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Marcumar und Nuvaring

13. August 2007 um 12:11

Hallo ihr Lieben!

Aufgrund einer Lungenembolie im Oktober des letzten Jahres muss ich täglich Marcumar einnehmen. Mein Frauenarzt meinze, ich dürfe jetzt nie wieder ein hormonelles Verhütungsmittel nehmen. Eine Ärztin der Uni Tübingen meinte aber, dies sei durchaus möglich, wenn ich gut mit Marcumar eingestellt sei.
Ich selbst bin jetzt sehr unsicher, würde aber gerne wieder den Ring nehmen, da somit die Verhütung um einiges sicherer und einfacher würde. Wer von Euch hat hier Erfahrungen und kann mir vielleicht weiter helfen?!

Danke und Gruß, Sandra

13. August 2007 um 13:06

Also
ich persönlich würde das Risiko nicht eingehen...Weil nur weil du diesesmal Glück hattest,muss es nicht heißen,dass du bei der nächsten Embolie auch Glück hast. Ich an deiner Stelle würde mir die Gynefix legen lassen,diese ist sicherer als der Ring (weil sie nicht wie der Ring rausgehen kann) und enthält keine Hormone+auf Dauer gesehen ist sie billiger! Da du schreibst Ärztin der Uni Tübingen,gehe ich davon aus,dass du in der Nähe wohnst..darum würde ich an deiner Stelle zu Dr. Dostal nach Stuttgart gehen,er legt die Gynefix für grade mal 180 (sie bleibt für 3 Jahre liegen)-überleg mal,du zahlst somit pro Jahr 60,das zahlst für den NuvaRing wahrscheinlich im halben Jahr UND du gehst kein Risiko ein bezüglich einer neuen Embolie..
Ist es nicht auch so,dass man nach soetwas nur eine Zeit lang Marcumar nehmen muss und es dann wieder absetzen kannst ?? Wenn du allerdings weiterhin hormonell verhütest,wirst du wohl solange du dies tust Marcumar nehmen müssen,hast also quasi zwei Medikamente (der Ring ist ja auch nichts anderes,wenn auch in Form eines Ringes)die du nehmen musst. Mit Gynefix hast du -sobald du Marcumar absetzen darfst-gar kein Medikament mehr.
Also ich würds mir wirklich überlegen..die meisten Frauen die ich kenne,verhüten nach einer Thrombose/Embolie ohne Hormone (NFP,Kupferspirale,Kupferkette) und sind damit bisher am Besten gefahren.

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13. August 2007 um 14:27

Hallo Sandra
Bitte lies nochmal die Patienteninformation zum NuvaRing genau durch. Dort steht, dass du den NR nicht bei vorraugegangen Thrombosen(Embolie noch gefährlicher) verwenden darfst. Das liegt daran, dass der NR Östrogen enthält. Dieses kann das Risiko einer Thrombose bei Vorbelastung steigern. Das ist eine klare Aussage, die durch großangelegte Studien ermittelt wurde. Da würde ich viel eher der Firma glauben und vor allem deinem Frauenarzt, der deine Krankheitsgeschichte kennt, als für eine Ärztin Versuchskanninchen zu spielen, die höchstens ein paar positive Erfahrungswerte hat. Also: spiel lieber nicht mit deiner Gesundheit.
Viel Grüße Globe4

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13. August 2007 um 17:42
In Antwort auf aubrey_12770539

