Forum / Sex & Verhütung

Eine Frage als Mann an die Damen hier: worin unterscheiden sich unsere sexuellen Bedürfnisse?

Letzte Nachricht: 22. Februar um 14:25
U
user850448930
17.02.22 um 15:08

Liebe Damen,

Ich möchte dieses Forum nutzen um eine euch eine Frage à la "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber aber nicht zu zu fragen wagten," zu stellen.

Ich muss gestehen, dass ich nie ganz sicher bin, was eine Frau wirklich will. Häufig erscheinen mir Frauen als sehr launusch, wechselhaft, widersprüchlich und hin- und hergerissen.

Manchmal kann Mann Frauen erleben, die sehr offen ihre sexuellen Bedürfnisse äußern und ausleben. Dann wiederum gibt es Frauen, die sich sehr unnahbar geben und zu tun, als ob sie gar keine Bedürfnisse haben oder Ihre Bedürfnisse vollständig kontrollieren können.

Oft denke ich, dass sich Frauen nicht eingestehen wollen, dass sie genauso wie Männer Lust haben und ihrem männlichen Gegenüber nichts anmerken lassen wollen. Teilweise erscheinen mir diese Versuche irgendwie krampfhaft.

Einerseits unterscheiden sich Pornos von und für Frauen kaum von männlichen Pornos. Andererseits weiß ich, das viele Frauen am Mann zum Beispiel Hände, Zähne und den Mund erotisch finden.

Mich interessiert, ob schöne Hände , ein schöner Mund und Zähne wirklich zu sexueller Erregung führen können? Ist eine solche Erregung identisch mit der Erregung die ihr habt, wenn ihr Pornos guckt?

Für mich funktioniert die Erregung oft ein Reflex. Das Gefühl ist nicht aufzuhalten. Frauen dagegen glauben anscheinend dieses Gefühl kontrollieren zu können. Wobei ich ich mich an ein Experiment erinnere kann, Frauen während einer Tomographie erotische Filme gezeigt wurden. Ergebnis war, das Frauen erklärt haben nicht erregt gewesen zu sein, obwohl eindeutig eine Reaktionen gemessen werden konnten.

So viel von mir. Wie seht und fühlt ihr sexuelle Erregung und wo seht ihr den Unterschied zu Männern?
 

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gwenhy
gwenhy
17.02.22 um 18:06

Ich höre öfter von Männern, dass sie einen Druck verspüren... Druck empfinde ich nicht in "Trockenphasen", vielmehr eine Sehnsucht nach den zuckersüßen Gefühlen, Liebe zu geben und zu empfangen, inzim zu sein. 

Duft, weiche, schöne geplegte Haut, Berührungen, Worte u.s.v.m. eregen mich. Dagegen empfinde ich Pornos als abstoßend.  

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anni_26975614
17.02.22 um 19:17

Ich denke nicht das es so große Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt sondern eher zwischen Mensch und Mensch. 
Jeder denkt und fühlt anders. 
Ich wirke auf Männer öfter ablehnend und unterkühlt. Ich muss mir auch öfter anhören ob ich mit meinen 19 Jahren noch keine Torschußpanik habe. 
Lust habe ich. Allerdings kann man Lust auch kontrollieren. Auch wenn es jetzt schnulzig rüberkommt, ich bin eine Frau die von der großen Liebe träumt. 
Einfach sinnlos, planlos meine Bedürfnisse ausleben ist etwas das ich nicht möchte. Deswegen kommt es öfter so rüber als hätte ich keine Bedürfnisse. 
Wenn ich aufzählen müsste was ich an Männern erotisch finde wäre bei mir an erster Stelle die Stimme. Danach die Augen. 

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chaosqueen
chaosqueen
17.02.22 um 19:51

Ich finde dieses Thema sehr interessant. 

Meine Bedürfnisse versuche ich großteils auszuleben. Aber da unterscheide ich mich schon wieder von Anderen. Gewisse Dinge sind für mich tabu. 

Bezüglich Pornos. Finde ich langweilig. Ich weiß wie es geht und brauche keinen Lehrfilm. 

Ob ich einen Mann erotisch anziehend finde entscheidet sich bei mir in ein paar Sekunden. Allerdings zählt da der Gesamteindruck. 

In Sachen launisch denke ich nicht das Männer Frauen da hinterher hinken. 
Mein Sohn beherrscht das rumzicken besser als ich. Aber kein Wunder, es ist ja bald Vollmond. 
 

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lenchen24
lenchen24
18.02.22 um 3:21

Für meinen Mann ist es sehr oft ein bloßer Druck, der ihm sehr unangenehm werden kann, wenn er ihn nicht ablassen kann. So kommuniziert er es selber offen und ehrlich. Bei ihm merke ich es dann auch konkret an seiner Laune, die stark abfällt und er zudem motzig wird. Daher kann ich die Empfindung als Reflex, der nicht aufzuhalten sei, schon nachvollziehen. Dagegen hält es sich bei mir in Grenzen. Mir macht es absolut nichts aus, wenn ich zwar Lust auf Sex habe, aber mal keinen haben kann.

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ashlyn_25969431
18.02.22 um 7:44

Lieber user 850448930,
mir ist aufgefallen, dass du nur negative Eigenschaften in Bezug auf Frauen erwähnt hast. Wieso? Ich glaube, du siehst das komplett falsch. Wir Frauen meistern Berufs- und Privatleben. Wir sind die Krankenschwester für die Kinder, die Pflegerin der kranken Eltern, die Psychologin für Arbeitskollegen, der Kummerkasten für Familie, Freunde und Bekannte. Wir schmeißen den Haushalt und sind die Hure im Bett. Wenn wir all diese Eigenschaften, die du aufgezählt hast nicht hätten, könnten wir all diesen Aufgaben nicht nachkommen. Wir sind Weltmeister im organisieren.
Für mich persönlich sind Hände nicht erotisch. Sie müssen sauber sein! Denn u. U. berühren sie mich an meiner intimsten Stelle. Das gleiche trifft für Mund und Zähne zu. Hygiene spielt eine große Rolle. Welche Frau möchte von einem Mann mit gelben Zähnen und aufgerissenen Lippen geküsst werden? Ich kenne keine.
Ja, wir Frauen können unsere Bedürfnisse kontrollieren. Ich persönlich mag keine Pornofilme, aber ein guter erotischer Film, mit sehr guten Schauspielerin, finde ich gut.

SO manche Frau wünscht sich, dass der Partner ihre Vorlieben und Wünsche erkennt, ohne groß darüber reden zu müssen. Natürlich sollte Frau schon sagen, was ihr gefällt und was nicht, aber durch die Aufmerksamkeit des Mannes findet dieser relativ schnell selbst heraus was Frau gefällt.

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bowmore
18.02.22 um 10:43
In Antwort auf lenchen24

Für meinen Mann ist es sehr oft ein bloßer Druck, der ihm sehr unangenehm werden kann, wenn er ihn nicht ablassen kann. So kommuniziert er es selber offen und ehrlich. Bei ihm merke ich es dann auch konkret an seiner Laune, die stark abfällt und er zudem motzig wird. Daher kann ich die Empfindung als Reflex, der nicht aufzuhalten sei, schon nachvollziehen. Dagegen hält es sich bei mir in Grenzen. Mir macht es absolut nichts aus, wenn ich zwar Lust auf Sex habe, aber mal keinen haben kann.

Das ist, für mich, ebenso unverständlich wie dass manche sagen bei Hunger kriegen die schlechte Laune.
Entweder ich bin ein netter, gut erzogener Mensch und lasse dementsprechend meine Laune nicht an anderen aus oder eben nicht. Dann ist so ein Vorwand natürlich gern vorgeschoben.

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lenchen24
lenchen24
18.02.22 um 11:27

Du hast eine andere Ansicht und das ist völlig okay.

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zauderer22
18.02.22 um 13:58

Das Wort "Druck" ist recht missverständlich. Das Wort "Sehnsucht" nach Intimität ist da viel "ausdrucksvoller". Wenn die Sehnsucht jedoch so stark ist, dass man unter dem Nichterfülltsein zu leiden beginnen könnte, dann wird das Wörtchen "Druck" vielleicht etwas verständlicher.

Männer, die in einer festen Partnerschaft "Druck" verspüren, obgleich ihre Partnerin immer noch an erotisch-sexuellem Austausch interessiert ist, verwenden m.E. ein falsches Wort. Ich weiß auch nicht genau, was sie meinen. Wenn das Interesse vielleicht größer ist als das ihrer Partnerin, haben wir sozusagen ein "Frequenzproblem" (unter dem auch Frauen leiden könnten). Das würde ich aber mit anderen Begriffen ansprechen.

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U
user850448930
18.02.22 um 15:22

Vielen Dank für die vielen aufschlussreichen Kommentare.

Liebe Luna02. Tut mir leid, dass dir meine Einschätzung zu Frauen so negativ rüberkam. Das ist wirklich nicht meine Absicht gewesen. Es geht mir nur darum, zu verstehen, ob und warum wir unterschiedlich empfinden.

Aus euren Kommentaren schließe ich, dass Männer und Frauen in der Tendenz die Sexualität doch unterschiedlich erleben. Ihr seid meistens sinnlicher und braucht Vertrautheit. Man(n) muss euch auch emotional reizen. 

Das Gefühl bei längeree sexueller Abstinenz einen gewissen Druck zu  verspüren, kennt glaube ich jeder Mann. Ich würde sogar so weit gehen, es als sexuelle Frustration zu bezeichnen.

Aber kommt so etwas bei euch Frauen wirklich nie vor? Ist eure Kontrolle über eure Lust so absolut?

Das hört sich für mich so an, als ob ihr einen dafür einen Schalter habt, den Ihr nach belieben an- und ausschalten könnt .

Es fällt mir schwer zu glauben, dass bei Frauen nicht auch ein leidensdruck aufkommt.

Ich komme wieder zurück zu meiner These, dass es viele Frauen gibt, die Ihre Lust als solche nicht wahrnehmen können und die Erregung fehlinterpretieren. Siehe mein Hinweis auf die Forschung 

 

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biggi6606
18.02.22 um 16:27

 .., HalliHalloo, ich hab deinen Roman grad gelesen. Möchte dir mal ganz kurz antworten: Der Unterschied besteht darin, dass die meisten Männer unter Sex "Druckablassen" verstehen, während Frauen "richtigen Sex" wollen! Das eine dauert 3 - 8 Minuten, das andere minimal 1,5 Stunden...  - Gebrauchsanweisung per PN -

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bowmore
18.02.22 um 16:56
In Antwort auf user850448930

Vielen Dank für die vielen aufschlussreichen Kommentare.

