 2007 um 11:28

Den...
...kannte ich zwar schon aus einem (Biker-) Forum, ist aber immer wieder gut....

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11. Oktober 2007 um 11:36

Sorry - Quellhinweis vergessen
Die Geschichte stammt nicht von mir und sollte eigentlich den Zusatz

(Verfasser unbekannt)

tragen.

Will mich ja nicht mit fremden Lorbeeren schmücken, aber ich fand die Geschichte so ... ... *schmunzel*

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11. Oktober 2007 um 12:42

Erinnert
an ne durchaus typische Situation im SM-Berech:

Wenn Dom dann schlussendlich Subbie vollkommen willenlos gemacht hat und beherrscht - wird es fallen gelassen, weil uninteressant.
Sub bleibt lebens- weil entscheidungsunfähig zurück, kommt nicht aus dem Abhängigkeitsverhältnis heraus und ist damit ein Fall für den Seelendoktor.

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11. Oktober 2007 um 21:21

Danke
Also zu Deinem Trost - oder zu meinem *g* es ist nicht "meine" Geschichte. Wiewohl ich genügend kenne, bei denen es in ähnlicher Form abläuft oder abgelaufen ist.
Und wenn ich mich still hinsetz und genau nachdenk ....

Jedenfalls ... Dein letzter Satz trifft sehr gut - auch wenns Bike und die langen Haare noch fehlen ...
: -))

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12. Oktober 2007 um 10:14

Meinen Freund
habe ich auch zum Frisör geschickt.Die Baggy Hosen wurden eingemottet und so langsam lernt er was Ordnung ist. Ich finde das ist ein faier Ausgleich dafür das ich vor lauter Schnarchen nicht schlafen kann (daran werde ich mich nie gewöhnen), die Zahnpasta Tube jden Morgen offen bleibt und seine Kumpels unmengen an Bierflaschen nach den Besuchen in er Wohnung stehen lassen. Aber so sind halt Männer. Ok, muss zugeben das auch ich zum Frisör geschickt wurde, meine Miniröcke im Schrank bleiben und ich angefangen habe mit ihm und seinen Kumpels mal ein Bier zu trinken. Man verändert sich halt gegenseitig.

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12. Oktober 2007 um 12:02
In Antwort auf sherah_12347366

Meinen Freund
habe ich auch zum Frisör geschickt.Die Baggy Hosen wurden eingemottet und so langsam lernt er was Ordnung ist. Ich finde das ist ein faier Ausgleich dafür das ich vor lauter Schnarchen nicht schlafen kann (daran werde ich mich nie gewöhnen), die Zahnpasta Tube jden Morgen offen bleibt und seine Kumpels unmengen an Bierflaschen nach den Besuchen in er Wohnung stehen lassen. Aber so sind halt Männer. Ok, muss zugeben das auch ich zum Frisör geschickt wurde, meine Miniröcke im Schrank bleiben und ich angefangen habe mit ihm und seinen Kumpels mal ein Bier zu trinken. Man verändert sich halt gegenseitig.

So lange...
... es gegenseitig ist und nicht einseitig, ist es doch auch ok - insbesondere, wenns ins Positive geht.

Was Scharchen angeht, halt ich lieber die Klappe *grins* weil das kann man selber ja nicht so beurteilen
So Richtung Aufräumen könntest ihn ja schon noch bissel "erziehen" *g* eigentlich bin ich der Meinung es gehört so in einer Beziehung, auch wenn einem früher die Mutti alles hinterhergeräumt hat - und glaub bloß nicht, das würde von alleine besser *schmunzel*



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12. Oktober 2007 um 12:03

Scho klar, mäusle
*breitgrins* nur dass man(n) bei dir mit der Zeit auch noch nen Busen verpasst bekäm ...
Danke

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12. Oktober 2007 um 13:50

Entweder du übertreibst total

... oder du bist eine arme Sau!

