Forum / Sex & Verhütung

Bedürfnis nach Sex

Letzte Nachricht: 13. April um 5:12
M
mrlabito
02.04.22 um 13:43

Hallo zusammen,

Ich bin 36 und wäre gerne sexuell sehr aktiv. Bin offen und diesbezüglich an so vielem interessiert, leider geht meine Frau seit Jahren dem Thema aus dem We. Unser Sex (1-2 mal Monat) ist mir viel zu wenig, wenngleich er immer sehr gut ist.

Wir sind da einfach grundverschieden und etwas ratlos, da wir hier keine Lösung finden. Habt ihr Tipps ?

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C
carla.m
02.04.22 um 14:36

............ dann geh doch in den Puff 

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M
mrlabito
02.04.22 um 15:19

Nee, dasfpr trage ich zu viel Stolz in mir, ehrlich !

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M
mrlabito
02.04.22 um 15:19

*dafür 

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L
lupus72
02.04.22 um 17:49

Hast Du schonmal über eine offene Beziehung nachgedacht? Wenn Euer Bedarf an Sex soweit auseinander liegt konnte das eine Option sein. Ob sich Deine Frau darauf einlässt musst Du selbst wissen. Evtl. würde es aber auch ihr einigen Druck nehmen. 

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gwenhy
gwenhy
02.04.22 um 17:51

Führt Ihr offene Gespräche? Was sagt sie zum Theama? 

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M
mrlabito
02.04.22 um 18:47

Ja, wir führen offene Gespräche. Zumindest ich bin ihr gegenüber sehr offen. 

Sie versteht mich, ihr Bedürfnis ist es allerdings nicht, öfters Sex zu haben. 

Insofern sitze ich diesbezüglich in einer Zwickmühle...

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gwenhy
gwenhy
02.04.22 um 18:54

So geht es ja vielen Paaren. Da bleibt euch beiden nur die Akzeptanz der Situation, eine Öffnung euer sexuellen Beziehung oder die Trennung. 

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M
mrlabito
02.04.22 um 19:46

Das lehnt sie wiederum ab.

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E
edgar_85
02.04.22 um 23:08
In Antwort auf mrlabito

Hallo zusammen,

Ich bin 36 und wäre gerne sexuell sehr aktiv. Bin offen und diesbezüglich an so vielem interessiert, leider geht meine Frau seit Jahren dem Thema aus dem We. Unser Sex (1-2 mal Monat) ist mir viel zu wenig, wenngleich er immer sehr gut ist.

Wir sind da einfach grundverschieden und etwas ratlos, da wir hier keine Lösung finden. Habt ihr Tipps ?

Du sprichst mir aus der Seele, mir geht es ganz genauso.

Ich verstehe meine Frau wenn ihr Verlangen nicht größer ist als die 2 mal im Monat. 

Aber trotzdem hilft mir das nicht weiter, zumindest einmal die Woche wäre schön, und ich würde mich damit schon zufrieden geben. 

Ich laufe es gibt wie schon erwähnt nur die drei Möglichkeiten. 

- damit abfinden
- offene Beziehung
- Trennung

Ich sehe im Moment keine anderen Möglichkeiten. 🤷‍♂️

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baby1312
baby1312
03.04.22 um 2:36

Rede mit ihr darüber...

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M
mrlabito
03.04.22 um 6:22
In Antwort auf baby1312

Rede mit ihr darüber...

Ist leider vergeblich. 

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baby1312
baby1312
03.04.22 um 6:30
In Antwort auf mrlabito

Ist leider vergeblich. 

Ich denke da solltet ihr echt reden und sie sich auch dazu äußern...gehören immer zwei dazu. . Und in Puff gehen würde mir auch nicht gefallen..

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aeryn
aeryn
03.04.22 um 13:48

Hast du schon mal versucht sie zu verführen? Nur sagen Schatz jetzt Sex reicht halt nicht. Das ist nur so als Beispiel gemeint, ich sage nicht, dass du das auch so machst. Mir ist es bei meinem Partner sehr wichtig, dass nicht immer alles nach Schema F abläuft. Ich weiß ja nicht auf was deine Frau so steht aber ein romantischer Abend, ein Gläschen Wein und die Dinge ergeben sich doch von selbst oder nicht?

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M
mrlabito
03.04.22 um 16:23
In Antwort auf aeryn

Hast du schon mal versucht sie zu verführen? Nur sagen Schatz jetzt Sex reicht halt nicht. Das ist nur so als Beispiel gemeint, ich sage nicht, dass du das auch so machst. Mir ist es bei meinem Partner sehr wichtig, dass nicht immer alles nach Schema F abläuft. Ich weiß ja nicht auf was deine Frau so steht aber ein romantischer Abend, ein Gläschen Wein und die Dinge ergeben sich doch von selbst oder nicht?

Sollte man meinen, bei uns leider nicht. 

Sie ist dann zu müde 😊

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aeryn
aeryn
03.04.22 um 16:31

Auch Tagsüber? Sex muss sich ja nicht nur Nachts oder nach einem harten Arbeitstag abspielen.

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dionysos
dionysos
03.04.22 um 16:36
In Antwort auf aeryn

Auch Tagsüber? Sex muss sich ja nicht nur Nachts oder nach einem harten Arbeitstag abspielen.

Tagsüber Sex zu haben ist sowieso toll. Finde ich prickelnder.

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M
mrlabito
03.04.22 um 17:08
In Antwort auf aeryn

Auch Tagsüber? Sex muss sich ja nicht nur Nachts oder nach einem harten Arbeitstag abspielen.

Ja das stimmt, allerdings bleibt da nur das Wochenende. Und da gibt es dann 1-2 mal monatlich Sex.

Leider ist das viel zu wenig für meine Bedürfnisse. Ich bin irgendwie "naturgeil" 😅

Könnte schon auch jeden Tag.

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zauderer22
03.04.22 um 18:04
In Antwort auf aeryn

Hast du schon mal versucht sie zu verführen? Nur sagen Schatz jetzt Sex reicht halt nicht. Das ist nur so als Beispiel gemeint, ich sage nicht, dass du das auch so machst. Mir ist es bei meinem Partner sehr wichtig, dass nicht immer alles nach Schema F abläuft. Ich weiß ja nicht auf was deine Frau so steht aber ein romantischer Abend, ein Gläschen Wein und die Dinge ergeben sich doch von selbst oder nicht?

@aeryn.

Wahrscheinlich triffst Du damit einen entscheidenden Punkt.

Die meisten Ehemänner beherrschen die Kunst der Verführung nicht (mehr).

Allerdings ist das auch sehr schwierig. Manche "sexmüde" Ehefrau ahnt ja bereits, dass sie mit einem romantischen Dinner, Kerzen und Blumensträußchen "bestochen" werden soll. Das allein reicht dann eben bei weitem nicht.

Es wäre schon vorteilhaft zu wissen, ob die eigene Partnerin noch Phantasien hat und welche.

Aber genau da beginnt der wunde Punkt auf der anderen Seite. Nur wenige können in einer Ehe über so etwas offen sprechen.
 

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E
edgar_85
03.04.22 um 19:06

Warum müssen sich eigentlich IMMER die Männer bemühen.

Die Frauen dürfen gerne auch mal die Initiative ergreifen. 

Ich komm mir da manchmal vor wie ein Bittsteller, der sich zur Krönung dann noch abweisen lassen muss. 

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zauderer22
03.04.22 um 23:45
In Antwort auf edgar_85

Warum müssen sich eigentlich IMMER die Männer bemühen.

Die Frauen dürfen gerne auch mal die Initiative ergreifen. 

Ich komm mir da manchmal vor wie ein Bittsteller, der sich zur Krönung dann noch abweisen lassen muss. 

Ich würde es hassen, als Bittsteller aufzutreten. Da habe ich aber meinen Stolz. So wichtig ist mir der Sex mit einer Frau nun auch wieder nicht.

