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Kann mir jemand helfen?

22. Januar 2012 um 0:41

Hallo an alle,

ich habe eine wichtige Frage zu Bisexualität, vielleicht könnte mir jemand hier weiterhelfen.

Entschuldigung für den langen Text, aber ich dachte,um meine Frage/Problem beantworten zu können sind wahrscheinlich ein paar Hintergrundinformationen erforderlich.Der Text ist also nur um das Problem zu erklären (ging nicht kürzer, hoffe das macht nichts)
Wichtig sind dann eher die Fragen am Schluss.

Entschuldigen möchte ich mich vorab auch für einige im Text vorkommende Begriffe wie z.B. "Ekel" o.Ä.,
mir sind leider keine "neutraleren Synonyme" eingefallen bzw. ich wusste nicht wie ich sonst erklären soll was ich meine.Ich habe die Wörter deshalb extra in Anführungszeichen gesetzt, hoffe das ist ok so.

Vorab ein paar Informationen zu mir:
Ich bin weiblich, 28 Jahre alt und leide seit meiner Kindheit an einer Zwangserkrankung; diese gehört zu den Angsterkrankungen.Die Zwangserkrankung ist diagnostiziert und ich bekomme Medikamente dagegen.
Angefangen hat die Krankheit mit Zwangshandlungen (u.a. Waschzwang, Treppenstufen zählen, Absätze mehrfach lesen müssen etc.).Im Jahr 2001 hat die Erkrankung von Zwangshandlungen auf reine Zwangsgedanken gewechselt, seitdem habe ich immer mal wieder Zwangsgedanken.
Zwangsgedanken sind ungewollte Gedanken/Bilder, die sich immer wieder gegen den Willen des Betroffenen aufdrängen und ihn quälen.ZG drehen sich immer um negative Inhalte.Nur zur Erklärung, vielleicht kennt ja auch jemand ZG oder ZH.
Auch noch wichtig, ich habe im weiteren Bekanntenkreis
zwei homosexuelle Bekannte/Freunde und damit kein Problem, respektiere also jede Orientierung!

