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Besseren Sex in fremden Betten?

8. April 2003 um 11:52

Ich habe mal eine Frage, insbesondere an die Männer:
Mein Mann hat mir vor ein paar Tagen aufgrund einer Streiterei ins Gesicht gesagt, Sex in fremden Betten sei sowieso immer besser als mit der eigenen Partnerin, weil er unkomplizierter sei und man die "Marotten" des Sexpartners nicht kenne.
Außerdem gibt es für ihn an mir nichts, was ihm besonders gefällt (obwohl ich recht attraktiv bin) oder was er besonders gerne anfasst oder streichelt. Er sagt, das sei ihm nicht wichtig, es käme ihm mehr auf den Charakter an. Aber meiner Meinung nach schließt das eine das andere doch nicht aus, oder??
Das einzige, was er momentan beim Sex auffällig oft anfasst, sind meine Brüste (da ich z. Zt. schwanger bin und diese z. Zt. größer sind als sonst). Vorher hat er das nicht gemacht.
Er hat auch kein Interesse daran, einfach mal nur mit mir zu schmusen oder mich in den Arm zu nehmen. Er sagt, schmusen verbinde er mit Sex und für ihn sei es dasselbe...

Ich habe ihn gefragt, ob eine andere Frau evtl. erotischer für ihn wäre. Daraufhin hat er gesagt (ich zitiere): "Frag mich nicht, das kann gut sein. Ich habe zwar nichts mit anderen Frauen, aber denkbar wäre es!"

Er sagt recht häufig (manchmal auch auf meine Fragen hin) unschmeichelhafte Dinge und versteht gar nicht, dass er mich damit verletzt. Statt dass er meinen Körper genießt oder gerne mal hinschaut und mal ein Kompliment macht, fällt ihm höchstens auf, was ihm nicht an mir gefällt.
Und dann wundert er sich, dass ich kaum noch Lust auf Sex mit ihm habe und immer verklemmter und gehemmter werde und kaum noch motiviert bin.

Vor einiger Zeit hat er auch schon einmal zu mir gesagt, eine Frau sei (in sexueller Hinsicht) nur etwas Besonderes für ihn, solange er sie nicht haben kann...
Wenn ich ihn heute darauf anspreche, sagt er, ich solle nicht alles auf die Goldwaage legen.
Aber ich merke ja sowohl an seinem Verhalten als auch an seinen Aussagen, dass es scheinbar tatsächlich so ist.

Ich liebe ihn und finde ihn nach wie vor begehrenswert. Und wenn wir dann mal Sex haben, genieße ich seinen Körper und seinen Geruch und alles und streichele ihn auch gerne.
Ihm geht das überhaupt nicht so und das tut mir sehr weh!
Er sagt zwar, er liebe mich, aber er kann sehr kalt, fies und abweisend werden, wenn wir uns streiten und dreht sich dann auch einfach um und schläft ein. Selbst, wenn ich ihn dann darum bitte, mich mal in den Arm zu nehmen, tut er das nicht.
Am nächsten Tag ist für ihn alles vergessen und er tut, als sei nichts gewesen.

Meine Schwangerschaft interessiert ihn auch nicht die Bohne. Als ich ihn daraufhin angesprochen habe, hat er eiskalt gesagt, ich hätte doch gewusst, wie er auf eine Schwangerschaft reagiert bzw. wie er sich dann verhalten würde (es ist unser 2. Kind). Er ist recht lieblos und desinteressiert!

Ich habe ihm jetzt gesagt, dass ich so enttäuscht bin, dass ich nichts weiter als eine platonische Beziehung mit ihm führen möchte und unter diesen o. g. Umständen nicht mehr mit ihm schlafen möchte, da ich mir als "Zweite-Wahl-Nummer" zu schade bin und mir irgendwie "benutzt" vorkomme. Ich habe ihm gesagt, er solle sich seine Befriedigung künftig woanders beschaffen, zumal der Sex woanders für ihn ja ehbesser sei und er vielleicht eine erotischere Frau finden würde...

Wie seht ihr das alles?
Bin ich zu empfindlich oder bin ich zu Recht gekränkt?
Denken wirklich alle Männer so oder gibt es auch welche, die den Sex mit ihrer eigenen Partnerin besser finden bzw. diese auch erotischer finden als irgendeine andere Frau?

Ich muss noch hinzufügen, dass mein Mann immer beteuert (und bis jetzt war es wohl auch so), ein treuer Mensch zu sein und schon oft gesagt hat, dass er gar keine andere Frau will.
Ich wünsche mir aber, dass er nicht nur aus moralischen Gründen treu ist, obwohl ich eigentlich nichts Besonderes mehr für ihn bin (diesen Eindruck habe ich mittlerweile), sondern dass er mich tatsächlich begehrenswerter findet als andere Frauen und mit mir den besseren Sex hat.

Ist das zuviel verlangt??

Ich habe hier jetzt einen halben Roman geschrieben, ich weiß.
Aber ich musste das mal loswerden und hoffe, ihr steigt dadurch und antwortet mir!

8. April 2003 um 13:08

Hallo!
Ich muss sagen, ich bin ziemlich schockiert, nachdem ich Deinen Text gelesen habe. Dein Mann hat die Emotionen eines toten Fisches! Warum geht er so lieblos mit Dir um? Mir kommt es so vor, als mache er das mit Absicht. War er mit Deiner zweiten Schwangerschaft einverstanden, wollte er das Kind auch? Wie hat er sich in Deiner ersten Schwangerschaft Dir gegenüber verhalten?
Ich denke, er hat Angst vor Verantwortung. Deshalb auch die Aussage, dass Sex in fremden Betten unkompliziert ist. Für mich wäre an Deiner Stelle sein Verhalten unerträglich. Ich nehme nicht an, dass Du die Beziehung beenden willst (wegen des Kindes und Deiner Schwangerschaft?), aber Du solltest Dir ernsthaft überlegen, ob und wie lange Du noch so vor Dich hinvegetieren willst. Was gibt er Dir denn noch? Welche Gefühle bringt er Dir außer Verachtung noch entgegen? Er redet ja nicht mal offen mit Dir.
Wie hat er denn reagiert, als Du ihm gesagt hast, dass Du nicht mehr mit ihm schlafen wirst? Uninteressiert? Er wird Dich nicht ernst nehmen, solange Du immer wieder einlenkst.
Ich weiß nicht, was ich Dir raten soll, dazu weiß ich viel zu wenig über Euch. Ich könnte jetzt sagen, nimm Dein Kind und verlasse ihn, aber wie schon gesagt, ich kenne Deine Situation nicht gut genug.