Liebe Luna02. Tut mir leid, dass dir meine Einschätzung zu Frauen so negativ rüberkam. Das ist wirklich nicht meine Absicht gewesen. Es geht mir nur darum, zu verstehen, ob und warum wir unterschiedlich empfinden.

Aus euren Kommentaren schließe ich, dass Männer und Frauen in der Tendenz die Sexualität doch unterschiedlich erleben. Ihr seid meistens sinnlicher und braucht Vertrautheit. Man(n) muss euch auch emotional reizen. 

Das Gefühl bei längeree sexueller Abstinenz einen gewissen Druck zu  verspüren, kennt glaube ich jeder Mann. Ich würde sogar so weit gehen, es als sexuelle Frustration zu bezeichnen.

Aber kommt so etwas bei euch Frauen wirklich nie vor? Ist eure Kontrolle über eure Lust so absolut?

Das hört sich für mich so an, als ob ihr einen dafür einen Schalter habt, den Ihr nach belieben an- und ausschalten könnt .

Es fällt mir schwer zu glauben, dass bei Frauen nicht auch ein leidensdruck aufkommt.

Ich komme wieder zurück zu meiner These, dass es viele Frauen gibt, die Ihre Lust als solche nicht wahrnehmen können und die Erregung fehlinterpretieren. Siehe mein Hinweis auf die Forschung https://www.aerztliches-journal.de/medizin/allgemeinmedizin/neurologie/sexuelle-erregbarkeit-keine-frage-des-geschlechts/b5c8111a555e8fe0af27c74753ec9fe4/

 

Das Gefühl bei längerer Abstinenz einen Gewissen Druck zu verspüren, kenn glaube ich jeder Mann. Ich würde sogar so weit gehen, Es als sexuelle Frustration zu bezeichnen.

Jeder Mann bestimmt nicht.
Ich hatte sowas noch nie. Nicht auch nur im Ansatz.

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zauderer22
18.02.22 um 22:53
In Antwort auf biggi6606

 .., HalliHalloo, ich hab deinen Roman grad gelesen. Möchte dir mal ganz kurz antworten: Der Unterschied besteht darin, dass die meisten Männer unter Sex "Druckablassen" verstehen, während Frauen "richtigen Sex" wollen! Das eine dauert 3 - 8 Minuten, das andere minimal 1,5 Stunden...  - Gebrauchsanweisung per PN -

@Biggi.

Ich denke, dass es hier einige Missverständnisse auf beiden Seiten gibt. Die "kurze Nummer" zum Druckablassen würde ich als Mann für ziemlich unerotisch halten. Männer, die da nicht mehr empfinden, würden mir sehr leid tun.

Wahrscheinlich meint der TE nur, dass er bei Frauen selten so etwas wie eine große Sehnsucht nach sexueller Intimität kennenlernen durfte.

Nach meiner Lebenserfahrung sind da aber Frauen genauso unterschiedlich wie wir Männer. Ich habe auch Frauen kennengelernt, die mir unverblümt gesagt haben, wie sehr sie "es" jetzt wünschen. Dazu gehört Mut, für viele auch Überwindung. Und im übrigen: Nicht immer kommt eine solche Direktheit bei Männern gut an.

Da steckt doch in uns allen vielzuviel an tradierten Vorurteilen und Normen, auch wenn wir uns noch so modern glauben.

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S
sisteronthefly
19.02.22 um 8:38

Guten  Morgen 

Über Männer könnte man im Übrigen genau das Gleiche sagen. Sie sind launisch, ambivalent, hin- und hergerissen. Ganz klar, dass niemand weiß was der andere dann wirklich möchte. Ich glaube, dass alle Menschen versuchen ihre Befürfnisse zu erfüllen, wobei ich allerdings ziemlich sicher bin, dass nicht alle Bedürfnisse mit Sexualität gleichbedeutend sind. Ich denke, dass manchmal auch bestimmte Bedürfnisse erfüllt sein müssen, um Sex zu haben. Wie etwa sich mit jemandem verbunden fühlen oder das Gefühl von Wärme. Aber auch hier sind vermutlich alle Menschen unterschiedlich, eine allgemein gültige Aussage gibt es vermutlich nicht. 

Erregung hat für mich nicht direkt etwas mit einem Bedürfnis zu tun. Vielleicht eher mit der Strategie, um ein spezielle Bedürfnis zu befriedigen. Aber gut, darauf wolltest du nicht hinaus. 
Erregung ist in gewissem Sinne steuerbar, indem ich mich darauf einlasse oder nicht. Der zentrale Ort der Entstehung ist das Gehirn und das Denken. Ein Porno ist nichts weiter, als ein Impuls. Das kann anregend sein, weil man einem Impuls nachgibt, muss es aber nicht. Dann nimmt jeder für sich selbst ja auch wahr, was er oder sie anregend empfindet. Das kann sich ziemlich unterscheiden. Und auch die Bewertung sexueller Reize spielt vermutlich eine große Rolle. 

Im Prinzip denke ich auch, dass Männer und Frauen von Pornografie gleichermaßen stimuliert werden. Ich glaube allerdings auch, dass es Unterschiede gibt, wie diese sexuellen Reize wahrgenommen und verarbeitet werden. Um noch eins draufzusetzen glaube ich, dass die aktuelle Verfassung und allgemeine Bedürfnislage hineinspielt und ganz wichtig denke ich auch, gewisse Erwartungen oder Vorerfahrungen entscheidend sind. 

Mal kurz auf den Punkt gebracht...wenn Männer und Frauen mehr über ihre Gefühle sprechen würden, dann gäbe es vermutlich weniger Missverständnisse. 

LG Sis

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U
user850448930
19.02.22 um 15:08

Mir sind die Aussagen, dass wir alle unterschiedluch sind, zu pauschal. Es ist zwar richtig, und diese Unterschiede kann man erklären. Sozialisation, kulturelles Umfeld, negative erte Erfahrungen usw. Aber die uns angeborenen Instinkte und Triebe müssten ähnlich sein. Jedenfalls geschlechtsintern ähnlich.

Mich interessiert, waum geht eine Frau fremd ? Spielt da mehr als Sex eine Rolle ? Warum seid ihr schon mal fremd gegangen oder habt euch auf ein ONS eingelassen ? Könnt ihr Sex und Liebe trennen ?

 

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ashlyn_25969431
19.02.22 um 16:07
In Antwort auf user850448930

Mir sind die Aussagen, dass wir alle unterschiedluch sind, zu pauschal. Es ist zwar richtig, und diese Unterschiede kann man erklären. Sozialisation, kulturelles Umfeld, negative erte Erfahrungen usw. Aber die uns angeborenen Instinkte und Triebe müssten ähnlich sein. Jedenfalls geschlechtsintern ähnlich.

Mich interessiert, waum geht eine Frau fremd ? Spielt da mehr als Sex eine Rolle ? Warum seid ihr schon mal fremd gegangen oder habt euch auf ein ONS eingelassen ? Könnt ihr Sex und Liebe trennen ?

 

Ja, Männer UND Frauen haben sexuelle Triebe. Trotzdem läuft das Ganze sehr unterschiedlich ab. Zudem tickt da jede Frau anders. Es lässt sich nicht pauschalisieren.

Frauen gehen aus den selben Gründen fremd wie Manner. Und ja, man kann Liebe und Sex trennen. 

Wieso interessiert dich das denn so sehr? Ist deine Frau fremd gegangen und du verstehst nicht wieso sie das getan hat?

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knuddelbaer10
knuddelbaer10
19.02.22 um 17:42
In Antwort auf biggi6606

 .., HalliHalloo, ich hab deinen Roman grad gelesen. Möchte dir mal ganz kurz antworten: Der Unterschied besteht darin, dass die meisten Männer unter Sex "Druckablassen" verstehen, während Frauen "richtigen Sex" wollen! Das eine dauert 3 - 8 Minuten, das andere minimal 1,5 Stunden...  - Gebrauchsanweisung per PN -

diese Gebrauchsanweisung hätte ich auch gerne mal eingesehen liebe Biggi. Vielleicht bekomme ich ja auch eine.
Denke aber auch dass eine Frau wesentlich mehr hat von einem langem Vorspiel als der eigentlichen Penetration.
Oder liege ich da gänzlich falsch?

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S
sisteronthefly
19.02.22 um 17:44
In Antwort auf user850448930

Mir sind die Aussagen, dass wir alle unterschiedluch sind, zu pauschal. Es ist zwar richtig, und diese Unterschiede kann man erklären. Sozialisation, kulturelles Umfeld, negative erte Erfahrungen usw. Aber die uns angeborenen Instinkte und Triebe müssten ähnlich sein. Jedenfalls geschlechtsintern ähnlich.

Mich interessiert, waum geht eine Frau fremd ? Spielt da mehr als Sex eine Rolle ? Warum seid ihr schon mal fremd gegangen oder habt euch auf ein ONS eingelassen ? Könnt ihr Sex und Liebe trennen ?

 

Hallo,

auch wenn Triebe angeboren sind (übrigens Hunger und Durst gehören dazu) ist es von verschiedenen Faktoren abhängig, wie jemand damit umgeht. 
Deine Fragen betrachte ich rein hypothetisch. Vermutlich ist der Fall bei Frauen, wie auch bei Männern ähnlich geartet. Ich kann mir auch hier nicht vorstellen, dass NUR Sex der ausschlaggebende Punkt ist. Vielmehr das, was im Vorfeld der Beziehung falsch oder subotimal gelaufen ist. Mangelnde Kommunikation, das Gefühl von Unverständnis durch den Partner, mangelnde Anerkennung und bestimmt einiges mehr. 

Deine Fragen gehen in eine seltsame Richtung. 
Wohl dem, der seine Emotionen im Griff hat. Beim Sex kommen immer noch Bindungshormone ins Spiel. Die kleinen Scheißerchen könnten manch einen irritieren. Eigentlich ist das von der Natur so gedacht und echt schlau. 

