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Can't buy me love

29. Januar 2005 um 19:20

but sex.

rotlichtmillieu, prostitution, bordell, swinger club, 0190 iger nummern etc. etc. also alles möglichkeiten und angebote, die es in form von käuflichem sex gibt...

mich interessiert, ob käuflicher sex mittlerweile salonfähig geworden ist. - was meint ihr? und wie steht also die gesellschaft und der einzelne zum thema sex als ware? hat sich in der hinsicht was getan oder haftet all dem immernoch ein schmuddel - *bäh* - faktor an?

gruss,
cosmic.

30. Januar 2005 um 1:39

Nun ja
Ich will mal versuchen, was es ohne groß nachzudenken bei mir assoziiert.

Rotlichtmilieu = da denke ich zuerst an Sexsklaverei, Gewalt, Kriminalität ... usw.

Prostitution = da denke ich zuerst an 18 jährige, die sich für Drogen verkaufen. Ist jetzt mal rein intuitiv, was das Wort bei mir auslöst.

Bordell = hier sieht es schon anders aus. Das sehe ich als reines Geschäft. Schon seriöser irgendwie. Bordelle sehe ich schon salonfähiger, obwohl ja dort Prostituierte arbeiten.
Aber rein das Wort Prostitution kommt eben irgendwie ... hmm ... anders rüber. So wie Straßenstrich.

0190 Nummern sind für mich reine Abzocke, an sabbernd geilen Typen. Mit etwas Verstand würden sie wissen, dass man im Bordell da auf längere Sicht besser und günstiger "bedient" wird. Somit sehe ich "Wähler" von 0190 Sexnummern, irgendwie etwas hinter dem Mond.

Nun ja und Swinger Club erinnert mich an einen albernen Club sexhungriger meist alter Typen.

Das mögen alles Vorurteile sein, gut möglich.

Käuflicher Sex steht für mich persönlich niemals als Möglichkeit im Raum. Ebenso wenig wie Swinger Club.
Ich gebe zu, ich bin hier total altmodisch und mag es nur sehr privat und auch nur über die Schiene der vertrauten Liebe.

Die Gesellschaft an sich, denke ich ist etwas lockerer geworden. Zumindest was Bordelle angeht. Ich denke es stört wirklich nur noch wenige und die gibt es ja in allen großen Städten. Und die Mädchen die da arbeiten, werden hoffentlich vernünftig ärztlich betreut und sollten auch im Staat als Berufszweig anerkannt werden.

Ich hätte zumindest mit diesen Menschen keine Probleme.

Liebe Grüße
Estonia



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30. Januar 2005 um 10:34
In Antwort auf estonia

Nun ja
Ich will mal versuchen, was es ohne groß nachzudenken bei mir assoziiert.

Rotlichtmilieu = da denke ich zuerst an Sexsklaverei, Gewalt, Kriminalität ... usw.

Prostitution = da denke ich zuerst an 18 jährige, die sich für Drogen verkaufen. Ist jetzt mal rein intuitiv, was das Wort bei mir auslöst.

Bordell = hier sieht es schon anders aus. Das sehe ich als reines Geschäft. Schon seriöser irgendwie. Bordelle sehe ich schon salonfähiger, obwohl ja dort Prostituierte arbeiten.
Aber rein das Wort Prostitution kommt eben irgendwie ... hmm ... anders rüber. So wie Straßenstrich.

0190 Nummern sind für mich reine Abzocke, an sabbernd geilen Typen. Mit etwas Verstand würden sie wissen, dass man im Bordell da auf längere Sicht besser und günstiger "bedient" wird. Somit sehe ich "Wähler" von 0190 Sexnummern, irgendwie etwas hinter dem Mond.

Nun ja und Swinger Club erinnert mich an einen albernen Club sexhungriger meist alter Typen.

Das mögen alles Vorurteile sein, gut möglich.

Käuflicher Sex steht für mich persönlich niemals als Möglichkeit im Raum. Ebenso wenig wie Swinger Club.
Ich gebe zu, ich bin hier total altmodisch und mag es nur sehr privat und auch nur über die Schiene der vertrauten Liebe.

Die Gesellschaft an sich, denke ich ist etwas lockerer geworden. Zumindest was Bordelle angeht. Ich denke es stört wirklich nur noch wenige und die gibt es ja in allen großen Städten. Und die Mädchen die da arbeiten, werden hoffentlich vernünftig ärztlich betreut und sollten auch im Staat als Berufszweig anerkannt werden.

Ich hätte zumindest mit diesen Menschen keine Probleme.

