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Gegenwehr aus der Styling-Kiste: Bissige BHs und smarter Nagellack

10. September 2014 um 12:49

Debatte: Bissige BHs und smarter Nagellack

Gegenwehr aus der Styling-Kiste: Produkte gegen Vergewaltigung erleben einen medialen Hype. Wie der Nagellack, der K.O.-Tropfen erkennen soll. Auf den Hype folgt die Diskussion: Sind verriegelte Slips und Elektro-Schock-BHs eine Lösung? Oder verschleiern sie einfach nur das eigentlich Problem?

Sieht so das Party-Stylen der Zukunft aus, kurz vor dem Aufbruch in die Nacht? Duschen, Haare waschen und dann erst mal ein Rape-axe-Kondom in die Vagina einschieben. Das kann bis 24 Stunden an dieser Stelle bleiben und haftet mit seinen Widerhaken bei Vergewaltigung am Penis des Täters fest. Erfunden in Südafrika. Danach in den Anti-Vergewaltigungs-Slip steigen. Der ist reiß- und schnittfest und der Verschluss-Clip kann nur von der Trägerin selbst geöffnet werden. Erfunden in Amerika. Der BH ist von der Marke SHE, ausgerüstet mit einem Drucksensor, der bei Betätigung Elektroschocks bis 3.800 Kilovolt verpasst und ein GPS-System enthält, mit dem die Polizei die Trägerin orten kann. Made in India.

Und dann noch als I-Tüpfelchen der leuchtend rote Nagellack, Marke Undercover Colours, der sich sobald man seinen Finger ins Getränk taucht verfärbt, sollten K.O.-Tropfen im Glas sein. Jetzt noch Puder, Kamm, Kippen und Pfefferspray in die Handtasche und los gehts. Das wird ein ausgelassener Abend!

Anti-Vergewaltigungs-Produkte erleben gerade einen medialen Hype. Sogar, wenn es sie noch gar nicht gibt so kürzlich ausgelöst durch den besagten Nagellack, der K.O.-Tropfen-Täter überführen soll. Den haben vier pfiffige Studenten der North Carolina State University zwar via Crowdfunding-Aktion groß angekündigt, entwickelt ist das Produkt aber noch nicht.

Ebenso wenig ist der SHE-BH auf dem Markt, Motto: der BH, der zurückbeißt. An dem tüftelt derzeit eine indische Ingenieurin. Einen Prototyp gibt es schon. Er soll laut Test-Trägerinnen sehr bequem sein.

Was es allerdings gibt, ist eine handfeste Debatte über das Für und Wider solcher Produkte. Die Befürworterinnen begrüßen die Mittel zur Gegenwehr. Die Kritikerinnen bemängeln, dass sich hier eine Falle für die Frauen auftut: Anstatt die Sexualstraftäter zur Verantwortung zu ziehen und ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, das sexuelle Gewalt ächtet und bekämpft, sollen die Frauen sich bitte besser schützen.

Was sagt ihr dazu?

10. September 2014 um 21:10

...
Keuschheitsgürtel wurden nicht in Amerika erfunden, die gibt es schon eine Weile länger...

In deutschland ist es schon lange nicht ungewöhnlich, dass Frauen beim Ausgehen regelmäßig Pfefferspray mit sich herumtragen. Trotzdem habe ich noch nie, wirklich NOCH NIE gehört, dass jemand über ein Opfer sagt: "Mensch, wieso hatte sie denn kein Pfefferspray dabei". es wurde IMMER der Täter zur Verantwortung gezogen.

Insofern sehe ich die Gefahr nicht...

Das Argument, dass man besser auf seine Gtränke hätte aufpassen sollen, wenn jemand KO-Tropfen hineingekippt hat, habe ich allerdings tatsächlich schon oft gehört. Trotzdem wurde da nicht das Opfer zum Täter gemacht, sondern nur die mangelnde Vorsicht bemängelt.

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