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Immer mit dem Ersten?

22. Juli 2004 um 13:01

Könntet ihr euch vorstellen euer ganzes Leben lang nur mit Einem (dem/r Ersten) zusammen zu sein? Ich meine das sowohl sexuell, als auch in Beziehungen.
Stellt man sich, wenn man älter ist, nicht die Frage ob man etwas verpasst hat? Ob ein anderer besser im Bett ist? Oder ob es irgendwo jemanden gibt, der noch besser zu einem passt? Bereut man, dass man sich nie ausgetobt hat? Merkt man vielleicht auch erst nach mehreren "Fehltritten", was man an seinem Partner hat?

Würde mich über antworten freuen.

22. Juli 2004 um 13:07

Nie..
Es hat zwar einen Vorteil und zwar du weis nicht was gut oder was schlecht im Bett ist, da du keine vergleichsmöglichkeiten hast, aber ich würde sicher nicht immer bei der gleichen zusammen zu sein. Ganz getreu dem Motto, prüfet alles und nehmet das beste.

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22. Juli 2004 um 13:13

Schade
Ich finde es immer schade, wenn Freundinnen, die nach Jahren noch immer mit ihrer Jugendliebe zusammen sind, mir erzählen, dass sie manchmal Angst haben etwas zu verpassen.

Schade deshalb, weil ich den Eindruck habe, dass es gar nicht die Unzufriedenheit in einer Beziehung ist - im Gegenteil, viele sind extrem glücklich - sondern vielmehr eine Meinung/Stimmung in der Öffentlichkeit herrscht, als könnten solche Beziehungen gar nicht lange halten bzw. von vornherein zum scheitern verurteilt sind.

lg
kratzamkopp

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22. Juli 2004 um 13:19

Sehr interessante...
Fragestellung! Ich habe dieses Thema schon ausführlich und erschöpfend im Freundeskreis diskutiert, in dem auch ein Paar ist, auf das genau das zutrifft! Sie kennen sich seit Kindertagen, haben mit 17/15 das erste Mal miteinander geschlafen und sind seit dem ein Paar! Sie sagen beide Ihnen fehlt nichts und sie sind glücklich - was man ihnen auch ansehen kann! Ich sage immer: euch fehlt nichts, weil ihr es gar nicht anders kennt, so wie den Ostdeutschen auch keine Bananen gefehlt haben, weil viele diese Früchte noch nie gegessen hatten(man verzeihe mir den oberflächlichen Vergleich)! Ihr wißt ja gar nicht, was ihr "verpaßt" habt!

Wobei angeführt werden sollte, daß er 2 Affären hatte (von denen sie nichts weiß) sie aber meines Wissens nicht!

Ich denke, wenn die Beziehung funktioniert, besteht kein Grund daran durch äußere Einflüsse was zu ändern, für mich persönlich wäre das nichts und ich bevorzuge auch reife, erfahrene Frauen, die wissen was sie wollen und dies auch durch mannigfaltige Erfahrungen für sich bestätigt und belegt haben!Und auch im Bett bevorzuge ich Frauen, die einfach schon diverse "Vergleichsmöglichkeiten" hatten! Denn wie soll man wissen, was man braucht, wenn man es nie hatte!!!!

Take care
Lovemate

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22. Juli 2004 um 13:32
In Antwort auf sabino_12445630

Nie..
Es hat zwar einen Vorteil und zwar du weis nicht was gut oder was schlecht im Bett ist, da du keine vergleichsmöglichkeiten hast, aber ich würde sicher nicht immer bei der gleichen zusammen zu sein. Ganz getreu dem Motto, prüfet alles und nehmet das beste.

Unrealistisch
... ist es schon - gerade in der heutigen Zeit.

Bei meinen Eltern z.B. ist es so - wie bei vielen anderen Ehepaaren in der Generation.

Ich glaube nämlich fest daran, dass jede gescheiterte Beziehungen Narben hinterlässt. Jetzt überhaupt nicht sexuell gemeint aber in punkto Vertrauen, Zusammenhalt und dem sog. WIR-Gefühl.

Man hat dann zwar keine Vergleichsmöglichkeiten - aber wozu braucht man diese.

Wenn es anfängt, im Bett langweilig zu werden, dann sollte man sich zusammen setzen, sich ggfs. nen PC schnappen und diverse Locations aufsuchen.