Liebe Grüße
Estonia



Hallo Estonia,
erstmal danke für deine antwort.

du schreibst, du hättest mit diesen leuten keine probleme. aber wie wäre es denn, wenn in deiner nachbarschaft, direkt nebendran ein bordell eröffnen würde? was glaubst du, wieviele darüber empört wären? da gäbe es sicherlich nachbarschaftliche unterschriftenaktionen, peditionen etc. etc.

für mich ist sex als ware auch uninteressant, weil käuflicher sex nunmal ungleich emotionen bedeutet, daher kann ich da auch locker drauf verzichten.

sex als ware ist einer der umsatzstärksten branchen die es gibt. ich kenne leute (männer), die soviel arbeiten, dass sie einfach keine lust mehr haben, irgendwo eine frau kennenzulernen. ich denke, dass sie daher auf diverse angebote zurückgreifen, sei es im internet oder sonstwo.. hm.
ich persönlich weiss nicht, ob ich das gutheissen soll oder was ich davon halten soll. einerseits ist es mir wurscht, andererseits denke ich, dass es nicht nur singles sind, die solche dienste in anspruch nehmen, sondern gerade auch menschen, die in partnerschaft leben. also, liebe hier - sex da? nachvollziehen kann ich das nicht.

und das allgemeine schweigen führe ich mal auf die moralische distanz zu diesem thema zurück.

liebe grüsse
cosmic.

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30. Januar 2005 um 21:23

Liebe cosmic...
Ich werde mich dazu aüssern weil min Chef ein kommentar dazu gegeben hat.Es war seine echte meinung das ein bordell besuch völlig in ordnung ist wenn ein mann zuhause das nicht bekommt was er braucht.Er sagte auch das er finde es in ordnug wenn der mann sonder wünsche hat(s/m,n/s...usw.)wo nicht jeder frau lust darauf hat.Andere männer sagen das bordelle helfen sexual straftaten zu vermindern.Bei uns,in unsere stadt,sieht mann immer mehr rotlicht fenster seit eröffung der cz,pl grenze.Sex sells!Das steht fest.Ich persönlich finde das total un erotisch und wäre total handlungs unfähig when Ich dran denken müsste wieviel vormieter da waren!Ausserdem finde Ich es schade das manche frauen kein andere ausweg finden und werden total ausgebeutet.Traurig aber wahr,die prostitution gehört zu den ältesten berufe der welt.

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31. Januar 2005 um 11:51

Interessante Fragestellung, weil....
...eine soziokulturelle Komponente mitschwingt und keine subjektive Betroffenheitsstory a la : Mein Kerl war im Puff und nun brauch ich nen Sündenbock: Die Prostitution!

Meine Meinung:

Ich denke, sexuelle Dienstleistungen gab es schon immer (auch in gesteigertem Ausmass) nur geben die moderenen Spielereien und technischen Möglichkeiten natürlich eine ganz andere Bandbreite an Spielarten und Variationen vor!

Salonfähig ist ein Ausdruck mit dem ich mich schwer tue, weil Damenboxen mittlerweile seit Regina Halmich auch salonfähig geworden ist - was aber lange noch nichts über eine Akzeptanz oder gar Wertschätzung ihrer Leistung innerhalb einer chauvinistischen Männerdomäne aussagt!

Offiziell leben wir auch in einer Mulitkultigesellschaft, die aber letztlich von offenem Rassismus teilgeprägt ist!

Aber zurück zur Frage:

Ich denke, viele Faktoren haben dazu beigetragen, daß das Thema Sex allgemein (und der käufliche Sex im besonderen) sich ein wenig polarisiert hat im Zuge der Mediengesellschaft. Oder : Die Schere öffnet sich!

Einerseits gehen viele Menschen viel offener mit sich und ihren Bedürfnissen um, andereseits kehren im Umkehrschluß viele Menschen aus Angst, Unwissenheit und rapider Veränderung der Gesellschaft zu sehr konservativen, anachronistischen Wertemodellen zurück, weil sie diese kennen und sie ihnen vertraut sind!

Viele Angebote der Sexdienstleistungen fördern allerdings meiner Meinung nach den Gedanken, sich Glück/Befriedigung/Erfüllung kaufen zu können. Aber das ist nicht nur dort so, viele Leute wähnen sich durch Waren und Dienstleistungen glücklicher, obwohl sie in Wahrheit nur ihre sozialen Unzulänglichkeiten kaschieren!
Aber die Nachfrage regelt das Angebot!
Und offensichtlich gibt es Leute die sauteure Nummern wählen um sich von strickenden Hausmütterchen geile Geschichten erzählen lassen !
Und solange eine Nachfrage besteht, wird es auch einen Markt geben!

Ich persönlich fand es vorher nicht schmuddelig und finde es auch heute nicht schmuddelig - ich denke man stößt sich an sowas nur, wenn man irgendwie betroffen ist (mittelbar oder unmittelbar). Ich weiß wie es ist, möchte die Erfahrung nicht missen, brauchs aber nicht, insofern habe ich kein sonderliches Plädoyer dafür aber auch nicht dagegen!
Und wer die Regenbogenmedien nur am Rande mitverfolgt hat im Falle Moshammer und wie manche das Wort "Stricher" ausgesprochen haben, so als ob die Stricher ja die Bösen sind, kein Wort zur Tatsache, daß ein reicher, alter, vereinsamter, Mann der selbst vom erzkonservativem MP Stoiber als "wahres bayerische Original" bezeichnet wurde, solche Stricher offensichtlich bevorzugte und brauchte macht deutlich, daß die Doppelmoral, Bigotterie und Lobbyismus und Opportunismus schlimmer sind als die Bereiche gegen die gehetzt wird! Und dazu gehört die "käufliche Liebe" in allen Facetten schon seit Jahrtausenden!

Gruß
Lovemate




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