Alle Menschen sind triebhaft und handeln nur nach ihrem Urinstinkt ist mir zu pauschal. 
Bringt dich aber vermutlich nicht weiter hm?! 

LG Sis 

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bissfest
bissfest
19.02.22 um 19:28

Mir, weiblich, können Sex oder die sexuelle Befriedigung sehr wohl ein körperliches Bedürfnis sein, ähnlich wie atmen oder essen. Aber ich möchte dieses Bedürfnis dann klarerweise auch nicht wahllos mit jedem umsetzen. In einer Beziehung aber macht es mir schon gar keinen Spaß, wenn der Sex ausbleibt oder wenn die für mich passende Frequenz unterschritten wird. Da ich diesbezüglich sehr fleischlich gebaut bin und von der Beziehung schon etwas merken will, weil mir die Treue sonst gar keinen Spaß macht, sind längerfristige sexuelle Schieflagen für mich ein Trennungsgrund - zumindest nach einer Phase des Hoffens und Entbehrens (wenn dem Ganzen gesundheitsbedingte Themen zugrundeliegen, sieht die Sache schon wieder anders aus). 

Was ich zum Ausdruck bringen möchte: Ich kenne meine körperlichen Bedürfnisse, habe kein Problem damit, sie beim Namen zu nennen und ein Stück weit auch als integralen Bestandteil einer Beziehung einzufordern oder eben zu gehen (nach einer gewissen Zeit jedenfalls, wenn sich nichts ändert).

Ich kann auch sehr gut vermitteln, dass ich "es" hier und jetzt will und habe noch nie erlebt, dass ein Mann das nicht schicklich oder schockierend fand. 

Egal, wie sehr oder wenig kompatibel ich mit einer bestimmten Person war: Diese Geradlinigkeit hat mir noch kein Mann übel genommen, eher im Gegenteil. 

Ob ich jetzt da eine Ausnahme bin, weiß ich nicht. Aber was du da über Frauen geschrieben hast: Auf mich trifft es gar nicht zu.

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U
user850448930
19.02.22 um 20:01
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo,

auch wenn Triebe angeboren sind (übrigens Hunger und Durst gehören dazu) ist es von verschiedenen Faktoren abhängig, wie jemand damit umgeht. 
Deine Fragen betrachte ich rein hypothetisch. Vermutlich ist der Fall bei Frauen, wie auch bei Männern ähnlich geartet. Ich kann mir auch hier nicht vorstellen, dass NUR Sex der ausschlaggebende Punkt ist. Vielmehr das, was im Vorfeld der Beziehung falsch oder subotimal gelaufen ist. Mangelnde Kommunikation, das Gefühl von Unverständnis durch den Partner, mangelnde Anerkennung und bestimmt einiges mehr. 

Deine Fragen gehen in eine seltsame Richtung. 
Wohl dem, der seine Emotionen im Griff hat. Beim Sex kommen immer noch Bindungshormone ins Spiel. Die kleinen Scheißerchen könnten manch einen irritieren. Eigentlich ist das von der Natur so gedacht und echt schlau. 

Alle Menschen sind triebhaft und handeln nur nach ihrem Urinstinkt ist mir zu pauschal. 
Bringt dich aber vermutlich nicht weiter hm?! 

LG Sis 

@sisfly
Ja, ihr Frauen seid nicht so einfach .

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U
user850448930
19.02.22 um 20:17
In Antwort auf ashlyn_25969431

Ja, Männer UND Frauen haben sexuelle Triebe. Trotzdem läuft das Ganze sehr unterschiedlich ab. Zudem tickt da jede Frau anders. Es lässt sich nicht pauschalisieren.

Frauen gehen aus den selben Gründen fremd wie Manner. Und ja, man kann Liebe und Sex trennen. 

Wieso interessiert dich das denn so sehr? Ist deine Frau fremd gegangen und du verstehst nicht wieso sie das getan hat?

@Luna
Ich möchte Frauen einfach beaser veestehen.
Und ich glaube, dass viele Frauen sich immer nich "anständig" geben willen. Sie möchten nicht als Schlampen gelten und halten sich ggf eher zurück.

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

K
kyano_25663839
20.02.22 um 0:28

Ich bin keine Frau, aber ich hab eine Freundin, und bei ihr hat Sex sehr viel mit sich einander Anvertrauen zu tun.

So, wie sie gestrickt ist, könnte sie wohl mit einem Menschen, dem sie sich nicht anvertrauen würde, keinen Sex haben.

Bei mir ist es auch so, aber nach allem, was ich um mich herum sehe, bin ich damit als Mann nicht unbedingt z6u jedem Zeitpunkt  in einer absoluten Mehrheit.

Bei vielen Männern kann die Anvertrauens-Komponente gegenüber der Libido bzw dem sexuellen Verlangen in den Hintergrund treten. Dann fällt zB One-Night-Stand oder Sex mit Prostituierten, also mit Leuten, die man nicht kennt und denen man sich nicht anvertrauen würde, leichter.

Bei Frauen kann, nach allem, was ich um mich herum wahrnehme, die Libido auch zunehmen, aber darüber rückt bei vielen Frauen die Anvertrauens-Komponente nicht so stark in den Hintergrund. Sie würden trotzdem keinen Sex mit Menschen haben, denen sie sich nicht anvertrauen mögen.

In der Gewichtung dieser Anvertrauens-Komponente sehe ich einen Hauptunterschied zwischen vielen Frauen und vielen Männern.

Über Unterschiede in der Libido an sich kann ich nicht viel sagen. Wenn ich mal eine Weile keine Initiative zeige, ergreift meine Freundin die Initiative.

Ich weiss nur eins:

Wenn ein Mensch (oder ganz allgemein ein Mitgeschöpf) sich einem anvertraut, und man dieses Vertrauen und diese Liebe verrät, dann macht man sich einer ungeheuerliche Grausamkeit schuldig.

Deshalb sollten Leute, die grade halt auf eine schnelle Nummer/einen One-Night-Stand/dergleichen aus sind, immer genau hinschauen, was der Sex für die andere Person bedeuten würde. Und, wenn sie merken, dass sie jemanden vor sich haben, für die/den das alles sehr stark an Anvertrauen etc geknüpft ist, es lieber bleiben lassen und sich lieber jemanden suchen, die/der nicht so tickt.

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K
kyano_25663839
20.02.22 um 0:52
In Antwort auf bowmore

Das Gefühl bei längerer Abstinenz einen Gewissen Druck zu verspüren, kenn glaube ich jeder Mann. Ich würde sogar so weit gehen, Es als sexuelle Frustration zu bezeichnen.

Jeder Mann bestimmt nicht.
Ich hatte sowas noch nie. Nicht auch nur im Ansatz.

bowmore, ich glaube, ich verstehe, was Du meinst.

Wenn ich zB eine kniffelige Denkaufgabe nicht hinbekomme, bewegen sich bei mir Frustration und Ärger über mich selbst manchmal in Regionen, da reichen etwaige durch sexuelle Abstinenz verursachte Gefühle nicht im Ansatz heran.

Als ich meine Freundin - sie war in der Schule eine Klasse unter mir - kennengelernt und ihr Mathenachhilfe gegeben habe, woraufhin sie im selben Schuljahr von einer Fünf auf eine Zwei kam, war sie ab und zu frustriert wenn ich gesagt habe, erst wenn die Aufgaben richtig gerechnet sind/wenn der Beweis korrekt dasteht, wird wieder geschmust. 

Und was zB den Vergleich zwischen Hunger und dem Bedürfnis nach Sex angeht:

Ich war zum Glück noch nie in einer so üblen Lage, aber ich kann mir vorstellen, dass ein Bedürfnis nach Nahrung, wenn es zu lange ungestillt bleibt und für mich zur Existenzbedrohung wird, mich irgendwann vielleicht auch gemeingefährlich machen könnte gegenüber Leuten, die mir nichts von ihrem Essen abgeben möchten.
Aber wenn es keine Frau gibt, die Sex mit mir haben möchte, werde ich deswegen nicht gemeingefährlich, sondern hole mir einfach im stillen Kämmerchen einen runter. 

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S
sweetlola
20.02.22 um 1:13

Wenn ich geil bin, dann hätte ich in dem Moment natürlich auch gern Sex und möchte dann meine Vorlieben dabei ausleben. ich mag es z.b. sehr, wenn man sich mit meinen Brüsten beschäftigt. Komischerweise wenn es dazu kommt, hat mein gegenüber plötzlich keinen "Trieb" mehr?!? Das ist zieh mich deprimierend, wenn man sich quasi anbietet...in der Moment könnte man mit mir anstellen was man will, weil meine geilheit in dem Moment einfach extrem ist....aber umso enttäuschender ist es dann wenn man es nicht ausleben kann.und auf Dauer vergeht mir als Frau auch einfach die Lust daran mich dann hinzugeben, wenn es der männliche Gerade wieder geil ist....Glaub damit bin ich nicht allein 

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ashlyn_25969431
20.02.22 um 6:43
In Antwort auf user850448930

@Luna
Ich möchte Frauen einfach beaser veestehen.
Und ich glaube, dass viele Frauen sich immer nich "anständig" geben willen. Sie möchten nicht als Schlampen gelten und halten sich ggf eher zurück.

Nein das siehst du falsch. In manchen Situationen sind Frauen gerne sogenannte "Schlampen" - obwohl ich einen anderen, treffenderen Ausdruck bevorzugen würde. Aber hier, im öffentlichen Forum, wirst du vermutlich nicht die Antworten finden, die du suchst. Es lesen möglicherweise Minderjährige mit und wenn man zu sehr in die Details geht, ruft das den Admin auf den Plan.

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S
sarahjo
20.02.22 um 8:56

Ich empfinde die Stimme eines Mannes manchmal unglaublich erotisch. Hände sind mir auch sehr wichtig.
Grundsätzlich kann ich rückblickend sagen, dass ich schon einige Dinge getan habe, die nicht von mir geplant waren.
Aber wenn die Stimmung passt und ich an einem gewissen Punkt bin, kann ich mich auch nicht mehr kontrollieren, dann möchte ich einfach alles.
Kein Unterschied zu Männern, oder? Warum auch. Ist natürlich Typsache, auch Männer können beherrscht und unterkühlt sein. 

