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Ist die Ehe noch erstrebenswert ??

9. Juli 2010 um 10:45

Dieses ist nur eines von wenigen klassischen Ehekrach-Kombinationen, die typisch für viele Paare sind. Ein anderes, häufiges Fallbeispiel ist das der desillusionierten Gattin und des kommunikationsgestörten und gewaltbereiten Ehemannes:

Das possierliche Männchen sitzt im Habitat des Pärchens und ist intensiv beschäftigt, den leuchtenden Kasten mit der Glasscheibe anzustarren. Die Situation scheint eine ähnliche wie im vorangegangenen Beispiel zu sein, doch steht das Männchen hier mit beiden Beinen fest in der Realität des Alltags, oder ist zumindest davon überzeugt. Ob nun in Lohn und Brot oder nicht, das Männchen hält sich für ein wertvolles Mitglied der Gemeinschaft und einen guten Mann und Vater überhaupt.
Es rollt gerade zufrieden eine leere Bierflasche über den Bauch und überlegt, das Weibchen zu weiterer Nahrungsbeschaffung zu animieren.
Das Weibchen lehnt am Türrahmen und beobachtet das Männchen nachdenklich von hinten, dabei eine Papierkugel nervös zwischen den Fingern drehend und gelegentlich das geschwollen Auge betastend.
Es klingelt an der Tür.
M:"Wer ist denn das um die Zeit? Hasse wieder eine deiner Tupperwaren-Schlampen eingeladen?"
F:"Das wird das Taxi sein."
M:"Was denn für ein Taxi?"
F:"Hans, ich will die Scheidung!"
M:"Wiebittewas???"
F:"Ich lasse mich scheiden."
M:"Was ist denn los? Warum willst du dich denn scheiden lassen?"
F:"Ich liebe dich nicht mehr."
M:"Jetzt lenk nicht vom Thema ab; warum willst du dich scheiden lassen?"
F:"So geht es einfach nicht mehr weiter. Sieh mal..."
M:"Was soll denn das bitteschön heißen, hä? Es läuft doch alles so gut mit uns beiden."
F:"Es ist nicht mehr so, wie es früher war."
M:"Moooooment mal! DU wolltest doch Abwechslung in unserer Beziehung. Und nun passt dir das auch nicht, oder wie? Komm mir nicht so, ja? Ich maloche wie ein Ochse und bringe das Geld nach Hause, und so dankst du mir das?"
F:"Du interessierst dich überhaupt nicht mehr für mich."
M:"Was soll das denn nun wieder?! NATÜRLICH interessiere ich mich für dich, und beschäftige mich auch den größten Teil meiner freien Zeit um dich, und ich sorge mich um dich!"
F:"Sorgen? Letzten Freitag hast du mich grün und blau geschlagen!"
M:"Eben! Und zwar mindestens zwei Stunden! Ist das nichts? Denkst du, ich würde dich so lange verprügeln, wenn ich dich nicht lieben, wenn ich mir nicht Sorgen um dich machen würde? Damit drücke ich meine Zuneigung zu dir aus. Ich würde niemals eine Frau verprügeln, die ich nicht abgrundtief... äh... vom Grunde meines Herzens lieben würde. Die Speck aus dem 1. Stock z.B., habe ich nie verprügelt. Warum auch, ich liebe sie ja nicht!"
F:"Geschlafen hast du trotzdem mit ihr!"
M:"Woher weißt... wie kommst du darauf?"
F:"Letzten Sommer auf dem Nachbarschaftsfest. Denkst du, ich hätte es nicht mitbekommen, wie Ihr beide in ihre Wohnung seid? Die ganze Straße hats gehört! Hättet Ihr nicht wenigstens die Fenster zumachen können?"
M:"Aberaberaber, Schaaaatz! Das war doch... alles ganz anders. Das war nicht das, wonach es sich anhörte. Ich kann dir das erklären!"
F:"Ehrlich?"
M:"JAAA!"
F:"Gut, dann erklär!"
M:[Schnauf, schnaub, nachluftschnapp]"Also... ich... hör mal, ich finde... komm mir doch nicht so unfair ja? Und überhaupt, wer bin ich denn? Ich muss mich vor dir nicht rechtfertigen!!!"
