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Mein Freund will auf den FSM

7. Januar 2010 um 15:14

Hallo, liebe Community. Ich bin die Neue hier und habe gleich ein recht ernstes Anliegen. Viele von euch fragen sich sicher was der FSM ist. Nun, lest bitte einfach brav weiter.
Also mein Freund ist Bisexuell. Wir sind seit sieben Jahren zusammen. Dass er Bi ist hat mich bisher wirklich nicht gestört, da unser Sexualleben mehr als ausgeglichen ist. Also zumindest in meinen Augen. Wir haben es bisher immer so gehandhabt, dass er ruhig gern jemanden mit ins Bett bringen konnte. Wenn ihr versteht Das hat bisher auch prima geklappt und das über eine sehr lange Zeit. Dann gestern , wir saßen am Esstisch, sagte er total lässig:
"Schatz, ich fahre am 30. Januar nach Berlin" Ich fragte: "Was gibt es denn dort?"
Er antwortete: "Du darfst jetzt nicht lachen. An dem Termin ist der nächste Fickstutenmarkt."

Dass ich total baff und entsetzt war könnt ihr euch sicher vorstellen. Ich hatte davon noch nie gehört und dachte nur was ist das denn für ein sexistischer ******?!

Dann klärte er mich auf:
Das ist so eine geschlossene Veranstaltung, bei der sich schwule oder bisexuelle Männer treffen und dort miteinander Verkehr haben. Aber es gibt dort die "Regel" dass sich ein Mann vorher entscheiden muss ob er die Stute oder der Hengst ist. Mir fällt es wirklich schwer das jetzt hier so zu schreiben, da es ja doch irgendwie "krass" ist. Es kam so trocken. So unerwartet.
Ich möchte ihn in seiner sexuellen Freiheit nicht einschränken. Ich dachte ja erst, dass man dort Verkehr mit Frauen hat - Der Name würde ja irgendwie "passen". Dann der nächste Hammer: Er möchte dabei die Stute sein. Das heißt, er bekommt die Augen verbunden und wird dann...naja, ihr wisst schon

Ich sagte ihm, dass ich das erst einmal verdauen muss. Nun wende ich mich an euch.
Er hat mit mir nicht darüber gesprochen geschweige denn gefragt was ich davon halte. Wir reden viel gemeinsam über unsere Gefühle und Wünsche. Aber diesmal nicht. Ich habe erstens das Gefühl, dass ich ihm nicht meer genüge und zweitens stelle ich mir das für meinen Schatz ziemlich erniedrigend vor. So gefesselt und mit verbundenen Augen - keine Ahnung davon, wer einen gerade von hinten.....ach man, ich weiß doch auch nicht. Bitte helft mir

PS: Ich weiß nicht ob es erlaubt ist diesen link hier reinzukopieren. Ich will nur, dass ihr wisst, dass es den FSM wirklich gibt.
Falls das nicht erwünscht ist, bitte ich um entschuldigung.

www.fickstutenmarkt.de

7. Januar 2010 um 15:36

Ohjeh....
was es nicht alles so gibt. krass.... bin ja auch für vieles zu haben aber so etwas nein! wenn du ihn gehen lässt, sage ihm vorher, er soll ich irgendwie schützen. aber ich glaube das spielt dort keine große rolle. wird ein schöner aids verbreitungs tag werden in dem laden. nee nee........

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7. Januar 2010 um 15:37


Hallöchen,

du tust mir richtig leid. Nur rein vom Lesen kann ich deinen Schmerz und deine Sorgen verstehen! Ich hätte auch Angst bezüglich AIDS, weil ich kann mir nicht vorstellen, dass auf so einen FSM vorher erst ein AIDS test gemacht wird, und wenn nicht AIDS dann sonstige andere Geschlechtskrankheiten.

Wie wäre es, wenn du nochmals mit deinen Freund redest, ihm deinen Standpunkt erklärst, deine Sorgen, deine Ängste!