Und jemand, der sagt, der Sex mit Partner/Partnerin ist langweilig - der ist selbst langweilig. Mann/Frau sollte immer neue Ideen/Wünsche äussern.

Ich ziehe den Hut vor solchen Paaren - aber nicht vor denen mit "Verhältnissen", denn da ist das Ende vorprogrammiert.

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22. Juli 2004 um 13:35

Ein Thema fürs Igelmännchen!
Also ein Leben lang nur die ARD zu gucken (machen sonst ein gutes Programm, aber immer???), halte ich auf Dauer alterbeschleunigend, siehe Uli Wickert.

Nee, im Ernst.

Ich hatte mal vor Ur-Zeiten zu dem Thema ein Posting geschrieben, welches ich gerade mit allerlei Mühen aus den Tiefen des Archives hervorgeholt habe.
Hier noch mal der etwas gekürzte Wortlaut:


"Ich kenne dieses Problem nur zu genau.

Meine/ Unsere Vita (in einer Kurzfassung):

Auch ich lebe seit über 4 Jahren mit meiner ersten Sexpartnerin zusammen.

Wir sind beide 28 Jahre alt.

Meine Freundin hatte vor mir 3 andere Männer und weiß schon einen Unterschied zu machen bzw. hat ihre (erste?) Neugierde gestillt.

Bei mir dagegen hat sich im Laufe unserer Beziehung eine immer größerwerdende Sehnsucht nach einer anderen Frau entwickelt.

Nun sind die Gefahren so einer Sehnsucht hinlänglich bekannt: Entweder einer der beiden Partner geht fremd oder die Beziehung wird mittelfristig "aufs Spiel gesetzt", da sich beide Partner wegen diesem Grund auseinanderleben.

Ich habe schon beide Optionen durch- und erlebt und kann von beiden nur abraten.

Eine dritte Option ist das gemeinsame Erleben ("4er"/"Pärchentausch") anderer Menschen. Das dieses logischerweise auch große Risiken beinhalten kann, ist auch selbstredend. Nicht jeder, der sich in Gedanken daran erregt, kommt in der Praxis damit klar, wenn sein Partner mit jemand anderem schläft.

Ich liebe meine Freundin sehr und möchte sie nicht missen, allerdings möchte ich auch nicht lebenslang einem "Beziehungszölibat" unterworfen sein, welchem ich nicht genügen kann.

Ich möchte sie später (der Zeitpunkt ist mittlerweile nähergerückt!) auch mal heiraten und Kinder haben, aber mindestens auch einmal eine 2.Frau intim erlebt haben."


Grüße,
Igelmännchen

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22. Juli 2004 um 13:38

Wie schön, daß....
...ich direkt mal auf ein Posting antworten kann, da die scheue Imandra sonst schwierig zu "kriegen" ist!*lächel*

"Das findet man sowieso erst im Laufe vieler Jahre raus und ich kann für mich sagen, dass ich's erst in 'ner langen Beziehung rausgefunden habe, davor nur, was ich *nicht* will"
Dazu: Stell dir vor du hättest all diese Dinge, die DU NICHT WILLST niemals erfahren! Es ist wichtig zu wissen, was man nicht will, denn somit werden die Möglichkeiten, was man will immer weniger...Und viele Erfahrungen bedeutet ja nicht zwangsläufig nur ONS! Auch 2 oder 3 lange Beziehungen sind da durchaus hilfreich - und ONS *lach*

Take care
Lovemate

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22. Juli 2004 um 14:08

Da müsste ich meinen Mann fragen

Für ihn bin ich die erste Frau in seinem Leben,wir sind seit über 6 Jahren zusammen. Er findet es toll,ich weniger.Aber das bekomm ich jetzt alles zu spüren.Er hat sich nicht ausgetobt und fordert dadurch jetzt die unmöglichsten dinge von mir!

Ich hatte mich gut ausgetobt,aber ich hatte es nie im Kopf,das ich in meinem Leben nur einen (den ersten) wollte.Und die anderen waren es auch nicht. Fehltritte hin oder her,man kann das nicht auf die allgemeinheit beziehen,das muß jeder für sich selbst entscheiden!

LG
Sissi

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22. Juli 2004 um 14:36

You hit the nail...
...right in the coffin, Imamdra!

Wir sind auf der selben Seite wenn wir festhalten, daß Quantität nicht gleich Qualität sein kann! Wenn also einer 39 Blassbacken gevögelt hat, muß er/sie noch lange Erfahrungsmillionär sein!