Ich wünsch Dir alles Gute und hau ihm bei Gelegenheit mal richtig paar zwischen die Hörner!

Eine wutschnaubende Isidor

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8. April 2003 um 13:19

Also, ein Mann bin ich nicht...
aber als ich Deine Zeilen gelesen habe, war ich schon ganz schön entsetzt. Wie kann man seiner Ehefrau so etwas sagen? Mir fehlt die Fantasie, mir vorzustellen, wie ich reagiert hätte auf so eine Aussage. Das ist in meinen Augen nicht nur extrem unsensibel (ganz besonders, weil Du schwanger bist), sondern deutet warscheinlich auch auf ein generelles Beziehungsproblem hin. Hat er denn früher mal gekuschelt oder Dich einfach in den Arm genommen oder war das schon immer so wie jetzt? Ich denke, ich würde wohl auch unter diesen Bedingungen keine Lust auf Sex haben ... Habt Ihr denn noch andere Beziehungsprobleme? War das Kind von Beiden gewünscht? Wenn mein Mann nur aus Mangel an Gelegenheit oder Bequemlichkeit oder wie auch immer treu ist, so ist das schlimm genug!
Wie verkraftest Du so was? *ganzfestmalindenArmnehme* Er scheint ja ein ziemlicher Egoist zu sein - zumindest sieht es mir ganz danach aus! Ich wünsche Dir noch ganz viel Kraft und Selbstbewußtsein. LG Rayofnight

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8. April 2003 um 14:12
In Antwort auf isidor

Hallo!
Ich muss sagen, ich bin ziemlich schockiert, nachdem ich Deinen Text gelesen habe. Dein Mann hat die Emotionen eines toten Fisches! Warum geht er so lieblos mit Dir um? Mir kommt es so vor, als mache er das mit Absicht. War er mit Deiner zweiten Schwangerschaft einverstanden, wollte er das Kind auch? Wie hat er sich in Deiner ersten Schwangerschaft Dir gegenüber verhalten?
Ich denke, er hat Angst vor Verantwortung. Deshalb auch die Aussage, dass Sex in fremden Betten unkompliziert ist. Für mich wäre an Deiner Stelle sein Verhalten unerträglich. Ich nehme nicht an, dass Du die Beziehung beenden willst (wegen des Kindes und Deiner Schwangerschaft?), aber Du solltest Dir ernsthaft überlegen, ob und wie lange Du noch so vor Dich hinvegetieren willst. Was gibt er Dir denn noch? Welche Gefühle bringt er Dir außer Verachtung noch entgegen? Er redet ja nicht mal offen mit Dir.
Wie hat er denn reagiert, als Du ihm gesagt hast, dass Du nicht mehr mit ihm schlafen wirst? Uninteressiert? Er wird Dich nicht ernst nehmen, solange Du immer wieder einlenkst.
Ich weiß nicht, was ich Dir raten soll, dazu weiß ich viel zu wenig über Euch. Ich könnte jetzt sagen, nimm Dein Kind und verlasse ihn, aber wie schon gesagt, ich kenne Deine Situation nicht gut genug.

Ich wünsch Dir alles Gute und hau ihm bei Gelegenheit mal richtig paar zwischen die Hörner!

Eine wutschnaubende Isidor

Hallo Isidor,
vielen Dank für Deine Antwort!
Mein Mann hat sich auch während der ersten Schwangerschaft desinteressiert verhalten. Damals war es so, dass mit dem wachsenden Bauch seine Lust auf Sex schwand. Als ich ihn einmal danach gefragt habe, hat er gesagt, das sei unerotisch für ihn.
Heute sagt er, er hätte sich lediglich unter Druck gesetzt gefühlt und deshalb die "Ausrede", ich sei unerotisch, erfunden.
Die zweite Schwangerschaft war zwar eher mein Wunsch, aber dagegen war er auch nicht. Wir haben auch mehr Sex als damals (dafür kuschelt er kaum noch mit mir). Aber die Schwangerschaft selbst interessiert ihn nach wie vor nicht. Er hat zwar mal behauptet, dass er meinen Bauch schön findet, aber er fasst mich (selbst wenn er Sex will) nicht mehr als unbedingt nötig an (bis auf meinen Busen)...

Aber er ist unserer Tochter ein guter Vater und im Alltag eigentlich ganz umgänglich und nett. Nur hat er eben diese unsensible Seite und sagt halt in bestimmten Situationen kränkende Dinge (er selbst merkt und versteht gar nicht, dass mich das verletzt).