Nun zu meinem Problem:
Ich habe mich seit dem Grundschulalter immer ausschließlich nur für Jungs interessiert.Ich kann mich noch erinnern, dass ich mit ca. 12 zum ersten Mal einen Mann mit super durchtrainiertem Sixpack-Oberkörper gesehen habe und tagelang davon "fasziniert" war und mir gedacht hab "Wow, wenn ich älter bin will ich auch so einen tollen Freund!".Ab ca. 12-14 entwickelte sich dann eindeutig und ausschließlich die "Anziehung" zu Jungs/Männern.Dementsprechend war damals mit Freundinnen Haupthema Jungs/Männer und 1. Freund.
Ich hab damals viel Sport gemacht und penibel auf die Figur geachtet, tja, wie das so ist, halt der Männer wegen, weil ich mir halt den ersten Freund gewünscht habe.Erster Freund dann mit 17 alles toll, wunderbar!
Um das abzukürzen, ich habe mich mein ganzes Leben lang ausschließlich für Männer interessiert und ausschließlich nur zu Männern hingezogen gefühlt, war ausschließlich in Männer verliebt, hatte ausschließlich Beziehungen mit Männern und habe auch nie an etwas anderes gedacht oder gesucht.
Frauen waren für mich zu keiner Zeit ein Thema, da hab ich nicht mal dran gedacht, immer nur Freundinnen, also ausschließlich freundschaftliches Verhältnis.
2001 hatte ich dann über einige Monate ZG und
2004 hat meine Zwangserkrankung erneut zugesschlagen und es traten plötzlich wieder ZG auf.
Angefangen hat es mit dem ZG "Angst,es könnte mir oder nahestehenden Personen ein Unfall etc. passieren", dann wechselten die ZG auf das Thema "Angst sich mit HIV zu infizieren", gefolgt von ZG "Tod und das jemand sterben könnte" und dann wechselten die ZG plötzlich auf "homosexuell sein".Dieser ZG war für mich noch viel schlimmer/quälender als die zuvor und löste bei mir massive Angst und "Ekel" aus.Unter diesem ZG habe ich 8 Monate, täglich von morgens bis abends extrem gelitten mir ging es körperlich miserabel.Ich war damals gerade in einen Mann verliebt und wusste, dass ich heterosexuell bin und bekam trotzdem den ZG "Ich könnte homosexuel sein".Der Gedanke/die Angst trat plötzlich aus dem Nichts auf und ging nicht mehr weg.Ich hatte damals "Panik" wenn ich mit Fauen reden musste.
Nach 8 Monaten gingen die ZG dann wieder weg und alles war wieder normal.D.h. als die ZG weg waren, war klar, dass es wieder ZG waren, der ZG "homosexuell sein zu können war lächerlich und alles Schwachsinn und ich war imens froh als ich die ZG wieder los war!
Seit 2004 hatte ich jetzt fast 8 Jahre keine oder fast keine Probleme mehr mit meiner Zwangserkrankung.
Die letzten 8 Jahre hatte ich also glücklicherweise keine ZG mehr.Die vergangen 8 Jahre war ich ebenfalls ausschließlich an Männern interessiert, es haben mich ausschließlich Männer angezogen sowohl sexuell wie auch emotional, ich war ausschließlich in Männer verliebt, hatte 2 Beziehungen mit Männern und war damit super glücklich und zufrieden!
Habe mit Freundinnen seitenweise emails über Männer geschrieben und Frauen waren für mich - wie immer - Freundinnen/freundschaflich.In einer email hatte mir ein Bekannter mal ein paar Partyfotos geschickt von einer Party bei der ich halt nicht mit dabei war.Ich kann mich erinnern, dass unter den Partyfotos auch ein paar Fotos dabei waren auf denen sich zwei Frauen küssen.Ich fand das "abstoßend" und habe mich dementsprechend nicht weiter für die Fotos interessiert.
Ich kann mich auch erinnern, dass ca. vor einem Jahr in einer email eine Freundin mal gefragt hatte "Würdest du eine Frau küssen?" daraufhin habe ich zurückgeschrieben."Nein, auf keinen Fall".
Vor ca. 1 Jahr hatte ich noch einen sympathischen, attraktiven Mann kennen gelernt und mich darüber gefreut.
Ist letztlich aber leider nichts draus geworden.
Im Sommer 2011 trat meine Zwangserkrankung plötzlich wieder auf, d.h. ich hatte erneut ZG.
Diesmal fing es an mit dem ZG "Angst, dass Angehörige krank werden könnten", dann der ZG "Angst mit dem Auto unabsichtlich einen Unfall zu verursachen", gefolgt vom ZG "Angst,ich könnte gegen meinen Willen jemanden verletzen" und dann wechselte der ZG auf "Angst,bisexuell zu sein", was bei mir sofort den Gedanken "Nein, bitte nicht nochmal, das hatte ich schonmal mit homosexuell und das war "grausam" für mich" auslöste und dann bekam ich auch schon massive Angst, dass ich diesen Gedanken jetzt nicht wieder wegkriege und seitdem werde ich diesen ZG nicht mehr los.Dieser ZG hat ebenfalls starke Angst und "Ekel" bei mir ausgelöst.Unter diesem ZG leide ich jetzt seit 5 Monaten.Die Gedanken drängen sich praktisch 24/7 immer wieder auf und ich kann sie nicht abschalten.
Die Gedanken haben auch körperliche Auswirkungen:
Ich hatte am Anfang morgens nach dem Aufstehen schon einen Puls von 117-119, massive Angst, zittern, Kopfschmerzen,Nervenschmerzen in den Armen, Übelkeit und Appetitlosigkeit.Mittlerweile habe 7 kg abgenommen.
Zu den Gedanken kann ich sagen, dass ich machen kann was ich will, die gehen einfach nicht weg, lösen - weil sie den ganzen Tag da sind - den ganzen Tag ein starkes Angstgefühl aus, quälen mich und ich wäre froh, wenn ich sie wieder los werden würde!Die Gedanken "Du könntest bisexuell sein" drängen sich besonders auf, wenn z.B. weibliche Personen an mir vorbei gehen und auch, wenn ich mit der 80 jährigen Oma spreche, wenn das kleine Kind das mir entgegenkommt weiblich ist oder ich weibliche Stimmen im Radio höre etc.
Wie ich gelesen habe, ist das offensichtlich ein relativ häüfiger ZG.Und so wie ich gelesen habe, gibt es diesen ZG unter homosexuellen Personen mit Zwangserkrankung mit der "Angst heterosexuell oder bisexuell zu sein" unter bisexuellen Personen mit Zwangserkrankung gibt es den ZG "Angst heterosexuell oder homosexuell zu sein, also als Angst nur auf ein Geschlecht zu stehen" und unter heterosexuellen Betroffenen mit der "Angst homosexuell oder bisexuell zu sein".Ich habe sogar Beiträge von asexuellen Personen mit Zwangserkrankung gelesen, die unter dem ZG "sexuell sein zu können" leiden.Es kriegt also jeder das was er nicht haben will oder bei ihm Angst auslöst.

