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Gynäkologie oder Stümperei? Ist das normal?

16. September 2002 um 17:47 Letzte Antwort: 18. September 2002 um 14:29

Also nachdem ich ja schon öfter gezweifelt habe, ob bei meiner Frauenarztpraxis alles ganz richtig läuft, kam heute der Punkt an dem ich mir gesagt habe, die Frau kann doch nur eine Stümperin und das was hier abläuft, nicht die Norm sein. Bitte sagt mir das das was ich jetzt einfach mal schildern muss, nicht der Alltag in den Praxen ist.!!!!

Das ganze beginnt relativ normal mit "Freimachen" im Nebenzimmer. Nach äußerst unfreundlichem, anteilnahmslosem und offensichtlich uninteressierten Gefrage nach der letzten Regel, gehts sang- und klanglos auf den Stuhl. Der Horror geht los.
1. Die Schwester bleibt die ganze Zeit im Behandlungzimmer. Natürlich so platziert, dass sie alles sehen kann. Ich finde das furchtbar unangenehm und das Gefühl des Ausgeliefertsein wird noch viel schlimmer.
2. Ich glaube in der praxis noch nie ein Spekulum gesehen zu haben. Nein- stattdessen werden einem 2 brecheisenähnliche Haken eingeführt, mit denen man quasi "aufgebogen" wird. Mal abgesehen davon das die Dinger unglaublich kalt sind, ist Frau Doktor dabei nicht gerade ztimperlich, so dass es schon mal weh tun kann. Sind diese "Werkzeuge" überhaupt zugelassen? Zeitgemäss sind sie auf jeden Fall nicht.
3. Gebärmutterabtasten. Ich will es mal vorsichtig als "in der Patientin rumwühlen" bezeichnen, wobei sich mit dem ganzen Gewicht auf die den Bauch von aussen abtastende Hand gestützt wird. Mir tut grundsätzlich die nächsten 2 Tage der Unterleib weh.
4. Brustabtasten gehört nicht zum Programm. Ich bin zwar erst 19, aber das schützt jawohl vor Krebs nicht.

Sowas wie wiegen, Blutabnehmen oder Blutdruckmessen wenn die Pille das erste Mal verschrieben wird, ist scheinbar auch zu aufwendig- Fazit: wird nicht praktiziert.

So und nun was mich völlig umhaut: die Gute hat heute Pappilome bei mir festgestellt und sofort totales Theater gemacht: "Na da müssen wir ja sofort Krebsabstrich machen, das muss im Auge behalten werden. Ich möchte sie alle 6 Monate zur untersuchung sehen!"( Als ob ich das nicht von selbst tun würde- auf einmal so pflichtbewusst)
Ich natürlich total in Panik. Was zum Teufel ist das für ne Krankheit? Woher kommt sie? Wie wird sie behandelt? Ist das überhaupt heilbar? Oder sogar schon eine Krebsvorstufe?
Diese "Ärztin" wie sie sich nennt, hat mir nichts dergleichen gesagt. auf meine Fragen kam nur sinnloses BLABLA als Antwort. Ich habe weder Medikamente noch weiß ich ob ich Verkehr haben darf oder ob das sogar schädlich wäre. alles was ich weiß, ist das nächste Woche mittwoch der Abstrichbefund kommt und ich mich schonmal darauf einstellen kann, dass der nicht in Ordnung ist und ich mich wieder vorstellen soll. Und so hab ich mit Tränen in den augen diese Praxis verlassen.Das bedeutet für mich 1 1/2 Wochen totale Panik und Ungewissheit. Also wenn ihr schonmal betroffen wart, wäre ich sehr froh wenn ihr mir helfen könntet.
Ich bin froh das ich in 2 Wochen aus dieser Provinz (80000 Einwohner) in die Großstadt ziehe, wo ich auf kompetentere Ärzte hoffe.

Und nun sagt mir bitte bitte, dass das was ich gerade geschildert hab nicht der Alltag ist und ich nicht einfach nur zu zimperlich bin.

