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Hallo liebe Frauen.... seid mal ehrlich Sex und Zärtlichkeit sind euch nicht so wichtig....

22. April um 1:00

... zugegeben der Titel ist sehr provokant. 
aber aus meiner Erfahrung heraus würde ich das genau so folgern. 
.... lasst Mail hören. 

Gruß

aufdenSchwingenderNacht

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22. April um 7:17

wenn beide Geschlechter ungefähr gleich viel Spaß und Lust an Sex und Zärtlichkeit hätten wie könnte es dann sein, dass sich ein Geschlecht dafür bezahlen lassen kann wenn es genau das anbietet.... also Sex und oder Zärtlichkeit?

.... ich will wirklich niemand beleidigen. ich beobachte nur und will verstehen....

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22. April um 7:25

... Nein ganz sicher nicht. 
es ist nur häufig so. 

Es liegt vielleicht auch an einem Missverständnis zwischen dem was erwartet wird (von Frauen) an offensivem Verhalten vom Mann und was der Mann wagen darf ohne übergriffig zu werden. 

Aber ich befürchte auch da gibt es sehr große Unterschiede zwischen verschiedenen Frauen. 


....

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22. April um 7:28

.... das würde ich mir auch wünschen...

viel Glück weiterhin. 

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22. April um 7:34
In Antwort auf aufdenschwingendernacht

wenn beide Geschlechter ungefähr gleich viel Spaß und Lust an Sex und Zärtlichkeit hätten wie könnte es dann sein, dass sich ein Geschlecht dafür bezahlen lassen kann wenn es genau das anbietet.... also Sex und oder Zärtlichkeit?

.... ich will wirklich niemand beleidigen. ich beobachte nur und will verstehen....

Dieses Ungleichgewicht hängt meiner Meinung nach eher mit dem immernoch stark ausgeprägten Rollenbild unserer Gesellschaft zusammen. Als Frau wird es immernoch als etwas Negatives angesehen, viel Sex zu haben. Frauen, bei denen man merkt, dass sie mit vielen Kerlen ins Bett steigen, haben immernoch häufig einen schlechten Ruf weg, werden als Schlampe beleidigt oder kommen für manche Männer nicht mehr als feste Partnerin in Frage. Sowas schreckt einfach irgendwo ab und schränkt ein. Dieses Bild ist tief in unserer Erziehung verankert, das lockert sich auch mit kleinen Gleichberechtigungswellen nicht so schnell. Männer werden doch häufig gefeiert, wenn sie mit möglichst vielen Frauen ins Bett steigern. Für Männer ist das etwas tolles, ein erstrebenswerter Zustand. Als Frau ist man dann gleich die dumme Schlampe, die für jeden die Beine breit macht. Und bei einer Verhütungspanne hat man direkt langfristig sein Leben ruiniert, wohingegen der Mann nach einem ONS z.B. sowas meist gar nicht mitbekommen würde. Das heißt nicht, dass Frauen Sex nicht genauso genießen oder Spaß haben können wie Männer. Man verbindet als Frau nur andere - negativere - Dinge mit einem schnellen Fick. Ist zumindest so meine Meinung.

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22. April um 8:16

Mir ist Sex und Zärtlichkeit sehr sehr wichtig. Verzichten wie früher will ich nie wieder. 

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22. April um 8:41
In Antwort auf agneta_12106255

Dieses Ungleichgewicht hängt meiner Meinung nach eher mit dem immernoch stark ausgeprägten Rollenbild unserer Gesellschaft zusammen. Als Frau wird es immernoch als etwas Negatives angesehen, viel Sex zu haben. Frauen, bei denen man merkt, dass sie mit vielen Kerlen ins Bett steigen, haben immernoch häufig einen schlechten Ruf weg, werden als Schlampe beleidigt oder kommen für manche Männer nicht mehr als feste Partnerin in Frage. Sowas schreckt einfach irgendwo ab und schränkt ein. Dieses Bild ist tief in unserer Erziehung verankert, das lockert sich auch mit kleinen Gleichberechtigungswellen nicht so schnell. Männer werden doch häufig gefeiert, wenn sie mit möglichst vielen Frauen ins Bett steigern. Für Männer ist das etwas tolles, ein erstrebenswerter Zustand. Als Frau ist man dann gleich die dumme Schlampe, die für jeden die Beine breit macht. Und bei einer Verhütungspanne hat man direkt langfristig sein Leben ruiniert, wohingegen der Mann nach einem ONS z.B. sowas meist gar nicht mitbekommen würde. Das heißt nicht, dass Frauen Sex nicht genauso genießen oder Spaß haben können wie Männer. Man verbindet als Frau nur andere - negativere - Dinge mit einem schnellen Fick. Ist zumindest so meine Meinung.

Hallo Corrisande,

klar ich gebe dir in einigen Punkten absolut recht.
Und ja es gibt genügend Idioten die immer einen auf dicke Hose machen und danach angeben dass sie wieder eine flach gelegt haben. 
...oft ist das aber auch nur heiße Luft und einfach gelogen...
aber die Typen erkennt doch eine Frau sofort. 

und mit dem Richtigen gibt's auch danach keine Probleme.... weil der Gentleman genießt und schweigt. 

... und denkst du das reicht das aus, um die große Diskrepanz zwischen dem allseits bereiten Mann und der Frau die gerade keine Lust hat (Kopfweh) zu erklären? 
.... sind die Männer nicht vielleicht sogar allseits bereit weil sie immer ein bisschen weniger bekommen als sie gerne hätten? 

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22. April um 8:51

...ja ich habe provoziert.... dennoch leide ich und viele meiner Leidensgenossen darunter dass unsere Partnerinnen offensichtlich weniger ... sehr viel weniger...brauchen als wir. 

.... wie wäre es sonst möglich, dass Frauen Sex oder auch nur Zärtlichkeit gegen Geld anbieten können?... oder umgekehrt Männer bereit sind dafür zu bezahlen? 

natürlichdir gebe ich dir recht, dass Sex und Zärtlichkeit unbedingt zu einer erfüllten Beziehung dazugehören.

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22. April um 8:52
In Antwort auf desteufelsengel2

Mir ist Sex und Zärtlichkeit sehr sehr wichtig. Verzichten wie früher will ich nie wieder. 

.... so geht's mir auch... das Leben ist zu kurz um darauf zu verzichten!!!!

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22. April um 8:53
In Antwort auf aufdenschwingendernacht

... zugegeben der Titel ist sehr provokant. 
aber aus meiner Erfahrung heraus würde ich das genau so folgern. 
.... lasst Mail hören. 

Gruß

aufdenSchwingenderNacht

Zärtlichkeit ist für mich essentiell.... Ich brauche täglich meine Schmuseeinheiten! Sex ist für mich Wellness, nicht das Wichtigste in einer Beziehung, aber mit das Wundervollste.

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22. April um 9:24
In Antwort auf aufdenschwingendernacht

... zugegeben der Titel ist sehr provokant. 
aber aus meiner Erfahrung heraus würde ich das genau so folgern. 
.... lasst Mail hören. 

Gruß

aufdenSchwingenderNacht

Deine Frage ist vermutlich nur fuer diejenigen provokant bei denen das tatsaechlich so ist und es einen Nerv trifft.
Habe aber auch schon selbige Beobachtungen sowohl hier (unzaehlige "Mein Partner will kaum noch/keine Sex mehr mit mir" - Threads) als auch im Freundeskreis gemacht und die Beschwerden kommen eindeutig ueberwiegend von Maennern, also muss etwas dran sein.
Meistens veraendert sich aber erst alles wenn Kinder dazukommen, die Prioritaeten werden dann anders gesetzt, der Mann bekommt weniger Zaertlichkeiten und das fuehrt zu Problemen, so meine Beobachtung.

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22. April um 10:37

Ich schließe mich hier ohne weiteres den Frauen an, die Sex für essentiell in einer Beziehung halten. Ich gehe sogar noch weiter, dass mir Sex auch dann fehlen würde, wenn ich in keiner Beziehung wäre.

Laut einer Statistik ist dies immerhin bei 48% von Single-Frauen so. Leider wird diese Statistik immer wie ein "halbleeres Glas" interpretiert. Ich selbst hätte darauf getippt, dass nur 20% so etwas überhaupt zugeben würde. Dass hier die Männer den Frauen noch "überlegen" sind, keine Frage. Aber ich glaube, wir können diese Zahl durchaus als halbvolles Glas interpretieren. 

Corrisande hat wesentliche Ursachen oben beschrieben. Die gelten auch heute noch mehr oder weniger.

Sara hat auf einen wichtigen Umstand hingewiesen: In einer bestimmten ehelichen Phase, wo die Kinder im Vordergrund stehen, sind Frauen häufig etwas überfordert. Es ist aber auch ganz wichtig, dass Männer in dieser Phase nicht nur mehr Unterstützung geben, sondern die Frau auch erfährt, dass sie nicht nur Mutter, sondern auch eine wundervolle, immer noch attraktive Geliebte ist. 

Es gibt natürlich noch weitere Ursachen: Vor allem entsteht der Anschein, als ob erzwungener oder freiwilliger Verzicht auf Sex einer Frau weniger ausmacht als einem Mann. 

Frauen, die sich über mangelnden Sex beschweren, sprechen lieber über die mangelnde Zärtlichkeit und die fehlende Anerkennung als über den Sex als solchen.
Männer definieren das Gleiche in Befragungen meist genau andersherum.
Dabei ist es praktisch unmöglich, dass Menschen in einer Beziehung diese Gefühle eindeutig trennen können. Das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen, nur die Art, wie sie solche Gefühle nach außen tragen, ist völlig unterschiedlich. Ich habe daher keinen Zweifel daran, dass es diesen Frauen auch ganz wesentlich um den Sex als solchen geht. Aber welche Frau wagt es schon, diesem Punkt Priorität einzuräumen?