Abschließend kann ich noch sagen, dass es mich mein gesamtes Leben über ausschließlich nur zu Männern gezogen hat.Habe sogar einen bestimmten Typ Mann, den ich ich immer wieder anziehend finde.Ich habe immer nur das Bedürfnis nach Männern gehabt, fand immer nur Männer sexuell attraktiv und emotional anziehend, ich war immer nur von Männeren fasziniert und in Männer verliebt.
Zusätzlich habe ich mich in den Beziehungen zu Männern immer "komplett/vollständig" gefühlt!
Ich hatte also nie das Gefühl oder den Gedanken, dass mir da irgendwas fehlen würde, ich habe also nichts vermisst.Ich habe also mit einem Mann ein absolutes "Vollständigkeitsgefühl".
Das ist zwar sehr persönlich aber vielleicht ein wichtiger Punkt, weil es eben um die persönlichen Vorstellungen/Fantasien geht:
Also in den Zeiten in denen ich alleine war habe ich mir immer einen neuen Freund, also wieder einen Mann gewünscht.Und wenn ich mir dann mal gedanklich Vorstellungen/Fantasien gemacht habe, dann ging es darin auch nur um Männer.Ich habe mir mal vorgestellt mit 2 Männern und auch mal mit 3 Männern intim zu werden.Und ich habe mich mal gefragt,ob ich gerne mal mit einem farbigen Mann intim werden würde,da also Interesse dran hätte das mal zu probieren.
Also auch in meinen persönlichen Fantasien/Wünschen kam nie eine Frau vor.Das habe ich mir nie vorgestellt und auch auf den Gedanken wäre ich nie gekommen!
Freiwillig (also ohne ZG) habe ich also nie darüber nachgedacht,ob ich Frauen gut finden könnte, das ist mir nie in den Sinn gekommen, das war für mich nie ein Thema, weil mich Frauen nie angezogen haben.Ich habe also noch nie irgendein Interesse an Frauen gehabt.Ich kann mir definitiv nicht vorstellen eine Frau zu küssen oder zu lieben, weder sexuell noch emotional!
Auch was den Körper angeht, hat mich immer nur der Männerkörper angezogen,breite Schultern,Muskeln,Sixpack und Dreitagebart.
Der Frauenkörper hat mich nie angezogen, den fand ich bestenfalls hübsch aber langweilig.
Wenn ich mal im Sommer so Kataloge durchgeblättert
habe, dann habe ich mir bei den Männern den Körper angeguckt, bei den Frauen nur die Bikinis, die Form, Farbe, was der Bikini kostet und ob er mir stehen würde
und der typische vergleichende Frauenblick auf die Figur und ob die eigene Figur da mithalten kann.
Und im Fitnesstudio beim Duschen oder Umziehen habe hat mich auch nichts interessiert.Außer wenn sich jemand direkt neben mir umgezogen hat, dann die Cellulite, an welchen Stellen man die überal kriegen kann
und dann habe ich überlegt, wie man die Stellen am besten trainieren kann, um da keine Cellulite zu bekommen.
So, ich bin mir also sicher, dass ich heterosexuell bin, habe da keine Zweifel dran gehabt und wäre freiwillig auch nie auf den Gedanken gekommen daran etwas ändern zu wollen! (was ja auch garnicht geht)
Jetzt quäle ich mich aber schon seit 5 Monaten wieder mit diesen sch...ZG rum, die ich gar nicht haben will und mich sehr quälen/belasten und ich auch nicht mehr aushalte.Aufgrund dieses ZG habe ich jetzt mal "tief in mich hinein gehört" und überlegt ob ich da irgendein Interesse dran habe, aber meine Antwort ist ehrlich:
Nein!Ich finde da nichts außer diesem sch...ZG und dem Wunsch dass die wieder weggehen.
Ich bin kurz vorm verzweifeln mit diesen Zwangsgedanken und bräuchte da mal Hilfe!