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K
kyano_25663839
20.02.22 um 10:57

Wenn Du Deinen Fragekomplex ein bisschen mit der Feminismus-Debatte verknüpfen magst, um Pepp in die Diskussion zu bringen, empfehle ich von Esther Vilar das Buch "Der dressierte Mann".   

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U
user850448930
20.02.22 um 12:24
In Antwort auf kyano_25663839

Ich bin keine Frau, aber ich hab eine Freundin, und bei ihr hat Sex sehr viel mit sich einander Anvertrauen zu tun.

So, wie sie gestrickt ist, könnte sie wohl mit einem Menschen, dem sie sich nicht anvertrauen würde, keinen Sex haben.

Bei mir ist es auch so, aber nach allem, was ich um mich herum sehe, bin ich damit als Mann nicht unbedingt z6u jedem Zeitpunkt  in einer absoluten Mehrheit.

Bei vielen Männern kann die Anvertrauens-Komponente gegenüber der Libido bzw dem sexuellen Verlangen in den Hintergrund treten. Dann fällt zB One-Night-Stand oder Sex mit Prostituierten, also mit Leuten, die man nicht kennt und denen man sich nicht anvertrauen würde, leichter.

Bei Frauen kann, nach allem, was ich um mich herum wahrnehme, die Libido auch zunehmen, aber darüber rückt bei vielen Frauen die Anvertrauens-Komponente nicht so stark in den Hintergrund. Sie würden trotzdem keinen Sex mit Menschen haben, denen sie sich nicht anvertrauen mögen.

In der Gewichtung dieser Anvertrauens-Komponente sehe ich einen Hauptunterschied zwischen vielen Frauen und vielen Männern.

Über Unterschiede in der Libido an sich kann ich nicht viel sagen. Wenn ich mal eine Weile keine Initiative zeige, ergreift meine Freundin die Initiative.

Ich weiss nur eins:

Wenn ein Mensch (oder ganz allgemein ein Mitgeschöpf) sich einem anvertraut, und man dieses Vertrauen und diese Liebe verrät, dann macht man sich einer ungeheuerliche Grausamkeit schuldig.

Deshalb sollten Leute, die grade halt auf eine schnelle Nummer/einen One-Night-Stand/dergleichen aus sind, immer genau hinschauen, was der Sex für die andere Person bedeuten würde. Und, wenn sie merken, dass sie jemanden vor sich haben, für die/den das alles sehr stark an Anvertrauen etc geknüpft ist, es lieber bleiben lassen und sich lieber jemanden suchen, die/der nicht so tickt.

@skycaptain

das hast du sehr schön formuliert. Ich bin auch ein Freund der klaren Worte. Das hat dann, wenn man sich warum auch immer nicht binden mag, den Effekt das man von 95% der Frauen uninteressant ist. Und das Männer das wissen, lassen sie die Frau häufig im unklaren über Ihre Absicht.

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user850448930
20.02.22 um 12:49
In Antwort auf sarahjo

Ich empfinde die Stimme eines Mannes manchmal unglaublich erotisch. Hände sind mir auch sehr wichtig.
Grundsätzlich kann ich rückblickend sagen, dass ich schon einige Dinge getan habe, die nicht von mir geplant waren.
Aber wenn die Stimmung passt und ich an einem gewissen Punkt bin, kann ich mich auch nicht mehr kontrollieren, dann möchte ich einfach alles.
Kein Unterschied zu Männern, oder? Warum auch. Ist natürlich Typsache, auch Männer können beherrscht und unterkühlt sein. 

@sarahjo
Richtig, Sarah. Das ist kein Unterschied zu uns Männern. 
Kann das vielleicht auch an der Generation liegen ? Heutzutage ist man offener als frührer.

 

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sarahjo
20.02.22 um 14:55
In Antwort auf user850448930

@sarahjo
Richtig, Sarah. Das ist kein Unterschied zu uns Männern. 
Kann das vielleicht auch an der Generation liegen ? Heutzutage ist man offener als frührer.

 

Glaube ich nicht unbedingt. Bin schon über 50, aber worauf ich Lust habe, habe ich schon immer gesagt - ob damals mit 18 oder jetzt. 
In meiner Jugend gab es offene und fordernde Frauen, heute kann ich aber auch sehr zurückhaltende Mädchen beobachten, die anscheinend jeden ONS verurteilen würden. Mein Eindruck ist, das gerade diese emanzipierte, gebildete junge Frauen sind. 

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sisteronthefly
21.02.22 um 13:15
In Antwort auf user850448930

@sisfly
Ja, ihr Frauen seid nicht so einfach .

Hey,

hier möchte ich dir widersprechen, es wäre ungefähr gleich, wennn ich darauf folgendermaßen reagieren  würde....Männer sind zu einfach und haben nur eines im Sinn. 
Ich weiß, dass es Männer gibt, auf die diese Pauschalisierung nicht zutrifft. Ebenso wird es Frauen geben, auf die das nicht zutrifft. 

Was bedeutet für dich "nicht einfach"? 

LG Sis

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julia050184
julia050184
21.02.22 um 16:19

Huh, da schneidest Du ein Thema an, bei dem ich aufpassen muss, dass, wenn ich überhaupt was dazu schreibe, ich nicht gleich ein Essay von 5000 oder 10000 Wörtern schreibe.

Ich denke, da beobachtest Du zwei ganz unterschiedliche Dinge.  Das eine ist, dass manche Frauen beim Kennenlernen je nach Situation gern etwas Katz und Maus spielen, das andere, dass wohl leider noch immer nicht so wenige Frauen gehemmt und verunsichert mit ihrer Sexualität umgehen.

Beim Kennenlernen, beim Flirten spielen manche Frauen gern so ein bisschen mit dem Mann.  Ein Lächeln, versteckte Andeutungen, die er erkennen und interpretieren soll, ein bisschen zappeln lassen, er soll sich noch mal ein bisschen ins Zeug legen, usw.  Und er soll auch mitspielen, darf auch gern die gleichen Spielchen treiben.  Hat mir (und den Männern) immer Spaß gemacht, wenn sich dabei so ein erotisches Knistern entwickelt hat.  Vielleicht interpretierst Du das als wechselhaft, wiedersprüchlich und hin- und hergerissen.  Ist aber doch viel spannender, als wenn der Mann plump angepoltert kommt "Hey, Babe, zusammen in die Kiste?" und sie antwortet sofort "Klar, Alter, wo steht denn Dein Schlitten?".  Diese Typen gibt es auch, ich stelle es natürlich gerade sehr überspitzt dar.  Aber auch hier auf Gofeminin ist das bei manchen nicht so viel anders.  Ich bekomme andauernd PN, in denen der Mann spätestens in der 3. Nachricht ungefragt mitteilt, wie groß und sportlich er ist, Haar- und Augenfarbe, was er wiegt und was für ein toller Typ, und ganz wichtig, wie lang (und manchmal wie dick) sein bestes Stück ist.  Im Gegenzug wollen sie dann von mir auch Größe, Gewicht und Körbchengröße wissen.  Manchmal auch gleich noch, ob ich rasiert bin.  Da stelle ich mir dann doch etwas, äh... nein, nicht nur etwas, sondern viel mehr Niveau vor.

Das hat auch nichts mit der unsäglichen Diskussion zu tun, ob ein "Nein" bei einer Frau auch "Nein" heißt.  Das heißt es natürlich, ohne wenn und aber.  Und jeder Mann sollte doch wohl unterscheiden können, was ein "Nein" ist, und was Flirten und Spiel ist.

Der andere Punkt ist sind Hemmungen und Unsicherheit und der ist, glaube ich, viel gravierender und trauriger.  Auch 2022 sind wir anscheinend immer noch nicht so weit, dass Frauen und Männer gleich zu ihrer Sexualität stehen.  Viele Frauen stehen inzwischen komplett dazu, sind sehr selbstsicher, gehen bewusst damit um und sagen auch, was sie wollen.  Die hast Du offenbar auch erlebt.  Leider gibt es aber auch noch viele, die sich vom Elternhaus, der Schule, von Filmen, der Gesellschaft ein ganz blödes und falsches Bild über ihre eigene, weibliche Sexualität mitgeben lassen.

Natürlich wird das an kaum einer Stelle offen und klar ausgesprochen, aber unterschwellig ganz oft.  Das Bild von Frauen und Männern ist, gerade auch diesem Punkt, in vielen Köpfen immer noch sehr unterschiedlich. Der Mann hat seinen starken Drang, den er befriedigen will und dazu braucht er eine schöne Frau.  Für ihn ganz wichtig, seinen Spaß zu haben und zum Orgasmus zu kommen.  Die Frau darf natürlich (früher nicht so, aber allmählich immer mehr) auch Spaß dabei haben, auch einen Orgasmus, denn der Mann braucht ja seine Bestätigung, wie toll er im Bett ist.  Wie extrem leidenschaftlich und lustvoll der Sex auch für eine Frau sein kann, wenn sie sich ganz fallen lassen kann, und dass wir mindestens genauso starke Bedürfnisse haben, ist noch nicht bei allen angekommen [1].  Bevor jetzt hier einige schon die Messer wetzen und mich zerreißen wollen:  Ich weiß, dass ich das gerade sehr überspitzt und übertrieben dargestellt habe, um den Punkt deutlich zu machen.  Denkt mal drüber nach, ob ihr nicht auch seht, dass da ein wahrer Kern drinsteckt.  Man sieht es doch auch daran, es ist völlig OK, sogar beneidenswert, wenn ein Mann gleich an jedem Finger eine Frau hat, gleichzeitig oder Dutzende nacheinander.  Ein richtiger Kerl.  So richtig die Hörner abstoßen und ausleben.  Tut eine Frau das, ist sie schnell eine Schlampe, der keiner zum Opfer fallen will.  (Ich finde das übrigens weder bei einem Mann noch bei einer Frau sehr gut, aber lasse jedem und jeder die Freiheit dazu.)  Und es ist ja auch völlig klar, dass ein Mann mit Mitte 50 sich nochmal junges Frischfleisch mit 20 besorgt, um seinen Spaß auszuleben, umgekehrt fragt sich jeder, was denn das für 20-jähriges Muttersöhnchen ist, das sich mit einer über 50-jährigen einlässt, und was für eine seltsame Frau, die sich so einen "Jüngling hält".  Nochmals: Ich übertreibe meine Darstellung sehr.  Bewusst.  Und auch ganz klar, hoffe ich:  Ich habe absolut nichts gegen einen 50-jährigen mit einer 20-jährigen, oder umgekehrt und auch nicht eine 20-jährige Frau mit einer 50-jährigen Frau, oder zwei Männer, oder 2 Partner(innen), oder 3 oder 4, welchen diversen Geschlechts auch immer.