Dass Frauen Liebe und Sex weniger voneinander trennen können, hat viele Gründe, aber beweist immer noch nicht, dass Frauen in dieser Kombination auf Sex verzichten möchten. Ohne den Sex ist für die meisten Frauen auch mit der Liebe nichts. Erst ab einem bestimmten hohen Alter vor allem der Männer könnte das anders werden (muss aber nicht).

Es kommt aber ein Punkt hinzu, der für Männer sehr unangenehm ist. Das ist die demographische Entwicklung. Schon von daher gibt es für Männer immer etwas weniger lustvolles Angebot als Nachfrage. Es nutzt ja nichts, diese Tatsachen zu verleugnen. Die Möglichkeit, dass vor allem jüngere Männer und ältere Frauen zusammenkommen - weil die Demographie hier im Laufe der Jahre für die Männer günstiger und für die Frauen ungünstiger wird -, sollte daher nicht ganz von der Hand gewiesen werden.

Schließlich glaube ich, dass die Unterschiede gar nicht so groß sind, wie der TN glaubt. Als nach dem ersten Weltkrieg eine Männergeneration praktisch ausfiel, gab es ein in Großstädten verbreitetes Gigolowesen - viele Frauen haben damals für Sex bezahlt. Und das, obwohl die moralischen Kategorien sehr harsch waren. Da gehörte schon ziemlich viel Mut dazu für eine Frau. Kann Sex also so bedeutungslos für alle Frauen sein? Ganz bestimmt nicht. (Schon interessant die Studien, die es zu diesem Phänomen in den 20er Jahren gab - einer Zeit, als mehr moralisiert wurde als heute).

Der TN hat natürlich auch ein persönliches Problem, bei dem wir ihm hier nicht raten können. 

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22. April um 13:25
In Antwort auf aufdenschwingendernacht

Hallo Corrisande,

klar ich gebe dir in einigen Punkten absolut recht.
Und ja es gibt genügend Idioten die immer einen auf dicke Hose machen und danach angeben dass sie wieder eine flach gelegt haben. 
...oft ist das aber auch nur heiße Luft und einfach gelogen...
aber die Typen erkennt doch eine Frau sofort. 

und mit dem Richtigen gibt's auch danach keine Probleme.... weil der Gentleman genießt und schweigt. 

... und denkst du das reicht das aus, um die große Diskrepanz zwischen dem allseits bereiten Mann und der Frau die gerade keine Lust hat (Kopfweh) zu erklären? 
.... sind die Männer nicht vielleicht sogar allseits bereit weil sie immer ein bisschen weniger bekommen als sie gerne hätten? 

Es müssen ja nicht mal nur die Macho-Idioten mit dicker Hose sein, dieses Denken hält sich leider bei Vielen. Ich kenne das auch aus meinem Freundeskreis. Alles liebe und nette, süße Jungs. Bisschen nerdy, aber alles ganz normale Durchschnittstypen, definitiv keine Kerle mit dicker Hose. Und dann sitzt man in der Disco bei ein paar Cocktails zusammen und beobachtet, wie eine Kommilitonin mit irgendeinem Kerl heiß tanzt, rummacht und später auch verschwindet. Da hieß es auch direkt “Haha, dass die direkt für so nen schmierigen Kerl die Beine breit macht“ und dann wurde darüber gelästert. Ich hab natürlich versucht, sie zu verteidigen, habe eine Predigt über Emanzipation und die sexuelle Freiheit der Frau gehalten, aber auch wenn die blöden Sprüche aufgehört haben, so denken sich meine Kumpels ja trotzdem noch ihren Teil. Seitdem hat dieses Mädel in meinem Bekanntenkreis leider auch einen gewissen Ruf weg. Aber da kommt man auch irgendwie schlecht gegen an. Nur dafür braucht es nicht mal Obermacker mit dicken Eiern. Auch der süße, langweilige Durchschnittskerl denkt oft noch “Frau mit ONS = Schlampe“.

Über das Problem mit den Kopfschmerzen wurde hier schon viel gesagt, dem ich mich uneingeschränkt anschließen würde. Ich bin noch weit davon entfernt, Mutter zu sein, aber ich kann mir schon vorstellen, dass Kinder die Prioritäten einfach nochmal verschieben. Entdeckerin54 sagt da sehr viel, das ich so unterschreiben würde. Ich glaube, es sind nicht nur Männer, denen der Sex fehlt, es gibt mit Sicherheit auch eine ganze Menge Frauen, die darunter leiden. Die Wenigsten würden das einfach nur so direkt formulieren. Da heißt es eben eher “Mir fehlen die Zärtlichkeiten in der Beziehung“ und nicht “Mir fehlt der Sex“.

Ich denke, diese Fokussierung auf Sex ist eher eine Frage des Charakters als des Geschlechts. Es gibt Männer, denen Sex sehr wichtig ist, genauso, wie es Frauen gibt, denen Sex sehr viel bedeutet. Genauso gibt es aber bestimmt auch einige Männer, für die Sex keinen großen Stellenwert einnimmt. Man muss nur den Partner finden, der da ein ähnliches Empfinden hat, wie man selbst. Und dieses Empfinden kann sich natürlich auch in längeren Beziehungen irgendwann verschieben. Wenn der Partner die Vollzeit-Mutti mit Baby auf dem Arm einfach nicht mehr so attraktiv findet oder die Frau auch ihren auf der Couch liegenden Mann mit Bierbauch nicht mehr so sexy findet. Sowas kann halt einfach passieren, beiden Geschlechtern. Aber dann liegt es auch nicht unbedingt daran, dass dem einen Sex nichts bedeutet und er keinen Spaß daran hat, sondern daran, dass der eigene Partner einfach nicht mehr so die sexuelle Anziehungskraft ausübt. Mit einem neuen Mann kann das dann auch wieder anders aussehen. Aber sowas ist alles individuell verschieden und meiner Meinung nach nicht vom Geschlecht abhängig.

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22. April um 14:34
In Antwort auf agneta_12106255

Es müssen ja nicht mal nur die Macho-Idioten mit dicker Hose sein, dieses Denken hält sich leider bei Vielen. Ich kenne das auch aus meinem Freundeskreis. Alles liebe und nette, süße Jungs. Bisschen nerdy, aber alles ganz normale Durchschnittstypen, definitiv keine Kerle mit dicker Hose. Und dann sitzt man in der Disco bei ein paar Cocktails zusammen und beobachtet, wie eine Kommilitonin mit irgendeinem Kerl heiß tanzt, rummacht und später auch verschwindet. Da hieß es auch direkt “Haha, dass die direkt für so nen schmierigen Kerl die Beine breit macht“ und dann wurde darüber gelästert. Ich hab natürlich versucht, sie zu verteidigen, habe eine Predigt über Emanzipation und die sexuelle Freiheit der Frau gehalten, aber auch wenn die blöden Sprüche aufgehört haben, so denken sich meine Kumpels ja trotzdem noch ihren Teil. Seitdem hat dieses Mädel in meinem Bekanntenkreis leider auch einen gewissen Ruf weg. Aber da kommt man auch irgendwie schlecht gegen an. Nur dafür braucht es nicht mal Obermacker mit dicken Eiern. Auch der süße, langweilige Durchschnittskerl denkt oft noch “Frau mit ONS = Schlampe“.

Über das Problem mit den Kopfschmerzen wurde hier schon viel gesagt, dem ich mich uneingeschränkt anschließen würde. Ich bin noch weit davon entfernt, Mutter zu sein, aber ich kann mir schon vorstellen, dass Kinder die Prioritäten einfach nochmal verschieben. Entdeckerin54 sagt da sehr viel, das ich so unterschreiben würde. Ich glaube, es sind nicht nur Männer, denen der Sex fehlt, es gibt mit Sicherheit auch eine ganze Menge Frauen, die darunter leiden. Die Wenigsten würden das einfach nur so direkt formulieren. Da heißt es eben eher “Mir fehlen die Zärtlichkeiten in der Beziehung“ und nicht “Mir fehlt der Sex“.

Ich denke, diese Fokussierung auf Sex ist eher eine Frage des Charakters als des Geschlechts. Es gibt Männer, denen Sex sehr wichtig ist, genauso, wie es Frauen gibt, denen Sex sehr viel bedeutet. Genauso gibt es aber bestimmt auch einige Männer, für die Sex keinen großen Stellenwert einnimmt. Man muss nur den Partner finden, der da ein ähnliches Empfinden hat, wie man selbst. Und dieses Empfinden kann sich natürlich auch in längeren Beziehungen irgendwann verschieben. Wenn der Partner die Vollzeit-Mutti mit Baby auf dem Arm einfach nicht mehr so attraktiv findet oder die Frau auch ihren auf der Couch liegenden Mann mit Bierbauch nicht mehr so sexy findet. Sowas kann halt einfach passieren, beiden Geschlechtern. Aber dann liegt es auch nicht unbedingt daran, dass dem einen Sex nichts bedeutet und er keinen Spaß daran hat, sondern daran, dass der eigene Partner einfach nicht mehr so die sexuelle Anziehungskraft ausübt. Mit einem neuen Mann kann das dann auch wieder anders aussehen. Aber sowas ist alles individuell verschieden und meiner Meinung nach nicht vom Geschlecht abhängig.

@corrisande. Finde Deinen Beitrag einfach nur klasse!

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22. April um 14:36

@aasha108.

Gerade habe ich Corrisande geantwortet, dass ich ihren Beitrag klasse finde. Das Gleiche gilt auch für Dich!
Für mich ist so erfrischend, dass wir drei so offen sind.

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22. April um 14:45
In Antwort auf entdeckerin54

@corrisande. Finde Deinen Beitrag einfach nur klasse!

ja sag ich auch einfach gut gesagt 

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22. April um 16:19

@diekleinere.

Naja, teilweise richtig, aber denke mal dran, dass alleine durch die Migration einige Hunderttausend Männer ins Land gekommen sind, aber nur wenige Frauen. Und die haben dann auch noch eine Ideologie der Keuschheit vor der Zwangsverheiratung.

Ist einfach mal Tatsache.

Ansonsten hast Du ja Recht. Gerade angesichts dieses Ungleichgewichts müssten beziehungswillige Frauen von einigen Typen besser behandelt werden.

