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Diskussionsvorschlag: Wie viel Sex braucht die Liebe?

11. Dezember 2002 um 14:44

Liebe Leute,

das Thema kommt immer wieder auf und hat wohl einen eigenen Thread verdient. Es beschäftigt mich, ehrlich gesagt, sehr.

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Ich rede nicht von kurzen Beziehungen, nicht von Fernbeziehungen, nicht von Beziehungen, in denen sich die Partner wenig sehen. Denn das alles verbessert meiner Meinung nach das Sexleben bzw. zögert die Routine hinaus.

Mir geht es um LANGE Beziehungen, z.B. sechs Jahre, acht Jahre, zehn Jahre, fünfundzwanzig Jahre.

Meine Meinung ist, dass es sicher Paare gibt, die auch nach vielen, vielen Jahren noch scharf aufeinander sind und ein Sexleben haben wie am Anfang. Aber ich glaube, das ist die Ausnahme. Und ein Glücksfall. Seien wir mal ehrlich. In den meisten langen Beziehungen ist es doch verdammt schwierig, die Erotik aufrecht zu erhalten, oder?

Man lebt zusammen, man kennt den anderen und seinen Körper in- und auswendig, es ist eine tiefe Freundschaft entstanden. Und da Erotik zu einem Großteil aus Neugierde besteht - wie soll das gehen?

Klar gibt es Sex, gibt es Erotik, gibt es Leidenschaft. Mal mehr, mal weniger, mal oft, mal seltener. Aber es ist nicht mehr so wie im anfänglichen Hormonrausch.

Was tun - trennen und nach demjenigen suchen, bei dem's auch nach 20 Jahren noch kribbelt?
Fremdgehen???
Verzicht üben und sich damit abfinden??

Bin gespannt auf Eure Meinungen. Und bitte nicht zu sehr übertreiben, was die Qualität und Quantität Eures Sexlebens angeht. Das ist echt frustrierend sonst...

Liebe Grüße

Sibulante
(die sehr lange mit ihrem Freund zusammen ist, mit ihm noch guten Sex hat, auch nicht allzu selten, die aber trotzdem manchmal wehmütig an die Anfangszeit denkt...)

11. Dezember 2002 um 14:45

Uuuups...
...na sowas, jetzt wollte ich im Text die Frage mit Klammern hervorheben und nu is sie weg.

Also hier noch mal:

Wie viel Sex braucht die Liebe?

(Für alle, die die Frage im Titel überlesen haben )

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11. Dezember 2002 um 15:12
In Antwort auf kielo_11857444

Uuuups...
...na sowas, jetzt wollte ich im Text die Frage mit Klammern hervorheben und nu is sie weg.

Also hier noch mal:

Wie viel Sex braucht die Liebe?

(Für alle, die die Frage im Titel überlesen haben )

Mich
beschäftigt diese Frage auch sehr!!! Ich habe zwar noch nicht so eine lange Beziehung hinter mir, aber doch schon 5 Jahre. Ich muss sagen, dass der Sex bei uns eigentlich nie so eine große Rolle gespielt hat, vielleicht habe ich das falsch ausgedrückt, ich will sagen, dass wir beide dem Sexakt als solches nie so eine hohe Bedeutung beigemessen haben. Wir haben den Sex als etwas schönes, was dazu gehört, gesehen, und haben ihn spontan erlebt. In den letzten Jahren der Beziehung ist er natürlich sehr selten geworden, mal mehr mal weniger, aber das lag an Schwierigkeiten in der Beziehung. Und deswegen kann ich es nur an meiner Beziehung sehen, da unsere Beziehung von Anfang an nicht nur auf Sex ausgerichtet war, haben wir den abnehmenden Sex als Symptom für unsere Probleme miteinander gesehen. Ich denke alles muss in einer Balance bleiben, man darf den Sex nicht überbewerten aber auch nicht ignorieren. Was ich damit sagen will, dass es ganz normal, dass es da eben schwankt, wenn man lange zusammen ist, dies aber nicht sofort als ein grosses Problem ansehen sollte, sonder viel tiefer schauen sollte. Ich kann da natürlich nur von meiner Beziehung sprechen.