 

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saskia81007hh
saskia81007hh
04.04.22 um 0:02
In Antwort auf edgar_85

Warum müssen sich eigentlich IMMER die Männer bemühen.

Die Frauen dürfen gerne auch mal die Initiative ergreifen. 

Ich komm mir da manchmal vor wie ein Bittsteller, der sich zur Krönung dann noch abweisen lassen muss. 

Wenn die Frau will, dann sollte sie die Initiative ergreifen, wenn der Mann keine Andeutungen macht!

Nur ist es ja in diesem Fall so, dass die Frau (bis auf 1 bis 2 Mal im Monat) keine Lust hat!
Warum sollte sie dann die Initiative ergreifen?

In einer toll funktionierenden Beziehung werden eh beide im Wechsel die Initiative ergreifen! So kenne ich das jedenfalls!

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aeryn
aeryn
04.04.22 um 6:22

Natürlich soll auch die Frau mal den Anfang machen. Aber seine frau will ja offensichtlich nicht da kann er lange warten bis sie die Initiative ergreift

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S
sanftundsinnlich
04.04.22 um 6:41
In Antwort auf mrlabito

Ja, wir führen offene Gespräche. Zumindest ich bin ihr gegenüber sehr offen. 

Sie versteht mich, ihr Bedürfnis ist es allerdings nicht, öfters Sex zu haben. 

Insofern sitze ich diesbezüglich in einer Zwickmühle...

In einer Beziehung geht's aber nicht nur um die Bedürfnisse des einen Partners. Hast Du ihr denn das schonmal so deutlich gesagt ? Und wenn ja, was antwortet sie dann ?

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R
rita06
04.04.22 um 12:17

Einfach mal hallo, ich bin Rita aus Chemnitz, leider schon 60 Jahre aber ich fühle mich fast wie 30 Jahre. Ja auch ich habe die Gefühle der Männer nicht richtig verstanden auch meinen Mann nicht. Jetzt ist es ein besonders Gefühl einen netten Mann dieses Gefühl mit Achtung und Vertrauen zu geben. Ihm zu begleiten bei diser Art der Romantik. SEin Verlangen zu befriedigen, er sollte dabei für mich ein richtig guter Freund sein, Rita

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zauderer22
04.04.22 um 12:19
In Antwort auf sanftundsinnlich

In einer Beziehung geht's aber nicht nur um die Bedürfnisse des einen Partners. Hast Du ihr denn das schonmal so deutlich gesagt ? Und wenn ja, was antwortet sie dann ?

Das ist doch klar.

Sie wird ihm antworten, dass es eben nicht nur um seine Bedürfnisse gehe.

Womit sie glasklar recht hat.

Die Zeiten, in denen eine Ehe automatisch mit dem Zwang zur Kohabitation verbunden war, sind lange vorbei. Völlig irrsinnig war da ein Urteil des BGH aus den 50ern, wonach eine Ehefrau nicht nur physisch an dem Akt teilhaben müsse, sondern diesen auch "freudig" zu gestatten habe. Nach heutigen Rechtsnormen wäre das alles entweder Nötigung oder bei Zwang Vergewaltigung. Damals hingegen wurde sogar schuldhaft geschieden, wenn eine "unfreudige" Ehefrau den Akt verweigerte.

Übrigens kenne ich den konkreten Fall einer Großtante, bei welcher der Ehemann den Sexualakt verweigerte und die sich dann (für ihn schuldhaft) scheiden ließ. Wenigstens in dem Punkt herrschte damals eine gewisse "Gleichheit".

Jeder muss nunmal wissen, mit wem er sich bindet. (Klar ändert sich im Laufe einer Ehe einiges, was nicht vorauszusehen war). Natürlich kann man auf "psychologischem" Wege vorgehen und sanft appellieren (was dann doch meist als Zwang interpretiert wird). Oder herausfinden, woher die Lustlosigkeit kommt, wenn es denn wirklich eine ist. Schwierig, überhaupt darüber zu reden.

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

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sanftundsinnlich
04.04.22 um 12:54
In Antwort auf zauderer22

Das ist doch klar.

Sie wird ihm antworten, dass es eben nicht nur um seine Bedürfnisse gehe.

Womit sie glasklar recht hat.

Die Zeiten, in denen eine Ehe automatisch mit dem Zwang zur Kohabitation verbunden war, sind lange vorbei. Völlig irrsinnig war da ein Urteil des BGH aus den 50ern, wonach eine Ehefrau nicht nur physisch an dem Akt teilhaben müsse, sondern diesen auch "freudig" zu gestatten habe. Nach heutigen Rechtsnormen wäre das alles entweder Nötigung oder bei Zwang Vergewaltigung. Damals hingegen wurde sogar schuldhaft geschieden, wenn eine "unfreudige" Ehefrau den Akt verweigerte.

Übrigens kenne ich den konkreten Fall einer Großtante, bei welcher der Ehemann den Sexualakt verweigerte und die sich dann (für ihn schuldhaft) scheiden ließ. Wenigstens in dem Punkt herrschte damals eine gewisse "Gleichheit".

Jeder muss nunmal wissen, mit wem er sich bindet. (Klar ändert sich im Laufe einer Ehe einiges, was nicht vorauszusehen war). Natürlich kann man auf "psychologischem" Wege vorgehen und sanft appellieren (was dann doch meist als Zwang interpretiert wird). Oder herausfinden, woher die Lustlosigkeit kommt, wenn es denn wirklich eine ist. Schwierig, überhaupt darüber zu reden.

Wenn ein so gravierendes Ungleichgewicht hinsichtlich der sexuellen Bedürfnisse besteht und man sich aber trotzdem nicht trennen will, wird es früher oder später darauf hinauslaufen, entweder seine Partnerin anzulügen und heimlich fremdzugehen (was ich daneben finde) oder aber ehrlich zu sein und ihr zu sagen, man braucnt einfach mehr Sexualität, entweder von ihr oder von jemand Anderes im Rahmen von unverbindlichem Sex ohne Gefühle. Dann muß SIE sich entscheiden, was sie will. Es akzeptieren, sich trennen oder wieder mehr Sex haben mit ihm.

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B
bowmore
04.04.22 um 13:16
In Antwort auf zauderer22

Das ist doch klar.

Sie wird ihm antworten, dass es eben nicht nur um seine Bedürfnisse gehe.

Womit sie glasklar recht hat.

Die Zeiten, in denen eine Ehe automatisch mit dem Zwang zur Kohabitation verbunden war, sind lange vorbei. Völlig irrsinnig war da ein Urteil des BGH aus den 50ern, wonach eine Ehefrau nicht nur physisch an dem Akt teilhaben müsse, sondern diesen auch "freudig" zu gestatten habe. Nach heutigen Rechtsnormen wäre das alles entweder Nötigung oder bei Zwang Vergewaltigung. Damals hingegen wurde sogar schuldhaft geschieden, wenn eine "unfreudige" Ehefrau den Akt verweigerte.

Übrigens kenne ich den konkreten Fall einer Großtante, bei welcher der Ehemann den Sexualakt verweigerte und die sich dann (für ihn schuldhaft) scheiden ließ. Wenigstens in dem Punkt herrschte damals eine gewisse "Gleichheit".

Jeder muss nunmal wissen, mit wem er sich bindet. (Klar ändert sich im Laufe einer Ehe einiges, was nicht vorauszusehen war). Natürlich kann man auf "psychologischem" Wege vorgehen und sanft appellieren (was dann doch meist als Zwang interpretiert wird). Oder herausfinden, woher die Lustlosigkeit kommt, wenn es denn wirklich eine ist. Schwierig, überhaupt darüber zu reden.

