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Kein wirkliches Interesse an Sex aufgrund Gegebenheiten?

20. Juni 2018 um 17:49

Hallo zusammen,

ich brauche mal ein paar Meinungen zu einem Thema was mich in der letzten Zeit umtreibt und ich hoffe, dass ihr mir da ein wenig helfen könnt. 
Mal zur aktuellen Situation: Ich (22) bin mit meiner Freundin (21) etwas mehr als ein Jahr zusammen, wir führen durchgehend eine Fernbeziehung, haben uns im Internet kennengelernt. Soweit läuft es eigentlich ganz okay, das einzige Problem ist, dass ich mich teilweise wirklich aufraffen muss, dass ich freitags zu ihr fahre, wenn wir uns mal treffen, einfach weil ich durch eine 40h+ Woche Freitags immer recht erschöpft bin und keine Lust habe. 

Aber das kritische Thema ist Sex: Sie hatte vor mir schon Sex, für mich war unser erstes Mal auch mein allgemeines erstes Mal. Jetzt kommt allerdings auch das Problem: Das erste Mal war vor rund 1.5 Monaten und seitdem auch das einzige Mal. Ich muss sagen, dass ich allgemein immer sehr stark auf die Risiken usw. achte, insbesondere, da sie nur mit Kondom verhüten möchte, was in meinen Augen nicht sicher genug ist (für mein persönliches Empfinden), ihr aber reicht :/. 
D.h. auch beim Petting bin ich sehr vorsichtig, einfach weil eine Schwangerschaft gar nicht passen würde. Sie würde zwar abtreiben, aber 1. kostet das eine Menge Geld, 2. ist das für sie natürlich auch eine Belastungl, die ich ihr nicht zumuten möchte und 3. kann ich mir nicht sicher sein, dass sie es wirklich macht, ich begebe mich also in eine Abhängigkeit ihrer Entscheidung und damit komme ich gar nicht klar. Das liegt an mir, aber ich möchte halt irgendwie mitbestimmen können und das geht da halt nicht, was ja auch klar ist, nur ich komme damit nicht klar....
Ich bin auch bei jeglichen intimen Kontakt entsprechend "verkrampft" bzw. mit den Gedanken bei dem Thema, damit auch ja nichts passiert. 
Beim ersten Mal bzw. danach ist mir dann noch mal verstärkt klar geworden, dass es eigentlich viel zu risikoreich ist nur mit Kondom zu verhüten (für mein persönliches Empfinden!) und es kam nochmal das Thema Verhütung auf. Sie hatte mir vor dem Sex/intimer werden gesagt, dass sie keine Hormone nehmen möchte, was ich nachvollziehen kann. Grundsätzlich ist allerdings noch anzumerken, dass sie als Notfall kein Problem mit der Pille Danach oder einer Abtreibung hätte... 

Also habe ich mich erneut informiert und einiges gelesen (hatte ich schon vorher, auch wegen Kondomgröße usw.). Hab ihr dann vorgeschlagen, dass vielleicht sowas wie die Kupferspirale o.ä. was wäre und ich natürlich auch die Kosten mittragen würde. Dann kam allerdings die Aussage, dass sie eigentlich nichts möchte, was in ihrem Körper ist bzw. den verändert, hat also ihre Meinung geändert -.- ... D.h. es fällt ein Großteil aller Mittel/Möglichkeiten weg, das meiste hat ja entweder Hormone bzw. ist im Körper. 
Es gibt auch noch etwas wie NFP, was sich ja auch in Kombination eignen würde, d.h. man hätte nur Sex, wenn man weiß das gerade die unfruchtbare Zeit beginnt, einfach um einer Kondompanne entgegen zu wirken... 
Sie hat das (noch ein paar Monate vor unserem ersten Mal) auch angefangen, allerdings war es nach wenigen Tagen schon wieder vergessen. Auch ein zweiter Anlauf mit Unterstützung von mir (durch Fragen, Interesse usw.) verlief im Sande, weil es ihr zu umfangreich ist... Das kann ich irgendwie auch verstehen.

Also stehen wir jetzt in dieser Situation:
- Sie möchte nicht verhüten mit etwas was hormone hat bzw. ihren Körper verändert (ich würde mich auch an den Kosten beteiligen)
- Mir ist das Kondom zu unsicher, ihr nicht, sie versteht aber meine Sorgen ein wenig (hat aber, glaube ich, nicht wirklich Verständnis dafür)

Als Lösung hat sie gesagt, dass sie halt notfalls die Pille schlucken würde, da habe ich aber halt irgendwie auch die Bedenken, dass sie es wie mit NFP vergisst (man muss ja auch auf die Uhrzeit achten) und zum anderen macht sie es nur mir zu Liebe, d.h. ihre Einstellung ist ja immer noch, dass das Kondom reicht, irgendwie mache ich mir dann zum einen Vorwürfe, dass sie es nur wegen mir macht und zum anderen ist dann mein Vertrauen irgendwie nicht vollständig da....
Als Alternative meinte sie, man könnte ja mal zu einer Beratungsstelle gehen und nach anderen methoden fragen. Wir haben aber schon im Internet nach Methoden gesucht, d.h. wir werden wahrscheinlich alle bzw. einen sehr großen Teil schon besprochen haben...

Durch diese ganze Diskussion, meine Sorgen bzw. Ängste und ihr irgendwie fehlendes Verständnis habe ich halt gar keine Lust mehr auf Sex und hätte irgendwie auch kein Problem darauf zu verzichten. Klar, ich hatte nur einmal, ich weiß nicht was mir entgeht, aber die Möglichkeit, dass (besonders wenn wir nur das Kondom nutzen) sie doch schwanger wird und sie dann doch nicht abtreibt, ist mir das wert. Die Folgen daraus würden mein Leben zu stark verändern und darauf habe ich keine Lust, mit 22 will ich lieber noch meine Freiheit ohne Schwangerschaften usw. genießen....

Allerdings weiß ich nicht so wirklich, was ich jetzt machen soll...? Wenn man da auf keinen Nenner kommt, vielleicht Schluss machen? Ich mein, dass sie nicht auf Sex verzichten möchte, ist leider auch klar... Aber wir haben da unterschiedliche Ansichten und es scheint so, als ob wir da keinen Nenner finden würden.

hat vielleicht jemand einen Rat? Dafür schon mal ein großes Danke, auch für das Lesen des ganzen Texts.

Liebe Grüße  

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Von: paddelchuuu
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20. Juni 2018 um 6:11
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