Es ist sowieso ein schwieriges Thema. Denn wie du sagtest, was macht man da: geht man fremd, verzichtet man aus Liebe zum anderen. Ich weiß es nicht, ich denke, das beste ist einfach zu sehen, dass beide Parteien dabei glücklich bleiben. Aber ich denke, solange man sich von ganzem Herzen liebt und diese Liebe als ein großes GEschenk ansieht, die einen total erfüllt, dann braucht man nicht jeden oder sogar mehrmals am Tag den Sex. Außerdem kommt es doch überhaupt nicht auf die Quantität an, das wichtigste ist doch einfach, dass man trotz der langen Zeit, sich Zeit für den anderen nimmt, ihn verwöhnt mit allem was dazu gehört und das macht man doch gerne, wenn man jemanden liebt und das macht man auch automatisch, oder nicht?! Vielleicht bin ich da zu romantisch eingestellt, aber Liebe, Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen und eine tiefe Freundschaft sind für mich viel wichtiger als jeden Tag Sex zu haben. Außerdem, wenn man so oft Sex hat, wird es dann nichts mehr besonderes!!!

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11. Dezember 2002 um 15:28

Das kann man...
...doch eigentlich gar nicht so genau sagen oder? Wieviel Sex braucht die Liebe??? Wer weiß das schon?

Ich bin mit meinem Freund heute auf den Tag genau 7 Jahre zusammen (*freu*) und natürlich ist es heute anders als es früher war... meine Güte, als wir noch nicht so lange zusammen waren, haben wir keine Gelegenheit ausgelassen es zu tun... oder als wir dann zusammen gezogen sind... im Moment ist es unterschiedlich wie oft wir Sex haben... mal haben wir 4 Tage hintereinander Sex, dann wieder 2 Tage nicht oder umgekehrt... wir lieben uns trotzdem noch genauso wie vorher auch! Und ich finde meinen Partner wirklich sehr erotisch... er muss nur frisch geduscht nackend aus dem Badezimmer kommen und ich könnt ihn schon bespringen... naja... manchmal tu ich es auch... aber ich bin nicht immer in Stimmung, was auch ganz normal ist

Also ein Fazit zu ziehen ist bei so einer Frage unheimlich schwer finde ich und ich könnte die Frage nicht beantworten, wieviel Sex die Liebe braucht.
Ich denke, jede Liebe ist anders und jeder Mensch liebt auch anders und deswegen ist es unterschiedlich wieviel Sex die Liebe braucht... oder?

Liebe Grüße, Lisa

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11. Dezember 2002 um 15:29

Es gibt keine allgemeingültigen Regeln
Hallo Sibulante,

zu der Frage gibt es keine allgemeingültige Regel. Außer vielleicht, dass im Durchschnitt die Deutschen 146 Mal im Jahr Sex haben (und damit auf Rang 6 in der Welt liegen). Da sind aber alle miteinbezogen, also junge und alte Beziehungen.

Kürzlich habe ich das Buch "5 Wege die Liebe zu Leben" von Michael Mary gelesen. Mary teilt Menschen und Paare in 5 Kathegorien ein, wie sie auf Dauer ihre Sexualität organisieren. Da gibt es Paare, sie sich mit der abnehmenden Leidenschaft einfach arrangieren und dies akzeptieren, solche, die immer wieder neue Leidenschaft suchen und dafür öfters neue Partner nehmen und schließlich Paare, die sich auf unterschiedliche Weise Stimulationen ihrer Leidenschaft von Außen, also durch Dritte holen. Das kann durch erlaubte oder geheime Seitensprünge erfolgen, durch Besuche von Swingerclubs, etc., etc.

Fazit ist also,

1. in langjährigen Beziehungen lässt die Leidenschaft zwangsläufig immer nach. Das ist völlig normal und lässt sich nicht ändern.

2. es gibt verschiedene Möglichkeiten damit umzugehen. Keine dieser Möglichkeiten ist gut oder schlecht. Man muss eben nur die für einen selbst passende Lebensform finden.

Gruß, M.

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11. Dezember 2002 um 15:38
In Antwort auf genna_12886650

Das kann man...
...doch eigentlich gar nicht so genau sagen oder? Wieviel Sex braucht die Liebe??? Wer weiß das schon?