Vielleicht hat dein Freund auch eine dev. Neigung und möchte das Gefühl haben - erniedrigt zu sein! Schlag ihm doch mal vor in einen Swingerclub zu gehen und nicht gleich auf den FSM, so hättet ihr beide was davon.

Ach Kleines, du hast mein Mitgefühl und ich hoffe du kannst deinen Freund noch umstimmen. Fühl dich gedrückt!

LG Quicknikk

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8. Januar 2010 um 9:02

Abartig!!!!!
habe mir das noch mal überlegt. das ist echt abartig! verlasse ihn! wenn nicht hast du für mich auch nen klapps!

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10. März 2018 um 6:39

Hi Leute, 

ist ein alter Thread, aber ich fands wichtig, nach den gelesenen Kommentaren, eine eventuell konstruktive und abweichende Perspektive mit ein zu bringen.

Mich wundert etwas, dass der junge Mann nicht eher seine Fantasie eine MSM (Men who have Sex with Men) Sexparty zu besuchen angesprochen hat. Angesichts der Vehemenz und Undifferenziertheit der obigen Reaktionen wiederum dann doch nicht.

Mal sehen ob ich nicht von einer etwas queereren Perspektive an die Sache ran komme, und eventuell liest das jemand der*/die* davon etwas hat. Wenn nicht, hält sich meine Enttäuschung in Grenzen, ich bin Realist*in. Ich muss mir aber dann nicht vorwerfen lassen, ich hätte es nicht versucht.

Der Fickstutenmarkt ist tatsächlich eine besondere Veranstaltung und nicht für jede*n das richtige. Dennoch gibt es das, und auch noch viele andere Dinge auf der Welt, die sehr "kontaktfreudig" sind. Da ist es nicht zielführend für eine erwachsene Unterhaltung zum Thema gleich "Abartig!!1!!" oder "100%ig schwul" oder "AIDS" zu schreien.

Wenn man wie die Autor*in nicht monogam lebt, ist das etwas was zu Ende diskutiert werden sollte. Ein "Ach bring doch mal jemand mit ins Bett," wie bei der Autor*in, ist selten der Anfang eines Denkprozesses sondern der Versuch das Thema auf die lange Bank zu schieben, möglicherweise in der Hoffnung, dass es von alleine weggeht. Letzeres ist nicht sehr wahrscheinlich. 
Ihr werdet, etwas zugespitzt ausgedrückt, nicht einfach ewiglich das nette Hetenpärchen aus der Illustrierten mimen können, wenn ihr das nun mal nicht seid. Wenn ihr euch, aus welchen Gründen auch immer, dazu entschieden habt nicht-monogam zu leben, dann habt ihr die Schablone bereits gesprengt. Dann wird es Zeit, alle möglichen Szenarien mindestens gedanklich zu zulassen, um dazu auch eine zu Ende gedachte Meinung zu haben. Das wird euch davor bewahren wie oben in Hyterie und Heulkrämpfen zu verfallen als wäre man noch ein*e Pubertierende*r.

Es ist ratsam als Erwachsene*r, sich nüchtern mit dem Für und Wider aller Lebensentscheidungen auseinander zu setzen, ja, auch aber weiß Gott nicht nur mit möglichen Folgeerkrankungen, und sei es "nur" Adipositas. 
Selbst wenn es für euch dabei bleibt, dass mal ein*e Dritte*r oder Vierte*r mit "ins Bett" kommt, darf man die Fantasie weiterspinnen und Strategien zurecht legen für Eventualitäten, so, wie sich jede*r, der*/die* sich in ein Auto setzt, sich die 2,6 Millionen Verkehrsunfällen 2017 vergegenwärtigen darf. Trotz der nicht unerheblichen Gefahr, wird da nicht gleich darauf losgekreischt oder losgeflennt wenn Vatti die Autoschlüssel aus der Tasche holt, sondern man wünscht "Fahr vorsichtig." und ruft eventuell "Schnalle dich bitte an!" hinterher.