Und es ist ja auch so dass Sex wenig Spielraum für Kompromisse lässt.
Man kann sich ja nicht einfach in der Mitte treffen.
Er möchte Oral, sie mag es gar nicht. Da kann man nicht sagen ok, den Penis Nur zur Hälfte in den Mund.
Oder er möchte 8mal im Monat, sie 2 mal, dann trifft man sich bei 5 mal im Monat.
Das hieße sie müsste es sich 3 mal ohne Lust überwinden.
Und Überwindung und Sex passen so gar nicht zusammen.
Verzicht ist, für mache, zwar scheiße aber immer noch besser als Überwindung.
Daher gibt es eigentlich nur die Möglichkeit sich an dem der weniger will auszurichten. Da muss sich der der mehr möchte ganz genau hinterfragen wie wichtig ihm der Sex ist auch in Verhältnis zur Liebe.
Kann er sich für den Partner zusammenreißen, es aushalten und einfach selber Hand anlegen oder kann er es auf Dauer nicht, dann muss man sich wohl trennen.

Die Tipps "dann soll sie die Beziehung öffnen" sind wenig praktikabel. 
Entweder man hat somit Eine Einstellung in sich oder nicht. Die kann man sich nicht einreden.
Auch wenn man vielleicht sehr großes Verständnis für den Mangel des anderen hat, ist es mit rein rationalem Denken nicht auf einmal ne tolle sage der man mit Freuden zustimmt.

Sowas ist 'ne scheiß Situation, aber manches ist nicht oder zumindest nicht für beide Seiten befriedigend zu lösen.

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sanftundsinnlich
04.04.22 um 14:17
In Antwort auf bowmore

Und es ist ja auch so dass Sex wenig Spielraum für Kompromisse lässt.
Man kann sich ja nicht einfach in der Mitte treffen.
Er möchte Oral, sie mag es gar nicht. Da kann man nicht sagen ok, den Penis Nur zur Hälfte in den Mund.
Oder er möchte 8mal im Monat, sie 2 mal, dann trifft man sich bei 5 mal im Monat.
Das hieße sie müsste es sich 3 mal ohne Lust überwinden.
Und Überwindung und Sex passen so gar nicht zusammen.
Verzicht ist, für mache, zwar scheiße aber immer noch besser als Überwindung.
Daher gibt es eigentlich nur die Möglichkeit sich an dem der weniger will auszurichten. Da muss sich der der mehr möchte ganz genau hinterfragen wie wichtig ihm der Sex ist auch in Verhältnis zur Liebe.
Kann er sich für den Partner zusammenreißen, es aushalten und einfach selber Hand anlegen oder kann er es auf Dauer nicht, dann muss man sich wohl trennen.

Die Tipps "dann soll sie die Beziehung öffnen" sind wenig praktikabel. 
Entweder man hat somit Eine Einstellung in sich oder nicht. Die kann man sich nicht einreden.
Auch wenn man vielleicht sehr großes Verständnis für den Mangel des anderen hat, ist es mit rein rationalem Denken nicht auf einmal ne tolle sage der man mit Freuden zustimmt.

Sowas ist 'ne scheiß Situation, aber manches ist nicht oder zumindest nicht für beide Seiten befriedigend zu lösen.

"Die Tipps "dann soll sie die Beziehung öffnen" sind wenig praktikabel. Entweder man hat somit Eine Einstellung in sich oder nicht. Die kann man sich nicht einreden.Auch wenn man vielleicht sehr großes Verständnis für den Mangel des anderen hat, ist es mit rein rationalem Denken nicht auf einmal ne tolle sage der man mit Freuden zustimmt."

Sicher nicht. Allerdings muß sich der- oder diejenige, der oder die die sexuellen Bedürfnisse des Anderen nicht befriedigen kann und auch keine andere Lösung zuläßt, sich dann schon auch fragen, was das für ne Liebe ist, in der man den Anderen dauerhaft sexuell frustriert sein läßt nach dem Motto : Hab halt keine Lust und damit mußt Du leben. Leider hat man nur ein Leben.

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zauderer22
04.04.22 um 14:53
In Antwort auf sanftundsinnlich

"Die Tipps "dann soll sie die Beziehung öffnen" sind wenig praktikabel. Entweder man hat somit Eine Einstellung in sich oder nicht. Die kann man sich nicht einreden.Auch wenn man vielleicht sehr großes Verständnis für den Mangel des anderen hat, ist es mit rein rationalem Denken nicht auf einmal ne tolle sage der man mit Freuden zustimmt."

Sicher nicht. Allerdings muß sich der- oder diejenige, der oder die die sexuellen Bedürfnisse des Anderen nicht befriedigen kann und auch keine andere Lösung zuläßt, sich dann schon auch fragen, was das für ne Liebe ist, in der man den Anderen dauerhaft sexuell frustriert sein läßt nach dem Motto : Hab halt keine Lust und damit mußt Du leben. Leider hat man nur ein Leben.

Nunja,

ich habe persönliche Erfahrungen, die ich nicht als Ruhmesblatt betrachte. Nach 3 Jahren überwiegend sexloser Beziehung war ich fürs Fremdgehen anfällig, weil ich glaubte: Das kann doch nicht alles sein. Ich habe nicht einmal nach einer "Fremdbeziehung" gesucht: Irgendwann wurde ich angebaggert, und ich hatte mich damals nicht im Griff und schäme mich noch heute in Grund und Boden und empfinde mich auch noch nach 10 Jahren als vollendeten Schurken.

Ende der Geschichte: Ehefrau weg, Geliebte weg. Kompletter Neuanfang.

Erkenntnisprozess: Heute weiß ich, dass die sogenannte Sexlosigkeit eben NICHT nur an der Ehefrau lag, sondern auch an mir selbst, in meinem Verhalten begründet, in meiner mangelnden Zugewandtheit, fehlenden Wertschätzung etc.pp. Meine Exfrau hat sich in einer neuen Beziehung sexuell ganz neu gefunden, mit sehr viel mehr Leidenschaft im übrigen, was ich ihr aus verschiedenen Gründen ohne weiteres glauben darf.

Also: Zur Sexlosigkeit oder zur niedrigen Sequenz gehören meist zwei. Es sei denn, eine(r) sei von Anfang an wenig interessiert gewesen, oder wir haben es mit einer physischen Erkrankung zu tun. Hauptproblem sind doch die Rollen, in denen wir uns in einer Beziehung definieren. Frauen als Mütter und/oder als "fürsorglich" und/oder heutzutage auch als beruflich engagiert mit erheblichem Stresspotential. Männer als Familienväter, als beruflich overstressed, als Vereinsmeier und wer weiß was noch alles. (Meine Aufzählungen sind nicht komplett). Aber nur selten definieren wir uns als Liebhaber und Liebhaberinnen und wissen doch gar nicht (mehr), was das bedeutet.

Mein persönliches Fazit: Mir ist Sex heutzutage nicht wichtig genug, dass ich dafür alles andere in einer Partnerschaft Wichtige aufs Spiel setzen möchte. Das muss aber jeder für sich selbst prüfen.

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zauderer22
04.04.22 um 14:54
In Antwort auf zauderer22

Nunja,

ich habe persönliche Erfahrungen, die ich nicht als Ruhmesblatt betrachte. Nach 3 Jahren überwiegend sexloser Beziehung war ich fürs Fremdgehen anfällig, weil ich glaubte: Das kann doch nicht alles sein. Ich habe nicht einmal nach einer "Fremdbeziehung" gesucht: Irgendwann wurde ich angebaggert, und ich hatte mich damals nicht im Griff und schäme mich noch heute in Grund und Boden und empfinde mich auch noch nach 10 Jahren als vollendeten Schurken.

Ende der Geschichte: Ehefrau weg, Geliebte weg. Kompletter Neuanfang.

Erkenntnisprozess: Heute weiß ich, dass die sogenannte Sexlosigkeit eben NICHT nur an der Ehefrau lag, sondern auch an mir selbst, in meinem Verhalten begründet, in meiner mangelnden Zugewandtheit, fehlenden Wertschätzung etc.pp. Meine Exfrau hat sich in einer neuen Beziehung sexuell ganz neu gefunden, mit sehr viel mehr Leidenschaft im übrigen, was ich ihr aus verschiedenen Gründen ohne weiteres glauben darf.