Ich bin mit meinem Freund heute auf den Tag genau 7 Jahre zusammen (*freu*) und natürlich ist es heute anders als es früher war... meine Güte, als wir noch nicht so lange zusammen waren, haben wir keine Gelegenheit ausgelassen es zu tun... oder als wir dann zusammen gezogen sind... im Moment ist es unterschiedlich wie oft wir Sex haben... mal haben wir 4 Tage hintereinander Sex, dann wieder 2 Tage nicht oder umgekehrt... wir lieben uns trotzdem noch genauso wie vorher auch! Und ich finde meinen Partner wirklich sehr erotisch... er muss nur frisch geduscht nackend aus dem Badezimmer kommen und ich könnt ihn schon bespringen... naja... manchmal tu ich es auch... aber ich bin nicht immer in Stimmung, was auch ganz normal ist

Also ein Fazit zu ziehen ist bei so einer Frage unheimlich schwer finde ich und ich könnte die Frage nicht beantworten, wieviel Sex die Liebe braucht.
Ich denke, jede Liebe ist anders und jeder Mensch liebt auch anders und deswegen ist es unterschiedlich wieviel Sex die Liebe braucht... oder?

Liebe Grüße, Lisa

Genau das...
...ist es, was mich frustriert. Wenn ich so was lese...

"mal haben wir 4 Tage hintereinander Sex, dann wieder 2 Tage nicht oder umgekehrt"

Hey, das war bei mir und meinem Freund in den ersten 2 Jahren so... Jetzt - unvorstellbar.

"er muss nur frisch geduscht nackend aus dem Badezimmer kommen und ich könnt ihn schon bespringen"

Also ehrlich gesagt, meistens ist das bei mir so, als würde mein Bruder nackt aus der Dusche kommen... Und für ihn wohl auch, umgekehrt.


Also. Soll ich mich jetzt trennen - liebe ich ihn nicht mehr? Aber es ist doch "nur" der Sex, der besser laufen könnte. Sonst passt doch alles. Oder doch nicht - weil wir uns nicht mehr so begehren??

Ich werde immer verzweifelter. Mir war bewusst, dass ich keine Patentlösung hier finde und keine allgemeingültige Antwort. Klar.

Aber generell bestätigt sich wohl meine Befürchtung.

LG

Sibulante

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11. Dezember 2002 um 16:11
In Antwort auf kielo_11857444

Genau das...
...ist es, was mich frustriert. Wenn ich so was lese...

"mal haben wir 4 Tage hintereinander Sex, dann wieder 2 Tage nicht oder umgekehrt"

Hey, das war bei mir und meinem Freund in den ersten 2 Jahren so... Jetzt - unvorstellbar.

"er muss nur frisch geduscht nackend aus dem Badezimmer kommen und ich könnt ihn schon bespringen"

Also ehrlich gesagt, meistens ist das bei mir so, als würde mein Bruder nackt aus der Dusche kommen... Und für ihn wohl auch, umgekehrt.


Also. Soll ich mich jetzt trennen - liebe ich ihn nicht mehr? Aber es ist doch "nur" der Sex, der besser laufen könnte. Sonst passt doch alles. Oder doch nicht - weil wir uns nicht mehr so begehren??

Ich werde immer verzweifelter. Mir war bewusst, dass ich keine Patentlösung hier finde und keine allgemeingültige Antwort. Klar.

Aber generell bestätigt sich wohl meine Befürchtung.

LG

Sibulante

Ach weißt du...
... es kommt auch schon vor, dass wir ne Woche keinen Sex haben. Aber ich find das nicht tragisch!

Als mein Freund im Oktober einen Bänderriss hatte (ihr wisst ja, wie Männer sind, wenn sie verletzt sind) hatten wir 3 oder sogar 4 Wochen kein Sex! Es ist mal so mal so... aber im Grunde genommen lieben wir uns und unsere Liebe hat nichts damit zu tun, wie oft wir Sex haben.

Wenn ich meinen Partner absolut nicht mehr erotisch finden würde und mich überhaupt gar nichts mehr an ihm reizen würde, dann würde ich mir schon Gedanken machen, aber auch wenn wir mal nicht so oft Sex haben oder keine Lust aufeinander haben würde ich nicht an meiner Liebe zweifeln.

