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Libidoverlust meiner Freundin

13. Dezember 2011 um 18:13

Hallo liebe Leser,

ich hab ein Problem und bräuchte eure Hilfe/Ratschläge/Anregungen

Ich (männlich, 22, Student) bin seit etwas mehr als 1,5 Jahren mit meiner Freundin (18, schreibt dieses Jahr ihr Abitur) zusammen.

Die ersten 4 Monate hatten wir ein sehr erfülltes Sexleben. Danach wurde es leider immer weniger und ich habe auch gemerkt, dass sie teilweise nur "für mich" Sex hatte. Ich habe sie daraufhin angesprochen und ihr gesagt, dass ich es nicht möchte, wenn sie mirzuliebe mit mir schläft.

Die Situation hat sich dann immer weiter zugespitzt in dem Sinne, als dass wir alle 2 Wochen bis einmal im Monat Sex hatten. Ihre Aussage war und ist es bis heute, dass sie mich immer noch liebt, es nicht an mir liegt und ihr es leid tut wie es momentan ist.

Ich habe dann letzen Endes angefangen nach gründen für den Libidoverlust zu suchen...

Mein erster Schritt war es, sie davon zu überzeugen, dass ihre anti-androgene (senkung des Testosteron-Spiegels) Pille eine verheerende Wirkung auf ihre Sexualität haben kann. Nach einigen Diskussionen hat sie sich dann dafür entschieden, diese Anfang Juli abzusetzen und wir haben uns darauf geeinigt, dass sie sich Gynefix (eine Kupfer-Kette) einsetzen lässt. Das ist aus zeitlichen Gründen noch nicht passiert. Das absetzen der Pille hat bis heute noch keinerlei Wirkung gezeigt.

Vor ca 3 Wochen haben wir es eigenmächtig mit einem Testosteron-Gel probiert, dass man einmal pro Tag auf die Haut aufträgt und so künstlich den Testosteronspiegel meiner Freundin anheben sollte. Nach zwei Wochen haben wir den Versuch dann abgebrochen, weil auch hier keine Wirkung (außer einer leicht erhöhten Aggresivität) zu spüren war.

Vor drei Tagen habe ich dann mit einem befreundeten Diplom Biologen gesprochen. Dieser konnte mir jedoch keinen direkten Lösungsansatz zeigen und verwies mich/uns an den Frauenarzt bzw. vermutete eine psychologische Ursache => Psychologen.

Ein bisschen Hintergrund:

Freundin:
- hat keine sexuellen Wünsche (entweder hat sie sich noch keinerlei Gedanken darüber gemacht, will diese nicht mir mitteilen oder der Libidoverlust löst eine maximale Gleichgültigkeit in ihr aus)
- kommt aus einer 3 jährigen Beziehung und hatte dort das selbe Problem
- hat meines Wissens nach keine negativen sexuellen Erfahrungen gemacht
- vermeidet, vllt unterbewusst, Zungenküsse wo es geht weil sie befürchtet dass das zu Sex führen könnte
- Zärtlichkeit wird nur begrenzt zugelassen und beschränkt sich meist auf das massieren des Rückens und des Po's

Ich:
- bin sonst echt glücklich mit ihr
- treue seele
- versuch sie zu unterstützen wo es geht
- fühle mich zunehmend unsicher und blicke mit einer gewissen Angst in die Zukunft

Die wichtigsten Punkte
Hatten Ende Juni das letzte mal Sex
Die Einnahme der Pille könnte zu einer dauerhaften Senkung des Testosteronspiegels geführt haben
Eine künstliche Anhebung des selbigen brachte keine Besserung
Wir sind beide in gewissem Maße mit der Situation unzufrieden. Sie, weil ihr es leid tut mir jedes mal einen Korb geben zu müssen, und ich, weil ich finde dass ein erhebliches Stück Lebensqualität und non-verbale Kommunikation verloren geht.
Ich denke mir dass es sehr schwierig sein wird, sie zu einem Besuch eines Psychologen bzw. FA zu bewegen

Meine Fragen an euch:
##########
Haltet ihr den gang zum Psychologen bzw FA unausweichlich?
Habt ihr abseits davon noch andere Vorschläge für mich?
##########

Bitte lest euch den Text ganz durch, wenn Ihr mir helfen wollt.
Ich bin ansonsten für jeden sinnvollen Beitrag sehr dankbar.