Nach meiner Erfahrung fallen aber gerade die netten Typen total hinten runter. Sehe ich ja auch im Freundeskreis meines Partners. Und für sympathische Frauen gilt wohl umgekehrt oft das Gleiche. Die bekommen dann einen unsympathischen Obermacho, der sie kaputt macht.

Es sollte sich finden, was zusammenpasst. Aber vielleicht ist das für einige nicht erotisch genug.

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22. April um 17:12

@aasha108. 

Sehe ich auch so. Gesundes Maß heißt: Selbstbewusst, liebevoll, mal romantisch, mal aber auch klare Ansage, ist sich nicht zu schade, mal mit anzufassen. Erotisch zärtlich, aber auch fordernd. Könnte ich beliebig fortsetzen. Also kein Weichei, aber auch kein Brocken aus Kruppstahl.

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22. April um 17:30

@diekleinere.

Ich habe mal eine Reportage gesehen, wo es um Migration aus Afrika ging. Die Jungs werden von ihren Familien regelrecht nach Europa getrieben. Die Clans zahlen viel Geld dafür. Entweder verrecken die Jungs in der Wüste oder auf dem Meer, oder sie schaffen es. Und wenn sie dann in Europa merken, dass sie gar nicht willkommen sind und wieder zurück wollen, dann können sie sich auch gleich umbringen ... Ein Bericht war ziemlich traurig: Da hat es ein junger Mann nach Europa geschafft. Er hat es hier nicht ausgehalten und ist zurück. Er wurde dann sogar von seiner eigenen Mutter als Totalversager verstoßen.

Im Grunde können sich die jungen Leute gleich umbringen, oder sie können hier kriminell werden und Drogen verkaufen ... Und nur ein paar wenige werden es wirklich schaffen, auch in unserer Gesellschaft anzukommen...

Es gibt aber auch einige Frauen und Kinder darunter!

Wahrscheinlich wird man mich steinigen, aber ich meine, dass es eine Sogwirkung gibt, die das große Elend mit ermöglicht. Je nach politischer Einstellung sehen das einige natürlich genau andersherum...

Klar ist aber auch, dass einige Migranten - vor allem aus den östlichen Mittelmeerstaaten und aus Afghanistan - ein Frauenbild und eine Ideologie mitbringen, die mit unserer freiheitlichen Ordnung so überhaupt nicht zusammenpasst.

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22. April um 18:05

Irgendwie brüte ich noch über das Thema, warum sich ein Geschlecht dafür bezahlen lassen kann. Marktwirtschaftlich heißt das ja ganz klar, Angebot und Nachfrage bestimmen die Regeln. Das sieht aber nur oberflächlich so aus.

Der Hauptgrund liegt nicht an einem generellen Mangel von Nachfrage durch Frauen, sondern dass Frauen etwas nachfragen, was sie gar nicht kaufen können.

Ich als Frau könnte mich noch so nach GV verzehren, es muss immer erotisch passen, es muss ein verdammt sympathischer Kerl dranhängen, mit dem ich lachen und weinen und träumen kann. Auch von tollem gemeinschaftlichen Sex träumen kann.

Wenn ich eine dieser Komponenten nicht bekomme, ist auch der Sex gestört. 

Tatsächlich bleiben einer Single-Frau nur wenige Möglichkeiten, wenn sich so ein tolles Exemplar nicht sofort findet:

- SB mit Träumen von so einem Typen und bloßes Träumen von Sex. Bleibt reine Triebabfuhr in Gedanken. Ist auf Dauer sehr unbefriedigend. Traurigerweise konsumieren auch immer mehr junge Frauen Pornographie

- aktiv werden und unverkrampft suchen, bis ich den gefunden habe, der für mich in Frage kommt. Aus meiner Sicht die vernünftigste Option. Oder auf ein Wunder hoffen: naja, klappt manchmal auch recht gut.

- Lesen von Büchern, z.B. von Gunda Windmüller, wonach ja eine Frau auch ganz ohne Mann auskommen kann. Ansonsten wird Triebabfuhr über ONS empfohlen. Die Lektüre ernüchtert, und die Ideologie tut zur Genüge etwas, um meine weibliche Sexualität kaputt zu machen. Dann hab ich eben keine Nachfrage mehr.

- käuflicher Sex mit einem ganz schalen Geschmack. Einige Frauen steigern sich in ganz große Illusionen und können nur deshalb Sex mit einem Callboy haben. Aber die meisten Frauen erkennen hier eher eine böse Falle, und es funktioniert für sie so nicht. Daher auch keine Nachfrage.

Und um es klarzustellen: Dass Frauen Sex und Liebe nicht voneinander trennen können, ist auch nicht ganz wahr. Sie können aber Sex und ein bestimmtes Empfinden von Freundschaft und Verstandenwerden und Zärtlichkeit nicht gut voneinander trennen. Ich könnte sogar sagen, für mich als Frau ist genau dieses Gesamtpaket "Sex", und alles andere ist schal und schmeckt nicht gut.

In diesem Sinne können viele Frauen genauso stark unter "Sexentzug" leiden wie manche Männer, aber nur in diesem Sinne. Aber fragt denn jemand Frauen in dem hier angedeuteten Sinn, ob sie darunter leiden? Ich kenne keine geeignete Statistik, die auf diese Zusammenhänge Rücksicht nimmt. Wahrscheinlich weil die Statistiken meist von Männern erstellt werden.

Beispielsweise die Statistik mit den 48% der Singlefrauen, die sich nach Sex sehnen. Es war für mich erstaunlich, dass die Frage lautete, ob mehr der Sex oder aber Zärtlichkeit und Körperkontakt fehlen. Ich suche jetzt nach der Zahl für die Männer, finde sie aber nicht auf die Schnelle. Liegt erheblich höher auf der Sex-Seite, in meiner vagen Erinnerung so zwischen 60 und 70%. Wie ich schon geschrieben habe, hätte ich bei dieser Fragestellung nie damit gerechnet, dass beinahe die Hälfte der Frauen den fehlenden Mangel an Sex mehr bedauert als fehlende Zärtlichkeit. 

In der populären Presse wurden diese Ergebnisse jedoch so interpretiert, dass Frauen viel weniger an Sex interessiert seien als die Männer. Dass ein Ergebnis von 48% an sich schon relativ erstaunlich ist (hätte ich nie erwartet) und wir von einem halbvollen Glas sprechen könnten, wurde leider so nicht gesehen. 

Hätte die Statistik jedoch die Fragen ganz anders formuliert, wäre ein komplett anderes Bild herausgekommen. Bereits die Fragen entscheiden über die Möglichkeiten von Ergebnissen. 

Im übrigen stammt eine der dümmsten Statistiken auf diesem Gebiet ausgerechnet von einer Frau, einer Biologin, die der Meinung ist, dass Frauen aus biologischen Gründen weniger orgasmusfähig seien.

Und noch eine dümmere Statistik stammt von der EU. Da steigt die Anzahl lesbischer oder bisexueller Frauen erheblich (viel mehr als schwule oder bisex. Männer), indem bestimmte Ergebnisse auf die große Zahl von nichtantwortenden Frauen übertragen und entsprechend hochgerechnet wurden. (Es haben doppelt soviele Frauen eine Antwort verweigert als Männer). 

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22. April um 18:33

@alle.

Schließlich noch ein Vorschlag: Wir könnten auch einen Thread mit dem Titel aufmachen.

Hallo liebe Frauen. Seid mal ehrlich. Sex und Zärtlichkeit sind euch viel wichtiger, als ihr nach außen hin so tut.

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22. April um 19:15

nun ja, eine ziemlich platte Argumentation...
Mal darüber nachgedacht, warum sie keine "vernünftigen Beziehungen" hinbekommen und welche Rolle ggf. das weibliche Geschlecht dabei spielt?

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22. April um 19:16

Ach je. Schon wieder viel zu kurz gedacht...
Glücklicherweise hat entdeckerin54 da eine reflektiertere Sicht in die Diskussion eingebracht.

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22. April um 19:29

@aasha. Schau mal in den Thread "Das Ende der Liebesbeziehungen etc.", den Du ja gut kennst. Da berichtet Richyjulia, dass ihre Tochter sie schon mal gefragt hat, ob es wirklich schlimm ist, wenn sie sich nur für richtige Jungs interessiert ...

Außerdem noch meine Antwort darauf.

Ich glaube, wir sind hier nicht einsamen Ruferinnen in der Wüste. Obwohl es manchmal so ausschauen könnte ...

Ich kenne auch Frauen, die sich scheinbar nichts aus Sex machen. Aber ich kenne auch deren Männer, erfreulicherweise nicht hautnah. Scheint manchmal irgendwie komplementär zu sein.

Aber Paare, bei denen beide eine tolle Ausstrahlung haben, da haben und wollen auch beide Sex. So sehe ich das nunmal. Hoffentlich kein Klischée.

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22. April um 20:31

@aasha108. 

Zwischen Berlin und dem Rest der Republik ist schon ein ziemlicher Unterschied ... Manchmal denke ich, das sind verschiedene Planeten. Frankfurt ist teilweise auch so, aber gendermäßig bei weitem nicht mit Berlin zu vergleichen.

Du hast schon Recht, dass es andernorts "Genderkram" keine so große Rolle spielt.

Erfreulicherweise!

Aber dass der "Genderkram" sogar mit EU-Mitteln gefördert wird, ist schon interessant. Und das war auch eine Antwort auf Deinen total richtigen Hinweis, wie oft Statistiken nach Intention manipuliert werden. Nur deshalb habe ich das geschrieben.

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22. April um 21:35
In Antwort auf aufdenschwingendernacht

... zugegeben der Titel ist sehr provokant. 
aber aus meiner Erfahrung heraus würde ich das genau so folgern. 
.... lasst Mail hören. 

Gruß

aufdenSchwingenderNacht

Nope, da stimme ich gegen!!