Hexe

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16. September 2002 um 18:04

Oh je
Also einfühlsam ist deine Ärztin schon mal nicht und gerade das ist sehr wichtig in der Gynokolgie. Diese von dir als Brecheisen bezeichneten Geräte sind schon okay, aber ein guter Arzt, eine gute Ärztin hat die angewärmt und weiss damit auch umzugehen. Wenn die Gebärmutter abgetastet wird, wird dazu innen und aussen ein Drück ausgeübt mit den Händen, aber nicht so stark wie du es beschreibst. Pappilome scheint ein vielseitiger Begriff zu sein, eine Krankheit die Zierfische bekommen, unter Gays scheint`s da was zu geben ( habe eben mal im Internet gesucht)hat irgendwas mit Talgdrüsen zu tun, will aber nicht ausschliessen, das ich das richtige nicht gefunden habe. Wenn ich du wäre würde ich so schnell es geht einen anderen Arzt aufsuchen, und such dir keinen aus dem Branchenbuch, frag deine Freundinnen womit die zufrieden sind, hier ist persönliches Gefühl besser wie das Telebuch. Klar müsstest du auch da auf das Ergebnis des Abstrichs warten aber du wirst dann sicherlich über das was du hast bzw haben sollst auch aufgeklärt, wie es ansich üblich ist. Da gibt`s nicht nur Pappilome sondern Papillome, das wären dann Warzen, vielleicht ist es das. Aber bitte, such dir einen anderen Arzt bevor du abdrehst in den nächsten Wochen. Viel Glück!

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16. September 2002 um 18:08
In Antwort auf sonje_12721763

Oh je
Also einfühlsam ist deine Ärztin schon mal nicht und gerade das ist sehr wichtig in der Gynokolgie. Diese von dir als Brecheisen bezeichneten Geräte sind schon okay, aber ein guter Arzt, eine gute Ärztin hat die angewärmt und weiss damit auch umzugehen. Wenn die Gebärmutter abgetastet wird, wird dazu innen und aussen ein Drück ausgeübt mit den Händen, aber nicht so stark wie du es beschreibst. Pappilome scheint ein vielseitiger Begriff zu sein, eine Krankheit die Zierfische bekommen, unter Gays scheint`s da was zu geben ( habe eben mal im Internet gesucht)hat irgendwas mit Talgdrüsen zu tun, will aber nicht ausschliessen, das ich das richtige nicht gefunden habe. Wenn ich du wäre würde ich so schnell es geht einen anderen Arzt aufsuchen, und such dir keinen aus dem Branchenbuch, frag deine Freundinnen womit die zufrieden sind, hier ist persönliches Gefühl besser wie das Telebuch. Klar müsstest du auch da auf das Ergebnis des Abstrichs warten aber du wirst dann sicherlich über das was du hast bzw haben sollst auch aufgeklärt, wie es ansich üblich ist. Da gibt`s nicht nur Pappilome sondern Papillome, das wären dann Warzen, vielleicht ist es das. Aber bitte, such dir einen anderen Arzt bevor du abdrehst in den nächsten Wochen. Viel Glück!

Noch was
Das eine Arzthelferin mit im zimmer ist ist nicht verkehrt, viele Ärzte wurden schon zu unrecht des Missbrauchs bezichtigt. Allerdings hat die dann neben dem Kopfteil des Stuhles zu stehen und nur wenn nötig woanders, wenn sie der Ärztin was reichen muss oder ähnlich.

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16. September 2002 um 18:08

Ja, da ham wa orntlich Spass, ne?
Tja, also meine Erfahrung: Männer sind meist netter und einfühlsamer als Frauenärzte als die weiblichen Kollegen. Unangenehm isses überall, aber Frauen gehen oftmals “härter” ran. Davon mal abgesehen, kann ich sowohl den Gebrauch der “Werkzeuge” als auch das “Nichtabtasten” bestätigen, sowie den Unterlass von “Blutdruck & Co.” Möglicherweise wird das von den Krankenkassen nicht bezahlt, und somit sieht ein schlechter Arzt das eben als überflüssigen “Handgriff” an.