Wenn du glaubst, du liebst ihn nicht mehr, dann treffe deine Entscheidung... aber wenn du es nur vom Sex abhängig machst, wär mir das zu überstürzt... versuche doch mal, das Sexleben etwas aufzufrischen, dir was neues einfallen zu lassen... außerdem ist doch die Qualität des Sex wichtig und nicht wie oft? Lieber einmal richtig als 2 mal ne halbe Sache

Liebe Grüße, Lisa

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11. Dezember 2002 um 20:08

Hallöle
wow.
ihr spricht mir einfach von der seele.
ich glaue wie daschka, dass der sex nicht das wichtigste ist.
einmal hatte ich einen freund, der wollte immer. darüber hatte ich mich wahnsinnig genervt. da wollte ich nicht.

und jetzt habe ich einen, der nicht so oft will. da plötzlich will ich mehr.

obwohl ich meinen freund liebe macht mir das angst.
denn nachts träume ich von sex mit anderen männern, oft! fremdgehen? irgendwie verständlich, wenn man sich dadurch wieder begehrt fühlt.
mein freund ist voll mit seinen problemen und faul.obwohl ich dachte, ich wolle mein leben mit ihm teilen (wir woll(t)en nächstes jahr heiraten, bin ich mir jetzt gar nicht sicher. ich glaube, wenn ich es nicht tue, hätte ich bloss angst, dass ich keinen anderen kriege...

mein freund hat mir allerdings zu beginn der beziehung offenbart, dass für ihn sex zwar wichtig sei, aber nicht soooo wichtig.wahrscheinlich hat er weniger testosteron

ich bin mir zwar auch nicht sicher, ob ich mehr sex will. was mich stört, ist einfach das gefühl, dass ein mann mich nicht stets begehrt. ich glaube, dass wäre dann auch der grund fürs fremdgehen. naja, das habe ich zwar nicht vor, enn ich liebe ihn ja.

ich glaube es ist einfacher menschen zufreiden zu stellen, für die sex überauswichtig ist. denn bei allen problemen können sie so agessionen abbauen, haben so weiger schwierigkeiten.
ach gott, ich weiss ja auch nicht weiter.
aber bei den meisten freundinnen von mir siehts gleich aus (ausser bei einer: die hatte die ersten 1,5 jahre jeden tag sex!!! ok, aber ihr freund hatte echt ein problem, was seinen penis anging!

Wer von euch hat denn tipps, was man gegen den alltag, langeweile und lustlosigkeit tun könnte?

lieber gruss,
leeyla

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11. Dezember 2002 um 20:22
In Antwort auf leeyla

Hallöle
wow.
ihr spricht mir einfach von der seele.
ich glaue wie daschka, dass der sex nicht das wichtigste ist.
einmal hatte ich einen freund, der wollte immer. darüber hatte ich mich wahnsinnig genervt. da wollte ich nicht.

und jetzt habe ich einen, der nicht so oft will. da plötzlich will ich mehr.

obwohl ich meinen freund liebe macht mir das angst.
denn nachts träume ich von sex mit anderen männern, oft! fremdgehen? irgendwie verständlich, wenn man sich dadurch wieder begehrt fühlt.
mein freund ist voll mit seinen problemen und faul.obwohl ich dachte, ich wolle mein leben mit ihm teilen (wir woll(t)en nächstes jahr heiraten, bin ich mir jetzt gar nicht sicher. ich glaube, wenn ich es nicht tue, hätte ich bloss angst, dass ich keinen anderen kriege...

mein freund hat mir allerdings zu beginn der beziehung offenbart, dass für ihn sex zwar wichtig sei, aber nicht soooo wichtig.wahrscheinlich hat er weniger testosteron

ich bin mir zwar auch nicht sicher, ob ich mehr sex will. was mich stört, ist einfach das gefühl, dass ein mann mich nicht stets begehrt. ich glaube, dass wäre dann auch der grund fürs fremdgehen. naja, das habe ich zwar nicht vor, enn ich liebe ihn ja.

ich glaube es ist einfacher menschen zufreiden zu stellen, für die sex überauswichtig ist. denn bei allen problemen können sie so agessionen abbauen, haben so weiger schwierigkeiten.
ach gott, ich weiss ja auch nicht weiter.
aber bei den meisten freundinnen von mir siehts gleich aus (ausser bei einer: die hatte die ersten 1,5 jahre jeden tag sex!!! ok, aber ihr freund hatte echt ein problem, was seinen penis anging!