Logo!

Zu dem Teil deiner Message:
"Ich geb mich aber durchaus auch so ein bisschen dem Kleinmädchentraum hin, dass es das tatsächlich gibt, dass man beim ersten Partner das große Los zieht und von da an lebten sie glücklich und zufrieden und ritten in den Sonnenuntergang."....muß ich allerdings neben einem breiten Schmunzeln doch noch mal die eine oder andere Zeile fallenlasen!"

Ich weiß nicht ob das geschlechterspezifisch einfach durch die Rollenvorbilder in Musik,Kunst,Literatur,Religion und der heutigen Werbug einfach geprägt wurde oder ob diese Restfetzen der Christlich-abendländischen-Kultur nicht doch sich irgenwann einmal auflösen!*lach*
Ich denke nicht, daß es "das große Los, den/die Richtige/n" überhaupt gibt! Ich denke Beziehungen sind in erster Linie von der passenden Zeitqualität, und der persönlichen Entwicklung abhängig! Wir alle senden Siganle aus - teilweise völlig unbewußt - und die werden von manchen aufgefangen und von wieder einem Teil derer, die sie auffangen auch als positiv/sympathisch beurteilt! Weil eben einach Sender/Empfänger von der Entwicklung, den Bedürfnissen etc. einfach eine für beide offensichtliche gemeinsame Schnittmenge haben!
Man kennt das: Es gibt Leute, die waren einem immer egal und plötzlich werden sie interessant, oder man tirfft einen alten Freund auf der Straße, mit dem man jahrelang Intimstes geteilt hat, dem man aber plötzlich nichts mehr zu sagen hat - weil die Zeitqualität nicht mehr paßt, der Entwicklungsstand(nicht besser-schlecht sondern einfach anders) Daher halte ich dieses verklärte Bild vom Mr. Right oder dem Topf/Deckel für einen philosophischen Anachronismus, zumal es rein mathematisch auch schwerlich zu erklären sein dürfte, warum es mehr Frauen als Männer auf der Erde gibt, wenn doch jeder ein Pendant hat, daß für ihn/sie bestimmt ist, oder eben "das große Los ist!"
Ich denke "Lebensabschnittsbeziehungen" trifft es ganz gut, auch wenn der Begriff von der 90-Jahre-Single-Generation in Doris-Dörrie-artigen Schnulzen bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt worden ist!

take care
Lovemate

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22. Juli 2004 um 14:51

Das kommt auf
jeden selbst an, ob er sich die Frage stellt. Und wie er damit umgeht.
Wenn man beim Ersten/der Ersten bleibt, hat man schließlich auch eine Menge Ärger, eine Menge Enttäuschungen verpasst .Wer hätte das das eine oder andere diesbezüglich mal nicht gerne verpasst? Konnte dafür mehr Vertrauen aufbauen.

Besser im Bett? Gibt es nicht. Es gibt nur ein: Zusammen harmonieren oder eben nicht zusammenpassen. Oft entseht diese Harmonie erst mit der Zeit.
Abwechslung....auch die ist nicht von der Anzahl der Partner abhängig. Im Gegenteil, es kann sogar eher so sein, dass man sich da eher Mühe gibt/geben muß. Während man bei einem neuen Partner immer wieder das gleiche Programm "abspulen" kann.

Es liegt eben immer an den Menschen, die zusammen sind.Wie sie zusammen passen miteinander leben können. Manche werden mit jeder Beziehung die sie hinter lassen beziehungsunfähiger, manche werden immer beziehungsfähiger.

Es liegt immer an einem selbst, ob man meint etwas verpasst zu haben oder vielleicht lieber etwas mehr verpasst hätte....Vielleicht sollte man seine Beziehung mal hinterfragenm....wenn man auf den Gedanken kommt, irgendwann etwas verpasst zu haben....was stimmt dann da nicht? Jetzt am Anfang schon? Was lässt diesen Gedanken aufkreuzen?

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22. Juli 2004 um 14:56
In Antwort auf eartha_12831082

Da müsste ich meinen Mann fragen

Für ihn bin ich die erste Frau in seinem Leben,wir sind seit über 6 Jahren zusammen. Er findet es toll,ich weniger.Aber das bekomm ich jetzt alles zu spüren.Er hat sich nicht ausgetobt und fordert dadurch jetzt die unmöglichsten dinge von mir!