[1] Manchmal denke ich, dass wir sogar noch viel mehr Lust und Leidenschaft empfinden können, die ganze Situation drum herum viel ganzheitlicher wahrnehmen und mit mehr und empfindlicheren erogenen Zonen noch viel intensivere Gefühle haben.  Jedenfalls, wenn drumherum einfach alles stimmt und wenn der Partner "stimmt".

Übrigens hinterlassen diese Klischees auch bei mir ihre Spuren, obwohl ich denke, dass ich mit meinem Bruder zusammen sehr gleich(-berechtigt), offen, sehr frei, ohne Tabus und ohne falsche Scham oder Peinlichkeiten bezüglich meines Körpers und meiner Sexualität erzogen worden bin.

Um was es mir geht, ist das immer noch sehr unterschiedliche Bild von Männern und Frauen in manchen Köpfen, von deren Sexualität, und die Folgen für Frauen für ihr eigenes Bild.  Zu offen und zu selbstbewusst mit der eigenen Sexualität zu sein, schickt sich für eine Frau, auch heute in 2022, noch nicht so ganz.  Wir sind auf einem guten Weg der Veränderung, aber noch nicht an seinem Ende.

Wenn Du also krampfhafte Versuche von Frauen siehst, sich nichts anmerken zu lassen, oder wenn Frauen sexuelle Erregung nicht zugeben, obwohl die Tomografie was anderes zeigt, liegt das eben vielleicht auch daran, dass das peinlich ist, dass es ein Tabu ist.

Noch ein Beispiel im viel Kleineren und aus einem ganz anderen Bereich, wie Rollenbilder immer noch da sind:  Vor ein paar Jahren gab es ein Sommer- und Abschlussfest in der Schule meines Sohnes.  Seine Lehrerin!!! (Grundschule), die bestimmt nicht mehr als 5 Jahre älter ist als ich, sagte sie würde sich freuen, wenn die Mütter Kuchen backen und verkaufen würden und sich ein paar Väter finden würden, die sich an den Grill stellen.  Mir fiel fast die Kinnlade runter, viele andere dachten sich offenbar gar nichts dabei.  Dieselbe Lehrerin ist auch dafür bekannt, dass sie ganz süße, brave Mädchen, adrett gekleidet, mag.  Und Jungen?  Na, ja, die raufen und toben ja sowieso.  Und Grundschullehrer(innen) prägen unsere Kinder ganz erheblich mit.  Also noch Fragen?

Oops, doch so um die 1000 Wörter geworden, und dabei habe ich die Punkte eigentlich nur angerissen.  Zum Thema Porno habe ich noch nicht mal was gesagt, da habe ich auch ein paar Vermutungen, muss allerdings auch zugeben, dass ich nicht so viele kenne (na, ja, vielleicht so um die 10 oder 15 und ein paar lesbische).

LG Julia

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U
user850448930
21.02.22 um 21:00
In Antwort auf sisteronthefly

Hey,

hier möchte ich dir widersprechen, es wäre ungefähr gleich, wennn ich darauf folgendermaßen reagieren  würde....Männer sind zu einfach und haben nur eines im Sinn. 
Ich weiß, dass es Männer gibt, auf die diese Pauschalisierung nicht zutrifft. Ebenso wird es Frauen geben, auf die das nicht zutrifft. 

Was bedeutet für dich "nicht einfach"? 

LG Sis

@sis
wie schon schrieb, Frauen scheinen mir beim Kennen lernen oft unsicher, widersprüchlich usw. Sie senden manchmal unklarecSignale aus. So als ob sie hinnund her gerissen sind. Einerseits woööen sie sicj gerne hingeben, andererseits wollen sie den Mann zappeln lassen oder sich nicht zu schnell hingeben

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U
user850448930
21.02.22 um 21:26
In Antwort auf julia050184

Huh, da schneidest Du ein Thema an, bei dem ich aufpassen muss, dass, wenn ich überhaupt was dazu schreibe, ich nicht gleich ein Essay von 5000 oder 10000 Wörtern schreibe.

Ich denke, da beobachtest Du zwei ganz unterschiedliche Dinge.  Das eine ist, dass manche Frauen beim Kennenlernen je nach Situation gern etwas Katz und Maus spielen, das andere, dass wohl leider noch immer nicht so wenige Frauen gehemmt und verunsichert mit ihrer Sexualität umgehen.

Beim Kennenlernen, beim Flirten spielen manche Frauen gern so ein bisschen mit dem Mann.  Ein Lächeln, versteckte Andeutungen, die er erkennen und interpretieren soll, ein bisschen zappeln lassen, er soll sich noch mal ein bisschen ins Zeug legen, usw.  Und er soll auch mitspielen, darf auch gern die gleichen Spielchen treiben.  Hat mir (und den Männern) immer Spaß gemacht, wenn sich dabei so ein erotisches Knistern entwickelt hat.  Vielleicht interpretierst Du das als wechselhaft, wiedersprüchlich und hin- und hergerissen.  Ist aber doch viel spannender, als wenn der Mann plump angepoltert kommt "Hey, Babe, zusammen in die Kiste?" und sie antwortet sofort "Klar, Alter, wo steht denn Dein Schlitten?".  Diese Typen gibt es auch, ich stelle es natürlich gerade sehr überspitzt dar.  Aber auch hier auf Gofeminin ist das bei manchen nicht so viel anders.  Ich bekomme andauernd PN, in denen der Mann spätestens in der 3. Nachricht ungefragt mitteilt, wie groß und sportlich er ist, Haar- und Augenfarbe, was er wiegt und was für ein toller Typ, und ganz wichtig, wie lang (und manchmal wie dick) sein bestes Stück ist.  Im Gegenzug wollen sie dann von mir auch Größe, Gewicht und Körbchengröße wissen.  Manchmal auch gleich noch, ob ich rasiert bin.  Da stelle ich mir dann doch etwas, äh... nein, nicht nur etwas, sondern viel mehr Niveau vor.

Das hat auch nichts mit der unsäglichen Diskussion zu tun, ob ein "Nein" bei einer Frau auch "Nein" heißt.  Das heißt es natürlich, ohne wenn und aber.  Und jeder Mann sollte doch wohl unterscheiden können, was ein "Nein" ist, und was Flirten und Spiel ist.

Der andere Punkt ist sind Hemmungen und Unsicherheit und der ist, glaube ich, viel gravierender und trauriger.  Auch 2022 sind wir anscheinend immer noch nicht so weit, dass Frauen und Männer gleich zu ihrer Sexualität stehen.  Viele Frauen stehen inzwischen komplett dazu, sind sehr selbstsicher, gehen bewusst damit um und sagen auch, was sie wollen.  Die hast Du offenbar auch erlebt.  Leider gibt es aber auch noch viele, die sich vom Elternhaus, der Schule, von Filmen, der Gesellschaft ein ganz blödes und falsches Bild über ihre eigene, weibliche Sexualität mitgeben lassen.

Natürlich wird das an kaum einer Stelle offen und klar ausgesprochen, aber unterschwellig ganz oft.  Das Bild von Frauen und Männern ist, gerade auch diesem Punkt, in vielen Köpfen immer noch sehr unterschiedlich. Der Mann hat seinen starken Drang, den er befriedigen will und dazu braucht er eine schöne Frau.  Für ihn ganz wichtig, seinen Spaß zu haben und zum Orgasmus zu kommen.  Die Frau darf natürlich (früher nicht so, aber allmählich immer mehr) auch Spaß dabei haben, auch einen Orgasmus, denn der Mann braucht ja seine Bestätigung, wie toll er im Bett ist.  Wie extrem leidenschaftlich und lustvoll der Sex auch für eine Frau sein kann, wenn sie sich ganz fallen lassen kann, und dass wir mindestens genauso starke Bedürfnisse haben, ist noch nicht bei allen angekommen [1].  Bevor jetzt hier einige schon die Messer wetzen und mich zerreißen wollen:  Ich weiß, dass ich das gerade sehr überspitzt und übertrieben dargestellt habe, um den Punkt deutlich zu machen.  Denkt mal drüber nach, ob ihr nicht auch seht, dass da ein wahrer Kern drinsteckt.  Man sieht es doch auch daran, es ist völlig OK, sogar beneidenswert, wenn ein Mann gleich an jedem Finger eine Frau hat, gleichzeitig oder Dutzende nacheinander.  Ein richtiger Kerl.  So richtig die Hörner abstoßen und ausleben.  Tut eine Frau das, ist sie schnell eine Schlampe, der keiner zum Opfer fallen will.  (Ich finde das übrigens weder bei einem Mann noch bei einer Frau sehr gut, aber lasse jedem und jeder die Freiheit dazu.)  Und es ist ja auch völlig klar, dass ein Mann mit Mitte 50 sich nochmal junges Frischfleisch mit 20 besorgt, um seinen Spaß auszuleben, umgekehrt fragt sich jeder, was denn das für 20-jähriges Muttersöhnchen ist, das sich mit einer über 50-jährigen einlässt, und was für eine seltsame Frau, die sich so einen "Jüngling hält".  Nochmals: Ich übertreibe meine Darstellung sehr.  Bewusst.  Und auch ganz klar, hoffe ich:  Ich habe absolut nichts gegen einen 50-jährigen mit einer 20-jährigen, oder umgekehrt und auch nicht eine 20-jährige Frau mit einer 50-jährigen Frau, oder zwei Männer, oder 2 Partner(innen), oder 3 oder 4, welchen diversen Geschlechts auch immer.

[1] Manchmal denke ich, dass wir sogar noch viel mehr Lust und Leidenschaft empfinden können, die ganze Situation drum herum viel ganzheitlicher wahrnehmen und mit mehr und empfindlicheren erogenen Zonen noch viel intensivere Gefühle haben.  Jedenfalls, wenn drumherum einfach alles stimmt und wenn der Partner "stimmt".

