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Gynefix perforiert

7. August um 13:38

Hallo,
hier schreibe ich euch meine Erfahrung mit der Gynefix. Über die ich im Vorfeld im Internet fast nur positive Berichte gelesen habe.

Vor drei Wochen hatte ich mir eine Kupferkette einsetzen lassen. Nach 10 Tagen bekam ich Bauschmerzen. Führte es erst auf eine Magenverstimmung zurück, weil der gesamte Bauchraum schmerzte. Die Schmerzen waren stechend, nach dem Essen etwas schlimmer und zwischenzeitlich gut aushaltbar. Nach 6 Tagen kam ein Tag an dem die Schmerzen stark zunahmen. Ich dachte immer noch, es wäre der Magen oder Blinddarm, denn solche Schmerzen kannte ich nicht.
Der Faden der Gynefix war bis zu dem Tag auch immer gut tastbar gewesen. Dann nicht mehr, das kam mir komisch vor. Merkwürdiger Zufall...Mit Krämpfen liess ich mich von meinem Mann in eine Notaufnahme bringen. Es war Freitag. In der NA wurde ich angeblufft, weshalb ich vorher nicht beim Hausarzt gewesen bin. Die dritte NA an dem Tag nahm mich auf und untersuchte mich.Da ging es mir richtig schlecht. Die Schmerzen waren wehenartig.

Die erste Ärztin kam zu dem Ergebnis, dass die Gynefix wohl verloren gegangen wäre und ich womöglich eine Eileiterentzündung hätte. Das bestätigten die Blutwerte zum Glück nicht. Eine 2.Ärztin untersuchte mich (zeitgleich setzte eine Blutung ein (21Tage statt normal 28T) und kam zu dem Schluss, dass die Gynefix zu 90 Prozent noch da sein. Wenn die Schmerzen anhielten, sollte ich mich nochmal röntgen lassen und sonst in den nächsten Tagen nur zum FA, um die Lage kontrollieren zu lassen. Die Schmerzen wurden etwas besser und ich versuchte mir einzureden, dass wohl nur meine Gebärmutter die Gynefix nicht mochte und sie sich bald daran gewöhnt.
Montagmorgen bin ich zum FA. Sie meinte im Vorabgespräch, man könne 3 Mon die Pille nehmen und AB, um die Abstossungsreaktion einzudämmen Da der Schmerz schlimmer war als bei meiner Hausgeburt, war das keine Option. Sie untersuchte mich und meinte dann, dass die Gynefix wohl verloren gegangen sei. Das käme ab und zu vor. Ich sagte dann, dass ich trotzdem sicherheitshalber röntgen lassen wollte. Sie stellte mir eine Überweisung aus. Am nächsten Tag liess sich beim Röntgen eindeutig erkennen, dass die Kupferkette noch da ist, jedoch nicht in der Gebärmutter liegt. Danach musste ich wieder zum FA. Diesmal zu einem Kollegen, er sagte mir, er sei kein Fan der Kupferkette, weil sie häufiger Ärger machen. Das überraschte mich. Er untersuchte mich und dann wurde ich in ein KH überwiesen und am selben Tag wurde die Kette unter Vollnarkose laparoskopisch entfernt. Das KH kannte das Problem übrigens und wirkte nicht wirklich überrascht.

Weshalb schreibe ich hier?! Hätte ich vorher im Internet einen Hinweis darauf gefunden, dass das gar nicht so selten vorkommt, wäre ich das Risiko nicht eingegangen. Ich hatte Glück, sie hatte sich nur leicht am Dünndarm verhakt und es musste nichts vom DD (kommt wohl auch vor) entfernt oder genäht werden. Weiterhin hat mir die Beharrlichkei geholfen. Ich war mir sicher diese Art von Schmerz nicht zu kennen und konnte mir nicht vorstellen, dass ich noch Schmerzen habe, obwohl ich sie nur in der Toilette vermeintlich verloren habe. Deshalb traut euch selbst!

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