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23. April um 0:25
In Antwort auf gwenhy

Zärtlichkeit ist für mich essentiell.... Ich brauche täglich meine Schmuseeinheiten! Sex ist für mich Wellness, nicht das Wichtigste in einer Beziehung, aber mit das Wundervollste.

.... das hast Du schön gesagt...
... leider vermisse ichdas das...

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23. April um 0:32

...Respekt!
.... ich befürchte Du kennst mich besser als ich selbst. 
ja du hast absolut recht das mit dem bezahlen ist Quatsch!!!! 

...Mann wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.... aber was probiert man nicht alles aus Verzweiflung?.... ja ich weiß keine Entschuldigung... aber vielleicht eine Erklärung?....
 

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23. April um 0:39

... Liebe Sasha 108 

... ich befürchte Du hast recht. Aber was will man machen. lieber den Spatz in der Hand als sie taube auf dem Dach?....

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23. April um 7:32

.... ja klar geht es mir so. und ganz ehrlich ich leide darunter. 

Ich will hier nicht polemisch werden und über Frauen herziehen.... ganz im Gegentei ich liebe das Spiel der Geschlechter mit Anziehung, Lust und Erotik aber was ist wenn du alleine bist und keiner mehr mitspielt? 
Stell dir vor du findest eine Partnerin (bei dir natürlich umgekehrt....Partner)  alles läuft bestens. Haus, Beruf, Kinder (klar jetzt gibt's weniger Zeit zum Kuscheln und für die Liebe. Die Frau ist auch etwas zu erschöpft und hat einen anderen Fokus. soweit alles o.k. Und dann, wenn die Kinder fast schon erwachsen sind wäre es endlich wieder an der Zeit..... denkt Mann aber nichts geht mehr.... und nun? 
.... man geht einen Schritt zurück und betrachtet das Ganze etwas mehr von der Ferne und etwas genereller und kommt zu dem Thema dieser Diskussion. 

....auch im Freundeskreis scheint es so zu sein und zum was-unternehmen sind alle zu müde
... so nun stehst du da.

Die Partnerin mit der du dem schönsten Sex hattest (gut etwas mehr hätte es schon sein dürfen.... aber man will ja nicht unverschämt werden) zeigt kein Interesse mehr, und es ist noch nicht mal eine Affäre in Sicht oder wenigstens ein ONS dem man seine Zärtlichkeit schenken könnte. Habe ich vergessen zu erwähnen über 3 Jahre ohne.... in Worten drei
....dann probiert man das eine oder andere und immer das selbe Bild. 

Frauen scheinen weniger Interesse an Liebe und Sex zu haben. 

... und das obwohl sie sie extrem viel Zeit und Geld in ihre
Attraktivität investieren. Frisur, Schuhe, Kleider, Acessoires, Make-Up u.s.w. u.s.w

???

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23. April um 7:56
In Antwort auf aufdenschwingendernacht

... Liebe Sasha 108 

... ich befürchte Du hast recht. Aber was will man machen. lieber den Spatz in der Hand als sie taube auf dem Dach?....

@aufdenschwingendermacht.

Heute bin ich wieder mal mit einem Lächeln im Gesicht aufgewacht, der vergangenen Nacht etwas nachträumend. Außerdem dachte ich, dass so richtig guter Sex eine Frau verdammt glücklich machen kann. Irgendwie etwas, auf das keine Frau freiwillig verzichten sollte. Oder es verkümmert etwas in ihr auf Dauer.

Gestern Abend habe ich noch gemeinsam mit meinem Liebsten kurz vor dem Zubettgehen einen Artikel von Christian Thiel in der Welt Online (leiser Abo erforderlich) gelesen:

"Feinde der Liebe. Teil 7. So bringen sie wieder mehr Sex in die Beziehung."
 
Schon der Teil 6 war sehr interessant. Aber Teil 7 steigerte die Spannung, denn die Lösung ist eben nicht so trivial, wie manche denken: Es braucht weder Porn noch irgendwelche tollen toys. Klar, dass das alles nicht verboten ist, aber für intensiven und guten Sex hilft das alles nicht.

Was hilft, beginnt lange vorher. Es betrifft die Beziehung. Es betrifft die Art, wie sich die beiden anschauen, wie zärtlich sie auch im schwierigen Alltag zueinander sind, wie sehr sie einander anerkennen.

Und Christian Thiel weißt darauf hin, dass seine Erkenntnisse auf der umfangreichsten Partnerstudie der Welt mit 100.000 Menschen und 24 Ländern beruhen, die je stattgefunden hat, und die unter dem Titel "The Normal Bar" in englischer Sprache erschienen ist.

Schon bei Teil 6 hatte es im Leserforum der Welt den Vorwurf von ein paar Frauen gegeben, nur ein Mann könne Sex in einer Beziehung für so wichtig halten. Auch ein paar Typen hielten Sex für sowas von überschätzt. Diese Argumente werden jetzt schwierig, denn hinter der besagten von Thiel zitierten Studie stehen zwei Frauen und ein Mann. 

Klar wird in dem Artikel aber auch, am Scheitern der Lust sind immer 2 beteiligt.

Das ist weder nur ein Frau-Ding noch ein Mann-Ding. 

Wer die Grundprinzipien (Thiel nennt 12) von "The Normal Bar" studiert, fängt allmählich an zu begreifen. 

Es ist dann aber auch nicht mehr das höchste Niveau der Erkenntnis, dass Frauen angeblich weniger an Sex interessiert seien als Männer.  So plakativ ist das einfach falsch. Viel wichtiger wäre herauszubekommen, was sie daran hindert, ihre Lust zu leben. 

Da helfen in einer Beziehung wechselseitige Schuldzuweisungen nicht im mindestens. Herumnörgeln an der Ehefrau, die ihren Kerl nicht mehr ran lässt, ist absolut kontraproduktiv. Umgekehrt nur dem Mann die Schuld zuzuschieben, ist ebenfalls kontraproduktiv. 

Das ist immer ein Paarding: Sie mal wieder zum Lachen bringen, ein paar Aufmerksamkeiten, auch mal erwähnen, wie attraktiv sie immer noch ist, und dabei nie immer nur männlich ergebnisorientiert das Endziel vor Augen haben. 
Wenn sich eine Frau dann endlich mal wieder so richtig wertgeschätzt und begehrt fühlt und in den Arm genommen wird, könnte es - normale Psyche und körperliche Gesundheit vorausgesetzt - ihr auch mal wieder so richtig heiß werden. Wenn es dauerhaft zwischen beiden so ist, könnte sie dauerhaft heiß werden. Vorsicht: Verbrennungsgefahr.

Aber es ist auch klar, dass sie noch eine Antenne dafür haben muss und dass in der Beziehung nicht schon zuviel zerstört ist. Was nicht unbedingt immer am Mann liegt.

Es geht also um Beziehungsarbeit.

Die aber lohnt, denn es gibt überwältigende empirische Grundlagen und kaum mehr beliebig zu interpretierende Statistiken, wonach Beziehungen mit gutem Sex auch die dauerhafteren sind (wurde vor 10 Jahre noch anders gesehen! Aber die Spezialdiskussion ginge hier zu weit).

Ich hoffe, hier ein paar Anregungen gegeben zu haben.

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23. April um 10:44

@Aasha.

A.) Gut geschrieben, keine rein männliche Denkweise, habe mich da vergaloppiert 

Was das Tun betrifft, so dürfte ich mit den Anfangszeilen schon zuviel preisgegeben haben: mit Lächeln aus Schlaf erwacht und an die gestrige Nacht gedacht. Und den Thiel haben wir nicht nachher gelesen, außerdem brauchen wir den fürs Tun auch nicht. Außerdem habe ich gemerkt, dass Privatestes im Forum besser außer Betracht bleibt und allenfalls angedeutet werden sollte. 

Die Endzielorientierung ist nicht nur männlich. So habe ich das ganz bestimmt nicht gemeint, aber dummerweise missverständlich beschrieben. War ja auch ein anderer Zusammenhang:

Wenn ich sonst nie Gefühle für meinen Partner zeige und auch nie, wie attraktiv er noch für mich ist, dann würde das Gleich-aufs-Ziel-Zusteuern einfach nur kontraproduktiv sein. Das gilt für beide Geschlechter.

Die "Sache" will schon ein wenig vorbereitet sein. Sie funktioniert eben nicht bedingungslos (dazu habe ich genug geschrieben). Das Adjektiv "männlich" ist nicht richtig und zugegeben zu klischéehaft gewesen (könnte sogar davon berichten, dass sich auch Frauen auf die forsche Weise eine Abfuhr holen können, schweift zu weit ab).

Und der Thiel: 

Der ist banal und ist auch wieder nicht banal.

Kommt auf den Ausgangspunkt an.


Wenn das für Dich Selbstverständliche heutzutage von so vielen Leuten bestritten wird, dann ist er gerade nicht banal. Für Leute, die das ohnehin schon wissen, ist es total banal.

Schade ist nämlich auch, dass immer mehr Leute das Kleine-Einmaleins auch als Erwachsene wieder lernen müssen. Der Thiel kann da wenigstens mal so einen kleinen Fingerzeig geben.

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23. April um 11:21

@Aasha.

B.) jetzt wieder zum Thema: Frauen und Sex.

Es ist möglich, dass bei vielen Paaren von Anfang an nicht sehr viel los war mit dem Liebesleben.

Bei der überwiegenden Zahl scheint es aber nur so. 

Ich bin nämlich nicht der Ansicht, dass anfängliche Lust und Leidenschaft durchs ganze Liebesleben tragen. 

Nach dem Motto: 

Wenn jetzt nichts mehr läuft, war auch am Anfang nicht genug himmelstürmende Leidenschaft.

Das glaube ich ganz und gar nicht. 

Eher für richtig halte ich, was im Serientitel von Thiel zum Ausdruck kommt:

"Feinde der Liebe".

Davon gibt es in jeder Beziehung genug.

Niemand von uns lebt nur für tollen Sex. Wir kommen oft übermüdet von der Arbeit und sind in zig Zirkeln engagiert, übernehmen uns auch manchmal. Vor allem Karriereorientierte sind da besonders gefährdet.