Am Anfang unserer Beziehung war er die Euphorie in Person, jetzt ist er das extreme Gegenteil. Ich habe das Gefühl, er interessiert sich kaum noch für mich, hat lieber seine Ruhe und interessiert sich auch nicht großartig für das, was ich zu sagen habe. An Zärtlichkeiten ist er - wie gesagt - auch nicht interessiert. Im Bett fasst er mich eigentlich nur an, wenn er Sex möchte. Zwar gibt er mir regelmäßig zur Begrüßung und zum Abschied einen Kuss und nennt mich häufig "Schatz", aber das sind meiner Meinung nach nur Floskeln. Wirklich begehrenswert findet er mich nicht (mehr). Er behauptet zwar immer, aufs Aussehen käme es ihm nicht an. Aber ob andere Frauen attraktiv sind oder nicht, sieht er sehr wohl. Außerdem legt er selbst relativ großen Wert auf sein Äußeres und ist selbst in gewissem Maße eitel.
Ich glaube, dass ihn nur mein Äußeres nicht mehr interessiert, weil ich eh nichts Besonderes mehr für ihn bin. Nur wenn etwas nicht so schön ist, das bemerkt er und sagt es mir auf mein Fragen hin auch. Ich habe bei ihm nicht das Gefühl, begehrenswert zu sein, obwohl er stets behauptet, das sei meine eigene Schuld und ich bilde mir das ein. Aber ich denke doch, es gibt auch Männer, die ihre Partnerin gerne streicheln oder mal anschauen, selbst wenn sie nicht makellos ist, oder...?

Ich überlege mir auch immer öfter ernsthaft, ob ich mich von ihm trennen soll. Wir haben nämlich auch sonst keine großartigen Gemeinsamkeiten, keinen gemeinsamen Freundeskreis (er kommt nicht von hier). Und er will das auch gar nicht. Er hat auch kein Interesse daran, mal mit mir auszugehen oder die Zweisamkeit sonstwie zu genießen.
Bis vor 1 1/2 Jahren hatte er auch ein Alkoholproblem. Nun trinkt er nichts mehr, aber diese Angst, er könnte "rückfällig" werden, ist bei mir immer da... Auch in dieser Hinsicht habe ich schon schlimme Zeiten mit ihm erlebt und es hat mir u. a. die erste Schwangerschaft ziemlich vermasselt.
Dann kommt noch hinzu, dass er mit einer anderen Frau (seiner Exfreundin) noch einen Sohn hat, den er auch regelmäßig besucht. Auch in dieser Hinsicht ist es manchmal nicht leicht, da diese Exfreundin immer irgendwie dazwischensteht und auch schon häufiger schlecht über mich gesprochen hat.
Ich habe auch das Gefühl, dass er sie bzw. das, was sie sagt, ernster und wichtiger nimmt als mich. Wenn sie etwas möchte, "springt" er...

Was soll ich bloß tun?? Ich bekomme in 8 Wochen unser 2. Kind und bin nach wie vor im Erziehungsurlaub, so dass es für mich im Falle einer Trennung finanziell schwierig wäre.
Außerdem wohnen wir in einem Haus meiner Eltern, die meinen Mann gerne mögen und das nicht verstehen würden. Besonders meine Mutter ist in erster Linie immer auf ihr bzw. unser Image bedacht und es geht ihr hauptsächlich darum, was die Leute sagen.
Für meinen Mann wäre es in finanzieller Hinsicht ebenfalls schwierig, da er ja bereits einen Sohn aus der anderen Beziehung hat und dann also für drei Kinder (und für mich als Ehefrau) Unterhalt zu zahlen hätte...

Ich habe ihn auch schon mehrfach mit der Überlegung, sich zu trennen, konfrontiert. Aber er ignoriert das und nimmt mich auch in diesem Punkt nicht ernst.
Für den Fall, dass ich das durchziehe, stünde ich wohl ganz allein da, denn meine Eltern würden schön zu meinem Mann halten!

Aber unabhängig von diesen Dingen würde ich mich mittlerweile glaube ich wohler fühlen, wenn ich alleine wäre, da er durch seine Art und seine Worte häufig "Seelenqualen" in mir hervorruft. Ich merke dann auch, dass ich nicht mehr genug Energie und Muße habe, mein Kind gerecht zu erziehen und zu betreuen, weil ich einfach gereizt und traurig bin...
Auf der anderen Seite möchte ich meinen Kindern den Vater nicht vorenthalten.

Was soll ich nur tun??

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8. April 2003 um 14:31
In Antwort auf moyra_12382688

Hallo Isidor,
vielen Dank für Deine Antwort!
Mein Mann hat sich auch während der ersten Schwangerschaft desinteressiert verhalten. Damals war es so, dass mit dem wachsenden Bauch seine Lust auf Sex schwand. Als ich ihn einmal danach gefragt habe, hat er gesagt, das sei unerotisch für ihn.
Heute sagt er, er hätte sich lediglich unter Druck gesetzt gefühlt und deshalb die "Ausrede", ich sei unerotisch, erfunden.
Die zweite Schwangerschaft war zwar eher mein Wunsch, aber dagegen war er auch nicht. Wir haben auch mehr Sex als damals (dafür kuschelt er kaum noch mit mir). Aber die Schwangerschaft selbst interessiert ihn nach wie vor nicht. Er hat zwar mal behauptet, dass er meinen Bauch schön findet, aber er fasst mich (selbst wenn er Sex will) nicht mehr als unbedingt nötig an (bis auf meinen Busen)...

Aber er ist unserer Tochter ein guter Vater und im Alltag eigentlich ganz umgänglich und nett. Nur hat er eben diese unsensible Seite und sagt halt in bestimmten Situationen kränkende Dinge (er selbst merkt und versteht gar nicht, dass mich das verletzt).

Am Anfang unserer Beziehung war er die Euphorie in Person, jetzt ist er das extreme Gegenteil. Ich habe das Gefühl, er interessiert sich kaum noch für mich, hat lieber seine Ruhe und interessiert sich auch nicht großartig für das, was ich zu sagen habe. An Zärtlichkeiten ist er - wie gesagt - auch nicht interessiert. Im Bett fasst er mich eigentlich nur an, wenn er Sex möchte. Zwar gibt er mir regelmäßig zur Begrüßung und zum Abschied einen Kuss und nennt mich häufig "Schatz", aber das sind meiner Meinung nach nur Floskeln. Wirklich begehrenswert findet er mich nicht (mehr). Er behauptet zwar immer, aufs Aussehen käme es ihm nicht an. Aber ob andere Frauen attraktiv sind oder nicht, sieht er sehr wohl. Außerdem legt er selbst relativ großen Wert auf sein Äußeres und ist selbst in gewissem Maße eitel.
Ich glaube, dass ihn nur mein Äußeres nicht mehr interessiert, weil ich eh nichts Besonderes mehr für ihn bin. Nur wenn etwas nicht so schön ist, das bemerkt er und sagt es mir auf mein Fragen hin auch. Ich habe bei ihm nicht das Gefühl, begehrenswert zu sein, obwohl er stets behauptet, das sei meine eigene Schuld und ich bilde mir das ein. Aber ich denke doch, es gibt auch Männer, die ihre Partnerin gerne streicheln oder mal anschauen, selbst wenn sie nicht makellos ist, oder...?