Wer von euch hat denn tipps, was man gegen den alltag, langeweile und lustlosigkeit tun könnte?

lieber gruss,
leeyla

Oh Mann Leeyla...
... du kannst mit 30, 40, 50, 60 noch einen Mann finden.

Wenn es bei euch jetzt schon vor der Ehe nicht stimmt, dann lass das heiraten. Du schreibst, dein Freund steckt voller Probleme. Denkst du das wird besser? Manche Menschen sind eben so.

Ich habe nicht den Eindruck, dass der der richtige für dich ist.

Alltag, Langeweile, Lustlosigkeit, ... ist okay, wenn diese Fragen nach 10 Jahren auftauchen. Dann würde ich jetzt auch entsprechende Ratschläge geben, aber doch nicht schon vor der Ehe!

Mein Rat an dich jetzt: Es gibt ihn, den Mann der genau zu dir passt! Such ihn!

Gruß, M.

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12. Dezember 2002 um 10:13

Gewohnheit == Bequemlichkeit
Wenn ihr mich fragt, dann sehe ich mangelndes sexuelles Interesse als Zeichen mangelnder oder zurückgehender Liebe. Oder vielleicht auch aufkommender Bequemlichkeit, oder Faulheit.
Ich denke das es in einer Beziehung immer darauf ankommt den anderen glücklich zu machen. Ihm zu zeigen wie sehr man sich jeden Tag bemüht, ihn BEWUSST zu lieben. Dies kann durch Komplimente, begehrende Blicke, kleine Geschenke aber auch durch sexuelle Erfüllung geschehen.
Das ist meiner Meinung nach aber nur möglich, wenn man die eigene Befriedigung auch aus dem Glück des anderen gewinnt, und nicht nur aus dem eigenen Orgasmus.
Und ich kann so ein Gerede von Alltag und Gewohnheit nicht akzeptieren. Wenn ich so denken würde oder es mein Partner so tut, dann ist das für mich ein Zeichen von mangelnder Liebe.

entity

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12. Dezember 2002 um 11:09
In Antwort auf raj_11949146

Gewohnheit == Bequemlichkeit
Wenn ihr mich fragt, dann sehe ich mangelndes sexuelles Interesse als Zeichen mangelnder oder zurückgehender Liebe. Oder vielleicht auch aufkommender Bequemlichkeit, oder Faulheit.
Ich denke das es in einer Beziehung immer darauf ankommt den anderen glücklich zu machen. Ihm zu zeigen wie sehr man sich jeden Tag bemüht, ihn BEWUSST zu lieben. Dies kann durch Komplimente, begehrende Blicke, kleine Geschenke aber auch durch sexuelle Erfüllung geschehen.
Das ist meiner Meinung nach aber nur möglich, wenn man die eigene Befriedigung auch aus dem Glück des anderen gewinnt, und nicht nur aus dem eigenen Orgasmus.
Und ich kann so ein Gerede von Alltag und Gewohnheit nicht akzeptieren. Wenn ich so denken würde oder es mein Partner so tut, dann ist das für mich ein Zeichen von mangelnder Liebe.

entity

Weißt
du, jeder Mensch hat seine eigene Definition von Liebe, jeder legt es sich zurecht, wie es ihm paßt. Liebe ist einfach ein Gefühl, dass sich aber nicht festlegen läßt. Alles andere gehört zu einer Beziehung und deswegen darf man nicht immer alles als nur schwarz oder weiß sehen. Ich finde das schon ziemlich einseitig, wenn man sagt: weniger Sex --> mangelnde Liebe. Das Leben und auch das Beziehungsleben ist so facettenreich, dass es da immer zu Ups und Downs kommt.
Ich gebe dir aber natürlich auch recht, dass viele Menschen sich um ihre Beziehung nicht bemühen, weil sie faul sind oder einfach zu bequem, sich seines Partners viel zu sicher. Das man sich in der Beziehung bemühen sollte, das steht außer Frage. Aber genauso wie verschieden wir Menschen sind, genauso drücken wir unsere Liebe auf verschiedenste Art und Weise aus!!! )

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12. Dezember 2002 um 12:24
In Antwort auf gena_12107388