F:"Alles klar, ich gehe!" (schließt die Jacke und wendet sich zur Wohnungstür)
M: (Rennt an ihr vorbei und versperrt den Weg zu Tür)"Wenn du mich verlässt, bringe ich die Kinder um."
F:"Du tust was???"
M:"Noch einen Schritt weiter, und ich dreh den Kleinen den Hals um!"
F:"Die Kleinen sind vor drei Jahren ausgezogen."
M:"Was? (schaut sich fassungslos in der Wohnung um) Schakkeline?! Enrico?! Kommt mal zum Papa! (lauscht in die Stille der Wohnung, in der nur das Surren eines Akkuladegerätes für Nasenhaarschneider zu hören ist) Warum... warum hat mir keiner was gesagt?"
F:"Das Jugendamt hat dir einen Brief geschrieben."
Mmit einer wegwerfenden Handbewegung)"Ach das! Habe ich nicht gelesen. Ich dachte, da ginge es nur um die tägliche Dresche für die beiden."
F:"Genaugenommen ging es darum."
M:"Aber ich hab doch noch letztens mit Enrico im Fernsehen gesehen. Schurässik Park III."
F:"Wenn das nicht die Wiederholung war, dann ist das acht Jahre her. Hier hast du übrigens wieder was zum nicht lesen: Das ist das Schreiben von meinem Anwalt..."
M:"Du hast einen ANWALT???"
F:"der dich auffordert, dich künftig von mir fernzuhalten, sowie unter Androhung von Zwangsmaßnahmen dich auffordert, die Scheidungspapiere bis zum 15. unterschrieben zurückzuschicken. Draußen wartet das Taxi und ich hab das notwendigste gepackt. In den nächsten Tagen kommt meine Freund..."
M:"DU HAST EINEN FREUND???"
F:"...in und holt meine Sachen ab. Adieu!"
M:"Wartewartewarte mal! Okokok! Hahaha! Du hast mir jetzt wirklich einen dicken Schrecken eingejagt. Huu, wirklich, ich bin ganz schön nervös geworden. Fast wäre ich drauf reingefallen. Ja, also... du hast Recht, ich hab meine Lektion gelernt, ich werde mich bessern. Ehrlich, Ehrenwort! Diesmal meine ichs ernst!"
F:"Ach, und die letzten acht Male nicht?"
M:"Ach nu komm schon! Wärm nicht olle Kamele auf, ja? Jetzt komm, zieh deine Jacke aus, atme einmal durch - Hui, hast mir wirklich einen Schrecken eingejagt - und hol mir noch ein Bier, ja? Wirst sehen, danach sieht die Welt viel besser aus. Wir können ja noch zusammen Fußball gucken."
F:"Hans, du kapierst es nicht. Da unten steht wirklich ein Taxi, das hier sind wirklich die Scheidungspapiere. Ich gehe!"
Mpackt seine Frau am Kragen, die Augen zu Schlitzen verengt)"Jetzt hör mir mal gut zu. Du gehst da nicht raus, oder sonst..."
F:"Oder sonst was, he?"
Denn Rest der Unterhaltung kann man noch zwei Stockwerke ober- und unterhalb der Wohnung silbengetreu mitverfolgen. Es folgt ein Stakkato an verbalen Entgleisungen das sich allmählich steigert und in ein Orchester aus herumgeworfenen Möbeln und unverständliches Geschrei kulminiert. Den Höhepunkt des Gesprächs erleben die Nachbarn in den frühen Morgenstunden durch die eintreffende Polizei, welche den Ehemann unter lautem Gepolter das Treppenhaus hinunterzerrt. Die Frau wird ambulant versorgt.
Mit zum Archetypus dieses Beispiels gehört, dass sich das Pärchen nach zwei Tagen wieder versöhnt und - als ob das Gespräch nie stattgefunden hätte - vergnügt umeinander herumbalzen.

9. Juli 2010 um 13:52

Tja leider nicht lustig ...
im Kranken haus war auch eine Lady ...die hat es nicht geschafft zu gehn . ..doch ..grün und blau und mit Milzriss ins KH..


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