Dass die Krankenschwester mit dabei ist, könnte mit rechtlichen Fragen zu tun haben: sie soll sozusagen als “Zeuge” fungieren, dass der Frauenarzt seine Kompetenzen nicht überschreitet.

Hab’ übrigens schon mal auf einem Stuhl gelegen, mit 2 Krankenschwestern und 3 Männern (1 Arzt, 2 Studis) – allerdings geht’s hier in Spanien ein bisschen formloser zu… Ich hätt’ Ko..en können, vor allem, weil alle drei ständig in mich hineinguckten und ich dalag wie auf einer Fleischtheke. Ich hatte eine Unterleibs-OP, und der spanische Arzt meinte total begeistert: “Bitte sehen Sie sich die wunderbare Arbeit an, die unsere deutschen Kollegen geleistet haben, diese Narbe, einfach wunderbar…” Wie gesagt, ich habe noch nie so was zuvor erlebt, aber ich kann Dir nur sagen, dass es in anderen Ländern noch ein bisschen ulkiger zugeht.

LG, Chata.

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16. September 2002 um 18:17

Keine Bange
Du Arme, dieses Theater habe ich auch schon ähnlich durcherlebt! Auch mit einer Ärztin!
Und aus dem was ich über weibl. Frauenärzte gehört habe, gibt es kaum eine Frau die damit gute Erfahrung gemacht hat, allerdings hatte ich auch 4 Frauenärzte durch, bis ich den gefunden habe, bei dem ich mich "wohlgefühlt" habe, soweit frau das da dort kann.
Da ich selber Arzthelferin bin, kann ich Dir sagen, daß es bei männl. Frauenärzten eigentlich Pflicht ist, daß eine Helferin dabei ist. Zum Schutze beider Seiten sozusagen, die meisten Ärzte haben es aber nicht. Wenn, dann sollte die Helferin so diskret sein, daß sie daneben steht und dezent anreicht. Was die Instrumente betrifft, kann ich mich fee nur anschließen.
Einen Auszug aus dem med. Wörterbuch: Papillom
meist gutartige, den Hautpapillen ähnl. Geschwulst,aus gefäßhaltigem, mehr od. weniger verzweigtem Bindegewebe, Übergang bei versch. Formen ist möglich.
Also: keine Bange! Das wird nichts schlimmes sein.
Wahrscheinlich ist es so etwas wie "wildes Fleisch". Meistens läßt sich so etwas sogar ganz einfach "wegätzen". Klingt schlimm, tut aber überhaußt nicht weh. Ich hatte selbst schon mal etwas ähnliches.
Aber auf jeden Fall würde ich mir einen neuen Arzt suchen! Auch in Deinem Alter gehört das "Brustabtasten" und Blutdruckmessen einmal im Jahr dazu.
So, ich hoffe Dir etwas geholfen zu haben.

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16. September 2002 um 19:23
In Antwort auf sonje_12721763

Noch was
Das eine Arzthelferin mit im zimmer ist ist nicht verkehrt, viele Ärzte wurden schon zu unrecht des Missbrauchs bezichtigt. Allerdings hat die dann neben dem Kopfteil des Stuhles zu stehen und nur wenn nötig woanders, wenn sie der Ärztin was reichen muss oder ähnlich.

Fachlich ok,aber..
Also ich denke, fachlich ist deineFÄ schon in Ordnung, aber wenn sie dir auf fragen nicht oder nur so antwortet, dass du es nicht verstehst, stimmt es menschlich oder ganz individuell zwischen euch beiden nicht.
Papillome sind so etwas wie kleine Warzen, deren Erreger bestimmt Viren sind, die HP-Viren,von denen es eine ganze Reihe gibt.Da sie an der Auslösung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt sind, haben Frauen bei denen diese Viren gefunden ein erhötes Risiko an einer bösartigen Neubildung in diesem Bereich zu erkranken. Deshalb ist es sehr ratsam, die Vorsorge-U gewissenhaft und regelmäßig wahrzunehmen.Früh erkannt ist die Behandlung natürlich einfacher und erfolgversprechender.
Du hast allersdings nur ein erhöhtes Risiko und das bedeutet natürlich,dass du nicht notwendigerweise erkrankst.