Ich überlege mir auch immer öfter ernsthaft, ob ich mich von ihm trennen soll. Wir haben nämlich auch sonst keine großartigen Gemeinsamkeiten, keinen gemeinsamen Freundeskreis (er kommt nicht von hier). Und er will das auch gar nicht. Er hat auch kein Interesse daran, mal mit mir auszugehen oder die Zweisamkeit sonstwie zu genießen.
Bis vor 1 1/2 Jahren hatte er auch ein Alkoholproblem. Nun trinkt er nichts mehr, aber diese Angst, er könnte "rückfällig" werden, ist bei mir immer da... Auch in dieser Hinsicht habe ich schon schlimme Zeiten mit ihm erlebt und es hat mir u. a. die erste Schwangerschaft ziemlich vermasselt.
Dann kommt noch hinzu, dass er mit einer anderen Frau (seiner Exfreundin) noch einen Sohn hat, den er auch regelmäßig besucht. Auch in dieser Hinsicht ist es manchmal nicht leicht, da diese Exfreundin immer irgendwie dazwischensteht und auch schon häufiger schlecht über mich gesprochen hat.
Ich habe auch das Gefühl, dass er sie bzw. das, was sie sagt, ernster und wichtiger nimmt als mich. Wenn sie etwas möchte, "springt" er...

Was soll ich bloß tun?? Ich bekomme in 8 Wochen unser 2. Kind und bin nach wie vor im Erziehungsurlaub, so dass es für mich im Falle einer Trennung finanziell schwierig wäre.
Außerdem wohnen wir in einem Haus meiner Eltern, die meinen Mann gerne mögen und das nicht verstehen würden. Besonders meine Mutter ist in erster Linie immer auf ihr bzw. unser Image bedacht und es geht ihr hauptsächlich darum, was die Leute sagen.
Für meinen Mann wäre es in finanzieller Hinsicht ebenfalls schwierig, da er ja bereits einen Sohn aus der anderen Beziehung hat und dann also für drei Kinder (und für mich als Ehefrau) Unterhalt zu zahlen hätte...

Ich habe ihn auch schon mehrfach mit der Überlegung, sich zu trennen, konfrontiert. Aber er ignoriert das und nimmt mich auch in diesem Punkt nicht ernst.
Für den Fall, dass ich das durchziehe, stünde ich wohl ganz allein da, denn meine Eltern würden schön zu meinem Mann halten!

Aber unabhängig von diesen Dingen würde ich mich mittlerweile glaube ich wohler fühlen, wenn ich alleine wäre, da er durch seine Art und seine Worte häufig "Seelenqualen" in mir hervorruft. Ich merke dann auch, dass ich nicht mehr genug Energie und Muße habe, mein Kind gerecht zu erziehen und zu betreuen, weil ich einfach gereizt und traurig bin...
Auf der anderen Seite möchte ich meinen Kindern den Vater nicht vorenthalten.

Was soll ich nur tun??

Oje...
ich drück Dich mal ganz lieb... Ich könnte heulen, wenn ich Deine Worte lese...der ganze Stress für Dich und das alles so kurz vor der Geburt. Lass Dir ein bisschen Mut machen von mir, fasse eine Trennung von ihm ernsthaft ins Auge. Hast Du sonst niemanden, bei dem Du unterkriechen kannst? Rede mit Deinen Eltern, ich glaube nicht, dass sie nur ihm glauben - ich meine, Du bist ihre Tochter! Bitte sie um Unterstützung!
Es ist nicht Deine Schuld, dass er so ist! Wer ist denn schon makellos und haben denn bloß solche Menschen ein Recht darauf, geliebt zu werden? Das Schlimme ist, dass er Dir auch alle Chancen nimmt, mal rauszukommen, gerade was das Ausgehen oder Freunde sehen betrifft. Gibt es so jemand in Deinem Leben, eine beste Freundin vielleicht, bei der Du Dich auch mal ausheulen kannst und die Dich versteht?
Es sieht so aus, als gehöre er zu den Männern, die ständig auf der Jagd nach Neuem sind, denn an seiner "Beute" verliert er schnell das Interesse.

Übrigens kann es Dir so was von schnuppe sein, wenn er nach einer Trennung für drei Kinder aufkommen muss! Das ist s e i n Problem und nicht Deins! Da musst Du keine Gewissensbisse haben. Und Deine Kinder bringst Du auch nicht um ihren Vater - er kann sie doch besuchen, oder?

Du hast nun für Dich festgestellt, dass Du Dich alleine besser fühlen würdest - denke nach, wie und mit wessen Hilfe Du das umsetzen kannst. Wenn Dir Deine Eltern nicht helfen, dann gehe zu einer Beratung, lass Dir verschiedene Möglichkeiten aufzeigen (auch finanzielle!).

Ich wünsch Dir alles, alles Gute und ich wünsche Dir eine schöne und leichte Geburt...Du schaffst alles, was Du willst.