Also
ich persönlich würde das Risiko nicht eingehen...Weil nur weil du diesesmal Glück hattest,muss es nicht heißen,dass du bei der nächsten Embolie auch Glück hast. Ich an deiner Stelle würde mir die Gynefix legen lassen,diese ist sicherer als der Ring (weil sie nicht wie der Ring rausgehen kann) und enthält keine Hormone+auf Dauer gesehen ist sie billiger! Da du schreibst Ärztin der Uni Tübingen,gehe ich davon aus,dass du in der Nähe wohnst..darum würde ich an deiner Stelle zu Dr. Dostal nach Stuttgart gehen,er legt die Gynefix für grade mal 180 (sie bleibt für 3 Jahre liegen)-überleg mal,du zahlst somit pro Jahr 60,das zahlst für den NuvaRing wahrscheinlich im halben Jahr UND du gehst kein Risiko ein bezüglich einer neuen Embolie..
Ist es nicht auch so,dass man nach soetwas nur eine Zeit lang Marcumar nehmen muss und es dann wieder absetzen kannst ?? Wenn du allerdings weiterhin hormonell verhütest,wirst du wohl solange du dies tust Marcumar nehmen müssen,hast also quasi zwei Medikamente (der Ring ist ja auch nichts anderes,wenn auch in Form eines Ringes)die du nehmen musst. Mit Gynefix hast du -sobald du Marcumar absetzen darfst-gar kein Medikament mehr.
Also ich würds mir wirklich überlegen..die meisten Frauen die ich kenne,verhüten nach einer Thrombose/Embolie ohne Hormone (NFP,Kupferspirale,Kupferkette) und sind damit bisher am Besten gefahren.

Dauer von Marcumartherapie
Im Normalfall ist es so, dass man Marcumar nur eine bestimmte Zeit lang nehmen muss. Bei mir liegt der Fall etwas anders, da ich eine heterozygote Faktor-V-Leiden-Mutation (Störung der Blutgerinnung)habe und auch ein weiterer Faktor der Blutgerinnung (dessen Name mir entfallen ist) nicht im Normbereich liegt.
Die Richtlinien sagen, dass in diesem Fall eine dauerhafte Antikoagulierung vorzusehen ist. Muss wiederum auch nicht, wenn man bereit ist, das entsprechend erhöhte Risiko für eine weitere Thrombose oder Embolie auf sich zu nehmen. Da ich dazu nicht bereit bin, werde ich weiterhin Marcumar nehmen, zumindest, bis mein Freund und ich das Thema Nachwuchs aktiv angehen werden. In dem Fall muss ich auf Heparin umstellen, da dies nicht plazentagängig ist und somit das Ungeborene nicht schädigen kann.
In der UNI Tübingen wurde bei mir ein Thrombophiliscreening gemacht, dass heißt, es wurden alle Gerinnungfaktoren bestimmt. Die haben da für solch Zwecke eine hämatologische Ambulanz und einen Professor, dessen Spezialgebiet die Hämatologie bzw. die Therapie von Thrombosen/Embolien ist. Von daher gehe ich mal davon aus, dass die wissen, wovon sie rden. Bisher habe ich leider die Erfahrung machen müssen, dass ich von einem zum nächsten Arzt geschickt wurde, da offensichtlich keiner bereit war(kann ich irgendwie auch nachvollziehen), die Entscheidung über ein Absetzen von Marcumar zu entscheiden.

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13. August 2007 um 17:45
In Antwort auf jytte_12164088

Hallo Sandra
Bitte lies nochmal die Patienteninformation zum NuvaRing genau durch. Dort steht, dass du den NR nicht bei vorraugegangen Thrombosen(Embolie noch gefährlicher) verwenden darfst. Das liegt daran, dass der NR Östrogen enthält. Dieses kann das Risiko einer Thrombose bei Vorbelastung steigern. Das ist eine klare Aussage, die durch großangelegte Studien ermittelt wurde. Da würde ich viel eher der Firma glauben und vor allem deinem Frauenarzt, der deine Krankheitsgeschichte kennt, als für eine Ärztin Versuchskanninchen zu spielen, die höchstens ein paar positive Erfahrungswerte hat. Also: spiel lieber nicht mit deiner Gesundheit.
Viel Grüße Globe4

Patienteninformation
Danke für den Hinweis! Habe keine Patienteninformation zuhause, da ich den Ring ja seit nem guten 3/4 Jahr nicht mehr genutzt habe. Bin im Internet aber fündig geworden.
Ehrlich gesagt erstaunt mich dies etwas, da doch der Nuvaring eine viel geringere Hormondosis hat als die herkömmliche Pille.?!