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16. September 2002 um 23:44

Ein guter Gyn
ist mindestens genausoschwer zu finden wie ein guter Zahnarzt.
Ich hatte mit meinem letzten Gyn auch Probleme. Der hat bei mir auch Pappiloma-Viren festgestellt.
Das ist wohl so eine Vorstufe von Warzen. Ich hatte öfters Schmerzen beim GV oder uach ein unangenehmes Jucken. Er hat dann zum Sichtbarmachen verdünnte Essigsäure draufgemacht. Ich bin fast vom Stuhl gesprungen. Danch wurde das ganze mit einem Ätzzeug behandelt, was noch schlimmer war. Ich habe das ganze dann noch ein paarmal über mich ergehen lassen, bevor ich zu einer Ärztin gewechselt bin. Sie stellt nur eine Pilzinfektion festund keine Pappilomen. Sie verschreib eine Salbe und Zäpfchen und nach 2 Wochen war der Ärger vorbei. Vorher hatte ich mich fast ein Jahr damit rumgeschleppt.

Also hol Dir auf jeden fall eine 2.Meinung.

LG

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17. September 2002 um 11:05
In Antwort auf an0N_1226460899z

Fachlich ok,aber..
Also ich denke, fachlich ist deineFÄ schon in Ordnung, aber wenn sie dir auf fragen nicht oder nur so antwortet, dass du es nicht verstehst, stimmt es menschlich oder ganz individuell zwischen euch beiden nicht.
Papillome sind so etwas wie kleine Warzen, deren Erreger bestimmt Viren sind, die HP-Viren,von denen es eine ganze Reihe gibt.Da sie an der Auslösung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt sind, haben Frauen bei denen diese Viren gefunden ein erhötes Risiko an einer bösartigen Neubildung in diesem Bereich zu erkranken. Deshalb ist es sehr ratsam, die Vorsorge-U gewissenhaft und regelmäßig wahrzunehmen.Früh erkannt ist die Behandlung natürlich einfacher und erfolgversprechender.
Du hast allersdings nur ein erhöhtes Risiko und das bedeutet natürlich,dass du nicht notwendigerweise erkrankst.

Daaanke
für die lieben Beiträge und das ihr so schnell geantwortet habt. Ich bin jetzt zwar nicht unbedingt beruhigt, aber zumindest steh ich nicht mehr total im Wald und weiß wenigstens so halbwegs was ich hab.
Aber eine Frage hätt ich noch. Heißt das jetzt das ich mein Leben lang dieses erhöhte Risiko hab nur weil ich einmal diesen Viurus hatte? Oder ist dieser Virus nicht heilbar?

Frau Ärztin meinte nämlich falls der Abstrich ok ist, meldet sie sich nicht nochmal und dann muss ich auch nicht nochmal hinkommen. Halloo?? Und dann bleibt das so? Das muss doch behandelt werden!!

Naja ich such mir auf jeden Fall einen neuen Arzt sobald der Befund da ist- hoffentlich nix Schlimmes.

Liebe Grüsse

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17. September 2002 um 11:31
In Antwort auf gamal_12836112

Daaanke
für die lieben Beiträge und das ihr so schnell geantwortet habt. Ich bin jetzt zwar nicht unbedingt beruhigt, aber zumindest steh ich nicht mehr total im Wald und weiß wenigstens so halbwegs was ich hab.
Aber eine Frage hätt ich noch. Heißt das jetzt das ich mein Leben lang dieses erhöhte Risiko hab nur weil ich einmal diesen Viurus hatte? Oder ist dieser Virus nicht heilbar?

Frau Ärztin meinte nämlich falls der Abstrich ok ist, meldet sie sich nicht nochmal und dann muss ich auch nicht nochmal hinkommen. Halloo?? Und dann bleibt das so? Das muss doch behandelt werden!!