Deshalb habe ich ein paar Fragen an die bisexuellen Personen hier im Forum:

1)Klingt das nach Bisexualität oder sind das jetzt doch wieder meine ZG, die bei mir , wie die ZG 2004, wieder Angst auslösen?

2)Hat irgendjemand festgestellt, dass er bisexuell ist,
dadurch, dass sich ihm von einer Sekunde auf die andere,grundlos aus dem Nichts plötzlich der Gedanke aufdrängte "Du könntest bisexuell sein" und sich dann jeden Tag von morgens bis abends aufgezwungen hat?

3)In welchem Alter habt ihr gewusst, dass ihr bisexuell seit?

4)Hat man wenn man bisexuell ist Angst vor Personen des selben Geschlechts?
(Ich habe übrigens definitiv keine Angst vor Reaktionen des Umfeldes (Familie, Freund etc.) oder der Gesellschaft, sondern der Gedanke an sich löst bei mir Angst etc. aus und ich habe wegen dem ZG Angst vor Personen des eigenen Geschlechts)

5)Wenn man bisexuell ist, hat man dann ein "natürliches Anziehungsgefühl" zu beiden Geschlechtern?
Empfindet man dann zu beiden Geschlechtern dasselbe Anziehungsgefühl oder sind das zwei verschiedene Gefühle?

6)Wie stellt man denn als bisexuelle Person fest, dass man nicht nur auf ein, sondern auf beide Geschlechter steht?

7)Wenn ich tatsächlich bisexuell wäre, müsste sich bei mir dann nicht auch das Bedürfnis/Anziehung nach Frauen melden, genau wie sich bei mir das Bedürfnis nach Männern gemeldet hat/meldet?

8)Wenn ich tatsächlich bisexuell wäre, hätte ich dann nicht auch schonmal eine Frau in meinen persönlichen Fantasien eingebaut?
Also was ich meine ist, wenn bisexuell wäre, würde ich mir doch nicht in meiner persönlichen Fantasie einen zweiten und auch noch einen dritten Mann vorstellen oder alternativ mal einen farbigen Mann, sondern dann hätte ich mir doch schon längst mal ne Frau dazu vorgestellt,oder?

9)Wenn man bisexuell ist,gibt es dann keinen Unterschied zwischen beiden Geschlechtern, also die sind dann für einen beide sexuell?
Also es gibt nicht die Unterscheidung, das eine Geschlecht ist für mich sexuell, das andere nicht?

10)Wenn ich so Frauen wie z.B. Heidi Klum oder Michelle Hunzicker, hübsch, aber langweilig hübsch finde
und mich bei beiden eher dafür interessiere, wie der Blondton der Haarfärbung heißt und sonst weiter nichts,
kann ich dann bisexuell sein?

11)Hat jemand einen Ratschlag, wie ich eindeutig klären kann, ob ich heterosexuell bin und das ein ZG ist oder ich bisexuell bin?

Entschuldigung, falls da die ein oder andere "blöde" Frage dabei sein sollte.
Es wäre sehr nett, wenn mir vielleicht mal ein paar bisexuelle Personen, die sich halt mit Bisexualität auskennen, helfen könnten, indem sie meine Fragen beantworten und vielleicht kurz ihre Einschätzung zu meinem Problem schreiben könnten.

Ich wäre für Hilfe sehr dankbar!

Gruss

Sternchen
































22. Januar 2012 um 18:50

Antwort
Hallo eowyn22222,

wollte schnell mal vielen Dank für deine Antwort bzw. Einschätzung und natürlich auch für die aufmunternden Worte sagen!

Viele Grüße

Strenchen

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25. Januar 2012 um 14:22
In Antwort auf caolan_12529184

Antwort
Hallo eowyn22222,

wollte schnell mal vielen Dank für deine Antwort bzw. Einschätzung und natürlich auch für die aufmunternden Worte sagen!

Viele Grüße

Strenchen

Antwort
Hallo,

jemand da,der bisexuell ist und mir mit seiner Meinung/Antwort weiterhelfen kann/würde?!!!

Wäre sehr dankbar für Antworten!!!

