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Die weibliche "Scham" vor Fantasien: Erziehungsfrage oder natürlich

9. Februar 2011 um 17:08 Letzte Antwort: 17. Februar 2011 um 15:25

Hallo miteinander,

Ich habe mich hier ein wenig im Forum umgesehen und fand es sehr interessant.

Was mir aufgefallen ist, dass einige Frauen gibt die viel und relativ freizügig posten, mitunter auch über Fantasien die sie haben welche man als "pervers" bezeichnen kann da sie etwas abgehen vom reinen Sex welchen wie eine Basis darstellt.

Es gibt hier einige Umfragen welche auch die Frage nach sexuellen Fantasien aufwirft. Diese Frage wird aber von vielen ausgespart (selbst wenn so ein Fragebogen anonym ausgefüllt werden kann). Ich habe mir überlegt weshalb dem so ist.

Einerseits sehe ich Gründe wie dass es vielleicht etwas riskant ist sich beispielsweise einen Dreier oder Gruppensex zu wünschen wenn man in einer Beziehung ist in welcher man glücklich ist da dies schnell einmal in der Realisierung die Grenzen sprengen kann.

Auf der anderen Seite denke ich dass es beispielsweise bei der Selbstbefriedung doch auch ganz normal ist solche Fantasien als Fantasien zu haben. Soweit ich ein wenig einen Einblick in die Frau haben kann habe ich aber durchaus den Eindruck dass es auch für Frauen keine grosse Ausnahme ist "perverse" Fantasien zu haben.

Liegt es evtl. an der Erziehung dass Frauen sich für diese Fantasien schämen, selbst in der heutigen Zeit? Haben Frauen von Natur aus eine solche Scham und ein Bremsmechanismus sich nicht als "sexhungrig" und mit Fantasien welche die Normen des einfachen partnerschaftlichen Sex überschreiten zu sehen, einzugestehen? Ein unbewusster biologischer Mechanismus läuft welche Frauen dazu bringt sich sonst als "Schlampe" zu sehen? Oder ist etwas daran dass Frauen oft gerne leiten lassen vom Partner in Dingen wie Bondage oder Analverkehr?

Ich habe für mich persönlich den Eindruck dass Frauen auch solche Fantasien haben jedoch sich immer erst "aufweichen" und Anregen lassen von ihrem Partner.

Was denkt ihr dazu, gibt es da Veränderungen in generativer Hinsicht durch den heute etwas anderen Umgang mit dem Thema bedingt durch einen veränderte Sexualerziehung. Ist es vielleicht immer noch so, dass Mädchen impliziert wird eher schamhaft mit der Lust umzugehen.

?

Freue mich über gute differenzierte Beiträge von anderen, was Sie darüber denken.

LG

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9. Februar 2011 um 17:15

Die weibliche "Scham" vor Fantasien: Erziehungsfrage oder natürlich
Eine sehr gute Frage bzw. Anmerkung. Klar, es liegt schon in der Erziehung, bzw. daran, wie man(n) als Frau gesehen wird.
Ich kann mal kurz von mir schreiben: In meinen Phantasien lasse ich mich auch zu gern von "tausend" Händen, Fingern, Zungen, Vibratoren etc. verwöhnen. Auch Frauen tauchen in meinem Kopf oft auf. Jedoch würde ich das nie ausleben, es wäre super peinlich, würde auch bestimmt die Beziehung kaputt machen, auch wenn er es gut finden würde........

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9. Februar 2011 um 17:39
In Antwort auf maike_11897417

Die weibliche "Scham" vor Fantasien: Erziehungsfrage oder natürlich
Eine sehr gute Frage bzw. Anmerkung. Klar, es liegt schon in der Erziehung, bzw. daran, wie man(n) als Frau gesehen wird.
Ich kann mal kurz von mir schreiben: In meinen Phantasien lasse ich mich auch zu gern von "tausend" Händen, Fingern, Zungen, Vibratoren etc. verwöhnen. Auch Frauen tauchen in meinem Kopf oft auf. Jedoch würde ich das nie ausleben, es wäre super peinlich, würde auch bestimmt die Beziehung kaputt machen, auch wenn er es gut finden würde........

Hallo Tabby,
Danke für deine Antwort.
Allerdings kann es doch auch für Männer faszinierend sein wenn die Partnerin solche Fantasien hat. Sie zu haben, auszutauschen oder gemeinsam "nachzuspielen" muss ja keine Partnerschaft kaputt machen. Vielmehr denke ich dass es Sie auch aus Sicht des Mannes bereichern kann.