Und wundern sich irgendwann, dass es kein Liebesleben mehr gibt.

Es sind auch immer mehr Frauen, die sich ungeliebt fühlen und neben dem Job des Mannes die zweite Geige spielen. Und ich kenne auch ein paar, die dann außerhalb der Ehe unterwegs sind.

Eine Freundin war nach eigenem Bekunden immer ziemlich heiß auf ihren Mann, und das Liebesleben soll auch mal grandios gewesen sein. Heute hätte der Mann nicht einmal mehr Zeit für eine Affaire. Als Chefarzt opfert er sich für seine Patienten auf (die Annahme, er gehe fremd, hat sich überhaupt nicht bestätigt. Der Mann schläft über seinen Akten ein, erschöpft nach Mitternacht). Es hat sich dann in einer Aussprache herausgestellt, dass er nicht seiner Frau ausweicht. Er findet sie immer noch super attraktiv. Aber er hat ein Helfersyndrom bis zur Selbstaufgabe. Wie soll dann noch Raum für Leidenschaft bleiben? 

Helfersyndrom ist nebenbei auch etwas, woran ich mal ziemlich gelitten habe. Aber ich möchte nicht zuviel preisgeben. 

Thiel hat in seiner Serie die nächste Folge angekündigt: wie Mann/Frau effektiv mit den Feinden der Liebe umgehen können und diese zur Strecke bringen. Es sollte ja wohl klar sein, dass Feinde der Liebe nicht irgendwelche Personen sein müssen, sondern etwas, was in uns drinsteckt.

C.) noch so ein kleiner Fingerzeig, jetzt nicht speziell für Aasha, sondern allgemein für alle.

Nur die wenigsten Frauen haben beim Sex nie etwas empfunden. 

Viel? Wenig? Was bedeutet das?

Ich gehe einfach mal davon aus, dass die meisten durchaus eine Vorstellung von Verlust haben, wenn ihre Lust eingeschlafen ist. Und ich lese das auch immer wieder. 

Den Frauen geht es nicht nur um ihre Männer. Sie wissen schon selbst, dass guter Sex das Leben enorm bereichert. Sie wissen bloß nicht, was sie gegen die eigene Lustlosigkeit unternehmen sollen. 

Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel. 

Aber es gibt Frauen, denen eines Tages wie Schuppen von den Augen gefallen ist, worauf sie viele Jahre freiwillig verzichtet haben und worauf sie nie mehr verzichten wollen!
Dann war es aber meist für die Beziehung schon zu spät.

Also, Jungs und Mädels, wehret den Anfängen!

 

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23. April um 11:27
In Antwort auf aufdenschwingendernacht

... zugegeben der Titel ist sehr provokant. 
aber aus meiner Erfahrung heraus würde ich das genau so folgern. 
.... lasst Mail hören. 

Gruß

aufdenSchwingenderNacht

Wer sagt denn sowas? 

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23. April um 11:37
In Antwort auf entdeckerin54

@Aasha.

B.) jetzt wieder zum Thema: Frauen und Sex.

Es ist möglich, dass bei vielen Paaren von Anfang an nicht sehr viel los war mit dem Liebesleben.

Bei der überwiegenden Zahl scheint es aber nur so. 

Ich bin nämlich nicht der Ansicht, dass anfängliche Lust und Leidenschaft durchs ganze Liebesleben tragen. 

Nach dem Motto: 

Wenn jetzt nichts mehr läuft, war auch am Anfang nicht genug himmelstürmende Leidenschaft.

Das glaube ich ganz und gar nicht. 

Eher für richtig halte ich, was im Serientitel von Thiel zum Ausdruck kommt:

"Feinde der Liebe".

Davon gibt es in jeder Beziehung genug.

Niemand von uns lebt nur für tollen Sex. Wir kommen oft übermüdet von der Arbeit und sind in zig Zirkeln engagiert, übernehmen uns auch manchmal. Vor allem Karriereorientierte sind da besonders gefährdet.

Und wundern sich irgendwann, dass es kein Liebesleben mehr gibt.

Es sind auch immer mehr Frauen, die sich ungeliebt fühlen und neben dem Job des Mannes die zweite Geige spielen. Und ich kenne auch ein paar, die dann außerhalb der Ehe unterwegs sind.

Eine Freundin war nach eigenem Bekunden immer ziemlich heiß auf ihren Mann, und das Liebesleben soll auch mal grandios gewesen sein. Heute hätte der Mann nicht einmal mehr Zeit für eine Affaire. Als Chefarzt opfert er sich für seine Patienten auf (die Annahme, er gehe fremd, hat sich überhaupt nicht bestätigt. Der Mann schläft über seinen Akten ein, erschöpft nach Mitternacht). Es hat sich dann in einer Aussprache herausgestellt, dass er nicht seiner Frau ausweicht. Er findet sie immer noch super attraktiv. Aber er hat ein Helfersyndrom bis zur Selbstaufgabe. Wie soll dann noch Raum für Leidenschaft bleiben? 

Helfersyndrom ist nebenbei auch etwas, woran ich mal ziemlich gelitten habe. Aber ich möchte nicht zuviel preisgeben. 

Thiel hat in seiner Serie die nächste Folge angekündigt: wie Mann/Frau effektiv mit den Feinden der Liebe umgehen können und diese zur Strecke bringen. Es sollte ja wohl klar sein, dass Feinde der Liebe nicht irgendwelche Personen sein müssen, sondern etwas, was in uns drinsteckt.

C.) noch so ein kleiner Fingerzeig, jetzt nicht speziell für Aasha, sondern allgemein für alle.

Nur die wenigsten Frauen haben beim Sex nie etwas empfunden. 

Viel? Wenig? Was bedeutet das?

Ich gehe einfach mal davon aus, dass die meisten durchaus eine Vorstellung von Verlust haben, wenn ihre Lust eingeschlafen ist. Und ich lese das auch immer wieder. 

Den Frauen geht es nicht nur um ihre Männer. Sie wissen schon selbst, dass guter Sex das Leben enorm bereichert. Sie wissen bloß nicht, was sie gegen die eigene Lustlosigkeit unternehmen sollen. 

Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel. 

Aber es gibt Frauen, denen eines Tages wie Schuppen von den Augen gefallen ist, worauf sie viele Jahre freiwillig verzichtet haben und worauf sie nie mehr verzichten wollen!
Dann war es aber meist für die Beziehung schon zu spät.

Also, Jungs und Mädels, wehret den Anfängen!

 

d.) Sprüche von Freundinnen, die "scharf" auf ihre Partner sind

Wenn wir hier diskutieren, denken wir auch immer wieder an Freundinnen, die ihre Männer ja nur zum Kinderkriegen oder zur Versorgung an Land gezogen haben. So scheint es uns zumindest.

Kenne auch ein paar solcher Frauen. Jetzt habe ich aber mal über die anderen nachgedacht. Mal ein paar Sprüche, die mir spontan einfallen.

"Sex ist etwas Anbetungswürdiges wie in einem Gottesdienst. Empfindet ihr Männer das auch so?" (ganz und gar nicht religiöse Freundin, bei Unterhaltung im Freundeskreis).

"Meine Mutter wollte ja nicht, dass mein Freund bei mir übernachtet. Da habe ich ihr gesagt: Sex ist ein Menschenrecht. Meine Schwester wurde dafür noch vertrimmt. Aber bei mir als Nesthäkchen hat sie nur noch die Flucht ergriffen." (Bekannte von früher, Gespräch über ihre Mutter).

"Bei dem und dem Schauspieler würde ich gleich schwach werden. Der könnte mich sofort haben" (oft und immer wiederkehrend von Frauen/Freundinnen/Bekannten, denen ich so etwas niemals zugetraut hätte).

Eine "befreundete" Psychologin: "Habe mit XY einen langen Spaziergang gemacht. Der Kerl war echt so süß. Wenn es nicht so unprofessionell gewesen wäre, hätte ich ihn am Rhein gleich in ein Gebüsch gezerrt und ihm die Klamotten vom Leib gerissen. Schade drum, dass das nicht geht".

Das fällt mir jetzt auf einmal alles ein. Erfahrungen von Jahren und Jahrzehnten, ziemlich vergessen, ad acta gelegt.
Sehe sogar, dass "männliche Ergebnisorientierung" ein Vorurteil ist (gibt auch die weibliche).

Und wie steht es dann noch mit der These, dass Frauen weniger Sex wollen?

Kann es nicht sein, dass dem TN die fragwürdige These ein wenig hilft? 

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23. April um 13:21
In Antwort auf entdeckerin54

d.) Sprüche von Freundinnen, die "scharf" auf ihre Partner sind

Wenn wir hier diskutieren, denken wir auch immer wieder an Freundinnen, die ihre Männer ja nur zum Kinderkriegen oder zur Versorgung an Land gezogen haben. So scheint es uns zumindest.

Kenne auch ein paar solcher Frauen. Jetzt habe ich aber mal über die anderen nachgedacht. Mal ein paar Sprüche, die mir spontan einfallen.

"Sex ist etwas Anbetungswürdiges wie in einem Gottesdienst. Empfindet ihr Männer das auch so?" (ganz und gar nicht religiöse Freundin, bei Unterhaltung im Freundeskreis).

"Meine Mutter wollte ja nicht, dass mein Freund bei mir übernachtet. Da habe ich ihr gesagt: Sex ist ein Menschenrecht. Meine Schwester wurde dafür noch vertrimmt. Aber bei mir als Nesthäkchen hat sie nur noch die Flucht ergriffen." (Bekannte von früher, Gespräch über ihre Mutter).

"Bei dem und dem Schauspieler würde ich gleich schwach werden. Der könnte mich sofort haben" (oft und immer wiederkehrend von Frauen/Freundinnen/Bekannten, denen ich so etwas niemals zugetraut hätte).

Eine "befreundete" Psychologin: "Habe mit XY einen langen Spaziergang gemacht. Der Kerl war echt so süß. Wenn es nicht so unprofessionell gewesen wäre, hätte ich ihn am Rhein gleich in ein Gebüsch gezerrt und ihm die Klamotten vom Leib gerissen. Schade drum, dass das nicht geht".