Ich hatte mich gut ausgetobt,aber ich hatte es nie im Kopf,das ich in meinem Leben nur einen (den ersten) wollte.Und die anderen waren es auch nicht. Fehltritte hin oder her,man kann das nicht auf die allgemeinheit beziehen,das muß jeder für sich selbst entscheiden!

LG
Sissi

Austoben....
auch sogenannt "Ausgetobt" fordern manchmal Dinge die der andere nicht tun mag....jeder hat eben einen anderen Geschmack .

Austoben..was immer nun hier darunter zu verstehen ist.....es ist fraglich ob es was zur Erfüllung des Sexlebens etwas bringt. Oder vielleicht eher als anerkanntes "Argument" herhalten muß.....etwas zu erreichen, etwas zu bekommen....

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22. Juli 2004 um 14:57
In Antwort auf pallu_12485085

Ein Thema fürs Igelmännchen!
Also ein Leben lang nur die ARD zu gucken (machen sonst ein gutes Programm, aber immer???), halte ich auf Dauer alterbeschleunigend, siehe Uli Wickert.

Nee, im Ernst.

Ich hatte mal vor Ur-Zeiten zu dem Thema ein Posting geschrieben, welches ich gerade mit allerlei Mühen aus den Tiefen des Archives hervorgeholt habe.
Hier noch mal der etwas gekürzte Wortlaut:


"Ich kenne dieses Problem nur zu genau.

Meine/ Unsere Vita (in einer Kurzfassung):

Auch ich lebe seit über 4 Jahren mit meiner ersten Sexpartnerin zusammen.

Wir sind beide 28 Jahre alt.

Meine Freundin hatte vor mir 3 andere Männer und weiß schon einen Unterschied zu machen bzw. hat ihre (erste?) Neugierde gestillt.

Bei mir dagegen hat sich im Laufe unserer Beziehung eine immer größerwerdende Sehnsucht nach einer anderen Frau entwickelt.

Nun sind die Gefahren so einer Sehnsucht hinlänglich bekannt: Entweder einer der beiden Partner geht fremd oder die Beziehung wird mittelfristig "aufs Spiel gesetzt", da sich beide Partner wegen diesem Grund auseinanderleben.

Ich habe schon beide Optionen durch- und erlebt und kann von beiden nur abraten.

Eine dritte Option ist das gemeinsame Erleben ("4er"/"Pärchentausch") anderer Menschen. Das dieses logischerweise auch große Risiken beinhalten kann, ist auch selbstredend. Nicht jeder, der sich in Gedanken daran erregt, kommt in der Praxis damit klar, wenn sein Partner mit jemand anderem schläft.

Ich liebe meine Freundin sehr und möchte sie nicht missen, allerdings möchte ich auch nicht lebenslang einem "Beziehungszölibat" unterworfen sein, welchem ich nicht genügen kann.

Ich möchte sie später (der Zeitpunkt ist mittlerweile nähergerückt!) auch mal heiraten und Kinder haben, aber mindestens auch einmal eine 2.Frau intim erlebt haben."


Grüße,
Igelmännchen

*lach
also Fernsehprogramme mit Sex zu vergleichen..hat was

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22. Juli 2004 um 19:45

Kenne diese Gedanken
Genau diese Gedanken habe ich in letzter Zeit auch. War mit meinem ersten Freund 8 Jahre zusammen und habe mich gerade von ihm getrennt. Hatte diese Gedanken zwar vorher auch schon mal, aber gerade jetzt, wo ich jemand anderen kennen gelernt habe, merke ich noch viel mehr, wie wichtig es ist, auch vergleichen zu können. Frage mich daher (obwohl ich wirklich sehr glücklich bin mit dem `neuen`), ob ich mich nicht doch hätte `austoben`sollen, also mehr Erfahrungen, und zwar mit verschiedenen Mäönnern, sammeln sollen. Habe Angst, dass ich in ein paar Jahren möglicherweise das Gefühl haben könnte, WIRKLICH etwas verpasst zu haben, auch wenn die Beziehung harmonisch verläuft.
Ich glaube, das hängt auch immer davon ab, ob der Partner schon mehr Erfahrungen hat oder nicht. Für mich spielt es auf jeden Fall eine Rolle und ich bin in der neuen Beziehung viel selbstbewusster, weil es für uns beide nicht so neu alles ist, und nicht die ganze Zeit ich diejenige bin, die noch unerfahren ist und `Hilfe `braucht...

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