Also: Zur Sexlosigkeit oder zur niedrigen Sequenz gehören meist zwei. Es sei denn, eine(r) sei von Anfang an wenig interessiert gewesen, oder wir haben es mit einer physischen Erkrankung zu tun. Hauptproblem sind doch die Rollen, in denen wir uns in einer Beziehung definieren. Frauen als Mütter und/oder als "fürsorglich" und/oder heutzutage auch als beruflich engagiert mit erheblichem Stresspotential. Männer als Familienväter, als beruflich overstressed, als Vereinsmeier und wer weiß was noch alles. (Meine Aufzählungen sind nicht komplett). Aber nur selten definieren wir uns als Liebhaber und Liebhaberinnen und wissen doch gar nicht (mehr), was das bedeutet.

Mein persönliches Fazit: Mir ist Sex heutzutage nicht wichtig genug, dass ich dafür alles andere in einer Partnerschaft Wichtige aufs Spiel setzen möchte. Das muss aber jeder für sich selbst prüfen.

Schreibfehlerkorrektur: Es sollte nicht "fehlende Sequenz", sondern "mangelnde Frequenz" heißen.

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U
user843456800
04.04.22 um 15:03

Was ist der GFrujnd?
Reden hilft - manchmal.
Aujch eine gewisse Freizügigkeit von Seiten der Frau sollte helfend sein. Also ja zu "außerhaus Sex"

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sanftundsinnlich
04.04.22 um 15:52
In Antwort auf zauderer22

Nunja,

ich habe persönliche Erfahrungen, die ich nicht als Ruhmesblatt betrachte. Nach 3 Jahren überwiegend sexloser Beziehung war ich fürs Fremdgehen anfällig, weil ich glaubte: Das kann doch nicht alles sein. Ich habe nicht einmal nach einer "Fremdbeziehung" gesucht: Irgendwann wurde ich angebaggert, und ich hatte mich damals nicht im Griff und schäme mich noch heute in Grund und Boden und empfinde mich auch noch nach 10 Jahren als vollendeten Schurken.

Ende der Geschichte: Ehefrau weg, Geliebte weg. Kompletter Neuanfang.

Erkenntnisprozess: Heute weiß ich, dass die sogenannte Sexlosigkeit eben NICHT nur an der Ehefrau lag, sondern auch an mir selbst, in meinem Verhalten begründet, in meiner mangelnden Zugewandtheit, fehlenden Wertschätzung etc.pp. Meine Exfrau hat sich in einer neuen Beziehung sexuell ganz neu gefunden, mit sehr viel mehr Leidenschaft im übrigen, was ich ihr aus verschiedenen Gründen ohne weiteres glauben darf.

Also: Zur Sexlosigkeit oder zur niedrigen Sequenz gehören meist zwei. Es sei denn, eine(r) sei von Anfang an wenig interessiert gewesen, oder wir haben es mit einer physischen Erkrankung zu tun. Hauptproblem sind doch die Rollen, in denen wir uns in einer Beziehung definieren. Frauen als Mütter und/oder als "fürsorglich" und/oder heutzutage auch als beruflich engagiert mit erheblichem Stresspotential. Männer als Familienväter, als beruflich overstressed, als Vereinsmeier und wer weiß was noch alles. (Meine Aufzählungen sind nicht komplett). Aber nur selten definieren wir uns als Liebhaber und Liebhaberinnen und wissen doch gar nicht (mehr), was das bedeutet.

Mein persönliches Fazit: Mir ist Sex heutzutage nicht wichtig genug, dass ich dafür alles andere in einer Partnerschaft Wichtige aufs Spiel setzen möchte. Das muss aber jeder für sich selbst prüfen.

"Also: Zur Sexlosigkeit oder zur niedrigen Sequenz gehören meist zwei. Es sei denn, eine(r) sei von Anfang an wenig interessiert gewesen, oder wir haben es mit einer physischen Erkrankung zu tun."
Natürlich sollte man als Paar erstmal alles versuchen, die Ursachen rauszufinden, warum die Libido des einen so niedrig ist. Aber wenn das zu nichts führt und es eben einfach so ist ? Die Libido von 2 Leuten kann nunmal sehr unterschiedlich sein und sich über die Jahre bei dem einen auch verändern und beim anderen nicht. Das kann viele Ursachen haben und nicht alle liegen vielleicht an der Beziehung, z.B. Hormone, Krankheiten usw. Gleichzeitg liebt man sich trotzdem und will auf die Zweisamkeit nicht verzichten. Da habe ich großen Respekt vor einem Partner, der dann sagt: Wenn Du den Sex für Deine sexuelle Erfüllung brauchst und ich ihn Dir nicht geben kann, dann hol ihn Dir halt woanders. Ist ok für mich, solange keine Gefühle im Spiel sind, weil ich will, dass Du glücklich bist.

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newspirit
newspirit
04.04.22 um 17:32
In Antwort auf sanftundsinnlich

"Also: Zur Sexlosigkeit oder zur niedrigen Sequenz gehören meist zwei. Es sei denn, eine(r) sei von Anfang an wenig interessiert gewesen, oder wir haben es mit einer physischen Erkrankung zu tun."
Natürlich sollte man als Paar erstmal alles versuchen, die Ursachen rauszufinden, warum die Libido des einen so niedrig ist. Aber wenn das zu nichts führt und es eben einfach so ist ? Die Libido von 2 Leuten kann nunmal sehr unterschiedlich sein und sich über die Jahre bei dem einen auch verändern und beim anderen nicht. Das kann viele Ursachen haben und nicht alle liegen vielleicht an der Beziehung, z.B. Hormone, Krankheiten usw. Gleichzeitg liebt man sich trotzdem und will auf die Zweisamkeit nicht verzichten. Da habe ich großen Respekt vor einem Partner, der dann sagt: Wenn Du den Sex für Deine sexuelle Erfüllung brauchst und ich ihn Dir nicht geben kann, dann hol ihn Dir halt woanders. Ist ok für mich, solange keine Gefühle im Spiel sind, weil ich will, dass Du glücklich bist.

Hier geht es doch gar nicht um Sex jeden Tag oder Sex einmal im Monat. Die Frage lautet doch: Was macht diese Beziehung generell aus? Sieht man sich noch an, fühlt man den andern noch, gibt es eine Wertschätzung, einen intensiven, offenen Austausch und  Empathie? Oder ist Sex sowas wie das tägliche Abendessen? Muss sein und fertig? Vielleicht will diese Frau wieder Nähe spüren! Nähe! Nicht Sex! Und falls sie sich wieder neu verliebt, dann wird sie wieder Spaß am Sex haben, weil sie wieder entdeckt, geliebt und in ihrer Person beachtet wird. Das gilt für Männer und für Frauen gleichermaßen. Sich verlieben, sich begehren, sich neu fühlen, den andern gerne anfassen und ihn spüren, weil es so nah ist und so intensiv. Wenn das alles weg ist, kann es nichts mehr werden.

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zauderer22
04.04.22 um 17:44
In Antwort auf newspirit

Hier geht es doch gar nicht um Sex jeden Tag oder Sex einmal im Monat. Die Frage lautet doch: Was macht diese Beziehung generell aus? Sieht man sich noch an, fühlt man den andern noch, gibt es eine Wertschätzung, einen intensiven, offenen Austausch und  Empathie? Oder ist Sex sowas wie das tägliche Abendessen? Muss sein und fertig? Vielleicht will diese Frau wieder Nähe spüren! Nähe! Nicht Sex! Und falls sie sich wieder neu verliebt, dann wird sie wieder Spaß am Sex haben, weil sie wieder entdeckt, geliebt und in ihrer Person beachtet wird. Das gilt für Männer und für Frauen gleichermaßen. Sich verlieben, sich begehren, sich neu fühlen, den andern gerne anfassen und ihn spüren, weil es so nah ist und so intensiv. Wenn das alles weg ist, kann es nichts mehr werden.