Übrigens hinterlassen diese Klischees auch bei mir ihre Spuren, obwohl ich denke, dass ich mit meinem Bruder zusammen sehr gleich(-berechtigt), offen, sehr frei, ohne Tabus und ohne falsche Scham oder Peinlichkeiten bezüglich meines Körpers und meiner Sexualität erzogen worden bin.

Um was es mir geht, ist das immer noch sehr unterschiedliche Bild von Männern und Frauen in manchen Köpfen, von deren Sexualität, und die Folgen für Frauen für ihr eigenes Bild.  Zu offen und zu selbstbewusst mit der eigenen Sexualität zu sein, schickt sich für eine Frau, auch heute in 2022, noch nicht so ganz.  Wir sind auf einem guten Weg der Veränderung, aber noch nicht an seinem Ende.

Wenn Du also krampfhafte Versuche von Frauen siehst, sich nichts anmerken zu lassen, oder wenn Frauen sexuelle Erregung nicht zugeben, obwohl die Tomografie was anderes zeigt, liegt das eben vielleicht auch daran, dass das peinlich ist, dass es ein Tabu ist.

Noch ein Beispiel im viel Kleineren und aus einem ganz anderen Bereich, wie Rollenbilder immer noch da sind:  Vor ein paar Jahren gab es ein Sommer- und Abschlussfest in der Schule meines Sohnes.  Seine Lehrerin!!! (Grundschule), die bestimmt nicht mehr als 5 Jahre älter ist als ich, sagte sie würde sich freuen, wenn die Mütter Kuchen backen und verkaufen würden und sich ein paar Väter finden würden, die sich an den Grill stellen.  Mir fiel fast die Kinnlade runter, viele andere dachten sich offenbar gar nichts dabei.  Dieselbe Lehrerin ist auch dafür bekannt, dass sie ganz süße, brave Mädchen, adrett gekleidet, mag.  Und Jungen?  Na, ja, die raufen und toben ja sowieso.  Und Grundschullehrer(innen) prägen unsere Kinder ganz erheblich mit.  Also noch Fragen?

Oops, doch so um die 1000 Wörter geworden, und dabei habe ich die Punkte eigentlich nur angerissen.  Zum Thema Porno habe ich noch nicht mal was gesagt, da habe ich auch ein paar Vermutungen, muss allerdings auch zugeben, dass ich nicht so viele kenne (na, ja, vielleicht so um die 10 oder 15 und ein paar lesbische).

LG Julia

Liebe Julia,

vielen lieben Dank für dein Kommentar. Allein für diesen hat sich Meine Anmeldung hier gelohnt

Ich muss dazu sagen, dass ich eher einer der klaren Ansprache bin und Andeutungen nicht wirklich gut interpretieren kann. Das führt dazu, dass ich verzweifelt versuchte mir einen Reim aus dem Verhalten des Gegenübers zu machs. Mittlerweile finde ich das zu anstrengend und denke kaum noch darüber nach.

Ich habe Sachen mit Frauen erlebt, die sind ein halbes Leben her und trotzdem wundere ich mich heute noch.

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K
kyano_25663839
21.02.22 um 22:19
In Antwort auf user850448930

@sis
wie schon schrieb, Frauen scheinen mir beim Kennen lernen oft unsicher, widersprüchlich usw. Sie senden manchmal unklarecSignale aus. So als ob sie hinnund her gerissen sind. Einerseits woööen sie sicj gerne hingeben, andererseits wollen sie den Mann zappeln lassen oder sich nicht zu schnell hingeben

Ich habe die Beobachtung gemacht, dass manchmal Signale dann als widersprüchlich empfunden werden, wenn man nicht mit der übermittelten Botschaft rechnet oder die übermittelte Botschaft fehlinterpretiert.

Für den Mann, der einen Kennenlernprozess mit einer potentiellen Partnerin initiiert, ist folgende Frage entscheidend:
Lässt die Frau sich auf ihn ein oder lehnt sie ihn ab?

Eine Frau auf Partnersuche ist erstmal allenfalls aufgeschlossen für den Kennenlernprozess und wird sich, solange dieser Prozess für sie noch nicht hinreichend lange gelaufen ist, nicht festlegen, ob sie sich auf den Mann einlässt oder nicht.

Wenn der Mann die Signale der Aufgeschlossenheit für den Kennenlernprozess fehlinierpretiert und auf sich selbst bezieht anstatt auf den Kennenlernprozess, und meint, diese Signale bedeuteten, die Frau lehne ihn nicht ab und sei geneigt, sich einzulassen, dann verwirrt ihn der Umstand, dass diese (Fehl-)Interpretation sich nicht mit den restlichen Signalen übereinbringen lässt, die darauf angelegt sind, der Frau den Spielraum zu erhalten, sich noch nicht festzulegen, sondern zu sondieren, um sich eine Grundlage für eine Beurteilung/Entscheidung überhaupt erst zu verschaffen.

Mitunter kann man auch tatsächlich Hin- und Hergerissenheit beobachten. Wenn der Mann sehr vom Idealbild/der Traumvorstellung abweicht, geht es manchmal um die Frage, ob zugunsten der Traumvorstellung/des Idealbilds abgelehnt wird, oder ob Abstriche gemacht werden, um einen Partner abzubekommen.

Es soll vorkommen, dass Männern der Gedanke, dass die Frau erst sondieren und kennenlernen will, nicht behagt. Es geht dabei ja um ein Urteil. Um eine Musterung. Um eine Eignungs- und Verwendungsprüfung wenn man so will. Nur halt nicht auf die militärische, sondern auf die romantische Art. Ich halte für denkbar, dass solche Männer, denen der Gedanke, dass die Frau erst sondieren und kennenlernen will, nicht behagt, während des Kennenlern- und Sondierungsprozesses durch gelegentliches Aussenden von Erfolgsaussichten suggerierenden Signalen zumindest so lange bei der Stange gehalten werden, bis die Frau ihre Entscheidung getroffen hat.

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U
user850448930
22.02.22 um 8:27
In Antwort auf kyano_25663839

Ich habe die Beobachtung gemacht, dass manchmal Signale dann als widersprüchlich empfunden werden, wenn man nicht mit der übermittelten Botschaft rechnet oder die übermittelte Botschaft fehlinterpretiert.

Für den Mann, der einen Kennenlernprozess mit einer potentiellen Partnerin initiiert, ist folgende Frage entscheidend:
Lässt die Frau sich auf ihn ein oder lehnt sie ihn ab?

Eine Frau auf Partnersuche ist erstmal allenfalls aufgeschlossen für den Kennenlernprozess und wird sich, solange dieser Prozess für sie noch nicht hinreichend lange gelaufen ist, nicht festlegen, ob sie sich auf den Mann einlässt oder nicht.

Wenn der Mann die Signale der Aufgeschlossenheit für den Kennenlernprozess fehlinierpretiert und auf sich selbst bezieht anstatt auf den Kennenlernprozess, und meint, diese Signale bedeuteten, die Frau lehne ihn nicht ab und sei geneigt, sich einzulassen, dann verwirrt ihn der Umstand, dass diese (Fehl-)Interpretation sich nicht mit den restlichen Signalen übereinbringen lässt, die darauf angelegt sind, der Frau den Spielraum zu erhalten, sich noch nicht festzulegen, sondern zu sondieren, um sich eine Grundlage für eine Beurteilung/Entscheidung überhaupt erst zu verschaffen.

Mitunter kann man auch tatsächlich Hin- und Hergerissenheit beobachten. Wenn der Mann sehr vom Idealbild/der Traumvorstellung abweicht, geht es manchmal um die Frage, ob zugunsten der Traumvorstellung/des Idealbilds abgelehnt wird, oder ob Abstriche gemacht werden, um einen Partner abzubekommen.

Es soll vorkommen, dass Männern der Gedanke, dass die Frau erst sondieren und kennenlernen will, nicht behagt. Es geht dabei ja um ein Urteil. Um eine Musterung. Um eine Eignungs- und Verwendungsprüfung wenn man so will. Nur halt nicht auf die militärische, sondern auf die romantische Art. Ich halte für denkbar, dass solche Männer, denen der Gedanke, dass die Frau erst sondieren und kennenlernen will, nicht behagt, während des Kennenlern- und Sondierungsprozesses durch gelegentliches Aussenden von Erfolgsaussichten suggerierenden Signalen zumindest so lange bei der Stange gehalten werden, bis die Frau ihre Entscheidung getroffen hat.

Hört sich alles sehr kompliziert an. Sowie bei der Regierungskoalition. Sondierungsgespräche ohne Ende . Sich nicht festlegen wollen, unterschiedliche Signale senden....  )

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S
sisteronthefly
22.02.22 um 9:08
In Antwort auf julia050184

Huh, da schneidest Du ein Thema an, bei dem ich aufpassen muss, dass, wenn ich überhaupt was dazu schreibe, ich nicht gleich ein Essay von 5000 oder 10000 Wörtern schreibe.

Ich denke, da beobachtest Du zwei ganz unterschiedliche Dinge.  Das eine ist, dass manche Frauen beim Kennenlernen je nach Situation gern etwas Katz und Maus spielen, das andere, dass wohl leider noch immer nicht so wenige Frauen gehemmt und verunsichert mit ihrer Sexualität umgehen.

Beim Kennenlernen, beim Flirten spielen manche Frauen gern so ein bisschen mit dem Mann.  Ein Lächeln, versteckte Andeutungen, die er erkennen und interpretieren soll, ein bisschen zappeln lassen, er soll sich noch mal ein bisschen ins Zeug legen, usw.  Und er soll auch mitspielen, darf auch gern die gleichen Spielchen treiben.  Hat mir (und den Männern) immer Spaß gemacht, wenn sich dabei so ein erotisches Knistern entwickelt hat.  Vielleicht interpretierst Du das als wechselhaft, wiedersprüchlich und hin- und hergerissen.  Ist aber doch viel spannender, als wenn der Mann plump angepoltert kommt "Hey, Babe, zusammen in die Kiste?" und sie antwortet sofort "Klar, Alter, wo steht denn Dein Schlitten?".  Diese Typen gibt es auch, ich stelle es natürlich gerade sehr überspitzt dar.  Aber auch hier auf Gofeminin ist das bei manchen nicht so viel anders.  Ich bekomme andauernd PN, in denen der Mann spätestens in der 3. Nachricht ungefragt mitteilt, wie groß und sportlich er ist, Haar- und Augenfarbe, was er wiegt und was für ein toller Typ, und ganz wichtig, wie lang (und manchmal wie dick) sein bestes Stück ist.  Im Gegenzug wollen sie dann von mir auch Größe, Gewicht und Körbchengröße wissen.  Manchmal auch gleich noch, ob ich rasiert bin.  Da stelle ich mir dann doch etwas, äh... nein, nicht nur etwas, sondern viel mehr Niveau vor.