Liebe Grüße Isidor

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8. April 2003 um 14:35
In Antwort auf maaria_11915200

Also, ein Mann bin ich nicht...
aber als ich Deine Zeilen gelesen habe, war ich schon ganz schön entsetzt. Wie kann man seiner Ehefrau so etwas sagen? Mir fehlt die Fantasie, mir vorzustellen, wie ich reagiert hätte auf so eine Aussage. Das ist in meinen Augen nicht nur extrem unsensibel (ganz besonders, weil Du schwanger bist), sondern deutet warscheinlich auch auf ein generelles Beziehungsproblem hin. Hat er denn früher mal gekuschelt oder Dich einfach in den Arm genommen oder war das schon immer so wie jetzt? Ich denke, ich würde wohl auch unter diesen Bedingungen keine Lust auf Sex haben ... Habt Ihr denn noch andere Beziehungsprobleme? War das Kind von Beiden gewünscht? Wenn mein Mann nur aus Mangel an Gelegenheit oder Bequemlichkeit oder wie auch immer treu ist, so ist das schlimm genug!
Wie verkraftest Du so was? *ganzfestmalindenArmnehme* Er scheint ja ein ziemlicher Egoist zu sein - zumindest sieht es mir ganz danach aus! Ich wünsche Dir noch ganz viel Kraft und Selbstbewußtsein. LG Rayofnight

Hallo Rayofnight,
danke für Deine Antwort!
Mein Mann hält mich für überempfindlich und versteht nicht im Traum, dass es kränkend für mich ist, was er manchmal so sagt.
Und es ist wirklich schon häufig vorgekommen, dass er solch unschmeichelhafte Dinge gesagt hat. Aber wenn es darum geht, mal ein Kompliment zu machen, tut er sich schwer. Wenn ich ihm das sage, antwortet er, das läge ihm halt nicht.
Vor ein paar Monaten z. B. musste er geschäftlich für eine Woche verreisen. Am Abend vor seiner Abreise wollte ich mich von ihm verabschieden und ins Bett gehen. Aber er hatte noch Lust auf Sex und ich habe eingewilligt, obwohl ich eigentlich keine Lust hatte. Danach haben wir auf dem Sofa gesessen und ich habe romantische Gefühle gehegt und den Moment genossen. Dann habe ich ihn gefragt, ob er mich wohl vermissen würde. Daraufhin hat er geantwortet, dass wüsste er noch nicht, das würde sich erst herausstellen. Unsere Tochter würde er jetzt schon vermissen, aber mich..., hm, das würde sich zeigen.
Auch das hat mich sehr verletzt, aber damals habe ich mir nichts anmerken lassen.
Später habe ich mich immer wieder gefragt: Warum schläft er erst mit mir und sagt mir anschließend soetwas ins Gesicht? Das ist doch keine Liebe!
Als ich ihn daraufhin später angesprochen habe, hat er gesagt, das hätte er nicht so gemeint, ihn hätte nur die "blöde Frage" genervt... (Aber was ist denn daran blöd, wenn man so eine Frage stellt? Ist das nicht normal unter Menschen, die sich lieben??)

Gut, ich muss zugeben, dass ich auch nicht immer einfach bin. Möglicherweise reagiere ich auf manche Dinge tatsächlich überempfindlich (meine Eltern behaupten das auch). Aber mein Mann und ich sind in dieser Hinsicht extrem verschieden. Mag sein, dass eine andere Frau auf viele Sachen gelassener reagieren würde als ich. Ich kann manchmal einfach nicht mehr einschätzen, ob ich überempfindlich bin oder ob ich zu Recht gekränkt bin.

Doch, früher hat er mich eigentlich öfter mal umarmt. Auch tagsüber zwischendurch immer mal. Das macht er heute so gut wie gar nicht mehr. Er sagt, das läge an mir bzw. meinen Launen.

Und mit der Treue glaube ich mittlerweile tatsächlich, dass das etwas mit Bequemlichkeit und Moralvorstellungen zu tun hat und nicht damit, dass er mich noch begehrenswert findet, leider! Er behauptet zwar stets, dass ich mir das einbilde, aber so sehr täuscht man sich nicht ständig, glaube ich.

Na ja, mal sehen, wie es weitergeht. Im Moment herrscht auf jeden Fall Funkstille und ich bin nicht gewillt, diese wieder zu beenden. Nur ist das ja auch keine Dauerlösung, oder?!

Liebe Grüße
Kurzschädel

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8. April 2003 um 14:56
In Antwort auf moyra_12382688

Hallo Rayofnight,
danke für Deine Antwort!
Mein Mann hält mich für überempfindlich und versteht nicht im Traum, dass es kränkend für mich ist, was er manchmal so sagt.
Und es ist wirklich schon häufig vorgekommen, dass er solch unschmeichelhafte Dinge gesagt hat. Aber wenn es darum geht, mal ein Kompliment zu machen, tut er sich schwer. Wenn ich ihm das sage, antwortet er, das läge ihm halt nicht.
Vor ein paar Monaten z. B. musste er geschäftlich für eine Woche verreisen. Am Abend vor seiner Abreise wollte ich mich von ihm verabschieden und ins Bett gehen. Aber er hatte noch Lust auf Sex und ich habe eingewilligt, obwohl ich eigentlich keine Lust hatte. Danach haben wir auf dem Sofa gesessen und ich habe romantische Gefühle gehegt und den Moment genossen. Dann habe ich ihn gefragt, ob er mich wohl vermissen würde. Daraufhin hat er geantwortet, dass wüsste er noch nicht, das würde sich erst herausstellen. Unsere Tochter würde er jetzt schon vermissen, aber mich..., hm, das würde sich zeigen.
Auch das hat mich sehr verletzt, aber damals habe ich mir nichts anmerken lassen.
Später habe ich mich immer wieder gefragt: Warum schläft er erst mit mir und sagt mir anschließend soetwas ins Gesicht? Das ist doch keine Liebe!
Als ich ihn daraufhin später angesprochen habe, hat er gesagt, das hätte er nicht so gemeint, ihn hätte nur die "blöde Frage" genervt... (Aber was ist denn daran blöd, wenn man so eine Frage stellt? Ist das nicht normal unter Menschen, die sich lieben??)

