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Mirena - total verunsichert

17. Oktober 2005 um 9:11

Hallo,

ich bin neu hier. Erst mal zum mir: Ich heisse Sabine, bin 36 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Mädels im Alter von 9 und 6 Jahren.

Mein persönlicher Horrortrip begann vor 1 Jahren. Ich hatte wohl ein Hormonchaos. Aus meiner re. Brust kam Milch und meine Periode war zu dem Zeitpunkt über Monate hinweg extrem stark. Mein Frauenarzt untersuchte mich
gründlich und machte auch Ultraschall. Er sagte mir damals, dass meine Gebärmutterschleimhaut extrem hoch aufgebaut wäre und das mit der Brust wäre normal, denn ich eine Östrogenbombe sei. Er empfahl mir daraufhin eine Ausschabung und im Anschluss daran entweder die Mirena oder die Valette im Langzyklus, damit sich die Gebärmutterschleimhaut nicht mehr so hoch aufbauen kann. Ich liess mir die Ausschabung machen (der Befund ergab zum Glück nicht Schlimmes. Warzen und Polypen aufgrund des totalen Hormonchaos) und entschied mich aus damaligen finanziellen Gründen für die Valette im Langzyklus. Es dauerte eine ganze Zeit (gut 1 Jahr), bis sich mein Körper an das Präparat gewohnt hatte. Ich war ständig mit Blutungen geplagt und kämpfte bis Mai d. Jahres mit ständigen Kreislaufproblemen. Mein Frauenarzt meinte, dass würde nicht von der Valette kommen und so ging ich zum Hausarzt und liess mich durchchecken. Dabei hat er auch Blutdruck gemessen und war geschockt, als ich an 3 veschiedenen Tagen jeweils einen Wert von 160/100 mm Hg hatte. Kurzum, nachdem ich ihm meine Geschichte mit der Valette erzählt hatte, meinte er, ich solle umgehendst mit meinem Gyn über ein anderes Mittel der Wahl sprechen, denn die Valette wäre bekannt, hohen Blutdruck zu provozieren.
Nun ja, es gingen die Meinung vom Hausarzt und Frauenarzt auseinander. Die Valette macht keinen hohen Blutdruck, so mein Frauenarzt. Jedoch auf Grund meines Befundes von der Ausschabung, hätte ich keine andere Wahl, ausser Hormone zu nehmen, damit sich die Schleimhaut nicht mehr aufbauen würde und dabei stellte er mir immer wieder die angenehme Seite keine Periode mehr zu haben dar. Er schlug mir nochmal die Mirena vor und meinte, dass die Mirena auf alle Fälle körperentlastender wäre, da sie am Ort des Geschehens wirken würde und man durch orale Zufuhr grundsätzlich eine höhere Hormonzufuhr hätte. Für mich klang das plausibel und nachdem mir der Arzt nochmal erklärt hatte, dass die Mirena sehr unkompliziert wäre, liess ich sie mir Ende Juni d. Jahres einsetzen. Von den Blutungen hat sich soweit ein Rhythmus eingestellt (sie sind schwach und dauer ca. 5-7 Tage). Allerdings plagen mich ganz andere Sachen, u.a. Kopfschmerzen, Nackenschmerzen vor allem re.-seitig, Haarausfall und unreine Haut. Letzten Donnerstag war ich zur Kontrolle und es ist soweit alles in bester Ordnung. Dennoch fühle ich mich nicht so ganz wohl. Ich hab im Internet nun schon einiges über die Mirena gelesen und ich dachte mir, ich will dem Ganzen eigentlich nicht so viel beimessen, aber was mich nun total schockiert hat, war ein Artikel in dem es hiess, dass die Mirena Gebärmutterhalskrebs verursachen soll. Das ganze geht mir jetzt deshalb nicht mehr aus dem Sinn, weil eine Bekannte mir gestern erzählt hat, dass ihre langjährige Freundin (sie ist seit etlichen Jahren Spiralenträgerin) einen auffälligen Krebsabstrich hat...

Ich bin total verunsichert! Trage ich eine tickende Zeitbombe in mir?

Ich war so frei und hatte mir neben meinem langjährgen Frauenarzt eine zweite Meinung eingeholt, die für mich sehr niederschmetternd war: Gebärmutter raus.
Das kann es doch in meinem Alter noch nicht sein?

Hat jemand ähniche Erfahrungen? Es müsste doch möglich sein, auch ohne Hormone auszukommen. Mir erscheinen die Hormone überflüssig, zumal mein Mann noch dazu sterilisiert ist. Ich könnte mir vorstellen, dass man das mit pflanzlichen Mitteln wieder regulieren könnte, dass die Gebärmutterschleimhaut sich nicht mehr so hoch aufbaut, doch mein Gyn will davon nichts wissen. Er schwört auf Valette bzw. Mirena. Was meint ihr dazu?