Das hat auch nichts mit der unsäglichen Diskussion zu tun, ob ein "Nein" bei einer Frau auch "Nein" heißt.  Das heißt es natürlich, ohne wenn und aber.  Und jeder Mann sollte doch wohl unterscheiden können, was ein "Nein" ist, und was Flirten und Spiel ist.

Der andere Punkt ist sind Hemmungen und Unsicherheit und der ist, glaube ich, viel gravierender und trauriger.  Auch 2022 sind wir anscheinend immer noch nicht so weit, dass Frauen und Männer gleich zu ihrer Sexualität stehen.  Viele Frauen stehen inzwischen komplett dazu, sind sehr selbstsicher, gehen bewusst damit um und sagen auch, was sie wollen.  Die hast Du offenbar auch erlebt.  Leider gibt es aber auch noch viele, die sich vom Elternhaus, der Schule, von Filmen, der Gesellschaft ein ganz blödes und falsches Bild über ihre eigene, weibliche Sexualität mitgeben lassen.

Natürlich wird das an kaum einer Stelle offen und klar ausgesprochen, aber unterschwellig ganz oft.  Das Bild von Frauen und Männern ist, gerade auch diesem Punkt, in vielen Köpfen immer noch sehr unterschiedlich. Der Mann hat seinen starken Drang, den er befriedigen will und dazu braucht er eine schöne Frau.  Für ihn ganz wichtig, seinen Spaß zu haben und zum Orgasmus zu kommen.  Die Frau darf natürlich (früher nicht so, aber allmählich immer mehr) auch Spaß dabei haben, auch einen Orgasmus, denn der Mann braucht ja seine Bestätigung, wie toll er im Bett ist.  Wie extrem leidenschaftlich und lustvoll der Sex auch für eine Frau sein kann, wenn sie sich ganz fallen lassen kann, und dass wir mindestens genauso starke Bedürfnisse haben, ist noch nicht bei allen angekommen [1].  Bevor jetzt hier einige schon die Messer wetzen und mich zerreißen wollen:  Ich weiß, dass ich das gerade sehr überspitzt und übertrieben dargestellt habe, um den Punkt deutlich zu machen.  Denkt mal drüber nach, ob ihr nicht auch seht, dass da ein wahrer Kern drinsteckt.  Man sieht es doch auch daran, es ist völlig OK, sogar beneidenswert, wenn ein Mann gleich an jedem Finger eine Frau hat, gleichzeitig oder Dutzende nacheinander.  Ein richtiger Kerl.  So richtig die Hörner abstoßen und ausleben.  Tut eine Frau das, ist sie schnell eine Schlampe, der keiner zum Opfer fallen will.  (Ich finde das übrigens weder bei einem Mann noch bei einer Frau sehr gut, aber lasse jedem und jeder die Freiheit dazu.)  Und es ist ja auch völlig klar, dass ein Mann mit Mitte 50 sich nochmal junges Frischfleisch mit 20 besorgt, um seinen Spaß auszuleben, umgekehrt fragt sich jeder, was denn das für 20-jähriges Muttersöhnchen ist, das sich mit einer über 50-jährigen einlässt, und was für eine seltsame Frau, die sich so einen "Jüngling hält".  Nochmals: Ich übertreibe meine Darstellung sehr.  Bewusst.  Und auch ganz klar, hoffe ich:  Ich habe absolut nichts gegen einen 50-jährigen mit einer 20-jährigen, oder umgekehrt und auch nicht eine 20-jährige Frau mit einer 50-jährigen Frau, oder zwei Männer, oder 2 Partner(innen), oder 3 oder 4, welchen diversen Geschlechts auch immer.

[1] Manchmal denke ich, dass wir sogar noch viel mehr Lust und Leidenschaft empfinden können, die ganze Situation drum herum viel ganzheitlicher wahrnehmen und mit mehr und empfindlicheren erogenen Zonen noch viel intensivere Gefühle haben.  Jedenfalls, wenn drumherum einfach alles stimmt und wenn der Partner "stimmt".

Übrigens hinterlassen diese Klischees auch bei mir ihre Spuren, obwohl ich denke, dass ich mit meinem Bruder zusammen sehr gleich(-berechtigt), offen, sehr frei, ohne Tabus und ohne falsche Scham oder Peinlichkeiten bezüglich meines Körpers und meiner Sexualität erzogen worden bin.

Um was es mir geht, ist das immer noch sehr unterschiedliche Bild von Männern und Frauen in manchen Köpfen, von deren Sexualität, und die Folgen für Frauen für ihr eigenes Bild.  Zu offen und zu selbstbewusst mit der eigenen Sexualität zu sein, schickt sich für eine Frau, auch heute in 2022, noch nicht so ganz.  Wir sind auf einem guten Weg der Veränderung, aber noch nicht an seinem Ende.

Wenn Du also krampfhafte Versuche von Frauen siehst, sich nichts anmerken zu lassen, oder wenn Frauen sexuelle Erregung nicht zugeben, obwohl die Tomografie was anderes zeigt, liegt das eben vielleicht auch daran, dass das peinlich ist, dass es ein Tabu ist.

Noch ein Beispiel im viel Kleineren und aus einem ganz anderen Bereich, wie Rollenbilder immer noch da sind:  Vor ein paar Jahren gab es ein Sommer- und Abschlussfest in der Schule meines Sohnes.  Seine Lehrerin!!! (Grundschule), die bestimmt nicht mehr als 5 Jahre älter ist als ich, sagte sie würde sich freuen, wenn die Mütter Kuchen backen und verkaufen würden und sich ein paar Väter finden würden, die sich an den Grill stellen.  Mir fiel fast die Kinnlade runter, viele andere dachten sich offenbar gar nichts dabei.  Dieselbe Lehrerin ist auch dafür bekannt, dass sie ganz süße, brave Mädchen, adrett gekleidet, mag.  Und Jungen?  Na, ja, die raufen und toben ja sowieso.  Und Grundschullehrer(innen) prägen unsere Kinder ganz erheblich mit.  Also noch Fragen?

Oops, doch so um die 1000 Wörter geworden, und dabei habe ich die Punkte eigentlich nur angerissen.  Zum Thema Porno habe ich noch nicht mal was gesagt, da habe ich auch ein paar Vermutungen, muss allerdings auch zugeben, dass ich nicht so viele kenne (na, ja, vielleicht so um die 10 oder 15 und ein paar lesbische).

LG Julia

Hey,

....schade, dass du das Bedürfnis hinter deinem präferierten Katz und Maus Spiel nicht erwähnst. Werte meine Worte bitte nicht als persönlichen Angriff. Tatsächlich finde ich diesen Thread ausnahmsweise wirklich interessant. Ich finde es auch äußerst schade, dass du ein Bedürfnis genommen hast und im Prinzip darauf Sexualtiät gepackt hast, meiner Ansicht nach. Es ist doch wunderbar, wenn Frauen offen und selbstbewusst zu sich stehen können und auch ihre Sexualität ausleben können. In dem Wort Selbstbewusst steht allerdings "bewusst". 

Greife ich das Beispiel mit dem gravierenden Altersunterschied auf, frage ich mich doch gleich, was dort einer versucht auszugleichen. Ok, vielleicht ist das zum Teil bewusst, vielleicht aber auch eher nicht. 
Ich finde es allerdings nicht verwunderlich, wenn Männer irritiert sind nachdem sie von "Frauen" Texte wie deine gelesen haben oder ihnen vermittelt wird Frauen würden diese Art von Kontakt präferieren. Katz und Maus, oder Hinhaltetaktiken sind meiner Auffassung nach sehr viel mehr durch Unsicherheiten geprägt. Ich denke in solchen Fällen bestimmt zu viel und zu weitreichend aber ich würde mich auch hier fragen, was ist dort nicht erfüllt, dass zu solchen "Maßnahmen" gegriffen werden muss. Anregend würde ich diese Taktiken jedenfalls nicht empfinden. Wenn Sexualität das einzige Bedürfnis wäre, warum muss sich eine andere Person dann ins Zeug legen, damit es dazu kommt. 

Im Grunde habe ich schon verstanden, was du mit deinen Worten meinst. 

LG Sis

 

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devota1977
devota1977
22.02.22 um 13:00

Wie sagte uns schon der große Loriot: Männer sind ... Und Frauen auch ... Überleg dir das mal!
 

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Z
zauderer22
22.02.22 um 13:25
In Antwort auf julia050184

Huh, da schneidest Du ein Thema an, bei dem ich aufpassen muss, dass, wenn ich überhaupt was dazu schreibe, ich nicht gleich ein Essay von 5000 oder 10000 Wörtern schreibe.

Ich denke, da beobachtest Du zwei ganz unterschiedliche Dinge.  Das eine ist, dass manche Frauen beim Kennenlernen je nach Situation gern etwas Katz und Maus spielen, das andere, dass wohl leider noch immer nicht so wenige Frauen gehemmt und verunsichert mit ihrer Sexualität umgehen.

Beim Kennenlernen, beim Flirten spielen manche Frauen gern so ein bisschen mit dem Mann.  Ein Lächeln, versteckte Andeutungen, die er erkennen und interpretieren soll, ein bisschen zappeln lassen, er soll sich noch mal ein bisschen ins Zeug legen, usw.  Und er soll auch mitspielen, darf auch gern die gleichen Spielchen treiben.  Hat mir (und den Männern) immer Spaß gemacht, wenn sich dabei so ein erotisches Knistern entwickelt hat.  Vielleicht interpretierst Du das als wechselhaft, wiedersprüchlich und hin- und hergerissen.  Ist aber doch viel spannender, als wenn der Mann plump angepoltert kommt "Hey, Babe, zusammen in die Kiste?" und sie antwortet sofort "Klar, Alter, wo steht denn Dein Schlitten?".  Diese Typen gibt es auch, ich stelle es natürlich gerade sehr überspitzt dar.  Aber auch hier auf Gofeminin ist das bei manchen nicht so viel anders.  Ich bekomme andauernd PN, in denen der Mann spätestens in der 3. Nachricht ungefragt mitteilt, wie groß und sportlich er ist, Haar- und Augenfarbe, was er wiegt und was für ein toller Typ, und ganz wichtig, wie lang (und manchmal wie dick) sein bestes Stück ist.  Im Gegenzug wollen sie dann von mir auch Größe, Gewicht und Körbchengröße wissen.  Manchmal auch gleich noch, ob ich rasiert bin.  Da stelle ich mir dann doch etwas, äh... nein, nicht nur etwas, sondern viel mehr Niveau vor.

