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Keine Lust mehr nach OP Eingriff... Mal Eure Meinung dazu...

10. Februar 2009 um 12:52 Letzte Antwort: 10. Februar 2009 um 16:52

Ich hoffe mal auf die Meinungen der weiblichen Mitglieder hier im Forum - evtl. helfen mir diese bei der Entscheidung.

Meine Freundin (welche ich sehr liebe und auch nicht verlassen möchte) hat nach einem operativen Eingriff im Unterleib so gut wie keine Lust mehr auf Sex. Das ganze zieht sich nun schon einige Jahre hin und anfangs dachte ich auch damit klar zu kommen.

Das erste Problem ist natürlich, dass es auch auf die Psyche geht, da man natürlich immer meint es liegt an sich, dass sie keine Lust auf Sex hat. Doch das habe ich noch hinbekommen.

Mittlerweile ist es aber so, dass ich nach einer bestimmten Zeit ohne Sex einfach so was von schlecht drauf bin, so dass ich mir selbst auf die Nerven gehe. Ich brauch dann auch eine ganze Weile um aus dieser Verfassung wieder rauszukommen.

Dass eine solche Laune für eine Beziehung dann auch nicht gerade förderlich ist scheint logisch.

Nun die Frage was tun?
Irgendwelche Infos zu Medikamenten welche den Hormonhaushalt an diesen Tagen ausgleichen hab ich nicht gefunden.

Bordell zum "Druck ablassen" - hab ich versucht - war nicht mein Fall und bin ungevö.... wieder gegangen.

ONS wären eine Möglichkeit aber irgendwie hab ich dabei dann auch nicht ein supergutes Gefühl.

Eine Affäre mit EINER Frau würde da schon eher passen - nur wo findet man die passende Frau? Ein Inserat in die Zeitung? Internet?

Aber das "schlechte Gewissen" wird wohl bleiben. Auch wenn man sich einredet dass man es nur macht um die eigene Beziehung zu retten.

Evtl. findet Ihr ja die Zeit ein paar Zeilen zu schreiben - es ist hier in der Anonymität schon etwas anderes als im Freundeskreis darüber zu sprechen...

DANKE

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10. Februar 2009 um 13:17

Tja du
ich bin zwar keine Frau aber ich kann mich gut in das Problem hineindenken.
Vielleicht hilft es dir so trotzdemein wenig.

Ich würde eigentlich sehr weit ausholen müssen um das ganze zu durchleuchten aber ich hab nicht so viel Zeit und machs mal möglichst kurz.
Die Problematik kenne ich auch, sehr ähnlich. Wenn man einen Menschen liebt möchte man ihn natürlich nicht verletzten. Man schwört treue, liebe und so weiter.

Zwischendurch, weis deine Freundin das du nach "Alternativen" suchst?

Also grundsätzlich werden viele denken, dass du sie dann scheinbar nicht lieben kannst wenn du so einen "quatsch" schreibst und fremd gehen willst. Aber als Mann kann man das schon mal ganz anders sehen. Der drang zum Sex ist eben angeboren und hat so erstmal nichts mit Moral oder sonstigem zu tun. Es ist wie es ist. Wer nicht regelmäßig etwas zu vögeln bekommt hat meist sogar psychische Probleme damit. Es mag natürlich von Mann zu Mann verschieden sein, trotzdem ist es bei den meisten Männern ein sehr großer Drang zur Vortpflanzung.
Die meisten Frauen könnten so einem Mann nicht mehr vertrauen und lieben können, nachdem er solche Gedanken hat aber man kann jemanden nicht nur darauf reduzieren.
Also wie gesagt ich machs jetzt kurz...

Ich finde du solltest mit deiner Freundin, wenn nicht schon getan darüber sprechen. Wenn du intelligent und offen genug bist und dein Leid nicht länger für dich behalten willst, musst du das tun. Musst du versuchen deiner Freundin erstmal das Problem zu erklären. Natürlich nicht direkt vor den Kopf stoßen damit, dass du dir eine Partnerin für den Sex suchen willst, aber das es dir sehr schwer fällt so weiter zu machen.
Du musst ihr deutlich machen, dass es nichts mit ihrer Person zu tun hat. Die Liebe und der Drang zum Sex sind zwei paar Schuhe. Da die zwei dinge sich nun in eurer Beziehung seit längerem voneinander getrennt haben, ihr also kaum noch Sex habt, muss sie akzeptieren dass du den Drang noch hast und sie nicht.
Sie wird sicher wissen, dass es schwer für dich ist, aber nicht wie akut das ist.
Ich weis nicht wie aktiv deine Freundin früher war, falls sie sehr aktiv war kannst du das damit vergleichen, was wäre wenn sie an deiner stelle wäre u.s.w.