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25. Januar 2012 um 22:16

Hallo Sternchen,


Dein Text beschreibt sehr eindrücklich und anschaulich den Leidensdruck, den diese Zwangsgedanken verursachen können. Zuallererst mein Mitgefühl und Respekt gegenüber der Menge an Zeit, die Du mit diesen Gedanken schon auszukommen geschafft hast!

Du wirst sicher merken oder bereits durch frühere Erfahrung mit Zwangsgedanken wissen, dass die Rückmeldung bisexueller Forumsteilnehmer, Du seiest sicherlich nicht bisexuell, nur vorübergehend Deinen Zwangsgedanken besänftigen kann..

Ich möchte gern den bereits gegebenen Rat aufgreifen und empfehlen, doch noch einmal professionelle Unterstützung zu suchen, wenn Du das nicht ohnehin schon tust und in Behandlung bist. Schaue, was Dir da vielleicht noch an Möglichkeiten offen steht.

Auch ein bisexueller Forumsteilnehmer wird nur sehr begrenzt über Dein Gefühlsleben und im Besonderen über Deine Vorlieben urteilen können, einfach, weil er/sie hauptsächlich den privaten Erfahrungsschatz heranziehen kann und Dich kaum kennt. Obwohl Du Dich natürlich sehr bemüht hast, einen differenzierten Überblick zu gewähren. Ich möchte zu bedenken geben, dass es nicht nur begrenzt hilfreich, sondern auch potenziell problematisch für Deine Fortschritte im Umgang mit den ZG ist, wenn wir Dir analysierende Interpretations-Vorschläge liefern wie die Vermutung, Du würdest etwas verdrängen oder die Annahme, Zwangsgedanken hätten hier eventuell den Zweck, tieferliegende Konflikte zu verdecken, die es aufzutun gälte. So eine Lebenssituation begleitet durch solche Mutmaßungen anzugehen, halte ich für riskant. Auch wenn diejenigen, die sich bei Dir zu Wort melden, Dir nur Gutes wünschen und nur Gutes geben möchten.

Du hast sicherlich schon einiges über das Wesen von Zwangserkrankungen gelernt und kannst auf verschiedene Erfahrungen zurückgreifen. Ich wünsche Dir, dass Du einen Ansprechpartner findest, mit dem Du Dich gut verstehst, der sich mit Zwängen auskennt und Dir professionelle Unterstützung geben kann.

Lieben Gruß

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27. Januar 2012 um 18:30
In Antwort auf timo_12744775

Hallo Sternchen,


Dein Text beschreibt sehr eindrücklich und anschaulich den Leidensdruck, den diese Zwangsgedanken verursachen können. Zuallererst mein Mitgefühl und Respekt gegenüber der Menge an Zeit, die Du mit diesen Gedanken schon auszukommen geschafft hast!

Du wirst sicher merken oder bereits durch frühere Erfahrung mit Zwangsgedanken wissen, dass die Rückmeldung bisexueller Forumsteilnehmer, Du seiest sicherlich nicht bisexuell, nur vorübergehend Deinen Zwangsgedanken besänftigen kann..

Ich möchte gern den bereits gegebenen Rat aufgreifen und empfehlen, doch noch einmal professionelle Unterstützung zu suchen, wenn Du das nicht ohnehin schon tust und in Behandlung bist. Schaue, was Dir da vielleicht noch an Möglichkeiten offen steht.

Auch ein bisexueller Forumsteilnehmer wird nur sehr begrenzt über Dein Gefühlsleben und im Besonderen über Deine Vorlieben urteilen können, einfach, weil er/sie hauptsächlich den privaten Erfahrungsschatz heranziehen kann und Dich kaum kennt. Obwohl Du Dich natürlich sehr bemüht hast, einen differenzierten Überblick zu gewähren. Ich möchte zu bedenken geben, dass es nicht nur begrenzt hilfreich, sondern auch potenziell problematisch für Deine Fortschritte im Umgang mit den ZG ist, wenn wir Dir analysierende Interpretations-Vorschläge liefern wie die Vermutung, Du würdest etwas verdrängen oder die Annahme, Zwangsgedanken hätten hier eventuell den Zweck, tieferliegende Konflikte zu verdecken, die es aufzutun gälte. So eine Lebenssituation begleitet durch solche Mutmaßungen anzugehen, halte ich für riskant. Auch wenn diejenigen, die sich bei Dir zu Wort melden, Dir nur Gutes wünschen und nur Gutes geben möchten.