Weißt
du, jeder Mensch hat seine eigene Definition von Liebe, jeder legt es sich zurecht, wie es ihm paßt. Liebe ist einfach ein Gefühl, dass sich aber nicht festlegen läßt. Alles andere gehört zu einer Beziehung und deswegen darf man nicht immer alles als nur schwarz oder weiß sehen. Ich finde das schon ziemlich einseitig, wenn man sagt: weniger Sex --> mangelnde Liebe. Das Leben und auch das Beziehungsleben ist so facettenreich, dass es da immer zu Ups und Downs kommt.
Ich gebe dir aber natürlich auch recht, dass viele Menschen sich um ihre Beziehung nicht bemühen, weil sie faul sind oder einfach zu bequem, sich seines Partners viel zu sicher. Das man sich in der Beziehung bemühen sollte, das steht außer Frage. Aber genauso wie verschieden wir Menschen sind, genauso drücken wir unsere Liebe auf verschiedenste Art und Weise aus!!! )

Das einem immer in den Mund gelegt wird,
was dem leser grad im Kopf rumspukt.
Solange beide Partner glücklich sind, ist es doch vollkommen egal wie oft sie Sex haben. Und wenn sie vollkommen ohne Sex auskommen, dann paßt es doch.

Wenn man sich aber fragt, warum man eigentlich viel weniger sex hat als am Anfang, obwohl man es doch, wenn es dann mal passiert, genießt, dann hat das etwas mit Bequemlichkeit zu tun. Es ist ja auch sehr einfach, seine eigenes Lustverlangen zu drosseln, oder mit anderen Dingen zu kompensieren, nur weil ich zu faul bin, meinen Partner zu verwöhnen.
Und ganz ehrlich, niemand hätte doch wirklich was dagegen, einfach so einen Höhepunkt in Empfang zu nehmen, ohne was dafür tun zu müssen... ein Orgasmus wird nämlich nie Gewohnheit, dafür hat die Natur schon gesorgt.

entity

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12. Dezember 2002 um 12:30
In Antwort auf raj_11949146

Gewohnheit == Bequemlichkeit
Wenn ihr mich fragt, dann sehe ich mangelndes sexuelles Interesse als Zeichen mangelnder oder zurückgehender Liebe. Oder vielleicht auch aufkommender Bequemlichkeit, oder Faulheit.
Ich denke das es in einer Beziehung immer darauf ankommt den anderen glücklich zu machen. Ihm zu zeigen wie sehr man sich jeden Tag bemüht, ihn BEWUSST zu lieben. Dies kann durch Komplimente, begehrende Blicke, kleine Geschenke aber auch durch sexuelle Erfüllung geschehen.
Das ist meiner Meinung nach aber nur möglich, wenn man die eigene Befriedigung auch aus dem Glück des anderen gewinnt, und nicht nur aus dem eigenen Orgasmus.
Und ich kann so ein Gerede von Alltag und Gewohnheit nicht akzeptieren. Wenn ich so denken würde oder es mein Partner so tut, dann ist das für mich ein Zeichen von mangelnder Liebe.

entity

Glaube ich nicht...
Hallo Entity,

nein, da kann ich Dir nicht zustimmen... Zumindest nicht so pauschal.

Ich glaube eher, dass in vielen Beziehungen der Sex, das Begehren, die Verliebtheit vom Anfang mit Liebe verwechselt wird bzw. gleichgesetzt wird. Und wenn die Hormone sich beruhigen und der Sex weniger wird, bleibt oft nicht viel übrig jenseits des Körperlichen... Dann trennt man sich und sagt, die Liebe ist weniger geworden - dabei ist nur der Sex weniger geworden und viel mehr gab's nicht! Klar, muss nicht so sein, ist aber oft so.

Wenn aber außer Sex, also wenn das Körperliche an Bedeutung verliert, noch etwas bleibt - ist das dann nicht Liebe?? Ist nicht vielleicht eine Liebe, bei der das Körperliche eine untergeordnete Rolle spielt, viel "wahrer" als eine Liebe, in der man sich körperlich unheimlich begehrt?

Diese Fragen gehen mir schon lange durch den Kopf.