Naja ich such mir auf jeden Fall einen neuen Arzt sobald der Befund da ist- hoffentlich nix Schlimmes.

Liebe Grüsse

Regelmäßige Vorsorge
Leider sind Viren in den allermeisten Fällen nur sehr schwer behandelbar.Wenn Du Papillome oder Kondylome (Hautwucherungen)hast,kannst Du die vom FA entfernen lassen.Viren können aber immer in gesundem Gewebe persistieren,d.h. versteckt überleben.
Ansonsten ist es absolut ausreichend regelmäßig zur Vorsorge zu gehen.Solange der Krebsabstrich ok ist gibt es keierlei Grund zur Beunruhigung, und wenn Du ohnehin so vorbildlich bist und alle 6 Monate losgehst,kann Dir nicht mehr viel passieren.

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17. September 2002 um 12:21
In Antwort auf an0N_1226460899z

Regelmäßige Vorsorge
Leider sind Viren in den allermeisten Fällen nur sehr schwer behandelbar.Wenn Du Papillome oder Kondylome (Hautwucherungen)hast,kannst Du die vom FA entfernen lassen.Viren können aber immer in gesundem Gewebe persistieren,d.h. versteckt überleben.
Ansonsten ist es absolut ausreichend regelmäßig zur Vorsorge zu gehen.Solange der Krebsabstrich ok ist gibt es keierlei Grund zur Beunruhigung, und wenn Du ohnehin so vorbildlich bist und alle 6 Monate losgehst,kann Dir nicht mehr viel passieren.

Such dir wen anders!
Hi!
Mit FÄ hab ich auch schon die verschiedensten Erfahrungen gemacht.

Ich hab das Glück, dass es in meiner Heimatstadt einen echt perfekten Doc gibt.
Die Schwestern sind nett und NICHT bei der Untersuchung dabei (wozu auch, um die Instrumente zu benutzen und einfache Dinge wie z.B. eine Pilzinfektion mit dem Mikro zu bestimmen braucht es keine weitere Person), die kümmern sich nur um die Laborarbeit, Blutdruckmessen etc.
Der Arzt ist nett, kompetent, humorvoll, nimmt sich Zeit für einen...
Das einzige Problem ist, dass du monatelang auf einen Termin warten musst und im Wartezimmer nochmal ein bis zwei Stunden hockst. Is aber klar, wenn nunmal alle zu ihm wollen.

Es gibt hier noch eine Frauenärztin, die bekannt ist für ihre Übellaunigkeit und nicht gerade einfühlsame Art. Die hat auch entsprechend wenige Patientinnen.

Sowas ähnliches wie du hab ich aber auch schon bei 'nem anderen Arzt erlebt.
Erstmal kam die Schwester ins Wartezimmer und hat mich mit "freundlichstem" Ton ins Labor geordert, ohne zu sagen warum. Am Labor stand fett BLUTABNAHME, und da saß ich dann einige Minuten zwischen all den schönen Spritzen und Nadeln (hab 'ne regelrechte Phobie davor, musst du wissen), bis sie dann mit 'ner Bltudruckmanschette ankam (hätt die auch gleich sagen können), und hinterher ähnlich freundlich sagte: "Der ist aber ein bisschen hoch!" Wen wunderts...

Der Arzt selbst war ganz nett, aber als ich nach dem Vorgespräch dann auf dem Stuhl hockte, kam wieder meine "geliebte" Schwester rein. Und nicht genug damit, dass die da stand, nein, die hielt auch noch die andere Hälfte dieses zweiteiligen Spreizinstruments während der Doc einen Abstrich nahm. Fand ich super, so eine sympathische Person an meine intimste Stelle heranlassen zu dürfen...
Und das hätte nicht sein müssen, denn statt diesen zwei Spreizteilen gibt's ja auch dieses Ding, was zwei Griffe hat und mit einer Hand bedient werden kann, damit die andere frei ist. Aus dem Grund muss keine zweite Person dabei sein.