Hervorragend geschrieben. Aber selten praktiziert.

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sanftundsinnlich
04.04.22 um 17:48
In Antwort auf newspirit

Hier geht es doch gar nicht um Sex jeden Tag oder Sex einmal im Monat. Die Frage lautet doch: Was macht diese Beziehung generell aus? Sieht man sich noch an, fühlt man den andern noch, gibt es eine Wertschätzung, einen intensiven, offenen Austausch und  Empathie? Oder ist Sex sowas wie das tägliche Abendessen? Muss sein und fertig? Vielleicht will diese Frau wieder Nähe spüren! Nähe! Nicht Sex! Und falls sie sich wieder neu verliebt, dann wird sie wieder Spaß am Sex haben, weil sie wieder entdeckt, geliebt und in ihrer Person beachtet wird. Das gilt für Männer und für Frauen gleichermaßen. Sich verlieben, sich begehren, sich neu fühlen, den andern gerne anfassen und ihn spüren, weil es so nah ist und so intensiv. Wenn das alles weg ist, kann es nichts mehr werden.

Ja klar. Man müßte natürlich erstmal versuchen rauszufinden, ob man in der Partnerschaft was anders machen könnte, was wieder zu mehr Lust auch bei ihr führt. Das was ich geschrieben hatte gilt natürlich nur, wenn das alles dann trotzdem nicht hilft und es irgendwelche Ursachen hat, die direkt mit der Partnerschaft nichts zu tun haben. Solls ja auch geben, z.B. erektile Dysfunktion und der Mann will keine Medikamente oder verträgt sie nicht oder sie wirken nicht oder, oder, oder.

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B
bowmore
04.04.22 um 17:53
In Antwort auf sanftundsinnlich

"Die Tipps "dann soll sie die Beziehung öffnen" sind wenig praktikabel. Entweder man hat somit Eine Einstellung in sich oder nicht. Die kann man sich nicht einreden.Auch wenn man vielleicht sehr großes Verständnis für den Mangel des anderen hat, ist es mit rein rationalem Denken nicht auf einmal ne tolle sage der man mit Freuden zustimmt."

Sicher nicht. Allerdings muß sich der- oder diejenige, der oder die die sexuellen Bedürfnisse des Anderen nicht befriedigen kann und auch keine andere Lösung zuläßt, sich dann schon auch fragen, was das für ne Liebe ist, in der man den Anderen dauerhaft sexuell frustriert sein läßt nach dem Motto : Hab halt keine Lust und damit mußt Du leben. Leider hat man nur ein Leben.

Er muss ja nicht damit Leben. 
Keiner wird unter Zwang In einer Beziehung gehalten die nicht passt.

Und es ist ja nicht so das es keine Sex gibt, nur nicht soviel wie er gerne hätte.
Wenn ihm drei, vier abspritzerchen mehr bedeuten als die restliche Beziehung (so wie denn gut ist) dann sollte er gehen. 
Denn wenn ihm das so wichtig ist, dass er dafür mit anderen in die Kiste will, wäre (für mich) eh der Respekt für ihn Weg. Und das würde dann langsam auch das Ende bedeuten.

Da gibt's einfach kein richtig oder falsch. Der eine sieht es so, Der andere anders. 
Es ist legitim das wie du zu sehen. Aber meine Sicht hat auch ihre Berechtigung. 
Und man hat eben seine Einstellung und Da kann die Liebe noch so groß sein und der Kopf das durchaus bejahen. Aber das Herz und sein innerstes Gefühlsleben kann man nicht so leicht betuppen

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S
sanftundsinnlich
04.04.22 um 18:01
In Antwort auf bowmore

Er muss ja nicht damit Leben. 
Keiner wird unter Zwang In einer Beziehung gehalten die nicht passt.

Und es ist ja nicht so das es keine Sex gibt, nur nicht soviel wie er gerne hätte.
Wenn ihm drei, vier abspritzerchen mehr bedeuten als die restliche Beziehung (so wie denn gut ist) dann sollte er gehen. 
Denn wenn ihm das so wichtig ist, dass er dafür mit anderen in die Kiste will, wäre (für mich) eh der Respekt für ihn Weg. Und das würde dann langsam auch das Ende bedeuten.

Da gibt's einfach kein richtig oder falsch. Der eine sieht es so, Der andere anders. 
Es ist legitim das wie du zu sehen. Aber meine Sicht hat auch ihre Berechtigung. 
Und man hat eben seine Einstellung und Da kann die Liebe noch so groß sein und der Kopf das durchaus bejahen. Aber das Herz und sein innerstes Gefühlsleben kann man nicht so leicht betuppen

Ja klar darfst Du auch Deine Meinung haben. 
Ich denke halt, dass es schon viele vor allem langjährige Beziehungen gibt, in denen so gut wie alles paßt, nur eben der Bedarf nach Sex eben nicht unbedingt im selben Maße vorhanden ist. Und das sollte man dann entweder alles aufgeben oder halt der eine ewig sexuell frustriert vor sich hinleben ? Ernsthaft ???
Hat mit Respekt vor dem Partner irgendwie für mich rein gar nichts zu tun. Den Respekt würde ich verlieren, wenn der Andere heimlich fremdgehen würde.
 

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zauderer22
04.04.22 um 18:20
In Antwort auf sanftundsinnlich

"Also: Zur Sexlosigkeit oder zur niedrigen Sequenz gehören meist zwei. Es sei denn, eine(r) sei von Anfang an wenig interessiert gewesen, oder wir haben es mit einer physischen Erkrankung zu tun."
Natürlich sollte man als Paar erstmal alles versuchen, die Ursachen rauszufinden, warum die Libido des einen so niedrig ist. Aber wenn das zu nichts führt und es eben einfach so ist ? Die Libido von 2 Leuten kann nunmal sehr unterschiedlich sein und sich über die Jahre bei dem einen auch verändern und beim anderen nicht. Das kann viele Ursachen haben und nicht alle liegen vielleicht an der Beziehung, z.B. Hormone, Krankheiten usw. Gleichzeitg liebt man sich trotzdem und will auf die Zweisamkeit nicht verzichten. Da habe ich großen Respekt vor einem Partner, der dann sagt: Wenn Du den Sex für Deine sexuelle Erfüllung brauchst und ich ihn Dir nicht geben kann, dann hol ihn Dir halt woanders. Ist ok für mich, solange keine Gefühle im Spiel sind, weil ich will, dass Du glücklich bist.

Das "sich woanders holen" ist verführerisch, aber meist zu einfach gedacht. Denn zu gutem Sex gehört auch Intitimität, Seele, große Verbundenheit. Natürlich ist es niemals ausgeschlossen, dass aus tiefer Freundschaft auch einmal sexuelles Erleben werden kann, welches nicht unbedingt "zusammen für immer" bedeuten muss. Manche spontane sexuelle Begegnung zwischen Ungebundenen kann erfüllender sein als ein gewohnheitsmäßiger ehelicher Akt. Aber davon sprechen wir hier ja nicht, sondern von bereits bestehenden Beziehungen: Wenn man in einer Partnerschaft lebt, so wäre eine solche Parallel-Freundschaft doch sehr schnell eine Belastung fürs Gefühlsleben. Leider schreibe ich das aus persönlicher Erfahrung.