Gut, ich muss zugeben, dass ich auch nicht immer einfach bin. Möglicherweise reagiere ich auf manche Dinge tatsächlich überempfindlich (meine Eltern behaupten das auch). Aber mein Mann und ich sind in dieser Hinsicht extrem verschieden. Mag sein, dass eine andere Frau auf viele Sachen gelassener reagieren würde als ich. Ich kann manchmal einfach nicht mehr einschätzen, ob ich überempfindlich bin oder ob ich zu Recht gekränkt bin.

Doch, früher hat er mich eigentlich öfter mal umarmt. Auch tagsüber zwischendurch immer mal. Das macht er heute so gut wie gar nicht mehr. Er sagt, das läge an mir bzw. meinen Launen.

Und mit der Treue glaube ich mittlerweile tatsächlich, dass das etwas mit Bequemlichkeit und Moralvorstellungen zu tun hat und nicht damit, dass er mich noch begehrenswert findet, leider! Er behauptet zwar stets, dass ich mir das einbilde, aber so sehr täuscht man sich nicht ständig, glaube ich.

Na ja, mal sehen, wie es weitergeht. Im Moment herrscht auf jeden Fall Funkstille und ich bin nicht gewillt, diese wieder zu beenden. Nur ist das ja auch keine Dauerlösung, oder?!

Liebe Grüße
Kurzschädel

Na, immerhin
mußt Du Dich nicht darüber beschweren, dass Dein Mann an deutlichen Worten oder Ehrlichkeit zu wünschen übrig läßt ...
Ich denke, auf diese Art mit Gekränktsein zu reagieren, ist nicht überempfindlich, sondern normal. Lass Dir nicht einreden, die Schuld läge bei Dir! Vielleicht hat er ja eine Krise; wer weiß. Auf alle Fälle finde ich es einen Schritt in die richtige Richtung, Funkstille zu wahren, wenn man momentan nicht in der Lage ist, warum auch immer, eine endgültige Klärung anzustreben. Lieblosigkeit kann man nicht akzeptieren - also ich könnte das jedenfalls nicht. Es ist schon schlimm, was aus unseren ehemals so großen Gefühlen werden kann ... Gewohnheit, Abhängigkeit, ...
Ich wünsche Dir viel Kraft und dass Dein Kind eine zufriedene Mutter haben wird,
Rayofnight

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8. April 2003 um 17:58

Denk mal in Ruhe nach...
Daß dein Typ wahrscheinlich ne Andere hat oder hatte ist für doch klar wie nochwas und warum hat er sich eigentlich von seiner Ex getrennt ? Hat sie ihn rausgeschmissen oder ging er ? (vielleicht wegen dir oder seinem 2.Kind ?)
Für mich ist der Typ ein Schmarotzer ohne Verantwortungsgefühl so wie er sich benimmt und ich vermute wahrscheinlich ein attraktiver Halbmacho mit mittlerer Bildung und männlichen Hobbies und Interessen, auf den du genauso reingefallen sein könntest wie seine Ex.

Wie "schlecht" muß es ihm gegangen sein, nach dem er ein Kind hatte, für das er zahlen muß, das er wegen deines Kindes(?) verlassen mußte zugunsten natürlich einer hübscheren Frau(dir), eines feinen Häuschens (ohne Kosten) und mit Ersatzkind.
Doch eigentlich wollte er nicht zu dir stehen. Spürt nur den Druck und die Verantwortung zweier Kinder und einer festen Beziehung, die er wegen des drohenden finanziellen Desasters vielleicht bereit war einzugehen. Und in seinem "Unglück" (nicht als Konsequenz seiner eigenen Blödheit) beginnt der Ärmste dann noch zu trinken.

Offenbar checkt er bis heute nicht, daß er riskiert ein Nobody zu werden, daß er es nur deiner Eselsgeduld und mangelndem Ego zu verdanken hat, daß er ein schönes Leben hat.
Der weiß wohl nicht, was er an dir hat und was er zu verlieren hat, geschweige denn ist er sensibel, so wie er dich verletzt und abkanzelt (da krieg ich die Krätze, wenn ich mir diese Art Typen vorstelle).
Du bist bestimmt ne super Frau, die einen besseren Mann im Handumdrehen findet.
Eine Frau, die vielleicht ohne Krisen groß geworden ist, eher behütet und überversorgt, wahrscheinlich nicht unintelligent, die ihr Kind eigentlich bekam, bevor sie recht erwachsen war und die leider nicht gelernt hat, sich auf gesunder Distanz und gleicher Ebene von den eigenen Eltern als Kind zu verabschieden.

Ganz offensichtlich ist er der Verantwortung eurer Familie nicht gewachsen und du hast leider nicht gelernt ihm hier seine Grenzen aufzuzeigen und ihm unmittelbar wenn er dich verletzt eins auf die Rübe zu geben und die Dinge fair auszudiskutieren, auch wenn dann Kompromisse rauskommen.
Und ist nicht eine Summe verlässlicher Kompromisse besser als sich in negativen Gefühlen einzuigeln und zu erwarten, daß sich der andere irgendwann besinnt oder ändert und was besser wird ? Nichts wird von alleine besser, es sei denn man arbeitet daran. Schritt für Schritt.

Auch gegenüber deinen Eltern sehe ich ein Problem (denn ich war in einer ähnlichen Situation) mit dem "Image nach außen". Werde erwachsen. Entweder deine Eltern lieben dich und tolerieren und unterstützen deine Entscheidung dich zu trennen oder ja. (Eltern sind Eltern und müssen auch mal in den suaren Apfel beißen) So können sie sich für oder gegen dich entscheiden (90% für), aber DU mußt ihnen diese Entscheidung abverlangen.
Sie haben dir mit dem Haus geholfen, es dir einfach gemacht und dem Enkel. Schön. Prima. Aber sie taten das für ein Kind, nämlich ihres und nicht für einen Erwachsenen, den sie lieben.

