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Coming Out und Lebenskrise

13. Dezember 2012 um 12:43 Letzte Antwort: 13. Dezember 2012 um 19:26

Ist es euch leicht gefallen euch einzugestehen dass ihr lesbisch seid?
Bei mir war das ein sehr langer Prozess und mir ging es auch gar nicht gut in der Zeit. Hatte Depressionen...
Wem ging es auch so? Ich hatte zuerst panische Angst wegen meinen Gefühlen.

Lovenight

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13. Dezember 2012 um 19:26

Leicht ist es nie...
Der Schritt sich selbst eingestehen Homosexuell zu sein, ist anfangs sehr schwer. So war es jedenfalls bei mir, jedoch habe ich es zeitig gefühlt, mit 14 habe ich erstmals bemerkt, dass ich mich zu Frauen hingezogen fühle. Wenn ich mich daran erinnere muss ich sagen, dass es ein sehr schönes Gefühl war, es mir aber irgendwie Angst gemacht hat. Ich brauchte lange um es mir sekbst einzugestehen, es zu definieren. Dieser Prozess dauerte ca. 2-3 Jahre. Bis dahin, hatte ich mit keinem darüber gesprochen, meine freunde und Familie nicht eingeweiht. Jeder Tag an denen ich es für mich behalten musste wurde immer mehr zur qual. Am unangenhemsten empfand ich die Situation, wenn mich meine Familie mal wieder über meinen Beziehungsstatus erkundigte, zu diesem Zeitpunkt merkte ich das ich den Erwartungen in meinem Umfeld nicht gerecht werden könnte, NIE! Jeder Tag wurde zum schauspiel, am ende des Tage hatte ich nur damit zu tun, zu reflektieren ob den um himmelswillen niemand gemerkt hat, das mit dir etwas nicht stimmt. Mit 18 kam dann die erste Frau, für sie hätte ich vermutlich alles getan, denn ich hatte das erste Mal ein Gefühl von Liebe in mir. Sie war es auch die mich unbewusst in meinem Coming out stärkte, bei freunden ist es ohne weiteres gut verlaufen, leider hat die Familie nicht so begeistert reagiert(wie bei vielen sicherlich) Auch wenn die Reaktion meiner Eltern nicht die ultimative Wunschreaktion war, habe ich mich danach gut gefühlt. Für mich habe ich entschieden, es menschen die mir nahe stehen zu sagen wie es in meinem gefühlsleben aussieht, dennoch vermeide ich es immer noch mir ein Schild umzuhängen und mich in aller öffentlichkeit als lesbisch zu deglarieren. Ich denke auch nicht, dass es meine Pflicht ist es jeden auf die Nase zu binden, Ich frage die Verkäuferin beim Bäcker schließlich auch nicht nahc ihrer Sexualität. Was ich einfach sagen will ist, du solltest für dich entscheiden, wie wichtig es für dich ist was du anderen von dir preis gibst. So wie es klingt, solltest du dich vielleicht erst einmal nur um dich kümmern, den um bei anderen akzeptanz zu erwarten fordert, dass du dich selbst erst einmal annimmst wie du bist und du dich vollkommen wohl fühlst mit der Rolle die du einnimmst. Was andere davon denken sollte dir am A**** vorbei gehen.

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