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12. Oktober 2007 um 14:26

Ähem *kopfkratz*
Jetzt muss ich mich aber mal unheimlich an mein Weltbild klammern (die Welt ist doch ne Scheibe, ne? *g*) damits nicht zusammenbricht *lach*

Also Dom = dev und umgekehrt? Hmhm also was bin ich dann eigentlich? *grübel* Axo ja - ich bin ja Stino *aus allem raushalt*

So ganz unrecht haste nicht - zumindest was subs angeht. Oft sind die recht schon diejenigen die steuern. Es heißt ja auch nicht umsonst, dass sub sich Dom aussucht. Besonders ausgeprägt stellte ich das in Beziehungen fest, wo Frau sub ist.
Noch ein weiteres Phänomen lässt sich feststellen- wenn auch nicht unbedingt verallgemeinern:
Viele männliche Doms werden irgendwann Sub - warum auch immer - und ergeben sich der Dominanz einer Frau.
Wohingegen dies bei Frauen, die einmal Dom sind, fast nicht vorkommt. Auch ist die Richtung bei Frauen eher umgekeht. Aus weiblichen subs werden oft Dommen, die auch den Weg zurück nicht mehr gehen.
Schon eigenartig, wenn mans so betrachtet ...

Achja - Du hast durchaus auch recht. Viele - auch hier vor allem weibliche - Subs haben ein oft sehr dominantes Verhalten, mit denen sie recht viel steuern, auch wenn sie sich subbig geben.

Kenn sich da noch einer aus ...

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12. Oktober 2007 um 14:29

Heya ...
... selbst ist die Frau *grinst* lass jetzt nicht die ganze Arbeit das arme mausi machen *ggg* fass selber mit an *anfeuer*

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12. Oktober 2007 um 14:31

Träum
weiter *großzügig guck* aber erstatte regelmäßig Bericht, damit wir wissen, was alls so abgeht in deinem Kopfkino.

*erwartungsvoll guck*

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12. Oktober 2007 um 14:33
In Antwort auf xene_12118472

Entweder du übertreibst total

... oder du bist eine arme Sau!

Uppsala ...
... sorry, hab die Geschichte leider nicht als solche gekennzeichnet. Es ist NICHT meine.
Aber oft sehr treffend

Aber trotzdem für beide Fälle ein DANKE

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12. Oktober 2007 um 15:31

Ich finde die Geschichte passend
Denn so ist es glaube ich oft! Besonders das mit den Tränen....

Mein Freund läuft rum so wie er will...ich würde nie sagen...zieh doch mal das an (wer bin ich denn???)

Wenn er so etwas zu mir sagen würde....zieh doch mal das an...mach doch mal das...dann würde ich ihm glaube ich wie eine Furie um den hals fallen...

klar kann er mir sagen, was er mag...aber alles andere ist nicht aus zu halten

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12. Oktober 2007 um 19:05

Höhö
cooli... ds is eine gute geschichte

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12. Oktober 2007 um 19:16
In Antwort auf traceon01

Uppsala ...
... sorry, hab die Geschichte leider nicht als solche gekennzeichnet. Es ist NICHT meine.
Aber oft sehr treffend

Aber trotzdem für beide Fälle ein DANKE

Wärs wahr
könnt ich dir nur My baby does me von Queen empfehlen

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12. Oktober 2007 um 21:42

Stino
= Stink Normal *grinst*

Also nix SM/BDSM/Dom/Dev/Sad/Maso oder was auch immer

und das bin ich *sowas von überzeugend weismach*

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12. Oktober 2007 um 23:32

Einfacher ausgedrückt
wird die Geschichte in einem einzigen Satz:

Verguck dich in jemanden, der aus sich rausgeht und Party macht, verabrede dich öfter mit ihm und verlange dann, dass er sein Verhalten grundlegend ändert.

(Schritt 3 aus: 21 Schritte eine Frau zu werden)


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12. Oktober 2007 um 23:44

Öhm ...
... hast sie ihm etwa ausgerissen? *haaresträub*


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12. Oktober 2007 um 23:56

Du ...
... bist sicher einverstanden, wenn ich diesen Satz einfach unkommentiert lass ...

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12. Oktober 2007 um 23:59

Sosooo
inkognito ...
Na solange ich meine Haare behalt ... *Mütze such* zuppel bloss net dran rum *ggg*

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