Diese Diskussion kann und soll auch als "Lösungs-pool" für Paare oder Partner mit ähnlichen Problemen dienen.

14. Dezember 2011 um 15:21

Hi schnuffel
hi schnuffel,

gut, nehmen wir mal an es handelt sich um einen klassichen Teufelskreis: Würde es dann nicht auch helfen, wenn man z.B. durch Alkohol bzw Maihuana die Hemmschwelle senkt bzw. eine gewisse Gleichgültigkeit erzeugt? Ich möchte hier jetzt nicht dazu anregen, sich mit Drogen voll zu pumpen. Aber ich kann mir spontan vorstellen, dass das eine Lösung darstellen könnte - auch bei dir - einfach mal sich komplett Fallen lassen ?!

Was ich nicht ganz verstehe ist, warum der schritt zur fachlichen Hilfe bei mir anfängt. Ich wüsste nicht, was es bringt, wenn ich beraten werde und sie dann ihre "kleinen ängste" immer noch mit sich herum trägt ohne sie mir mitzuteilen.

Vielen Dank für deine Antwort

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14. Dezember 2011 um 16:31

Re
Ok, den gedanke mit irgendwelchen Rauschzuständen verwerf ich dann mal lieber wieder

Das hab ich dann ganz klar falsch verstanden. Danke dass du das nochmal genauer erläutert hast. Ich denke, es ist aufjedenfall ein guter Punkt, dass ERST sexuelle Offenheit in der Beziehung herrschen sollte und DANN man sich eventuell profesionelle Hilfe holt. Und vorallem wird es sie positiv beeinflussen, dass auch andere z.B. diese Meinung vertreten. Danke

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14. Dezember 2011 um 16:39

Re
Ja, das ist fast ein halbes Jahr. Und in der anderen Jahreshälfte waren es vllt 10 Mal.
Die Verhütung an sich ist echt nicht das Problem - ich habe weder eine Latexallergie noch "stören" mich Kondome. Jedoch fehlt es Grundlegend eben seit geraumer Zeit an ihrer Lust. Es ist glaube ich recht schwer sich das als Ausenstehender vorzustellen dass man keinen sex will. Aber ob sie jetzt eine "viel bessere Empfindung" hat oder schneller kommen kann, interessiert sie aufgrund ihrer mangelnden Libido wie der berühmte umgefallene Sack Reis in China.
D.h. ich bin auf der Suche nach einem Weg, ihr interesse/ ihre begeisterung zu wecken. Alles was danach kommt (verhütung etc) ist im Gegensatz dazu ein Klacks.

LG

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16. Dezember 2011 um 14:35

Geplanter Sex
Kuscheln bzw. allgemein Zärtlichkeiten halten sich sehr in Grenzen, dabei ihr immer die Befürchtung im Raum steht, daraus könnte sich dann Sex ergeben. Sie hat sich also eig. schon eine sehr große Mauer um sich herum aufgebaut, die jegliche Möglichkeit zum Beischlaf ausschließt.

Deshalb denke ich auch nicht, dass geplanter Sex das Problem beheben würde, weil sie wenn überhaupt dann nur mirzuliebe mit mir schlafen würde.

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16. Dezember 2011 um 14:39

Ein Versuch ists wert
Es wäre wirklich ein Versuch wert, da man ja eig. nichts zu verlieren hat und "wer nicht wagt, der nicht gewinnt"
Wir werden es aufjedenfall einmal ausprobieren, obwohl ich pflanzlichen (Placebo)-Mitteln eher skeptisch gegenüber stehe.
Vielen Dank

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16. Dezember 2011 um 18:52

Alte Schule
"Ich weiß gar nicht, wie du das aushälst"

das interpretier ich jetzt einfach mal als außergewöhnliches Lob
Ich bin noch ein wenig von der alten Schule und halte von dem Hype "ständiger Partnerwechsel" recht wenig. Und da ich mich ja u.A. in ihre Persönlichkeit verliebt habe, beiße ich bisher die Zähne zusammen anstatt mich auf die Suche nach einer Alternative zu machen.

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