Forum / Sex & Verhütung

Liebe oder Gewohnheit?

Letzte Nachricht: 15. Oktober 2003 um 13:00
15.10.03 um 9:13

Hallo

In einer anderen Diskussion von mir über "sexfaule Männer" ist das Thema plötzlich in eine ganz andere Richtung gelaufen, die ich sehr interessant fand.

Imandra hat darin eindrücklich (du darfst mir dann mal ein dickes Bussy dafür geben...) geschrieben:

"Weil WIR sie nicht schätzen, meinte ich. Die Liebe eben.
Sie ist da, wenn sie mal da ist, wir gewöhnen uns dran, wir nehmen sie als selbstverständlich, wir vergessen, was sie für ein unglaubliches Geschenk ist, wie selten zu finden, wie sensibel und zerbrechlich, wie kostbar und schützenswert.

Tragisch, aber millionenfache Realität."

Das hat mich sehr nachdenklich gemacht.

Ich geh jetzt mal ganz oberflächlich davon aus, dass wir Frauen uns eher Gedanken über unsere Beziehungen machen, eher die Fühler dafür haben, wann alles in Ordnung ist und wann nicht, hier einfach sensibler sind. Für Männer hingegen ist meistens alles bestens und sie machen sich nicht so viele Gedanken über ihre Beziehung wie wir. Sie sind diesbezüglich einfach ein bisschen cooler und holziger. An alle Männer: dies soll kein Vorwurf an euch sein, sondern einfach ganz allgemein ausgedrückt eine Eigenschaft, die euch von uns unterscheidet.

Worauf ich eigentlich hinaus will: Das Ganze ist doch für eine Beziehung ziemlich gefährlich. Aus Liebe wird dann schnell Gewohnheit, weil man(n) sich mit der Zeit nicht mehr so bemüht, die Frau nicht mehr so schätzt, ihr die Liebe nicht mehr so zeigt wie am Anfang (sie weiss es doch, dass ich sie liebe, respektiere und schätze), usw.

Die Beziehung wird zur Selbstverständlichkeit, dabei sollte sie doch etwas Besonderes, Einzigartiges bleiben.

Ich bewundere zum Beispiel alte Pärchen, die immer noch eng umschlungen spazieren gehen. Da denke ich immer, die haben ihre Beziehung gepflegt.

Meine Frage nun an euch: Wie verhindert ihr, dass aus Liebe Gewohnheit und Langeweile wird? Wie "pflegt" ihr eure Beziehung? Wie zeigt ihr eurem Schatz, dass es für euch was ganz Besonderes ist, mit ihm/ihr zusammen zu sein?

lg Pascale

P.S. @ alle Männer: was ich über euch geschrieben habe, war ganz und gar nicht böse gemeint. Ihr seid gefühlsmässig einfach ein bisschen anders gepoolt und denkt eher logisch.

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15.10.03 um 10:20

Gute Fragen...
Meine Antworten:

1. Ich finde, etwas Gutes oder ein Glück im Leben darf nie zu einer Selbstverständlichkeit werden.

2. Kann ich nur aus meiner Sicht beurteilen. Ich weiss nicht, wie andere darüber denken. Also was mich betrifft: kann sein, dass dies bei mir zutrifft. Vielleicht bemühe ich mich tatsächlich zu sehr darum, die perfekte Beziehung zu erarbeiten. Zudem hasse ich nichts mehr als Langeweile und Gewohnheit in einer Beziehung.

3. Nein, das verwechsle ich nicht miteinander. Liebe ist sogar noch schöner als das Verliebtsein, eben gerade wegen der Vertrautheit, die ich auch brauche. Aber neben Vertrautheit und Nähe müsste doch auch noch Platz sein für Spannung und das Immer-wieder-staunen-können über den andern. Das wäre die ideale Beziehung für mich.