Liebe Grüße
Sabinchen

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17. Oktober 2005 um 16:29

Hallo
da Dir bislang noch niemand geantwortet hat, werde ich das jetzt einfach mal tun. Ich denke, die meisten in diesem Forum sind gerade mal 20 und werden solche Probleme noch nicht haben. Da ich 34 bin, kann ich Dein Problem gut nachvollziehen, da es bei mir vor einem Jahr genau das gleiche war. Meine Gebärmutterschleimhaut war so stark aufgebaut, dass ich starke Dauerblutungen hatte, die nicht mehr aufhörten. Ich nahm zu diesem Zeitpunkt keinerlei Hormone und das schon seit 10 Jahren nicht. Bin immer gut ohne Hormone ausgekommen. Allerdings hatte ich schon immer eine starke Blutung, aber es war sehr regelmäßig und auch zu verkraften. Zur Regulierung empfahl mir mein Gyn. Mönchspfeffer, aber das hat bei mir keine Besserung gezeigt. Dann spielte ganz plötzlich alles verrückt. Aufgrund der starken Blutungen hatte ich dann auch eine Ausschabung. Vor dem Eingriff hatte ich nochmal ein Gespräch mit meinem Gyn. und wir besprachen, dass er mir während des Eingriffs Mirena legt, da der Meinung war, das wäre die einzige Möglichkeit mein Problem in den Griff zu kriegen. Leider habe ich Mirena nicht gut vertragen. Ich hatte schlimme Akne bekommen, Herzrasen, Schlafstörungen, Blasenprobleme und Dauerblutungen, so dass ich sie mir nach 3 Monaten wieder ziehen ließ. Dann habe ich meinem Körper nochmal etwas Ruhe gegönnt, habe meinen Gyn gewechselt und der hat mir jetzt wieder nach 10 Jahren eine Pille verschrieben. Ich komme soweit auch ganz gut mit ihr zurecht, so dass ich glaube, dass dies wirklich das einzige ist, was mir wirklich hilft gegen mein Problem.
Man muss es selber ausprobieren, ob einem pflanzliche Produkte helfen. Aber da gibt es leider nur das Mönchspeffer. Man muss es mindestens 3 Monate einnehmen, bis man evtl. eine Wirkung verspürt. Aber bei mir war das nicht der Fall.
Bei einem Arzt, der mir sagt, dass die Gebärmutter raus muss, bei dem würde ich nicht mehr bleiben. Das kann es ja wohl nicht sein!!!

Liebe Grüße

Corinna

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17. Oktober 2005 um 20:03
In Antwort auf erma_12045099

Hallo
da Dir bislang noch niemand geantwortet hat, werde ich das jetzt einfach mal tun. Ich denke, die meisten in diesem Forum sind gerade mal 20 und werden solche Probleme noch nicht haben. Da ich 34 bin, kann ich Dein Problem gut nachvollziehen, da es bei mir vor einem Jahr genau das gleiche war. Meine Gebärmutterschleimhaut war so stark aufgebaut, dass ich starke Dauerblutungen hatte, die nicht mehr aufhörten. Ich nahm zu diesem Zeitpunkt keinerlei Hormone und das schon seit 10 Jahren nicht. Bin immer gut ohne Hormone ausgekommen. Allerdings hatte ich schon immer eine starke Blutung, aber es war sehr regelmäßig und auch zu verkraften. Zur Regulierung empfahl mir mein Gyn. Mönchspfeffer, aber das hat bei mir keine Besserung gezeigt. Dann spielte ganz plötzlich alles verrückt. Aufgrund der starken Blutungen hatte ich dann auch eine Ausschabung. Vor dem Eingriff hatte ich nochmal ein Gespräch mit meinem Gyn. und wir besprachen, dass er mir während des Eingriffs Mirena legt, da der Meinung war, das wäre die einzige Möglichkeit mein Problem in den Griff zu kriegen. Leider habe ich Mirena nicht gut vertragen. Ich hatte schlimme Akne bekommen, Herzrasen, Schlafstörungen, Blasenprobleme und Dauerblutungen, so dass ich sie mir nach 3 Monaten wieder ziehen ließ. Dann habe ich meinem Körper nochmal etwas Ruhe gegönnt, habe meinen Gyn gewechselt und der hat mir jetzt wieder nach 10 Jahren eine Pille verschrieben. Ich komme soweit auch ganz gut mit ihr zurecht, so dass ich glaube, dass dies wirklich das einzige ist, was mir wirklich hilft gegen mein Problem.
Man muss es selber ausprobieren, ob einem pflanzliche Produkte helfen. Aber da gibt es leider nur das Mönchspeffer. Man muss es mindestens 3 Monate einnehmen, bis man evtl. eine Wirkung verspürt. Aber bei mir war das nicht der Fall.
Bei einem Arzt, der mir sagt, dass die Gebärmutter raus muss, bei dem würde ich nicht mehr bleiben. Das kann es ja wohl nicht sein!!!

Liebe Grüße

Corinna


Hallo Corinna,

vielen Dank für Deinen Eintrag.

Da haben wir ja Ähnliches erlebt. Ich hatte vor der ganzen Sache auch 10 Jahre keine Hormone genommen und ich hätte das mit der extrem starken Periode auch weiterhin ertragen, wäre ich nicht vor 1 1/2 Jahren wegen diesem Vormilch-Sekret, das aus der re. Brust kam, zu meinem Gyn. Ich war total panisch. Aber er meinte, dass kann schon mal vorkommen und es wäre nichts Beunruhigendes. Seither hatte ich sowas auch nicht mehr. Ich denke inzwischen auch, dass es ein totales Hormonchaos war.

Die zweite Meinung einer Frauenärztin, die Gebärmutter muss raus, hatte mich so geschockt, dass ich nichts mehr sagen konnte. Als ich am Verlassen des Sprechzimmers war, meinte sie noch: "Stellen sie sich vor, nach der OP können sie ihr Leben wieder geniessen". Manche Ärzte machen es sich echt leicht ((

Hormone scheinen wohl das Mittel der Wahl zu sein, denn ich hatte meinen Gyn schon mal auf Mönchspfeffer angesprochen, da schüttelte er nur den Kopf und meinte: "Damit werden sie nicht glücklich werden"

Deine Worte haben mich jetzt doch ermutigt und ich werde es mit der Mirena weiterhin probieren

Lieben Dank!
Sabine

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