Es könnte sehr schwierig und langwierig werden oder auch kurz und leicht, je nach dem wie deine Freundin drauf ist, aber ohne Offenheit wirst du mit ihr nicht Glücklich. Und glaub mir, du wirst dich nie mehr richtig wohl fühlen vor deiner Freundin, wenn du wirklich mal fremd gehst. Zumindest ist es bei mir so.
Eine Liebe basiert auf Vertrauen. Wenn du nicht darauf vertraust, das deine Freundin irgendwann dein Problem versteht, und auch deinen Drang nach Sex und die lust auf Frauen und ihr gleichzeitig vertraust und zutraust zu verstehen, das andere Frauen für diesen Zweck nicht die liebe zu ihr ändern, wird die Liebe nicht lange wehren

Ist alles ein bischen schwammig. Wenn du mit jemand darüber schreiben willst, schreib mir eine PM.

MfG
Verrückter

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10. Februar 2009 um 14:15

Naja...
andere vögeln fremd nur um gevöglet zu haben... weis nicht welches statement da dann besser ist...

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10. Februar 2009 um 15:27

Sorry - überlesen
klar hab ich das - nicht nur einmal - aber einen vorwurf kann ich ihr ja nicht machen... das ist es ja - sie kann ja nichts dafür.

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10. Februar 2009 um 15:56

Mal an dieser Stelle reinspring....
.... "Also ganz konkret den, dir das, was du zu Hause vermißt, woanders zu holen."
JA

Abgesehen vom Alter, reproduziere ich mich in den Threadsteller.
Nur mit dem kleinen Unterschied, daß die enthaltsame Zeit schon 9 Jahre beträgt.

Das offene Gespräch rief absolutes Unverständnis hervor, denn wenn "sie" keinen Bedarf nach Sex hat, legt sie dieses Maßstab auch automatisch auf mich um.
Ein mittlerer Tobsuchtsanfall mit Ankündigung der Trennung im Falle des Fremdgehens und wüsten Beschimpfungen von ihrer Seite beendete das Gespräch.

Konkret also wird untermauert daß etwas nicht geht, aber keine Alternative hierzu aufgezeigt.
Einfach mal so den Partner dazu verdonnern, künftig ohne Sex auskommen zu müssen.

Bevor ich mich also hier in weitere fruchtlose Diskussionen einlaße, gehe ich eben fremd in dem Wissen, meiner Frau (mit der ich mich sonst gut verstehe) damit nichts wegzunehmen.

Es gibt Situationen da ist es sinnvoller, etwas für sich zu behalten. - Nicht immer ist die Wahrheit auch gut.

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10. Februar 2009 um 16:06

War alles schon da..
hab ich auch schon - dann kommen zwar aussagen wie "ich könnte es verstehen" - aber ich weis, dass ich sie damit verletzen würde - klar.

das ist das letzte was ich möchte - ich weis nur nicht mehr weiter - ich möchte meine freundin weder betrügen noch eine ausrede dafür suchen oder gar verlassen. und auf keinen fall durch ein entweder oder "erpressen".

das ist ja das tragische an der sache - ich kann ihr keinen vorwurf machen, sie kann ja nichts dafür, dass es sich so verändert hat. ich hab mir schon ernsthaft überlegt ob ich es irgendwie von meiner seite aus durch medikamente oder ähnlichem in den griff bekommen könnte.

naja - wäre auch schlimm wenn gleich jemand eine paradelösung gehabt hätte - dann müsste ich doch an mir zweifeln nach so vielen und langen überlegungen.

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10. Februar 2009 um 16:16

Mehr dazu, als "gut verstehen".
Nach rund 35 Jahren Partnerschaft hat der Alltag so einiges von den Facetten abgeschliffen.
Liebe wandelt sich allmählich und unmerklich in Gewohnheit und Zugehörigkeitsgefühl.

Honeymoon war gestern, aber auch ich habe früher so gedacht wie Du, nur lassen sich nicht alle Ideale ohne Beschädigungen durchs ganze Leben transportieren.
Bin beruflich auch oft unterwegs und so fällt es nicht auf.
Die Affären die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe, waren im übrigen spiegelbildlich genau so gehandicapt und suchten Sex. Es gibt das ganze also auf beiden Geschlechterseiten.