Im Prinzip hast Du ja recht, dass eine gute Beziehung auch eine stets zwanglose "Fürsorglichkeit" für den anderen mit einschließen sollte, die sich auf Leib und Seele bezieht. Die Sexualität hat da einen relativ großen Stellenwert - das ist längst in umfassenden Studien erwiesen (z.B. in dem Standardwerk "the normal bar". Aber wir sind nun einmal nicht so "erzogen". Wir haben jedoch eine Kommunikation über Sexualität in Partnerschaften nicht erlernt. Daher wissen viele Paare nicht einmal, ob der andere z.B. masturbiert (Frauen unterstellen das Männern immer, aber nur wenige geben es für sich selbst zu) und ob er Phantasien hat. Darüber reden ist für viele immer noch absolutes Taboo. Die sogenannte sexuelle Aufklärung ist ohnehin ein Ammenmärchen und korreliert nur zu einem modernen Leistungs- und Konsumfetischismus. Da muss dann ja auch das Sexuelle "stimmen" bzw. nach außen hin "funktionieren", selbst wenn die Seelen armselig bleiben.

Das Frequenzthema ist vor allem für Männer ein Problem, manchmal aber auch für Frauen.

Männern kann ich nur empfehlen, sich einmal das Gegenteil dessen vorzustellen, was sie erleben. Z.B. täglich von einer Frau bedrängt zu werden. (Es gibt so etwas seltener, aber ich habe im Bekanntenkreis schon davon gehört. Neulich schrieb ein Sexualtherapeut, dies sei jedenfalls häufiger, als viele denken). Das wäre kein Wunschtraum. Das ist ein Albtraum, und es fördert eben nicht die Lust auf eine sexuelle Begegnung mit einer solchen Frau.

Wenn man einmal diesen Ausgangspunkt hat, dann weiß man doch als Mann, was zu tun ist: Die Partnerin auf sich zukommen lassen. Warten können. Aber nichts erfragen, erhoffen, Wünsche zurückstellen. - Daraus muss kein Leiden erwachsen. Es gibt soviel sinnvolle(re) Ziele für einen Mann, auf die man sich konzentrieren kann.

Außerdem noch ein wichtiger Punkt: Ich finde es schrecklich, wenn sich Männer so sehr von ihren Partnerinnen sexuell abhängig machen und ihre persönliche Zufriedenheit daran hängen. Das geht hier nicht gegen Frauen, sondern ist allgemein zu verstehen. Das würde auch für eine schwule Beziehung gelten. Oder meinetwegen eine lesbische.

 

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sanftundsinnlich
04.04.22 um 19:03
In Antwort auf zauderer22

Das "sich woanders holen" ist verführerisch, aber meist zu einfach gedacht. Denn zu gutem Sex gehört auch Intitimität, Seele, große Verbundenheit. Natürlich ist es niemals ausgeschlossen, dass aus tiefer Freundschaft auch einmal sexuelles Erleben werden kann, welches nicht unbedingt "zusammen für immer" bedeuten muss. Manche spontane sexuelle Begegnung zwischen Ungebundenen kann erfüllender sein als ein gewohnheitsmäßiger ehelicher Akt. Aber davon sprechen wir hier ja nicht, sondern von bereits bestehenden Beziehungen: Wenn man in einer Partnerschaft lebt, so wäre eine solche Parallel-Freundschaft doch sehr schnell eine Belastung fürs Gefühlsleben. Leider schreibe ich das aus persönlicher Erfahrung.

Im Prinzip hast Du ja recht, dass eine gute Beziehung auch eine stets zwanglose "Fürsorglichkeit" für den anderen mit einschließen sollte, die sich auf Leib und Seele bezieht. Die Sexualität hat da einen relativ großen Stellenwert - das ist längst in umfassenden Studien erwiesen (z.B. in dem Standardwerk "the normal bar". Aber wir sind nun einmal nicht so "erzogen". Wir haben jedoch eine Kommunikation über Sexualität in Partnerschaften nicht erlernt. Daher wissen viele Paare nicht einmal, ob der andere z.B. masturbiert (Frauen unterstellen das Männern immer, aber nur wenige geben es für sich selbst zu) und ob er Phantasien hat. Darüber reden ist für viele immer noch absolutes Taboo. Die sogenannte sexuelle Aufklärung ist ohnehin ein Ammenmärchen und korreliert nur zu einem modernen Leistungs- und Konsumfetischismus. Da muss dann ja auch das Sexuelle "stimmen" bzw. nach außen hin "funktionieren", selbst wenn die Seelen armselig bleiben.

Das Frequenzthema ist vor allem für Männer ein Problem, manchmal aber auch für Frauen.

Männern kann ich nur empfehlen, sich einmal das Gegenteil dessen vorzustellen, was sie erleben. Z.B. täglich von einer Frau bedrängt zu werden. (Es gibt so etwas seltener, aber ich habe im Bekanntenkreis schon davon gehört. Neulich schrieb ein Sexualtherapeut, dies sei jedenfalls häufiger, als viele denken). Das wäre kein Wunschtraum. Das ist ein Albtraum, und es fördert eben nicht die Lust auf eine sexuelle Begegnung mit einer solchen Frau.

Wenn man einmal diesen Ausgangspunkt hat, dann weiß man doch als Mann, was zu tun ist: Die Partnerin auf sich zukommen lassen. Warten können. Aber nichts erfragen, erhoffen, Wünsche zurückstellen. - Daraus muss kein Leiden erwachsen. Es gibt soviel sinnvolle(re) Ziele für einen Mann, auf die man sich konzentrieren kann.

Außerdem noch ein wichtiger Punkt: Ich finde es schrecklich, wenn sich Männer so sehr von ihren Partnerinnen sexuell abhängig machen und ihre persönliche Zufriedenheit daran hängen. Das geht hier nicht gegen Frauen, sondern ist allgemein zu verstehen. Das würde auch für eine schwule Beziehung gelten. Oder meinetwegen eine lesbische.

 

"Denn zu gutem Sex gehört auch Intitimität, Seele, große Verbundenheit."

Ist sicher oft so, muß aber nicht unbedingt so sein m.E.. Dann wären ja ONS immer schlechter Sex.

"Wenn man in einer Partnerschaft lebt, so wäre eine solche Parallel-Freundschaft doch sehr schnell eine Belastung fürs Gefühlsleben.

siehe erster Satz oben 
Auf jeden Fall erfordert es natürlich sehr viel Verständnis von dem Teil mit der niedrigen Libido für die sexuellen Bedürfnisse des Partners. Kann dann aber auch in Form von Dankbarkeit wieder zurückkommen im Idealfall und der Sex die 1-2 Mal im Monat dann noch besser werden als eh schon lt. TE. Kann natürlich auch voll in die Gegenrichtung gehen. Weiß man vorher nicht.

"Wir haben jedoch eine Kommunikation über Sexualität in Partnerschaften nicht erlernt. Daher wissen viele Paare nicht einmal, ob der andere z.B. masturbiert (Frauen unterstellen das Männern immer, aber nur wenige geben es für sich selbst zu) und ob er Phantasien hat. Darüber reden ist für viele immer noch absolutes Taboo."

Kann ich so bezüglich meiner Beziehung nicht bestätigen. Wir reden auch über Masturbation und Phantasien.

"Das Frequenzthema ist vor allem für Männer ein Problem, manchmal aber auch für Frauen."

Ja, warum sollte das auch nur Männer betreffen ?

"Männern kann ich nur empfehlen, sich einmal das Gegenteil dessen vorzustellen, was sie erleben. Z.B. täglich von einer Frau bedrängt zu werden."

Naja, zwischen einmal im Monat und einmal täglich ist schon eine weite Spanne ... Es gibt ja auch was dazwischen.

"Wenn man einmal diesen Ausgangspunkt hat, dann weiß man doch als Mann, was zu tun ist: Die Partnerin auf sich zukommen lassen. Warten können."

Da könnte man in den meisten Fällen dann wohl ewig warten. Ohne dass sich irgendwas ändert, wird sich auch an der Lust der Partnerin nichts ändern.


 

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zauderer22
04.04.22 um 21:58
In Antwort auf sanftundsinnlich

"Denn zu gutem Sex gehört auch Intitimität, Seele, große Verbundenheit."