Das hat auch nichts mit der unsäglichen Diskussion zu tun, ob ein "Nein" bei einer Frau auch "Nein" heißt.  Das heißt es natürlich, ohne wenn und aber.  Und jeder Mann sollte doch wohl unterscheiden können, was ein "Nein" ist, und was Flirten und Spiel ist.

Der andere Punkt ist sind Hemmungen und Unsicherheit und der ist, glaube ich, viel gravierender und trauriger.  Auch 2022 sind wir anscheinend immer noch nicht so weit, dass Frauen und Männer gleich zu ihrer Sexualität stehen.  Viele Frauen stehen inzwischen komplett dazu, sind sehr selbstsicher, gehen bewusst damit um und sagen auch, was sie wollen.  Die hast Du offenbar auch erlebt.  Leider gibt es aber auch noch viele, die sich vom Elternhaus, der Schule, von Filmen, der Gesellschaft ein ganz blödes und falsches Bild über ihre eigene, weibliche Sexualität mitgeben lassen.

Natürlich wird das an kaum einer Stelle offen und klar ausgesprochen, aber unterschwellig ganz oft.  Das Bild von Frauen und Männern ist, gerade auch diesem Punkt, in vielen Köpfen immer noch sehr unterschiedlich. Der Mann hat seinen starken Drang, den er befriedigen will und dazu braucht er eine schöne Frau.  Für ihn ganz wichtig, seinen Spaß zu haben und zum Orgasmus zu kommen.  Die Frau darf natürlich (früher nicht so, aber allmählich immer mehr) auch Spaß dabei haben, auch einen Orgasmus, denn der Mann braucht ja seine Bestätigung, wie toll er im Bett ist.  Wie extrem leidenschaftlich und lustvoll der Sex auch für eine Frau sein kann, wenn sie sich ganz fallen lassen kann, und dass wir mindestens genauso starke Bedürfnisse haben, ist noch nicht bei allen angekommen [1].  Bevor jetzt hier einige schon die Messer wetzen und mich zerreißen wollen:  Ich weiß, dass ich das gerade sehr überspitzt und übertrieben dargestellt habe, um den Punkt deutlich zu machen.  Denkt mal drüber nach, ob ihr nicht auch seht, dass da ein wahrer Kern drinsteckt.  Man sieht es doch auch daran, es ist völlig OK, sogar beneidenswert, wenn ein Mann gleich an jedem Finger eine Frau hat, gleichzeitig oder Dutzende nacheinander.  Ein richtiger Kerl.  So richtig die Hörner abstoßen und ausleben.  Tut eine Frau das, ist sie schnell eine Schlampe, der keiner zum Opfer fallen will.  (Ich finde das übrigens weder bei einem Mann noch bei einer Frau sehr gut, aber lasse jedem und jeder die Freiheit dazu.)  Und es ist ja auch völlig klar, dass ein Mann mit Mitte 50 sich nochmal junges Frischfleisch mit 20 besorgt, um seinen Spaß auszuleben, umgekehrt fragt sich jeder, was denn das für 20-jähriges Muttersöhnchen ist, das sich mit einer über 50-jährigen einlässt, und was für eine seltsame Frau, die sich so einen "Jüngling hält".  Nochmals: Ich übertreibe meine Darstellung sehr.  Bewusst.  Und auch ganz klar, hoffe ich:  Ich habe absolut nichts gegen einen 50-jährigen mit einer 20-jährigen, oder umgekehrt und auch nicht eine 20-jährige Frau mit einer 50-jährigen Frau, oder zwei Männer, oder 2 Partner(innen), oder 3 oder 4, welchen diversen Geschlechts auch immer.

[1] Manchmal denke ich, dass wir sogar noch viel mehr Lust und Leidenschaft empfinden können, die ganze Situation drum herum viel ganzheitlicher wahrnehmen und mit mehr und empfindlicheren erogenen Zonen noch viel intensivere Gefühle haben.  Jedenfalls, wenn drumherum einfach alles stimmt und wenn der Partner "stimmt".

Übrigens hinterlassen diese Klischees auch bei mir ihre Spuren, obwohl ich denke, dass ich mit meinem Bruder zusammen sehr gleich(-berechtigt), offen, sehr frei, ohne Tabus und ohne falsche Scham oder Peinlichkeiten bezüglich meines Körpers und meiner Sexualität erzogen worden bin.

Um was es mir geht, ist das immer noch sehr unterschiedliche Bild von Männern und Frauen in manchen Köpfen, von deren Sexualität, und die Folgen für Frauen für ihr eigenes Bild.  Zu offen und zu selbstbewusst mit der eigenen Sexualität zu sein, schickt sich für eine Frau, auch heute in 2022, noch nicht so ganz.  Wir sind auf einem guten Weg der Veränderung, aber noch nicht an seinem Ende.

Wenn Du also krampfhafte Versuche von Frauen siehst, sich nichts anmerken zu lassen, oder wenn Frauen sexuelle Erregung nicht zugeben, obwohl die Tomografie was anderes zeigt, liegt das eben vielleicht auch daran, dass das peinlich ist, dass es ein Tabu ist.

Noch ein Beispiel im viel Kleineren und aus einem ganz anderen Bereich, wie Rollenbilder immer noch da sind:  Vor ein paar Jahren gab es ein Sommer- und Abschlussfest in der Schule meines Sohnes.  Seine Lehrerin!!! (Grundschule), die bestimmt nicht mehr als 5 Jahre älter ist als ich, sagte sie würde sich freuen, wenn die Mütter Kuchen backen und verkaufen würden und sich ein paar Väter finden würden, die sich an den Grill stellen.  Mir fiel fast die Kinnlade runter, viele andere dachten sich offenbar gar nichts dabei.  Dieselbe Lehrerin ist auch dafür bekannt, dass sie ganz süße, brave Mädchen, adrett gekleidet, mag.  Und Jungen?  Na, ja, die raufen und toben ja sowieso.  Und Grundschullehrer(innen) prägen unsere Kinder ganz erheblich mit.  Also noch Fragen?

Oops, doch so um die 1000 Wörter geworden, und dabei habe ich die Punkte eigentlich nur angerissen.  Zum Thema Porno habe ich noch nicht mal was gesagt, da habe ich auch ein paar Vermutungen, muss allerdings auch zugeben, dass ich nicht so viele kenne (na, ja, vielleicht so um die 10 oder 15 und ein paar lesbische).

LG Julia

Deinen Beitrag möchte ich mit einem einzigen Wort würdigen: "Ausgezeichnet".

Ganz sicher könnte man Deinen Beitrag auch noch soziologisch, psychologisch und sexualtherapeutisch flankieren. Das lasse ich hier mal (jedenfalls nur ein paar wenige Worte in diese Richtung gleich, keine 10000). Es steht in klarer Sprache sehr viel Wesentliches drin.

Mein Beifall kommt nicht daher, weil ich ein Mann bin und dann eine solche "Offenheit" (es ist eher Klarheit) gut finde. Meine eigene eher beschränkte Offenheit wurde vielmehr in Diskussionen mit einer Psychologin angeregt, welche in einem Modell auf den Zusammenhang von psychischer Widerstandsfähigkeit und "Antistressoren" aufmerksam machte. Es existieren viele Möglichkeiten (z.B. Sport, Kunst und Kultur, Musik, Kommunikation mit Freunden, gutes Essen etc.), negativen Stress zu bekämpfen und psychisch stabiler zu werden, aber eine positiv gelebte Sexualität gehöre nunmal für die meisten Menschen auch dazu. "Sexualität macht aber doch überwiegend nur Probleme und führt zu neuem Stress", antwortete ich damals. Ihre kluge Gegenantwort war: "Wenn Du Dir aber mal sexuelles Erleben nicht als Problem vorstellst, was macht es dann mit uns?"

Es ist doch vollkommen klar, dass sexuelles Erleben in diesem ausgesprochen "positiven" Sinn nicht nur Männersache sein kann und dass es dabei um mehr als nur Arterhaltung geht. Allerdings habe ich es bis heute nicht geschafft, Sexualität den so positiven Sinn zu geben wie diese Psychologin. Nur steht das auf einem völlig anderen Blatt.

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K
kyano_25663839
22.02.22 um 14:25
In Antwort auf user850448930

Hört sich alles sehr kompliziert an. Sowie bei der Regierungskoalition. Sondierungsgespräche ohne Ende . Sich nicht festlegen wollen, unterschiedliche Signale senden....  )

Ich finde das nicht sehr kompliziert und sehe es eher andersherum: Regierungskoalitionen kriegen oft nicht mal die einfachsten Dinge auf die Reihe, die die Evolution den Leuten für die Partnersuche seit je her in die Wiege legt. 

Die Evolution achtet oft wohlweislich darauf, dass uns Menschen nicht immer bewusst wird warum wir uns verhalten wie wir uns verhalten, denn dann würden wir ja manchmal merken, dass das, was zB der Weitergabe der Gene förderlich ist, nicht immer auch dem Lebensglück förderlich ist, und es gäbe zB weit weniger Leute, die über Unterhaltsforderungen und den Umstand, selbst nur vom notwendigen Selbstbehalt leben zu können, unglücklich sind. 

Es sind im Prinzip nur zwei recht einfache Aspekte:

1. Anfangs  Signale der Aufgeschlossenheit für den Kennenlernprozess nicht zu sehr auf sich selbst beziehen.
2. Damit rechnen, dass unter Umständen Erfolgsaussichten versprechende Signale deswegen gesendet werden, damit der Kennenlernprozess nicht vorzeitig vom Mann abgebrochen wird.

Darauf dürfte sich so einiges zurückführen lassen, was Menschen tun und sagen, was einem im ersten Moment nicht zusammenpassend sondern widersprüchlich erscheint.

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