Das fällt mir jetzt auf einmal alles ein. Erfahrungen von Jahren und Jahrzehnten, ziemlich vergessen, ad acta gelegt.
Sehe sogar, dass "männliche Ergebnisorientierung" ein Vorurteil ist (gibt auch die weibliche).

Und wie steht es dann noch mit der These, dass Frauen weniger Sex wollen?

Kann es nicht sein, dass dem TN die fragwürdige These ein wenig hilft? 

e.) Fortsetzung von Sprüchen (siehe weiter oben).

und dann fiel mir soeben noch der Spruch einer Jugendfreundin ein, einer echten Schönheit (war manchmal neidisch). Sie wusste, wie offen ich zum Thema Sex stehe. 

Schon ein paar Wochen, nachdem ihr Freund sie verlassen hatte, meinte sie: "Das halte ich nicht lange aus. Ich muss jetzt immer onanieren ... Ein richtiger Typ wäre mir lieber."

Wenn ich so meine ganze Lebensgeschichte Revue passieren lasse, dann fällt mir noch viel viel mehr ein.

Ein paar Frauen sind so, aber viele sind anders! 

Über Frauen als sexuell mindergegabte oder weniger empfängliche Wesen, da muss ich als Frau lachen. Aber ich ahne, warum Männer das glauben und wodurch sie genötigt werden, das zu glauben. 

Nein: Nicht weil es NUR ihre Schuld wäre. Es spielen hier immer alle gesellschaftlichen Zusammenhänge mit rein. Ein weites Feld für so einen Thread. Daher abschließend noch:

das Credo einer Frau, die ihre Sexualität liebt:

Sex ist zwar nicht alles,
aber Liebe ohne Sex ist unmenschlich und ohne Spannung.
(Asexuelle immer ausgenommen, die für  sich eine andere Seligkeit suchen und finden müssen).

Sex ist einfach die Fortsetzung der Zärtlichkeit zwischen Liebenden bis hin
zu einem neuronalen Gewitter, das von keiner Droge auf dieser Welt auch nur annähernd erzeugt werden kann. Aber unendlich gesünder.

Es mag zwar auch Liebe ohne Sex geben. Aber in einer Partnerschaft tue ich damit dem anderen, dem Begehrenden, der Begehrenden, etwas an, beraube ihn wesentlicher Möglichkeiten sinnlicher Kommunikation. Bin ich asexuell, sollte ich ihm oder ihr die Freiheit zurückgeben. Er oder sie wird sonst verkümmern.
Und wenn noch ein Funken von sinnlicher Sexualität in mir ist, werde ich dann ebenfalls verkümmern.

Darum ist Sexlosigkeit nur für bestimmte klerikale Kreise oder Ideologen ein moralisches Ideal.
Für eine Welt, in der Menschen miteinander glücklich werden wollen, ist das eher eine Sünde, ein Albtraum. 

Ich als Frau halte es für völlig unangemessen, dass einige immer nur auf das angeblich bloß "Animalische" von Sex hinweisen. Definitionssache. Für mich ist Sex zwar nicht der Sinn des Lebens, aber sehr viel mehr als nur der Drang zur Zeugung. Nur darum hört Sex nicht einfach auf, wenn die Nachkommenschaft gezeugt ist.
Sex kann zum umfassenden Ausdruck einer universellen Liebe gehören und erhoben werden. Wir hängen die Messlatte bewusst so hoch, um bequem da drunter hergehen zu können.  

Ich als Frau will  eine Welt der Sinnlichkeit, des Glücks, der Liebe. Dabei überbewerte ich Sex nicht, aber Sexlosigkeit steht diesem Glück entgegen.

Erst als alte Frau, wenn mein männliches Gegenpart nicht mehr so kann und vielleicht auch Viagra nicht mehr hilft, werde ich bereit sein, auf diesen wunderbaren Aspekt des Lebens zu verzichten. Aber der Gedanke daran wird mich immer begleiten, auch noch im Rückblick mit einem Glücksgefühl erfüllen, selbst wenn ich einst als gebrechliche Frau zum Akt als solchen nicht mehr imstande sein werde ...

Und vor allem ist es mir wichtig, diese positiven Aspekte der künftigen Generation zu vermitteln, damit auch diese ihre Sexualität in einer glücklicheren Welt einbringen kann... 

Das Hohelied der Liebe wurde schon mal geschrieben. Wir Frauen sollten es mehr singen als die Männer, aber auch entsprechend agieren.

Es wird manchmal so daher geredet, Sex sei die schönste Nebensache der Welt.

Das ist grundfalsch.

Nebensache heißt ja: "nicht das Wichtigste".
Es gibt aber im Leben niemals etwas "Wichtigstes", das für immer das "Wichtigste" bliebe. Situativ ist einmal dies das Wichtigste, einmal jenes. Und so darf und kann Sex durchaus einmal das Allerwichtigste sein.

Es ist völlig legitim, dass wir temporär so empfinden. Es ist auch völlig normal, wenn wir morgen andere Interessen haben, die vordringlicher sind. Weil es im Leben nunmal nicht nur eines gibt.

Daher dürfen wir als Frauen uns auch einmal dazu bekennen: Heute ist mir die Vereinigung mit meinem Liebsten das Wichtigste auf dieser Welt, und dabei zugleich das Schönste. Dieser Gedanke beflügelt ungemein, macht Körper und Seele frei.

Lasst uns dieses Credo leben, dann überflügeln wir irgendwann noch die Männer ... Aber das ist kein Wettbewerb zwischen den Geschlechtern.
Wir Frauen wollen und werden mit euch Männern eines Tages in eine Art Gleichklang kommen.
Es lohnt sich für uns Heteros (ich kann nur von diesen sprechen, von allem anderen habe ich nur Theorien im Kopf), um erfüllten Sex zu kämpfen.

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23. April um 15:41

@Aasha.

Das ist bei Dir ganz einfach, und bei mir ist es heute auch relativ einfach. 

Es ist aber bei vielen nicht einfach, und es ist nunmal absolut falsch, zu behaupten, dass alle anderen keine Chance mehr haben und von Anfang an ohnehin keinen Spaß dran hatten.

Dann brauchen wir auch diese Threads hier nicht. Die Leute werden nach Deiner Doktrin eh nie Spaß dran haben. Es kann ihnen auch niemand etwas raten. Es kann ihnen niemand Mut machen etc. Und daher brauchen Sie sich ja auch nicht um irgendetwas bemühen (Du nennst das  "kämpfen".


Und das mit dem Zeit nehmen:

Ich freue mich, wenn das bei euch alles ohne Anstrengung klappt.  Und ich glaube Dir sogar, dass auch Ihr stressige Jobs habt.

Aber ich hatte schon Situationen, da hat mein Partner 14 Stunden täglich geschuftet, und selbst da kriegte er noch Anrufe nach Mitternacht, weil irgendwas nicht funktionierte. Ich kenne Ähnliches von meinem Berufsleben auch.  Oder von den Babys, die einen am meisten dann brauchten, wenn Frau liebesbedürftig war. Unser Liebesleben haben wir davon nicht kaputt machen lassen, aber das war gar nicht so einfach. 
 

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23. April um 15:54
In Antwort auf entdeckerin54

d.) Sprüche von Freundinnen, die "scharf" auf ihre Partner sind

Wenn wir hier diskutieren, denken wir auch immer wieder an Freundinnen, die ihre Männer ja nur zum Kinderkriegen oder zur Versorgung an Land gezogen haben. So scheint es uns zumindest.

Kenne auch ein paar solcher Frauen. Jetzt habe ich aber mal über die anderen nachgedacht. Mal ein paar Sprüche, die mir spontan einfallen.

"Sex ist etwas Anbetungswürdiges wie in einem Gottesdienst. Empfindet ihr Männer das auch so?" (ganz und gar nicht religiöse Freundin, bei Unterhaltung im Freundeskreis).

"Meine Mutter wollte ja nicht, dass mein Freund bei mir übernachtet. Da habe ich ihr gesagt: Sex ist ein Menschenrecht. Meine Schwester wurde dafür noch vertrimmt. Aber bei mir als Nesthäkchen hat sie nur noch die Flucht ergriffen." (Bekannte von früher, Gespräch über ihre Mutter).

"Bei dem und dem Schauspieler würde ich gleich schwach werden. Der könnte mich sofort haben" (oft und immer wiederkehrend von Frauen/Freundinnen/Bekannten, denen ich so etwas niemals zugetraut hätte).

Eine "befreundete" Psychologin: "Habe mit XY einen langen Spaziergang gemacht. Der Kerl war echt so süß. Wenn es nicht so unprofessionell gewesen wäre, hätte ich ihn am Rhein gleich in ein Gebüsch gezerrt und ihm die Klamotten vom Leib gerissen. Schade drum, dass das nicht geht".

Das fällt mir jetzt auf einmal alles ein. Erfahrungen von Jahren und Jahrzehnten, ziemlich vergessen, ad acta gelegt.
Sehe sogar, dass "männliche Ergebnisorientierung" ein Vorurteil ist (gibt auch die weibliche).

Und wie steht es dann noch mit der These, dass Frauen weniger Sex wollen?

Kann es nicht sein, dass dem TN die fragwürdige These ein wenig hilft? 

Das sind alles sehr gute Beispiele. Vielen Frauen merkt man aber auch gar nicht unbedingt an, was im Bett so läuft. Sex ist immerhin Privatsache, da redet auch nicht unbedingt jeder mit jedem so gerne drüber. Gerade wenn man im Hinterkopf behält, dass ein ausschweifendes Sexleben als Frau immernoch sehr negativ betrachtet wird. Ich z.B. sehe auch aus wie ein frigides und prüdes Mauerblümchen. Wenn mich jemand nach meinem Sexleben fragt, halte ich mich auch sehr bedeckt oder wechsele das Thema. Es geht niemanden aus meinem Umfeld etwas an, was ich im Bett treibe. Hier rede ich auch nur offen und ehrlich, weil ich anonym bin und mich niemand kennt. Im realen Leben hält mein Umfeld mich vermutlich auch für prüde oder asexuell. Und zum Glück stehen uns unsere sexuellen Vorlieben nicht auf die Stirn tätowiert. Da kann man manchmal nur schwer in Köpfe hereingucken. So manche Frauen haben da bestimmt auch ganz andere Bedürfnisse und Wünsche, als man nach dem oberflächlichen Eindruck glaubt.