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13. August 2007 um 17:48
In Antwort auf emelie_12741619

Patienteninformation
Danke für den Hinweis! Habe keine Patienteninformation zuhause, da ich den Ring ja seit nem guten 3/4 Jahr nicht mehr genutzt habe. Bin im Internet aber fündig geworden.
Ehrlich gesagt erstaunt mich dies etwas, da doch der Nuvaring eine viel geringere Hormondosis hat als die herkömmliche Pille.?!

Da beim
NuvaRing aufgrund der Tatsache,dass er 24h im Körper verbleiben muss,die Hormone KONTINUIERLICH abgegeben werden,hast du eher sogar eine höhere Hormondosis im Blut nachweisbar als bei jeder Pille...So hat das mal eine Apothekerin ausm NFP-Forum erklärt

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13. August 2007 um 17:51
In Antwort auf emelie_12741619

Dauer von Marcumartherapie
Im Normalfall ist es so, dass man Marcumar nur eine bestimmte Zeit lang nehmen muss. Bei mir liegt der Fall etwas anders, da ich eine heterozygote Faktor-V-Leiden-Mutation (Störung der Blutgerinnung)habe und auch ein weiterer Faktor der Blutgerinnung (dessen Name mir entfallen ist) nicht im Normbereich liegt.
Die Richtlinien sagen, dass in diesem Fall eine dauerhafte Antikoagulierung vorzusehen ist. Muss wiederum auch nicht, wenn man bereit ist, das entsprechend erhöhte Risiko für eine weitere Thrombose oder Embolie auf sich zu nehmen. Da ich dazu nicht bereit bin, werde ich weiterhin Marcumar nehmen, zumindest, bis mein Freund und ich das Thema Nachwuchs aktiv angehen werden. In dem Fall muss ich auf Heparin umstellen, da dies nicht plazentagängig ist und somit das Ungeborene nicht schädigen kann.
In der UNI Tübingen wurde bei mir ein Thrombophiliscreening gemacht, dass heißt, es wurden alle Gerinnungfaktoren bestimmt. Die haben da für solch Zwecke eine hämatologische Ambulanz und einen Professor, dessen Spezialgebiet die Hämatologie bzw. die Therapie von Thrombosen/Embolien ist. Von daher gehe ich mal davon aus, dass die wissen, wovon sie rden. Bisher habe ich leider die Erfahrung machen müssen, dass ich von einem zum nächsten Arzt geschickt wurde, da offensichtlich keiner bereit war(kann ich irgendwie auch nachvollziehen), die Entscheidung über ein Absetzen von Marcumar zu entscheiden.

Ja gut
das hört sich aber alles ernst genug an,dass dus eher mit einer nicht-hormonellen Verhütung versuchen solltest oder meinst du nicht ? Klar sind das alles Professoren etc,aber auch Ärzte machen Fehler und beziehen über Medikamente lediglich die Infos,die sie vom Pharmavertreter bekommen.
Ich war z.B. bei einigen Gyns (erbliche Neigung zu Thrombosen,Embolien und Depressionen)und von denen hatte sicher jeder gut studiert etc. pp. und trotzdem wollte jeder von denen mir NUR ein hormonelles Verhütungsmittel geben-also das Risiko eingehen,dass ich auch ne Thrombose bzw. Embolie und/oder Depressionen bekomme. Daher vertraue ich eher meinem Gefühl als den Ärzten und das hat mir persönlich gesagt-nimm die Gynefix. Weil so bin ich ein Risiko von Null,Null eingegangen eine Thrombose oder ähnliches zu bekommen (rauchen tu ich sowieso nicht).

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