Was hast du für einen Beruf ? Was müßtest du tun, um deine Kinder selbst versorgen zu können ? (Kindergeld, Gehalt, Unterhalt, etc..reichen doch bestimmt aus und wenn nicht, was müßtest du tun, um dich beruflich zu qualifizieren ?)
Du solltest dir die Zeit nehmen und alle diese Gedanken, die dir heute so Angst machen mal in konkrete ausführbare Pläne zerlegen. Besprich und entwickle sie mit Freunden oder mit professioneller Hilfe. Laß dir helfen ob von Freunden oder von einer Psychologin oder einer Beratungsstelle.
Es sind immer noch deine Kinder, dein Haus (oder das deiner Eltern) und es geht um deine Gefühle, dein Leben und darum glücklich zu sein.
Sei versichert, der Mensch lernt nur aus existenziellen Krisen an sich zu arbeiten und mancher hat keine (weil überversorgt) und mancher scheitert daran, aber in deinem Falle bin ich mir sicher bedarf es einfach einiger Schritte: -werde dir klar über deine Gefühle, deine Ängste und deine Erwartungen -nimm dir Zeit und überlege dir Optionen und sehe die Möglichkeiten -entscheide überlegt und handle dann konsequent.
Und nochmal: Ich geb dir den lieb gemeinten Rat, dich einer Verhaltenstherapeutin anzuvertrauen, die dich sicher und kompetent in dieser Krise (und das ist eine) begleiten wird. Das zahlt deine Krankenversicherung (Krisenintervention nennt sich das)

Du wirst dein 2. Kind bekommen und bitte spann deinen Typ ein, fordere ein, was dir zusteht -bedingungslose Unterstützung- und wenn er sie dir verweigert dann schmeiß ihn erst mal raus, denn du hast genug mit deiner Mutterschaft zu tun, als dich auch noch um ihn und seine dicken Eier zu kümmern.

Ich hoffe nur du findest etwas Mut, Wut und Entschlossenheit in meinen Zeilen und gewinnst etwas an Stärke. Denn stark sein kannst du, da bin ich mir sicher. Ich wünsch dir und deinen Kindern erstmal alles gute. Fühl dich von starken Armen umarmt.

Stefan



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8. April 2003 um 18:44

Du hast mein tiefes Mitgefuehl ...
Oje, das ist ziemlich scharfer Toback. Ich bewundere Dich, dass Du ihn nicht schon rausgeschmissen hast.

Ich kann mir vorstellen, dass Dein Mann zwei Probleme hat:

1.) Noch ein Kind heisst auch fuer ihn, dass er mehr von seiner Zeit abgeben muss
2.) Du fuer ihn weniger Zeit hast.

Er hat wahrscheinlich Angst vor dem was wird... Leider sind wir Kerle nicht so gut daruber zu reden.

Was fremde Betten angeht so kann ich nur sagen, dass dies stimmt. Allerdings trifft das mehr in dem Sinne zu, dass damit ein Ortswechsel und nicht unbedingt ein Partnerwechsel verbunden sein muss. Vielleicht hilt es einfach, wenn Ihr mal ein Wochenende verreist ...

Ich wuensche Dir viel Glueck.

Pallando

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9. April 2003 um 10:39
In Antwort auf moyra_12382688

Hallo Isidor,
vielen Dank für Deine Antwort!
Mein Mann hat sich auch während der ersten Schwangerschaft desinteressiert verhalten. Damals war es so, dass mit dem wachsenden Bauch seine Lust auf Sex schwand. Als ich ihn einmal danach gefragt habe, hat er gesagt, das sei unerotisch für ihn.
Heute sagt er, er hätte sich lediglich unter Druck gesetzt gefühlt und deshalb die "Ausrede", ich sei unerotisch, erfunden.
Die zweite Schwangerschaft war zwar eher mein Wunsch, aber dagegen war er auch nicht. Wir haben auch mehr Sex als damals (dafür kuschelt er kaum noch mit mir). Aber die Schwangerschaft selbst interessiert ihn nach wie vor nicht. Er hat zwar mal behauptet, dass er meinen Bauch schön findet, aber er fasst mich (selbst wenn er Sex will) nicht mehr als unbedingt nötig an (bis auf meinen Busen)...

Aber er ist unserer Tochter ein guter Vater und im Alltag eigentlich ganz umgänglich und nett. Nur hat er eben diese unsensible Seite und sagt halt in bestimmten Situationen kränkende Dinge (er selbst merkt und versteht gar nicht, dass mich das verletzt).

Am Anfang unserer Beziehung war er die Euphorie in Person, jetzt ist er das extreme Gegenteil. Ich habe das Gefühl, er interessiert sich kaum noch für mich, hat lieber seine Ruhe und interessiert sich auch nicht großartig für das, was ich zu sagen habe. An Zärtlichkeiten ist er - wie gesagt - auch nicht interessiert. Im Bett fasst er mich eigentlich nur an, wenn er Sex möchte. Zwar gibt er mir regelmäßig zur Begrüßung und zum Abschied einen Kuss und nennt mich häufig "Schatz", aber das sind meiner Meinung nach nur Floskeln. Wirklich begehrenswert findet er mich nicht (mehr). Er behauptet zwar immer, aufs Aussehen käme es ihm nicht an. Aber ob andere Frauen attraktiv sind oder nicht, sieht er sehr wohl. Außerdem legt er selbst relativ großen Wert auf sein Äußeres und ist selbst in gewissem Maße eitel.
Ich glaube, dass ihn nur mein Äußeres nicht mehr interessiert, weil ich eh nichts Besonderes mehr für ihn bin. Nur wenn etwas nicht so schön ist, das bemerkt er und sagt es mir auf mein Fragen hin auch. Ich habe bei ihm nicht das Gefühl, begehrenswert zu sein, obwohl er stets behauptet, das sei meine eigene Schuld und ich bilde mir das ein. Aber ich denke doch, es gibt auch Männer, die ihre Partnerin gerne streicheln oder mal anschauen, selbst wenn sie nicht makellos ist, oder...?