Naja, was dann auch nicht so toll war: Statt sich den Abstrich direkt unterm Mikro anzusehn (war dringendster Verdacht auf Pilzinfektion, sowas lässt dich normalerweise sofort abklären), wollte er das Sekret in eine Petrischale mit Nährlösung geben und mir dann in ein paar Tagen (früher sieht man nicht, ob da was gewachsen ist) Bescheid geben, ob es einen Befund gibt. das bringt einem natürlich viel in dem Moment...

Nun ja, was ich sagen will, ist, dass es echt die verschiedensten Ärzte gibt, und einen besseren als deinen findest du allemal. Also tu dir den Gefallen und such dir jemand anderes.

LG, m.

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17. September 2002 um 12:49

Ganz ehrlich....!
Ich würde das sofort der Polizei melden und die sollen nachschauen, ob es da mit rechten Dingen zu geht, ich glaube ja eher nicht! (So wie du das zumindest geschildert hast!)
Hoffentlich findest du einen besseren Arzt!

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17. September 2002 um 18:32

Mit wehenden Flaggen zur Verteidigung der spanischen Ärzte...
Nee, Du hast das falsch verstanden. Die spanischen Ärzte sind super, im übrigen in vielen Fachbereichen BESSER als ihre internationalen Kollegen (z.B. führend im Augen-OP Bereich!!!), nur das System ist leider zu bürokratisch und somit langsam. Aber das hat nichts mit der Qualifikation der Ärzte zu tun.

Was mir da passiert ist, hat vielmehr damit zu tun, dass da eben eine andere Mentalität eine Rolle spielt. Viele Frauen werden von ihren Männern zum Frauenarzt begleitet, und der ist auch oftmals dabei, wenn es "zur Sache" geht. Andererseits geht's hier unten eben nicht so zimperlich zu, was das Schamgefühl angeht. Hier leben die Leute oftmals noch generationsmässig auf engstem Raum... da kennt und sieht man eben alles, und dementsprechend herbe wird dann eben agiert.

Also bitte nicht falsch verstehen... ich war geschockt von meiner Behandlung - und weigere mich seitdem auch, in der Uniklinik behandelt zu werden - aber die Ärzte selbst sind klasse, und ich kann nur jedem Deutschen raten, bei Wehwechen im Urlaub in Spanien auch hier zum Arzt zu gehen, anstatt sich den Urlaub versauen zu lassen, weil man auf die Rückkehr nach Deutschland wartet...

LG Chata.

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18. September 2002 um 14:29

Freundinnen fragen...
Selbst in einer Stadt mit 80.000 Einwophner sollte sich doch ein kompetenter Frauenarzt (in) auftreiben lassen, oder?!

Gerade wenn du in eine neue Stadt kommst, frage Arbeitskollegen, Freundinnen, andere Frauen nach einer guten FA... Die meisten geben hilfsbereit Auskunft. Gerade wenn man eine ärztin sucht und zu keinem Mann will, ist das so am einfachsten, da gute und geduldige eher selten sind. Schade, kann ich eigntlich nicht verstehen, aber die Erfahrung habe ich leider auch gemacht.

Meine jetztige Ärztin habe ich über Freundinnen gefunden, und bin richtig glücklich dort. Sie ist vorsichtig, berücksichigt etwaige Problemchen mit äusserster Sorgfalt und ich fühl mich einfach sehr gut bei ihr aufgehoben, da ich auch etwas empfindlicher bin.

Also, zu einem "Metzger" würde ich kein einziges Mal mehr gehen. Such dir sofort jemand neues. Es gitb soviele ud bestimmt auch noch nette. Gerade mit solch einem Problem sollte man das nicht auf die lange Bank schieben.
Ausserdem, das Brustabtasten gehört wirklich dazu, egal welches Alter. Ich bin nicht privat versichert und bei mir macht sie das IMMER! Ebenso wie Blutdruckmessen. Das ist Standard. Es ist zwar keine Sprechstundenhilfe dabei, aber ist ja auch ne Frau.

So, dann viel Glück bei der SUche!

lg Lina76

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