Ist sicher oft so, muß aber nicht unbedingt so sein m.E.. Dann wären ja ONS immer schlechter Sex.

"Wenn man in einer Partnerschaft lebt, so wäre eine solche Parallel-Freundschaft doch sehr schnell eine Belastung fürs Gefühlsleben.

siehe erster Satz oben 
Auf jeden Fall erfordert es natürlich sehr viel Verständnis von dem Teil mit der niedrigen Libido für die sexuellen Bedürfnisse des Partners. Kann dann aber auch in Form von Dankbarkeit wieder zurückkommen im Idealfall und der Sex die 1-2 Mal im Monat dann noch besser werden als eh schon lt. TE. Kann natürlich auch voll in die Gegenrichtung gehen. Weiß man vorher nicht.

"Wir haben jedoch eine Kommunikation über Sexualität in Partnerschaften nicht erlernt. Daher wissen viele Paare nicht einmal, ob der andere z.B. masturbiert (Frauen unterstellen das Männern immer, aber nur wenige geben es für sich selbst zu) und ob er Phantasien hat. Darüber reden ist für viele immer noch absolutes Taboo."

Kann ich so bezüglich meiner Beziehung nicht bestätigen. Wir reden auch über Masturbation und Phantasien.

"Das Frequenzthema ist vor allem für Männer ein Problem, manchmal aber auch für Frauen."

Ja, warum sollte das auch nur Männer betreffen ?

"Männern kann ich nur empfehlen, sich einmal das Gegenteil dessen vorzustellen, was sie erleben. Z.B. täglich von einer Frau bedrängt zu werden."

Naja, zwischen einmal im Monat und einmal täglich ist schon eine weite Spanne ... Es gibt ja auch was dazwischen.

"Wenn man einmal diesen Ausgangspunkt hat, dann weiß man doch als Mann, was zu tun ist: Die Partnerin auf sich zukommen lassen. Warten können."

Da könnte man in den meisten Fällen dann wohl ewig warten. Ohne dass sich irgendwas ändert, wird sich auch an der Lust der Partnerin nichts ändern.


 

Stimme Deinem letzten Satz zu.

Ich habe auch keineswegs gemeint, dass Initiativwerden und Dulden ausgeschlossen sein sollen.

Indirekt habe ich übrigens auch auf das Thema "Freundschaft +" angespielt, während ich mit ONS ohnehin wenig anfangen kann. Mir berichtete aber einmal vor vielen Jahren eine Frau, dass ihr ein "ONS" mehr Freude bereitet hat als Sex in ihren Beziehungen. Denn ausgerechnet diesen ONS empfand sie als echte Begegnung, verbunden mit Respekt voreinander und als Akt von Verbundenheit und Freundschaft. Also nichts mit seelenlosem "Gerammel" und dergleichen. Das kann ich mir vorstellen, aber Sex ohne tiefere Verbindung (und sei es wie in der Schilderung dieser ehemaligen Bekannten auch nur für den Moment) kann ich mir nicht als befriedigend vorstellen.

Natürlich kann man nach solchen Begegnungen suchen, aber sie dürften nur extrem schwer zu finden sein. Wenn sie so befriedigend sind/wären, wie ich hier einmal unterstelle, dann tritt eine solche meinetwegen auch nur einmalige Begegnung durchaus in Konkurrenz zu Bestehendem. Und sei es, dass man ruhelos immer wieder nach so einer "echten Begegnung" suchen würde.
 

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sanftundsinnlich
04.04.22 um 22:23
In Antwort auf zauderer22

Stimme Deinem letzten Satz zu.

Ich habe auch keineswegs gemeint, dass Initiativwerden und Dulden ausgeschlossen sein sollen.

Indirekt habe ich übrigens auch auf das Thema "Freundschaft +" angespielt, während ich mit ONS ohnehin wenig anfangen kann. Mir berichtete aber einmal vor vielen Jahren eine Frau, dass ihr ein "ONS" mehr Freude bereitet hat als Sex in ihren Beziehungen. Denn ausgerechnet diesen ONS empfand sie als echte Begegnung, verbunden mit Respekt voreinander und als Akt von Verbundenheit und Freundschaft. Also nichts mit seelenlosem "Gerammel" und dergleichen. Das kann ich mir vorstellen, aber Sex ohne tiefere Verbindung (und sei es wie in der Schilderung dieser ehemaligen Bekannten auch nur für den Moment) kann ich mir nicht als befriedigend vorstellen.

Natürlich kann man nach solchen Begegnungen suchen, aber sie dürften nur extrem schwer zu finden sein. Wenn sie so befriedigend sind/wären, wie ich hier einmal unterstelle, dann tritt eine solche meinetwegen auch nur einmalige Begegnung durchaus in Konkurrenz zu Bestehendem. Und sei es, dass man ruhelos immer wieder nach so einer "echten Begegnung" suchen würde.
 

"Denn ausgerechnet diesen ONS empfand sie als echte Begegnung, verbunden mit Respekt voreinander und als Akt von Verbundenheit und Freundschaft. Also nichts mit seelenlosem "Gerammel" und dergleichen."

Ja. Gibt es sicher. Dann wirds aber gefährlich. Denn das klingt jetzt schon so wie Seelenverwandtschaft. Es geht ja aber eigentlich nur um die Befriedigung eines körperlichen Bedürfnisses. Da darf jetzt auch nicht zuviel Seele dabei sein. Denn dann sind wir auch schnell beim Thema Liebe. Das müßte man wirklich sehr aufpassen. Man darf diese Person dann auch nicht zu sehr an seine Seele ranlassen. Das muß aber trotzdem kein "Gerammel" sein. Einfach nur guter Sex. Man muß sich dafür in meinen Augen nur körperlich anziehend finden und respektvoll miteiamder umgehen.

"Natürlich kann man nach solchen Begegnungen suchen, aber sie dürften nur extrem schwer zu finden sein. Wenn sie so befriedigend sind/wären, wie ich hier einmal unterstelle, dann tritt eine solche meinetwegen auch nur einmalige Begegnung durchaus in Konkurrenz zu Bestehendem. Und sei es, dass man ruhelos immer wieder nach so einer "echten Begegnung" suchen würde."

Das stimmt. Einmalige Begegnungen würden vor Liebe schützen, sind aber viel zu schwer zu finden. Deshalb bräuchte es halt dann Begegnungen, die rein auf Sex fixiert sind z.B. nach dem Motto, wir treffen uns jede Woche einmal ne Stunde zum Sex und weiter aber auch gar nichts, halt wie Sport. Ist jetzt ein bißchen gesponnen, soll es aber vereinhelt durchaus geben und fände ich in dem Fall ideal.

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U
user338959195
04.04.22 um 23:37

Hallo , ich bin zwar schon etwas älter , aber mir geht es ähnlich .
Mein Mann möchte einfach keinen Sex mit mir .
Ich finde ich bin attraktiv und lasse mich auch nicht gehen .
Ich liebe meinen Mann , aber ohne körperliche Nähe weiß ich nicht wie es weitergehen soll...

Ich habe auch schon einiges probiert , aber schon wenn ich ihm näher komme oder einfach mal etwas "schlüpfriges" sage , dann macht er dicht .
Tja , das ist mein Problem .
 

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M
melli24
05.04.22 um 7:13
In Antwort auf mrlabito

Hallo zusammen,

Ich bin 36 und wäre gerne sexuell sehr aktiv. Bin offen und diesbezüglich an so vielem interessiert, leider geht meine Frau seit Jahren dem Thema aus dem We. Unser Sex (1-2 mal Monat) ist mir viel zu wenig, wenngleich er immer sehr gut ist.

Wir sind da einfach grundverschieden und etwas ratlos, da wir hier keine Lösung finden. Habt ihr Tipps ?

Rede mit deiner Frau darüber an was es liegt das sie so wenig Sex mag, oder du suchst dir Abwechslung.