Ich überlege mir auch immer öfter ernsthaft, ob ich mich von ihm trennen soll. Wir haben nämlich auch sonst keine großartigen Gemeinsamkeiten, keinen gemeinsamen Freundeskreis (er kommt nicht von hier). Und er will das auch gar nicht. Er hat auch kein Interesse daran, mal mit mir auszugehen oder die Zweisamkeit sonstwie zu genießen.
Bis vor 1 1/2 Jahren hatte er auch ein Alkoholproblem. Nun trinkt er nichts mehr, aber diese Angst, er könnte "rückfällig" werden, ist bei mir immer da... Auch in dieser Hinsicht habe ich schon schlimme Zeiten mit ihm erlebt und es hat mir u. a. die erste Schwangerschaft ziemlich vermasselt.
Dann kommt noch hinzu, dass er mit einer anderen Frau (seiner Exfreundin) noch einen Sohn hat, den er auch regelmäßig besucht. Auch in dieser Hinsicht ist es manchmal nicht leicht, da diese Exfreundin immer irgendwie dazwischensteht und auch schon häufiger schlecht über mich gesprochen hat.
Ich habe auch das Gefühl, dass er sie bzw. das, was sie sagt, ernster und wichtiger nimmt als mich. Wenn sie etwas möchte, "springt" er...

Was soll ich bloß tun?? Ich bekomme in 8 Wochen unser 2. Kind und bin nach wie vor im Erziehungsurlaub, so dass es für mich im Falle einer Trennung finanziell schwierig wäre.
Außerdem wohnen wir in einem Haus meiner Eltern, die meinen Mann gerne mögen und das nicht verstehen würden. Besonders meine Mutter ist in erster Linie immer auf ihr bzw. unser Image bedacht und es geht ihr hauptsächlich darum, was die Leute sagen.
Für meinen Mann wäre es in finanzieller Hinsicht ebenfalls schwierig, da er ja bereits einen Sohn aus der anderen Beziehung hat und dann also für drei Kinder (und für mich als Ehefrau) Unterhalt zu zahlen hätte...

Ich habe ihn auch schon mehrfach mit der Überlegung, sich zu trennen, konfrontiert. Aber er ignoriert das und nimmt mich auch in diesem Punkt nicht ernst.
Für den Fall, dass ich das durchziehe, stünde ich wohl ganz allein da, denn meine Eltern würden schön zu meinem Mann halten!

Aber unabhängig von diesen Dingen würde ich mich mittlerweile glaube ich wohler fühlen, wenn ich alleine wäre, da er durch seine Art und seine Worte häufig "Seelenqualen" in mir hervorruft. Ich merke dann auch, dass ich nicht mehr genug Energie und Muße habe, mein Kind gerecht zu erziehen und zu betreuen, weil ich einfach gereizt und traurig bin...
Auf der anderen Seite möchte ich meinen Kindern den Vater nicht vorenthalten.

Was soll ich nur tun??

Du hast es verdammt schwer
Es ist ja nicht nur die Tatsache, dass Du alleine Deine Kinder aufziehen müßtest, die finanziellen Schwierigkeiten kommen dazu und Deiner Umgebung scheinst Du auch nicht sicher zu sein ... Ich denke, Du mußt schon nachdenken, wie es in Zukunft weitergehen soll und diese Entscheidung nicht allein von äußeren Zwängen abhängig machen, sondern auch Deine innere Befreiung bedenken. Wenn es nur nicht so schwierig wäre ...
Was Deine Eltern betrifft, vielleicht verbirgst Du ja vor ihnen, dass Deine Beziehung nicht glücklich ist? Vielleicht solltest Du mit ihnen reden und sie wären verständnisvoller als Du denkst? Könnte das sein? Eigentlich sollte man doch meinen, dass Eltern zuerst an ihr Kind und dessen Glück denken müßten.
Und außerdem denke ich, wenn Deine Kinder in einer Beziehung aufwachsen, die nicht glücklich ist, spüren sie dies irgendwie und bekommen vielleicht selber mal Probleme ...
Du wirst sicher erst noch mit Dir ins Reine kommen müssen und Deine Prioritäten festlegen müssen ... und vielleicht könntet Ihr ja mal zu einer Paarberatung? Der MAnn meiner Freundin hat erstaunlich kooperativ auf Ratschläge reagiert, das hätten wir gar nicht gedacht ...
Jedenfalls wünsche ich Dir viel Kraft und das Dein Baby ein glückliches Kind bei einer glücklichen Mutter ist,
Rayofnight

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10. April 2003 um 12:38

Das Gefühl geliebt & begehrt zu werden...
Hallo,
obwohl dein Beitrag recht lang war hab ich ihn doch sehr aufmerksam gelesen. Ich kann verstehen das du gekränkt bist - wäre ich auch wenn mir mein Freund das so "eiskalt" sagen würde & mich dann auch noch mit soviele Desinteresse behandelt
Er scheint ziemlich egoistisch zu sein..."schmusen und Sex ist für ihn das selbe". Wenn du ihm doch noch eine Chance geben solltest - kannst du verlangen das er dich liebevoller und mit mehr Respekt behandelt!
Was du allerdings nicht verlangen kannst ist das er andere Frauen weniger interessant bzw. dich begehrenswerter findet - das muß von ihm selber kommen.
Ich denke aber schon allein wenn er liebevoller zu dir ist und dir auch kleine Kompliemente macht siehst du das Ganze nicht mehr so dragisch...aus eigener Erfahrung, kann ich sagen das Männer Ihre eigene Frau/Freundin schön&erotisch finden - jedoch ihre Fantasie sich auch etwas mit anderen schönen Frauen vorstellt.
So lange man sich aber geliebt und begehrt fühlt und der Partner treu ist rückt das in den Hintergrund.
In diesem Sinne: wasch deinem Held mal den Schädel oder such dir jemanden der dir das Gefühl geliebt & begehrt zu werden wirklich gibt!
MfG die Josy

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