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10. Februar 2009 um 16:31

Meine Erfahrung
Hallo, ich bin eine Frau und mein Mann hat das auch durchgemacht. Auch eine lange lange Zeit, fast zu lange. Bei mir schlief die Lust einfach ein, so nach und nach. Ich machte mir aber keine grossen Gedanken da mein Mann auch nicht grossartig "fordend" ist. Irgendwann kam das Thema auf den Tisch und wir sprachen darüber und ich versprach etwas zu ändern. Aber nach einer kurzen Zeit schlief das Thema wieder ein und so ging es wieder und wieder bis mein Mann mir ein Ultimatum stellte. Das liess ich aber verstreichen aber nicht weil ich wollte sondern einfach nicht mehr weiterwusste woran es liegen könnte das ich keine Lust auf Sex habe. An meiner Beziehung kann es nicht liegen da ich rundum zufrieden bin und einen tollen Mann habe. Arbeitsprobleme oder Geldprobleme gibt es auch nicht, also was dann????? Dann kam der grosse Knaller und mein Mann sagte mir das er so nicht weitermachen könnte. Es wäre einfach für ihn wenn er sich eine fürs Bett zulegt und somit hätte ich dann meine Ruhe. Aber das wollte er auch nicht und wir sprachen über eine Trennung. Das rüttelte mich nochmals wach und dann ging ich endlich zum Arzt. Meine Hormonwerte wurden kontrolliert und es stellte sich heraus das mein Körper kein Testosteron produziert. Aber meine Ehe stand auf der Kippe und mein Mann konnte mir einfach nicht mehr glauben als ich ihm sagte das es wahrscheinlich Testosteronmangel sei. Er hat lange Jahre gehofft und ist immer wieder vertröstet und enttäuscht worden. Ich hatte zu lange gewartet. Viele Gespräche und eine sofortige Hormonterapie haben Erfolg gebracht. Allerdings ist die Ehe nicht 100% da einfach ein grosses Problem vorhanden war und auch noch ist. Der Bruch ist einfach da. Zu einer Ehe gehört einfach Sex ausser beide sind nicht daran interessiert welchen zu haben. Dieses Hormon brachte mir Lebensqualität und nicht nur im Bett. Der Allgemeinzustand verbesserte sich und es hat einfach viel verändert. Mein Mann fängt langsam an sich zu entspannen und merkt das die Besserung nicht nur für kurze Zeit ist. Allerdings ist nicht bei jeder Frau Testosteronmangel der Auslöser für keinen Bock im Bett. Aber vielleicht sollte man diese Möglichkeit in Betracht ziehen und sich untersuchen lassen. Viel Glück und hab Geduld mit ihr. Es ist sehr schwer auch für Frauen praktisch "impotent" zu sein.

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10. Februar 2009 um 16:41
In Antwort auf beate_11940343

Meine Erfahrung
Hallo, ich bin eine Frau und mein Mann hat das auch durchgemacht. Auch eine lange lange Zeit, fast zu lange. Bei mir schlief die Lust einfach ein, so nach und nach. Ich machte mir aber keine grossen Gedanken da mein Mann auch nicht grossartig "fordend" ist. Irgendwann kam das Thema auf den Tisch und wir sprachen darüber und ich versprach etwas zu ändern. Aber nach einer kurzen Zeit schlief das Thema wieder ein und so ging es wieder und wieder bis mein Mann mir ein Ultimatum stellte. Das liess ich aber verstreichen aber nicht weil ich wollte sondern einfach nicht mehr weiterwusste woran es liegen könnte das ich keine Lust auf Sex habe. An meiner Beziehung kann es nicht liegen da ich rundum zufrieden bin und einen tollen Mann habe. Arbeitsprobleme oder Geldprobleme gibt es auch nicht, also was dann????? Dann kam der grosse Knaller und mein Mann sagte mir das er so nicht weitermachen könnte. Es wäre einfach für ihn wenn er sich eine fürs Bett zulegt und somit hätte ich dann meine Ruhe. Aber das wollte er auch nicht und wir sprachen über eine Trennung. Das rüttelte mich nochmals wach und dann ging ich endlich zum Arzt. Meine Hormonwerte wurden kontrolliert und es stellte sich heraus das mein Körper kein Testosteron produziert. Aber meine Ehe stand auf der Kippe und mein Mann konnte mir einfach nicht mehr glauben als ich ihm sagte das es wahrscheinlich Testosteronmangel sei. Er hat lange Jahre gehofft und ist immer wieder vertröstet und enttäuscht worden. Ich hatte zu lange gewartet. Viele Gespräche und eine sofortige Hormonterapie haben Erfolg gebracht. Allerdings ist die Ehe nicht 100% da einfach ein grosses Problem vorhanden war und auch noch ist. Der Bruch ist einfach da. Zu einer Ehe gehört einfach Sex ausser beide sind nicht daran interessiert welchen zu haben. Dieses Hormon brachte mir Lebensqualität und nicht nur im Bett. Der Allgemeinzustand verbesserte sich und es hat einfach viel verändert. Mein Mann fängt langsam an sich zu entspannen und merkt das die Besserung nicht nur für kurze Zeit ist. Allerdings ist nicht bei jeder Frau Testosteronmangel der Auslöser für keinen Bock im Bett. Aber vielleicht sollte man diese Möglichkeit in Betracht ziehen und sich untersuchen lassen. Viel Glück und hab Geduld mit ihr. Es ist sehr schwer auch für Frauen praktisch "impotent" zu sein.