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zauderer22
05.04.22 um 11:05
In Antwort auf user338959195

Hallo , ich bin zwar schon etwas älter , aber mir geht es ähnlich .
Mein Mann möchte einfach keinen Sex mit mir .
Ich finde ich bin attraktiv und lasse mich auch nicht gehen .
Ich liebe meinen Mann , aber ohne körperliche Nähe weiß ich nicht wie es weitergehen soll...

Ich habe auch schon einiges probiert , aber schon wenn ich ihm näher komme oder einfach mal etwas "schlüpfriges" sage , dann macht er dicht .
Tja , das ist mein Problem .
 

Hast Du mit ihm einmal auf einer eher "sachlichen" Ebene darüber gesprochen? Kennst Du irgendwelche Hintergründe? 

Deine Informationen reichen natürlich zu einer Beurteilung nicht aus. Aber sicher geht uns manches hier auch nichts an.

Mir ist nur aufgefallen, dass die Kommunikation über Erotik und Sexualität zwischen euch überhaupt nicht funktioniert. Wichtig ist aber, dass da gerade nichts "Schlüpfriges" kommuniziert wird. Die emotionale Ansprache klappt bei ihm nicht, sondern lässt gleich einen ablehnenden Film ablaufen: Er fühlt sich aus Gründen, die wir nicht kennen, überfordert.

Wichtiger wäre daher eine Kombination aus emotionaler und sachlicher Ansprache. Dabei sollte nicht Dein Bedürfnis im Vordergrund stehen, sondern der Wert von Sexualität in einer Beziehung. Es ist längst erwiesen, dass Beziehungen mit einer stabilen befriedigenden Sexualität für beide nicht nur die fürs subjektive Wohlbefinden besseren Partnerschaften sind, sondern auch diejenigen mit einer höheren Stabilität. (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Es gibt auch Paare mit einer subjektiv "tollen" Sexualität, die sich dennoch trennen).

Die Beziehung als solche ist doch vielleicht für ihn noch eine gemeinsame Aufgabe.

Es mag sein, dass ihm das nichts (mehr) sagt. Dann musst Du eben Konsequenzen ziehen, die Dich weiterbringen.

Übrigens ist vielen Frauen gar nicht bewusst, dass auch bei einem kleinere oder größere seelische Verletzungen eine Rolle spielen können. Das sage ich hier nur mal so nebenbei.
 

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zauderer22
05.04.22 um 11:07
In Antwort auf zauderer22

Hast Du mit ihm einmal auf einer eher "sachlichen" Ebene darüber gesprochen? Kennst Du irgendwelche Hintergründe? 

Deine Informationen reichen natürlich zu einer Beurteilung nicht aus. Aber sicher geht uns manches hier auch nichts an.

Mir ist nur aufgefallen, dass die Kommunikation über Erotik und Sexualität zwischen euch überhaupt nicht funktioniert. Wichtig ist aber, dass da gerade nichts "Schlüpfriges" kommuniziert wird. Die emotionale Ansprache klappt bei ihm nicht, sondern lässt gleich einen ablehnenden Film ablaufen: Er fühlt sich aus Gründen, die wir nicht kennen, überfordert.

Wichtiger wäre daher eine Kombination aus emotionaler und sachlicher Ansprache. Dabei sollte nicht Dein Bedürfnis im Vordergrund stehen, sondern der Wert von Sexualität in einer Beziehung. Es ist längst erwiesen, dass Beziehungen mit einer stabilen befriedigenden Sexualität für beide nicht nur die fürs subjektive Wohlbefinden besseren Partnerschaften sind, sondern auch diejenigen mit einer höheren Stabilität. (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Es gibt auch Paare mit einer subjektiv "tollen" Sexualität, die sich dennoch trennen).

Die Beziehung als solche ist doch vielleicht für ihn noch eine gemeinsame Aufgabe.

Es mag sein, dass ihm das nichts (mehr) sagt. Dann musst Du eben Konsequenzen ziehen, die Dich weiterbringen.

Übrigens ist vielen Frauen gar nicht bewusst, dass auch bei einem kleinere oder größere seelische Verletzungen eine Rolle spielen können. Das sage ich hier nur mal so nebenbei.
 

Mein letzter Satz ist verunglückt, das lässt tief blicken: Es sollte nämlich heißen, dass auch bei einem MANN seelische Verletzungen eine Rolle spielen können. Nichts worüber wir Männer gerne sprechen.

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zauderer22
05.04.22 um 11:09
In Antwort auf sanftundsinnlich

"Denn ausgerechnet diesen ONS empfand sie als echte Begegnung, verbunden mit Respekt voreinander und als Akt von Verbundenheit und Freundschaft. Also nichts mit seelenlosem "Gerammel" und dergleichen."

Ja. Gibt es sicher. Dann wirds aber gefährlich. Denn das klingt jetzt schon so wie Seelenverwandtschaft. Es geht ja aber eigentlich nur um die Befriedigung eines körperlichen Bedürfnisses. Da darf jetzt auch nicht zuviel Seele dabei sein. Denn dann sind wir auch schnell beim Thema Liebe. Das müßte man wirklich sehr aufpassen. Man darf diese Person dann auch nicht zu sehr an seine Seele ranlassen. Das muß aber trotzdem kein "Gerammel" sein. Einfach nur guter Sex. Man muß sich dafür in meinen Augen nur körperlich anziehend finden und respektvoll miteiamder umgehen.

"Natürlich kann man nach solchen Begegnungen suchen, aber sie dürften nur extrem schwer zu finden sein. Wenn sie so befriedigend sind/wären, wie ich hier einmal unterstelle, dann tritt eine solche meinetwegen auch nur einmalige Begegnung durchaus in Konkurrenz zu Bestehendem. Und sei es, dass man ruhelos immer wieder nach so einer "echten Begegnung" suchen würde."

Das stimmt. Einmalige Begegnungen würden vor Liebe schützen, sind aber viel zu schwer zu finden. Deshalb bräuchte es halt dann Begegnungen, die rein auf Sex fixiert sind z.B. nach dem Motto, wir treffen uns jede Woche einmal ne Stunde zum Sex und weiter aber auch gar nichts, halt wie Sport. Ist jetzt ein bißchen gesponnen, soll es aber vereinhelt durchaus geben und fände ich in dem Fall ideal.

Es mag sein, dass es solche wiederkehrenden sexuellen Begegnungen gibt, die von Respekt und Freundschaft getragen sind, bei denen aber "andere" Gefühle ausgeschlossen werden können.

Nur kann das nun wirklich nicht jede(r). Ich könnte es überhaupt nicht. Wer es kann, soll es versuchen. Risiko ist ja bei so vielem im Leben.

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e.spera
05.04.22 um 16:30

Leider haben wir das gleiche Problem. No way Out!!!!

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mrlabito
05.04.22 um 17:58
In Antwort auf user338959195

Hallo , ich bin zwar schon etwas älter , aber mir geht es ähnlich .
Mein Mann möchte einfach keinen Sex mit mir .
Ich finde ich bin attraktiv und lasse mich auch nicht gehen .
Ich liebe meinen Mann , aber ohne körperliche Nähe weiß ich nicht wie es weitergehen soll...

Ich habe auch schon einiges probiert , aber schon wenn ich ihm näher komme oder einfach mal etwas "schlüpfriges" sage , dann macht er dicht .
Tja , das ist mein Problem .
 

Hallo, 

danke für deine Nachricht. Wir stecken leider in der gleichen Situation fest...

wie alt bist du wenn ich fragen darf ?

Grüße Nick 

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e.spera
06.04.22 um 16:20

Es scheint sehr vielen so zu gehen wie mir selbst. Ich möchte aber nicht drauf verzichten. Mein Körper meine Seele braucht das. Im Alter hat man genug Zeit für andere Sachen aber jetzt sollten wir es mit unseren Partnern noch genießen dürfen. 

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