Weshalb aber eine Scham besteht diese hier anonym zu erzählen erklärt sich damit nicht all zu logisch damit.

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10. Februar 2011 um 0:35

Hallo alexandra,
danke für deine interessante antwort. ich glaube es gibt schon sehr viele perspektiven auf diese frage. fand dein beitrag gut nachvollziehbar

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10. Februar 2011 um 2:05

Ich finde deine Frage interessant und klug.
Ein wesentlicher Aspekt bei mir ist: ich muss nicht jede Fantasie in die Praxis übersetzen. Vielleicht ist es da Angst, dass es nicht so schön war wie in der Fantasie und dann ist die Fantasie tot. Der Punkt hat aber nichts mit Erziehung zu tun. Und auch wenn ich sicherlich nicht so frei erzogen worden bin, wie ich es mir manchmal wünschte - das wichtigste ist aber, dass man ein eigenens Ego aufbaut und selber Entscheidungen fällt, was man in die Tat umsetzen will...

Ich meinem Freundeskreis kenne ich welche, die sagen zu allem Wunderbar und Toll, doch hinterfragt man dies einmal geschickt, merkt man, dass es nicht sooo toll ist. Und sie sich mehr wünschen. Aber irgendwie nicht den Mut sehen, den Mund aufzumachen. Und meist ist es Angst, der Partner könnte nicht mitmachen. Und ich mich dann frage: "Hey, er ist dein Freund. Du du kannst dich nicht ihm anvertrauen?". Andererseits, so auch mein Eindruck, sind auch nicht alle Männer offen.

Ich hatte auch mal vor einiger Zeit ein Thema eröffnet, zugegeben etwas provokant: "Darf eine Frau dazu stehen, wenn sie auf große Penisse steht?". Das ist durchaus auch so ein Beispiel dafür, wo es Fantasien gibt, vor der sehr viel Scham existiert. Und für diese Frage habe ich auch viel Haue per PMs bekommen, wie man denn nur so oberflächig sein kann. Sicherlich kommt bei dem Thema hinzu, dass es auch verletztend gegenüber Männern sein kann - aber sebst in Frauenrunden scheinen einige das Thema immer gerne sofort vehement abzulehnen, völlig energisch, stellen es als abartig und männerentwürdigend dar (nur Pech, wenn an sich bei gezielten Nachfragen dann doch mal verzettelt ).

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11. Februar 2011 um 1:37
In Antwort auf jaiden_12448424

Ich finde deine Frage interessant und klug.
Ein wesentlicher Aspekt bei mir ist: ich muss nicht jede Fantasie in die Praxis übersetzen. Vielleicht ist es da Angst, dass es nicht so schön war wie in der Fantasie und dann ist die Fantasie tot. Der Punkt hat aber nichts mit Erziehung zu tun. Und auch wenn ich sicherlich nicht so frei erzogen worden bin, wie ich es mir manchmal wünschte - das wichtigste ist aber, dass man ein eigenens Ego aufbaut und selber Entscheidungen fällt, was man in die Tat umsetzen will...

Ich meinem Freundeskreis kenne ich welche, die sagen zu allem Wunderbar und Toll, doch hinterfragt man dies einmal geschickt, merkt man, dass es nicht sooo toll ist. Und sie sich mehr wünschen. Aber irgendwie nicht den Mut sehen, den Mund aufzumachen. Und meist ist es Angst, der Partner könnte nicht mitmachen. Und ich mich dann frage: "Hey, er ist dein Freund. Du du kannst dich nicht ihm anvertrauen?". Andererseits, so auch mein Eindruck, sind auch nicht alle Männer offen.

Ich hatte auch mal vor einiger Zeit ein Thema eröffnet, zugegeben etwas provokant: "Darf eine Frau dazu stehen, wenn sie auf große Penisse steht?". Das ist durchaus auch so ein Beispiel dafür, wo es Fantasien gibt, vor der sehr viel Scham existiert. Und für diese Frage habe ich auch viel Haue per PMs bekommen, wie man denn nur so oberflächig sein kann. Sicherlich kommt bei dem Thema hinzu, dass es auch verletztend gegenüber Männern sein kann - aber sebst in Frauenrunden scheinen einige das Thema immer gerne sofort vehement abzulehnen, völlig energisch, stellen es als abartig und männerentwürdigend dar (nur Pech, wenn an sich bei gezielten Nachfragen dann doch mal verzettelt ).

Ebenfalls dankeschön
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17. Februar 2011 um 15:25

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