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23. April um 16:05

Nicht so Wichtig wie was? 
Den Weltfrieden? 

Hier in der Frage fehlt der Vergleich.
 

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23. April um 16:13
In Antwort auf agneta_12106255

Das sind alles sehr gute Beispiele. Vielen Frauen merkt man aber auch gar nicht unbedingt an, was im Bett so läuft. Sex ist immerhin Privatsache, da redet auch nicht unbedingt jeder mit jedem so gerne drüber. Gerade wenn man im Hinterkopf behält, dass ein ausschweifendes Sexleben als Frau immernoch sehr negativ betrachtet wird. Ich z.B. sehe auch aus wie ein frigides und prüdes Mauerblümchen. Wenn mich jemand nach meinem Sexleben fragt, halte ich mich auch sehr bedeckt oder wechsele das Thema. Es geht niemanden aus meinem Umfeld etwas an, was ich im Bett treibe. Hier rede ich auch nur offen und ehrlich, weil ich anonym bin und mich niemand kennt. Im realen Leben hält mein Umfeld mich vermutlich auch für prüde oder asexuell. Und zum Glück stehen uns unsere sexuellen Vorlieben nicht auf die Stirn tätowiert. Da kann man manchmal nur schwer in Köpfe hereingucken. So manche Frauen haben da bestimmt auch ganz andere Bedürfnisse und Wünsche, als man nach dem oberflächlichen Eindruck glaubt.

@corrisande. Das kann ich nur bestätigen.

Mich hielten Männer oft für die attraktive, aber wahrscheinlich frigide Intellektuelle.  Lieber nen Bogen drum machen. Mann würde ja schon gerne, aber die hat eh keinen Bock drauf.

Die mich dann näher kennenlernen durften, haben mich später als "erotischen Vulkan" bezeichnet. Nur Distanzierung hat mich davor bewahrt, einen schlechten Ruf zu bekommen. Aber nach etwas Distanz war ich ja dann wieder die attraktive, aber leider wohl frigide Intellektuelle.

Das sieht dann wirklich danach aus, dass viele Frauen entweder  als "total frigide" oder "total mannstoll" wahrgenommen werden. Dabei stimmt weder das eine noch das andere. Überhaupt ist eine Frau nicht mannstoll, die gerne und oft mit einem Mann schläft. 
 

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23. April um 16:18
In Antwort auf devota1977

Nicht so Wichtig wie was? 
Den Weltfrieden? 

Hier in der Frage fehlt der Vergleich.
 

@devota1977.

Ich glaube, der TN will uns sogar sagen oder glauben machen, dass Frauen alles andere wichtiger nehmen als ... Das Baby ist wichtiger, der Smalltalk mit den Freundinnen ist wichtiger, Karriere, Hausarbeit, Hobbys, die Verwandten, UND VOR ALLEM das SMARTPHONE und WHATSAPP ... alles wichtiger als Zärtlichkeit und Sex.

Ich glaube, das wollte er sagen. Stimmt zwar nicht, aber wir wissen inzwischen, warum er so denkt. Leider können wir ihm nicht helfen. Er muss seine Ehe schon selbst in Ordnung bringen. 

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24. April um 6:27

f.) Frauen als wahre Heldinnen des Sex

Das ist jetzt hier schon eine ganze Serie geworden. Heute will ich schließen.

Ein ganz wichtiger Gesichtspunkt ist nämlich noch gar nicht zur Sprache gekommen.

Ich meine, dass viele Frauen die wahren Heldinnen des Sex sind.

Heterosexuelle Frauen haben seit Jahrtausenden große Opfer gebracht, um Sex mit Männern zu haben.

Sie haben das Risiko ungewollter Schwangerschaften auf sich genommen. 

Sie nehmen auch heute noch oft die Risiken der hormonellen Verhütung auf sich.

Sie haben es in kauf genommen, wegen ihrer Sexualität geächtet und verachtet zu werden.

Und heute müssen sie sich sogar noch vor ihren Schwestern aus der Emanzipationsbewegung rechtfertigen, wenn sie Männer lieben.

Und das haben sie bestimmt nicht getan, um sich von Männern versorgen zu lassen oder nur um Kinder großzuziehen.

Sie haben es getan und tun es, weil sie - verdammt noch mal - mehr Lust auf Männer als Angst vor den Folgen haben!

Es ist auch allen Frauen mehr oder weniger klar, dass Sex nicht nur zum Kinderkriegen oder zum Einfangen von Männern da ist.

Die Gründe, warum das alles anders zu sein scheint, sind vielfältig, aber basieren auf sehr großen Missverständnissen, die in unserer Gesellschaft immer noch kultiviert werden.

Schließlich noch ein paar Sätze für den TN:

Erstens würde ich meine eheliche Situation offen klären - und zwar ohne Vorwürfe. Lies Christian Thiel dazu. Da sind ein paar Ratschläge, wie eine Beziehung aus einer so verfahrenen Situation rauskommt. Da ist ggf. immer noch was drin, wenn Dir tatsächlich etwas an Deiner Frau liegt.

Wenn das so nicht klappt, musst Du die Konsequenzen ziehen (dabei gibt es freilich verschiedene Optionen - auch eine für Dich offene Ehe käme ggf. in Betracht, wenn sie damit einverstanden ist). 

Zweitens: Es gibt für Männer ab einem bestimmten Alter genug "willige" Frauen!

Rein demographisch im Sinne der Alterspyramide wirst Du immer mehr Frauen finden, die selbst auf der Suche sind. Leider manchmal eher versteckt als offen. Aber es gibt Möglichkeiten sie zu finden.

Der größte Fehler besteht darin, mit diesen Frauen gleich über die Themen Zärtlichkeit und Sex zu kommunizieren. Wer nur über Zärtlichkeit spricht, macht sich genauso lächerlich wie jemand, der nur Sex zum Thema hat.

Das richtige Thema lautet "Freundschaft" im Sinne eines Aufbaus von Gemeinsamkeiten. Freundschaft aber nicht im Sinne einer Grenze (nur Freundschaft), sondern von Offenheit, was daraus noch werden könnte.

Aus der Freundschaft wird dann irgendwann eine erste Zärtlichkeit, und der Schritt von der Zärtlichkeit zum Sex ist bei Frauen ab einem bestimmten Alter relativ schnell (bei der einen mehr, bei der anderen weniger). Einige könnten sich als wahrer sexueller Orkan entpuppen.

Natürlich gibt es auch ein paar wenige Frauen, die sofort und ausschließlich auf das Thema Sex anspringen. Aber ich frage mich: Ist die flotte Nummer die Art Sex, die Du wirklich brauchst?

Zugegeben sind dies Binsenweisheiten, aber der TN hat leider noch nicht den Dreh gefunden, und daher muss man ihm solche Binsenweisheiten erzählen. 

Damit fällt mir zu dem Thread jetzt wirklich nichts mehr ein.

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24. April um 7:16

@Aasha. Gut geschrieben.

Dass immer nur einer Wert darauf legt, scheint oft nur so. Es gibt zwar oft ein Ungleichgewicht, aber es gibt dafür auch sehr subtile Ursachen. 

Denn nur wenige Männer oder Frauen gehen von Anfang an asexuell in eine Beziehung.

Daher wissen die meisten schon, dass ihnen etwas fehlt (auch wenn sie glauben, den Sinn dafür komplett verloren zu haben). Jeder, der nichts mehr schmeckt, hört, sieht, fühlt, geht zum Arzt. Aber beim Sex, naja, da sind wir noch nicht so weit. D.h. konkret die meisten resignieren und suchen keine Hilfe oder verdrängen einfach das Problem, oder aber sie schieben das alles auf den Partner, der nicht so funktioniert, wie sie glauben, dass er funktionieren sollte.

 

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24. April um 7:38
In Antwort auf aufdenschwingendernacht

... zugegeben der Titel ist sehr provokant. 
aber aus meiner Erfahrung heraus würde ich das genau so folgern. 
.... lasst Mail hören. 

Gruß

aufdenSchwingenderNacht

Das würde ich auch durchaus vom Partner abhängig machen, also wie viel Lust man auf ihn hat oder halt nicht. 
Generell trifft diese Behauptung meiner Meinung nach nicht auf alle Frauen zu. 

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24. April um 7:50
In Antwort auf entdeckerin54

@Aasha. Gut geschrieben.

Dass immer nur einer Wert darauf legt, scheint oft nur so. Es gibt zwar oft ein Ungleichgewicht, aber es gibt dafür auch sehr subtile Ursachen. 

Denn nur wenige Männer oder Frauen gehen von Anfang an asexuell in eine Beziehung.

Daher wissen die meisten schon, dass ihnen etwas fehlt (auch wenn sie glauben, den Sinn dafür komplett verloren zu haben). Jeder, der nichts mehr schmeckt, hört, sieht, fühlt, geht zum Arzt. Aber beim Sex, naja, da sind wir noch nicht so weit. D.h. konkret die meisten resignieren und suchen keine Hilfe oder verdrängen einfach das Problem, oder aber sie schieben das alles auf den Partner, der nicht so funktioniert, wie sie glauben, dass er funktionieren sollte.

 

Achso, ich habe etwas Wichtiges vergessen.

Es gibt durchaus Chancen, selbst wenn einer behauptet, dass er keinen Wert mehr darauf legt. Das ist freilich die absolut härter zu knackende Nuß. Ohne Unterstützung durch gute Mediation geht das freilich nicht. Es kommt dann oft   etwas ganz Erstaunliches heraus, wenn es beiden gelingt, ihre Scheuklappen abzulegen und angstfrei miteinander zu sprechen (was ein längerer Prozess sein kann).