Es geht, denke ich, in jedem Fall darum länger vom Leben und von einander etwas haben, und nicht darum mit der Bildzeitung um die schrillste Schlagzeile zu konkurrieren.

In diesem Sinne, fröhliches Miteinander.

Babewyn *

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10. März 2018 um 6:39

Hi Leute, 

ist ein alter Thread, aber ich fands wichtig, nach den gelesenen Kommentaren, eine eventuell konstruktive und abweichende Perspektive mit ein zu bringen.

Mich wundert etwas, dass der junge Mann nicht eher seine Fantasie eine MSM (Men who have Sex with Men) Sexparty zu besuchen angesprochen hat. Angesichts der Vehemenz und Undifferenziertheit der obigen Reaktionen wiederum dann doch nicht.

Mal sehen ob ich nicht von einer etwas queereren Perspektive an die Sache ran komme, und eventuell liest das jemand der*/die* davon etwas hat. Wenn nicht, hält sich meine Enttäuschung in Grenzen, ich bin Realist*in. Ich muss mir aber dann nicht vorwerfen lassen, ich hätte es nicht versucht.

Der Fickstutenmarkt ist tatsächlich eine besondere Veranstaltung und nicht für jede*n das richtige. Dennoch gibt es das, und auch noch viele andere Dinge auf der Welt, die sehr "kontaktfreudig" sind. Da ist es nicht zielführend für eine erwachsene Unterhaltung zum Thema gleich "Abartig!!1!!" oder "100%ig schwul" oder "AIDS" zu schreien.

Wenn man wie die Autor*in nicht monogam lebt, ist das etwas was zu Ende diskutiert werden sollte. Ein "Ach bring doch mal jemand mit ins Bett," wie bei der Autor*in, ist selten der Anfang eines Denkprozesses sondern der Versuch das Thema auf die lange Bank zu schieben, möglicherweise in der Hoffnung, dass es von alleine weggeht. Letzeres ist nicht sehr wahrscheinlich. 
Ihr werdet, etwas zugespitzt ausgedrückt, nicht einfach ewiglich das nette Hetenpärchen aus der Illustrierten mimen können, wenn ihr das nun mal nicht seid. Wenn ihr euch, aus welchen Gründen auch immer, dazu entschieden habt nicht-monogam zu leben, dann habt ihr die Schablone bereits gesprengt. Dann wird es Zeit, alle möglichen Szenarien mindestens gedanklich zu zulassen, um dazu auch eine zu Ende gedachte Meinung zu haben. Das wird euch davor bewahren wie oben in Hyterie und Heulkrämpfen zu verfallen als wäre man noch ein*e Pubertierende*r.

Es ist ratsam als Erwachsene*r, sich nüchtern mit dem Für und Wider aller Lebensentscheidungen auseinander zu setzen, ja, auch aber weiß Gott nicht nur mit möglichen Folgeerkrankungen, und sei es "nur" Adipositas. 
Selbst wenn es für euch dabei bleibt, dass mal ein*e Dritte*r oder Vierte*r mit "ins Bett" kommt, darf man die Fantasie weiterspinnen und Strategien zurecht legen für Eventualitäten, so, wie sich jede*r, der*/die* sich in ein Auto setzt, sich die 2,6 Millionen Verkehrsunfällen 2017 vergegenwärtigen darf. Trotz der nicht unerheblichen Gefahr, wird da nicht gleich darauf losgekreischt oder losgeflennt wenn Vatti die Autoschlüssel aus der Tasche holt, sondern man wünscht "Fahr vorsichtig." und ruft eventuell "Schnalle dich bitte an!" hinterher.

Es geht, denke ich, in jedem Fall darum länger vom Leben und von einander etwas haben, und nicht darum mit der Bildzeitung um die schrillste Schlagzeile zu konkurrieren.

In diesem Sinne, fröhliches Miteinander.

Babewyn *

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