Und zum Thema Gewohnheit: Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier und Erotik hat was mit Neugier und Neuem zu tun. Nicht nur, aber auch. Klar spielt die Gewohnheit, die Nähe, ja, die Intimität im Alltag, eine Rolle dabei, dass der Sex weniger wird...

Ich glaube, dass zu viel Nähe auf Dauer (und ich spreche von echter Nähe und nicht von Beziehungen, die nur ein, zwei, drei Jahre dauern) eher schädlich für das Sexleben ist. Es gibt da ja auch die Theorie vom Inzest-Tabu - wenn man jemandem auf geistiger und psychischer Ebene sehr nah kommt, kann es passieren, dass er wie ein Bruder (bzw. Schwester) für einen wird und dann fährt die Inzestschranke hoch...

Fazit: Da es keine zwei gleichen Menschen auf der Welt gibt, gibt es auch keine zwei gleichen Beziehungen. Es gibt gewisse Dinge, die grundsätzlich gelten, aber das Allermeiste ist total individuell und verschieden. Man kann es nicht vergleichen.

Jeder muss für sich entscheiden, ob es okay ist oder nicht. Und das sagt einem irgendwann das Herz...



Liebe Grüße

Valerie

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12. Dezember 2002 um 13:07
In Antwort auf oxana_12918730

Glaube ich nicht...
Hallo Entity,

nein, da kann ich Dir nicht zustimmen... Zumindest nicht so pauschal.

Ich glaube eher, dass in vielen Beziehungen der Sex, das Begehren, die Verliebtheit vom Anfang mit Liebe verwechselt wird bzw. gleichgesetzt wird. Und wenn die Hormone sich beruhigen und der Sex weniger wird, bleibt oft nicht viel übrig jenseits des Körperlichen... Dann trennt man sich und sagt, die Liebe ist weniger geworden - dabei ist nur der Sex weniger geworden und viel mehr gab's nicht! Klar, muss nicht so sein, ist aber oft so.

Wenn aber außer Sex, also wenn das Körperliche an Bedeutung verliert, noch etwas bleibt - ist das dann nicht Liebe?? Ist nicht vielleicht eine Liebe, bei der das Körperliche eine untergeordnete Rolle spielt, viel "wahrer" als eine Liebe, in der man sich körperlich unheimlich begehrt?

Diese Fragen gehen mir schon lange durch den Kopf.

Und zum Thema Gewohnheit: Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier und Erotik hat was mit Neugier und Neuem zu tun. Nicht nur, aber auch. Klar spielt die Gewohnheit, die Nähe, ja, die Intimität im Alltag, eine Rolle dabei, dass der Sex weniger wird...

Ich glaube, dass zu viel Nähe auf Dauer (und ich spreche von echter Nähe und nicht von Beziehungen, die nur ein, zwei, drei Jahre dauern) eher schädlich für das Sexleben ist. Es gibt da ja auch die Theorie vom Inzest-Tabu - wenn man jemandem auf geistiger und psychischer Ebene sehr nah kommt, kann es passieren, dass er wie ein Bruder (bzw. Schwester) für einen wird und dann fährt die Inzestschranke hoch...

Fazit: Da es keine zwei gleichen Menschen auf der Welt gibt, gibt es auch keine zwei gleichen Beziehungen. Es gibt gewisse Dinge, die grundsätzlich gelten, aber das Allermeiste ist total individuell und verschieden. Man kann es nicht vergleichen.

Jeder muss für sich entscheiden, ob es okay ist oder nicht. Und das sagt einem irgendwann das Herz...



Liebe Grüße

Valerie

Na diese Rechnug geht aber nicht auf...
Wenn ich die sexuelle Lust an meinem Partner verliere, dann wächst daraus bestimmt keine stärkere Liebe. Es wächst eher das Vermögen sich sowas einzureden.

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12. Dezember 2002 um 13:13
In Antwort auf raj_11949146

Na diese Rechnug geht aber nicht auf...
Wenn ich die sexuelle Lust an meinem Partner verliere, dann wächst daraus bestimmt keine stärkere Liebe. Es wächst eher das Vermögen sich sowas einzureden.

So hab ich das...
...auch nicht gemeint!

Eher so: Wenn die Lust WENIGER wird, stellt sich raus, ob es darunter / daneben / dazu noch was anderes gibt, nämlich LIEBE...

Okay??