Ein paar Hinweise gibt unter anderem folgender Link: https://hushbox.de/kann-mediation-die-ehe-retten/ Noch ein etwas anderer Ansatz liegt in der psychologischen Paarberatung.

Ich schildere die Situation mal ohne jede äußere Form (Beratungsvereinbarung etc. pp.) und eher etwas lockerer. Beißen wir uns auch nicht an Worten fest. Egal, ob wir Mediation oder Beratung sagen. Niemand bekommt einen Rat, dies oder jenes zu befolgen. Jeder muss die Lösung aus sich selbst entwickeln.

Nehmen wir mal die typische Situation: Einer will, der andere nicht. Ich lasse das jetzt mal geschlechtsneutral.

Der eine beginnt mit Vorwürfen: Ich fühle mich ungeliebt, unverstanden, nicht begehrt, vernachlässigt. Und dann kommt dann noch so ein schüchternes "und Sex gibt es übrigens auch keinen mehr". Das kommt immer zuletzt, weil sich jeder geniert zuzugeben, dass es keine Nebensache für ihn oder sie ist.

Der/die andere beginnt natürlich mit Gegenvorwürfen etc. Kaum einer/eine sagt, ich hatte noch nie Spaß dran. Mir liegt nichts dran. Sex ist eh nur überbewertet oder lästig. (Natürlich gibt es auch solche Leute, aber das führt dann zu noch ganz anderen Ansätzen!). Nein, die Leute erzählen, warum sie keine Lust mehr haben und dass daran natürlich der andere Schuld ist und warum.

Und so geht das erstmal hin und her.

Der Berater/-in lässt sie erstmal gewähren. Und vor allem: Er/sie wertet nicht. Er ergreift auch keine Partei.

Im nächsten Schritt wiederholt der Berater/in so vorsichtig wie möglich, was er/sie verstanden hat. Vermeidet möglichst jede Interpretation, jede Wertung. Das ist eine hohe Kunst.

Und stellt immer wieder Fragen, um seine "Klienten" auf den Weg zu bringen, ohne einen konkreten Weg vorzuschreiben. Auch das eine hohe Kunst.
Niemals darf ein Mediator ein bestimmtes Ergebnis vorwegnehmen. Beide müssen das Ergebnis im Prozess miteinander entwickeln (völlig anders als hier in diesem Forum, wo das nicht möglich ist, aber offenbar auch nicht gewollt), und nur dafür benötigen sie Unterstützung. Schwierig dabei ist immer, dass jede Partei versucht, den Mediator für sich einzunehmen. Oder glaubt, der Mediator würde Partei ergreifen. Gegen dieses Missverständnis muss ein Mediator möglichst früh vorgehen.

In diesem Prozess entwickeln sich dann bei den beiden Betroffenen ganz neue Vorstellungen vom anderen und von ihrer gemeinsamen Beziehung. Manchmal wird sogar gegen den "Berater/-in" konspiriert: "Also so schlimm ist es ja bei uns beiden gar nicht, wie Sie tun ..." Dabei hat der Mediator doch nur die Worte wiederholt, die beide gesagt haben. 

Es kommt dann eine Versachlichungsphase, in der beide begreifen, was sie einander antun. Es kommt dann auch die Phase, in der ein Partner gesteht, dass auch er/sie manchmal Zärtlichkeit und Sexualität vermisst hat: "Aber das kam ja so für mich ohnehin nicht mehr in Frage, und dann habe ich einfach keinen Wert mehr darauf gelegt".

Da brechen manchmal wahre Abgründe auf. Aber diese Prozesse benötigen viel Zeit und wechselseitige Bereitschaft.

Aber manchmal schaut der Berater einem solchen Paar auch hinterher,  wenn sie gehen. Und sieht, wie sie sich anlächeln, und denkt: Oh, die werden heute eine beneidenswerte Nacht miteinander haben.

Das kommt gar nicht so selten vor.

Aber es kommt natürlich auch vor, dass beide sich jetzt absolut verkrachen und sie eine Trennungsmediation benötigen.
 

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24. April um 8:49

@leserin, @aasha.

So sollte es sein.

Für die, wo es aber nicht so ist, gibt es auch Lösungen - habe ja schon genug dazu geschrieben.

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24. April um 9:05
In Antwort auf entdeckerin54

@leserin, @aasha.

So sollte es sein.

Für die, wo es aber nicht so ist, gibt es auch Lösungen - habe ja schon genug dazu geschrieben.

@leserin, @aasha.

Ja, so sollte es sein.

Im Himmel.

Mit der Realität hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun. Es ist schön, wenn es bei euch anders ist. Habe ich zum ersten Mal in meinem Leben in diesem Forum gehört. Und dazu musste ich erstmal 65 werden. 

In Wahrheit muss an jeder Beziehung gearbeitet werden. Dauerhaft. Gilt auch für Lesben und Schwule. Alles andere ist kompletter Blödsinn.

Und wenn nicht dran gearbeitet wird, ist es auch mit dem Sex oft aus.

Und da dran gearbeitet werden kann, haben alle eine Chance, sondern hätten die meisten überhaupt keine Chance.

Redet den Leuten doch nicht so einen Blödsinn ein. Dann könnten die meisten es eh gleich bleiben lassen. Hätte auf Dauer ja eh keinen Sinn, der Rausch ist bei den meisten bald verflogen. Dann muss etwas Neues beginnen, etwas Nachhaltiges, das aber niemand geschenkt wird.

 

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24. April um 10:40

@leserin.

Ich meine auch keineswegs, dass Du oder Aasha nur Blödsinn schreibt. Im Gegenteil habe ich sehr viel Gutes von euch gelesen.

Grund, warum ich es so gesehen habe, ist eine Interpretation.

Ich habe mich einfach gefragt, warum so etwas Selbstverständliches gesagt wird, auch wenn es einfach richtig ist:

nicht kämpfen, sondern haben ...

Aber warum müssen wir über einen Idealzustand reden? 

Die Leute haben doch Probleme und suchen Lösungen?


Daher denke ich mir, dass da schon der Gedanke hintersteht: "nicht kämpfen, sondern einfach mal haben ..." Und wer nicht hat, der hat schon. 

Ich kann mit dem Satz einfach deshalb nichts anfangen, weil er so selbstverständlich richtig ist, wie 2 + 2 = 4. Und weil er mit der Realität so gar nichts zu tun hat, weshalb ich hier schreibe.

Es kann natürlich sein, dass der Satz einen tieferen Sinn hat, der sich mir komplett entzieht. Übrigens finde ich die Denkweisen vieler Leute hier ebenso skurril wie Du meine. Aber das ist ja auch völlig egal. Dann bin ich eben skurril in Deinen Augen.

Das ist der Grund, warum ich so reagiert habe. 

Ich hoffe, Du verstehst jetzt den Grund. Dass Du ihn akzeptierst, erwarte ich gar nicht.

 

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24. April um 10:57
In Antwort auf entdeckerin54

@leserin.

Ich meine auch keineswegs, dass Du oder Aasha nur Blödsinn schreibt. Im Gegenteil habe ich sehr viel Gutes von euch gelesen.

Grund, warum ich es so gesehen habe, ist eine Interpretation.

Ich habe mich einfach gefragt, warum so etwas Selbstverständliches gesagt wird, auch wenn es einfach richtig ist:

nicht kämpfen, sondern haben ...

Aber warum müssen wir über einen Idealzustand reden? 

Die Leute haben doch Probleme und suchen Lösungen?


Daher denke ich mir, dass da schon der Gedanke hintersteht: "nicht kämpfen, sondern einfach mal haben ..." Und wer nicht hat, der hat schon. 

Ich kann mit dem Satz einfach deshalb nichts anfangen, weil er so selbstverständlich richtig ist, wie 2 + 2 = 4. Und weil er mit der Realität so gar nichts zu tun hat, weshalb ich hier schreibe.

Es kann natürlich sein, dass der Satz einen tieferen Sinn hat, der sich mir komplett entzieht. Übrigens finde ich die Denkweisen vieler Leute hier ebenso skurril wie Du meine. Aber das ist ja auch völlig egal. Dann bin ich eben skurril in Deinen Augen.

Das ist der Grund, warum ich so reagiert habe. 

Ich hoffe, Du verstehst jetzt den Grund. Dass Du ihn akzeptierst, erwarte ich gar nicht.

 

... noch ein Satz.

@Leserin. Könntest Du mir den Gefallen tun, den besagten Satz von Aasha (so sehr ich insbesondere Aashas Beiträge sonst immer schätze) so zu erklären, dass ich ihn  wirklich verstehen kann ....?

Ich könnte eine positive Interpretation anbieten, mit der wir vermutlich alle leben könnten. Aber ich warte mal ab ...

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24. April um 11:43

ok, verstehe ich.

Ich könnte dem Satz "nicht kämpfen ..., sondern haben" folgende Interpretation geben.

1. Beziehung wird niemand geschenkt, sondern muss durchaus auch manchmal erarbeitet werden.

Das gilt auch für positiven Sex.

2. Ziel aber sollte sein, dass irgendwann ein Zustand eintritt, bei dem sich eine Frau oder ein Mann einfach fallen lassen kann, ohne andauernd kämpfen zu müssen. Dann genügt es, einfach den Sex mit dem Menschen zu haben, den "man" begehrt und von dem "man" begehrt wird.

3. Es ist menschlich, dass alle Beziehungen immer einmal wieder einmal das ideale Gleichgewicht verlassen - mehr oder weniger. Hoffentlich weniger.
Dann gilt es gegenzusteuern, um wieder den Zustand 2. zu erreichen.
Es ist aber wichtig, dass niemand den Zustand 2. einfach für eine Selbstverständlichkeit hält, denn dann hat "man" oder "frau" schon verloren.

IN einen solchen Zusammenhang eingebettet, würde ich den Satz am liebsten verstehen wollen.

 

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