Du hast sicherlich schon einiges über das Wesen von Zwangserkrankungen gelernt und kannst auf verschiedene Erfahrungen zurückgreifen. Ich wünsche Dir, dass Du einen Ansprechpartner findest, mit dem Du Dich gut verstehst, der sich mit Zwängen auskennt und Dir professionelle Unterstützung geben kann.

Lieben Gruß

Antwort
Hallo an alle!

Erst mal ganz großen Dank für eure Antworten und Versuche mir mit meinem Problem zu helfen!

Es scheint, als ob der ein oder andere von euch sich mit ZG auskennt bzw. weiß wie das ist mit ZG.

Den Tipp mir professionelle Hilfe, sprich therapeutische Unterstützung gegen mein Zwangsproblem, zu suchen habe ich in Angriff genommen.

Es ist wirklich sehr nett von euch, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, den langen Text durchzulesen und mir zu antworten!

Also nochmal vielen Dank an alle für eure Mühe, Ratschläge und die aufmunternden Worte!!!

Viele Grüße

Sternchen

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6. Februar 2012 um 10:56
In Antwort auf caolan_12529184

Antwort
Hallo an alle!

Erst mal ganz großen Dank für eure Antworten und Versuche mir mit meinem Problem zu helfen!

Es scheint, als ob der ein oder andere von euch sich mit ZG auskennt bzw. weiß wie das ist mit ZG.

Den Tipp mir professionelle Hilfe, sprich therapeutische Unterstützung gegen mein Zwangsproblem, zu suchen habe ich in Angriff genommen.

Es ist wirklich sehr nett von euch, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, den langen Text durchzulesen und mir zu antworten!

Also nochmal vielen Dank an alle für eure Mühe, Ratschläge und die aufmunternden Worte!!!

Viele Grüße

Sternchen

Frage
Hallo, habe nochmal drei Fragen zu Bisexualität:

1)Wenn man bisxeuell ist, dann hat mein ein Bedürfnis nach beiden Geschlechtern?
Also als bisexuelle Frau "braucht" man dann auch mal/öfters eine Frau?
Also es meldet sich in einem das Gefühl/Drang "Ich brauche auch das eigene Geschlecht"?
Ist das so richtig?

2)Wenn man bisexuell ist, empfindet man beide Geschlechter als "sexuell" bzw. als Sexualpartner?
Zwischen Männern und Frauen hat man oder macht man also keinen großen Unterschied?

3)Bei mir meldet sich klar und deutlich immer wieder das "natürliche" Bedürfnis nach Männern.
Es meldet sich kein Bedürfnis nach Frauen.
Ist man dann bisexuell oder doch nur heterosexuell?


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6. Februar 2012 um 10:58

Frage
Hallo, habe nochmal drei Fragen zu Bisexualität:

1)Wenn man bisxeuell ist, dann hat mein ein Bedürfnis nach beiden Geschlechtern?
Also als bisexuelle Frau "braucht" man dann auch mal/öfters eine Frau?
Also es meldet sich in einem das Gefühl/Drang "Ich brauche auch das eigene Geschlecht"?
Ist das so richtig?

2)Wenn man bisexuell ist, empfindet man beide Geschlechter als "sexuell" bzw. als Sexualpartner?
Zwischen Männern und Frauen hat man oder macht man also keinen großen Unterschied?

3)Bei mir meldet sich klar und deutlich immer wieder das "natürliche" Bedürfnis nach Männern.
Es meldet sich kein Bedürfnis nach Frauen.
Ist man dann bisexuell oder doch nur heterosexuell?

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6. Februar 2012 um 17:09

Antwort
Hallo vampirellavampira!

Vielen vielen Dank für deine Antwort bzw. Meinung und dafür, dass du dir die Mühe gemacht hast den Text zu lesen!!!
Das mit der Aufzählung Aids,Unfall etc. ist nicht böse gemeint, wollte damit niemandem zu nahe treten!
Ich musste halt irgendwie meine bisherigen ZG bzw. Ängste aufzählen, ist also nicht böse gemeint, am besten vernachlässigt man den Kontext und verbucht es als eine Aufzählung von Ängsten, die Zwangserkrankung ist eine Angsterkrankung.Ich hoffe, dass ich das ein bißchen gerade rücken konnte!

Also nochmals ganz vielen Dank für deinen Beitrag!

Viele Grüße

Sternchen








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