Danke
vielen dank für den bericht - man klammert sich irgendwann an jedes strohhalm was man bekommen kann.

ich weis, dass sie mal mit ihrem frauenarzt sprechen wollte - aber das ganze hat sich dann wieder hinausgeschoben, dann hat der arzt aufgehört und sie wollte mit dem neuen dann nicht gleich mit solchen geschichten kommen (kann ich auch verstehen wenn sie erst eine vertrauensbasis aufbauen muss) aber dann hab ich trotz nachfragen nichts mehr von ergebnissen gehört.

ich werde auf jedenfall das mal als beispiel nehmen und nochmals einen test vorschlagen - ich kann ja schlecht bei ihrem arzt anrufen und ihn darum bitten

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10. Februar 2009 um 16:44

Toller beitrag
irgendwann kommst du auch mal an einen menschen den du liebst und du alles was in deiner macht steht tun wirst um diesen nicht zu verlieren.

das problem kommt nur dann wenn es bestimmte faktoren gibt auf die du keinen einfluss hast.

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10. Februar 2009 um 16:52
In Antwort auf ciril_12044116

Danke
vielen dank für den bericht - man klammert sich irgendwann an jedes strohhalm was man bekommen kann.

ich weis, dass sie mal mit ihrem frauenarzt sprechen wollte - aber das ganze hat sich dann wieder hinausgeschoben, dann hat der arzt aufgehört und sie wollte mit dem neuen dann nicht gleich mit solchen geschichten kommen (kann ich auch verstehen wenn sie erst eine vertrauensbasis aufbauen muss) aber dann hab ich trotz nachfragen nichts mehr von ergebnissen gehört.

ich werde auf jedenfall das mal als beispiel nehmen und nochmals einen test vorschlagen - ich kann ja schlecht bei ihrem arzt anrufen und ihn darum bitten

Ein Versuch ist es wert.....
Das wichtigste ist das sie Dich hat und mit dir sprechen kann. Ich habe lange lange Zeit nicht gemerkt wie schlecht es meinem Mann ging. Er hat schon gedacht es liege an ihm Er war sehr traurig und hilflos. Bis er eines Tages Klartext sprach und mir die Karten auf den Tisch legte. Bis hierher und nicht weiter. Er konnte nicht mehr und zog eine Trennung in Betracht aber auch nur um selber nicht unterzugehen. Das hat mich wachgerüttelt und mir gezeigt wie sehr ich ihn liebe. Ich weiss natürlich nicht wie das bei Deiner Frau ist, ob sie offen darüber sprechen kann oder habt ihr keine gemeinsame Freundin die Du ins Vertrauen ziehen könntest und die da ein wenig "helfen" könnte? Im Gespräch unter Frauen kommen manchmal wahnsinnige Gespräche zustande.....Ich bin zu einem Arzt gegangen den ich zwar kannte aber zu dem hatte ich auch kein Supervertrauensverhältnis. Das verschieben von Arztterminen und nicht drüber reden kann auch ein Zeichen von Angst sein ein Versager zu sein. Bei mir war es so. Ich habe im Bett versagt und das ist sehr schwer sich einzustehen. Ich hoffe das Deine Frau die Kurve kriegt und alle Möglichkeiten ausschöpft um ein Stückchen Lebensqualität wiederzubekommen.

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