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15.10.03 um 11:13
In Antwort auf

Gute Fragen...
Meine Antworten:

1. Ich finde, etwas Gutes oder ein Glück im Leben darf nie zu einer Selbstverständlichkeit werden.

2. Kann ich nur aus meiner Sicht beurteilen. Ich weiss nicht, wie andere darüber denken. Also was mich betrifft: kann sein, dass dies bei mir zutrifft. Vielleicht bemühe ich mich tatsächlich zu sehr darum, die perfekte Beziehung zu erarbeiten. Zudem hasse ich nichts mehr als Langeweile und Gewohnheit in einer Beziehung.

3. Nein, das verwechsle ich nicht miteinander. Liebe ist sogar noch schöner als das Verliebtsein, eben gerade wegen der Vertrautheit, die ich auch brauche. Aber neben Vertrautheit und Nähe müsste doch auch noch Platz sein für Spannung und das Immer-wieder-staunen-können über den andern. Das wäre die ideale Beziehung für mich.

Naja,
wenn das so ist, könnt ich doch eigentlich einpacken, oder? Es ist doch unvermeidlich, irgendwann ist das Feuer raus. Bei dem einen früher, bei dem anderen später. Trotzdem ist Gewohnheit doch was schönes. Man fühlt sich geborgen.
Man hat immer im Hinterkopf:"Da ist noch jemand".
Wenn man grundsätzlich drüber nachdenkt, dann merkt man doch auch, dass man auf den Partner gar nicht verzichten kann und will. Eine Aufgabe der Beziehung ist nämlich die Alternative um bald wieder das Feuer
zu spüren.
Die Spannung verschwindet automatisch, wenn man sich vollständig selbst offenbart hat. Es gibt beim Partner und für den Partner nix mehr zu erforschen
Grüße von Schalom

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15.10.03 um 11:34
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Naja,
wenn das so ist, könnt ich doch eigentlich einpacken, oder? Es ist doch unvermeidlich, irgendwann ist das Feuer raus. Bei dem einen früher, bei dem anderen später. Trotzdem ist Gewohnheit doch was schönes. Man fühlt sich geborgen.
Man hat immer im Hinterkopf:"Da ist noch jemand".
Wenn man grundsätzlich drüber nachdenkt, dann merkt man doch auch, dass man auf den Partner gar nicht verzichten kann und will. Eine Aufgabe der Beziehung ist nämlich die Alternative um bald wieder das Feuer
zu spüren.
Die Spannung verschwindet automatisch, wenn man sich vollständig selbst offenbart hat. Es gibt beim Partner und für den Partner nix mehr zu erforschen
Grüße von Schalom

Das letzte...
... stimmt aber nur, wenn es keine Weiterentwicklung mehr gibt, das wollen wir aber doch keinem wuenschen, oder?

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15.10.03 um 12:21

So haben wir
das Problem der unterschliedlichen Denk- und Gefühlsweise
(Männer logischer?? haha selten so gelacht.Sie sind nicht sachlicher als Frauen. Wenn sie sich angegriffen fühlen ist nix mehr mit Sachlichkeit. Sie reagieren nur auf andere "Reize", Fühlen sich bei anderen Dingen angegriffen.Übrigens sagte dies mal ein Mann zu mir )
und das Problem das wir die Liebe nicht schätzen.
Das lässt sich doch nur gemeinsam beältigen. Also: miteinander im Gespräch bleiben. Sich gegenseitig zuhören. Immer wieder und nicht denken man kenn die Meinung des Anderen schon.
Die Liebe schätzen lernen: vielleicht wenn man auch mal alleine verreist? Damit jeder wieder den Anderen vermissen kann? Außerdem kann man sich klar machen,wie schnell etwas zuende sein kann. Denkt doch nur mal an Unfälle, Krankheiten.

Engumschlunge ältere Paare können aber doch eine junge Liebe sein

Viele Grüße

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15.10.03 um 13:00

Jawohl!!
Genau so sollte es sein!

Und übrigens wird da ständig "Gewohnheit mit Vertrautheit" verwechselt. Mit Gewohnheit habe ich gemeint, dass man sich nicht mehr viel zu sagen hat und nur noch uninteessiert nebeneinander her lebt - eben nur zusammen bleibt, weil man sich aneinander gewöhnt hat.

Vertrautheit hingegen bedeutet Nähe und Geborgenheit und das Gefühl, jemandem vertrauen zu können.

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