LG

Valerie

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12. Dezember 2002 um 13:37
In Antwort auf oxana_12918730

So hab ich das...
...auch nicht gemeint!

Eher so: Wenn die Lust WENIGER wird, stellt sich raus, ob es darunter / daneben / dazu noch was anderes gibt, nämlich LIEBE...

Okay??

LG

Valerie

*jetzt schon mal die Backe hihhällt für die nächste Ohrfeige...
Wenn die Lust verschwindet ist doch gerade das was übrig bleibt Gewohnheit und Bequemlichkeit, oder nicht? Aber es steht dem Mensch ja frei, Sachen so zu benennen wie er es am besten in den Alltag paßt.

entity *der langsam richtig Spaß dran findet

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12. Dezember 2002 um 13:49
In Antwort auf raj_11949146

*jetzt schon mal die Backe hihhällt für die nächste Ohrfeige...
Wenn die Lust verschwindet ist doch gerade das was übrig bleibt Gewohnheit und Bequemlichkeit, oder nicht? Aber es steht dem Mensch ja frei, Sachen so zu benennen wie er es am besten in den Alltag paßt.

entity *der langsam richtig Spaß dran findet

Find's auch lustig
...aber ich habe den Verdacht, du WILLST mich nicht verstehen... Kann das sein?

Also, nein, ich meine, es KANN natürlich Gewohnheit und Bequemlichkeit übrig bleiben, aber ich sprach eigentlich davon, dass eben manchmal was anderes bleibt - Vertrauen, Seelenverwandschaft, Geborgenheit, Zuneigung... Liebe halt!

Außerdem hab ich nicht gesagt, dass die Lust verschwindet, sondern dass sie weniger wird und vor allem weniger wichtig... Unterschied...



Valerie

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12. Dezember 2002 um 14:20

Liebe, Sex, Befriedigung.
Hi Sibulante
Ich gebe zu, ich habe die Antworten hier nur quer gelesen, nicht alles wirklich aufgenommen.

Zu deiner Frage im Titel:
Keinen!

Liebe ist einfach da, jeden Tag fühlt sie sich anders an, mal ist sie stärker, mal schwächer, mal unauffindbar, mal unüberfühlbar. Brauchen tut sie Sex überhaupt nicht.

Es geht dir, glaube ich, eher um die sexuelle Komponente zwischen Paaren.
Sex ergibt sich je nach Art der Liebenden von selbst, mal ist er stärker, mal schwächer....siehe oben.

Während ich Liebe nicht erarbeiten möchte, mich nicht bemühen, sie meinem Mann zu zeigen, so höre ich auf der anderen Seite nicht auf, den Sex zwischen uns zu gestalten.

Daran basteln wir beide ständig lustvoll. Es kommt immer wieder neues hinzu, altgewohntes genießen wir, wenn wir mal zu faul zum basteln sind.

Ich möchte mich nicht abrackern müssen, damit ich seine Liebe behalte, wenn ich sie nicht einfach so kriege, liebt er wohl nicht mich, sondern irgendwelche Komplimente oder Geschenke. Ich kann doch keinen begehrenden Blick produzieren, wenn ich grad überhaupt keinen Bock habe.

Ich habe nicht die Absicht, ihn glücklich zu MACHEN, er IST glücklich, weil er mich so ,wie ich bin, lieben kann.
Wäre ich nicht so, käme ich für ihn nicht in Frage.

Befriedigung in der Befriedigung des anderen finden.
Da bringt man glaube ich leicht was durcheinander. Wenn mein Partner einen Orgasmus hat, ist er befriedigt, das Glückshormon gibt ihm eine besondere Stimmung, ein besonderes Wohlfühlen. Das macht mich zufrieden. Befriedigt bin ich damit noch lange nicht. (Klar, dass ich dann auch will...*g*, oder?).

Nach vielen Jahren noch kribbeln spüren? Ich glaube, das geht mit basteln

Fremdgehen? Niemals, kein Vertrauensbruch, diese Wege auch zusammen gehen!

Verzicht üben, sich abfinden? Also langsam vor die Hunde gehen? Geht in die Hose, hab ich zu lange gemacht. Ich hole mir, was ich brauche, geht es zusammen nicht, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Ich oder die Beziehung.

Verzauberin grüßt

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